§ 23 EStG Private Veräußerungsgeschäfte, Nutzung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken, Kind erwerbstätig?

Angenommen Herr Steuerzahler und Vater 'V.' hat 2016 ein Haus gekauft.

Das Haus wurde renoviert und vermietet. Vermietung endet Ende 2018.

Anschliessend stellt V. das Haus seiner Tochter 'T.' zu "ausschliesslich privaten Wohnzwecken zur Verfügung". T. meldet sich ordnungsgemäß mit der dortigen Anschrift bei der Meldebehörde.

T. ist seit 2017 in Ausbildung. Ausbildung endet voraussichtlich 08/2019 - sie wird vom Ausbildungsbetrieb übernommen werden.

Haus soll 2021 verkauft werden.

Gem. § 23 EStG würde für den Verkaufserlös ESt anfallen, aber, da die Tochter dort wohnt, würde der Verkauf steuerfrei passieren, denn von der sog. "Spekulationssteuer" ausgenommen sind: "Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden"

Dies gilt auch für die Überlassung der Wohnung an ein im Sinne des § 32 EStG zu berücksichtigendes Kind T. zur alleinigen Nutzung. Dies beruht auf der Obliegenheit, für die Unterbringung des Kindes zu sorgen, sofern dies aufgrund einer unterhaltsrechtlichen Verpflichtung geschieht (Unterhaltspflicht des V. ggü. T.).

Ist V. ggü. T. auch dann unterhaltspflichtig, wenn T. Lohn/Gehalt bezieht (derzeit ca. €600,- als Azubi und ab 08/2019 mehr, wenn sie übernommen wird). Ich nehme an, die Unterhaltspflicht des V. endet, sobald T. ihr eigenes Geld verdient? Oder gilt V. weiter formell (und i.S. EKStG) als unterhaltspflichtig, muss aber faktisch nicht mehr für ihren Unterhalt aufkommen, weil sie selbst Einnahmen in enstsp. Höhe hat? Gilt T. auch nach Beendigung der Lehre als unterhaltsberechtigtes "Kind" i.S. EStG?

Andersrum gefragt:

Kann V. das Haus 2021 steuerfrei verkaufen, da die Tochter T. unentgeltlich dort wohnt und das Haus 2,5 Jahre ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde ODER fällt ESt. in Höhe des Steuersatzes des V. an, weil die Tochter seit 2019 erwerbstätig ist und seit Beginn der eigenen Erwerbstätigkeit steuerlich nicht mehr als 'Kind' berücksichtigt werden kann?

Verkaufserlös ist zu versteuern 50%
Verkauf ist 2021 steuerfrei möglich 50%
kinder
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Kinderkrank-Tage vom AG und Krankenkasse gesamt 10 Tage? Übertragung der 10 Tage von Arbeitslosen Vater auf berufstätige Mutter?

Hallo,

Ich bin seit 2 Jahren (Kind ist 3,5 Jahre alt) vom Kindsvater getrennt (geteiltes Soregerecht).

Jetzt war mein Kind über das Jahr vertelit 12 Tage krank geschrieben.

Mein Arbeitgeber zahlt mir die ersten 2 Kind-krank Tage vollen Lohn einer jeden Krankheit.

Das sind dann also insgesamt 7 Tage die der Arbeitgeber gezahlt hat und die anderen 5 Tage sollte ich ja dann von der Krankenkasse bekommen (da geteiltes Sorgerecht besteht habe ich wohl 10 Tage).

Jetzt bekomme ich von der Krankenkasse (AOK) die Info das ich die 10 Tage überschritten habe und sie die 2 Tage nicht bezahlen werden. Aber sind die 10 Tage Kinderkrankengeld nicht von der Krankenkasse zu zahlen und haben mit dem Arbeitgeber eigentlich nichts zu tun?

Desweiteren haben sie mich gefragt warum der Kindsvater nicht auf das Kind aufpassen kann. Ich habe denen erklärt das der Kindsvater ein schlechtes Verhältnis zum Kind hat (Treffen finden 1 mal im Monat für 8 stunden statt, da schließe ich eine Betreueung bei Krankheit aus). Ich habe darum gebeten das die 10 Tage Kindkrank die ihm zustehen auf mich übertragen werden können. Er ist allerdings Arbeitslos und lt. Krankenkasse kann man bei Arbeitslosigkeit keine Kind-kranken Tage auf die Mutter übertragen.

Bin ich jetzt wirklich doppelt bestraft? Vater kümmert sich nicht und ich bekomme die Krankentage nicht übertragen?

