Versteuerung Ü-Stunden nach Ausscheiden aus der Firma?

Folgender Sachverhalt, vielleicht bekomm ich eine fundierte Antwort ohne Vermutung.

Bis 30.04.2020 arbeitete ich in Firma A, seitdem 01.05.2020 in Firma B. Das Angestelltenverhältnis wurde ordentlich durch mich gekündigt. Nach Ausscheiden aus Firma A, hatte ich noch ein kontingent an Ü-Stunden die ausbezahlt werden sollten. Jetzt hab ich in meiner Juli Abrechnung in Firma B auf einmal Steuerklasse 6 rückwirkend zum 01.06. bekommen. Folgendes ist passiert:

Firma A hat sich für den 01.06. als mein Hauptarbeitgeber angemeldet um meine Ü-Stunden abzurechnen und sich gleich wieder abzumelden. Dementsprechend ist Firma B natürlich beim FA auf den Nebenarbeitgeber gerutscht (normaler und korrekter Vorgang). Firma B hat sich bereits wieder als Hauptarbeitgeber rückwirkend zum 01.05. angemeldet wie es auch korrekt ist, es besteht ja sonst kein weiteres Angestelltenverhältnis. Jetzt hab ich von Firma A tatsächlich zwei Lohnsteuerbescheinigungen liegen, die reguläre vom 01.01. bis 30.04. mit meinem laufen Entgelt, sowie eine mit dem Zeitraum 01.06. - 01.06 mit dem Betrag der Ü-Stunden. Firma A behauptet alles korrekt gemacht zu haben, Firma B könnte sich ja im Mai und ab dem 02.06. als Hauptarbeitgeber anmelden. Das ist doch nicht korrekt?! Ich bin der Meinung, die Überstunden hätten auf die April-Abrechnung korrigiert werden, somit auch die Lohnsteuerbescheinigung für den Zeitraum 01.01.-01.04. um den Betrag welcher jetzt auf dieser dubiosen zweiten Lohnsteuerbescheinigung steht erhöht/korrigiert werden müssen. Ich habe ja ab dem 01.05. überhaupt kein Verhältnis mehr zur Firma A, somit kann sie sich ja auch nicht für einen Tag wieder als mein Hauptarbeitgeber anmelden. Jetzt stimmen ja auch ggf. die Sozialversicherungsmeldungen gegenüber der Rentenkasse etc. ja auch nicht mehr.

Rentenversicherung, lohnsteuerklasse, Steuerrecht, Rentenbeiträge
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Einzelunternehmen - Fahrkosten, Einlagen, Miete, AfA, Quittungen, Telefon korrekt buchen? Steuererklärung?

Guten Tag,

in meiner Buchhaltung sind mit einige Sachen aufgefallen, die Google mir nicht so richtig beantwortet.

Wir wohnen auf dem Land und der leider einzige Steuerberater in der Umgebung hat uns, trotz horrenden Kosten, schon einmal falsch beraten bzw. die zu kontrollierende Buchhaltung nur halbherzig überprüft, sodass wir später viele Fehler gefunden haben. Davon abgesehen, läuft die Selbstständigkeit seit Anfang des Jahres (Corona) auf Sparflamme und wird ggf. dieses Jahr vollständig beendet..

Als Hilfestellung bei der Buchhaltung nutze ich Lexoffice.

  • Fahrtkosten

Wir müssen ab und zu zur Post um Kundensendungen abzugeben.

Diese Fahrten nehmen wir mit dem im Privatbesitz befindlichen KFZ vor und rechnen pro gefahrenen km (Hin- und Rückfahrt) 30ct als Betriebsausgabe.

Wir führen ein kleines Fahrtenbuch, welches ausschließlich die betrieblichen Fahrten aufführt.

