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Thema Erbrecht
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Pflichtteil unterschlagen?

In einer Familie mit drei Kindern haben die Eltern ein gemeinsames Testament gemacht, sich zu Alleinerben erklärt und das Nacherbe so geregelt, dass zwei Kinder nach Ableben des Längerlebenden etwas weniger als der Pflichtteil bekommen. Der Dritte den Rest. Der länger Lebende kann das Testament aber ändern.

Vater stirbt. Nach Absprache mit dem Steuerberater der Mutter und der Mutter hat einer der beiden Minimalerben den Pflichtteil (also 1/12; sie lebten in Gütergemeinschaft) eingefordert und bekommen. Weil der Erbteil der anderen aus etwas Geld und einigen Wohnungen bestand, von deren Miete die Mutter leben wollte - in Wirklichkeit auch aus Nettigkeit - hat sie es nicht gemacht.

Acht Jahre später trifft man sich beim Notar, weil die Mutter nicht nochmals ein Pflichtteilthema haben möchte. Es wird eine Summe vereinbart und die beiden Minimalerben sollten auf ihren Pflichtteil verzichten. Weil in der Pflichtteilsvereinbarung die Wohnungen nicht enthalten sind, gibt es beim Notar eine Diskussion darüber, wie das denn sein kann. Die Mutter erklärt, dass die Wohnungen (Vaterteil der Tochter, die keinen Pflichtteil einforderte) ja erst bei Ihrem Ableben an die Tochter gehen sollen natürlich ihr zustehen! Mit dieser vor den drei Kindern und dem Notar getroffenen Aussage, die natürlich auch alle, die nicht lügen wollen bezeugen können (sicher die Erben), unterschreibt die Tochter den Pflichtteilsverzicht.

Zwei Jahre später überschreibt die Oma die Wohnungen an ein paar Enkel. Nebenbei bei dem Notar, der auch den Pflichtteilsverzicht beurkundete. Weil das Ganze noch sehr frisch ist, kann es sein, dass sie auch nur ihr Testament geändert hat. Die, die dabei waren, sagen entweder nichts (Enkel) oder wissen es nicht so genau (Oma).

Darf ein Notar mit einer Klientin insofern gemeinsame Sache machen, als dass er bei einem Pflichtteilsverzicht gut 3/4 des Erbes "vergisst", die Mutter reden lässt und nicht auf die Rechtsfolgen hinweist?

Gibt es ein Gesetz oder eine andere Handhabe, durch das die sich beim Pflichtteilsverzicht um ihren Pflichtteil betrogen fühlende Erbin gegen die Mutter, vielleicht auch den Notar vorgehen kann?

Es geht mir nicht darum, dass jeder mit seinem Erbe machen kann, was er will (irgendwie war das ja auch beim gemeinsamen Erbe vorgesehen) oder ob Pflichtteile gerecht sind. Es geht mir nur darum, ob bei einem Vertrag, der Schriftform erfordert, beim Notar gelogen und betrogen werden kann und der Betrogene keine Chance hat, sich zu wehren.

Erbe erbrecht notar Pflichtteil Betrug oder nicht
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Teilungsverfahren?

Hallo,

vor kurzem starb mein Vater (Mutter ist bereits früher verstorben), wodurch eine Erbengemeinschaft mit meinen beiden Geschwistern entstand. Weitere Personen sind nicht Bestandteil der Erbengemeinschaft.

Er hinterließ ein Grundstück, was laut Testament zu gleichen Teilen aufgeteilt werden soll - es handelt sich aktuell noch nicht um Bauland, der Preis pro Quadratmeter ist nach dem Bodenrichtwert zufolge auf dem gesamten Gelände gleich. Da die Stadt jedoch schon seit Jahrzenten einen vorläufigen Bebauungsplan in der Schublade hat (den mein Vater stets abgelehnt hat) und meine Geschwister nur das Geld haben wollen, möchten sie ihren Anteil verkaufen. Ich jedoch möchte meinen Anteil nicht verkaufen, was eigentlich kein Problem darstellen sollte.

