Wie ist es möglich, einen Verlustvortrag aus Werbungskosten zum Jobeinstieg möglichst effektiv zu nutzen? (ggf. Übertrag in nächstes Kalenderjahr)?

Hallo zusammen,

Kurzfassung:
Ich habe in meinem Masterstudium einen relativ hohen Verlustvortrag (Werbungskosten) generiert. Da ich meinen Jobeinstieg allerdings im August eines Jahres hatte, verpufft dieser Verlustvortrag relativ wirkungslos. Gibt es irgendeine Möglichkeit dies zu verhindern?

Details:
Ich habe von 10/2016 bis 05/2019 meinen Master absolviert. Insbesondere durch ein recht teures Auslandssemester, habe ich für die Jahre 2016 - 2018 in Summe einen Verlustvortrag von 20.000 EUR generiert.

Mein Jobeinstieg erfolgte 08/2019, somit habe ich nur 5 Monate Gehalt (+ Firmenwagen) bezogen. Es ergibt sich daraus ein Bruttolohn von 30.000 EUR für das gesamte Jahr in 2019. Dies wiederum führt zu Steuern in Höhe von gut 4.000 EUR.

Darüber hinaus habe ich in 2019 weitere Werbungskosten / Abzugsmöglichkeiten aus den folgenden Gründen gesammelt:

  • 5 weitere Monate Masterstudium (u.a. Pendlerpauschalen)
  • 5 Monate Job: Doppelte Haushaltsführung (Einrichtung + Miete)
  • 5 Monate Firmenwagen: Ich habe einen Firmenwagen ohne Tankkarte, somit kann ich die Spritkosten von der Steuer absetzen.

Zusätzlich zu meinem bereits generierten Verlustvortrag von 20.000 EUR, werde ich grob geschätzt weitere 10.000 EUR absetzen können (Summe 30.000 EUR).

Mein Verständnis ist nun, dass ich diese 30.000 EUR von meinen gleich hohen 30.000 EUR Bruttolohn in 2019 absetzen kann. Damit erhalte ich Steuern in Höhe von gut 4.000 EUR wieder.

Könnte ich die 30.000 EUR von meinem Bruttolohn in 2020 (voraussichtlich 80.000 EUR) absetzen, würde ich weitaus mehr Steuern erstattet bekommen.

Ist es irgendwie möglich, zumindest teilweise den Verlustvortag in das Jahr 2020 zu übertragen?

In gewisser Weise ist es "unfair", dass mein Verlustvortrag nur verpufft, da ich im August und nicht z.B. Januar eines Jahres meinen Job begonnen habe.

Vielen Dank im Voraus!

Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht, werbungskosten
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Durch "Unachtsamkeit" umsatzsteuerpflichtig geworden?

Ich bin seit 2006 freiberuflicher Webdesigner im Nebengewerbe und in all der Zeit nie über den Freibetrag für Kleinunternehmer gekommen.

Im April 2019 habe ich einen Buchverlag gegründet (zum Selbstverlag eines Buches), dafür eine neue Steuernummer vom FA erhalten und eine USt-IdNr beantragt. In Folge habe ich für den Verlag (und NUR für den Verlag) monatlich die Umsatzsteuervoranmeldung gemacht.

2019 bin ich nun durch meine freiberufliche Webdesign-Tätigkeit erstmalig über den Freibetrag beim Kleinunternehmer gekommen und somit 2020 umsatzsteuerpflichtig (und zwar nur durch diese, der Verlag war hingegen ein finanzielles Desaster).
Nach Rückfrage hat man mir heute beim FA bestätigt, dass ich für die freiberufliche Tätigkeit KEINE eigene USt-IdNr. beantragen muss, sondern die vom (gewerblichem) Verlag verwenden soll (muss eine Webdesign-Rechnung in die Schweiz stellen).

Nun stellt sich mir die Frage, ob ich deshalb auch 2019 schon für die freiberuflich Webdesign-Tätigkeit monatlich Umsatzsteuer hätte abführen müssen (zusätzlich zu denen vom Verlag) und auch alle meine Rechnungen als Webdesigner falsch gestellt habe (da jeweils ohne Ausweis MwSt mit Verweis auf Kleinunternehmerregelung).
Das würde ja dann jetzt auf Steuerhinterziehung meinerseits hinauslaufen...

