Ausbilderpflicht verletzt? Kann ich den Betrieb wechseln?

Hallo,

Ich mache seit 7 Monaten eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Am Anfang habe ich mich im Betrieb wohl gefühlt, da es eher eine kleinere Firma ist.

Das Problem hat sich erst vor kurzem ergeben. Von Anfang an gab es dort keinen Ausbilder, weil alle ehemaligen Mitarbeiter aufgehört haben (aus verschiedenen Gründen). Es gab nur meinen Vorgesetzten und mich. Er meinte, er sei mein Ausbilder, was ich nicht schlimm fand, jedoch ist er immer mit anderen Dingen beschäftigt und nur selten ansprechbar, wenn ich eine Frage habe. Meine anderen Ansprechpartner sind die ehemaligen Mitarbeiter, welche aber mittlerweile auch woanders arbeiten.

Zwei Monate später stellte er eine weitere Mitarbeiterin und eine Azubine ein. Ich musste die beiden einlernen, hatte jedoch gehofft, dass die Mitarbeiterin mir helfen kann, wenn der Vorgesetzte nicht ansprechbar ist. Jedoch kündigte sie letzten Monat und ich muss der neuen Azubine alles zeigen.

Vor kurzen wurde mir gesagt, dass zwei neue Auszubildende kommen werden und ich diese auch einlernen soll. Ich bin doch selbst erst im ersten Lehrjahr. Kann dann von mir verlangt werden, dass ich andere ausbilde?

Gerne würde ich den Betrieb wechseln. Ist es dazu schon zu spät? An wen muss ich mich wenden? Die Kammer oder eventuell sogar das Arbeitsamt?

Oder überreagiere ich einfach?

Ich bin dankbar für jede Antwort.

Lg,

Hanna

Arbeit, Ausbildung, Azubi, Pflicht
4 Antworten
Schulische Ausbildung (ohne Anspruch auf Bafög) finanzieren?

Hallo!

Ich habe, wegen einem abgeschlossenem Studium keinen Anspruch auf Bafög mehr, möchte aber eine schulische Ausbildung (ohne Gehalt) anfangen.

Dafür muss ich allerdings in eine WG ziehen. Einen Nebenjob würde ich mir auf jeden Fall suchen, denke auch, dass das aufgrund von Wochenende und Ferien zeitlich gut machbar wäre.

Trotzdem bleibt mir wahrscheinlich nicht genug Geld. Meine Ersparnisse reichen für die Schulgebühren der gesamten Ausbildungszeit; aber Miete, Lebensmittel, Auto/Öffentliche Verkehrsmittel, etc. kann ich damit nicht bezahlen.

Es gibt an der Schule ein "Wohnheim", in dem ich mit anderen Schülern wohnen könnte. Die Miete kostet allerdings ca. 400€.

Wie sehen meine Chancen auf Wohngeld aus? Geht das mit einem so geringen Einkommen durch einen Minijob (bis zu 450€)? Ich wohne ja dann in einer WG, weshalb, soweit ich das verstanden habe, auch das Einkommen meiner Mitbewohner berücksichtigt wird. Kann es da zu Problemen kommen? Wird das Vermögen der Mitbewohner auch berücksichtigt?

Weil wir ja dann als WG eigentlich in keinem Verhältnis zueinander stehen, und uns auch nicht gegenseitig finanziell unterstützen, ist mir das nicht so ganz klar, warum das überhaupt eine Rolle spielt...

Gibt es noch andere Zuschüsse, die ich beantragen könnte? Notfalls müsste ich wahrscheinlich einen Kredit aufnehmen. Ich habe auch etwas gelesen von "Bafög als zinsfreies Staatsdarlehen". Wenn darauf meine Chancen gut aussehen würden, wäre das sicher auch eine gute Möglichkeit...

An wen kann ich mich denn diesbezüglich wenden? Das Bafög-Amt? Oder eher Jobcenter?

Danke euch im Voraus, falls mir hier jemand helfen kann!

