Frage zu Schuldschein?

Ich habe ein kleines Problem.

Meine Frau und Ihre Schwester haben vor 15 Jahren die Eigentumswohnung der Mutter überschrieben bekommen. Beide Geschwister stehen im Grundbuch. Diese Wohnung wurde vor 2 Jahren verkauft, das Geld wurde zu gleichen Teilen an meine Frau und Ihre Schwester aufgeteilt.

Jetzt kommt ihre Schwester auf die Idee, falls meine Frau vor der Mutter sterben sollte, jetzt eine Art gegenseitigen Schuldschein auszustellen, über die bereits gezahlte hälftige Verkaufssumme der Wohnung, damit die Mutter die Möglichkeit hat, diese Summe wieder zurückzufordern, damit sie nicht meinem Sohn und mir nach dem Tod als Erbe zur Verfügung steht bzw auch umgekehrt, dem Mann der Schwester.

Der Schuldschein soll aber aktuell noch nicht die Unterschrift der Mutter erhalten, sondern jeder soll gegenseitig den Schuldschein des anderen erhalten.

Jetzt meine Frage. Es geht um 200000 Euro bei dem Schuldschein. Meine Frau soll also der Schwester mit Datum von heute unterschreiben, das sie bestätigt der Mutter 200000 Euro zu Schulden und sie auf Verlangen zurückzubezahlen. Sie unterschreibt umgekehrt das gleiche.

Ist das rechtens? Meine Frau hat von Ihrerer Mutter nie 200000 bar bekommen und schuldet ihr demnach die Summe auch nicht oder sehe ich das falsch? Muss dafür nicht ein Kontoauszug vorliegen, der dies beweist?

Die 200000 aus dem Wohnungsverkauf kann doch nicht als Schulden gegenüber der Mutter ausgelegt werden oder? Die Wohnung hat doch zur Hälfte meiner Frau schon längst gehört und da es auf unser Gemeinschaftskonto ging, eigentlich auch schon zur Hälfte mir.

Ich bin etwas ratlos. Weil ich nicht weiß, was die Schwester genau mit dem Schuldschein vor hat. Was passiert denn, wenn die Mutter stirbt, mit dem Schuldschein? Kann dann sogar die Schwester von uns die Summe einfordern, da der Schuldschein in die Erbmasse mit reingeht? Aktuell fehlt zwar die Unterschrift der Mutter drauf, aber wer weiß, ob sie der Mutter das nicht noch mal so zum unterschreiben unterschiebt. Unser Verhältnis ist leider nicht das beste.

Würdet ihr so was fingiertes unterschreiben? Welche Nachteile können meiner Frau und mir damit noch entstehen?

Erbe
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Erbanteil und meine Rechte, was steht mir tatsächlich zu?

Meine Mama ist vor 2 Tagen gestorben... sie ist seit 32 Jahren verheiratet gewesen. Ihr Mann ist nicht mein leiblicher Vater... aber sie haben noch 3 leibliche gemeinsame Kinder.... eins der Kinder sagte, kurz nach den Tod meiner Mutter wenn ich meine Hand aufhalte... dann brauche ich mich nicht mehr mich sehen lassen in unseren Elternhaus. Sie sagte knallhart, es soll alles ins selbstgenutze Haus fließen (der gesamte Nachlass meiner Mutter, also Bankkonto ect), wo mein Stiefvater und meine eine Halbschwester mit ihren Kind und Freund wohnt.

Problematisch: Der Stiefvater hat alle Vollmachten für Bankkonto und Co. von meiner Mutter, aber wird von meiner Halbschwester, sowie Halbbruder klein gehalten und hat "nichts" zu melden, so das Sie es sich nach Ihren Plan alles zurecht schmieden können.

Frage : Was sind in diesen Fall überhaupt meine Rechte, bzw. habe ich überhaupt Anspruch auf das Erbe jetzt schon von meiner leiblichen Mutter und wieviel steht mir anteilig überhaupt zu (3 Halbgeschwister und ich) ?

Und was würde passieren wenn ich bis nach den Tod meines Stiefvaters warten würde "erbtechnisch" und mit den Habe meiner Mutter ?

Hinweis: Es wurde auch gesagt, dass das Haus demnächst auf meine eine Halbschwester überschrieben werden soll, welche jetzt schon mit Ihren Kind und Freund drin wohnt ?

Ob meine Mutter ein Testament hinterlegt hat irgendwo weiß ich nicht, bzw. wird mir darüber keine Auskunft seitens der Familie erteilt, weil ich aus allen völlig raus gehalten werde seitens meiner Halbschwester.

