Einzelunternehmen - Fahrkosten, Einlagen, Miete, AfA, Quittungen, Telefon korrekt buchen? Steuererklärung?

Guten Tag,

in meiner Buchhaltung sind mit einige Sachen aufgefallen, die Google mir nicht so richtig beantwortet.

Wir wohnen auf dem Land und der leider einzige Steuerberater in der Umgebung hat uns, trotz horrenden Kosten, schon einmal falsch beraten bzw. die zu kontrollierende Buchhaltung nur halbherzig überprüft, sodass wir später viele Fehler gefunden haben. Davon abgesehen, läuft die Selbstständigkeit seit Anfang des Jahres (Corona) auf Sparflamme und wird ggf. dieses Jahr vollständig beendet..

Als Hilfestellung bei der Buchhaltung nutze ich Lexoffice.

  • Fahrtkosten

Wir müssen ab und zu zur Post um Kundensendungen abzugeben.

Diese Fahrten nehmen wir mit dem im Privatbesitz befindlichen KFZ vor und rechnen pro gefahrenen km (Hin- und Rückfahrt) 30ct als Betriebsausgabe.

Wir führen ein kleines Fahrtenbuch, welches ausschließlich die betrieblichen Fahrten aufführt.

Gelegentlich fahren wir zu Mitbewerbern oder auf Messen, um uns „inspirieren“ zu lassen bzw. neue Produkte zu finden – dürfen diese Fahrten ebenfalls geltend gemacht werden? Wenn ja, welche Nachweise müssen dem Finanzamt vorliegen (z.B. kein Ticket, da Messeeintritt kostenfrei)?

  • Privateinlagen und Einkommen

Beispiel: 2018 wurden 20.000 EUR als Privateinlage auf dem Geschäftskonto eingezahlt. 2019 wurden 25.000 EUR als Einkommen ausgezahlt bzw. waren diese am Ende des Jahres als Gewinn übrig. Muss die im Jahr zuvor getätigte Privateinlage erst getilgt werden, dass es somit nur 5.000 EUR Einkommen sind oder muss der Gewinn explizit als Tilgung angegeben werden?

  • Miete/Strom

Wir arbeiten von Zuhause aus, wobei das Gäste- und Esszimmer bereits fast vollständig als Lager und Büro umfunktioniert wurde. Im Moment rechnen wir keine Kosten als Betriebsausgabe an, weder bei der Miete, noch beim Stromverbrauch. Ist es möglich, die Kosten für Miete und Strom anteilig als Betriebsausgabe zu buchen? Wenn ja, in welchen Umfang bzw. wie wird dies berechnet?

  • Private Quittungen

Wir kaufen Klebeband immer günstig von Privat (Filamentband, im Handel zu teuer). Wir bekommen dafür eine normale Quittung, haben diese aber bislang nie als Betriebsausgabe angesetzt – ist das möglich?

Auch haben wir z.B. einen Etikettendrucker von Privat gekauft und eine Quittung erhalten – sind diese Kosten auch als Betriebsausgabe buchbar? Welche Angaben müssen diese Quittungen enthalten?

  • AfA/Anschaffungen

Wir haben günstig (Lager-)Regale für 100 EUR erworben und diese nicht abgeschrieben, sondern direkt als „Geringwertige Wirtschaftsgüter“gebucht – korrekt? Ein PC-Monitor sollte ein „nicht selbstständig nutzbares Wirtschaftsgut“ sein und dieser muss, trotz der Abschreibungsgrenze von 800 EUR Netto, über 7 Jahre (Laut AfA-Tabelle) abgeschrieben werden, korrekt? Gilt dies auch für gebrauchte Anschaffungen (ggf. auch von Privat?)

Danke im Voraus :)

AFA, Buchhaltung, einkommensteuer, Finanzamt, Selbstständigkeit, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht
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Aufgabebilanz nach Betriebsaufgabe zum 31.12.2019?

Hallo Liebe Community,

ich hänge gerade an einer Frage zur Steuererklärung 2019.

