Vorzeitige Erbregelung/Schenkung mit Nießbrauchrecht -- Rechtslage?

Hallo Community,

ich hätte eine Frage zu einer vorzeitigen Erbregelung/Schenkung mit Nießbrauchrecht.

Ausgangssituation:

Vor einigen Jahren ist mein Vater gestorben, dabei wurde damals das Eigenheim wie folgt aufgeteilt.

- 50 % Anteil meine Mutter als Witwe

- 25 % Anteil mein Bruder

- 25 % Anteil ging an mich

Da ich irgendwann eine eigene Immobilie erworben habe und ausgezogen bin, 

habe ich in diesem Zuge meine 25% Anteil an meine Mutter verkauft.

Somit ist die aktuelle Aufteilung am Elternhaus (400.000€) wie folgt:

- 75 % (50 +25) Anteil meine Mutter, wohnt weiterhin im Haus (300.000€)

- 25 % Anteil hält mein Bruder, wohnt aber nicht mehr dort (100.000€)

Da mein Bruder ja somit mit seinen Prozenten "mit drin hängt" und perspektivisch hier beim Ableben meiner Mutter immer die Mehrheit haben wird, ist angedacht, dass er die Immobilie am Tag X, beim Tod unserer Mutter, voll übernimmt.

Hierzu ist angedacht das zukünftige Erbe meiner Mutter jetzt schon aufzuteilen und meine Mutter würde weiterhin dort mit einem Nießbrauchrecht wohnen bleiben.

Nun zur Frage:

1.) Keine vorzeitige Übertragung

Wenn ich das richtig sehe, würde ich beim Tod meiner Mutter am Tag X (entweder jetzt oder in X Jahren) die Hälfte Ihrer Anteile erben, wenn man nichts (vorab) regelt.

Das wären somit nach meinm Verständnis die Hälfte aus Ihren 75% (300.000€) also 150.000€

Das müsste ja stimmen oder?

2.) Vorzeitige Übertragung

Wenn unsere Mutter Ihre 75% aber schon vorab an uns überträgt, würde Sie mit einem Nießbrauchrecht weiterhin dort wohnen.

Wie ist das nun zu berechnen, wenn das Ziel ist, dass mein Bruder die komplette Immobilie bekommen soll und mich somit "Auszahlen" soll?

Nach meinem Verständnis würden mir meine 150.000€ zustehen, die mein Bruder an mich zahlen müsste. 

Sehe ich das richtig?

Mein Bruder hat mit der Immobilie ja das Problem der Wertminderung durch das Nießbrauchrecht (angenommene Miete * Lebens-Jahre laut Sterbetafel usw..)

Wird mir die Wertminderung durch das Nießbrauchrecht von meinen 150.000€ ebenfalls (zur hälfte) abgezogen, bzw. ist das abzuziehen?

Oder ist das rein das "Problem" meines Bruders, der ja auf die vorzeitige Schenkung/Übertragung drängt?

Wegen mir könnte auch alles so bleiben wie es ist, könnte aber mit einer vorzeitigen Aufteilung auch leben, wenn diese korrekt abgewickelt wird.

Gibt es hier in der Runde jemanden, der sich hier auskennt und mir eine Antwort auf die beiden Fragen/Fälle geben kann?

Vielen Dank im Voraus !

Erbe, erbrecht, Nießbrauch, schenkung
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Erbengemeinschaft hat sich verstritten?

Hallo,

Ich sage schon einmal sorry wegen meiner Rechtschreibung nehmt mir das bitte nicht übel.

