Wie vorgehen wenn 2019 keine Steuererklärung getätigt wurde nach Bezug von Ersatzleistungen?

Hallo Leute,

Unwissenheit schütz vor Schaden nicht. Nun trifft das wohl genau auf mich zu. Ich war im Januar 2019 bis Februar 2020 AU geschrieben. Mir wurde nirgendwo gesagt das ich dadurch Verpflichtet bin eine Steuererklärung zu tätigen. Dies musste ich zuvor mit Steuerklasse1 nie machen und habe daher überhaupt keine Ahnung davon.

Nun wurde ich heute im Gespräch mit einer Freundin darauf aufmerksam gemacht das es beim Bezug von Ersatzleistungen über 410€, verpflichtend ist. Ich dachte zuerst sie würde mich veralbern. Aber ein paar Recherchen später wurde ich auf den Boden der Tatsachen geholt.

Wir haben nun bald 2023 und laut Internet hätte ich diese demnach 2020 einreichen müssen da sonst Strafzahlungen fällig werden. Klasse! Hinzu kommt, dass ich seit Januar 2022 erneut Arbeitsunfähig bin und Krankengeld beziehe. Ich weiß nicht mal, ob ich überhaupt alle Unterlagen habe die für den Zeitraum 2019 benötigt werden würden. Sämtliche Lohnsteuerbescheide/ Krankengeldbescheide habe ich zum Glück ab 2019 und davor. Nur 2018 scheint nicht auffindbar.

Meine Frage ist nun wie habe ich Vorzugehen? (Mich einfach rückwirkend beim Finanzamt melden? Nur für dieses Jahr eine Lohnsteuerbescheinigung einreichen? Sollte ich Zwingend einen Steuerberater hinzuziehen?)

Vielen Dank für eure Hilfe.

Grüße Tim

Finanzamt, Krankengeld, Steuererklärung
Darf das Jobcenter nun als Sanktion meine Existenz kaputt machen?

Guten Tag, liebe Leute.

Weil ich nach einem Unfall von Hartz IV leben muß und schwer gehbehindert bin, wurde mir vom Amtsgericht ein Betreuer u. a. mit dem Aufgabenkreis "Vermögenssorge" ohne Einwilligungsvorbehalt verordnet Allerdings brauchte ich ja nur praktische Hilfe im Haushalt und keinen Rechtsvertreter; ich habe weder geistige noch seelische Defizite! Nach dem Betreuungsbeginn erfuhr ich, daß der Betreuer Zugriff auf mein Konto hat. Es hat sich Folgendes ergeben: Meine Mutter ist in 05/2021 an Krebs verstorben und hat mir Schulden aus einem Privatkredit hinterlassen, mit welchem sie über 4 Jahre lang sehr teuere Medikamente vor allem gegen die zunehmenden Schmerzen bezahlt hatte; der Kreditgeber (Gläubiger) ist nun vor 1,5 Monaten an mich (Erbe der Schulden/Schuldner) heran getreten und hat die sehr zeitnahe Rückzahlung des kompletten Darlehens verlangt, dem konnte ich mich nicht widersetzen. Zwecks Pflichterfüllung verkaufte ich aus meinem Besitz meine Kommunionsuhr (Geschenk des Großvaters) an Privat (Sammler), denn durch einen Zufall stellte sich heraus, daß der heutige Wert dieser Uhr ausreichte, um das Darlehen komplett zurückzuzahlen. Ich zahlte das Geld aus dem Verkauf zunächst offiziell auf mein Girokonto ein, damit nicht der Eindruck des Verheimlichens entstehen sollte. In der Hoffnung, Restschulden zu vermeiden, legte ich dieses Geld in Gold an und händigte dieses zusammen mit dem Restbetrag in bar dem Darlehensgeber gegen eine Quittung aus. Nun bin ich endlich wieder schuldenfrei! Es war zu keinem Zeitpunkt meine Absicht oder mein Vorsatz, vor meinem Betreuer irgendetwas zu verheimlichen! Dennoch wirft er mir "Unwahrheit in Vermögensfragen" vor, obwohl ich ihm diesbezüglich auch von der Uhr (in Unkenntnis deren wahren Wertes) berichtet habe. Nun hat er mir angedroht, mich anzuzeigen und "fertig zu machen", denn er fühlt sich übergangen, obwohl er sich zu jedem Zeitpunkt über alle meine finanziellen Transaktionen hat informieren können! Ich handelte ausdrücklich nicht, um mich selbst finanziell zu bereichern; mein Ziel war lediglich die Schuldenfreiheit und die Wahrung des letzten Willens meiner sterbenden Mutter! Und tatsächlich weiß er über alle diese Vorgänge Bescheid, worauf ich natürlich angeboten habe, ihm zwecks Aufklärung des wahren/tatsächlichen Sachverhaltes (s. o.) eine umfassende Stellungnahme zukommen zu lassen, diese ist bis Ende dieser Woche (So., 09/10) geplant. Jetzt zu meiner Frage dazu: Mit welchen Konsequenzen muß ich jetzt rechnen und wie kann ich mich dagegen verteidigen? Es war und ist auch niemals mein Ziel gewesen, etwa "Sozialleistungsbetrug" zu begehen, denn das wäre nicht im Sinne meiner verstorbenen Mutter! Das (die Familie) ist mir in meinem Leben schon immer das Wichtigste gewesen! Herzlichen Dank für Euere Ersteinschätzung! Bitte nur fachlich fundierte Meinungen, danke! 

