Zusätzliche Außergewöhnliche Belastungen?

Ein seit der Geburt schwer behindertes erwachsendes Kind, Pflegegrad 5, Merkzeichen aG, H, Bl lebt bei den Eltern, der Pflegepauschbetrag wird auf die Eltern übertragen.

Seit 15 Jahren wird eine Aufstellung über Fahrtkosten des Kindes geführt, auch Fahrten für Urlaub und Besuchsfahrten, so wie es im Gesetzestext steht.

Die jährliche Fahrleistung wird anhand von Werkstattrechnungen nachgewiesen, es werden ca. 15.000 km im Jahr gefahren und ca. 9000 km entfallen auf das Kind. Also im angemessenen Rahmen.

Die Eltern setzen keine Werbungskosten ab, da sie mit einem Dienstwagen zur Arbeit fahren.

Jetzt gibt es plötzlich Probleme.

Die neue SB verlangte zuerst erneut eine Kopie des Schwerbehindertenausweises, obwohl er unbefristet gültig ist und bereits vorgelegen hat.

Sie forderte eine erneute Aufstellung über die Aufwendungen für Arznei, Heil- oder Hilfsmittel, die ihre Notwendigkeit durch ärztliche Verordnung eines Arztes oder Heilpraktikers nachgewiesen haben.

Das kann man leider nicht bei den frei verkäuflichen Arzneien ohne Rezeptpflicht, da man jedes Mal ein grünes Rezept holen müsste, und auch nicht jeder Arzt das mit macht. Es handelt sich um Mittel gegen Allergie, Erkältung usw. .

Zu den Fahrtkosten wurde nichts angefragt!?!

Jetzt hat man den Steuerbescheid erhalten und sämtliche Krankheitskosten wurden doch anerkannt aber abzüglich der zumutbaren Eigenbelastung bleiben 0,--€. Die Fahrtkosten erscheinen nirgends, auch nicht in den Erläuterungen. Daraufhin rief man beim Finanzamt an um eine schlichte Änderung zu bewirken. Die SB schaute nach und ja, alles wurde beantragt. Aber Die SB meinte, es stünde einem keine Fahrtkosten zu, wenn man den Behindertenpauschbetrag nutzt. Und man müsse außerdem für Fahrtkosten ein Fahrtenbuch führen. Man teilte Gegenargumente mit aber die SB meinte nur, wenn man sich beschwert fühle solle man doch Einspruch einlegen.

Da man aber bei einem Einspruch mit einer Verböserung rechnet, wegen der Krankheitskosten, möchte man nochmals schriftlich einen Antrag auf Änderung faxen. Vielleicht lenkt sie ja doch ein. Vielleicht hat sie es wirklich nur vergessen.

Wie ist das alles einzuschätzen, was richtiger Weise zu tun, was soll man davon halten?

D

Steuerrecht
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EKSt Erklärung - Arbeit in Holland & Deutschland im selben Jahr - Bin ich beschränkt steuerpflichtig? Progressionsvorbehalt?

Hallo,

soweit ich weiss, kann ich noch bis Ende 2019 eine freiwillige EKSt Erklärung für das Steuerjahr 2015 abgeben. Jetzt möchte ich herausfinden, ob das sinnvoll ist.

Situation:
Im Jahr 2015 habe ich Jan & Feb in Deutschland und von März-Dez in Holland (NL) gearbeitet. Die Stelle in NL war ein PostDoc an einer Uni - evtl. zählt das als Weiterbildung? In Deutschland hatte ich im ganzen Jahr 2015 einen Hauptwohnsitz gemeldet und eine Wohnung gemietet (einziger Hauptmieter). Von Mai-Dez habe ich meine Wohnung mit Einverständis des Vermieters untervermietet (Einnahmen aus Vermietung). In NL war ich von März-Dez ebenfalls regulär gemeldet (resident tax payer) und habe mein Einkommen aus NL in NL regulär in versteuert. In NL habe ich auch von März-Dez eine Wohnung als Hauptmieter gemietet. Ich war kein Grenzgänger (Entfernung der beiden Wohnungen > 800 km).