Ich war vom Juni 2015-Dezember 2015 Nebenberuflich selbstständig (Kleinunternehmerreglung) und von Januar 2016 - Dezember 2019 nun Nebengewerbetreibender.

Ermittlung des Gewinns erfolgte immer mittels EÜR und WISO Steuer. Für die Buchhaltung hatte ich Debitoor im Einsatz.

Der Umsatz/Gewinn lag

2016 bei 23700€/8600€

2017 bei 32600€/9500€

2018 bei 74000€/17400€

2019 so noch offen

Da mir die gesundheitlich mittlerweile die Zeit gefehlt hat und das Gewerbe meinen Lebensunterhalt nicht deckt, habe ich es zum 31.12.2019 aufgegeben und auch den Betrieb eingestellt

EÜR für 2019 ist fertig

Darin habe ich alle Bestände aus dem Anlagevermögen in das Privatvermögen übernommen und die enstprechende Umsatzsteuer gebucht. Der Restwert beträgt nun im Anlagevermögen 0€ und der Gewinn hat sich entsprechend erhöht.

Da Wareneinkäufe nur getätigt wurden, wenn ein Kunde bestellt hat (es gibt also keinen Warenbestand) und per Sofortabschreibung eigentlich nur irrelevante Dinge bestellt gekauft wurden (Drucker 2017, bereits defekt, Schreibutensilien etc.) beträgt aus meiner Sicht das Betriebsvermögen nun 0€, da die Einnahmen ja bereits komplett der Lohnsteuer unterzogen waren.

Aufgabegewinn ist demnach auch 0€. Die Auflösung des betrieblichen Internetanschlusses in der Wohnung habe ich z.B. privat Gezahlt und ziehe die nun nicht mehr mit hinein.

Laut Mitteilung von meinem Finanzamt (telefonisch) muss ich aber eine schriftliche Aufgabebilanz gemeinsam mit meinen Belegen zur Lohnsteuererklärung einreichen.
Wie muss diese denn nun aussehen? Eine Vollständige 0€ Bilanz? Hat jemand hierzu eine gute Vorlage? Laut meinem Verständnis und dem, was ich bisher gelesen habe, habe ich ja nun Aktiva 0€ da kein Betriebsvermögen mehr da ist und auch eine Passiva von 0€.
in 2020 wurden lediglich die Umsatzsteuerzahlung Okt-Dez 2019 und eine Rechnung vom 31.12.2019 welche vom Kunden erst am 04.01.2020 bezahlt wurde.

Ist das relevant? Die Rechnung und die UST. sind in meiner EÜR für 2019 ja schon erfasst.

Vielleicht hat jemand ein paar gute Ratschläge.

Ich wurde immer von meinem Opa beraten (er war pansionierter Steuerberater), er ist aber mittlerweile nicht mehr am Leben und einen Steuerberater habe ich für den Abschluss meiner Tätigkeit bisher nicht finden können, ist denen wohl nicht profitabel genug.

Vielen Dank für alle Antworten und Ideen

Steuererklärung
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EÜR Betriebskosten Handy, Internet und Co.?

Ich erledige gerade die Anlage EÜR im Rahmen der Einkommenssteuererklärung und der Anlage G für mein nebenberuflich ausgeübtes Gewerbe mit Kleinunternehmer-Regelung. Weitere Hintergrundinformation: Gewerbe beschäftigt sich mit Internet-Dienstleistungen (Webdesign- und Softwareentwicklung)

Neben den anderen angefallenen rein gewerblichen Betriebsausgaben, die ich bereits angegeben habe würde ich gerne noch einen Teil meiner Internet-Rechnung sowie Handy-Rechnung geltend machen. Die Verträge habe ich lange vor Anmeldung des Gewerbes privat geschlossen und würde entsprechend nur die Kosten im Nutzungszeitraum geltend machen. Darüber hinaus habe ich einen Drucker und Drucker-Tinte erworben, den ich teilweise gewerblich genutzt habe.

Nach längerer Recherche ergibt sich leider noch keine vollständige Klarheit für mich, daher die Fragen, wie ich dies korrekt in der EÜR angebe.

