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Verlustverrechnung des bescheinigten Verlustvortrags mit den Einkünften aus Kapitalvermögen?

Ist er richtig, dass im Zuge der EkSt-Veranlagung bei der Verrechnung der Einkünfte aus Kapitalvermögen zuerst die Verlustverrechnung erfolgt, bevor der Sparer Pauschbetrag abgezogen wird?

Erfolgt die Verrechnung durch die Bank, werden die positiven Einkünfte aus Kapitalvermögen zuerst gegen den Verlustverrechnungstopf verrechnet und nachrangig der freigestellte Sparer Pauschbetrag verbraucht.

Durch diese Verrechnungsreihenfolge wird der Sparer Pauschbetrag geschont und kann im Zuge der EkSt-Veranlagung zur Verrechnung mit anderen Kapitaleinkünften verwendet werden. Das erscheint zweckmäßig, ist es aber leider nur bedingt!

Bei der Verrechnung der Einkünfte aus Kapitalvermögen im Zuge der EkSt-Veranlagung verhindert genau diese Verrechnungsreihenfolge, die volle Ausschöpfung des Sparer Pauschbetrags.

Beispiel 1:

Höhe der Kapitalerträge (Zeile 7): 1200,- Euro

Höhe des nicht ausgeglichenen Verlustes ohne

Verluste aus der Veräußerung von Aktien (Zeile 10): 900,- Euro

In Anspruch genommener Sparer-Pauschbetrages (Zeile 12): 801,- Euro

Berechnung der Einkünfte, die nach § 32d Abs. 1 EStG besteuert werden

Kapitalerträge: 1200,- Euro

Verrechnung laufender Verluste aus Kapitalvermögen (ohne

Verluste aus der Veräußerung von Aktien) -900,- Euro

noch nicht ausgeschöpfter Sparer-Pauschbetrag -301,- Euro

Ergebnis:

Der bescheinigten Vorjahresverluste werden vollständig ausgezehrt.

Der Sparer-Pauschbetrag wird nicht voll ausgeschöpft!

Steuererklärung, Anlage KAP, Verlustverrechnung
3 Antworten
Haftung als Betreuerin für Verluste aus Aktien?

Vielleicht hat ja privatier59 Lust, zu antworten :)

Also, ich habe eine Betreuung übernommen, wo 150.000,-€ in deka-fonds angelegt sind. Das ist nicht mündelsicher, wurde aber vom Gericht genehmigt.

Soweit ich das ersehen kann, wäre ich im Falle eines Verlustes trotzdem haftbar zu machen, und meine Versicherung würde das garantiert nicht tragen.

Für den Rechtspfleger ist alles in Ordnung, wenn die bisherige Performance stimmt (über die ich mich erst noch in der Fachabteilung erkundigen muss) - zur Haftung weiss er auch nicht, eine Auflösung sei aber wohl unwirtschaftlich.

Ja sicher, aber er haftet ja auch nicht.

Bisher hab ich aus Gründen meiner eigenen Sicherheit immer sämtliche Aktienfonds aufgelöst und in nahezu zinsfreie, aber mündelsicher Anlagen umgewandelt. Für die paar Kröten an Vergütung nehme ich ja sicher kein Haftungsrisiko auf mich. Ich habe auch keine Ahnung von Aktien, muss ich auch nicht.

Tja, warum Frage ich überhaupt?

1. Evtl. ist das Risiko eines Totalverlustes doch eher gering (über längere Zeiträume), es bleibt trotzdem mein Risiko.

Zweitens werde ich mir von der Klientin sowie dem vorherigen Betreuer, der diese Anlage veranlasst hat, einen Haftungsausschluss unterschreiben lassen und

3. könnte ich noch beim Gericht die (unwirtschaftliche) Umwandlung des Guthabens in ein mündelsicheres Tagesgeldkonto ablehnen lassen, also beantragen.

Sorry, ich bin z.Zt. nicht in spezialisierten Betreuerforen angemeldet.

Für Rückmeldungen wäre ich natürlich trotzdem sehr dankbar. Insbesondere, da ich mich mit Aktien überhaupt nicht auskenne.

Aktienfonds, Risiko
3 Antworten