Gelegentlich fahren wir zu Mitbewerbern oder auf Messen, um uns „inspirieren“ zu lassen bzw. neue Produkte zu finden – dürfen diese Fahrten ebenfalls geltend gemacht werden? Wenn ja, welche Nachweise müssen dem Finanzamt vorliegen (z.B. kein Ticket, da Messeeintritt kostenfrei)?

  • Privateinlagen und Einkommen

Beispiel: 2018 wurden 20.000 EUR als Privateinlage auf dem Geschäftskonto eingezahlt. 2019 wurden 25.000 EUR als Einkommen ausgezahlt bzw. waren diese am Ende des Jahres als Gewinn übrig. Muss die im Jahr zuvor getätigte Privateinlage erst getilgt werden, dass es somit nur 5.000 EUR Einkommen sind oder muss der Gewinn explizit als Tilgung angegeben werden?

  • Miete/Strom

Wir arbeiten von Zuhause aus, wobei das Gäste- und Esszimmer bereits fast vollständig als Lager und Büro umfunktioniert wurde. Im Moment rechnen wir keine Kosten als Betriebsausgabe an, weder bei der Miete, noch beim Stromverbrauch. Ist es möglich, die Kosten für Miete und Strom anteilig als Betriebsausgabe zu buchen? Wenn ja, in welchen Umfang bzw. wie wird dies berechnet?

  • Private Quittungen

Wir kaufen Klebeband immer günstig von Privat (Filamentband, im Handel zu teuer). Wir bekommen dafür eine normale Quittung, haben diese aber bislang nie als Betriebsausgabe angesetzt – ist das möglich?

Auch haben wir z.B. einen Etikettendrucker von Privat gekauft und eine Quittung erhalten – sind diese Kosten auch als Betriebsausgabe buchbar? Welche Angaben müssen diese Quittungen enthalten?

  • AfA/Anschaffungen

Wir haben günstig (Lager-)Regale für 100 EUR erworben und diese nicht abgeschrieben, sondern direkt als „Geringwertige Wirtschaftsgüter“gebucht – korrekt? Ein PC-Monitor sollte ein „nicht selbstständig nutzbares Wirtschaftsgut“ sein und dieser muss, trotz der Abschreibungsgrenze von 800 EUR Netto, über 7 Jahre (Laut AfA-Tabelle) abgeschrieben werden, korrekt? Gilt dies auch für gebrauchte Anschaffungen (ggf. auch von Privat?)

Danke im Voraus :)

AFA, Buchhaltung, einkommensteuer, Finanzamt, Selbstständigkeit, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht
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Gründungskosten und BGA bzw. Vorweggenommene Betriebsausgaben?

Hallo Leute,

eine UG wurde 2019 mit 500 € Stammkapital gegründet. Einnahmen gab es bisher keine.

Die Gesellschaft trägt die mit der Gründung verbundenen Kosten bis zu einem Gesamtbetrag von 300 €, höchstens jedoch bis zum Betrag ihres Stammkapitals. Darüber hinausgehende Kosten trägt der Gesellschafter.

Von 2017 bis 2019 wurden Betriebs- und Geschäftsausstattung (BGA) für 2500,00 € gekauft. Diese sollen als vorweggenommene Betriebsausgaben steuerlich rückwirkend geltend gemacht werden.

Als Beispiel: Ein Bürostuhl wurde am 22.12.2017 für 279,00 € gekauft. Dieser kann über 13 Jahre abgeschrieben werden. Also 21,46 € pro Jahr. Für 2017 nur für den Monat Dezember? Also 1,79 €.

Wie werden die BGA und die Gründungskosten in der Bilanz, im Inventar und im GuV aufgelistet?