Ich bin mit meiner Schwester in einer Erbengemeinschaft wir haben zusammen ein Kredit aufgenommen um den Pflichtteil unseres Bruders zu zahlen und die obere Etage vom Haus zu Sanieren den Vertrag haben wir beide unterschrieben

Mündlich abgesprochen war als erstes das der sanierte Teil des Hauses eine fewo wird und sich der Kredit und die Fixkosten vom Haus selbst tragen da meine Schwester sich hat scheiden lassen hab ich gutmütig gesagt zieh du in das Haus eine weile später bin ich in den unsanierten Teil gezogen weil mündlich abgesprochen war den Bereich des Hauses auch gemeinsam zu sanieren dann entstand ein Streit zwischen uns wo die Sanierung geplatzt bzw die beauftragte Firma eine Woche vor Beginn abgesagt wurde seit dem wurde mir der Zutritt zum sanierten Teil stellenweise verwehrt oder unter Beschränkung gewährt (es befindet sich Bad und Küche nur im sanierten Teil) den ich mit finaziert habe man hat mich mehr oder weniger raus geekelt

Dazu kommt noch das sich meine Schwester seit Juli nicht mehr an den Kosten des Hauses beteiligt deswegen hab ich die Notbremse gezogen und bin ausgezogen und hab sämtliche Verträge Strom Gas usw als Umzug mitgenommen so das sie die Fixkosten selbst anmelden und tragen muss aber da bleibt noch der Kredit auf dem ich sitze und sie kein Beitrag leistet aber für unterschrieben hat

Kann ich mein Teil der Erbschaft bzw immobilie auch über den Verkehrswert verkaufen weil ich muss ja nicht verkaufen wenn ich nicht will außer es kommt zu einer teilungsversteigerung das heißt meine Schwester muss dann nutzungsentschädigung zahlen wenn ich nicht Summe X als auszahlung für mein Anteil bekomme von ihr

Erbengemeinschaft, erbrecht
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Ein Kind bekam einen kleinen Fiat aus einer Erbschaft, wo findet man einen rechtsmäßigen Übertragungsvertrag für die Miterben?

👩‍🎓Hallo

Ich möchte gerne jemand helfen. Ich habe eine Frage an alle Juristen, sowie an die Studierenden oder selbst erfahrenen Leute zu Erbschaftsangelegenheiten

VERMERK :

Simone = Auto-Erbin der verstorbenen Mutter

Monika = bekommt eine Auszahlung für die Auto-Übertragung

(Die Namen habe ich geändert)

Der Wagen stammt aus einer Erbmasse einer verstorbenen Ehefrau/ Mutter. Der kleine Fiat wird hauptsächlich von der angehörigen Tochter Simone genutzt, um den verwidweten Vater zu sämtlichen Ärzten, Therapeuten, Spaziergängen usw. zu chauffieren.

Das Auto wurde kürzlich von einen Sachverständigen des TÜV, im Händlerverkaufs, - sowie im - Händlerankauf-Preis besichtigt und geprüft. Eine Einigung der Wertermittlung, mittels der vertretenen Kanzlei und der Erben ist erfolgt !

Der Vater möchte seinen Erbanteil von 50% an seine Tochter Simone als Schenkung vertraglich übergeben !

Deren weitere Tochter Monika möchte ihren jeweiligen Erbanteil von 25%, von ihrer Schwester Simone nun ausgezahlt bekommen.

Monika legt einen üblichen Autoverkauf-Vertrag, welcher vom Internet, eines bekannten Autoverkauf-Forums stammt Simone vor.

Simone aber wird stutzig, daher dieser Vertrag, ja eigentlich nur darauf ausgerichtet ist, ein eigenes im Besitz befindliches Fahrzeug vertraglich an einen neuen Besitzer zu übertragen !

Ein gesetzlicher konformer Vertrag kann das doch nicht sein ! Die Kanzlei selber sieht aber keine Anhaltspunkte für spätere Schwierigkeiten ! Natürlich kann man hier nicht jedes Detail erklärt bekommen !

Wer weiß vielleicht wie sich ein richtiges konformes Dokument nennt ! Wo kann man dieses im Internet finden ?

Mit dem zuvor genannten standartmäßigen Vertrag, müsste Simone schriftlich dokumentieren, das Sie das Fahrzeug kauft und das Sie keine Schäden am Fahrzeug verursacht hat.

Eine Erbanteilige Schenkung des Vaters kann auch nicht eingetragen werden. Natürlich fehlen hierbei Felder für sinngemäße Erläuterungen ! Dann wäre das Dokument nur noch eine Kritzellei !