Könnt Ihr mir bestätigen dass meine Befürchtung (nämlich dass ich 2019 gar kein kleinunternehmender freiberuflicher Webdesigner mehr war, sondern durch die Beantragung der USt-IdNr für den gewerblichen Verlag auch damit umsatzsteuerpflichtig geworden bin, weil ich eine Einzelperson bin) bestätigen? 
Und wie verhalte ich mich dann jetzt korrekt..?
Viele Grüße
Andi

Steuererklärung, Steuerrecht, Umsatzsteuer
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Minijob - Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen ohne dass 450€ im Monatsdurchschnitt überschritten ist?

Januar 2019 - Juli 2019 hatte ich nur einen Minijob und auch in einzelnen Monaten nie die 450€ Grenze überschritten.

Im August nahm ich einen weiteren Minijob an.

Im Zeitraum vom August 2019 - Dezember 2019 habe ich 3x eine Überschreitung in einzelnen Monaten gehabt das höchste war ein Einkommen von 560€, dafür liegen keine Krankheitsvertretungsnachweise o.ä. vor, im Durchschnitt bin ich aber unter 450€.

Ich habe es immer so verstanden, dass man die Überschreitungen der 450€-Grenze in einzelnen Monaten nur dann mit Krankheitsverttetung o.ä. begründen muss, wenn die einzelnen Überschreitungen den Durchschnitt auf über 450€ steigen lassen, bzw die Entgeldgrenze des Jahres überschritten wird.

Trotzdem habe ich mich daran orientiert dass 3x akutes überschreiten ok sein müsste und nicht zu oft ist. Angaben dafür wie oft man Überschreiten darf wenn man im Schnitt für das Jahr unter der 450€- Grenze bleibt habe ich nicht gefunden.

Jetzt wurde meine zweite Arbeitsstelle vom Finanzamt kontaktiert, mir wurde kein Schreiben gezeigt, laut meiner Chefin geht um es eine Überschreitung der 450€ Grenze im Zeitraum August bis Dezember. Dem ist im Durchschnitt aber jedenfalls nicht so, habe alle Abrechnung kontrolliert.

Bin ich jetzt aus irgendeinem Grund sozialversicherungapflichtig geworden?

Wenn ja, was muss ich dann je Monat ca nachzahlen? (Falls mein Arbeitgeber es erreichen würde, die Nachzahlungen auf mich zu übertragen zu können)

Steuerrecht, Minijobber
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Steuern steuern? Wie?

Liebe Community, ich bräuchte mal euren Rat.

Meine Großmutter ist im Besitz einer kleinen Wohnung (Garconniere) in einem schönen Tourismusgebiet in Österreich (Vorarlberg). Mittlerweile übernehme ich die Verwaltung dieser Liegenschaft zur Gänze und bin dafür natürlich auch bevollmächtigt.

Laut Vereinbarung meiner Großmutter mit deren Sohn sollte dieser die Wohnung in naher Zukunft übernehmen und mir sollte ein Vorkaufsrecht eingeräumt werden. 

Dieser Sohn (mein Onkel) hat aber kein Interesse an dieser Wohnung und hat mir bereits vor dieser Übergabe angeboten die Wohnung zu „übergeben“ (dadurch konnte das Objekt von meiner Großmutter direkt auf mich übertragen werden).

Mein Onkel hat im vergangenen Jahr eine Renovierung dieser Wohnung für meine Großmutter übernommen.

Da diesem natürlich etwas für die Wohnung zusteht und er auch die vorausgegangene Renovierung vorfinanziert hat, möchte er für dieses Objekt 90.000€ haben.

Mein Onkel und ich haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander und er hat mir angeboten, dass ich ihm das Geld wie es für mich (und natürlich auch für ihn und meine Großmutter) am günstigsten ist bezahlen sollte.

Derzeite denke ich an folgende Varianten:

1. Das Geld fremdfinanzieren, die Übernahme sofort vornehmen und die Vermietung in meinem Namen vornehmen (Problem: evtl. hohe Steuern)

2. Einen Teil meines Eigenkapitals meinem Onkel übergeben und den Rest in den nächsten Jahren zurückbezahlen bei sofortiger Übernahme.

