Ehemann erbt die Hälfte des Hauses, 2 Kinder bekommen je ein viertel. Sohn macht Schwierigkeiten, was tun?

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Eltern haben sich vor ca.15 Jahren ein Haus gekauft. Die Eltern und die 2 Kinder wohnen mit im Haus. Jeder hat eine eigene Wohnung. Als die Mutter stirbt zieht der Sohn innerhalb eines viertel Jahre aus, weil Sohn und Vater immer schon ein schlechtes Verhältnis hatten. Das Erbe wäre nach dem Gesetz vom Nachlass Gericht geregelt, Vater erbt die Hälfte, je ein viertel die beiden Kinder. Im Grundbuch stehen aktuelle alle Erben als Eigentümer. Der Sohn ging zu einem RA wegen Unterschlagung des Erbes. Das hat der Vater nicht, denn er hat alles dem NG angegeben. Bargeld Auszahlungen hat es schon gegeben, nach Auflösung von Kontoauflösung und Sparverträgen. Aber jetzt gibt es noch das Haus.

Die Eltern zahlten immer alles alleine was das Haus betraf. Der Sohn und die Tochter zahlen/Sohn zahlte, nur Strom und Heizkosten. Die Tochter stellt keine Ansprüche, sie ist zufrieden, weil sie in dem Haus mit wohnt. Der Sohn ist wegen Hass auf seinen Vater ausgezogen und beschuldigt den Vater für den Tod der Mutter verantwortlich zu sein.

Meine Fragen!

Steht dem Sohn nach wie vor die Wohnung zu, die er verlassen hat? Und wie viel steht dem Sohn von dem Haus direkt noch zu, außer das festgesetzte Geld des NG. Wenn es zu keiner Einigung kommt?

Muss der Vater dem Sohn noch Zutritt zum Haus gewähren? Sehr zerstrittenen!

Welche Entscheidungen darf der Vater noch über das Haus treffen, wenn der Sohn sich stur stellt?

Und darf der Vater noch 1/4 der Kosten einer neu Eindeckung des Daches 2018 dem Sohn, vom Erbe abziehen?

Und wenn ja, kann er noch eine Mietnachforderung, bzw. Nebenkosten, der letzten Jahre verlangen?Es besteht leider kein Mietvertrag.

Der Vater würde gerne die Rechtsstreitigkeit mit seinem Sohn beenden und das festgesetzte Geld des NG ausbezahlten, Vorausgesetzt er bekommt eine Hypothek. Was tun wenn der Sohn nicht mitspielt?

Was kann der Vater machen um endlich Ruhe zu bekommen?

Ich weiß, dass es viele Fragen sind, aber der Vater hat schon über 2000 Euro an einen RA bezahlt und das war noch nicht alles. Er kann nicht mehr viel Zahlen. Da wäre noch die Frage, ob der Sohn die RA-Kosten, evtl. bezahlen muss, denn Vater musste einen RA einzuschalten. Alleine wäre er mit dieser Angelegenheit nicht zurecht gekommen. Der Vater ist über 70 und zeigt etwas leichte Demenz an. Der Vater ist verzweifelt und psychisch fertig .

Ich bin eine Bekannte und möchte den Vater gerne helfen.

Vielen Dank im voraus.

Mit freundlichen Grüßen

E.Pöll

Erbengemeinschaft, erbrecht
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Testamentseinsicht?

