Einzelunternehmer mit 200.000 Schulden. Was tun?

Hallo Leute,

ende 2019 habe ich mit der Selbständigkeit im Bereich e-commerce angefangen. Mit Kleinunternehmerregelung angefangen und nach einigen Monaten war ich durch den Umsatz als Einzelunternehmer tätig. Mein Steuerberater hat die Voranmeldung wie auch Buchführung und Jahresabschlüsse zwar ordentlich vorbereitet aber die Steuern wurden noch nicht gezahlt.

Wie oben erwähnt wurden keinerlei Steuern gezahlt, weil ich (also mein Unternehmen) beim Finanzamt nicht eingetragen ist. Es wurden keine MwSt, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer und Einkommensteuer gezahlt.

Ich habe ein Riesen Fehler gemacht, indem ich mein ganzes Geld (ink. Steuergelder) im Ausland für ein Projekt investiert habe. Worauf wir innerhalb 6 Monaten mit einem x2 Gewinn gerechnet haben.

Nun muss ich bis 2022 März (laut Steuerberater) alle Steuergelder zahlen.

Da ich das Geld nicht verdienen kann und durch die Pandemie keinerlei Umsätze erzielt habe gingen die Geschäfte viral abwärts. Dementsprechend habe ich mich beim Jobcenter angemeldet und beziehe derzeit Hartz 4.

Meine Frage hierzu wäre, wie sollte ich vorgehen?

Wie ergibt sich der weitere Prozess, wenn ich zum Finanzamt gehe und sage das ich das Geld nicht habe. Allein die MwSt. nicht.

Muss ich Insolvenz anmelden ?

Leider kann ich diese Fragen mein Steuerberater nicht mehr fragen weil ich gekündigt habe. Er hat bis zum letzten Tag die Buchführung Korrespondenz durchgeführt.

Gruß Jonathan

Anwalt, Finanzamt, Recht, Schulden, Steuerberater, Steuern, Steuerrecht
Was muss ich bei einem Nebenjob beachten?

Hallo zusammen,

ich bin vollkommen verwirrt im deutschen Steuersystem und bitte daher um eure Hilfe:

Meine Situation: Ich habe 2020 Abitur gemacht und im WS 20/21 ein halbes Jahr studiert, musste das Studium wegen Krankheit und Corona aber abbrechen. Im Oktober 2021 fange ich dasselbe Studium erneut an. In der Zwischenzeit (April bis Juli/August ) bin ich als Gasthörer eingeschrieben und höre mir eine Vorlesung an, die ich mir anrechnen lassen kann (ist aber kein Vollzeitstudium / bin nicht immatrikuliert).

Nun würde ich gerne nebenbei arbeiten. Ein Werkstudentenjob geht ja nicht, aber was ist mit Minijobs: Da darf man ja nicht über 450€/Monat kommen. Aber das gilt doch nur aufs Jahr gerechnet oder? Also wenn ich 4 Monate zwei Minijobs habe aber in den restlichen Monaten gar nicht arbeite, ist das doch auch okay?

Und wenn ich jetzt bei einer Firma für 15 Stunden pro Woche festangestellt bin, aber auch hier nur 4 Monate arbeite, und insgesamt mit einem Minijob unter den Steuerfreibetrag von 9744€ komme, dann kann ich doch auch ,,alles behalten“ oder? Oder wird mir dann bei der Festanstellung schon Steuer abgezogen und ich bekomme sie dann im Folgejahr durch die Steuererklärung zurück, weil ich zeige, dass ich übers Jahr gesehen unter dem Freibetrag war?

Wie ist das dann mit den Versicherungen? Ich bin bei meinem Vater mit Privatversichert, aber von Renten und Arbeitslosenversicherung habe ich gar keine Ahnung...

vielen Dank!!!

Minijob, nebenjob, Steuerberater, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht
Können Kosten für einen Berufspilotenschein als Aufwendungen eines Transportunternehmens deklariert werden?