Auf einer Recherche im Internet stößte ich auf Warnungen, von einer anderen Kanzlei für Erbrecht, das sich in Folge des Ablebens des Vaters, ein Streit zwischen den Kindern bei einer solchen Vertragsurkunde später hervorrufen könnte.

Grund ist eine Verwendung eines nicht konformen Antragsformulars, mit der Gefahr von späteren gerichtlichen finanzielen Forderungen. Dann könnte die bereits ausgezahlte Monika behaupten, das ihre Schwester die Schrammen ua., selbst während der langen Chauffierzeit verursacht zu haben und diese eben nicht im Standard-Fahrzeug-Kaufvertrag erwähnt zu haben !

Sie hat aber keinerlei Schrammen und dergleichen jemals verursacht !

Grund zur Sorge ist, das nicht alle Schrammen mehr zugeordnet werden könnten !

Ich möchte auf diesem Wege gerne einige Tips erfahren !

Vielen Dank für eure Hilfe !

Gruß Mirco

erbrecht, Erbschaft, schenkung
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Ich wohne in Deutschland und meine verstorbene Tante wohnte in Polen. Muß ich das Erbe überhaupt ausschlagen?

Angang November 2020 Habe ich eine Mitteilung bekommen, daß ein Familienmitglied gestorben sei. Diese Mitteilung war ausschließlich auf Polnisch.

Auf telefonischen Nachfragen hat man mir mitgeteilt, daß es meine Tante war.

Antragsteller war mein Cousin.

Am 25.11.2020 hat die vorsitzende Richterin nach Verhandlung der Erbsache des Antragstellers bei der Teilnahme von meinem anderen Cousin, meiner Schwester und mir einen Beschluß erlassen. Aufgrund der Coronalage war ich bei dieser Sitzung nicht anwesend, somit kann ich auch nicht sagen, wer überhaupt teilgenommen hat.

I. Die Anhörung und Entgegennahme der erbrechtlichen Erklärung von meiner Schwester und mir als Beweise zuzulassen.

II. nach Atr. 271(1) ZPO in Verbindung mit 304 ZPO und in Verbindung mit 13 § 2 den Verfahrensbeteildigten zu gebeten, ihre Aussagen schriftlich innerhalb von 14 Tagen ab Zustelleung der Verpflichtung einzureichen.

Anbei war noch eine Belehrung mit einer beglaubigten Übersetzung aus dem Polnischen, sowie eine Frageliste mit dem Aktenzeichen und eine Verpflichtung eigene Bemerkungen dazulegen, sollte die Frageliste nicht ausreichen um alle Umstände vollständig zu erläutern.

Es wird immer nur von der Erblasserin gesprochen. Meine Tante wird namentlich niemals erwähnt.

Guter Rat ist teuer. Ich kann kein Erbe ausschlagen, sofern ich nicht weiß wer die Erblasserin war. Wurde mit schriflich nie erläutert.

Wie kann ich abwägen ob ich ein Erbe ausschlage, wenn ich nicht weiß ob es überhaupt was zu erben gibt oder ich gegebenfalls mit Schulden überschüttet werde?

Wie sollte ich weiter verfahren? Ich habe hierbei keine Erfahrung.

Sollte ich irgendwelche nötigen Daten vergessen haben die man hier benötigt?

erbrecht, Erbschaft
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Kann ich eine Immobilie verkaufen ohne das ich im Grundbuch stehe?

Folgender Sachverhalt

mein Bruder und ich haben von unserer Mutter zwei nebeneinander stehlende Reihenhäuser geerbt.

Es gibt kein Testament.

Wir haben einen Erbschein und sind jeweils zu 50% eingetragen.

Mein Bruder wohnt seit 10 Jahren in dem einen Reihenhaus. Meine Mutter im Nachbarhaus. Wir sind uns einig das er das Haus bekommt in dem er wohnt und ich das andere.
Er möchte mir das Elternhaus abkaufen. Im Grundbuch steht noch meine Mutter.