3. Die Wohnung nach wie vor auf meine Großmutter laufen lassen, einen Schenkungsvertrag mit Ableben meiner Großmutter zu verfassen mit dem Zusatz, dass diese die Ausbezahlung meines Onkels übernimmt (dieser wird mit den jährlichen Mieteinnahmen ausbezahlt). Somit würden die Mieteinnahmen über meine Großmutter an meinen Onkel gehen, ich das Objekt verwalten und mit Ableben meiner Großmutter diese Wohnung erhalten und den offenen Restetrag an ihn zurückzahlen.

Ich denke die 3. Variante wäre aus steuerlicher Sicht für alle Beteiligten die günstigste Möglichkeit, vorausgesetzt meine liebe Großmutter lebt noch viele Jahre!

Oder würdet ihr eine weitere Möglichkeit vorschlagen? 

Danke für eure Hilfe!!!

Zusatz:

Ort: Österreich

Jährliche Mieteinnahmen derzeit 5500€ (BK, etc. bereits abgezogen)

Möglichkeit als Ferienwohnung zu vermieten (evtl. doppelte Mieteinnahmen)

Meine Steuerklasse: 35% (evtl. 42%)

Steuerklasse meiner Großmutter: 0%

Erbe, Steuerrecht, Wohnungskauf, Auszahlung
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Verdienstmöglichkeiten ohne Hauptbeschäftigung?

Ich habe mich entschieden einige Monate ohne Beschäftigung zu bleiben, um zu reisen und mich neu zu orientieren. In der Zeit bin ich "freiwillig" gesetzlich versichert. Wenn ich zwischen zwei Reisen in Deutschland bin (immer wieder für 1-3 Wochen) würde ich gerne tages-/stundenweise arbeiten. Ziel ist die Zeit sinnvoll zu nutzen, Neues auszuprobieren bzw. Geliebtes wofür sonst nie Zeit ist zu tun. Es geht mir nicht darum mein Leben zu finanzieren, dafür habe ich genug gespart. Aber umsonst arbeiten werde ich auch nicht (abgesehen von meinen ehrenamtlichen Beschäftigungen, um die es hier nicht geht). Ich suche definitiv keine Stelle an der ich von morgens bis abends arbeiten soll, eher 1-3 Mal die Woche.

Leider scheint das ziemlich unmöglich zu sein. Ich habe es versucht mich als Hostess anzumelden, aber es hieß dass ich es ohne Hauptbeschäftigung nicht darf, auch wenn ich mir ziemlich sicher war dass es bei unter 450 Euro Verdienst im Monat kein Problem wäre. Ich habe mich als Mystery Shopper angemeldet, aber danach gelesen, dass ich dafür Gewerbe registrieren muss, was mir bei schätzungsweise 50 Euro jeden zweiten Monat doch zu viel Aufwand und Kosten sind. Mit Nachhilfeunterricht sieht es glaube ich ziemlich ähnlich aus, für Babysitting habe ich noch nicht genau recherchiert. Habe ich denn überhaupt irgendwelche legale Möglichkeiten eine unregelmäßige geringfügige Beschäftigung auszuüben, ohne dass das unangemessen viel Aufwand/Kosten verursacht? Im Ausland gibt es doch so viele Möglichkeiten dafür!

Ich bin 30w, ledig. Nach BWL und WiInfo Abschlüsse bin ich schon einige Jahre als Softwareentwickler tätig, kann auch mehrere Fremdsprachen. Aber durch den Job hatte ich nie Zeit für meine anderen Interessen oder um was anderes auszuprobieren. Und ich will es gerade nachholen, bevor es zu spät geworden ist. Sämtliche Vorschläge sind willkommen!

Rentenversicherung, arbeitsrecht, geringfügige Beschäftigung, Krankenversicherung, Minijob, Sozialabgaben, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht
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Nur ein Ehepartner im Grundbuch -- Welcher Anteil ist bei der Erbmasse zu berücksichtigen?

Hallo in die Runde !

Sachverhalt:

EM ist Eigentümer eines Baugrundstückes (Wert 50TE), welches mit in die Ehe gebracht wurde. Es wurde während der Ehe hierauf ein EFH gebaut, welches nun schuldenfrei ist. Das EFH (Wert 500TE inkl. Grundstück) wird derzeit selbstgenutzt, später evtl. vermietet.