Hallo,

ich möchte mich beruflich verändern und ein kleines Transportunternehmen gründen. Derzeit bin ich Angestellter in einem anderen Bereich und möchte mich aber selbstständig machen. Es sollen Personen und Güter auf dem Straßen und Luftweg transportiert werden. Da ich derzeit aber noch nicht über einen Pilotenschein für einen Hubschrauber verfüge (weder gewerblich noch privat) möchte ich diesen während des laufenden Betriebs erwerben. Die Aufwendungen hierfür möchte ich ausschließlich mittels vorher generierter Einnahmen aus Transporten auf dem Landweg finanzieren da ich nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfüge und hierfür auch keinen Kredit aufnehmen möchte.

Dies wird sicherlich mindestens zwei Jahre dauern bis ich alle Lizenzprüfungen (erst PPL, dann CPL, dann ATPL) und Zertifikate (IR, NF, AZF, etc.) absolviert habe.

Die Kosten belaufen sich am Ende wohl auf ungefähr 100.000 Euro für alles. Bis dahin nutze ich meinen privaten PKW für die Durchführung der Transporte.

So lange wie die Flugausbildung dauert werde ich keine Gewinne aus dem Gewerbebetrieb erzielen sondern wie gesagt alle erzielten Einnahmen aus dem Gewerbe direkt zur Finanzierung der Ausgaben für die Flugausbildung verwenden. Für diese Zeit werde ich aus finanziellen Gründen zur Deckung des Lebensunterhalts auch weiter als Angestellter tätig sein und die Selbstständigkeit nur im Nebenerwerb betreiben. Erst wenn alles absolviert ist würde ich dann in den selbständigen Vollerwerb mit meinem Transportunternehmen wechseln und einen eigenen Hubschrauber für diese Zwecke kaufen oder leasen.

Kann mir jemand sagen ob dies aus steuerlicher und gewerblicher Sicht zulässig ist? Nach meiner Ansicht sollte es so sein, da es ja dem erreichen des Betriebszwecks dient und nur durch absolvieren der Kurse und Zertifikate dies möglich ist.

Es darf ja auch nicht sein das nur derjenige eine bestimmte selbständige Tätigkeit aufnehmen kann, der vorher schon genug Geld hatte für die Ausbildung dazu, oder?

Danke für Ihre Hilfe.

Steuerrecht, Gewerberecht
Habe ich Steuern hinterzogen?

Hallo,

ich habe heute festgestellt dass ich für die Jahre 2018 und 2019 wahrscheinlich einen großen Fehler bei der Steuer gemacht habe.

Ich habe jeweils zwischen 30 und 40 Artikel bei reBuy verkauft(in Summe schon so ca. 20.000-25.000€). Es waren überwiegend neue Artikel die ich mit geringem Gewinn (manchmal nur 5€) max. 20€ verkauft habe. Das habe ich als Privatperson gemacht. Ich habe also so zwischen 500-700€ Gewinn gemacht.
Jetzt bin ich darauf gestoßen, dass bei Neuware man das als gewerblich sehen kann. Ist das in dem Fall zutreffend?
Wenn ja wäre ich wahrscheinlich darunter. Müsste noch mal genau rechnen. Aber das Problem beschreibe ich weiter unten noch.

Ich habe auch schon länger ein Nebengewerbe angemeldet, es aber nie darüber abgewickelt. Ich meine in der Steuererklärung bei Nebeneinkünften angegeben.
Wenn es als geschäftlich deklariert würde, wäre ich ja auch Umsatzsteuerpflichtig, weil Umsatz ja größer 17.500€, oder?

Erschwerend kommt noch dazu dass ich jetzt den Gewinn genau ausrechnen wollte. Ich finde aber den Ordner mit den Rechnungen der Einkäufe nicht mehr.
Ich habe also im Prinzip nur die Verkäufe auf dem Konto!
Dass ich die Sachen auch einkaufen musste ist ja klar, aber wie kann ich das jetzt nachweisen?
Was macht das Finanzamt in solchen Fällen? Ist das überhaupt ein Thema für das Finanzamt?
Jetzt stehe ich vor der Frage, habe ich hier Steuern hinterzogen?