1. Müssen wir uns vor dem Verkauf im Grundbuch eintragen lassen.

1.1 Wenn ja können wir selber bestimmen wer wie viel Anteile an welchem Haus hat. z.b. jeder lässt ein Reihenhaus auf sich eintragen. Oder müssen beide zu je 50% eingetragen werden?

2.Die Häuser haben einen Marktwert von je ca. 700000 € . Somit schlägt die Erbschaftsteuer zu. Mit wie viel Erbschaftsteuer müssen wir rechnen? Er würde in seinem wohnen bleiben. Ich würde mein Haus verkaufen.

So und jetzt geht es weiter. Wir besitzen zusammen ein Wohnung die wir vermieten. Wir sind beide zu 50% im Grundbuch eingetragen. Er möchte mir im Gegenzug seine 50% der Wohnung verkaufen. Die Wohnung ist weniger Wert als das Reihenhaus. Die Differenz würde er mir bezahlen.

  1. Wer berät uns hierbei am besten wie wir da vorgehen. Wir möchten natürlich so wenig Gebühren zahlen wie möglich. Grunderwerbsteuer, Grundbuch Eintragung......
Erbe, erbrecht, Grundbuch, Immobilien
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Ich bin in 2. Ehe verheiratet. Wir haben beide erwachsene Kinder mitgebracht. Wir leben in seinem Haus, welches seine Enkelkinder erben sollen. Habe ich Rechte?

Wir haben vor 2 Jahren geheiratet, aber vor unserer Ehe bereits 10 Jahre ohne Trauschein und ohne irgendwelche Verbindlichkeiten (Verträge) zusammen gelebt.

In diesen 10 Jahren hat das Haus und das Grundstück eine erhebliche Wertsteigerung erfahren.

Leider habe ich mir erst spät Gedanken über Erbe und den Platz, wo ich mal bleiben werde, falls ich länger lebe als mein Mann, gemacht. Für mich gab es keinen Zweifel, dass ich weiter mit allen Rechten im Haus bleibe.

Ich fiel aus allen Wolken, als mir mein Mann mitteilte, dass seine Tochter das Haus erben wird. Ich bekäme lebenslanges Wohnrecht. Da die Tochter aber sagt, sie würde das Haus verkaufen, hat er jetzt seine beiden neugeborenen Enkelsöhne als Erben im Testament eingesetzt. So will er einen Verkauf des Hauses verhindern. Ich soll Wohnrecht behalten.

Für mich ist das keine Option. Ich habe genug Fälle gesehen, wo man die alten Leute mit Wohnrecht solange mobbte, bis sie ihr Recht aufgaben. Außerdem kann so niemals eines meiner Kinder das Haus ausbauen und zu mir ziehen. Das wäre das, was ich mir für mich im Alter wünsche.

Ich sehe das Wohnrecht so, dass ich mein Geld und meine Kraft in ein Haus stecke, welches zwei junge Männer, sobald sie volljährig sind, sicherlich verkaufen werden.

Habe ich irgendwelche Rechte? Wie kann ich für mich sorgen?

erbrecht, Immobilien
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Haus der Oma überschrieben bekommen, wieviel bekommt mein Vater der Alleinerbe?

Hallo zusammen,

Ich habe 2015 von meiner Oma ihr Haus überschrieben bekommen und wir haben das alles notariell festgehalten. Sie hat in dem Haus bis Ende 2018 gelebt bis sie in ein Heim gekommen ist. Man muss dazu sagen wir hatten immer eine sehr enge Beziehung und ich habe ihr nachdem ich in den gleichen Ort wie sie gezogen bin auch mehr und mehr geholfen. Von anfänglichen Einkäufen bis hin zu Arztterminen bis zu heutigen Besuchen im Altenheim.

Im Mai 2019 wurde das Haus vermietet. Jetzt sind die Mieter wieder ausgezogen und das Haus steht leer. Ich würde jetzt gerne selbst einziehen allerdings müssten einige Sachen renoviert werden (Heizung,Elektronik,Bad etc.).

Für mich stellt sich jetzt folgendes Problem: Da mein Vater Alleinerbe ist ( so steht es im Testament) und kein Kontakt zu ihm besteht, weder zu mir noch zu meiner Oma und er jegliche Kontaktversuche abblockt weiß ich nicht was ich machen soll.

