Optimales Einkommen bei Abfindung?

Meine Frau wird abgefunden. Die Abfindung von z. B. 200 T€ (die allzu exakten Zahlen darf ich nicht schreiben) soll idealerweise brutto wie netto vereinnahmt oder zumindest so günstig wie möglich besteuert werden.

Weil sie erst Anfang kommenden Jahres ausbezahlt wird, meine Frau in dem Jahr nichts verdienen wird (auch nichts von der Arbeitsagentur), ich mein Einkommen steuern kann (Sabbatical) und irgendwas um die 50.000 € sinnvolle zusätzliche Sonderausgaben möglich wären, was auch andere Einkünfte neutralisieren würde, ergibt sich die Frage, bei welchem Resteinkommen die Abfindung möglichst minimal besteuert würde.

Wir sind zusammen veranlagt. Ich dachte, man sorgt für ein Resteinkommen von minus 21.000€, dann kommen die 40.000 € drauf und es ergibt sich ein null an Steuern.

Nun gibt es da aber auch noch § 34 Abs. 1 Satz 3 EStG, der sagt: "Ist das verbleibende zu versteuernde Einkommen negativ und das zu versteuernde Einkommen positiv, so beträgt die Einkommensteuer das Fünffache der auf ein Fünftel des zu versteuernden Einkommens entfallenden Einkommensteuer."

... den ich leider nicht wirklich verstehe.

Konkrete Frage:

  1. Würde ein Resteinkommen (Sonderausgaben immer berücksichtigt) von minus 21.000
  2. würde ein Resteinkommen von minus 45.000 oder
  3. würde ein positives Resteinkommen von unter 1.000 €

... zum steueroptimalen Ergebnis führen?

Zusatzfrage: Sind der Abgeltungssteuer unterliegende Kapitaleinkünfte in der Rechnung zu berücksichtigen oder nicht?

Abfindung, Einkommenssteuer, Steuern
2 Antworten
Einzelunternehmen - Fahrkosten, Einlagen, Miete, AfA, Quittungen, Telefon korrekt buchen? Steuererklärung?

Guten Tag,

in meiner Buchhaltung sind mit einige Sachen aufgefallen, die Google mir nicht so richtig beantwortet.

Wir wohnen auf dem Land und der leider einzige Steuerberater in der Umgebung hat uns, trotz horrenden Kosten, schon einmal falsch beraten bzw. die zu kontrollierende Buchhaltung nur halbherzig überprüft, sodass wir später viele Fehler gefunden haben. Davon abgesehen, läuft die Selbstständigkeit seit Anfang des Jahres (Corona) auf Sparflamme und wird ggf. dieses Jahr vollständig beendet..

Als Hilfestellung bei der Buchhaltung nutze ich Lexoffice.

  • Fahrtkosten

Wir müssen ab und zu zur Post um Kundensendungen abzugeben.

Diese Fahrten nehmen wir mit dem im Privatbesitz befindlichen KFZ vor und rechnen pro gefahrenen km (Hin- und Rückfahrt) 30ct als Betriebsausgabe.

Wir führen ein kleines Fahrtenbuch, welches ausschließlich die betrieblichen Fahrten aufführt.

Gelegentlich fahren wir zu Mitbewerbern oder auf Messen, um uns „inspirieren“ zu lassen bzw. neue Produkte zu finden – dürfen diese Fahrten ebenfalls geltend gemacht werden? Wenn ja, welche Nachweise müssen dem Finanzamt vorliegen (z.B. kein Ticket, da Messeeintritt kostenfrei)?

  • Privateinlagen und Einkommen

Beispiel: 2018 wurden 20.000 EUR als Privateinlage auf dem Geschäftskonto eingezahlt. 2019 wurden 25.000 EUR als Einkommen ausgezahlt bzw. waren diese am Ende des Jahres als Gewinn übrig. Muss die im Jahr zuvor getätigte Privateinlage erst getilgt werden, dass es somit nur 5.000 EUR Einkommen sind oder muss der Gewinn explizit als Tilgung angegeben werden?

  • Miete/Strom

Wir arbeiten von Zuhause aus, wobei das Gäste- und Esszimmer bereits fast vollständig als Lager und Büro umfunktioniert wurde. Im Moment rechnen wir keine Kosten als Betriebsausgabe an, weder bei der Miete, noch beim Stromverbrauch. Ist es möglich, die Kosten für Miete und Strom anteilig als Betriebsausgabe zu buchen? Wenn ja, in welchen Umfang bzw. wie wird dies berechnet?

  • Private Quittungen

Wir kaufen Klebeband immer günstig von Privat (Filamentband, im Handel zu teuer). Wir bekommen dafür eine normale Quittung, haben diese aber bislang nie als Betriebsausgabe angesetzt – ist das möglich?

Auch haben wir z.B. einen Etikettendrucker von Privat gekauft und eine Quittung erhalten – sind diese Kosten auch als Betriebsausgabe buchbar? Welche Angaben müssen diese Quittungen enthalten?

