Wie soll ich meine Steuern als Freiberufler nachzahlen?

Hallo liebe Community, 

Ich bin aktuell ziemlich ratlos. Und zwar geht es darum, dass ich vor wenigen Jahren als Minderjähriger dass Glück hatte bei einem Marketing Unternehmen freiberuflich zu arbeiten - Heißt, dass ich je nach erbrachter Leistung eine monatliche Gutschrift erhalten habe. Ich hatte zwar auch einen Arbeitsvertrag, aber nach meiner Recherche fällt das Ganze dennoch unter eine selbstständige Tätigkeiten. Es wurden zumindest nie Steuern etc. bei der monatlichen Gutschrift erwähnt etc. Man kann es vielleicht ganz gut mit Youtube Einnahmen vergleichen.

Nun, so dumm wie ich als Jugendlicher war und mit vielen anderen Dingen (z.B Abitur) habe ich das Thema Steuern stets vor mir her geschoben und mich nie wirklich darum gekümmert. Ich habe zwar einmal eine Steuerberaterin angeschrieben, aber daraus ist nie weiter was geworden. Jetzt bin ich mit der Schule fertig und möchte das Ganze dringend vom Tisch haben - mir ist aber nicht ganz klar wo ich meine Einkünfte anmelden soll und mit was ich rechnen soll. An wen soll ich mich wenden? Mit welchen Strafen bzw. Säumnisgebühren habe ich zu rechnen? 

Ein paar konkrete Zahlen zu meiner Situation: Meine ersten Einnahmen reichen bis ins Jahr 2019 zurück, als ich noch minderjährig war. Meine Einkünfte lagen in dem Jahr bei ca. 20000€, im Jahre 2020 bei ca. 25000€ und letztes Jahr 2021 bei etwa 21000€. Absetzbare Ausgaben, wie z.B Handyverträge und Spenden sind dabei noch nicht abgezogen, die liegen aber wohl sowieso nicht so hoch. Muss ich mir auch um andere Steuern, als die Einkommensteuer Gedanken machen / wie hoch liegen die Grenzen da?

Ich habe gelesen, dass man mit Strafen von 0,25% bzw. mindestens 25€ der Steuer pro Monat Verspätung rechnen darf. Das fände ich noch sehr human und würde es ohne mich zu ärgern zahlen, da ich ja selber schuld an dieser Misere bin. Die Geschichten und Strafen wegen Steuerhinterziehung machen mir aber wirklich Angst und ich will hier keinen Fehler machen. Vom Finanzamt habe ich noch nie einen bösen Brief bekommen und ich möchte dem auch dringend vorbeugen. Ich weiß, dass das Aufschieben wirklich dumm war aber rückgängig machen kann ich es jetzt auch nicht mehr. Daher hoffe ich auf eure Tipps und Hilfestellungen!

Viele Grüße

einkommensteuer, Finanzamt, selbstständig, Steuererklärung, Steuern
freiberufler GbR + Angestellt = Zwei mal EÜR?

Hallo zusammen!

Ich bin etwas verwirrt bezüglich meiner Einkommenssteuererklärung.

Kurz zum Sachverhalt: Mit einer Freundin betreibe ich zu zweit eine freiberufler GbR (Katalogberuf, daher nicht im Gewerbeamt angemeldet, sondern beim Finanzamt – zusätzlich Kleinunternehmerregelung, weil unter 21.000€ Gewinn). Allerdings sind wir beide auch Angestellt und betreiben die "GbR" nebenbei.

Wie läuft jetzt die Steuererklärung für GbR und Privat ab? Für das "Unternehmen" haben wir das ESt 1b, UST, sowie die Anlage EÜR abgegeben. So weit so gut. 