Variante A)

Setze ich 100% der oben genannten Ausgaben als Betriebsausgabe fest und veranschlage dann eine Privatentnahme für Nutzung von z.B. 30% (ich las, das der Betrag pauschal anerkannt wird) am Ende der EÜR?

Variante B)

Trage ich in die Betriebsausgaben direkt nur 70% der Kosten als Betriebsausgabe ein?

...

Oder gibt es einen anderen, richtigen Weg dafür dies zu anzugeben?

Mir ist bewusst, dass ich im Zweifel natürlich einen Steuerberater konsultieren sollte, ich bin aber dennoch für sachliche Antworten sehr dankbar.

Steuererklärung, Einzelunternehmen, Kleinunternehmerregelung
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Zusammenveranlagung und Steuerklasse, wenn Frau im EU-Ausland lebt, wohnt und arbeitet?

Hallo Zusammen,

beim Ausfüllen meiner LSE sind einige Fragen entstanden, Ich werde es versuchen meine genaue Situation zu beschreiben und hoffe, dass ihr mich dabei helfen könnt.

Ich habe die bulgarische Staatsangehörigkeit, aber ich wohne und arbeite in Deutschland seit 5 Jahren, während meine Ehefrau (auch Bulgare) immer noch in Bulgarien wohnt und arbeitet. Seit dem Anfang an habe ich die Steuerklasse 1 in DE bekommen. Jetzt möchte ich meine Steuererklärungen für die letzten Jahre rückwirkend abgeben und somit auch meine Steuerklasse auf 3 ändern. Bei einem kurzem Gespräch mit einem Mitarbeiter vom Finanzamt hat er mir geraten, um dies alles zu erledigen (Steuerklasseänderung und rückwirkend auch die mehr gezahlte Steuer zurückzubekommen) eine Zusammenveranlagung zu beantragen. Dazu muss meine Ehefrau die Bescheinigung EU/EWR ausfüllen und ich den Antrag auf Lohnsteuerermäßigung (mit den dazugehörigen Anlagen Kind und außergewöhnliche Belastungen) abgeben. Stimmt das und braucht man weitere Unterlagen dafür?

Und noch einige Fragen zur Klärung bezüglich der Steuererklärung, oder genauer beim Ausfüllen von Unterhaltszahlungen.

Wie gesagt, ich arbeite in DE, meine Frau in BG und wir haben zwei Söhne. Beide sind volljährige Studenten unter 25 Jahre, für die ich auch Kindergeld bekomme. Der 1. macht sein Erststudium in DE und arbeitet auf 450 Basis und der andere studiert in BG, wohnt bei meiner Ehefrau und hat kein Einkommen. Ich überweise allen drei separat regelmäßige monatliche Zahlungen zur Finanzierung des Studiums bzw. zur Unterstützung meiner Frau.

  • Für welche dieser Zahlungen kann ich generell Steuer absetzen?
  • Soweit ich verstanden habe - auf jeden Fall diese für meine Ehefrau, dann...Soll ich meine Ehefrau und mein 2. Sohn als einen (gemeinsamen) unterstützten Haushalt betrachten und sie in der Steuererklärung in der Anlage U aber separat als 1. unterstützte Person und 2. unterstütze Person dieses Haushaltes eintragen?
  • Als Nachweise dafür reichen meine Kontoauszüge als Beweis für die Zahlungen, jährlicher Lohnabrechnung meiner Ehefrau plus die zweisprachige Unterhaltserklärung von den bulgarischen Behörden oder braucht man weitere Nachweise dafür?
  • Wie sieht es mit meinem in DE studierenden Sohn -er wohnt nicht in meinem Haushalt, arbeitet auf 450 Basis und ich kriege Kindergeld für ihn? Welche Nachweise sind hier einzureichen, wenn man in diesem Fall überhaupt Steuer absetzen kann?
EU, Steuererklärung
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Kann steuerfreier ausländischer Arbeitslohn (Neuseeland) in der Anlage N-AUS höher sein als ich tatsächlich im Ausland verdient habe?