Nun wollen meine Geschwister jedoch ein Teilungsverfahren einleiten, was laut meinen Recherchen ergibt, dass

  • Der Wert des Erlöses sehr variabel sein kann und man ggf mit einem geringeren Erlös rechnen muss
  • Ich gezwungen werde, „meinen“ Teil der Fläche ebenfalls zu verkaufen
  • Ich wahrscheinlich versuchen muss dem Höchstbietenden (Bauträger o.Ä.) den Teil der Fläche wieder abzukaufen

Wo liegt der Sinn in diesem Verfahren? (Kann man das Teilungsverfahren einfach nutzen, um jemanden zu „schikanieren“?) Habe ich während dieser „Auktion“ das Recht meinen Anteil sicher zu erwerben (ohne dass zB ein Bauträger horrende Werte bietet)?

Für mich ist das alles nur großer Schwachsinn.

Mfg und schon einmal vielen Dank für eure Hilfe

Roland

erbrecht Teilungsverfahren
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3 Geschwister, Haus und Wohnung geerbt, problem unter Geschwistern?

Hallo, ich habe überhaupt keine Erfahrung in dieser Angelegenheit und fange mit meinem(unseren) Anliegen wie folgt an. Hoffe das sie mir hierbei paar nützliche Informationen bzw. Ratschläge geben können. Vielen Dank im voraus. 

Vor ca. 4 Monaten ist nachdem unser Vater bereits vor ca. 3 Jahren verstorben ist auch unsere Mutter die Alzheimer hatte mit 88 gestorben. 

Nun wir die Erben, wir sind drei Geschwister im Alter von 58, 60 u. 64. 

Wir die Beiden jüngsten 58 und 60 kommen miteinander sehr gut klar. Aber mit unserer ältesten Schwester kommen wir seit Jahrzenten überhaupt nicht klar. 

Wir die zwei jüngsten haben in den vergangenen Jahrzenten wenig bis kaum Kontakt zur ältesten Schwester. Wenn dann auch NUR zu besonderen Anlässen (wie hier z.B. zur Beerdigung unserer Mutter). 

Kaum ist man zusammen und schon knistert es zwischen der ältesten und uns zwei jüngeren.

Wir wussten schon das unsere Eltern uns irgendwann mal ihr Haus und ihre Wohnung uns vererben werden. Keinerlei Testament liegt vor.

Nun haben wir diese beiden Objekte  :( :(

Beide Objekte müssten auf jeden Fall von Grund auf saniert und renoviert werden um es auf einen gut wohnbaren Zustand zu bringen.

Zudem habe ich erfahren das Strafzahlungen offen sind, weil unsere Eltern mehr bebaut haben als erlaubt. Wer weiß was sonst noch an Zahlungen offen sind.

Unser mit grossen Problem ist auch, unsere älteste Schwester macht uns ziemlich rund und sagt schon was Sie alles aus der Wohnung und dem Haus schon mal haben möchte. Sie hat wie ich erfahren habe sogar bereits alle Kleidungen von unserer Mutter aus der Wohnung mitgenommen. Dann hätte sie schon gesagt was sie sonst noch alles (schon ältere Sachen) haben möchte, da sie zum einen die älteste ist und es ihr am ehesten zusteht. Möchte nicht wissen was sie ohne unser Wissen bereits alles mitgenommen hat. Zudem erfolgt bisher keinerlei finanzielle Unterstützung wie z.B. für Beerdigung, Gutachter etc.

  • - WELCHEN RECHT HAT SIE HIERZU?
  • - UND WIE SOLLEN WIR SIE DARAUF ANSPRECHEN?
  • - WIE KANN MAN HIER VERNÜNFTIG VORGEHEN?

Meine jüngere Schwestern und ich sind seit nunmehr über 30 Jahren krank (ich Rheuma und sie MS) und sind daher körperlich und psychisch kaum in der Lage all diese Probleme zu bewältigen. Wir sind komplett überfordert und das macht sich seit geraumer Zeit auch bei uns beiden gesundheitlich sehr sehr bemerkbar. Rheumaschub, Psyche etc.

Am liebsten würden wir die die zwei jüngsten es sehen, wenn alles verkauft wird und jeder schlussendlich seinen Anteil bekommt. NUR unsere älteste Schwester ist schon ganz scharf auf ALLES. Nur wissen wir das sie nicht das Geld dazu hat uns auszubezahlen. 

  • - Was können wir tun?  

Ich bedanke mich schon mal vorab für eure Ratschläge.

Erbe erbrecht
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Testament oder Erbvertrag Ehevertag gültig wer bekommt Haus?

