Frau muss ins Seniorenzentrum. Was passiert mit dem Kredit nach dem Tod des Ehemannes?

Mein Onkel (über 80) ist vor einigen Monaten verstorben. Meine Tante (Mitte 70) konnte in der Wohnung nicht mehr bleiben und ist momentan in einem Seniorenzentrum. Es besteht noch ein Kredit bei ihrer Hausbank der bis 2025 läuft. Die Kreditrate beträgt 300€/monatl. Es wurde keine Restschuldversicherung oder ähnliches abgeschlossen.

Da sie zumindest vorerst vollstationär dort bleiben wird, wurde (vom Seniorenzentrum) eine Rentenumleitung bei den Rentenversicherern beantragt, sodass keine monatlichen Eingänge mehr aufs Konto gehen werden. Es ist aber von der zuletzt 2016 aufgestockten Kreditsumme noch Geld auf dem Konto, sowie die Rentenvorauszahlungen nach dem Tod meines Onkels (unter der Schonvermögengrenze von 10.000€) Momentan wird monatlich der vereinbarte Betrag von 300€ noch abgebucht, aber da die komplette Rente zum Seniorenzentrum geht, von ihrem "Vermögen".

Da sie sich selbst nur schwer um die finanziellen Belange kümmern kann, habe ich eine Vollmacht zu ihrem Konto. Die Bank hat bei der Erstellung der Vollmacht erfahren, dass mein Onkel verstorben ist und haben die Sterbeurkunde angefordert und die genaue Erbfolge um das Konto umzuschreiben. Ich soll diesbezüglich einen Termin vereinbaren.

Die Sterbeurkunde kann ich einreichen, aber bei der Erbfolge bin ich nicht sicher ob das nicht Nachteile haben kann für mich oder vielleicht den Bruder oder die Schwester meiner Tante. (Die beiden hatten keine Kinder und aus der Familie meines Onkels lebt niemand mehr)

  1. Frage: Muss sie tatsächlich aus ihrem noch vorhandenem Guthaben die Raten weiterzahlen obwohl sie es auch für ihr "Taschengeld" im Seniorenzentrum braucht?
  2. Frage: Wenn nicht, oder wenn es aufgebraucht ist, was passiert dann? Können die Raten bei Verwandten meiner Tante eingefordert werden, wenn das Erbe ausgeschlagen wird?
  3. Muss ich bei der Bank die Erbfolge bekannt geben, also Familienangehörige nennen?
  4. Wenn sie alles bezahlt bis sie nichts mehr hat und Sozialfall wird, beschwert sich dann das Sozialamt weil sie es vielleicht nicht hätte weiter zahlen müssen?

Ich bin ziemlich überfordert und weiß überhaupt nicht an wen ich mich wenden kann mit so komplexen Fragen und hoffe hier ist jemand der mir helfen kann.

Lieben Dank schon Mal im Voraus

Kredit, Sozialrecht, Sozialamt
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Abwasser Kosten für Garten Teich?

Hallo Community,

Wir haben einem großen Teich im Garten gebaut. Regenwasser vom Dach wird in einen unterirdischen Tank gesammelt und in den Teich gepumpt nach Gebrauch. Das Wasser im Teich fließt in einen anderen unterirdischen Tank und wird durch ein künstliches Bach hochgepumpt.  

Wenn das Wasserniveau im Teich zu niedrig ist, dann wird Wasser automatisch von dem unterirdischen Tank hoch gepumpt. Für den Fall das nicht genug Regenwasser im Tank gesammelt hat, dann wird Wasser automatisch vom Haus genommen. Dieser Anschluss ist  einer extra, geeichten Zahler von der Stadt installiert und gemessen. 

Natürlich um den Teich zu füllen, haben wir viel Wasser benötigt und dieser Wasserverbrauch ist getrennt auf unser Wasser Rechnung gezeigt aber der Stadt hat auch die gleiche Menge als Abwasser in Rechnung gestellt. Bei meiner Nachfragen, haben sie gesagt dass es kein Abwasser Zahler gibt - das Wasserverbrauch wird berechnet plus die gleichen menge als Abwasser, das ist Standard Vorgehensweise.