Studium, Arbeitslosengeld, Ausbildung, BAföG, Beruf, Finanzierung, Schule, Wohngeld, WG
2 Antworten
ungewissenheit über eine Ausbildung?

Guten Tag,

ich bin 20 und habe letzes Jahr im Juni mein Fachabi im Bereich gesundheit und Soziales abgeschlossen. Seit dem versuche ich erfolglos, eine Ausbildung zu finden. Es ist so schon schwer eine Ausbildung zu bekommen, durch der aktuellen Lage, wegen dem Covid 19, ist es noch schwieriger.

Jeder mit dem ich Gesprochen habe oder in einem Vorstellungsgespräch war, normaliesiert mein Problem, durch den Covid 19. Nach etlichen Bewerbungen, die ich über 12 Monate gesendet habe, hat sich in mir eine Frage gebildet.

Eigentlich bin ich zum entschluss gekommen, das ich eine Kauffrau für Büromanagement werden, da habe ich gemerkt durch mein Fachabi, das der Bereich Gesundheit nicht wirklich was für mich ist. mir wäre es Lieber in einem Büro zu arbeiten. ( Ich hatte und habe nie einen Traumberuf gehabt). Nach einem Gespräch mit meinem Vater, der meinte das ich es im Bereich Gesundheit versuchen soll, weil ich dort mein fachabi gemacht habe und ich dort eine größere Chance habe, angenommen zu werden.

Meine Fragen sind, ob es stimmt was mein Vater sagt und ob es einen Beruf gibt im Bereich Gesundheit wo man trotzdem im Büro arbeiten kann.

Ich habe durch die Pandemie schon ein Jahr nutzlos verloren, da ich nichtmal einen Nebenjob gefunden habe. ich habe mich sofort bei der Bundesagentur für Arbeit angemeldet, bei der Berufsberaterin und bei der Ihk, auf der Hoffnung schneller eine Ausbildung zu bekommen, duch die ganzen Stellenanzeigen was sie mir zusenden. Das war auch Erfolglos. Falls ich in zukunft weitere Vorstellungsgespräche habe, ich dann gefragt werde was ich nach dem Berufskolleg geamcht habe, was kann ich darauf Antworten? Kann ich wirklich wie mir empholen wurde, den grund auf den Covid 19 schieben? Habe natürlich dann Beweise, das ich mich wirklich bemüht habe eine Ausbildung zu finden. Vielen Dank

Arbeit, Arbeitsagentur, Ausbildung, Beruf
4 Antworten
Wie hilft Berufsgenossenschaft beim Ausbildungswechsel?

Auf dem Schulweg hat unser Sohn einen Roller Unfall gehabt. Dabei wurde per Röntgen ein Riss oben am Schulterblatt festgestellt. Nach 2 Wochen wurde er trotz Schmerzen gesund geschrieben. Es wurde als Arbeitsunfall gemeldet.

Da er weiterhin Schmerzen hatte, war er ca. 2 Monate später beim Durchgangsartzt der meinte es wäre da nichts und wollte diese Meldung auch an die Berufsgenossenschaft machen. Hat abgelehnt ihn krankn zu schreiben.

Da die Schmerzen nicht aufhörten ging er zum 3.Orthopäden der eine MRT Untersuchung veranlasst hat, aus der hervorgeht, das er das Schlüsselbein gebrochen hat. Den abschließenden Besprechungstermin bei diesem Orthopäden haben wir in nächsten Tagen.

Er macht sich Gedanken, auf Anraten von seinen Arbeitgeber einen anderen Beruf zu lernen, da seine Schulter nicht so belastbar wäre für die Ausübung vom jetzigen Ausbildungsberuf. Würde heißen, jetzt sich umorientieren zu müssen.

Wir haben Bedenken ob er kündigen darf? Wie zahlt er seine Miete? Auf welches Geld hätte er Anspruch? Würde er etwas von der Berufsgenossenschaft bekommen? Geld? Beratung zur Umschulung? Oder läuft es über Arbeitsamt, obwohl es Arbeitunfall war.