Guten Tag,

ich habe September 2018 bis August 2019 in Neuseeland gearbeitet und dort auch Steuern bezahlt. Nun versuche ich meine Steuererklärung auszufüllen und komme an meine Grenzen. Zuvor (Januar - September 2018) habe ich in Deutschland gearbeitet.

Nun gerate ich beim Ausfüllen der Anlage N-AUS an meine Grenzen und das trotz intensiver Google-Suche und Steuerprogrammen. In Z. 35 habe ich meinen "deutschen" Lohn lt. Lohnsteuerabrechnung verzeichnet. In Z. 36 dann den "ausländischen" Lohn, den ich dort erarbeitet habe. In Z. 39 und Z. 40 habe ich die Vermutung, dass ich nichts ausfülle, weil ich es so verstanden habe, dass damit Zuschüsse wie z.B. für Kindergarten gemeint sind. Davon habe ich gar nichts bekommen, sondern nur reinen Arbeitslohn, weil ich alleine nach Neuseeland gegangen bin.

Die Z. 42-44 hab ich ebenfalls nicht ausgefüllt, weil keine Bestandteile einer konkreten Arbeitsleistung zugeordnet werden können (z.B. Reisekosten oder Überstundenvergütungen).

Nun wird in den Z. 46-52 mein steuerfrei zu stellender ausländischer Arbeitslohn errechnet. Dabei werden meine Auslandsarbeitstage (42) durch meine Arbeitstage insgesamt in diesem Jahr (127) dividiert und mit meinem Arbeitslohn verrechnet. Der Arbeitslohn beträgt meinen kompletten addierten deutschen und ausländischen Arbeitslohn, weil ich weder in Z. 39/40 noch in Z. 42-44 etwas abgezogen habe.

Damit ist mein steuerfrei zu stellender ausländischer Arbeitslohn höher als mein tatsächlicher Verdienst im Ausland. Kann das überhaupt möglich sein bzw. darf das so sein? Und wenn nein, kann mir vielleicht mein Fehler erklärt werden?

Vielen Dank schon mal und beste Grüße

Krisi

Ausland, Steuererklärung
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Werkstudent oder Minijob bei Steuerklasse V?

Hallo Zusammen,

meine Frau und ich haben folge Frage an euch :)

Ich gehe Vollzeit arbeiten und habe Steuerklasse 3. Meine Frau befindet sich derzeit in Elternzeit und hat demnach Steuerklasse 5 (dass das Elterngeld im Rahmen der Steuererklärung meinem zu versteuernden Einkommen angerechnet und nachversteuert werden muss, wissen wir).

In 2 Monaten beginnt meine Frau ein Teilzeitstudium und möchte nebenbei dann 1-2 Tage die Woche arbeiten gehen. Bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber hat sie sowohl die Möglichkeit auf 450€ Basis (Minijob) aber auch als Werkstudent zu arbeiten.

Ein 450€ Job muss natürlich nicht versteuert und auch bei der Steuererklärung nicht angegeben werden.Wie ist es denn bei einer Werkstudententätigkeit? Ich weiß von einem Kollegen, dass beispielsweise eine Ausbildungsvergütung angegeben werden muss in der Steuererklärung und auf das zu versteuernde Einkommen angerechnet wird -> Nachzahlung (also natürlich immer unter der Voraussetzung, dass man verheiratet ist und der besser verdienende Partner Steuerklasse 3 hat und man somit verpflichtet ist, eine Steuererklärung einzureichen).
Eine Werkstudententätigkeit ist erstmal, wie auch ein 450€ Job oder eine Ausbildungsvergütung, steuerfrei - solange unter 950€/Monat oder unter ca. 10.000/Jahr. Aber muss die Vergütung eines Werkstudenten in der Steuererklärung eines verheirateten Ehepaares, wo der Partner Steuerklasse 3 hat, angegeben werden? Und wird diese Vergütung dann auf das zu versteuernde Einkommen angerechnet und es muss entsprechend nachgezahlt werden? Wenn ja, wäre ja ein Minijob sinnvoller? Wenn nein, wäre die Werkstudententätigkeit deutlich attraktiver :/

Vielen Dank im Voraus und Grüße

Daniel

Student, Minijob, Steuererklärung, Steuern
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Betriebskosten als Untermieter von der Steuer absetzbar?