Ich habe auch keine Kenntnis wieviel Geld tatsächlich da ist seitens meiner Mutter, ich weiß nur das zu Lebzeiten immer schon ein gewisser Teil an meine Halbgeschwister gegangen war, meine Mutter hielt mich bei jeglicher finanzieller Unterstützung raus.

Erbe, Pflichtteil
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Mutter hat Bruder Immobilie überschrieben trotz laufender Darlehen?

Die verwitwete Mutter hat 2008 einem Sohn die Immobilie ohne jegliche Gegenleistung überschrieben, in der er seit einigen Jahren zur Miete wohnt.

Es erfolgte nur ein mündliches Versprechen die Schulden zu übernehmen. Die übrigen 3 Geschwister wurden über die Schenkung nicht unterichtet.

Für den Bau dieser Immbolie 2003 wurden von den Eltern Darlehen aufgenommen, welche noch nicht einmal zu einem Viertel bezahlt sind. Außerdem sind auf der neuer Immobilie und auf dem Elternhaus aus den 70ern, welches in der Nachbarschaft von der Mutter bewohnt wird, zur Finanzierung des Baus Grundschulden eingetragen. 2 der Geschwister stehen selbstschuldnerisch für die Absicherung des Immobilienbaus als Bürgen ein.

Der beschenkte Bruder zahlte vormals eine geringe Miete, welche der Mutter zur Deckung der Darlehensraten nicht reichte. Er versprach zur Schenkung die Darlehen und Grundschulden zu übernehmen, was er aber nie anstrebte. Er überwies lediglich die inzwischen nochmal gesenkten Raten. Schuldnerin blieb die Mutter. Durch einen Zufall wurden die anderen Geschwister auf diese Schenkung aufmerksam und drängten nun auf eine Darlehensübernahme durch den Bruder. Die Bausparkasse hat dieses abgelehnt. Auch der Übertragung der Grundschulden vom Elternhaus auf die neue Immobilie wurde von der BSK nicht zugestimmt.

Der Bruder lehnt eine Rückübertragung ab. Die Mutter ist hin und her gerissen, weil sie sich vermeindlich in einer Abhängkeit durch die nachbarschaftliche Wohnsituation mit dem beschenkten Sohn befindet.

Was können die Geschwister (Bürgen) unternehmen um die Mutter zu entlasten und für den Erbfall eine gerechte Lösung zu finden.

Darlehen, Erbe, Immobilien
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Erbe - Hoher Geldbetrag da was sollen wir der Bank sagen (Kinder benötigen Hilfe)?

Hallo Community,

ICH BRAUCHE DRINGEND EURE HILFE. Leider ist meine Mutter letzten Monat an Krebs verstorben.

Nun stehen wir vor einem Problem. Vor Ihrem Tod hat sie uns im Krankenhaus gesagt wo sie noch Geld im Haus versteckt hat. Wie manche Mütter halt sind, bewahren Sie Geld im Haus auf. Falls es mal Eng wird oder etwas schlimmes passiert. Meine Mutter hat in Ihrer Wohnung 49.000€ aufbewahrt. Dieses Geld sagte Sie habe Sie nebenbei angespart für uns und das seit Ihrem 19ten Lebensjahr! Es ist kein Schwarzgeld oder sonst was illegales.

Nun haben ich, mein Bruder (beide Azubis, volljährig) und meine Schwester erfahren das man z.B Ärger mit dem Finanzamt bekommen könnte wenn man z.B zur Sparkasse geht und 15.000€ einzahlt. Alles drunter soll keine Problem bereiten oder Frage aufwerfen. Warum sage ich das? Weil wir als Ihre Kinder einfach nicht wissen ob uns die Bank Ärger macht. Wir haben natürlich auch eine Sterbeurkunde und Sorgerechtspapiere, sowie Geburtsurkunden. Nur wollen wir nicht riskieren, das uns all das hart erarbeitete Geld Probleme bereitetet.

DAHER FRAGEN WIR HIER WAS WIR DEN TUN KÖNNEN UND WIE WIR VORGEHEN SOLLTEN :/ ? Wir denke darüber nach jeweils 13.000€ einzuzahlen. Aber dann beleiben ja noch 23.000€ und was dann :/ Meine minderjährige Schwester benötigt keinen 5 stelligen Betrag. Wir geben Ihr das Geld wenn Sie älter geworden ist.