Ich wollte das folgend machen, aber das ist nicht ganz richtig, so wie ich das erfahren habe. Im Inventar alle BGA auflisten, die zwischen 2017 und 2019 gekauft wurden. Die Summe in der Bilanz auf der Passiva-Seite als Kapitalrücklage angeben und die gleiche Summe als BGA auf der Aktiva-Seite auflisten.

https://www.existenzgruender.de/SharedDocs/BMWi-Expertenforum/Steuern/Beteiligungen-Rechtsform/UG-Gruendung-privates-Vermoegen-auf-Geschaeftskonto-einzahlen.html

Kurz, es geht einfach darum wie ich die BGA auch vorweggenommene Betriebsausgaben und die Gründungskosten richtig im Jahresabschluss angebe und steuerlich rückwirkend geltend machen kann.

Vielen Dank schon mal!

Bilanz, Finanzamt, Rechnungswesen, Steuern, Steuerrecht
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Trading bei einem ausländischem Broker - wie ist der Begriff„Gewinn“ definiert, auf welchen die Abgeltungssteuer anfällt?

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Trading von u.a. CFD/Forex bei einem Online-Broker (eToro), der im Ausland ansässig.

Da ich nun nicht mehr nur mit virtuellem Kapital spekuliere, sondern reales Geld eingezahlt habe, um damit Gewinne zu erzielen, muss ich mich nun mit der Frage der Besteuerung befassen.

Soweit ich das verstanden habe, wird von einem ausländischen Broker keine Abgeltungssteuer direkt an das deutsche Finanzamt abführt. Hier bin ich selbst in der Angabepflicht bei meiner Steuererklärung.

Was mich derzeit irritiert sind vor allem die Begriffe „Gewinn“ bzw. „Kapitalerträge“, weshalb ich mich an die Mitglieder dieses Forums wende :-)

Soweit ich mich in das Thema bislang eingelesen habe, muss ich - vereinfacht dargestellt und Freibeträge, Verlustgegenrechnung etc. beiseite gelassen - auf die von mir erzielten Gewinne die Abgeltungssteuer von 25%, sowie Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zahlen.

Der Frage, zu der ich jedoch keine mir verständliche Antwort finde ist:

Was genau sind die zu versteuernden Gewinne bzw. Kapitalerträge und wann fällt diese Steuerlast an?

Sind damit die tatsächlich für mich realisierten Kapitalerträge gemeint, sprich das Geld, welches ich von dem Broker zurück auf mein inländisches Bankkonto überweisen lasse? Und ist dieser Gewinn dann für das entdprechrnde Kalenderjahr zu versteuern?

Oder ist damit jenes Kapital (inkl. der von mir generierten Gewinne samt gegengerechneter Verluste) gemeint, welches sich derzeit auf dem Konto meines Brokers befindet? Und ist für das Kapital bzw. die Gewinne auf diesem Konto jährlich eine Steuererklärung zu erstellen - auch wenn die Gewinne nicht realisiert, d.h. nicht ausgezahlt wurden?

Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand zu diesen Fragen (Was sind Gewinne? Wann fällt die Steuer an?) eine Antwort, nach Möglichkeit mit Quellen geben kann, oder vielleicht auch einen Tipp, wo mir hierzu weitergeholfen werden bzw. ich mich selbst informieren kann.

Herzlichen Dank :-)

Kapital, Abgeltungssteuer, Finanzamt, Online, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht, Gewinn, Kapitalerträge
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Steuererklärung: Pkw statt Bahn angegeben?

Hallo !

Ich fahre täglich von Mo. bis Fr. mit der Bahn zur Arbeit. Die einfache Fahrstrecke beträgt 95 km. Für die Bahnfahrten habe ich im Jahr 2019 insgesamt 3.013,80 Euro bezahlt. In der Steuererklärung habe ich angegeben, dass ich mit dem Pkw zur Arbeit fahre. Dies wurde auch über viele Jahre so anerkannt. Früher habe ich die Steuererklärung von einem Steuerberater machen lassen. Der meinte, es ist egal was man angibt. Bei dieser Fahrleistung komme ich ohnehin über den Höchstbetrag. 

Nun schrieb mich heute das Finanzamt bzgl. meiner Steuererklärung für das Jahr 2019 an, die ich im Februar 2020 eingereicht habe. 