Was würdet Ihr mir da jetzt empfehlen?
Sollte ich hier über eine Selbstanzeige nachdenken?

Finanzamt, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht
Verlustvortrag und Einkommen in Relation?

Hallo zusammen,

leider gibt es hier eine gewisse Unklarheit zum Thema Verlustvortrag.

Eine kurze zeitliche Übersicht.

Angestellter bis 2017

Master-Studium 2018 – 2019

Steuerpflichtiger Minijob 2019 (7.000 € Einnahmen)

Angestellter seit 2020

Mein Gedanke ist, einen Verlustvortrag aus meinem Master-Studium für das Steuerjahr 2020 anzuwenden.

Deshalb habe ich im Jahr 2020 meine Steuererklärung für das Steuerjahr 2018 erstellt. Das Finanzamt hat Verluste in Höhe von 8.000 € festgestellt. Diese Verluste wurden zuerst auf das Steuerjahr 2017 als Verlustrücktrag angewendet, was mir einen neuen Steuerbescheid für das Jahr 2017 mit einer Rückzahlung ergeben hat. Ich habe darauf Einspruch eingelegt, da ich einen Verlustvortrag und keinen -nachtrag haben wollte. Ich nahm an, dass durch mein höheres Einkommen nach dem Master mehr Vorteile bei der Steuerrückzahlung entstünden. Das Finanzamt hat den Einspruch schlussendlich genehmigt und 8.000 € Verluste wurden ins nächste Jahr übertragen.

Im Anschluss habe ich meine Steuererklärung für das Steuerjahr 2019 erstellt. Meine Einnahmen von 7.000 € liegen unterhalb des Grundfreibetrag (9.168 €), so dass ich erwartet habe, die bereits gezahlten Steuern zurück zu bekommen und das meine Verluste sich erhöhen oder gleichbleiben. Der Steuerbescheid bestätigte, dass die bereits gezahlten Steuern vollständig zurückerstattet werden. Meine Einkünfte wurden dabei nach Abzug der Werbungskosten etc. auf ca. 6.000 € berechnet. Hätte ich keine Verluste aus dem Vorjahr gehabt, wären mir nun aufgrund des Grundfreibetrags die Steuern zurückgezahlt worden.

Nun habe ich aber einen Verlustvortrag. Dieser wurde zusätzlich mit den Einkünften verrechnet, so dass im Steuerjahr 2019 nur noch ein Verlustvortrag von 2.000 € (8.000 – 6.000 €) übrigbleibt.

Ich musste erstmal kräftig schlucken und habe mich tierisch geärgert, wie das sein kann und habe direkt Einspruch eingelegt, damit meine Verluste unangetastet in das Steuerjahr 2020 weitergeführt werden. Allerdings wurde dieser Einspruch abgelehnt, weil die Verluste wohl zwingend mit den Einkünften verrechnet werden müssen.

Nun ein paar Fragen an Euch:

1. Ist eine Weiterleitung des Verlustvortrags von 8.000 € in das Jahr 2020 wirklich nicht möglich?

2. Falls nein, ist es möglich, den Verlustvortrag von 2018 trotz damaligem Einspruch als Verlustrücktrag auf das Steuerjahr 2017 anzuwenden?

3. Macht es Sinn einen Steuerberater hinzuziehen bzw. welche Chancen auf Erfolg ergeben sich?

Ich scheine mir ansonsten durch Unwissenheit 6.000 € Verluste verspielt zu haben…

Vielen Dank vorab und viele Grüße,

Max

Steuererklärung, Steuerrecht, Verlustvortrag
Dropshipping store was erwartet mich?