Das Wasser im Teich ist ein geschlossenes System und  landet nie in den Abwasserkanal. Im Gegenteil, der Teichbauer sagte das nach 5 Jahren sollten wir das Wasser Komplet austauschen und den Teichfolie reinigen – er kann das übernehmen und wird das Wasser in sein Lastwagen Aussaugen und entsorgen.

 Gibt es eine Regel/Ausnahme in dieser Situation oder muss man für diesen Anschluss auch die Abwasser Gebühren zahlen? Vielen Dank in voraus.

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Werkstudent + selbstständig Tätigkeit, Studentenstatus?

Hallo, 

seit 3 Jahren (seit Studienbeginn) führe ich nebenbei ein Gewerbe in der Veranstaltungstechnik als Einzelunternehmer (Kleinunternehmerregelung und natürlich auch unregelmäßige Jobs, welche sich immer zwischen 5 und 6 Stunden bewegen inkl. Rechnungen schreiben, wie das halt mit der Selbstständigkeit so ist) und seit letztem Jahr März bin ich Werkstudent bei einer größeren Firma.

Von März bis September (Genau 26 Wochen) war ich bei dieser Firma auf 20h/Woche befristet angestellt (da ich schon fast mit meinem Physik Studium durch war und somit nur eine Vorlesung in diesem Semester hatte und habe teilweise an Wochenenden (von April bis September) als Tontechniker selbstständig gearbeitet (Insgesamt genau 5 Wochen unter dem Semester und im ganzen Beschäftigungszeitraum mit 20h/Woche 11 Wochen).

Zuvor habe ich das mit meiner Krankenkasse und dem Arbeitnehmer und der SBK (von der der Sozialversicherungsrechtliche Beurteilungsbogen für den Arbeitsvertrag kam) abgeklärt, dass es ca 20 Tage pro Jahr, bzw sogar nur 6 Tage pro Semester waren, an denen ich der Tontechnik nachgegangen bin und so bekam ich von allen Seiten die Rückmeldung, das ist okay..unter der Woche bleib ich ja dann bei den 20h/Woche..und in den Semesterferien ist es ja ohnehin unerheblich und die Mehrarbeit findet ja nur an den Wochenenden (Immer Samstags) statt.

Somit bin ich seitdem studentisch Krankenversichert für ca 90 Euro/Monat.

Ich bin innerhalb der Regelstudienzeit fertig geworden, von daher stand das Studium an sich nachweislich schon immer noch im Vordergrund und mein Notenschnitt liegt auch bei 2,0.

Seit Mitte September (befristet verlängert bis März) bin ich mit der Stundenzahl zurückgegangen auf 12h/Woche, von daher ist das mit dem am Wochenende arbeiten ohnehin kein Problem mehr, da ich mit einem Job am Wochenende unmöglich über die 20h/Woche kommen kann.

Aktuell schiebe ich jedoch etwas Panik, da ich im Internet gelesen habe, dass seit 2017 die Ausnahmeregelung mit mehr als 20h/Woche, wenn:

- nur an Wochenenden

- in den Abend/Nachtstunden 

- in der vorlesungsfreie Zeit

nicht mehr ohne weiteres gilt.

Ist es jetzt unter diesen Voraussetzungen möglich, dass ich meinen Studentenstatus nachträglich verliere und etwas für das letzte Jahr nachzahlen muss?

Falls das auf mich zukommt, habe ich die Stundenzahl ja nur von April bis Juli (also während des Semesters) überschritten und seitdem während des Semesters nicht mehr.

Verliere ich dann den Studentenstatus nachträglich komplett? Oder kann er mir nur für April bis Juli aberkannt werden und nachträglich normal weiter fortgeführt?

Aufs Jahr runter gerechnet sieht meine Selbstständigkeit wie folgt aus:

Monatl. gewinn (230 Euro), Arbeitszeit 3,5-4 Stunden. Jetzt habe ich beispielsweise von Januar bis Mai keinen einzigen Auftrag.

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

Krankenversicherung, Selbstständigkeit, Sozialversicherung, Werkstudent
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Mietvertrag gestalten?