"Sie haben in großem Umfang den Abzug von Fahrtkosten als Werbungskosten beantragt. Diese Aufwendungen können künftig nur noch berücksichtigt werden, wenn Sie die jährlich mit Ihrem Kraftfahrzeug gefahrenen Kilometer nachweisen bzw. glaubhaft machen. Der Nachweis bzw. die Glaubhaftmachung der Kilometerleistung kann z. B. durch Inspektions- und Reparaturrechnungen, Kauf- oder Verkaufsverträge oder Hauptuntersuchungsberichte des Kraftfahrzeugs erfolgen, wenn diese den jeweiligen Kilometerstand ausweisen. Ich bitte um Erledigung meines Schreibens innerhalb von 4 Wochen."

Meine Fragen wären:

a) Drohen mir strafrechtliche Konsequenzen, weil ich Pkw statt Bahn angegeben habe?

b) Wie sollte ich auf das Schreiben reagieren? Meine Monatskarten hinsenden oder das Schreiben ignorieren und auf die Steuererstattung in diesem Jahr verzichten?

Vielen Dank schon mal für die Mühe.

Steuererklärung, Steuerrecht
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DBA 183 Tage-Regulung: Steuerpflicht In- vs. Ausland?

Hallo zusammen,

ich bin bei einem deutschen Konzern angestellt und habe im vergangenen Jahr rund 4 Monate auf Dienstreisebasis in den USA gearbeitet.

Bevorzugt würde ich meinen anteiliges Gehalt aus diesen 4 Monaten in den USA und nicht in Deutschland versteuern (geringerer Steuersatz).

Meinem Verständnis nach, wird laut dem DBA zwischen USA und Deutschland immer im Tätigkeitsstaat (USA) versteuert, es sei denn, dass

  • der Mitarbeiter sich insgesamt nicht länger als 183 Tage innerhalb eines im jeweiligen Abkommen näher beschriebenen Zeitraums im Tätigkeitsstaat aufgehalten oder die Tätigkeit dort ausgeübt hat und
  • der Arbeitgeber, der die Vergütungen zahlt, nicht im Tätigkeitsstaat ansässig ist und
  • der Arbeitslohn nicht von einer Betriebsstätte oder einer festen Einrichtung, die der Arbeitgeber im Tätigkeitsstaat hat, getragen wurde.

Es müssen alle 3 Bedingungen erfüllt sein, sodass ich doch (leider) in Deutschland Steuerpflichtig bin.

Punkt 1 ist erfüllt, da ich weniger als 183 Tage in den USA war.

Bezüglich den Punkten 2 und 3 bin ich mir unsicher: Ich bin bei einem deutschen Konzern angestellt und werde von diesem bezahlt. In den USA befinden sich Tochtergesellschaften dieses Konzerns.

Könnt ihr mir weiterhelfen inwieweit in meinem Falle die Punkte 2&3 erfüllt bzw. nicht erfüllt sind?

Auf mich wirkt der Paragraph so, als ob man bei jeder seiner Dienstreisen (egal wie lang) eigentlich im Tätigkeitsstaat (Ausland) steuerpflichtig ist. Dies wäre zwar für mich aus Steuergründen von Vorteil, ich kann dies aber nicht so wirklich glauben.

Vielen Dank für eure Hilfe!

Steuerberater, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht
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Wie ist es möglich, einen Verlustvortrag aus Werbungskosten zum Jobeinstieg möglichst effektiv zu nutzen? (ggf. Übertrag in nächstes Kalenderjahr)?

Hallo zusammen,

Kurzfassung:
Ich habe in meinem Masterstudium einen relativ hohen Verlustvortrag (Werbungskosten) generiert. Da ich meinen Jobeinstieg allerdings im August eines Jahres hatte, verpufft dieser Verlustvortrag relativ wirkungslos. Gibt es irgendeine Möglichkeit dies zu verhindern?