Mit freundlichen Grüßen und bleibt gesund! :-)

Etienne

Kaltwasserabrechnung in Mehrfamilienhaus (ohne Wasserzähler) mit Gaststätte + gewerbliche Müllentsorgung in privaten Restmüllcontainern?

Liebe Schwarmintelligenz,

wir wohnen in Bayern in einem Mehrfamilienhaus mit 2 Gewerbeeinheiten (Arztpraxis und Gaststätte).

Im gesamten Haus gibt es keine Wasserzähler, sodass der Kaltwasserverbrauch nach qm berechnet wird. Warmwasser wird in jeder Wohnung / Gewerbeeinheit mittels Durchlauferhitzer erzeugt. Das hierfür verwendete Kaltwasser wird ebenso pro qm abgerechnet, nur der Strom/Gasverbrauch für die Warmwassererzeugung wird von jedem Mieter speziell nach Verbrauch abgerechnet.

Sehr ärgerlich ist v.a., dass die Gaststätte keinen eigenen Kaltwasserzähler hat. Denn die Gaststätte hat 365 Tage im Jahr fast rund um die Uhr Betrieb und verbraucht sehr viel Kaltwasser (4-5 Mitarbeiter und viele Gäste, die zwischen 8 - 23 Uhr die Toiletten benutzen, sowie sonstiger Wasserverbrauch, die ein Betrieb einer Gaststätte mit sich bringt). Zusätzlich wird nachts ca 4 - 5 Stunden in der Gaststätte geputzt bzw. Vorbereitungsarbeiten für den nächsten Tag durchgeführt, sodass die Gaststätte fast durchgehend Wasser verbraucht. Die Fläche der Gaststätte ist jedoch vergleichsweise klein, sodass ein Missverhältnis zwischen genutzter Fläche und tatsächlichem Kaltwasserverbrauch besteht.

Die Arztpraxis läuft ebenfalls sehr gut, allerdings ist sie an Wochenenden geschlossen, sodass der Kaltwasserverbrauch im Vergleich zu den Privathaushalten im Haus nicht viel höher sein dürfte.

Ist die Aufteilung der Kaltwasserkosten nach Fläche hier tatsächlich angemessen oder müsste der Eigentümer vom Haus zumindest Zwischenzähler für die Gewerbeeinheiten (v.a. für die Gaststätte) einbauen und deren Verbrauch vom Gesamtverbrauch des Hauses abziehen und separat abrechnen?

Ein weiteres Problem ist, dass die Gaststätte lediglich 1 Restmülltone zur Verfügung hat. Für die Privathaushalte stehen 2 Restmülltonnen zur Verfügung. Da die Privathaushalte aber wenig Restmüll produzieren, würden die beiden Restmülltonnen meistens nur bis zur Hälfte gefüllt werden. Der Gaststättenbetreiber hingegen produziert reichlich Müll, u.a. weil er keinen Müll trennt, so landen u.a. täglich leere 5l-Eimer im Restmüllcontainer... das führt dazu, dass der Gewerbe-Restmüllcontainer bereits Mitte der Woche voll ist und die restlichen Tage der Woche die großen Mülltüten und Eimer der Gaststätte in den privaten Restmüllcontainern landen bis diese ebenfalls richtig voll werden. Was kann man hier unternehmen damit die Gaststätte ihren Müll nicht illegal auf Kosten der Privathaushalte entsorgt?

Herzlichen Dank bereits im Voraus für Eure Bemühungen.
LG

Gewerbe, Nebenkostenabrechnung, Mehrfamilienhaus
Muss ich bei meinen Minijobs Abgaben zahlen?

Ich habe als Student zwei sich überschneidende Minijobs in Deutschland und ein Angebot für einen weiteren Minijob in Österreich und verstehe die steuerlichen Implikationen nicht mehr.

Ich bin Vollzeitstudent an einer Universität, dazu arbeite ich seit Jahren als Minijober bei einem Restaurant. Dort verdiene ich geringfügig auf Jahr gesehen etwa 3000€. Um mein Studium zu ergänzen, möchte ich nun einen Job bei einer Firma annehmen, welche in dem Bereich tätig ist, in welchem ich studiere. Die Firma bietet mir 10h/ Woche zu 520 € an (ab 1.10.22). Den Job im Restaurant gebe ich auf, allerdings liegen auf meinem Stundenkonto noch einige Stunden, welche mir im Oktober ausgezalht werden sollten. Ich überschreite demnach weder die 20h pro Woche Regelung für 26 Wochen im Jahr noch den Freibetrag für die studentische Krankenversicherung und auch nicht den Steuerfreibetrag von 10.347€.

Da ich in Österreich studiere, wurde mir nun noch eine Aushilfstätigkeit bei einem Sportstudio angeboten, dort würde ich ab Oktober 1 mal im Monat zu 120€ zum Einsatz kommen.

Ich habe bei meiner Recherche auch gelesen, dass es ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen DE und AT gibt. Da die Firma bei der ich in AT aushelfen würde ihren Sitz in AT hat, hat meine Recherche ergeben, dass ich nun auch in AT steuerpflichtig bin. Die Einkünfte würden allerdings ja den dortigen Steuerfreibetrag nicht überschreiten, wären also aus meiner Sicht dort steuerfrei.

Werden diese Einkünfte nun auch auf meine Situation in Deutschland angerechnet? Kann der Job in AT also dazu führen, dass ich in DE Abgaben leisten muss?

Und stimmt es, dass ich die 520€ Grenze (wegen der Krankenkasse) zweimal überschreiten darf (also z.B. durch Einkünfte bei zwei Betrieben, wie ja in meiner Situation in DE)?

Vielen Dank für eure Einschätzung!

Ausland, Minijob, Österreich

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