Geschwister wollen im Haus der Eltern wohnen?

Beide Partner sind voll berufstätig und haben mit der Schwangerschaft auf den Einzug ins Elternhaus zugunsten des Bruders und aus Rücksicht abgelehnt und sind daraufhin in eine 1600€ teure whg gezogen. 3 Jahre später kam ein weiteres Kind und die Familie sucht seither nach Wohnalternativen. Die aktuelle Wohnung hat nur 3 Zimmer, sie frisst ein komplettes einkommen, beide Kinder leiden unter starken Atembeschwerden da durch die Lage der Wohnung an der Autobahn. Die Familie möchte dringend umziehen, im Umkreis einer Stadt wie München ist nichts zu finden was bezahlbar und halbwegs gut erreichbar ist. 3 Jahre später sind die Mieten so rasant gestiegen das ein Umzug in eine minimal größere 4.Raumwohnung gut 1000€ mehr kosten würde. Umland ist nicht viel besser.

Nun besitzt die Familie des Mannes 1 Haus mit ca 9 Zimmern und zwei unbebauten BauGrundstücken neben dran. Die Familie möchte gerne näher bei den Großeltern wohnen und überlegte zu bauen. Jedoch hat der Bruder des Mannes verlangt/verfügt das er mit dessen Frau auf keinen Fall auch nur in derselben Nachbarschaft wohnen möchte und dem Mann keinerlei Recht zustände im Haus (oder neben dran)mit seiner Familie zu wohnen. Der Bruder des Mannes lebt seit jeher im Elternhaus zu einer obligatorischen Miete, arbeitet nicht (hatte nie im Leben ne 40h Woche) und hat weder Familie noch Partnerin. Ab und zu hilft er obligatorisch im Haus mit (Rasenmähern, kleine Reparaturen).

Die Eltern des Mannes sagen dazu nur, das die beiden sich irgendwie einigen sollen und machen nichts. Vielmehr wurde vorsichtig der Bruder gefragt ob die Familie denn 3 Häuser weiter wohnen dürfte (In einem Haus das sie sich alleine nicht leisten können). Wie man sich anhand der Geschichte denken kann, endete der Versuch das zu “klären” in einem eskalierenden Streit. Dieser hält es bis heute für durchaus gerecht das der Mann ja jederzeit alleine im Elternhaus in seinem alten Zimmer wohnen dürfte, ohne Kinder und Frau. Sollte sich jemals etwas an der aktuellen Situation im Haus ändern würde er sich schließlich umbringen. Womit natürlich jede objektive Diskussion im Keim erstickt wird.

Die Familie ist natürlich zunehmend verzweifelt, da sie nicht wissen wie mit der Situation umzugehen ist. Die Wohnsituation muss sich ändern, aber in München Umkreis ist das kaum zu schaffen. Jetzt erwägen sie die gesamte Region vielleicht sogar das land zu verlassen, weil die Lebenskosten hier verrückt geworden sind und keine Unterstützung von der Familie kommt.

Mich würde einfach mal interessieren, was rechtlich in so einer Situation möglich wäre, es wäre ja eigentlich genug für alle da. Meine These wäre die Familie des Mannes hat Angst das dessen Frau sich irgendwie daran bereichert und deswegen keiner was dagegen sagt oder tut.

Bei solchen Stories bin ich ja echt froh das meine Familie alles schon lange vorher geklärt hat. Haus wird irgendwann verkauft, beide kriegen ihren Teil, alle glücklich <3

Erbe, Immobilien
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Ein seit 50 Jahren bewohntes Haus wurde bisher über eine Privatstraße erreicht und hat kein durchgängig eingetragenes Wegerecht dadurch Probleme bei Verkauf?

Ein seit 50 Jahren von bewohntes Haus und 4 weitere Anlieger werden über eine Privatstraße erreicht. Die Privatstraße hat drei Flurnummern. Nun stellte sich bei einem Verkauf heraus dass in den 1970 Jahren für 4 Anlieger die Wegerechte erweitert wurden aber versehentlich nicht bei unserem. Zu der Zeit hatten die beiden betroffenen FlurNr. den gleichen Besitzer !!! FlurNr 5 und FlurNr. 300

Ich würde jeden der zur Klärung des Sachverhaltes beitragen kann bitten sich unbedingt zu melden bzw. was die weitere Vorgehensweise sein muss um das Wegerecht zu erlangen, auch auf rechtlichem Wege da dieses Recht unverzichtbar ist.

....unten aufgeführt ist die Recherche und der Sachverhalt aufgeführt:

Dienende FlurNr. 100, 200 300 Die Herrschenden FlurNr. sind 1, 2, 3, 4, 5

Notar A und B

Aus der Urkunde des Notars A, 1982 ist zu entnehmen, dass man sich bei erstmaliger Einräumung des Wegerechts über die genaue Lage der Erschließungsstraße geirrt hat. Man war ursprünglich davon ausgegangen, dass die Straße allein auf den Flurstücken 100 und 200 verlaufe, während sich nunmehr herausstellte, dass sie zum Teil auch über das Flurstück 300 verläuft. Irrtümlich dachte man, diese Fläche des Flurstücks 300 sei Bestandteil des Flurstücks 200.