Meine Mutter ist im September vergangenen Jahres verstorben. Es gibt ein kleines Haus , das meine Mutter mit meinem leiblichen Vater gekauft hatte, nach ca. 5 Jahren ließ sich meine Mutter scheiden und fand einen 15 Jahre jüngeren Partner. Die beiden zahlten das Haus gemeinsam weiter ab. Nun zeigt der jüngere Lebenpartner nach dem Abbleben meiner Mutter bzw. nach der Beeridung ein anderes Gesicht, er teilte mir mündlich mit, dass er Alleinerbe sei und hat den Kontakt sehr schnell zu meinem Bruder und mir abgebrochen. Meine Mutter meinte zu Lebzeiten, sie hätte ein notariell (weiß leider nicht welcher Notar) beglaubigtes Testament. Der zweite Ehemann würde mit uns alles nach ihrem Tod besprechen. Dem ist leider nicht so. Der Mann handelt keineswegs so, wie es sich meine Mutter gewünscht hatte. Wir haben nun bald Februar und ich habe keine Benachrichtigung über ein Testament von irgendeinem Notar oder von irgendeinem Amt erhalten. Auch nicht, dass meine Mutter verstorben ist. Ich ging eigentlich immer davon aus, dass Familienangehörige immer offiziell vom Tod der leiblichen Eltern vonseiten der Standesämter benachrichtigt werden. Dem ist wohl nicht so. Deshalb zwei Fragen:

  1. Darf ich beim Nachlassgericht die Einsicht in das Testament meiner Mutter verlangen? Erhält das Nachlassgericht in der Regel die notariellen Testamentsbenachrichtigungen bzw. wie kommt das Gericht an die Unterlagen?
  2. Gibt es den Pflichtteil noch oder kann der zweite Mann, der nun jedes Gespräch verweigert, mit dem Erbe machen was er möchte und evtl. meinen Erbteil unterschlagen/ausgeben, sodass, selbst wenn wir als Zweiterben nach seinem Tod eingetragen wären, nichts mehr bleibt?

Danke und viele Grüße

erbrecht, Testament
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Nur ein Ehepartner im Grundbuch -- Welcher Anteil ist bei der Erbmasse zu berücksichtigen?

Hallo in die Runde !

Sachverhalt:

EM ist Eigentümer eines Baugrundstückes (Wert 50TE), welches mit in die Ehe gebracht wurde. Es wurde während der Ehe hierauf ein EFH gebaut, welches nun schuldenfrei ist. Das EFH (Wert 500TE inkl. Grundstück) wird derzeit selbstgenutzt, später evtl. vermietet.

Es existieren 2 Kinder.

Es ist ein Berliner Testament verfasst.

Es gilt die Zugewinngemeinschaft.

Das Grundbuch wurde bisher nicht geändert, dh. der EM steht weiterhin alleine im Grundbuch.

Es sind noch weitere Vermögenswerte vorhanden, sodass der Freibetrag von 500TE je nach Wertermittlungs-Konstellation eventuell nicht reichen würde.

Folgende Fragen habe ich:

Welche Vorteile würden sich durch die Erweiterung des Grundbuches um den Eintrag der EF im Hinblick auf eine spätere noch zu Lebenszeit getätigte Vermietung, bzw. auch dann für den jeweiligen Erbfall ergeben?

Wie hoch wäre dann der anteilige Betrag je Erbfall, welcher in die Erbmasse einfließt?

Es ist nicht angedacht, dass im Erbfalle das EFH noch 10 Jahre selbst genutzt wird, ansonsten wäre dieses ja hier kein Thema.

Nach meinem Verständnis fließt jeweils der hälftige Wert der Immobilie über die Zugewinnregel in die Erbmasse, also 250TE, unerheblich ob im Grundbuch eine Veränderung erfolgt oder wer zuerst stirbt.

Eine Erweiterung des Grundbuches würde ja auch eine Schenkung an die EF gelten und somit für die nächsten 10 Jahre den Freibetrag tangieren, welcher dann im Erbfall evtl. nochmals mit dem gleichen Objekt belastet würde, oder?

Die Nachteile des nicht vorhandenen Eigentümerrechts seitens der EF sind bekannt.

Kann mir jemand meine Annahmen bestätigen, bzw. richtig stellen? und gibt es sonst noch Sachverhalte welche berücksichtigt werden sollten?

erbrecht, Grundbuch, Steuerrecht
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Erbauszahlung?