Für mich als Privatperson habe ich das Est 1a, Anlage S sowie die Anlage N übermittelt. Scheinbar will das Finanzamt jetzt aber auch eine private EÜR von mir über die Einkünfte aus der selbstständigen Tätigkeit, von meiner Freundin will das Finanzamt dies nicht…

Jetzt zu meiner Frage: Übermittelt man tatsächlich zwei mal die EÜR? einmal Privat und einmal für die GbR? Alle Einnahmen der selbstständigen Tätigkeit sind ja bereits in Anlage S angegeben. Und falls ja: Wie füllt man dann die EÜR als Privatperson aus, da sich die Gewinne ja unter den Gesellschaftern aufteilen. Gibt man jeden Gewinn mit der Hälfte an? Gibt man die Ausgaben erneut an? Teilt man den Betrag am Ende durch zwei? Denn dann müsste man ja Einnahmen und Ausgaben "frisieren", damit sie auf die Personen der Gesellschaft aufgeteilt sind, würde man aber die gesamten Einnnahmen und Ausgaben festhalten, würde das Finanzamt anhand der EÜR ja nicht ausfindig machen können, um wie viele Personen es sich bei der Gesellschaft handelt.

Kann mir da Jemand weiterhelfen?

Freiberufler, Gbr, Steuererklärung
Wie starte ich mit bitcoin trading (steuern)?

Werde seit Monaten nicht fündig, vielleicht gibt's ja jemanden der es selbst betreibt und mir helfen kann

Über 1J haltedauer steuerfrei, unter 1Jahr 600€ frei, sonst wird alles versteuert, ist klar, auch das fifo Prinzip dabei.

Nun wie läuft das ganze in der Praxis ab? Führt mein Broker (in dem Falle Bison) steuern ab weil deutsche broker dazu verpflichtet sind oder muss ich das manuell machen? Und wie? Muss ich mir dann selber immer nach jedem trade ausrechnen was ich prozentual an Gewinn versteuern muss oder habe ich dann ein Jahr lang bzw bis Ende des Jahres "freien Spielraum" und fasse das alles am 31.12. Zusammen was da an gewinnen bei rauskam? Welche daten muss ich tracken damit es dem Finanzamt reicht und mir alles glauben? (Kauf/Verkauf/Datum/Menge/Gewinn bzw Verlust) Komme ich in eine andere lohnsteuerklasse wenn ich als Azubi unter - und durch Gewinne über dem steuerfreibetrag liege? Also über diesen 10.xxx€ oder bleibt das getrennt voneinander und wird separat versteuert? Wie geht's dann weiter mit der Steuererklärung? Habe noch nie eine gesehen und weiß deshalb auch nicht wo ich dann alles in diese SO - Anlage eintragen muss. Wird das dann per Konto eingebucht wenn die mit meinen Angaben 'einverstanden sind' oder muss ich dann selber irgendwas überweisen per Rechnung die die mir dann zuschicken als mein zu versteuernder Satz?

Ich weiß, so viele Fragen aber bevor mir dann unbeabsichtigt irgendwas übersehe und man mir evtl Steuerhinterziehung oder sowas vorwirft bin ich da lieber sehr vorsichtig. Deshalb auch bitte nur antworten wenn ihr auch wirklich bescheid wisst und selber in der Materie drin seid und viel tradet, viel mit steuern zu tun habt oder gar selber beim Finanzamt arbeitet. Ich entschuldige mich schon mal im voraus für meine Unwissenheit und hoffe dass ich aus den Antworten hier einiges lerne und meine Fragen gelöst bekomme :)

Danke

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So hohe Einkommenssteuer?

Hallo zusammen,

bin derzeit etwas überfragt. Ich habe nebenberuflich ein Einzelunternehmen mit Online-Marketing Dienstleistungen als Tätigkeit. Es ist echt mehr durch einen Zufall entstanden und haben sich über die Jahre 2-3 kleinere Kunden ergeben für die ich monatlich etwas mache.

Ich habe es immer so gehandhabt beim Thema Steuern, dass ich pauschal 30% meiner monatlichen Nettoeinnahmen zur Seite gelegt habe.

Im letzten Jahr zum Beispiel kam bei der Einkommenssteuererklärung für 2020 heraus, dass für mich keine anfällt. Daher diese Pauschalrücklagen in 2021 oder auch diesem Jahr nicht angehoben, da ich dachte mit 30% bei solch kleineren Einnahmen stets auf der sicheren Seite zu sein.