Wer koordiniert das Ganze? Wie sollten wir vorgehen? Wen sollten wir zuerst ansprechen? Wer muss benachrichtigt werden um später keinen Nachteil aus dem Wegeunfall zu haben?

Arbeitsunfall, Ausbildung, Berufsgenossenschaft
1 Antwort
Wie werde ich den Gutachter der RV los?

Vor einem Jahr habe ich eine 2-jährige BVB-Maßnahme abgeschlossen. Derzeit mache ich an einer Abendschule die Mittlere Reife, die ich nächstes Jahr in der Tasche haben werde. (Momentaner Schnitt: 2,0. Wunsch: 1,5.)

 Da ich noch Schülerin bin und mich auch voll und ganz aufs Lernen konzentrieren möchte, gehe ich nicht arbeiten sondern bekomme Geld vom Jobcenter. Mein Sachbearbeiter hat sich allerdings vor einiger Zeit an die Rentenversicherung gewandt, um meine Erwerbsfähigkeit festzustellen. Es liegt ihm ein Gutachten von meiner BVB vor. Darin sind folgende Einschränkungen aufgeführt: 

  1. Dauerhafte, derzeit integrationsrelevant ausgeprägte psychische Minderbelastbarkeit auf Grundlage der Persönlichkeitsstruktur. (Zum Zeitpunkt der BVB war ich schon 2 Jahre mit meiner ersten Liebe zusammen. Ich hab mich psychisch von ihm abhängig gemacht, entsprechend war auch meine Stimmung von ihm abhängig. Da es meistens nicht gut lief, hab ich mich auch entsprechend verhalten.)
  2. Hinweise auf eingeschränkte, geistige Leistungsfähigkeit, abklärungsbedürftig. (Das kann ich mir nicht erklären. Ich vermute, dass der Verdacht durch Punkt 1 zustande gekommen ist, sprich durch mein Verhalten. Außerdem bin ich sehr schüchtern und rede kaum mit fremden Menschen, auch wenn ich es muss, bin ich kurz angebunden. Ich kann den Leuten auch nicht in die Augen schauen beim sprechen.)
  3. Einschränkung des Sehvermögens mit fehlendem räumlichen Sehvermögen. (Ich hab grünen Star, kann aber mit Brille gut gucken, laufe nirgendwo gegen und hab auch keinen Tunnelblick. Ich bin damit in augenärztlicher Behandlung.)
  4. Minderbelastbarkeit der Hüftgelenke. (Ich gehe mit den Füßen nach innen, was optisch nicht gut aussieht, aber sonst macht mir das Gehen und Stehen keine Schmerzen oder anderweitige Probleme.)

 Abreitsfähig bin ich laut des Schreibens für weniger als 3 Stunden täglich, für über 6 Monate, aber nicht auf Dauer. Ich hatte im Dezember schon einen Termin beim Gutachter aber ich möchte da nicht hin. Deswegen hab ich Corona vorgeschoben und den Termin abgesagt in der Hoffnung, dass nach Aktenlage entschieden wird aber nein. Ich bekomme jetzt im Januar einen neuen Termin. 

Wäre Punkt 2 nicht, würde ich mich auch nicht ganz so schämen aber er ist aufgeführt. Ich fühle mich absolut nicht minderbemittelt und hinterfrage das ständig. Eigentlich bin ich nur schüchtern und komme entsprechend gehemmt rüber aber das scheint man anders zu interpretieren. Mein neuer Freund meint auch, ich soll mir nicht solche Gedanken machen. (Er hat übrigens studiert und wäre bestimmt nicht mit mir zusammen, wenn wir intellektuell nicht in etwa auf einer Höhe wären. Sowas würde auf Dauer ja frustrieren.)

 Wie kann ich den Gutachter umgehen, ohne hinzugehen? Ich brauche nur noch anderthalb Jahre Zeit, dann werde ich in Ausbildung gehen. Schülerbafög bekomme ich nicht, da ich den Abschluss an einer Volkshochschule mache und mit einem Halbtagsjob sehe ich meinen Wunschschnitt als gefährdet an.