Soweit ich weiß, war ich in 2015 beschränkt steuerpflichtig in D weil:
1) ich keinen Wohnsitz in D hatte (meine Wohnung stand mir von Mai-Dez nicht zur Verfügung, weil sie untervermietet war)
2) mein gewöhnlicher Aufenthaltsort nicht in D lag (183 Tage Regel)
3) Ich noch Einkommen aus Zinsen von Ersparnissen bei einer deutschen Bank hatte (Abgeltungssteuer wurde automatisch abgeführt)

Ist das richtig?

Wenn ich meine EKSt Erklärung für 2015 jetzt noch bis 31. Dez 2019 abgebe, zählt das als freiwillige Erklärung (ohne Kosten) oder muss ich mit Gebühren/Strafe rechnen ?

Falls ich in 2015 beschränkt steuerpflichtig war, muss ich nur mein Einkommen in D versteuern. Richtig? D.h. Lohn Jan+Feb, Einnahmen aus Untermiete Mai-Dez und Zinsen von dt. Bank. Richtig?

Wird zur Festlegung des Steuersatzes auf mein Einkommen in D, dann das Einkommen aus NL (Lohn März-Dez) unter Progressionsvorbehalt mit angerechnet ?

Vielen Dank für eure Antworten !

Ausland, einkommensteuer, Steuererklärung, Steuerrecht
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Kind besitzt Haus, Vater das Nießbrauchrecht. Nun soll das Haus wieder auf den Vater übertragen werden. Fällt Grunderwerbssteuer oder Schenkungssteuer an?

Ein Kind besitzt ein Haus (hat es vor 20 Jahren von den Eltern überschrieben bekommen), Mutter ist mittlerweile verstorben, Vater hat das Nießbrauchsrecht.

Nun soll das Haus wieder auf den Vater umgeschrieben/rückübertragen werden, es geht also wieder in den Besitz des Vaters über. Es wird nicht verkauft, d.h. es fließt kein Geld.

In gerader Linie (absteigend), d.h. Eltern an Kinder fällt ja keine Grunderwerbssteuer an.

Ich habe aber gelernt, das Kinder an Eltern (gerade Linie, aufsteigend) z.B. bei einer Schenkung nur einen Freibetrag von 20.000 Euro haben (außer im Todesfall, dann 100.000) und nicht wie Eltern an Kinder (gerade Linie, absteigend) 400.000 Euro.

Die Verwandtschaft in gerader Linie wird also nicht gleich behandelt.

Frage ist also:

Fällt beim Überschreiben einer Immobilie von Kindern an Eltern Grunderwerbssteuer an?

Und sagt vielleicht der Fiskus, obwohl kein Geld fließt, das Haus wäre aber z.B. 250.000 Euro wert und möchte in dieser Höhe "Schenkungssteuer" (abzüglich der 20.000 Euro Freibetrag) kassieren?

Ist eine Rückübertragung eine Schenkung?

Wie ließe sich eine Rückübertragung einleiten? Reicht es aus, wenn das Elternteil sagt, es möchte das Haus zurückhaben und das Kind stimmt zu oder muss es eine Begründung geben? Wer prüft das?

Grunderwerbssteuer, Immobilienverkauf, Steuerrecht
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Frage bezüglich einer unregelmäßigen freiberuflichen Tätigkeit?

Hallo,

meine Freundin ist Studentin und war seit Anfang dieses Jahres in geringem Umfang freiberuflich (Künstlerin) tätig. Sie hat insgesamt 1300 Euro an Gewinn erzielt. Da ihr Einkommen jedoch unter dem Grundfreibetrag von 9.168 Euro (2019) liegt, sollte sie nicht (als momentan Ledige) steuerpflichtig sein.

Wir haben allerdings vor, dieses Jahr noch zu heiraten und wollen die Steuerklassen 3 (für mich) und 5 (für sie) wählen. Da ich jedoch fest angestellt bin und somit unser gemeinsames Einkommen höher als 18.336,00 € (Grundfreibetrag für Ehepaare bei gemeinsamer Veranlagung zur Einkommensteuer) betragen wird, würde ich gerne erfahren, wie wir nach dem Steuerklassenwechsel verfahren sollten. Ist es dann möglich, bei der gemensamen Steuererklärung nächstes Jahr einfach ihre freiberuflichen Tätigkeiten miteinzugeben, ohne sie vorher als Freiberufliche beim Finanzamt eintragen zu lassen? Ihr Einkommen ist sehr unregelmäßig. Sie weiß nicht mal, ob sie auch nächstes Jahr freiberufliche Aufträge kriegen wird.