Hello,

folgender Sachverhalt + Fragen:

Ich wohne seit vielen Jahren zusammen mit meiner Mutter in einer Mietwohnung. Sie ist Hauptmieterin und gibt keine Steuererklärung ab, ich bin seit 2017 als Untermieter eingetragen (vorher "nur"in der Wohnung wohnhaft gemeldet). Jetzt möchte ich für die letzten Jahre meine Steuererklärungen abgeben (als Angestellter für 2016 bis 2019) und die absetzbaren Kosten aus der Betriebskostenabrechnung des Vermieters von der Steuer absetzen.

Fragen:

Kann ich die Kosten in der Steuererklärung einfach angeben, indem ich 50% der absetzbaren Kosten angebe (keine Materialkosten usw. ist mir alles bekannt)? Die komplette Miete geht übrigens von meinem Konto ab (Lastschrift vom Vermieter), obwohl meine Mutter die Hauptmieterin ist. Ich nehme auch kein Geld von ihr, laut Untermietvertrag zahle ich ihr aber natürlich Geld.

Sagt das Finanzamt in dem Fall, dass nur der Hauptmieter was angeben kann und ich gehe leer aus oder kann ich die Kosten angeben?

Wenn ich sie angeben kann: Darf ich nur 50% angeben oder gar 100% (weil die gesamte Miete belegbar von meinem Konto abgeht) oder irgendein Prozentwert dazwischen?

Falls ich die Kosten ansetzen kann, wie mache ich es? Ohne Belege in der Steuererklärung nur angeben, dass noch eine Person im Haushalt lebt und meinen Anteil mit 50% angeben? Oder muss ich irgendwie beweisen/belegen, dass ich dazu berechtigt bin, ohne selbst Hauptmieter zu sein?

Muss ich ggf. den Untermietvertrag vorzeigen? Könnte es deshalb also sein, dass ich erst ab 2017 (vorher war ich nicht als Untermieter angemeldet) und nicht für 2016 diese Kosten absetzen darf?

Sorry, sind viele Fragen. Wäre nett, wenn ihr mir eine Antwort gebt. Auch wenn ihr nur sagen könnt, ob ich als Untermieter generell eine Chance habe oder nicht. Besten Dank im Voraus!

Miete, Steuererklärung, Steuern, Absetzbarkeit
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Bin verwirrt: Durch viele kleine Jobs über dem Freibetrag, was nun?

Liebe Community,

ich sitze gerade an Elster und bin nun einfach nur noch verwirrt. Ich habe sehr viele Fragen und werde auch noch einen weiteren Thread zur Anmeldung von freiberuflichen Tätigkeiten eröffnen. Nun aber erstmal zu meinem ersten Anliegen:

Ich habe letztes Jahr einen Werkstudentenjob gemacht, der mit laut Nr. 4 auf dem Lohnsteuerbescheid 0,00 € einbehaltene Lohnsteuer berechnet wurde. Meine Frage hier: muss ich davor jetzt Angst haben und die Lohnsteuer irgendwie zurückzahlen oder sowas?

Ich habe dann nach meinem Studienabschluss ein freiwilliges bezahltes Praktikum gemacht und bin damit brutto über 9,000 € gekommen. Als ich mein Masterstudium dann aufgenommen habe, hatte ich zusätzlich noch 3 weitere Jobs gemacht, bei denen ich aber zusammengerechnet nie mehr als 450€ pro Monat verdient habe.

Und dann war ich noch freiberuflich als Autorin tätig, aber das auch unter einem Verdienst von insgesamt 400€ im kompletten Jahr.

Ich weiss, das klingt sehr chaotisch und da ich durch diese ganzen Jobs anscheinend über den Freibetrag gelandet bin (es sind insgesamt um die 10000 € Brutto Jahresverdienst) habe ich jetzt Angst, dass was böses auf mich zukommt, uff.

Kann mich hier vielleicht jemand beruhigen und mich mal aufklären? Das wäre super nett. Danke!