Jetzt erzählt mir mein Steuerberater gestern aktuell schaut es bei der Einkommenssteuererklärung für 2021 so aus, dass ich bei ca. 7.000 - 8.000€ liege.

Das hat mich ehrlich gesagt überrascht und ich weiß nicht wie das Zustande kommen kann. Er hat noch nach weiteren Informationen von mir gefragt und sagte diese Einschätzung sei aktuell erstmal ganz grob und bis zur Finalisierung wird das definitiv noch runtergehen. Nur habe ich da ja keine Riesensprünge zu erwarten, oder?

Verwundert war ich deshalb, da ich nun mal selber nachgeschaut habe, was ich in 2021 insgesamt netto in Rechnung gestellt habe an meine Kunden. Das waren 15.407€.

Ich bin absoluter Laie und habe nur ein wenig gegoogelt, aber theoretisch sollten darauf ja keine 7.000€ - 8.000€ Einkommenssteuer anfallen, oder? Wie kann das zustande kommen?

Man ist der Situation und dem Steuerberater hier halt leider so relativ planlos ausgeliefert und freue mich über jede Einschätzung.

Rücklagen für die Einkommensteuer belaufen sich bei mir nur auf ca. 4.500€.

Es kann sein, dass es ein Missverständnis war und der Steuerberater meinte er ist bei 7.000 - 8.000€ zu versteuerndem Einkommen. Das erfahre ich erst nächste Woche.

Habe jedoch auch etwas mitbekommen bzgl. Differenzsteuersatz o.ä. dass eine solche Besteuerung möglich wäre wenn ich im Hauptberuf so viel verdiene?

Habe in 2021 in meiner Anstellung ca. 48.000€ Brutto verdient.

LG

einkommensteuer, Finanzamt, Steuererklärung, Steuern, Einzelunternehmen
Freiberuflich gemeinsam veranlagen?

Hallo zusammen. Ich habe eine/mehrere ziemlich komplexe Frage/n. Ich bin über meinen Mann familienversichert. Er ist Vollzeit angestellt. Seit kurzem (vorher in Elternzeit) arbeite ich freiberuflich. Um weiter familienversichert zu sein, versuche ich im Durchschnitt unter 470 Euro monatlichem Verdienst zu bleiben.

Nun wird mein Mann im August mit unseren Kindern nach Spanien ziehen und selbstständig für seinen deutschen AG weiter arbeiten. Ich selber werde zumindest vorübergehend in Deutschland bleiben müssen und würde auch hier dann weiter freiberuflich arbeiten wollen. Das würde dann ja bedeuten, dass ich mich selber krankenversichern muss. Welche Form der Versicherung würde da Sinn machen? Ich würde dann ab August wahrscheinlich auch mehr arbeiten als jetzt. Macht es dann am Ende bei der Steuererklärung Sinn, die getrennte Veranlagung zu wählen? In dem Fall könnte ich dann den Freibetrag von knapp 10000/Jahre nutzen, richtig?

Kann ich bei unserer Konstellation auch für meine Kinder Kindergeld in Deutschland beantragen?

Kennt sich vielleicht auch jemand damit aus, wie sich das Ganze dann gestalten würde, wenn ich mich entscheiden sollte, auch nach Spanien zu ziehen und weiter für den deutschen Auftraggeber im Homeoffice arbeiten möchte?

Ich bin für jeden Ratschlag, Hinweis und Tipps sehr dankbar.

Freiberufler, Kindergeldanspruch, Krankenversicherung, Steuererklärung, Steuern
Nebenverdienst durch Kunst - Steuer?

Hallo! Mein Mann möchte in Zukunft kreativ neben seinem Hauptberuf Hobbymäßig wieder tätig werden durch Malerei und ggf auch Bilder als freiberuflicher Künstler verkaufen. Dazu habe ich steuerrechtlich eine Frage.