Hallo,

erstmal für die, die nicht wissen, was ein Dropshipping store ist:

Ich erstelle eine Website, auf welcher ich ein Produkt verkaufe. (Oft bekommt man besonders auf Social Media Plattformen Werbung zu solchen Webseiten). Dieses Produkt aber bestelle ich in China. Ich bestelle es aber nicht zu mir und dann zum Kunden sondern direkt beim Verkäufer mit den Daten des Kunden und bin somit der Mittelmann, über den der Verkauf dann abgewickelt wird und jener, der das Marketing übernimmt.

Nun zu meiner Frage: Ich habe inzwischen schon einen Store erstellt und auch alles dazu gemacht. Nur eben noch nicht das Rechtliche. Ich nehme stark an, dass ich hier in Österreich ein Gewerbe anmelden muss, da ich ja eigentlich mit den Waren handle und ebenfalls Geld dadurch erwirtschafte.

Reicht da lediglich Anmeldung eines Gewerbes? Und wenn ja, kann ich dann mit diesem Gewerbe mehrere Online-Stores erstellen in den verschiedensten Nischen?

Des Weiteren wollte ich fragen, ob ich bei einem Verkauf ins Ausland dort eine Steuernummer brauche oder wie genau das funktioniert? Ist es möglich, dass ich zB.: in die USA verkaufe (wie gesagt den Transport übernimmt der VK in China) und ich setze die Steuer nur hier in Österreich ab oder muss dort, wo der Kunde ist die Steuer abgeführt werden und es wird dort dann auch eine Steuernummer benötigt? Weil, sollte ich jene benötigen, wäre es wahrscheinlich am klügsten erstmal NUR innerhalb von Österreichs zu verkaufen.

Sorry für die lange Frage, ich hoffe, dass mir hier wer helfen kann :)

Danke & LG

Gewerbeanmeldung, Steuern, Steuerrecht
Wie lange dauert Gründung einer vermögensverwaltenden Gesellschaft?

Hallo,

ich habe seit 2014 ein Mehrfamilienhaus, das ich damals für 200000 Euro gekauft habe. Diesen Betrag schreibe ich seitdem zu 2% ab (AfA). Außerdem kommt der Jahreszins von ca. 2000 Euro des Kreditgebers hinzu und Fahrtkosten zum Objekt bei Neuvermietungen und Übergaben. Die Jahresmieteinnahmen belaufen sich netto auf 18000 Euro.

Ende Januar/Anfang Februar 2021 erwerbe ich in München zwei neue Eigentumswohnungen als weitere Kapitalanlagen. Durch den jeweils hohen Wert habe ich auch eine hohe AfA und hohe Zinsen. Die Jahresnetto-Mieteinnahmen werden die Kreditraten ausgleichen bis überschreiten. Hinzu kommt einmalig jeweils die Bausparkassen-Abschlussgebühr weil ich beides über jeweils ein Fälligkeitsdarlehen finanziere. Das Gute bei diesen Darlehen ist genau dieser Punkt und dass man bis zur Zuteilung nur Zinsen an den jeweiligen Kreditgeber zahlt. Zinsen sind ja voll absetzbar und die Bausparkassen-Abschlussgebühr in dem Jahr, in dem sie anfällt.

Nun habe ich aufgrund meines hohen Steuersatzes von 42-45 % vor, eine Vermögensverwaltende Gesellschaft (VVG) zu gründen. Damit würde ich die Grunderwerbsteuer beider neuen Anschaffungen sparen und bei den Mieteinnahmen. Klar, die AfA und die Jahreszinsen wären dann auch dementsprechend mit weniger Prozent absetzbar (ca. 20 % statt 42–45%).

Das einzige Problem wäre die Überführung des Mehrfamilienhauses in die VVG, wofür ich extra Grunderwerbsteuer für NRW zahlen müsste, da sich das Objekt im Ruhrgebiet befindet.