Es existieren 2 Kinder.

Es ist ein Berliner Testament verfasst.

Es gilt die Zugewinngemeinschaft.

Das Grundbuch wurde bisher nicht geändert, dh. der EM steht weiterhin alleine im Grundbuch.

Es sind noch weitere Vermögenswerte vorhanden, sodass der Freibetrag von 500TE je nach Wertermittlungs-Konstellation eventuell nicht reichen würde.

Folgende Fragen habe ich:

Welche Vorteile würden sich durch die Erweiterung des Grundbuches um den Eintrag der EF im Hinblick auf eine spätere noch zu Lebenszeit getätigte Vermietung, bzw. auch dann für den jeweiligen Erbfall ergeben?

Wie hoch wäre dann der anteilige Betrag je Erbfall, welcher in die Erbmasse einfließt?

Es ist nicht angedacht, dass im Erbfalle das EFH noch 10 Jahre selbst genutzt wird, ansonsten wäre dieses ja hier kein Thema.

Nach meinem Verständnis fließt jeweils der hälftige Wert der Immobilie über die Zugewinnregel in die Erbmasse, also 250TE, unerheblich ob im Grundbuch eine Veränderung erfolgt oder wer zuerst stirbt.

Eine Erweiterung des Grundbuches würde ja auch eine Schenkung an die EF gelten und somit für die nächsten 10 Jahre den Freibetrag tangieren, welcher dann im Erbfall evtl. nochmals mit dem gleichen Objekt belastet würde, oder?

Die Nachteile des nicht vorhandenen Eigentümerrechts seitens der EF sind bekannt.

Kann mir jemand meine Annahmen bestätigen, bzw. richtig stellen? und gibt es sonst noch Sachverhalte welche berücksichtigt werden sollten?

erbrecht, Grundbuch, Steuerrecht
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Wie kann ich im geschilderten Fall erkennen, ob die Abfindung tatsächlich berücksichtigt wurde?

Guten Tag,

folgende Frage: Wie ist im Steuerbescheid zu erkennen, ob eine erhaltene Abfindung nach der Fünftelregelung besteuert wurde bzw. ob mindestens das Finanzamt geprüft hat, ob die Anwendung der Fünftelregelung in Betracht kommt?

Sachverhalt:

Der Arbeitgeber kündigt dem Arbeitnehmer zum 31.12. betriebsbedingt. Dieser erhält monatlich regulären Arbeitslohn vom 01.01. bis 31.12. in Höhe von 5.000 €. Nach dem Urteil im Kammertermin zahlt der Arbeitgeber mit dem Dezemberentgelt eine Abfindung als Einmalzahlung von 20.000 €. Somit erhielt der Arbeitnehmer in dem Veranlagungsjahr in Summe 80.000 €, bestehend aus 60.000 € regulärem Arbeitslohn und 20.000 € Abfindung. Die elektronische Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers weist unter Nr. 3 Bruttoarbeitslohn den Gesamtbetrag von 80.000 € aus. Er hat demnach die Abfindung nicht ermäßigt besteuert, sondern als Bruttoarbeitslohn regulär besteuert. Allerdings hat er auch keine Angabe in Nr. 19 der Lohnsteuerbescheinigung gemacht. Aus den Angaben der Bescheinigung wird also nicht ersichtlich, dass der gemeldete Bruttoarbeitslohn zum Teil eine Abfindung enthält.

Der Arbeitnehmer setzt in Anlage N den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend in Zeile 6 Bruttoarbeitslohn von 60.000 € an und trägt die Abfindung von 20.000 € in Zeile 18 als „Entschädigungen / Arbeitslohn für mehrere Jahre – ggf. lt. Nr. 19 der Lohnsteuerbescheinigung – vom Arbeitgeber nicht ermäßigt besteuert“ ein.

Beide Voraussetzungen für die Anwendung der Fünftelregelung zur ermäßigten Besteuerung sind gegeben (Zusammenballung und Zahlung in einem Kalenderjahr).