1972 schloss ein Ehepaar ein Ehe- und Erbvertag ab, in dem unter anderem der Bruder des Ehemannes ihr Hausgrundstück als Vermächtnis bekommen soll nachdem auch der längst lebende verstorben ist.

Sollte der Bruder also Vermächtnisnehmer vorher sterben, sollen dessen Abkömmlinge es bekommen. Da behält sich das Ehepaar aber ausdrücklich das Recht vor, Teilungsanordnungen zu treffen soweit die Abkömmlinge des Vermächtnisnehmers zum Zuge kommen. Hierbei können einzelnen Abkömmlingen auch größere Miteigentumsanteile bis zur Hälfte des Grundstücks zugeteilt werden, im übrigen soll das Vermächtnis vertragsgemäß sein es sei denn, die Eheleute bekommen selbst noch Kinder.

1996 schreibt das Ehepaar ein handschriftliches Testament und setzten sich gegenseitig als alleinerben ein.

2004 verstirbt der Ehemann und beide Schriften werden eröffnet.

Das Ehepaar hat keine Kinder bekommen und der Bruder des Ehemanns ist 2006 verstorben und hat 2 Kinder.

Da sie aber all die Jahre weder den Neffen oder Nichte ihres Mannes sah hat sie ein noterielles Testament geschrieben in dem sie ihre Nachbarsfamilie die ein familiäres Verhältnis zu ihr haben als Erben eingesetzt.

Im Testament steht ich bin nicht an einen Erbvertrag gebunden und alles bisherige Widerrufe ich hiermit. So hofft sie, dass die Nachbarsfamilie, die sie auch pflegt, das Haus bekommt.

Sie möchte auf gar keinen Fall, dass diese beiden das Haus bekommen, weiß aber selbst nicht ob dieses Testament so ausreicht. Sie ist der Meinung, wenn ich gestorben bin brauchen die auch nicht mehr kommen.

Wer würde in so einem Fall das Haus bekommen?

Könnte Sie das Haus schon vorher auf die Familie umschreiben lassen oder was wäre, wenn sie das Haus verkauft?

Oder würde es nach der Testamentseröffnung allen zustehen falls vorher nichts gemacht wird?

Danke schonmal im Voraus.

Erbe erbrecht Haus Immobilien Testament Ehevertrag Berliner Testament Erbvertrag Notarvertrag
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Wohnrecht rechtens bei gemeinsam verfassten Berliner Testament? Hätte Anfechtung durch einen Prozess Aussicht auf Erfolg?

Meine Eltern hinterlegten beim Amtsgericht ein gemeinsames Berliner Testament.

Als mein Vater starb, forderte Mutter eine Unterschrift beim Notar von mir, wodurch sie Alleinerbin meines Vaters wurde.Sie meinte damals, ich hätte keinerlei Nachteile dadurch, das Testament würde nicht beeinträchtigt.

Auch derNotar sagte, das gemeinsame Testament könne auch durch meine Unterschrift nie mehr geändert werden. Es sei so, daß ich nach dem Tod des Längstlebenden Alleinerbin des gesamten, noch vorhandenen Vermögens werdenw würde und darüber frei verfügen könne, so steht's im Testament, habe Abschrift bekommen.

Meine Eltern wollten immer, daß ich im Alter miet .- und sorgenfrei leben kann. Deshalb wurde sogar mein Sohn, dem beide erst 1/4 des Vermögens zukommen lassen wollten, nachträglich gestrichen, damit ich ihn nicht evtl. im Erbfall auszahlen muß.

Nun ist Mutter letzten Monat verstorben und ich musste erfahren, daß sie ihrem Lebensgefährten ein lebenslanges Wohnrecht im Grundbuch eintragen ließ!

Ich bin fassungslos und kann es mir nur erklären, daß ihre beginnende Demenz ihr den Verstand vernebelte! Der Typ arbeitete voll darauf hin, trieb alle Freunde meiner Mutter weg und verbot sogar meinem Sohn, daß er seine Oma besuchen kann.

Mutter ließ das alles zu.....aber daß ich nun ein beschwertes Erbe haben soll,ist die Krönung!! Konten, Lebensversicherung hat er sich schon einverleibt.....ich kann nicht in mein Elternhaus......wer weiß, was schon alles weggeschafft würde.