Wie verhält es sich mit den Kosten wenn ich jetzt Geld in die Hand nehme und renoviere und er nach dem Tod von meiner Oma kommt und sein Erbe einfordert?

Wird der Wert von 2015 der bei der Schenkung ermittelt wurde als Richtwert für das Erbe herangezogen?

Ich weiß für meinen Teil das meine Oma mir das Haus geschenkt hat weil sie mir damit was gutes tun wollte und weil ich mich immer gekümmert habe allerdings gibt es den § 2287 BGB der besagt das man den Erben nicht beeinträchtigen darf. Könnte also mein Vater diesen Vertrag anfechten da im Vertrag nicht explizit drin steht warum sie mir das Haus überschrieben hatte?

Vielen Dank für die Hilfe!

Erbe, erbrecht
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Kann man seine Tante aus einem gemeinsam geerbten Haus rausschmeißen?

Hallo zusammen. Meine Freundin hat von ihrer verstorbenen Mutter das Elternhaus vererbt bekommen. Wo sie drin aufgewachsen und groß geworden ist. Es ist ein zwei Parteien haus mit kleinem Anbau quasi eine kleine 2 Zimmer Wohnung wo sie bis zu dem tot ihrer Mutter mit ihren Freund lebte und wohnte. Nun wohnt sie oben und unten wohnt der Freund ihrer Mutter. Im EG wohnt Ihre Tante also quasi die Schwester von der verstorbenen mutter mit ihrem Mann und 2 Kindern.

Es sind immer mehr Unstimmigkeiten und Sticheleien in letzter Zeit zwischen meiner Freundin und ihrer Tante entstanden. Bis zu dem Tag als ihre Tante zu ihr sagte,, du wirst schon sehen was du davon hast.,,

Kurz danach befand sich Menschen Kot auf ihrer Motorhaube vom Auto. Ein paar Tage später wurde der sichtzaun ihres Gartens mit Sprüchen besprüht und 2 Tage darauf wurden Nägel unterm und im Auto Reifen gefunden. Sie hat dann die Polizei gerufen hat aber ihre Tante nicht angezeigt weil ist ja Familie. Heute kam ihre Tante wieder mit Sticheleien an warum ihre Schwester so oft zu besuch ist. Also die 2.tante von meiner Freundin wohnt außerhalb aber ist manchmal für ein paar Tage da mit Übernachtung. Da sagte die Tante aus dem Haus zu meiner Freundin das sie aufpassen müssen das sie nicht die corona regeln brechen... Sind sonst zu viele im Haus. Wie ihr merkt eigentlich kinderkram sowas. Daher meine Frage.

Kann meine Freundin ihre Tante aus dem Haus werfen?

Bevor es noch schlimmer wird.

Ich bedanke mich jetzt schon mal im vorraus

M. F. G.

M. W.

erbrecht, Erbschaft
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Enterbung/ befreiter Vorerbe/Nachlassvernichtung/Pflichtteilergänzung?

Mein Vater hat mir 15 Monate vor seinem Tod in einem handschriftlichen "Legat" seinen Bungalow vermacht hat. Erst nach seinem Tod teilte mir das Nachlassgericht mit, dass die Immobilie Teil eines Vermächtnisses gewesen ist, und im Grundbuch ein anderer Nacherbe eingetragen sei. Der Nacherbe ist ein Rechtsanwalt, der die Erbschaft nach eigener Aussage "für eine Vertretung (meines Vaters) in einer Strafsache" erhalten hat.

Nach meinem jetzigen Verständnis lief die Sache so ab: In einem Erbvertrag setzte seine Lebensgefährtin meinen Vater nur als befreiten Vorerben ein, wodurch die Immobilie von seinem weiteren Vermögen getrennt werden sollte. Was dabei übersehen wurde, ist, dass mein Vater überhaupt kein weiteres Vermögen besaß (den Geldbetrag, den er von seiner Lebensgefährtin bekam, hat er anschließend in die Instandhaltung der Immobilie gesteckt, sodass bei seinem Tod nichts übrig blieb).