Details:
Ich habe von 10/2016 bis 05/2019 meinen Master absolviert. Insbesondere durch ein recht teures Auslandssemester, habe ich für die Jahre 2016 - 2018 in Summe einen Verlustvortrag von 20.000 EUR generiert.

Mein Jobeinstieg erfolgte 08/2019, somit habe ich nur 5 Monate Gehalt (+ Firmenwagen) bezogen. Es ergibt sich daraus ein Bruttolohn von 30.000 EUR für das gesamte Jahr in 2019. Dies wiederum führt zu Steuern in Höhe von gut 4.000 EUR.

Darüber hinaus habe ich in 2019 weitere Werbungskosten / Abzugsmöglichkeiten aus den folgenden Gründen gesammelt:

  • 5 weitere Monate Masterstudium (u.a. Pendlerpauschalen)
  • 5 Monate Job: Doppelte Haushaltsführung (Einrichtung + Miete)
  • 5 Monate Firmenwagen: Ich habe einen Firmenwagen ohne Tankkarte, somit kann ich die Spritkosten von der Steuer absetzen.

Zusätzlich zu meinem bereits generierten Verlustvortrag von 20.000 EUR, werde ich grob geschätzt weitere 10.000 EUR absetzen können (Summe 30.000 EUR).

Mein Verständnis ist nun, dass ich diese 30.000 EUR von meinen gleich hohen 30.000 EUR Bruttolohn in 2019 absetzen kann. Damit erhalte ich Steuern in Höhe von gut 4.000 EUR wieder.

Könnte ich die 30.000 EUR von meinem Bruttolohn in 2020 (voraussichtlich 80.000 EUR) absetzen, würde ich weitaus mehr Steuern erstattet bekommen.

Ist es irgendwie möglich, zumindest teilweise den Verlustvortag in das Jahr 2020 zu übertragen?

In gewisser Weise ist es "unfair", dass mein Verlustvortrag nur verpufft, da ich im August und nicht z.B. Januar eines Jahres meinen Job begonnen habe.

Vielen Dank im Voraus!

Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht, werbungskosten
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Durch "Unachtsamkeit" umsatzsteuerpflichtig geworden?

Ich bin seit 2006 freiberuflicher Webdesigner im Nebengewerbe und in all der Zeit nie über den Freibetrag für Kleinunternehmer gekommen.

Im April 2019 habe ich einen Buchverlag gegründet (zum Selbstverlag eines Buches), dafür eine neue Steuernummer vom FA erhalten und eine USt-IdNr beantragt. In Folge habe ich für den Verlag (und NUR für den Verlag) monatlich die Umsatzsteuervoranmeldung gemacht.

2019 bin ich nun durch meine freiberufliche Webdesign-Tätigkeit erstmalig über den Freibetrag beim Kleinunternehmer gekommen und somit 2020 umsatzsteuerpflichtig (und zwar nur durch diese, der Verlag war hingegen ein finanzielles Desaster).
Nach Rückfrage hat man mir heute beim FA bestätigt, dass ich für die freiberufliche Tätigkeit KEINE eigene USt-IdNr. beantragen muss, sondern die vom (gewerblichem) Verlag verwenden soll (muss eine Webdesign-Rechnung in die Schweiz stellen).

Nun stellt sich mir die Frage, ob ich deshalb auch 2019 schon für die freiberuflich Webdesign-Tätigkeit monatlich Umsatzsteuer hätte abführen müssen (zusätzlich zu denen vom Verlag) und auch alle meine Rechnungen als Webdesigner falsch gestellt habe (da jeweils ohne Ausweis MwSt mit Verweis auf Kleinunternehmerregelung).
Das würde ja dann jetzt auf Steuerhinterziehung meinerseits hinauslaufen...