Wäre es denn nicht möglich das ich mit der Sterbeurkunde zu meiner Bank gehe und Ihnen sage das meine Mutter 49.000€ hinterlassen hat?

Meine Mutter hat in dem einen Jahr wo Sie mit Krebs kämpfte keine Zeit, Dinge wie Testament und Erbe zu planen. Die Chemotherapie, Bestrahlung und all die Arzttermine haben Ihr alle Kraft geraubt.

ICH HOFFE AUF VERSTÄNDNIS UND HILFE DANKE!

Geld, Bank, Erbe, erbrecht, Erbschaft, Finanzamt, kinder, Tod, Strafe
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Nachlassregelung mit Vollmacht, wie genau Vorgehen?

Ich habe eine Vollmacht für meinen Pflegevater (bin dort als Pflegekind aufgewachsen) übernommen, nachdem sein ältester Sohn plötzlich verstorben ist und die Schwiegertochter überfordert ist. Er hat noch einen zweiten Sohn welcher seit 20 Jahren keinerlei Kontakt pflegt bzw. jegliche Kommunikation verweigert.

Nun liegt er auf der Palliativstation und naturgemäß wird es damit in absehbarer Zeit den Nachlass zu regeln geben.

Wie ist bei der Nachlassregelung nun vorzugehen (u.a. Tagesgeldkonto mit 50.000 €)?

Der verbliebene Sohn wird Alleinerbe sein, es gibt es entsprechendes älteres und notariell beglaubigtes Testament, welches beim Tod der Ehefrau vor wenigen Monaten vom Nachlassgericht gesendet wurde. Wie oft in solchen Fällen, werden die wo sich wirklich um alles kümmern und da sind wenn Not ist, nicht bedacht (Sorry, musste raus).

Was sind nun meine Aufgaben als Inhaber der Vollmacht (auch bestehende Vollmacht bei der Bank für die Konten) wenn der Todefall eintritt?

Muss ich den verbliebenen Sohn dann zwecks Abwicklung des Erbes (z.B. Abfrage Kontodaten zwecks Überweisung Nachlass aus Tagesgeld) kontaktieren? Oder ist das seine Aufgabe als Erbe? Oder übernimmt das die Bank?

Ich habe etliche Auslagen in den letzten Monaten für meinen Pflegevater gehabt (Benzinkosten, Fahrten Krankenhaus und Ärzte, Geld für Medikamente ausgelegt etc.). Kann ich das irgendwie geltend machen?

Einfach von seinem Konto abheben wird wohl eher verdächtig aussehen.

Erbe, erbrecht, Nachlass, pflege, Testament, Vollmacht
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Lebenspartner verstorben, muss ich Bevollmächtigten der Erbin ins Haus lassen und wie läuft es ab?

Vor 7 Wochen ist mein Lebenspartner plötzlich verstorben, ich trauere sehr, nun kommen noch belastende Dinge dazu. Wir haben seit 3,5 Jahren zu zweit zusammen gewohnt, in meinem Familienhaus und hatten nie Probleme mit Besitz, da wir gerne geteilt haben und andere Prioritäten hatten.

Er hatte einen Mietvertrag für 1 Kellerraum + das Erdgeschoss, das wir aber gemeinsam genutzt haben, wie das ganze Haus. Es ist keine abgetrennte Wohneinheit. Fast alle Einrichtungsgegenstände und Sachen auch im EG gehören mir, er hatte wenig Eigentum und ich habe ihn gelegentlich finanziell unterstützt. Mündlich hatte er mir zugesagt, vorgestreckte 2300 EUR irgendwann zurückzuzahlen.

Leider will die Mutter, die Alleinerbin ist und weiter entfernt wohnt, mir einen bevollmächtigten Bekannten aus ihrer Nachbarschaft ins Erdgeschoss schicken, um nach Werten zu schauen. Ich will nichts einfordern, aber unsere Privatsphäre schützen und mich nicht abzocken lassen. Ich frage mich, ob ich nun nachweisen muss, dass Inventar und Sachen im EG (oder im ganzen Haus?) mir gehören (zB. komplette Küche, Bücherwandregal, Wohnzimmer) und ob ich dem Bevollmächtigten Zugang gewähren muss, wie er verlangt. (und wenn, dann nur im EG?)

Mir geht es auch um unsere Privatsphäre. Wie sieht es aus mit dem digitalen Nachlass? Muss ich einem Fremden den Computer meines Partners mit Privatdaten von uns übergeben? Kann ich etwas, das mein Partner mir geschenkt hat, behalten - muss ich einen Nachweis/Zeugen dafür vorweisen?