Außerdem hat sie bezüglich ihrer freiberuflichen Tätigkeit eine Rechnung und einen freien Dienstvertrag ausfüllen müssen. In diesen hat sie keine Steuernummer eingeben können, weil sie keine hatte. In diesen steht jedoch der auszuzahlende Betrag, ihr Name, ihr Geburtsdatum, die Adresse und die Bankdaten drin. Auf diesen Papieren steht, dass der Auftraggeber eine Kontrollmitteilung ans Finanzamt machen wird und es sich dabei um eine selbstständige Tätigkeit handelt. Ist dies überhaupt rechtsgültig, wenn sie keine Steuernummer eingegeben hat? Wird so etwas vom Finanzamt berücksichtigt?

Ich frage, weil ich grundsätzlich keine Ahnung habe und bis jetzt nie eine Steuererklärung abgeben musste. Bitte entschuldigt mein Unwissen.

Vielen Dank.

Steuerberater, Steuererklärung, Steuerklasse, Steuerrecht
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Umsatzsteuerbefreiung nach §4 Nr. 21 a, aa, b, bb?

Hallo,

ich habe seit dem letzten Jahr (2018) eine Betriebsprüfung. Dies finde ich auch nicht schlimm, da ich so sicher stellen kann das alles bei bester Ordnung ist.

Diesmal hat allerdings das Finanzamt in Wolfenbüttel was zu beanstanden....

Sachverhalt:

Ich bin Sicherheitsunternehmer und biete auch Dozententätigkeiten an privat Schulen an.

Ich habe mehrere Schulen als Kunden und doziere an denen. In bestimmten Fällen kommt es vor das Unterrichte an verschiedenen Schulen gleichzeitig durchgeführt werden müssen.

Aus diesem Grund greife ich auf mein Dozentenpool und schicke mit Absprache der Schulen freiberufliche Dozenten.

Die freiberuflichen Dozenten stellen mir für ihre Dienstleistungen eine Umsatzsteuerbefreite Rechnung und ich selbst stelle an die Schulen auch eine umsatzsteuerbefreite Rechnung.

Bei der vorletzten Betriebsprüfung ist das ohne Beanstandung durchgekommen.

Jetzt allerdings beruft sich das Finanzamt auf ein Urteil des BFH vom 23.08.2007 https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/276306/ das besagt, dass die Umsatzsteuerbefreiung bei nicht selbstausgeführter Tätigkeit entfällt.

Daraufhin wurde seitens des Finanzamtes der Nettowert der Rechnungen zum Bruttowert umgewandelt und ich war gezwungen die Mehrwertsteuer von 19% selber zu tragen.

Das Prüferin des Finanzamtes aus Wolfenbüttel sagte mir in einem persönlichen Gespräch, dass ich die Differenz von 19% bei den Schulen in Rechnung stellen kann, da diese sich sie Steuer von den jeweiligen Finanzämtern zurückholen kann.Also schrieb ich eine Korrekturrechnung an eine der Schulen. Ich erhielt auch nach wenigen Stunden eine Antwort… (Eine Schulleitung mit der man auch diese Art der Probleme besprechen kann.)Dort hieß es:dass der Sachverhalt an den jeweiligen Steuerberater gegangen sei und dieser meine früheren Rechnungen als korrekt verbucht hat.Die Schule ist nach §4 Nr. 21 a umsatzsteuerbefreit. und somit die alten Rechnungen korrekt gestellt und somit die Rechnungskorrektur als nichtig angesehen wird.Gleichzeitig kam der Hinweis, dass die Schule ein Betrag X, für eine Unterrichtseinheit an mich gezahlt hat von diesem Betrag habe ich mir 1,00€ genommen und habe den Rest an den freiberuflichen Dozenten weitergegeben, da dieser ja auch an den Schulen Doziert hat.Der Betrag der an den freiberuflichen Dozentengegangen ist wäre wohl umsatzsteuerbefreit. Der eine Euro der bei mir geblieben ist wäre allerding nicht mehr Umsatzsteuerbefreit.

Finanzamt, Steuerrecht, Umsatzsteuer
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Wie mache ich vorgewerblich privat angefallene Kosten für den Warenerwerb steuerlich für mein Unternehmen geltend?