Ist es nicht so, daß sie hätte zwar alles verprassen können, aber falls ich Erbe, daß ich darüber auch, wie im gemeinsamen Testament verfasst, FREI verfügen kann.....??

Ist dieses Vermächtnis denn überhaupt rechtsgültig, stellt es doch eine erhebliche Minderung meines Erbes dar, was im Testament absolut GARNICHT gewollt ist.

Ich selbst bin 90 schwerbehindert, schwere Lungenerkrankung..... wäre schön gewesen im Alter mietfrei wohnen zu können.....so war das gemeinsame Testament auch angedacht!!!! Nun hab ich ein Haus und doch nichts, ausser Unkosten!

Der Typ lässt uns auch nicht ins Haus! Könnte ich ihm eigentlich das Inventar, Heimtextilien, Bilder, Traktor zum Rasen mähen.....ausräumen?

Darf ich den größten Teil des Grundstücks verkaufen??? Damit könnte ich Anwalt bezahlen!??

Habe auch Angst vor den Kosten eines evtl. Prozesses!

Bitte helft mir!! Ich hoffe, ihr habt Antworten für mich!

Der Notar sagte, das gemeinsame Testament könne auch durch meine Unterschrift nie mehr geändert werden. Es sei so, daß ich nach dem Tod des Längstlebenden Alleinerbin des gesamten noch vorhandenen Vermögens werde.

Meine Eltern wollten immer, daß ich im Alter miet .- und sorgenfrei leben kann. Deshalb wurde sogar mein Sohn, dem beide erst 1/4 des Vermögens zukommen lassen wollten, nachträglich gestrichen, damit ich ihn nicht evtl. im Erbfall auszahlen muß!

Und dann vermacht mir die Mutter ein Haus mit Wohnrecht !!!!

erbrecht WOHNRECHT
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Erbengemeinschaft, Veruntreuung?

Meine Großmutter ist letztes Jahr verstorben. Erst jetzt habe ich erfahren, dass ich zusammen mit meinen Tanten und Onkeln eine Erbgemeinschaft bilde, die bereits seit dem Ableben des Großvaters einige Jahre vorher besteht. Die Hälfte ging an die Großmutter, die Hälfte an die Erbengemeinschaft lt. gesetzlicher Erbfolge. Nun verhält es sich so, dass ich eben davon nichts wusste und meine Großmutter das ganze Geld "verjubelt" und verschenkt hat an ihre Lieblingskinder. Den anderen hat sie erzählt, dass sie kein Geld hat und, wenn ihre Kinder auf ihren Erbteil bestehen würden, Geld aufnehmen müsse bei der Bank.Zwei Tage später hat sie Beträge im 5-stelligen Bereich bar abgehoben. Dieses Geld hätte ihr aber ja nicht zugestanden, da es der Erbmasse angehörte. Eigentlich darf ja ein Mitglied der Erbengemeinschaft ohne die Einwilligung der anderen nicht einfach so über das Vermögen verfügen. Klar, sie musste ihren Lebensunterhalt bestreiten, aber sie hatte Rente und Witwenrente, war also gut versorgt. Und das Geld wurde ja (ohne Beweise, wir wissen es nur aus Erzählungen) verschenkt. Nun ein Gedanke und ich wäre über eure (fundierte) Meinung sehr dankbar: Hätte die Bank das Geld heraus geben dürfen, nachdem es Teil der Erbmasse war? Hätten nicht alle Hinterbliebenen erst ihr Einverständnis abgeben müssen? So ist es jetzt ja auch. Keiner kann einfach auf das Geld zugreifen, erst, wenn alle einverstanden sind. Kann man die Bank belangen? Ich weiß, die sitzt sicherlich am längeren Hebel, aber wenn die Bank da über ihre Befugnisse hinaus gehandelt hat, obwohl das Vermögen hätte gesperrt werden müssen, dann müsste sie doch auch haften, oder?

Bankwesen Erbengemeinschaft erbrecht Veruntreuung
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Frage zu Testament und Erbschaft?

Hallo,

erstmal zur Situation:

Meine Oma hat mich kürzlich darüber informiert, dass sie ein Testament geschrieben hat. Ich bin mir aber sehr unschlüssig, ob das rechtlich so funktioniert, wie sie es sich vorstellt:

Es besteht ein Barvermögen über ca. 40.000 € und ein Haus/Doppelhaushälfte mit derzeit geschätztem Wert von ca. 250.000 €.