Die Nebenkosten des Hauses habe ich regelmäßig allein gezahlt, obwohl im Mietvertrag steht, dass er seinen Anteil an die Versorgungsbetriebe zahlen muss. Die Miete ist von seinem Konto nun noch überwiesen worden wegen Dauerauftrag, steht sie mir im Folgemonat des Todes noch zu?

Muss ich das Bargeld aus seiner Geldbörse aushändigen oder kann ich es für in der Vergangenheit entstandene Nebenkosten abrechnen? Da es von der Mutter stammt, muss ich es ihr wahrscheinlich zukommen lassen? Ich hatte es ihr mündlich angeboten, aber sie hat mir keine Kontodaten geschickt, sondern schickt lieber diesen Herrn. Sie will zu mir keinen Kontakt, obwohl vor dem Erbe ein normal nettes Verhältnis zwischen uns war. Sie kritisiert, dass ich den Bevollmächtigten nicht gleich und noch nicht ins Haus gelassen habe, obwohl sie ihn vor dem Tod ihres Sohnes gar nicht kannte. Ich hatte ihr Auskunft über vorhandene Sachen bereits angeboten. Sie hatte das Angebot abgelehnt und wollte auch den Computer meines Partners auf meine Nachfrage hin gar nicht haben.

Jetzt wurde ich schriftlich aufgefordert, einen Termin mit dem Bevollmächtigten zu machen.

Danke für jegliche Tipps.

Erbe, erbrecht
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Frage zur Überlassung mit Landwirtschaft?

Mein Vater hat vor seine Gebäude und den landwirschaftlichen Betrieb zu übergeben.

Wir sind drei Kinder alle Jungs zwischen 33 bis 50.

Jeder von hat in verschiedenen Zeitabständen einen Bauplatz bekommen. In diesen Überlassungsschreiben stand jeweils das man auf seinen Pflichtanteil vom Vater verzichtet.

Soweit so gut. Jetzt soll das Privathaus und der direkt angebaute landwirtschaftliche Betrieb mit ca. 10 Ha dran kommen.

Da wir alle drei ausgezogen sind und alle Arbeitnehmer sind hat keiner Interesse den Betrieb weiter zu führen.

Mein Vater meint zu uns, da er es den ältersten Sohn am ehrsten zutraut den ganzen Betrieb weiter zu führen, ihn zu pflegen und später um das Grab zu kümmern soll er alles bekommen. Da er zwecks Steuer den landwirtschaftlichen Betrieb nur einen geben kann.

Soweit könnte er die einfach tun da wir ja auf unseren Pflichtteil verzichtet haben.

Aber im laufe der Zeit ist ein Feld von meiner Mutter dazu gekommen.

Nun ist er zu uns gekommen mit einen Überlassungsschreiben wo das Feld unserer Mutter mitüberschrieben (natürlich mit Einverständnis meiner Mutter) werden solle und wir alle auf den Pflichtanteil von der Mutter verzichten sollen.

Mein Mutter hat noch einen Bauplatz und ca. 50000 Euro auf der Bank.

Meine Fragen dazu?

Ist es von steuerlichen Vorteil wenn man die landwirtschaftlichen Betrieb nur einen Übergibt?

Gibt es noch andere Lösungen?

Sollte ein finanzieller Ausgleich verlangt werden?

Ist sowas wegen einen landwirtschaftlichen Betrieb üblich?

Mein Vater hat gemeint, er könne auch das ganze ohne unsere Unterschrift machen.

Könnte er das oder müsste er nicht das Feld von der Mutter nicht rausnehmen?

Wenn er das Feld mit in der Überlassung übergeben kann wie ist es dann später bei einen Pflichtteilanspruch?

Fällt dadurch weg?

Gibt es dazu eine Frist?

Das war jetzt wenig viel, ich hoffe es kann mir jemand helfen.

Danke schonmal im voraus.

Erbe, Landwirtschaft
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Mit Grundsicherung Haus vermieten?

Hallo zusammen :)

Ich, 33, beziehe Grundsicherung und könnte jetzt von meiner Oma ein Haus alleine erben. Mein Vater und mein kleiner Bruder wohnen in dem Haus. Mein Bruder würde auf seinen Erbteil verzichten, wenn ich ihm dafür zusichere, dass er lebenslanges Wohnrecht bekommt und ich mit den Mieteinnahmen, welche ich von ihm und unserem Vater erhalten würde, das Haus fertig baue und saniere. Es ist derzeit eine ziemlich große Baustelle (kein Fußboden drin, Heizung geht nicht, Wände müssen verputzt werden, Garten muss gemacht werden etc.)