In den Erläuterungen zur Festsetzung des eingetroffenen Steuerbescheides findet sich: „Der Arbeitslohn wurde entsprechend den vom Arbeitgeber elektronisch übermittelten Daten angesetzt.“ Das legt den Schluss nahe, es wurde von den Angaben des Arbeitnehmers abgewichen und die Meldung des Arbeitgebers übernommen, die wiederum nicht erkennen lässt, dass der gemeldete Bruttoarbeitslohn von 80.000 € eine Abfindung von 20.000 € umfasst, die ermäßigt zu besteuern wäre.

Es wirkt somit als ist im Steuerbescheid das Thema Abfindung und damit die Fünftelregelung nach § 34 EStG für die Abfindung total ignoriert. Wie kann der Arbeitnehmer seinen Steuerbescheid dahingehend selbst prüfen? Müsste sich nicht im Bescheid „§ 34 EStG“ als Schlagwort finden?

Zugegebenermaßen wurden keine Unterlagen zur Abfindung eingereicht, sondern nur die Angaben in Anlage N gemacht (da dort kein Hinweis erteilt wurde). Gleichzeitig veranlagte das Finanzamt ohne jegliche Nachfragen zur eingereichten Steuererklärung, obwohl scheinbar die Diskrepanz in der Angabe des Bruttoarbeitslohns Arbeitgeber vs. Arbeitnehmer auffiel.

Besten Dank für eine kurze Info wie aus dem Bescheid zu erkennen ist, ob das Thema Abfindung und § 34 EStG betrachtet wurde oder nicht.

Viele Grüße!

Abfindung, Steuererklärung, Steuerrecht
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Zusätzliche Außergewöhnliche Belastungen?

Ein seit der Geburt schwer behindertes erwachsendes Kind, Pflegegrad 5, Merkzeichen aG, H, Bl lebt bei den Eltern, der Pflegepauschbetrag wird auf die Eltern übertragen.

Seit 15 Jahren wird eine Aufstellung über Fahrtkosten des Kindes geführt, auch Fahrten für Urlaub und Besuchsfahrten, so wie es im Gesetzestext steht.

Die jährliche Fahrleistung wird anhand von Werkstattrechnungen nachgewiesen, es werden ca. 15.000 km im Jahr gefahren und ca. 9000 km entfallen auf das Kind. Also im angemessenen Rahmen.

Die Eltern setzen keine Werbungskosten ab, da sie mit einem Dienstwagen zur Arbeit fahren.

Jetzt gibt es plötzlich Probleme.

Die neue SB verlangte zuerst erneut eine Kopie des Schwerbehindertenausweises, obwohl er unbefristet gültig ist und bereits vorgelegen hat.

Sie forderte eine erneute Aufstellung über die Aufwendungen für Arznei, Heil- oder Hilfsmittel, die ihre Notwendigkeit durch ärztliche Verordnung eines Arztes oder Heilpraktikers nachgewiesen haben.

Das kann man leider nicht bei den frei verkäuflichen Arzneien ohne Rezeptpflicht, da man jedes Mal ein grünes Rezept holen müsste, und auch nicht jeder Arzt das mit macht. Es handelt sich um Mittel gegen Allergie, Erkältung usw. .

Zu den Fahrtkosten wurde nichts angefragt!?!

Jetzt hat man den Steuerbescheid erhalten und sämtliche Krankheitskosten wurden doch anerkannt aber abzüglich der zumutbaren Eigenbelastung bleiben 0,--€. Die Fahrtkosten erscheinen nirgends, auch nicht in den Erläuterungen. Daraufhin rief man beim Finanzamt an um eine schlichte Änderung zu bewirken. Die SB schaute nach und ja, alles wurde beantragt. Aber Die SB meinte, es stünde einem keine Fahrtkosten zu, wenn man den Behindertenpauschbetrag nutzt. Und man müsse außerdem für Fahrtkosten ein Fahrtenbuch führen. Man teilte Gegenargumente mit aber die SB meinte nur, wenn man sich beschwert fühle solle man doch Einspruch einlegen.

Da man aber bei einem Einspruch mit einer Verböserung rechnet, wegen der Krankheitskosten, möchte man nochmals schriftlich einen Antrag auf Änderung faxen. Vielleicht lenkt sie ja doch ein. Vielleicht hat sie es wirklich nur vergessen.