Ich plane die Eröffnung eines Second-Hand-Shops für hochwertige Kinderkleidung. Ich habe sowohl die getragene, i.d.R. vor mehr als drei Jahren neu gekaufte Kleidung meiner eigenen Kinder, die ich verkaufen möchte, als auch in den letzten drei Jahren einiges an Kleidung über Ebay & Co. hie und da gekauft wenn sich gute Gelegenheiten ergaben. Natürlich werde ich auch einen Steuerberater konsultieren. Trotzdem stellt sich mir jetzt, da ich meinen Business Plan schreibe und gern vor dem Gespräch mit dem Steuerberater ein paar Zahlen parat hätte die folgende Frage: Wie mache ich die Kosten, die ich für den Erwerb meiner Ware vor der Gewerbeanmeldung hatte, steuerlich geltend?

Kommt eine Teilwertabschreibung in Frage? - denn die damals zu hohen Preisen neu gekauften Sachen sind ja nun nachdem sie gebraucht sind nicht mehr ihren Anschaffungspreis wert (und ich habe zudem auch nur z.T. Belege über diese Anschaffungen). Und falls ja - Wäre ein realistischer Teilwert denn der Verkaufspreis, mit dem ich die Waren jetzt anbieten werde?

Und wie verhält es sich mit gebraucht gekauften Sachen (i.d.R. von privat)? Sind dort die tatsächlichen Anschaffungskosten relevant? Oder könnte ich hier ähnlich verfahren und sie in mein Betriebsvermögen aufnehmen analog zu den neu gekauften Sachen?

Und werde ich in den sauren Apfel beißen müssen und für alle Einzelteile (es sind so wahnsinnig viele...) eine Aufstellung machen müssen über Anschaffungspreis, Teilwert oder was auch immer oder sind hier in irgendeiner Form aggregierte Daten zulässig (z.B. einfach zu zählen 50 Röcke à 15€, 100 Kleider à 20€ o.ä.)

Welche Dokumentationsanforderungen ergeben sich hier durch die Differenzbesteuerung nach § 25a Abs. 1 UStG? Ich habe jetzt gelesen dass man für Waren die man aus dem Privatvermögen der betrieblichen Nutzung zugänglich macht nicht die Differenzbesteuerung anwenden darf. Stimmt das?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, da mir das Thema Kopfzerbrechen bereitet. Vielen Dank!

Steuerrecht
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Wie korrelieren Freibetrag für Arbeit auf Honorarbasis und Minijob-Gehalt?

Hallo!

Ich bin zZ ziemlich verwirrt was meine zusätzlichen Einkommen angeht. Ich gehe seit Juli einem Minijob nach, bei dem ich ca. 300-450€ im Monat verdiene, außerdem soll mir für die Arbeit in einem sozialen Projekt ab August ein Honorar von insgesamt 600€ ausgezahlt werden.
Außerdem gilt ja ein Steuerfreibetrag für Honorararbeit bei 2.400€/Jahr und bei Mini-Jobs bei 5.400€/Jahr. Meine Fragen:

1. Wie definiert sich "ein Jahr" in diesem Fall überhaupt? Von 1.1. bis 31.12. oder z.B. vom 3.7. bis 3.7. des Folgejahres, wenn mein Vertrag mit meinem Minijob-Arbeitgeber erst zum 3.7. aufgesetzt wurde?
--> Hier schließt sich die Frage an: Wenn "ein Jahr" denn vom 1.1. bis 31.12. definiert wird, dürfte ich nur 6/12 d.h. die Hälfte des max. steuerfreien Jahresverdienstens als Minijobberin verdienen (also 2.700€), oder zählt das komplette Jahr?

2. Muss ich den Freibetrag für Arbeit auf Honorarbasis beachten, wenn es darum geht, wie viel Geld ich noch aus dem Minijob verdiene? D.h. dürfte ich mit den 600€ auf Honorarbasis nur noch 4.800€ im Minijob pro Jahr (oder 2.100€ je nach Def, oben) verdienen oder gilt: Steuerfrei sind sowohl 2.400€ aus Honorararbeit als auch 5.400€ aus geringfügig entlohntem Beschäftigungsverältnis, ergo insgesamt 7.800€ insgesamt?

Vielen Dank im Voraus!
LG

geringfügige Beschäftigung, Honorar, Minijob, steuerfrei, Steuerrecht, Steuerfreibetrag, 450-Euro-Job
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Bauträgeraufschlag - auch steuerlich begründet?