Könnt Ihr mir bestätigen dass meine Befürchtung (nämlich dass ich 2019 gar kein kleinunternehmender freiberuflicher Webdesigner mehr war, sondern durch die Beantragung der USt-IdNr für den gewerblichen Verlag auch damit umsatzsteuerpflichtig geworden bin, weil ich eine Einzelperson bin) bestätigen? 
Und wie verhalte ich mich dann jetzt korrekt..?
Viele Grüße
Andi

Steuererklärung, Steuerrecht, Umsatzsteuer
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Minijob - Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen ohne dass 450€ im Monatsdurchschnitt überschritten ist?

Januar 2019 - Juli 2019 hatte ich nur einen Minijob und auch in einzelnen Monaten nie die 450€ Grenze überschritten.

Im August nahm ich einen weiteren Minijob an.

Im Zeitraum vom August 2019 - Dezember 2019 habe ich 3x eine Überschreitung in einzelnen Monaten gehabt das höchste war ein Einkommen von 560€, dafür liegen keine Krankheitsvertretungsnachweise o.ä. vor, im Durchschnitt bin ich aber unter 450€.

Ich habe es immer so verstanden, dass man die Überschreitungen der 450€-Grenze in einzelnen Monaten nur dann mit Krankheitsverttetung o.ä. begründen muss, wenn die einzelnen Überschreitungen den Durchschnitt auf über 450€ steigen lassen, bzw die Entgeldgrenze des Jahres überschritten wird.

Trotzdem habe ich mich daran orientiert dass 3x akutes überschreiten ok sein müsste und nicht zu oft ist. Angaben dafür wie oft man Überschreiten darf wenn man im Schnitt für das Jahr unter der 450€- Grenze bleibt habe ich nicht gefunden.

Jetzt wurde meine zweite Arbeitsstelle vom Finanzamt kontaktiert, mir wurde kein Schreiben gezeigt, laut meiner Chefin geht um es eine Überschreitung der 450€ Grenze im Zeitraum August bis Dezember. Dem ist im Durchschnitt aber jedenfalls nicht so, habe alle Abrechnung kontrolliert.

Bin ich jetzt aus irgendeinem Grund sozialversicherungapflichtig geworden?

Wenn ja, was muss ich dann je Monat ca nachzahlen? (Falls mein Arbeitgeber es erreichen würde, die Nachzahlungen auf mich zu übertragen zu können)

Steuerrecht, Minijobber
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Steuern steuern? Wie?

Liebe Community, ich bräuchte mal euren Rat.

Meine Großmutter ist im Besitz einer kleinen Wohnung (Garconniere) in einem schönen Tourismusgebiet in Österreich (Vorarlberg). Mittlerweile übernehme ich die Verwaltung dieser Liegenschaft zur Gänze und bin dafür natürlich auch bevollmächtigt.

Laut Vereinbarung meiner Großmutter mit deren Sohn sollte dieser die Wohnung in naher Zukunft übernehmen und mir sollte ein Vorkaufsrecht eingeräumt werden. 

Dieser Sohn (mein Onkel) hat aber kein Interesse an dieser Wohnung und hat mir bereits vor dieser Übergabe angeboten die Wohnung zu „übergeben“ (dadurch konnte das Objekt von meiner Großmutter direkt auf mich übertragen werden).

Mein Onkel hat im vergangenen Jahr eine Renovierung dieser Wohnung für meine Großmutter übernommen.

Da diesem natürlich etwas für die Wohnung zusteht und er auch die vorausgegangene Renovierung vorfinanziert hat, möchte er für dieses Objekt 90.000€ haben.

Mein Onkel und ich haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander und er hat mir angeboten, dass ich ihm das Geld wie es für mich (und natürlich auch für ihn und meine Großmutter) am günstigsten ist bezahlen sollte.

Derzeite denke ich an folgende Varianten:

1. Das Geld fremdfinanzieren, die Übernahme sofort vornehmen und die Vermietung in meinem Namen vornehmen (Problem: evtl. hohe Steuern)

2. Einen Teil meines Eigenkapitals meinem Onkel übergeben und den Rest in den nächsten Jahren zurückbezahlen bei sofortiger Übernahme.