Meine Fragen:

  1. Lohnt sich das für mich? Mir ist bewusst, dass ich nur über eine Ausschüttung per Abgeltungssteuer oder über ein Darlehen Kapital aus der VVG für Privates abgreifen kann.
  2. Bisher habe ich für die neuen Objekte lediglich die Reservierung beim Bauträger gemacht. Muss ich denen mitteilen, wenn ich vorhabe, eine VVG zu gründen, damit sie dem Notar das mitteilen und der Verkauf an die neue VVG direkt geht?
  3. Was passiert mit den bereits beantragten Krediten? Müssen die Kreditgeber informiert werden oder kann ich als Privatperson weiterhin Vertragspartner sein?
  4. Kann ich das jeweilige, im Kreditvertrag angemeldete Eigenkapital als Stammkapital (mind. 25000€ für die Anmeldung als VVG) verwenden?
  5. Wenn ich die Anmeldung vor Silvester einreiche, wäre der Abschluss bis zum Notartermin (Ende Januar / Anfang Februar) der neuen Objekte erfolgt? Oder muss die Anmeldung bereits abgeschlossen sein, bevor der Bauträger den jeweiligen Notartermin beantragt?

Dankeschön

Finanzamt, Immobilien, Immobilienkauf, Miete, Steuererklärung, Steuerrecht, Mieteinnahmen
Steuerbefreiung Familienheim - 1/2 steuerfrei erben und andere (eigene) Hälfte danach verschenken?

Folgender Fall: Ehepaar besitzt 50/50 ein Haus/eine Wohnung. Nun verstirbt einer der Eheleute, Partner bleibt im gemeinsamen Familienheim wohnen und erbt somit nach §13 ErbStG den halben Anteil des Partners steuerfrei - dafür muss das Familienheim aber für 10 Jahre weitergenutzt werden (Übertragung mit Wohnrecht oder Nießbrauch reicht dafür nicht aus - vgl. BFH, 11.07.2019 - II R 38/16).

Frage 1

Kann der Partner denn zumindest über seine Hälfte des Familienheims, die ihm bereits vor dem Erbfall gehörte, verfügen und diese Hälfte bereits vor Ablauf der 10-Jahresfrist auf z.B. Kinder übertragen oder würde dies dann auch einen Nachversteuerungstatbestand auslösen?

Frage 2 - Fallvariation: Übertragung nach 1 scheidet aus

Kinder erben das Familienheim irgendwann von Todes wegen zu gleichen Teilen. Nun werden wohl kaum alle zusammen zur Eigennutzung in das Familienheim einziehen (und das FA das sicher nicht anerkennen). Können sich die Kinder dann das Erbe einvernehmlich aufteilen und einer bekommt sinnvollerweise das Familienheim zur Eigennutzung inkl. Steuerbefreiung? (*) Oder wird die Wohnfläche dann nach Erbteilen gestückelt und wer in das Familienheim einzieht bekommt seinen m2-Anteil steuerfrei (und die nicht einziehenden Geschwister haben Pech gehabt und müssen ihre m2 versteuern)?

(*) Dieser Satz in §13 (1) 4c irritiert mich dabei: "kann die Steuerbefreiung nicht in Anspruch nehmen, [...] wenn ein Erbe im Rahmen der Teilung des Nachlasses begünstigtes Vermögen auf einen Miterben überträgt."

erbrecht, Immobilien, Steuerrecht
Steuerausgleich und Steuerklasse(rückwirkend) - Anfänger?

Hallo an alle,

Ich brauche kurz eure Hilfe zum Thema Steuern. Ich bin Anfänger was das angeht weil es mein erstes Arbeitsjahr ist und ich mich daher nicht auskenne bzw. ich sowas noch nicht gemacht habe. Also:

Wir wohnen seit dem 26.11.2019 in Deutschland.

Ich arbeite seit dem 3.12.2019 und zahle Steuern.

Verheiratet schon vor dem Zuzug nach Deutschland

Meine Frau war bis vor ein paar Tagen arbeitslos, seit 01.November arbeitet sie hat aber in der ganzen Zeit kein Geld vom Amt bezogen.