Hallo, guten Tag.

Folgender Sachverhalt

Meine Mutter verstarb, meine Schwester und ich sind daher in einer Erbgemeinschaft zu je ein halb im Erbschein eingetragen.

Meine Schwester hatte zu Lebzeiten unserer Eltern auf deren Grundstück ein Haus gleich neben dem unserer Eltern erbaut.

Zu welchen Bedingungen weiss ich leider nicht, also ob es eine Schenkung, oder Erbbaurecht oder sonstiges war.

Nun, als unsere Mutter nun auch verstorben ist, unser Vater ist schon seit 2003 verstorben, möchte meine Schwester dass ihre Tochter das alles nimmt, und uns beide ausbezahlt. Meine Schwester ist psychisch nicht stabil, deshalb habe ich gesagt, gut, dann soll sie es nehmen. Nun meine Frage. Das Haus mit Grundstück hat einen Verkehrswert von nur 80.000 ergeben, da angeblich ein hoher Sanierungsstau vorliegt. Dieser wurde mit 81.000. Sanierungskosten vom Gutachter, welchen übrigens meine Schwester bestellt hat, veranschlagt.

Ich solle nun nur!!!! 40.000 von meiner Nichte ausbezahlt werden.

Die eigentliche Frage jedoch lautet, wenn ich auf mein Vorkaufsrecht verzichte, damit meine Schwester ihre Tochter statt mich in der Nähe hat, würde mir da zusätzlich zu den 40.000 eine Art Entschädigung zustehen ???

Denn wenn ich das Haus nehmen würde, und darin die nächsten zehn Jahre wohne, es saniere, meist in Eigenleistung, dann kann ich es sicher für 200.000 verkaufen, bzw. Meinen Kindern einen guten Nachlass hinterlassen.

Die 40.000, welche ich ausgezahlt bekommen soll, dann was soll ich mal meinen Kindern hinterlassen??

Dafür möchte ich eben eine Entschädigung.

Aber gibt es sowas??

Hoffe, ich habe mein Problem ausführlich beschreiben können.

erbrecht
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Grundsicherung Antrag wurde abgelehnt nach über 6 Monate "Bearbeitungszeit", weil die person in der Zeit gestorben ist. Ist das normal?

Guten Tag,

Frau X hat Grundsicherung in April beantragt. Hat alle Unterlagen damals abgegeben und ihr wurde mündlich zugestimmt, dass alle Unterlagen korrekt sind und die beim Landratsamt diese schnell bearbeiten werden, weil sie gar keinen Einkommen hat.

Leider hat man mit der Zeit nichts gehört und mindestens ein mal pro Monat musste ihr Sohn fragen wie es läuft, da die Miete nicht bezahlt werden konnte und sie auch Geld fürs Essen und weiteres brauchte.

In Oktober ist sie leider gestorben und nachdem ihr Sohn weitergefragt hat, wurde weiter bestätigt, dass an den Unterlagen noch bearbeitet wird. Nun war er Heute wieder beim Landratsamt und der, der zuständig war sagte, dass er sich nicht gemeldet hat, weil sie während des Bearbeitungszeitraumes gestorben ist und somit wurde der Antrag abgelehnt. Er wollte nichts schriftliches geben und die ganze Kosten wie die Krankenkasse und Miete wäre "nicht sein Problem".

Abgesehen von der Unhöflichkeit... sollte man laut Gesetz, bei einem Antrag, immer etwas schriftliches erhalten (egal ob Ablehnung oder einen Bescheid) oder irre ich mich?

Ich konnte kein Gesetz zu so einem Fall finden. Ist das wirklich legal, dass es bei einem Todesfall nach so einer langen Bearbeitungszeit einfach abgelehnt wird?

Vielen Dank für die Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,

erbrecht, Grundsicherung, Krankenversicherung
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