Wie ist das alles einzuschätzen, was richtiger Weise zu tun, was soll man davon halten?

D

Steuerrecht
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EKSt Erklärung - Arbeit in Holland & Deutschland im selben Jahr - Bin ich beschränkt steuerpflichtig? Progressionsvorbehalt?

Hallo,

soweit ich weiss, kann ich noch bis Ende 2019 eine freiwillige EKSt Erklärung für das Steuerjahr 2015 abgeben. Jetzt möchte ich herausfinden, ob das sinnvoll ist.

Situation:
Im Jahr 2015 habe ich Jan & Feb in Deutschland und von März-Dez in Holland (NL) gearbeitet. Die Stelle in NL war ein PostDoc an einer Uni - evtl. zählt das als Weiterbildung? In Deutschland hatte ich im ganzen Jahr 2015 einen Hauptwohnsitz gemeldet und eine Wohnung gemietet (einziger Hauptmieter). Von Mai-Dez habe ich meine Wohnung mit Einverständis des Vermieters untervermietet (Einnahmen aus Vermietung). In NL war ich von März-Dez ebenfalls regulär gemeldet (resident tax payer) und habe mein Einkommen aus NL in NL regulär in versteuert. In NL habe ich auch von März-Dez eine Wohnung als Hauptmieter gemietet. Ich war kein Grenzgänger (Entfernung der beiden Wohnungen > 800 km).

Soweit ich weiß, war ich in 2015 beschränkt steuerpflichtig in D weil:
1) ich keinen Wohnsitz in D hatte (meine Wohnung stand mir von Mai-Dez nicht zur Verfügung, weil sie untervermietet war)
2) mein gewöhnlicher Aufenthaltsort nicht in D lag (183 Tage Regel)
3) Ich noch Einkommen aus Zinsen von Ersparnissen bei einer deutschen Bank hatte (Abgeltungssteuer wurde automatisch abgeführt)

Ist das richtig?

Wenn ich meine EKSt Erklärung für 2015 jetzt noch bis 31. Dez 2019 abgebe, zählt das als freiwillige Erklärung (ohne Kosten) oder muss ich mit Gebühren/Strafe rechnen ?

Falls ich in 2015 beschränkt steuerpflichtig war, muss ich nur mein Einkommen in D versteuern. Richtig? D.h. Lohn Jan+Feb, Einnahmen aus Untermiete Mai-Dez und Zinsen von dt. Bank. Richtig?

Wird zur Festlegung des Steuersatzes auf mein Einkommen in D, dann das Einkommen aus NL (Lohn März-Dez) unter Progressionsvorbehalt mit angerechnet ?

Vielen Dank für eure Antworten !

Ausland, einkommensteuer, Steuererklärung, Steuerrecht
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Kind besitzt Haus, Vater das Nießbrauchrecht. Nun soll das Haus wieder auf den Vater übertragen werden. Fällt Grunderwerbssteuer oder Schenkungssteuer an?

Ein Kind besitzt ein Haus (hat es vor 20 Jahren von den Eltern überschrieben bekommen), Mutter ist mittlerweile verstorben, Vater hat das Nießbrauchsrecht.

Nun soll das Haus wieder auf den Vater umgeschrieben/rückübertragen werden, es geht also wieder in den Besitz des Vaters über. Es wird nicht verkauft, d.h. es fließt kein Geld.

In gerader Linie (absteigend), d.h. Eltern an Kinder fällt ja keine Grunderwerbssteuer an.

Ich habe aber gelernt, das Kinder an Eltern (gerade Linie, aufsteigend) z.B. bei einer Schenkung nur einen Freibetrag von 20.000 Euro haben (außer im Todesfall, dann 100.000) und nicht wie Eltern an Kinder (gerade Linie, absteigend) 400.000 Euro.

Die Verwandtschaft in gerader Linie wird also nicht gleich behandelt.

Frage ist also:

Fällt beim Überschreiben einer Immobilie von Kindern an Eltern Grunderwerbssteuer an?

Und sagt vielleicht der Fiskus, obwohl kein Geld fließt, das Haus wäre aber z.B. 250.000 Euro wert und möchte in dieser Höhe "Schenkungssteuer" (abzüglich der 20.000 Euro Freibetrag) kassieren?