Hallo,

als Bauherr versuche ich gerade folgenden Fall zu verstehen.

Hintergrund: ich habe von der Firma I eine schlüsselfertige DHH gekauft (Koppelgeschäft Grundstück und Haus, dh eigentlich umsatzsteuerfrei). Dem Kaufvertrag liegt eine detaillierte Bauleistungsbeschreibung bei und wie es vermutlich oft der Fall ist, stelle ich nun fest, dass ich zusätzliche Ausstattung wünsche.

Streitpunkt hierbei ist nun, dass der Bauträger Zusatzleistungen, die ich mit dem Elektriker vorbesprochen habe, mir mit einem Aufschlag von ca. 40% anbietet (gegenüber Brutto Handwerker-Preis!). Begründet wird dieser Aufschlag damit, dass der Bauträger ja zunächst die Mwst. gemäß §13b UStG zahlen muss und zudem Umsatzsteuer auf den Weiterverkauf der Leistung des Elektrikers anfallen.

Nun hätte ich gerne folgende Fragen geklärt:

·        Gibt es klare Regelungen, wie ein Bauträger Zusatzextras, die im Zuge der Hauserstellung von vornherein vor Übergabe eingebaut werden, nicht aber Bestandteil der vertraglichen Grundausstattung sind, zu verrechnen hat?

·        Handelt es sich hierbei um einen Zusatzposten, der gleichfalls umsatzsteuerfrei ist (wie der Verkauf des Koppelgeschäfts aus Grundstück und Haus) und bei der späteren Nachkalkulation des Hauskaufs dann allenfalls noch der Grunderwerbssteuer (durch mich!) unterliegt?

·        Falls nicht umsatzsteuerfrei: was wäre im oben beschrieben Fall der sinnvollste Weg?

·        Nach welchen Regularien wird überhaupt entschieden, ob ein Umsatz des Bauträgers steuerpflichtig oder steuerfrei ist?

Danke und Grüße

Steuerrecht, Umsatzsteuer
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Trotz Pflicht nie eine Steuererklärung geschrieben?

Hallo liebe community,

und zwar habe ich beim recherchieren, wie das mit der Steuer als Selbständiger ist, herrausgefundend das ich von 2009 bis 2015 eigentlich eine Steuererklärung machen hätte müssen. Ich bin damals immer davon ausgegangen das ich es nicht müsste, da ich eh immer unter dem Freibetrag geblieben bin. Jedoch hatte ich von 2009 bis 2011 (noch Schüller) 2 minijobs (hier war eh keine Pflicht wenn ich das richtig verstanden habe). Von 2011 bis Ende 2014 arbeitete ich als freier Angestellter und hatte zu dem im Jahr 2012 einen Ferienjob, deswegen hatte ich einen Monat die lklasse 6 (deswegen wäre hier eine Steuererklärung nötig gewesen, wenn ich das richtig verstanden habe). Zudem arbeitete ich während meiner Ausbildung von 2013-2014 immer noch als freier Angestellter und hätte glaub ich auch dort eine machen müssen, wobei die Nebeneinkünfte aus dieser Tätigkeit zu diesem Zeitpunkt unter 400 Euro im Monat blieben. Nach der Ausbildung bis zum Studium 2015 habe ich zudem 2 Monate ALG 1 (ganze 200 iwas im Monat bezogen), ich hätte somit auch hier eine Lohnsteuererklärung machen müssen.

Meine Frage ist nun, ich habe nie eine Steuererklärung gemacht, aber auch nie eine Aufforderung dazu bekommen, was soll ich nun machen und was kann im schlimmsten Fall passieren wenn ich nichts mache? Soweit ich weis hatte ich zwar teils die Pflicht, blieb aber eh immer unterm Freibetrag, kann also etwas negatives auf mich zurückfallen, außer das ich vlt Geld verschenkt habe?

Steuererklärung, Steuerrecht
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Darf Handwerker über 1 Jahr später MwSt. in Rechnung stellen (aus Angst vor dem Finanzamt)?

Hallo zusammen!

Ich habe vor über einem Jahr meine Hausfassade sanieren lassen. Mit der Firma war ein Pauschalfestpreis i.H.v. 10.000 € vereinbart. Diese 10.000 € habe ich nach Fertigstellung der Leistung bei Abnahme bar gegen Quittung bezahlt, da Barzahlung vereinbart war. Das ist 15 Monate her.