PS: Ich habe noch eine Frage zur Anmeldung von freiberuflichen Tätigkeiten, dazu eröffne ich einen gesonderten Fragen-Thread.

Vielen Dank an diese wunderbare Plattform, das ist wirklich eine tolle Sache!

Freibetrag, Steuererklärung, Steuern
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Viele Gedanken um die beginnende Ausbildung. Könnt ihr mir helfen?

Hallo!

Im September beginne ich eine Ausbildung beim Finanzamt und bisher habe ich einfach Angst. Ich glaube, dass es die richtige Ausbildung für mich ist und trotzdem bekomme ich Panik.

Ich habe in diesem Jahr meinen Realschulabschluss mit einem Schnitt von 1,4 abgeschlossen. Doch die Zeit davor war einfach nur schlimm. Ich habe von morgens bis abends durchgehend gelernt und wusste teilweise nicht einmal mehr, welches Fach ich an dem Tag gelernt habe. Es war wahnsinnig anstrengend. Dazu kommt dann immer eine Art Prüfungsangst.

Ich habe mir einen Lernplan erstellt, der mich aber auch gestresst hat, wenn es doch nicht so geklappt hat, wie geplant. Nach außen hin wirkte es wohl sehr organisiert, doch ich selbst hatte das Gefühl, dass es einfach nur ein riesiges Chaos war. Ich habe jede freie Minute gelernt und jemand, der schon beim Finanzamt arbeitet meinte, dass mir das zu Gute kommen wird in der Ausbildung. Aber ich möchte nicht genau so weiter lernen. Ich möchte mich nicht vor dem Lernen drücken, aber ich will effektiver lernen. Dazu habe ich mir schon 2 Bücher ausgeliehen und werde auch in den nächsten das Internet durchkämmen. Ich hatte wirklich keine Zeit für andere Dinge. Freizeit gab es nicht. Ich habe wirklich täglich und lange gelernt. Wobei bewiesen ist, dass man besser ist, wenn man auch mal was anderes macht und sich Pausen gönnt. Ich möchte etwas ändern, aber ich weiß nicht wie. Mut zur Lücke gibt es bei mir nicht. Ich muss immer auf alles vorbereitet sein. Ich hoffe ihr versteht, was ich meine und könnt mir helfen.

Ich möchte nicht nicht lernen. Ich möchte einfach anders lernen. Und vor allem ist da eine große Unsicherheit. Ich mache mir immer selbst großen Druck.

Inwieweit bekommt man dort alles von Anfang an beigebracht? Was sollte man schon vorher wissen? Allgemeines Wissen wird vorausgesetzt, aber ich weiß, dass ich durch meine Schule nicht besonders viel über grundlegende Dinge gelernt habe. Was muss ich alles wissen? Was gehört zu grundlegendem Wissen dazu? Könnt ihr mir da Stichworte nennen oder auch gute Seiten, wo man wichtiges lernt?

Lernt man auch Dinge, wie den Aufbau von Gesetzestexten oder muss man so etwas schon wissen?

Mein Ziel ist es mich gut vorzubereiten, aber was genau ist effektiv?

Kann mir jemand sagen, wie genau man dort lernt? Stimmt es, dass man schon Ende November ein paar Klausuren schreibt? Wie werden dort Noten erstellt? Auf was kommt es an?

Ging es euch genauso?

Dazu habe ich Angst vor Heimweh. Ich möchte nicht, dass ich durch mögliches Heimweh mich nicht konzentrieren kann.

Wie lernt man dort nachmittags? Wie genau läuft das nach der Schule ab? Bekommt man viele Hausaufgaben auf? Wie genau wiederholt man?

Wir haben durch Corona in diesem Jahr einen virtuellen Rundgang bekommen. Dort wurde gesagt, dass es sehr eng getacktet ist. Wie habt ihr das alles gelernt? Welche Tipps könnt ihr mir bzgl. Lernen mitgeben? Was hat euch geholfen?

Ganz viele Grüße

Lene

Ausbildung, Finanzamt, Steuererklärung, Steuern
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