Ist eine Rückübertragung eine Schenkung?

Wie ließe sich eine Rückübertragung einleiten? Reicht es aus, wenn das Elternteil sagt, es möchte das Haus zurückhaben und das Kind stimmt zu oder muss es eine Begründung geben? Wer prüft das?

Grunderwerbssteuer, Immobilienverkauf, Steuerrecht
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Frage bezüglich einer unregelmäßigen freiberuflichen Tätigkeit?

Hallo,

meine Freundin ist Studentin und war seit Anfang dieses Jahres in geringem Umfang freiberuflich (Künstlerin) tätig. Sie hat insgesamt 1300 Euro an Gewinn erzielt. Da ihr Einkommen jedoch unter dem Grundfreibetrag von 9.168 Euro (2019) liegt, sollte sie nicht (als momentan Ledige) steuerpflichtig sein.

Wir haben allerdings vor, dieses Jahr noch zu heiraten und wollen die Steuerklassen 3 (für mich) und 5 (für sie) wählen. Da ich jedoch fest angestellt bin und somit unser gemeinsames Einkommen höher als 18.336,00 € (Grundfreibetrag für Ehepaare bei gemeinsamer Veranlagung zur Einkommensteuer) betragen wird, würde ich gerne erfahren, wie wir nach dem Steuerklassenwechsel verfahren sollten. Ist es dann möglich, bei der gemensamen Steuererklärung nächstes Jahr einfach ihre freiberuflichen Tätigkeiten miteinzugeben, ohne sie vorher als Freiberufliche beim Finanzamt eintragen zu lassen? Ihr Einkommen ist sehr unregelmäßig. Sie weiß nicht mal, ob sie auch nächstes Jahr freiberufliche Aufträge kriegen wird.

Außerdem hat sie bezüglich ihrer freiberuflichen Tätigkeit eine Rechnung und einen freien Dienstvertrag ausfüllen müssen. In diesen hat sie keine Steuernummer eingeben können, weil sie keine hatte. In diesen steht jedoch der auszuzahlende Betrag, ihr Name, ihr Geburtsdatum, die Adresse und die Bankdaten drin. Auf diesen Papieren steht, dass der Auftraggeber eine Kontrollmitteilung ans Finanzamt machen wird und es sich dabei um eine selbstständige Tätigkeit handelt. Ist dies überhaupt rechtsgültig, wenn sie keine Steuernummer eingegeben hat? Wird so etwas vom Finanzamt berücksichtigt?

Ich frage, weil ich grundsätzlich keine Ahnung habe und bis jetzt nie eine Steuererklärung abgeben musste. Bitte entschuldigt mein Unwissen.

Vielen Dank.

Steuerberater, Steuererklärung, Steuerklasse, Steuerrecht
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Umsatzsteuerbefreiung nach §4 Nr. 21 a, aa, b, bb?

Hallo,

ich habe seit dem letzten Jahr (2018) eine Betriebsprüfung. Dies finde ich auch nicht schlimm, da ich so sicher stellen kann das alles bei bester Ordnung ist.

Diesmal hat allerdings das Finanzamt in Wolfenbüttel was zu beanstanden....

Sachverhalt:

Ich bin Sicherheitsunternehmer und biete auch Dozententätigkeiten an privat Schulen an.

Ich habe mehrere Schulen als Kunden und doziere an denen. In bestimmten Fällen kommt es vor das Unterrichte an verschiedenen Schulen gleichzeitig durchgeführt werden müssen.

Aus diesem Grund greife ich auf mein Dozentenpool und schicke mit Absprache der Schulen freiberufliche Dozenten.

Die freiberuflichen Dozenten stellen mir für ihre Dienstleistungen eine Umsatzsteuerbefreite Rechnung und ich selbst stelle an die Schulen auch eine umsatzsteuerbefreite Rechnung.

Bei der vorletzten Betriebsprüfung ist das ohne Beanstandung durchgekommen.

Jetzt allerdings beruft sich das Finanzamt auf ein Urteil des BFH vom 23.08.2007 https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/276306/ das besagt, dass die Umsatzsteuerbefreiung bei nicht selbstausgeführter Tätigkeit entfällt.