FG Tamina (24)

Rentenversicherung, Ausbildung, Bildung, Erwerbsunfähigkeit, Gutachter, jobcenter, Recht, Schule
1 Antwort
Ausbildung Steuerfachangestellter - keine Hoffnung nach der Ausbildung, was tun?

Hallo,

der Fragetitel mag eventuell etwas irritierend sein, aber der beschreibt das wie ich mich fühle: hoffnungslos.

Ich möchte es unteranderem kurz halten und werde dementsprechend nicht alles aufschreiben.

Als ich mich als Steuerfachangestellter beworben hatte, hatte ich eine Zusage von der Kanzlei bekommen die ich auch präferiert habe. Da ich nur die mittlere Reife habe war meine Auswahl auch nicht sonderlich hoch. Während des Vorstellungsgespräches wurde auch gesagt, dass jeder Azubi einen Mentor bekommt. Spoiler: das war mal, die wurden mit meinem Jahrgang abgeschafft.

Des Weiteren ist bereits in 4 Monaten die schriftliche Abschlussprüfung (Ausbildung in 2 Jahren) und was kann ich alles in der Praxis? FiBu. Kleinere FiBus. Das ist das was ich in den 1 1/2 Jahren gemacht habe. Vor ca. 2 Monaten auch mal meinen Chef darauf angesprochen, dass ich noch keine Steuererklärungen, keinen Lohn und Jahresabschlüsse gemacht habe. Lohn sollen wir nicht mehr machen, uns soll nur noch das Programm gezeigt werden und sonst nichts. Spoiler: wurde mir immer noch nicht gezeigt.

Zwei Wochen nach dem Gespräch kam halt nichts und deshalb habe ich es einfach mal mit einer Email schreiben versucht, vielleicht ist das doch besser als mündlich. Weitere zwei Wochen später immer noch nichts. Dann kam eine Email wegen Mandatsbeendigungen und es waren auch Mandanten von mir mit dabei die ich buche. Wieder Email geschrieben, dass ich endlich mal Steuererklärungen machen muss, Jahresabschlüsse und ich neue FiBu mandate benötige, weil ich vorher sowieso schon nur 13 hatte und die in wenigen Stunden fertig waren.

Diesmal bekam ich tatsächlich mal EStE die ich bearbeitete, aber ja, Theorie und Praxis ist dann doch etwas unterschiedlich.

Nebenbei sitze ich im Empfang und bin an zwei Tagen zweite Telefon (Sekretariat) und an zwei anderen Tagen Berufsschule (Mittel- und Oberstufe) und nur an einem Tag habe ich Ruhe von Sekretariat und Telefon. Ich lerne nichts, ich lerne einfach nichts und einen Ansprechpartner habe ich auch nicht. Das ist aber noch nicht das was das Fass bei mir zum überlaufen bringt (ich bin leider viel zu geduldig).

Vor einer Woche wurde nun intern geschrieben, dass wir eine neue Mitarbeiterin bekommen und die soll einen Mentor(!!!) bekommen wegen der Einarbeitung etc.. Und vor paar Tagen auch noch einmal eine Mail, dass sich doch bitte mehr Leute daran beteiligen sollen.

Ich bin mega sauer, aber gleichzeitig macht mich das wieder depressiv. Einer neuen Mitarbeiterin wird sowas aufgefahren, aber einem Azubi nicht, da scheint es wohl egal zu sein. EIGENTLICH wollte ich mal BiBu oder FALG werden, aber so muss ich überhaupt froh sein, wenn mich mit den "Qualifikationen" überhaupt jemand nimmt.

Ich weiß einfach nicht was ich tun soll, ich habe schon depressive Schübe, nur wenn ich daran denke. So hoffnungslos.

Ausbildung
2 Antworten

Meistgelesene Fragen zum Thema Ausbildung