3. Die Wohnung nach wie vor auf meine Großmutter laufen lassen, einen Schenkungsvertrag mit Ableben meiner Großmutter zu verfassen mit dem Zusatz, dass diese die Ausbezahlung meines Onkels übernimmt (dieser wird mit den jährlichen Mieteinnahmen ausbezahlt). Somit würden die Mieteinnahmen über meine Großmutter an meinen Onkel gehen, ich das Objekt verwalten und mit Ableben meiner Großmutter diese Wohnung erhalten und den offenen Restetrag an ihn zurückzahlen.

Ich denke die 3. Variante wäre aus steuerlicher Sicht für alle Beteiligten die günstigste Möglichkeit, vorausgesetzt meine liebe Großmutter lebt noch viele Jahre!

Oder würdet ihr eine weitere Möglichkeit vorschlagen? 

Danke für eure Hilfe!!!

Zusatz:

Ort: Österreich

Jährliche Mieteinnahmen derzeit 5500€ (BK, etc. bereits abgezogen)

Möglichkeit als Ferienwohnung zu vermieten (evtl. doppelte Mieteinnahmen)

Meine Steuerklasse: 35% (evtl. 42%)

Steuerklasse meiner Großmutter: 0%

Erbe, Steuerrecht, Wohnungskauf, Auszahlung
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Verdienstmöglichkeiten ohne Hauptbeschäftigung?

Ich habe mich entschieden einige Monate ohne Beschäftigung zu bleiben, um zu reisen und mich neu zu orientieren. In der Zeit bin ich "freiwillig" gesetzlich versichert. Wenn ich zwischen zwei Reisen in Deutschland bin (immer wieder für 1-3 Wochen) würde ich gerne tages-/stundenweise arbeiten. Ziel ist die Zeit sinnvoll zu nutzen, Neues auszuprobieren bzw. Geliebtes wofür sonst nie Zeit ist zu tun. Es geht mir nicht darum mein Leben zu finanzieren, dafür habe ich genug gespart. Aber umsonst arbeiten werde ich auch nicht (abgesehen von meinen ehrenamtlichen Beschäftigungen, um die es hier nicht geht). Ich suche definitiv keine Stelle an der ich von morgens bis abends arbeiten soll, eher 1-3 Mal die Woche.

Leider scheint das ziemlich unmöglich zu sein. Ich habe es versucht mich als Hostess anzumelden, aber es hieß dass ich es ohne Hauptbeschäftigung nicht darf, auch wenn ich mir ziemlich sicher war dass es bei unter 450 Euro Verdienst im Monat kein Problem wäre. Ich habe mich als Mystery Shopper angemeldet, aber danach gelesen, dass ich dafür Gewerbe registrieren muss, was mir bei schätzungsweise 50 Euro jeden zweiten Monat doch zu viel Aufwand und Kosten sind. Mit Nachhilfeunterricht sieht es glaube ich ziemlich ähnlich aus, für Babysitting habe ich noch nicht genau recherchiert. Habe ich denn überhaupt irgendwelche legale Möglichkeiten eine unregelmäßige geringfügige Beschäftigung auszuüben, ohne dass das unangemessen viel Aufwand/Kosten verursacht? Im Ausland gibt es doch so viele Möglichkeiten dafür!

Ich bin 30w, ledig. Nach BWL und WiInfo Abschlüsse bin ich schon einige Jahre als Softwareentwickler tätig, kann auch mehrere Fremdsprachen. Aber durch den Job hatte ich nie Zeit für meine anderen Interessen oder um was anderes auszuprobieren. Und ich will es gerade nachholen, bevor es zu spät geworden ist. Sämtliche Vorschläge sind willkommen!

Rentenversicherung, arbeitsrecht, geringfügige Beschäftigung, Krankenversicherung, Minijob, Sozialabgaben, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht
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