Ich fand bei einer Klientin einen merkwürdigen Mietvertrag vor, der unbedingt korrigiert werden muß. Die Vermieterin habe keine Ahnung.

Die Person wohnt in einer WG mit 3 anderen Personen, und da das jobcenter angeblich einen eigenen Mietvertrag verlangt habe, hat wohl irgendjemand am ursprünglichen Mietvertrag ein paar Zahlen geändert, sodaß die Person nun 1 Zimmer, 1 Küche und 1 Bad mit 90 qm gemietet hat, die vom jobcenter übernommene Warmmiete ist als Kaltmiete ausgewiesen, unter 2a wird eine Heizkostenvorauszahlung von 102,50 genannt (die aber gar nicht zusätzlich gezahlt wird und sicher für die ganze Wohnung gelten sollte), unter 2b steht nur "wird abgelesen und abgerechnet mit der WG", keine Vorauszahlung ist eingetragen etc.

Verwendet wurde diese Vorlage http://www.mieterbund.de/service/mietvertrag.html

Kann man für eine 4-Zimmerwohnung tatsächlich zwei einzelne Mietverträge machen? Dann müßte man wohl das vermietete Zimmer genauer bestimmen, Bad, Küche und Flur "zur Mitbenutzung" ausweisen. Welche Wohnfläche trägt man dann ein? Nur die qm des Zimmers?

Die Heiz- und weitere Betriebskosten werden ja sicher für die ganze Wohnung abgerechnet, soll ich dann einen Passus über die Aufteilung einfügen? Und wie soll man das bitte aufteilen, wenn 4 Personen zusammen wohnen? Einfach durch 4 teilen? Oder anteilig entsprechend der Wohnfläche, es gibt ja aber auch Gemeinschaftsflächen (Flur, Küche, Bad).

Im jetzigen Vertrag steht unter § 4, Nr. 3 Verteilung und Abrechnung der Heiz- und Betriebskosten "wird nach Verbrauch abgerechnet". Auch schön.

Das jobcenter schickt mir jedenfalls das Mietangebot, da werden ja ein paar mehr Zahlen drinstehen.

Tja, Fragen über Fragen. Bevor ich mich an die Vermieterin wende, würde ich halt gerne wissen, was ich vorschlagen soll.

Mietvertrag, Wohngemeinschaft
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Schulden bei der Krankenkasse, Betrag zu viel?

Hallo,

ich stecke gerade in finanziellen Schwierigkeiten. Im Jahr 2015 nach Abschluss meiner Ausbildung hatte ich erstmal 6 Wochen Urlaub bei den Großeltern gemacht und dabei vergessen mich vorher arbeitslos / arbeitssuchend zu melden. Jetzt will das Hauptzollamt knapp 4000€ inklusive Zinsen und Mahnkosten für zwei Monatsbeiträge. Meinen Fehler sehe ich natürlich ein und bin bereit das abzuzahlen, aber dieser Betrag ist doch niemals gerechtfertigt, da ich in der Zeit gar kein Einkommen hatte, oder sehe ich das falsch?

Am Freitag bekam ich Post von der Bank, dass eine Pfändung vorliegt. Ich muss dazu sagen, dass ich in den letzten Wochen nicht zu Hause war und viel Post verpasst habe, damit auch die Vollstreckungsankündigung vom Hauptzollamt. Nach einem Anruf bei der Bank habe ich mein Konto in ein P-Konto umwandeln lassen, damit ich im Februar erstmal wenigstens die Miete und sonstige Kosten weiterhin Zahlen kann.

Leider brauche ich aber mein volles Einkommen um andere bestehende Ratenzahlungen fortführen zu können. Andernfalls drohen mir auch da wieder Vollstreckungen und das möchte ich nach Möglichkeit vermeiden.

Jetzt ist die Frage ob ich gegen die Vollstreckung, die bereits im Gange ist, noch irgendwie Widerspruch einlegen kann / sollte? Das Hauptzollamt wurde ja nur mit der Eintreibung der Schulden beauftragt. Was ich allerdings nicht verstehe ist das ich an das Hauptzollamt Geld zahlen muss, wenn ich denen nichts schulde. Schulden bestehen doch gegenüber der Krankenkasse. Wieso können die das überhaupt machen? Müsste das Hauptzollamt sich mit der Forderung nicht erstmal beim Amtsgericht melden, worauf ich einen gelben Brief bekommen würde auf den ich beim Amtsgericht Widerspruch einlegen kann?