Da ich eine Einliegerwohnung in meinem Zweifamilienhaus vermiete, wollte ich die Kosten bei der Steuererklärung absetzen und habe sie entsprechend angegeben. Als Beleg habe ich erst einmal die Quittung (ohne Ausweis der MwSt.) beigefügt.

Nach ein paar Wochen rief mich die Firma an und sagte, dass sich das Finanzamt im Rahmen einer Überprüfung bei ihnen gemeldet und nach der Rechnung für die von mir angegebenen Leistungen gefragt hat. Die Firma behauptete, dass wir seinerzeit angeblich doch "ohne Rechnung" vereinbart hätten und sie nun die Mehrwertsteuer von knapp 2.000 € bei mir nachfordern müsse.

Dem war aber nicht so. Auch wenn ich im Nachhinein betrachtet sicherlich etwas naiv war, so viel Geld nur über Quittung und ohne Ausweis der MwSt. und Material/Leistungen zu zahlen, war mir war nicht bewusst, dass die Firma das augenscheinlich an der Steuer vorbei machen wollte. Schließlich wollte ich die Kosten ja auch geltend machen.

Nun hat mir die Firma frech eine Rechnung (die 1. überhaupt) über 10.000 € netto + 1.900 € MwSt. geschickt, also über insgesamt 11.900 € brutto. 15 Monate nach Abnahme und Abrechnung. Darauf ist handschriftlich die in bar erhaltene Betrag vermerkt. Die Rechnung datiert auf heute.

Wie soll ich mich verhalten? Ist doch nicht meine Schuld, wenn die Firma Steuern hinterziehen will. Als Endverbraucher zahle ich doch immer brutto und nicht netto. Davon bin ich auch bei der Schlusszahlung vor 15 Monaten ausgegangen. Mach ich mich mitschuldig an der versuchten Steuerhinterziehung?

Vielen Dank für eure Antworten!

handwerkerrechnung, Mehrwertsteuer, Steuerrecht
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Aufwendungen / Unterhalt für Freundin mit Kind im selben Haushalt steuerlich absetzbar (§ 33 a EStG)?

Folgende Situation:

Meine Freundin, ihr leibliches Kind und ich wohnten das gesamte letzte Jahr in einem gemeinsamen Haushalt. Sie war das gesamte letzte Jahr Studentin (hat volles Bafög erhalten und war als Werkstudentin beschäftigt). Desweiteren war sie mit ihrem Sohn zusammen freiwillig gesetzlich pflichtversichert und musste regelmäßig zur Hochschule / Arbeit fahren. Für ihren Sohn bekommt sie nur Leistungen nach dem UVG und Kindergeld. Entsprechend habe ich einen hohen Anteil ihrer Kosten mitgetragen.

Nun meine Frage:

Kann ich diesen Mehraufwand für meine Freundin UND / ODER ihren Sohn in meiner Steuererklärung geltend machen? Mir ist bewusst, dass der einfache Fall vorsieht: 8.652 EUR plus die Ausgaben für die Kranken und Pflegeversicherung für eine Person kann ich grundsätzlich als Aufwand angeben, abzüglich der Einnahmen / Bezüge (abzgl. 624 EUR anrechnungsfreier Betrag und bei Bezügen 180 EUR Kostenpauschale) eben dieser Person.

Wie verhält es sich nun in unserer konkreten Situation? Kann ich 2 x 8.652 EUR + KV/PV als Grundlage nutzen? (Freundin + Sohn)

Vermindern ihre Fahrten / Werbungskosten in dieser Rechnung ihre Einnahmen?

Muss ich die UVG Leistungen und das Kindergeld auch als "Einnahmen" abziehen?

Vielleicht noch interessant: Selbstverständlich hat sie in ihrer Steuererklärung den gemeinsamen Haushalt mit mir als eheähnliche Lebensgemeinschaft angegeben.

Vielen Dank vorab für konstruktive Antworten.

Julian

Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht, unterhalt
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Hauptberuflich Angestellt und nebenberuflich Selbständig: Bis zu Wie viel darf man in der Selbständigkeit dazu verdienen?

Hallo liebe Finanzfreunde :)

Ich versuche das mal so gut es geht übersichtlich zu gestalten.