Hat die Krankenkasse Recht das Insgesamt 10 Kindkrank Tage bezahlt werden, egal ob Arbeitgeber oder Krankenkasse?

Vielen Dank für die erste vorab Hilfe.

Arbeitslosigkeit, kinder, krankenkasse, sorgerecht, Sozialrecht, Vater, Mutter
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Kindergeldrückzahlung - trotz Weiterleitung an meine Tochter und Absprache mit dem Vater?

Vor zwei Monaten hat meine Tochter einen Antrag auf Abzweigung des Kindergeldes beantragt. Dabei hat sich herausgestellt, dass ich die letzten zwei Jahre keinen Anspruch auf Kindergeld hatte, sondern ihr Vater, da er ihr Unterhalt zahlt. Ich habe mich damals, als meine Tochter vor zwei Jahren ausgezogen ist, noch erkundigt, ob sich für mich etwas ändern wird und man sagte mir, dass alles so bleiben wird, wie es ist. Zu diesem Zeitpunkt haben wir nicht darüber nachgedacht, wie sich der Anspruch aufgrund von Unterhaltszahlungen ändern würde. Nun zu meinem Problem: ich habe mich aufgrund des Briefes mit dem Vater meiner Tochter zusammengesetzt (der seit Jahren weiß, dass ich ihr das Kindergeld überweise und es nicht selbst einbehalte) und habe ihm die Sachlage erklärt. Dass er die letzten zwei Jahre Kindergeldberechtigt Gewesen wäre und er in dem schreiben ein Kreuz setzen müsste um zu bestätigen, dass das Geld in seinem Wissen weitergeleitet wurde und ich das Geld in Höhe von 3.600€ nicht zurückzahlen muss. Das wollte er allerdings nicht unterschreiben und nur den Text dadrunter ändern. Nun habe ich allerdings vor zwei Tagen Post bekommen, dass ich umgehend 3.600€ zurückzahlen muss! Ich weiß nicht wie ich das machen soll! Wir haben das Familien intern eigentlich geklärt. Muss ich das Geld wirklich zahlen? Oder kann ein Anruf oder ein Besuch beim Amt durch den Vater noch etwas ändern? Ich wäre wirklich dankbar für Hilfe!

Behörden, Familie, kinder, Kindergeld, Rückzahlung, unterhalt
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Ausbildungsfreibetrag 3 Euro/ Kind studiert?

Hallo,

ich habe heute meinen Einkommensteuerbescheid für 2016 erhalten. Dort sind 3,- € ( in Worten: drei Euro) nach § 33a Abs. 2 EStG vom Gewinn abgesetzt worden (ich bin selbständig).

Meine Tochter studiert seit 10/16 und erhält Bafög. Ich erhalte seit 10/16 wieder Kindergeld.

An Unterhalt habe ich seit 10/16 monatlich 300,- € bezahlt sowie einmalig den Semesterbeitrag i.H. von ca. 312,- € . Also deutlich mehr als das Kindergeld, und auch mehr als im Bafög-Bescheid festgesetzt wurde. Insgesamt 1212,- Euro in 2016. KG waren 190,- mal 3 = 570,-€.

Diese Zahlen (bzgl. des tatsächlich geleistetetn Unterhalts) habe ich dem FA aber nicht dargelegt (war das vielleicht der Fehler?).

Ich hatte aber gelesen, dass der jährliche Ausbildungsfreibetrag 924,- Euro beträgt und dass der Bezug von Bafög nicht schädlich ist, KG ist sogar Voraussetzung. Volljährig ist sie auch, sie wohnt auch in einer anderen Stadt (Studium hier nicht möglich), also sind doch alle Voraussetzungen erfüllt, oder?

Ich hätte jetzt eigentlich gedacht, dass ein Viertel von 924,- € angesetzt werden könnten (da sie ja nur drei Monate des Jahres in der Ausbildung war).

Wie kommt das FA denn auf drei Euro, das wäre 1 Euro pro Monat, oder haben die sich vertan und daran gedacht, dass ich den für 3 Monate angerechnet bekomme und aus Versehen die Zahl der Monate eingegeben ( kein Witz)?

Soll ich Einspruch einlegen? Schonmal danke im Voraus.

einkommensteuer, kinder
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Immobilie geschenkt bekommen; anfechtbar von Stiefgeschwistern?

Hallo.

Ich habe ein komplexes Problem aber erst eine wichtige Einleitung:

Mein Vater ist 74. Er war verheiratet mit seiner ersten Ehefrau, mit welcher er 5 Kinder hat. Mit dieser Frau ist er seit 2010 geschieden (Scheidung war viel früher eingereicht dauerte aber sehr lange).