Das Problem ist, das Amt würde meiner Kenntnis nach aber die Miete als Einkommen anrechnen auf meine Grundsicherung. Und weil ich nicht in dem Haus wohne, müsste ich dies so oder so verkaufen, oder? (Ich will nicht dort einziehen wegen Schwierigkeiten mit meinem Vater)

Die Frage, die sich mir stellt ist: Gibt es eine Möglichkeit, dass ich die Mieteinnahmen z.B. durch einen Vertrag mit meinem Bruder so regeln kann, dass das Amt mir dies nicht als Einkommen anrechnen kann und dass ich das Haus auch nicht verkaufen muss? Weil ich durch den Erbverzicht meines Bruders dann z.B. vertraglich daran gebunden wäre bezüglich Miete und nicht verkaufen dürfen.

Ich hoffe, ich konnte dies halbwegs verständlich erklären. Ich weiß echt nicht weiter :(

Vielen Dank im Vorraus!

Lieben Gruß

Jessy

Einkommensanrechnung, Erbe, Grundsicherung, Haus, Immobilien, Mietvertrag, Vermietung.
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Pflichtteil unterschlagen?

In einer Familie mit drei Kindern haben die Eltern ein gemeinsames Testament gemacht, sich zu Alleinerben erklärt und das Nacherbe so geregelt, dass zwei Kinder nach Ableben des Längerlebenden etwas weniger als der Pflichtteil bekommen. Der Dritte den Rest. Der länger Lebende kann das Testament aber ändern.

Vater stirbt. Nach Absprache mit dem Steuerberater der Mutter und der Mutter hat einer der beiden Minimalerben den Pflichtteil (also 1/12; sie lebten in Gütergemeinschaft) eingefordert und bekommen. Weil der Erbteil der anderen aus etwas Geld und einigen Wohnungen bestand, von deren Miete die Mutter leben wollte - in Wirklichkeit auch aus Nettigkeit - hat sie es nicht gemacht.

Acht Jahre später trifft man sich beim Notar, weil die Mutter nicht nochmals ein Pflichtteilthema haben möchte. Es wird eine Summe vereinbart und die beiden Minimalerben sollten auf ihren Pflichtteil verzichten. Weil in der Pflichtteilsvereinbarung die Wohnungen nicht enthalten sind, gibt es beim Notar eine Diskussion darüber, wie das denn sein kann. Die Mutter erklärt, dass die Wohnungen (Vaterteil der Tochter, die keinen Pflichtteil einforderte) ja erst bei Ihrem Ableben an die Tochter gehen sollen natürlich ihr zustehen! Mit dieser vor den drei Kindern und dem Notar getroffenen Aussage, die natürlich auch alle, die nicht lügen wollen bezeugen können (sicher die Erben), unterschreibt die Tochter den Pflichtteilsverzicht.

Zwei Jahre später überschreibt die Oma die Wohnungen an ein paar Enkel. Nebenbei bei dem Notar, der auch den Pflichtteilsverzicht beurkundete. Weil das Ganze noch sehr frisch ist, kann es sein, dass sie auch nur ihr Testament geändert hat. Die, die dabei waren, sagen entweder nichts (Enkel) oder wissen es nicht so genau (Oma).

Darf ein Notar mit einer Klientin insofern gemeinsame Sache machen, als dass er bei einem Pflichtteilsverzicht gut 3/4 des Erbes "vergisst", die Mutter reden lässt und nicht auf die Rechtsfolgen hinweist?

Gibt es ein Gesetz oder eine andere Handhabe, durch das die sich beim Pflichtteilsverzicht um ihren Pflichtteil betrogen fühlende Erbin gegen die Mutter, vielleicht auch den Notar vorgehen kann?

Es geht mir nicht darum, dass jeder mit seinem Erbe machen kann, was er will (irgendwie war das ja auch beim gemeinsamen Erbe vorgesehen) oder ob Pflichtteile gerecht sind. Es geht mir nur darum, ob bei einem Vertrag, der Schriftform erfordert, beim Notar gelogen und betrogen werden kann und der Betrogene keine Chance hat, sich zu wehren.

Erbe, erbrecht, notar, Pflichtteil
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