Angestellt:

mein bester Kumpel ist angestellt und verdient monatlich zwischen 2000 und 2250 Euro Netto (mit Zuschläge). Gesamtbrutto ist glaube ca. bei 2900 Euro bin mir aber nicht sicher. Er meinte irgendwas mit ca. 35000 Brutto im Jahr laut elektronischer Lohnsteuerbescheinigung.

Selbständigkeit:

Zudem ist er selbständig und arbeitet alle 2 oder 3 Monate mal. Also hat kein regelmäßiges Einkommen.

Ein Steuerberater meinte einmal sein Einkommen aus der Selbständigkeit sollte nicht höher sein als sein Einkommen aus der Angestelltentätigkeit, da er sonst zusätzliche GKV-Beiträge bezahlen müsste und zudem das es dann zur Hauptberuflichkeit gezählt wird.

Die Frage hierzu ist: Darf sein Umsatz aus der Sbst. nicht höher sein als sein Brutto aus der Angest. Tät.? Oder sein Gewinn nicht höher als sein Nettoeinkommen?

Er hat nämlich wenn er mal Aufträge erhält Materialkosten in Höhe von ca. 2000 Euro inkl. MwSt., manchmal auch noch höher. Am Material verdient er auch einen kleinen Teil davon (ca. 200-300 Euro oder so).

Beispiel:

Angest. T.

2150€ Netto - Brutto z.B. 3200€

Einnahme vom Kunden 2800€ davon ist rein Netto also abzgl. Umsatzsteuer, dann ca 1000€.

Dürfte er somit 2 solche Aufträge annehmen in einem Monat, so dass er mit 2000 Euro noch unter seinem Angest. T. - Netto liegt? Und wie sieht es damit aus, da er ja nicht monatlich (regelmäßig) so zusätzlich verdient, darf er wenn er 1x im Quartal etwas zusätzlich macht, dann auch über die letzten Monate zusammengerechnet mehr einnehmen?

Viele Fragen und ich habe keine Antworten für Ihn :) da ich früher auch selbständig war kenne ich mich etwas aus. Er kann leider nicht so gut deutsch so das er das alles hier einigermaßen erfragen könnte.

Ich hoffe jemand von euch weiß wie das läuft. Bitte wenn möglich so gut und genau wie möglich beschreiben. Und wenn möglich leicht verständlich. Sonst sitze ich mit Ihm 2-3 Stunden da.

Vielen Dank im voraus.

selbstständig, Steuerrecht, Versteuerung
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Ist bei einer Erbengemeinschaft ein Gemeinschaftskonto für Mieteinnahmen nötig?

Hi,

ich habe mit meiner Schwester eine vermietete Wohnung geerbt (50/50). Ich erledige die gesamte Verwaltung, meine Schwester möchte lediglich an den Einnahmen beteiligt werden. Der nächste Schritt ist für mich aktuell, Konto zu eröffnen und die Mieter zu benachrichtigen.

Da meine Schwester und ich nicht in der selben Stadt wohnen, und ich bei meiner Hausbank sehr einfach ein Vermieter- und Kautionskonto eröffnen kann, würde ich vermutlich ein/zwei neue Einzelkonten dafür eröffnen. Meine Schwester wäre damit einverstanden, dass es kein Gemeinschaftskonto wäre. Sie kriegt natürlich Einsicht und ich würde ihr dann einfach einen Dauerauftrag mit ihrem Anteil einrichten.

Unsicher bin ich mir jedoch jetzt, ob dies zu irgendwelchen Nachteilen führen kann, insbesondere steuerlich.

  • Reicht es aus, wenn meine Schwester am Ende den Kontoauszug meines Vermieter-Kontos bei der Steuererklärung anhängt? Über das Grundbuch lässt sich relativ leicht nachweisen, dass ihr 50% zustehen.
  • Zudem kann Sie soviel ich weiß auch keinen Freistellungsauftrag auf diese Einnahmen beantragt, da es mein Konto ist. Lässt sich dies per Steuererklärung dann wieder reinholen?
  • Gibt es sonst noch Vor/-Nachteile? Sonst habe ich nur von der Haftbarkeit erfahren.

Ich habe einen deutlichen höheren Steuersatz als meine Schwester, daher wäre es schon sehr von Vorteil, wenn sie ihren Anteil selbst versteuert.

Ich danke für die Unterstützung!

Konto, Steuerrecht, Gemeinschaftskonto, Mieteinnahmen
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