Ich war vom 12/19 bis zum 05/20 (5 Monate) in der Steuerklasse 4, war aber Alleinverdiener, leider kannte ich mich nicht so gut aus und wusste nicht sofort in die Steuerklasse 3 zu wechseln.

Ab dem 06/20 bin ich zur Steuerklasse 3 gewechselt. Meine Frau war arbeitslos.

Jetzt wo sie arbeitet wollen wir zu 4/4 wechseln.

Meine Fragen:

1) Kann ich die überflüssigen Steuern (Zeit: 5 Monate) wo ich in der Steuerklasse 4 war, obwohl ich Alleinverdiener war, zurückbekommen, sprich meine Steuerklasse für diesen Zeitraum rückwirkend von 4 zu 3 ändern?

2) Da der Arbeitsbeginn meiner Frau erst kurz vor Ende Oktober feststand, war ein Steuerwechsel zu 4/4 zeitlich leider nicht mehr möglich. Wir haben heute eine Änderung beantragt, für diesen Monat November bleiben wir aber im 3/5 System oder? Kann man auch hier die Steuerklasse rückwirkend ändern? Da sie sogar mehr verdient als ich ist 3/5 sehr schade da ihr sehr viel abgezogen wird.

3) Falls das möglich sein sollte, wie geht man da vor? Macht man das über die Steuererklärung? Wann kriegt man die Steuern zurück?

4) Wird das in der Steuererklärung am Ende des Jahres angegeben?

Ich war in Österreich wohnhaft, dort ist die Frist am Ende des Jahres, hier habe ich etwas von 31.Juli gelesen daher bin ich ziemlich verwirrt.

Wäre sehr nett wenn ihr mir helfen könntet. Ich danke jedem im Vorraus

Liebe Grüße und schönen Abend

Einkommensteuererklärung, Finanzamt, Finanzen, Steuerberater, Steuererklärung, Steuerklasse, Steuern, Steuerrecht
Muss ich diese Tätigkeit anmelden und lohnt sich das?

Ich bin angestellt für 32 Stunden, 4 Tage die Woche und möchte nebenbei noch etwas dazu verdienen mit meiner zweiten leidenschaft, der videografie und Fotografie. Ich mache schon hin und wieder kleinere Projekte, allerdings kommen jetzt anfragen für Projekte die teilweise 600€ bringen. Ich nehme nur Projekte an, an denen ich selbst volle Gestaltungsfreiheit habe, denn ich möchte meinen eigenen Stil in die Arbeit mit reinbringen (Image Videos, Promo Videos, 1-2 Hochzeitsvideos im jahr, und hin und wieder fotoshootings). Ich weiß, dass das es von finanzamt zu Finanzamt unterschiedlich ist, wie sie entscheiden bzgl. Freiberuflichkeit und Gewerbe. Aber kann jemand eine Einschätzung vornehmen? Da ich ja keine Aufträge annehmen würde, die strikte vorgaben haben, sondern immer vollstes Mitspracherecht habe. Nun ist es ja so, dass ich mit einem Nebenerwerb in Steuerklasse 6 eingruppiert werde, egal ob es freiberuflich oder gewerblich ist. Ich würde im Monat vllt auf 300/400€ kommen. Einen 450€ Job kann man nebenberuflich ja steuerfrei machen, bei einem Nebengewerbe sieht das anders aus richtig? Wieso ich nicht zum Finanzamt gehe und mich beraten lasse? Die beraten in ihrem Sinne und ich möchte unabhängige Meinungen hören. Viele Fragen ein Thema, ich hoffe ich habe es deutlich erklärt und freue mich über jede Antwort.

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Distribuieren ohne Geld anzunehmen - Spotify?