Es gibt zwei Kinder, zu welchen sie aber ein sehr schlechtes Verhältnis hat und insgesamt 4 Enkel (jeweils zwei von einem ihrer Kinder, falls das eine Rolle spielt).

In ihrem Testament hat sie nun festgelegt, dass jeweils 12.000 € an ihre Kinder gehen sollen. Von den restlichen 16.000 € soll die Beerdigung und die Grabpflege bezahlt werden.

Das Haus soll an mich gehen, wobei ich dafür meinen Bruder mit 80k und meine beiden Cousinen mit jeweils 30k auszahlen soll.

Nach ein wenig Recherche sehe ich folgende Probleme:

1) Erbpflichtteil der Söhne

2) das Haus ist nachweislich und wissentlich mehr wert, als ich an meinen Bruder + Cousinen auszahlen "müsste".

Zum Thema Erbpflichtteil: Müsste ich die Söhne dann zusätzlich auszahlen, obwohl ich auch schon meinen Bruder und Cousinen auszahlen würde? Würde sich daran dann etwas verringern oder müssten wir den Erbpflichtteil an die Söhne auszahlen und trotzdem die 130k an die übrigen Enkel ?

Ich will für meine Oma und auch für uns einfach, dass alles geklärt ist und wir auch wissen womit wir zu rechnen haben, wenn wir das Haus annehmen. Die Auszahlung an die anderen Enkel ist grundsätzlich kein Problem. Wenn wir aber die Söhne auch noch zu einem gewissen Teil auszahlen müssten, möchten wir im Voraus einfach wissen, was auf uns zukommen könnte.

Unabhängig davon, besteht die Überlegung, dass mein Anteil an dem Haus schon vor dem Tod an mich übergehen soll (durch Schenkung?). Wir würden dann aber einiges an dem Haus renovieren, was seinen Wert nochmal erhöhen würde. Hier würde dann aber der Wert des Hauses zum Zeitpunkt der Schenkung eine Rolle spielen, oder?

Vielen Dank im Voraus für die Antworten.

Viele Grüße

Erbe erbrecht Testament
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Wie wird der Kapitalwert des Nießrechtes final bestimmt?

Hallo,

folgendes Szenario: Eine Frau erbt von ihrem Vater den Nießbrauch an einer Wohnung. Sie wird einige Zeit später Pflegefall, wobei die Kosten vorerst von Sozialamt übernommen werden, ihre Rente aber nicht ausreicht und das Sozialamt daher höchstwahrscheinlich versuchen wird, den Nießbrauch einzusetzen. Zusätzlich befindet sie sich in einem Insolvenzverfahren.

Mir ist soweit klar, dass sie die monatlichen Einnahmen (oder einen Teil davon) der Wohnung dann ans Sozialamt (falls nicht anders bezahlbar) und den Treuhändler abführen muss. Ich habe auch gelesen, dass bei einem lebenslangen Nießbrauch üblicherweise ein Kapitalwert berechnet wird.

  • In wie weit sind die Wohnungsbesitzer nun der Nießbraucherin verpflichtet? 
  • Müssen sie "nur" die monatlichen Einnahmen an die Nießbraucherin (bzw. das Sozialamt / ihren Treuhändler) zahlen, solange sie lebt?
  • Oder (eher der schlechtere Fall), müssen die Wohnungsbesitzer auch nach dem Tod der Frau noch für Forderungen der Nießbraucherin aufkommen, bis der regulär errechnete Kapitalwert (Jahreswert * Faktor aus Tabelle) des Nießbrauchs "abbezahlt" wurde?
  • Kann Sozialamt oder Treuhändler von Wohnungsbesitzer verlangen, die Wohnung zu verkaufen, damit der Kapitalwert bzw. die offenen Schuld / Forderung auf einen Schlag zurückgezahlt wird?

Die Frau ist schwer krank und wird daher höchst wahrscheinlich nicht so alt, wie üblicherweise bei der Kapitalwertberechnung angenommen wird. Eigentlich müsste der Kapitalwert doch dann anhand der tatsächlichen Lebensdauer erneut berechnet / korrigiert werden?

Vielen Dank für die Auskünfte!