  • AfA/Anschaffungen

Wir haben günstig (Lager-)Regale für 100 EUR erworben und diese nicht abgeschrieben, sondern direkt als „Geringwertige Wirtschaftsgüter“gebucht – korrekt? Ein PC-Monitor sollte ein „nicht selbstständig nutzbares Wirtschaftsgut“ sein und dieser muss, trotz der Abschreibungsgrenze von 800 EUR Netto, über 7 Jahre (Laut AfA-Tabelle) abgeschrieben werden, korrekt? Gilt dies auch für gebrauchte Anschaffungen (ggf. auch von Privat?)

Danke im Voraus :)

AFA, Buchhaltung, einkommensteuer, Finanzamt, Selbstständigkeit, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht
3 Antworten
Welche Kosten während und nach Probezeit absetzbar?

Guten Abend,

ich studiere derzeit in Leipzig und trete eine unbefristete Arbeitsstelle in NRW an.

Für die sechs Monate Probezeit würde ich sicherheitshalber gerne noch nicht umziehen, sondern vor Ort ein AirBnB nehmen oder in eine WG ziehen. Momentan sieht es nach 1 Monat AirBnB, danach Wohnung zur Untermiete aus (alles möbliert, praktisch keine Umzugskosten). In Leipzig habe ich keine Familie. Ich bin nur für 1,5 Monate zwecks Abschlussarbeit noch immatrikuliert. DSL und Kabelfernsehen kündige ich wegen stillschweigender Verlängerung nach drei Monaten.

In Monat sieben, acht oder neun würde ich dann die endgültige Wohnung mieten, die neue Wohnung einrichten, die alte Wohnung räumen lassen (Haushaltsauflösung) und meine privaten Sachen mit einem Leihwagen von Leipzig nach NRW fahren. Für den Monat in dem dies geschieht hätte ich dann drei Wohnungen.

Für die Steuererklärung würde ich dann einen Steuerberater hinzuziehen. Cool wäre nur schon einmal eine (gern grobe ;) ) Abschätzung zwecks

  • Absetzung doppelte Haushaltsführung / Kosten für das AirBnB
  • Absetzung Pendlerpauschale
  • absetzbare Kosten für den Umzug nach der Probezeit (Kosten Haushaltsauflösung, Transport, neue Möbel/Küche)
  • Unterschied, welche Wohnung ich als Erst-/Zweitwohnsitz anmelde / ob ich mich dort gar nicht anmelde (AirBnB)

Es wäre echt nice, wenn mir damit jemand helfen könnte.

Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße,

Tobi

Steuern, Pendlerpauschale, Probezeit
3 Antworten
Werkstudent oder Minijob bei Steuerklasse V?

Hallo Zusammen,

meine Frau und ich haben folge Frage an euch :)

Ich gehe Vollzeit arbeiten und habe Steuerklasse 3. Meine Frau befindet sich derzeit in Elternzeit und hat demnach Steuerklasse 5 (dass das Elterngeld im Rahmen der Steuererklärung meinem zu versteuernden Einkommen angerechnet und nachversteuert werden muss, wissen wir).

In 2 Monaten beginnt meine Frau ein Teilzeitstudium und möchte nebenbei dann 1-2 Tage die Woche arbeiten gehen. Bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber hat sie sowohl die Möglichkeit auf 450€ Basis (Minijob) aber auch als Werkstudent zu arbeiten.

Ein 450€ Job muss natürlich nicht versteuert und auch bei der Steuererklärung nicht angegeben werden.Wie ist es denn bei einer Werkstudententätigkeit? Ich weiß von einem Kollegen, dass beispielsweise eine Ausbildungsvergütung angegeben werden muss in der Steuererklärung und auf das zu versteuernde Einkommen angerechnet wird -> Nachzahlung (also natürlich immer unter der Voraussetzung, dass man verheiratet ist und der besser verdienende Partner Steuerklasse 3 hat und man somit verpflichtet ist, eine Steuererklärung einzureichen).
Eine Werkstudententätigkeit ist erstmal, wie auch ein 450€ Job oder eine Ausbildungsvergütung, steuerfrei - solange unter 950€/Monat oder unter ca. 10.000/Jahr. Aber muss die Vergütung eines Werkstudenten in der Steuererklärung eines verheirateten Ehepaares, wo der Partner Steuerklasse 3 hat, angegeben werden? Und wird diese Vergütung dann auf das zu versteuernde Einkommen angerechnet und es muss entsprechend nachgezahlt werden? Wenn ja, wäre ja ein Minijob sinnvoller? Wenn nein, wäre die Werkstudententätigkeit deutlich attraktiver :/

Vielen Dank im Voraus und Grüße

Daniel

Student, Minijob, Steuererklärung, Steuern
2 Antworten

Meistgelesene Fragen zum Thema Steuern