Hallo, ich hab nochmals eine Frage zum Thema Spotify / Geld - Der Weg den ich auf der anderen Frage besprochen habe, würds ja funktionieren

Ich bin ein kleiner Künstler und produziere Musik eigentlich nur als Hobby (dass das mal mein Job wird ist ein Traum und nicht wirklich wahrscheinlich)

Würde aber trotzdem versuchen wollen, meine Reichweite zu erweitern - Jeder Künstler hat seine Ziele

Ich bin immer am wanken ob ich für die 0,0004 ct - 0,014 ct (Je nach Dienst, ich würde den Free-Plan benutzen, da gehen nochmal 15% an den Dienstleister) da die man pro Stream bekommen würde extra eine Selbstständigkeit anmelden soll (bei mir würden vielleicht 1.50 Pfund pro Jahr rauskommen - WENN ÜBERHAUPT :)

Bei dem Dienst (RouteNote) welcher mir die Sachen auf Spotify etc hochladen würde, müsste ich manuell meine Paypal-Email eintragen damit sie mich auszahlen könnten, nun kam mir die Idee da es mir erstmal gar nicht einzutragen - So würde das Geld erstmal nur auf meinem Account des Distributor liegen und gar nicht auf mein Bankkonto kommen, ich könnt damit auch nichts machen! - Wäre das Steuerhinterziehung? Oder könnt ich das erstmal so machen und wenn ich das mit dem Amt geredet habe ob es unbedingt eine Selbstständig sein muss, mein Mini-Geld auszahlen lassen?

Ich würde ja kein Einkommen generieren wenn es auf dem Routenote Account liegen würde

Ergo Routenote hätte es erstmal

Ich bin bei diesem Thema sehr vorsichtig, deswegen ist die Frage auch etwas länger, mit Geld / Steuern spaßt man nämlich nicht!

Grüße!

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Versteuerung Ü-Stunden nach Ausscheiden aus der Firma?

Folgender Sachverhalt, vielleicht bekomm ich eine fundierte Antwort ohne Vermutung.

Bis 30.04.2020 arbeitete ich in Firma A, seitdem 01.05.2020 in Firma B. Das Angestelltenverhältnis wurde ordentlich durch mich gekündigt. Nach Ausscheiden aus Firma A, hatte ich noch ein kontingent an Ü-Stunden die ausbezahlt werden sollten. Jetzt hab ich in meiner Juli Abrechnung in Firma B auf einmal Steuerklasse 6 rückwirkend zum 01.06. bekommen. Folgendes ist passiert:

Firma A hat sich für den 01.06. als mein Hauptarbeitgeber angemeldet um meine Ü-Stunden abzurechnen und sich gleich wieder abzumelden. Dementsprechend ist Firma B natürlich beim FA auf den Nebenarbeitgeber gerutscht (normaler und korrekter Vorgang). Firma B hat sich bereits wieder als Hauptarbeitgeber rückwirkend zum 01.05. angemeldet wie es auch korrekt ist, es besteht ja sonst kein weiteres Angestelltenverhältnis. Jetzt hab ich von Firma A tatsächlich zwei Lohnsteuerbescheinigungen liegen, die reguläre vom 01.01. bis 30.04. mit meinem laufen Entgelt, sowie eine mit dem Zeitraum 01.06. - 01.06 mit dem Betrag der Ü-Stunden. Firma A behauptet alles korrekt gemacht zu haben, Firma B könnte sich ja im Mai und ab dem 02.06. als Hauptarbeitgeber anmelden. Das ist doch nicht korrekt?! Ich bin der Meinung, die Überstunden hätten auf die April-Abrechnung korrigiert werden, somit auch die Lohnsteuerbescheinigung für den Zeitraum 01.01.-01.04. um den Betrag welcher jetzt auf dieser dubiosen zweiten Lohnsteuerbescheinigung steht erhöht/korrigiert werden müssen. Ich habe ja ab dem 01.05. überhaupt kein Verhältnis mehr zur Firma A, somit kann sie sich ja auch nicht für einen Tag wieder als mein Hauptarbeitgeber anmelden. Jetzt stimmen ja auch ggf. die Sozialversicherungsmeldungen gegenüber der Rentenkasse etc. ja auch nicht mehr.

Rentenversicherung, lohnsteuerklasse, Steuerrecht, Rentenbeiträge

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