Beispiel:

Angenommen mein Mann würde für 800€ Farben, Leinwände, Pinsel etc. kaufen und würde nun Bilder im Wert von 1000€ in einem Jahr verkaufen. Dann wäre er doch unter der 600€ Freigrenze, da sein Gewinn ja nur 200€ beträgt. Müssten oder sollten wir das dennoch in der Steuererklärung angegeben?

Im Netz fand ich dies:

"Bei Verkäufen innerhalb von 12 Monaten nach Anschaffung sind Gewinne bis 600 Euro im Jahr steuerfrei. Dies ist eine Freigrenze, kein Freibetrag. Gewinne ab 600 Euro sind in voller Höhe als "sonstige Einkünfte" gemäß § 22 Nr. 2 EStG mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern."

Der Gewinn wäre wie in meinem Beispiel bereits gesagt in dem Jahr X 200€ und somit Steuerfrei, richtig? Theoretisch stehen dann ja zuhause noch fertige Bilder, aber die werden ja nicht berücksichtigt, da nicht verkauft. Sollte er in Jahr Y nur 300€ Ausgaben haben für Farbe und Co. Allerdings für 1000€ Bilder verkaufen, dann wäre er bei einem Gewinn von 700€ und es muss dementsprechend angegeben werden.

Ist das alles soweit richtig von mir verstanden? Gerade bei der Steuer will man ja keinen Fehler machen. Vielleicht kennt sich ja jemand aus :)

Freiberufler, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht
Fehler in Ausfüllhilfe Elster EÜR Zeile 84? Fahrten mit privatem KFZ zu Kunden oder Lieferanten Auto 30 oder 35 cent?

Hallo liebe Forenmitglieder,

Mir ist bei der Ausfüllhifle von Elster für die Eür folgendes aufgefallen

Es geht sich nur um Reisekosten d.h. Fahrt zum Kunden, Abholung von Ware etc.. (Kein Weg zur ersten Tätigkeitsstätte oder wegen doppelter Haushaltsführung)

Die kommen in der EÜR doch in Zeile 84

Wenn man sich die Ausfüllhinweise zur EÜR2021 anschaut.

Dort dann auf Kraftfahrzeugkosten und andere Fahrtkosten (Zeilen 81 bis 86) klickt.

Und man sich anschaust was man in Zeile 84 eintragen soll dann steht dort folgendes.

ELSTER - Hilfe

Da steht folgendes:

Fahrtkosten für nicht zum Betriebsvermögen gehörende Fahrzeuge (Zeile 84)

Kosten für die betriebliche Nutzung eines privaten Kraftfahrzeuges können entweder pauschal mit 0,30 Euro für jeden vollen Kilometer der ersten 20 Kilometer und mit 0,35 Euro für jeden weiteren vollen Kilometer oder mit den anteiligen tatsächlich entstandenen Aufwendungen angesetzt werden. Dagegen sind Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und erster Betriebsstätte in Höhe der Entfernungspauschale in Zeile 86 einzutragen.

Laut Rechtslage müsste da aber meiner Meinung nach eigentlich nur folgendes stehen ohne den Teil der oben fett unterstrichen ist:

Fahrtkosten für nicht zum Betriebsvermögen gehörende Fahrzeuge (Zeile 84)

Kosten für die betriebliche Nutzung eines privaten Kraftfahrzeuges können entweder pauschal mit 0,30 Euro für jeden vollen Kilometer der ersten 20 Kilometer oder mit den anteiligen tatsächlich entstandenen Aufwendungen angesetzt werden. Dagegen sind Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und erster Betriebsstätte in Höhe der Entfernungspauschale in Zeile 86 einzutragen.

Wenn man die Fahrtkosten welche in Zeile 84 kommen in WisoSteuersparbuch2022 eingibt werden diese auch nur mit 0,30€ berechnet.

Ich habe mir die Gesetze und alle Änderungen angeschaut und kann nicht verstehen dass das in den Ausfüllhinweisen vom Finanzamt richtig sein soll

Gibt es da einen Unterschied bei Arbeitnehmern und Selbständigen?

Vielen Dank schonmal und frohe Ostertage.

Finanzamt, Finanzen, Steuererklärung, Steuern, Betriebsausgaben, Fahrtkosten

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