Erbe erbrecht Immobilien Nießbrauch wohnung Sozialamt Kapitalwert
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Testament nichtig bei Verstoss gegen Heimgesetz & 14?

Sachverhalt:

Meine Mutter lebte seit 2005 in einem Alters-/Pflegeheim der Diakonie (Träger und Eigentümer des Heims), ist dort 2014 verstorben und hat ein Testament hinterlassen in dem sie als Alleinerbe eine Stiftung eingesetzt hat, die von der Diakonie beherrscht wird, und einen Ersatzerben mit direkter Begünstigung des Pflegeheims .

(Die Beherrschung ist präzise nachzulesen)

Mit Verweis auf das Heimgesetz §14 hat mein Anwalt für mich als gesetzlicher / einziger Erbe Erbschein beantragt, was abgewiesen wurde, das AG schreibt (ohne mündliche Verhandlung!) im Beschluss "eine Verflechtung der Stiftung mit der Diakonie ist nicht erkennbar" "das sind Fakten".

Meine Beschwerde zum o.g. Beschluss wurde vom gleichen Richter postwendend zurückgewiesen, und an das OLG weitergereicht.

Vom OLG erhielt ich die lapidare Mitteilung, dass die Beschwerde keine Aussicht auf Erfolg haben dürfte und "wie das Nachlassgericht von diesen Begründungen ausgeht....", es wird geraten die Beschwerde zurückzunehmen.

Mein Anwalt hat die vorliegende und dokumentierte Beweislage nochmals deutlicher präzisiert, und gebeten diesen OLG Beschluss nochmals zu überdenken.

Ich fühle mich angesichts dieser Unstimmigkeiten völlig hilflos und komme mir vor wie der Hase in der Fabel, der trotz klarer, für ihn sprechender Sachlage vom Igel ausgetrickst wird.

Im Gespräch mit meinem Anwalt bezüglich dieser Auffälligkeiten hat sich der Verdacht herausgebildet, ob es hinter den Kulissen evtl. auch um andere Faktoren geht, wie z. B. dass es eine evangelisch kirchliche Organisation ist, betreibender Akteur der ganzen Aktion "Mittelbeschaffung" für die Diakonie ist ein Jurist im Staatsdienst i.R. der sich öffentlich rühmt, in der bayerischen Justiz bestens vernetzt zu sein, und als Vorstand der Diakonie und Stiftung im Heim unverhohlen mit Werbematerial für die Stiftung bei den Bewohnern "Seniorenberatung/ Testamentsberatung" betreibt.

Letzter Stand ist, dass ein Beschluss vom OLG vorliegt, der mit völlig neuer Begründung, meine Beschwerde ablehnt, mit keinem Wort auf § 14 HG eingeht.

Das Testament wurde von o.g. Juristen ausgeklügelt und von meiner 90 jährigen Mutter blind unterschrieben, besteht aus 5 Verfügungen (3 x nichtig wegen §14 HG, 1x ungültig, und als Nr.5 meine "Enterbung" die aber sittenwidrig ist ) Nach meiner Kenntnis ist bei Verstoss gegen das zwingende Verbot § 14 HG das Testament in Gänze nichtig und kann nur geheilt werden durch neues Testament. Das OLG stützt sich auf die Enterbung als gültige Verfügung bzw. einziges relevantes Detail, und schliesst Rechtsbeschwerde (ohne Begründung) aus.

erbrecht Testament
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Vor- und Nacherbe verkaufen Haus. Konkrete Erbfrage.?

Ich habe bereits zwei Fragen hier eingestellt und mir wurde nahegelegt sie kombiniert als eine neue Frage zu stellen, da sich die Sachlage so besser beantworten lässt:

Als meine Mutter starb hat sie mich und meinen Bruder als Nacherben für ihr Haus eingetragen und ihren neuen Ehegatten als Vorerben. Mein Bruder musste aus bestimmten Gründen sein Erbe ausschlagen und somit blieb ich als alleiniger Nacherbe übrig.

Alles wurde ins Grundbuch eingetragen und nun möchte der Vorerbe gerne das Haus verkaufen, da er sich die Reparatur- und Instandhaltungskosten nicht mehr leisten kann.

Ich würde dem gerne zustimmen (was ich ja muss damit wir es verkaufen können), vor allem um hohen Aufwand wenn er das Zeitliche segnet zu vermeiden.