Dann hat mein Vater meine Mutter kennengelernt (seit 30 Jahren ca.) und hat mit ihr mich (18 Jahre alt) und meine 9 jährige Schwester.

Meine Stiefgeschwister sind alle über 30 und erwarten immernoch "Pflege" von meinem Vater .. = Geld. Diese haben halt dazu geführt, dass es meinem Vater sehr schlecht geht und er diese Kinder nicht mehr als richtige Kinder ansieht, da diese ihn nur noch als Bank sehen.

Dadurch will er halt seine jetzige Immobilie (ein MFH) NUR mir und meiner Schwester "übergeben" / schenken. Wenn er es über den "Testamentweg" machen würde, und seine anderen 5 Kinder enterben würde, hätten diese dann trotzdem ein Recht auf ihren Pflichtanteil oder? Deswegen will mein Vater die Immobilie vor seinem Tod an uns übergeben. Wäre es da eine Option, dass er die Immobilie einfach auf mich und meine Schwester überschreibt (oder nur auf mich, da ich 18 bin)? Könnten meine Stiefgeschwister das irgendwie rechtlich anfechten und diese Schenkung rückgängig machen? Er hat die Immobilie 1994 gekauft, aber ist alleine im Grundbuch eingetragen und alleiniger Eigentümer. Seine alte Ehegatte hatte weder bei der Grundschuld geholfen zu bezahlen, noch war sie an den Gewinnen durch Vermietung etc beteiligt. Trotz dessen hat mein Vater in Vergangenheit eine Anklage auf Unterhalt verloren und bezahlt ihr schon monatlich einen Betrag (Hälfte seiner Rente). Diese haben jetzt erneut meinen Vater auf Unterhalt verklagt (da er ja Geld verdient durch die Immobilie) - Darf man eigdl. 2x auf Unterhalt klagen? Ich meine, ihre Kinder müssten doch für ihre Mutter sorgen oder nicht? Sie sind seid 6 Jahren geschieden.

Die große eigentliche Hauptfrage ist: Wie kann mein Vater mir (oder mir und meiner Schwester) unsere Immobilie übergeben, OHNE dass die anderen Kinder das irgendwie anfechten können?

MfG

Erbe, Immobilien, kinder, scheidung, schenkung, Ehefrau
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Elterngeld für ein zweites Kind

Hallo,

wir haben den Wunsch ein zweites Kind zu bekommen.

Hierfür gibt es ja sehr viele Punkte über die man nachdenken sollte, ... - wann ist der richtige Zeitpunkt (aus gesundheitlicher Sicht für die Frau) - wann ist der beste Zeitpunkt für das erste Kind (dass ich diesem noch gerecht werden kann) - etc.

Wir wollten uns jetzt noch zusätzlich über die zeitlichen und finanziellen Auswirkungen der Unterstützungen informieren.

a, Ob meine Frau nach Bezug des Elterngeldes für das erste Kind in Ihrer Elternzeit wieder arbeiten kann

... und ...

b, dies auch finanziell sinnvoll ist

.... des Weiteren ...

c, ob es ein Zeitpunkt gibt, den wir aus finanzieller Hinsicht nicht verpassen sollten, um das zweite Kind zu bekommen.

Wir haben schon ausführlich versucht uns über Google bzw. Internet, div. Telefonberatungen und Elterngeldstellen schlau zumachen, kommen aber leider nicht weiter bzw. eine konkrete Antwort auf unsere Daten.

Info: Am 20.01.2014 wurde unser erstes Kind geboren. Meine Frau hat bei Ihrem Arbeitgeber 3 Jahre Elternzeit eingereicht (Elternzeit 20.01.2014-20.01.2017). Das Elterngeld haben wir für 12 Monate beantragt (20.01.2014.20.01.2015).

Wenn wir jetzt z.B. am 20.12.2015 unser zweites Kind bekommen würden, wie würde sich das Elterngeld berechnen (Gehalt vor Geburt des ersten Kindes, Pauschalbetrag, Nur die letzten drei Monate des Elterngeld und sonst nichts oder nur die letzten drei Monate des Elterngeld + einen Pauschalbetrag)?

Empfiehlt es sich, dass meine Frau nach Bezug des Elterngeldes, aber noch in der Elternzeit, arbeiten geht? Wird der Wert der Berechnung des Elterngeldes erhöht oder minimiert man diesen? Werden dadurch neutrale Monate aktiviert?

Es wäre total schön, wenn uns jemand im Wirrwarr der Informationen helfen kann.

Vielen Dank schon mal im Voraus!

Elterngeld, elternzeit, Finanzen, kinder, Elterngeldberechnung
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