Einspruch für 2016 läuft noch. Neuer Steuerberater. Was nun?

Ich probiere mich kurz und verständlich zu fassen.

Ich bin Grenzgänger, Wohnort über 400 km entfernt vom Arbeitsort (nicht EU). Fliegendes Personal, deshalb schwierige Rechtslage. 2016 Einkünfte im Ausland bis auf wenige Euronen (unter 200) aus Gewerbearbeit im Januar in DE.

Steuererklärung für 2016 abgegeben in der Erwartung von Abgabe unter Progressionsvorbehalt befreit zu werden (wie zahlreiche Kollegen auch). FA akzeptiert nicht und möchte versteuern. Einspruch mit fachkundigem Steuerberater, bis heute nicht entschieden. (Liegt bei Rechtsbehelfsstelle)

Nun läuft bald die Frist für 2017 ab. Den Steuerberater habe ich aus Kostengründen gewechselt. Sollte alles nicht funktionieren, wäre das doppelt teuer. Neu bei einem Lohnsteuerhifeverein. 2017 auschließlich Einkünfte im Ausland. Verein möchte jedoch nicht an Argumentation des Steuerberaters anknüpfen, da Beratungsstelle in südlichem Bundesland liegt, wo man sich mit entsprechenden Grenzgängern auskennt aber eben nicht die extreme Situation mit solch großer Entfernung kennt. Dort hat man eine eigene Methode mit dem Finanzamt ausgehandelt auf welche man gegenüber meinem FA verweisen würde (und zur Not auch klagen. Im Verein wären diese Kosten immerhin inbegriffen)

Wenn ich für 2017 nun jedoch „weichere“ Forderungen stelle, schieße ich mir doch selbst ins Bein und das FA wird misstrauisch mit Blick auf 2016. Die Methode der Beratungsstelle wäre schon deutlich besser als das, was zuvor angewandt wurde, dennoch möchte ich nicht alle vorherigen Kosten und Mühen zunichte machen. Auch weil noch die Chance besteht, mit dem Einspruch durchzukommen.

Was könnt ihr empfehlen? Gibt es die Möglichkeit einen Antrag auf Aussetzung der Besteuerung zu stellen? Also eine Fristverlängerung bis der Einspruch bearbeitet ist?

Oder soll ich mit der Linie des Vereins fahren?

Steuererklärung, Steuern, Einspruch
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Dürfen Banken Dispolimit ohne Erlaubnis/Mitteilung erhöhen?

Guten Abend Liebe Community,

ich habe eine Verständnisfrage und kenne leider niemanden der mir das genauer erklären kann.

Meine Frau hat mit ihrer Bank einen Dispo ausgemacht von -200€ und das ab da das Konto gesperrt werde und keine Rechnungen mehr abgehen. Weder per Lastschrift noch per Karte. Hat die Letzten 6 Jahre, wenn’s mal dazukam das sie ihr Limit erreicht hatte, auch gut funktioniert, da sie ihr Dispo von ihrem Lohn auch ausgleichen konnte und wenn’s mal doch knapp wurde, dann habe Ich Ihr Konto dann auch immer augenblicklich ausgeglichen.

-Da Sie vorkurzem leider Arbeitssuchend geworden ist-was ihre Bank wusste- begleiche Ich natürlich das eventuell entstandene Minus, durch die noch laufenden Rechnungen (Auto, Versicherungen, Handy-Tarif) auf ihrem Konto.

-Diesen Monat aber hat ihre Bank selbstständig entschieden Zahlungen zuzulassen obwohl ihr Konto, quasi am Limit war und eigtl gesperrt sein sollte, ohne Sie darüber in Kenntnis zu setzen. Der abgemachte Dispo von -200, wurde um nochmal 300€ überschritten.

-Auf ihre Nachfrage bei der Bank was das solle ohne Sie vorher in Kenntnis zu setzen, bekam Sie nur die Antwort: Der Dispo sei noch bei -200, aber die Bank habe die Zahlungen aus Kulanz zugelassen, um Ihr die Rücklastschrift-Gebühren zu ersparen. Sie sollte sich lieber bedanken.

Ich verstehe jetzt aber nicht warum. Sonst wars auch kein Problem ihr Konto zu sperren und gefühlt 1000Rücklastschriften auszuführen wenns Limit mal erreicht war.

Ich frage mich jetzt, ob die das einfach dürfen ohne das es einer Mitteilung bedarf.

Oder ob die nicht einfach nur gierig sind, da ja der Dispozins höher ist, wenn es quasi auf Kulanz von der Bank bezahlt wird, ohne es vertraglich vereinbart wurde. Die wissen ja auch das ich ihr Konto bei eventuellem Minus ausgleiche.

Ich hoffe jemand hat mir eine Erklärung und ich entschuldige den Roman,

Liebe Grüße

Drako

Bankkonto, Dispokredit
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Verlustverrechnung des bescheinigten Verlustvortrags mit den Einkünften aus Kapitalvermögen?

Ist er richtig, dass im Zuge der EkSt-Veranlagung bei der Verrechnung der Einkünfte aus Kapitalvermögen zuerst die Verlustverrechnung erfolgt, bevor der Sparer Pauschbetrag abgezogen wird?

Erfolgt die Verrechnung durch die Bank, werden die positiven Einkünfte aus Kapitalvermögen zuerst gegen den Verlustverrechnungstopf verrechnet und nachrangig der freigestellte Sparer Pauschbetrag verbraucht.

Durch diese Verrechnungsreihenfolge wird der Sparer Pauschbetrag geschont und kann im Zuge der EkSt-Veranlagung zur Verrechnung mit anderen Kapitaleinkünften verwendet werden. Das erscheint zweckmäßig, ist es aber leider nur bedingt!

Bei der Verrechnung der Einkünfte aus Kapitalvermögen im Zuge der EkSt-Veranlagung verhindert genau diese Verrechnungsreihenfolge, die volle Ausschöpfung des Sparer Pauschbetrags.

Beispiel 1:

Höhe der Kapitalerträge (Zeile 7): 1200,- Euro

Höhe des nicht ausgeglichenen Verlustes ohne

Verluste aus der Veräußerung von Aktien (Zeile 10): 900,- Euro

In Anspruch genommener Sparer-Pauschbetrages (Zeile 12): 801,- Euro

Berechnung der Einkünfte, die nach § 32d Abs. 1 EStG besteuert werden

Kapitalerträge: 1200,- Euro

Verrechnung laufender Verluste aus Kapitalvermögen (ohne

Verluste aus der Veräußerung von Aktien) -900,- Euro

noch nicht ausgeschöpfter Sparer-Pauschbetrag -301,- Euro

Ergebnis:

Der bescheinigten Vorjahresverluste werden vollständig ausgezehrt.

Der Sparer-Pauschbetrag wird nicht voll ausgeschöpft!

Steuererklärung, Anlage KAP, Verlustverrechnung
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