Nachdem dieser Fehler gefunden wurde, wurde mit der vorgenannten Urkunde die ursprüngliche Grunddienstbarkeit des Notars A ergänzt und das Wegerecht auf das Flurstück 300 erweitert. Diese Erweiterung erfolgte aber nur zugunsten der FlurNr 1 -4, zu deren Gunsten Dienstbarkeiten am Flurstück 200 mit der früheren Urkunde des Notars A bestellt worden waren.

Da die Dienstbarkeit am Flurstück 200 zugunsten FlurNr. 5 aber bereits 1 Jahr früher beim Notar B bestellt worden war, unterblieb leider eine Erstreckung des Wegerechts zugunsten der FluNr. 5 auf das Flurstück 300.

Folglich ist die Zuwegung zur FlurNr. 5 entgegen der Erklärung des Verkäufers im Kaufvertrag derzeit nicht gänzlich grundbuchlich abgesichert...........

........ Es ist ja offensichtlich dass das fehlende Geh- und Fahrrecht vorhanden war und nur durch formale Unzulänglichkeiten nicht eingetragen wurde. Ich denke dass ein möglicher Widerspruch gegen die Richtigkeit des Grundbuches und Wiedereintragung bzw. Anpassung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt Erfolg haben könnte. Wie sieht Ihr das?

Haus, Immobilien
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Ab 5.000 Euro gemeinschaftlich in Immobilien investieren?

Vielen Dank, dass Du Dir die Mühe machst meine Frage zu lesen. Bei Google bin ich mit der Suche nach einer Antwort nicht mehr weiter gekommen, weshalb ich nun hier meine Frage stelle. Kannst Du mir mit Deinem Wissen helfen?

Ich möchte in Erfahrung bringen, welche sinnvollen Wege es gibt um mit Partnern gemeinschaftlich in Immobilien zu investieren. In unserem Beispiel soll eine Wohnung inkl. Erwerbsnebenkosten für 500.000 Euro von 100 Partnern zu jeweils 5.000 Euro gekauft werden.

Folgendes habe ich bereits bei meiner Recherche gefunden:

  1. BGB-Gesellschaft. Fällt leider aus, weil mit 100 Partnern eine notarielle Beurkundung schlicht zu aufwendig und zu schwierig ist.
  2. Nachrangdarlehen über Exporo oder Bergfürst. Fällt leider auch aus, weil diese Wohnung wirklich gekauft werden soll. Das Risiko eines Komplettausfalls erachte ich als zu hoch.
  3. Gründung einer KG, in der die Anleger zu Gesellschaftern werden. Über diese KG-Gesellschaft wird die Wohnung gekauft. Die Kapitalerträge werden an die Gesellschafter ausbezahlt.

Zur dritten Möglichkeit habe ich ausführlicher recherchiert und es scheint die praktikabelste Möglichkeit zu sein. Die rechtlichen Hürden scheinen sehr hoch zu sein, oder liege ich hier falsch? Gilt dieses Konstrukt schon als Immobilienfonds nach dem Kapitalanlagegesetz? Oder ließe sich das in der Praxis als Unternehmensbeteiligung umsetzen?

Vorab vielen Dank für Deine Mühe. Ich bin auf Deine Antwort gespannt.

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Berechnung der Grunderwerbssteuer bei Hauskauf von Erbengemeinschaft?

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zur Grunderwerbssteuer aus der ich nicht schlau werde. Bis jetzt habe ich im Internet auch keinen Hinweis gefunden. Die Situation sieht wie folgt aus: Eine Erbengemeinschaft bestehend aus drei Geschwistern (A,B,C) erbt von den Großeltern ein Haus inklusive Grundstück. Das Kind (Y) von Person A und ihr Lebensgefährte (X) (nicht verheiratet) wollen das Haus für die Summe X kaufen. Wie errechnet sich in diesem Fall die Grunderwerbssteuer? Wird die Kaufsumme X durch die beiden Käufer geteilt, sodass jeder eine Summe von X/2 hat. Da X mit Y nicht verheiratet ist müsste dieser nach meinem Verständnis auf die Summe X/2 Grunderwerbssteuer zahlen. Person Y ist mit Person A in direkter Linie verwand (Eltern-Kind Beziehung) und hat somit einen Freibetrag von 400.000€. Mit den Personen B und C besteht kein direktes Verwandtschaftsverhältnis (Onkel/Tante – Neffe Beziehung), sodass pro Person nur ein Freibetrag von 20.000€ gilt. Die Summe X/2 von Person Y muss nach meinem Verständnis nun durch 3 geteilt werden, da jeder Person der Erbengemeinschaft 1/3 der Gesamtanteile zusteht. Damit würde Person Y von den Personen A, B und C offiziell einen Anteil von X/2/3 erwerben. Der Freibetrag in der direkten Verwandtschaft ist in der Regel hoch genug, sodass keine Grunderwerbssteuer auf diesen Teil gezahlt werden muss. Ist X/2/3 größer als der Freibetrag von 20000€ muss die Differenz versteuert werden. Ist das so richtig? Gibt es dazu passende Gesetzestexte? Gibt es hier irgendeine sinnvolle Lösung „Steuern zu sparen“?

MFG

Erbengemeinschaft, Grunderwerbssteuer, Hauskauf, Immobilien
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