Daraufhin wurde seitens des Finanzamtes der Nettowert der Rechnungen zum Bruttowert umgewandelt und ich war gezwungen die Mehrwertsteuer von 19% selber zu tragen.

Das Prüferin des Finanzamtes aus Wolfenbüttel sagte mir in einem persönlichen Gespräch, dass ich die Differenz von 19% bei den Schulen in Rechnung stellen kann, da diese sich sie Steuer von den jeweiligen Finanzämtern zurückholen kann.Also schrieb ich eine Korrekturrechnung an eine der Schulen. Ich erhielt auch nach wenigen Stunden eine Antwort… (Eine Schulleitung mit der man auch diese Art der Probleme besprechen kann.)Dort hieß es:dass der Sachverhalt an den jeweiligen Steuerberater gegangen sei und dieser meine früheren Rechnungen als korrekt verbucht hat.Die Schule ist nach §4 Nr. 21 a umsatzsteuerbefreit. und somit die alten Rechnungen korrekt gestellt und somit die Rechnungskorrektur als nichtig angesehen wird.Gleichzeitig kam der Hinweis, dass die Schule ein Betrag X, für eine Unterrichtseinheit an mich gezahlt hat von diesem Betrag habe ich mir 1,00€ genommen und habe den Rest an den freiberuflichen Dozenten weitergegeben, da dieser ja auch an den Schulen Doziert hat.Der Betrag der an den freiberuflichen Dozentengegangen ist wäre wohl umsatzsteuerbefreit. Der eine Euro der bei mir geblieben ist wäre allerding nicht mehr Umsatzsteuerbefreit.

Finanzamt, Steuerrecht, Umsatzsteuer
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Wie mache ich vorgewerblich privat angefallene Kosten für den Warenerwerb steuerlich für mein Unternehmen geltend?

Ich plane die Eröffnung eines Second-Hand-Shops für hochwertige Kinderkleidung. Ich habe sowohl die getragene, i.d.R. vor mehr als drei Jahren neu gekaufte Kleidung meiner eigenen Kinder, die ich verkaufen möchte, als auch in den letzten drei Jahren einiges an Kleidung über Ebay & Co. hie und da gekauft wenn sich gute Gelegenheiten ergaben. Natürlich werde ich auch einen Steuerberater konsultieren. Trotzdem stellt sich mir jetzt, da ich meinen Business Plan schreibe und gern vor dem Gespräch mit dem Steuerberater ein paar Zahlen parat hätte die folgende Frage: Wie mache ich die Kosten, die ich für den Erwerb meiner Ware vor der Gewerbeanmeldung hatte, steuerlich geltend?

Kommt eine Teilwertabschreibung in Frage? - denn die damals zu hohen Preisen neu gekauften Sachen sind ja nun nachdem sie gebraucht sind nicht mehr ihren Anschaffungspreis wert (und ich habe zudem auch nur z.T. Belege über diese Anschaffungen). Und falls ja - Wäre ein realistischer Teilwert denn der Verkaufspreis, mit dem ich die Waren jetzt anbieten werde?

Und wie verhält es sich mit gebraucht gekauften Sachen (i.d.R. von privat)? Sind dort die tatsächlichen Anschaffungskosten relevant? Oder könnte ich hier ähnlich verfahren und sie in mein Betriebsvermögen aufnehmen analog zu den neu gekauften Sachen?

Und werde ich in den sauren Apfel beißen müssen und für alle Einzelteile (es sind so wahnsinnig viele...) eine Aufstellung machen müssen über Anschaffungspreis, Teilwert oder was auch immer oder sind hier in irgendeiner Form aggregierte Daten zulässig (z.B. einfach zu zählen 50 Röcke à 15€, 100 Kleider à 20€ o.ä.)

Welche Dokumentationsanforderungen ergeben sich hier durch die Differenzbesteuerung nach § 25a Abs. 1 UStG? Ich habe jetzt gelesen dass man für Waren die man aus dem Privatvermögen der betrieblichen Nutzung zugänglich macht nicht die Differenzbesteuerung anwenden darf. Stimmt das?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, da mir das Thema Kopfzerbrechen bereitet. Vielen Dank!

Steuerrecht
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