So wie ich das verstanden habe, muss ich mich mit ihm auf die jeweiligen Anteile einigen, da es keine rechtlichen Vorgaben für diesen Fall gibt.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich meinem Bruder gerne die Hälfte von dem was ich als Anteil erhalte abgeben möchte, da meine Mutter es so wollte und er zum damaligen Zeitpunkt keine andere Wahl hatte als das Erbe auszuschlagen.

Nun zur eigentlichen Frage:

Welche Freibeträge fallen in diesem Fall an wenn ich meinem Bruder das Geld zukommen lassen möchte? Ich war der Meinung es wäre 20.000€, aber mir wurde nahegelegt, dass es mehr sein könnte.

Zusätzlich, weiß jemand, ob es möglich ist beim Hausverkauf das Geld auf zwei Parteien aufzuteilen ohne, dass jemand zuerst alles erhält und dann doch wieder Schenkungssteuern bezahlen muss?

erbrecht Schenkungssteuer
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Bank sperrt Zugang auf geerbtes Konto trotz Vollmacht und Erbschein. Legal?

Guten Tag,

nachdem meine Mutter vor kurzem an Krebs verstorben ist, hat die Bank mir den Zugriff auf Ihr Girokonto gesperrt. Meine Mutter zahlte bei der Bank einen Kredit von noch circa 16.000Euro ab. Auf dem Girokonto waren noch etwas 3000Euro. Sie hat immer pünktlich gezahlt, obwohl der Zinsatz mit 8% nicht nur sehr hoch sondern auch meiner Meinung nach nicht richtig war.

Denn meine Mutter hatte einen Kredit mit variablen Zinssatz vereinbart, wonach dieser gemäß 3-Monats-Euribor monatlich hätte angepasst werden müssen.

Als meine Mutter verstarb konnte ich nicht mehr auf das Konto zugreifen (trotz vollmacht). Die Bank wollte erst einen Erbschein, obwohl die Vollmacht über den Tod hinaus ausgestellt war.

Nachdem ich den Erbschein geliefert hatte wurde mir gesagt, dass ich nicht einfach Geld vom Girokonto abheben dürfe, da ja noch ein offener Kredit besteht.

Das finde ich eine Frechheit, denn schließlich habe ich nicht nur die Schulden, sondern auch das Guthaben geerbt und solange der Kredit bezahlt wird, kann mir niemand den Zugriff verwehren.

Allerdings muss die Bank mir meiner Meinung nach ohnehin die über die Jahre zuviel gezahlten Zinsen zurück zahlen. DIes hatte der Filialleiter bereits schriftlich eingeräumt, dass der Zinssatz nicht vertragsgemäß angepasst wurde.

Leider war die Entschädigung, die er mir angeboten hat ein WItz: 100Euro , obwohl der Kredit eigentlich schon abgezahlt wäre, wenn der Zinsatz gemäß der vertraglich geregelten Bedingungen angepasst worden wäre.

Nun wollte ich die gesamten 3000Euro auf ein anderes Konto überweisen, da die Bank ansonsten lustig weiter tilgt und ich kein Druckmittel habe.Daraufhin hat die Bank den Zugang zum Konto erneut gesperrt, obwohl ich noch gar nicht im Verzug mit dem Kredit bin.

Das kann doch niemals legal sein, dass die Bank meine Mutter Jahre lang wie eine Weihnachchtsgans ausnimmt, dann das Girokonto sperrt und nachdem Tod bis heute weitere 800Euro rein an zinsen vom bestehenden Guthaben des Girokontos abgebucht hat und das ohne, dass ich Zugriff auf das Konto hatte.

Mir kommt es vor wie eine Hinhaltetaktik, um möglichst viel von dem Guthaben abzuheben, bis eine Einigung gefunden wurde. Ich fühle mich nicht nur rechtlich sondern auch moralisch bis auf letzte betrogen. Mir geht es nicht um das Geld, da ich den Kredit locker aus meiner Tasche bezahlen konnte, doch das die meine Mutter so abgezockt haben, finde ich absolut unter aller Sau. Gibt es neben rechtlichen Instanzen auch eine Beschwerdestelle, an die ich mich bei der VR-Bank wenden kann?

Bankkonto Bankrecht Erbe erbrecht Girokonto variabler Zinssatz
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