Daraus leitet sich für mich eine bewusste (von Seiten des Nacherben) oder unbewusste (von Seiten meines Vaters oder des Notars) Enterbung bzw. Pflichtteilsverletzung ab.

Kann die handschriftliche Verfügung als eine Art Willenserklärung meines Vaters gedeutet werden, mir doch zumindest einen Pflichtteil der Immobilie von seinem ansonsten wertlosen Nachlass zukommen zu lassen? In einem notariellen Testament kurz vor seinem Tod hat er die gesetzliche Erbfolge bestimmt.

Die Immobilie ist zwischenzeitlich sehr "heruntergekommen", da seit der Testamentseröffnung beim Nachlassgericht mehr als 1,5 Jahre vergangen sind, in denen ich keinen Zugang hatte. Der Nacherbe kümmerte sich nicht darum. Heute erfuhr ich, dass Ein Notar mit Kaufinteressenten dort war und sich mit einem SWchlüsseldienst Zugang verschafft hat. Da ein Fenster offen war, ist Ungeziefer eingedrungen, sodass die Immobilie stark unter ihrem eigentlichen Wert angeboten wird.

Habe ich u. U. immer noch einen Pflichtteilergänzungsanspruch, bezogen auf den Wert der Immobilie zum Todeszeitpunkt meines Vaters oder der urspünglichen Erblasserin, gegen den Nacherben oder dessen Erben, weil ich von dem Erbvertrag erst im letzten Jahr erfahren habe?

erbrecht, Pflichtteilsanspruch
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Vater verweigert Kind die Erbausschlagung,Kind wird Erbe des übersch.Nachlass der Oma,Vater will als Gläubiger sein eigenes Kind verklagen.Ist das Rechtens?

Der Vater meines Sohnes (11 Jahre) hatte zu Lebzeiten seine Mutter verklagt. Es kam zu einem Vergleich, dem die alten Dame (in geistiger Umnachtung, fürchte ich) zugestimmt hat.

17.800€! 2 Tage nach Zustellung des Beschluss ist die Mutter verstorben. Alle Kinder und deren Kinder schlugen das Erbe aus. Der Vater meines Sohnes verweigerte die Unterschrift und ließ die Frist verstreichen. Mein Anwalt stellte vor Ablauf der Frist einen Antrag auf alleiniges Sorgerecht. Das bekam ich dann auch.

Doch weil mein Anwalt keinen Eilantrag mit Aussetzung der Frist vom Vater gestellt hatte, sondern lediglich nur alleiniges Sorgerecht, wurde mein Sohn nun Erbe des verschuldeten Nachlasses der Oma.

Ich habe dann das Erbe für meinen Sohn nochmal , nun mit alleiniger, elterliche Sorge, ausgeschlagen. Da die Testamentseröffnung erst am 01.10.20 war, gilt wohl erst ab da die 6 wöchige Ausschlagungsfrist. (Sichere Kenntnisnahme)

Gleichzeitig hat nun der Erzeuger meines Sohnes einen Antrag auf Erbschein gestellt. Er möchte nun als Gläubiger die Schulden auf den Erben umschreiben lassen. Das Gericht prüft nun den Antrag und hat mich um Stellungnahme gebeten.

Ich hoffe nun, das die 2.Ausschlagung auch Gültigkeit hat und mein Sohn damit aus dem Schneider wäre.

Meine Fragen sind nun,

  1. Kann ich meinen Anwalt für den falsch gestellten Antrag zur Rechenschaft ziehen, sollte der Erbscheins Antrag genehmigt werden?
  2. Ist das rechtlich überhaupt haltbar, daß der Vater durch Unterschrift Verweigerung erst soweit kommen konnte?
  3. Kann ich den Vater für so eine Frechheit belangen?

Die Mutter des Vaters (Oma) war bereits am 08.12.20 ein Jahr Tod. Solange quälen wir uns mit der Sache rum.

Kennt sich vielleicht Jemand mit dieser Gesetzeslage aus?

Danke, Christiane

erbrecht, kinder
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