Würde ein Anwalt mir helfen können? Und wie teuer sind Anwaltskosten im Schnitt bei solchen Fällen?

Tut mir leid wenn das so viele einzelne Fragen sind, ich hoffe Ihr könnt mir trotzdem ein Paar hilfreiche Tipps geben. Vielen lieben Dank schon mal!

krankenkasse, Schulden
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Lebenspartner verstorben, muss ich Bevollmächtigten der Erbin ins Haus lassen und wie läuft es ab?

Vor 7 Wochen ist mein Lebenspartner plötzlich verstorben, ich trauere sehr, nun kommen noch belastende Dinge dazu. Wir haben seit 3,5 Jahren zu zweit zusammen gewohnt, in meinem Familienhaus und hatten nie Probleme mit Besitz, da wir gerne geteilt haben und andere Prioritäten hatten.

Er hatte einen Mietvertrag für 1 Kellerraum + das Erdgeschoss, das wir aber gemeinsam genutzt haben, wie das ganze Haus. Es ist keine abgetrennte Wohneinheit. Fast alle Einrichtungsgegenstände und Sachen auch im EG gehören mir, er hatte wenig Eigentum und ich habe ihn gelegentlich finanziell unterstützt. Mündlich hatte er mir zugesagt, vorgestreckte 2300 EUR irgendwann zurückzuzahlen.

Leider will die Mutter, die Alleinerbin ist und weiter entfernt wohnt, mir einen bevollmächtigten Bekannten aus ihrer Nachbarschaft ins Erdgeschoss schicken, um nach Werten zu schauen. Ich will nichts einfordern, aber unsere Privatsphäre schützen und mich nicht abzocken lassen. Ich frage mich, ob ich nun nachweisen muss, dass Inventar und Sachen im EG (oder im ganzen Haus?) mir gehören (zB. komplette Küche, Bücherwandregal, Wohnzimmer) und ob ich dem Bevollmächtigten Zugang gewähren muss, wie er verlangt. (und wenn, dann nur im EG?)

Mir geht es auch um unsere Privatsphäre. Wie sieht es aus mit dem digitalen Nachlass? Muss ich einem Fremden den Computer meines Partners mit Privatdaten von uns übergeben? Kann ich etwas, das mein Partner mir geschenkt hat, behalten - muss ich einen Nachweis/Zeugen dafür vorweisen?

Die Nebenkosten des Hauses habe ich regelmäßig allein gezahlt, obwohl im Mietvertrag steht, dass er seinen Anteil an die Versorgungsbetriebe zahlen muss. Die Miete ist von seinem Konto nun noch überwiesen worden wegen Dauerauftrag, steht sie mir im Folgemonat des Todes noch zu?

Muss ich das Bargeld aus seiner Geldbörse aushändigen oder kann ich es für in der Vergangenheit entstandene Nebenkosten abrechnen? Da es von der Mutter stammt, muss ich es ihr wahrscheinlich zukommen lassen? Ich hatte es ihr mündlich angeboten, aber sie hat mir keine Kontodaten geschickt, sondern schickt lieber diesen Herrn. Sie will zu mir keinen Kontakt, obwohl vor dem Erbe ein normal nettes Verhältnis zwischen uns war. Sie kritisiert, dass ich den Bevollmächtigten nicht gleich und noch nicht ins Haus gelassen habe, obwohl sie ihn vor dem Tod ihres Sohnes gar nicht kannte. Ich hatte ihr Auskunft über vorhandene Sachen bereits angeboten. Sie hatte das Angebot abgelehnt und wollte auch den Computer meines Partners auf meine Nachfrage hin gar nicht haben.

Jetzt wurde ich schriftlich aufgefordert, einen Termin mit dem Bevollmächtigten zu machen.

Danke für jegliche Tipps.

Erbe, erbrecht
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