Sehr alte Glücksspielgewinne problematisch?

Ich habe in der Vergangenheit mit Online-Poker eine insgesamt mittlere 5-stellige Summe erspielt und die Überweisungen auf mein dt Bankkonto getätigt, und zwar über ein E-Wallet als Zwischenstation. Also Online-Glücksspielanbieter -> E-Wallet -> mein dt. Bankkonto. Die letzte Überweisung fand vor 8 Jahren statt.

Dieses Geld habe ich nie versteuert, da ich davon ausging, dass Gewinne aus Glücksspiel steuerfrei sind. Ich hatte in der Zeit und auch seitdem nie eine Steuerklärung gemacht und war dazu allerdings auch nicht verpflichtet. Ich werde bald jedoch Steuerklärungen machen müssen. Sollte ich dann befürchten, dass das Finanzamt stutzig wird und Steuererklärungen nachträglich verlangen könnte, bis in die Zeit von vor 8+ Jahren um herauszufinden wo meine Ersparnisse herkommen?

Das zweite Problem ist mit den Belegen: Für die Transaktion vom Online-Glückspielanbieter auf das E-Wallet habe ich nur Screenshots die ich damals als JPG-Datei archiviert habe. Für die Transaktion vom E-Wallet aufs dt. Bankkonto habe ich die ganz normalen Kontoauszuge aus dem Bankautomaten. Reicht das als Beweis, dass das Geld tatsächlich aus dem Glückspiel stammt?

Was ich irgendwas realistisch befürchten? Und wenn es zum allerschlimmsten Fall käme: welche Steuer wäre auf das Geld fällig? Einkommensteuer, Soli, Umsatzsteuer auch?

Sorry für den langen Text. Ich weiß gar nicht ob ich bloß paranoid bin, oder ob meine Sorgen berechtigt sind... Ich hoffe ihr könnt mir ein paar Fragen beantworten. Vielen Dank schon mal im Voraus!

Finanzamt, Steuern
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Freiberufler im Nebenjob werden - viele Fragen - wo fange ich an?

Hallo zusammen,

ich fange im Oktober einen neuen Vollzeitjob im Online Marketing an. Von meinem Arbeitgeber habe ich das O.K. selbstständig außerhalb der Arbeitszeit weitere Unternehmen beratend zu betreuen.

Vom FA habe ich bereits die Auskunft erhalten diese Tätigkeit sei vor dem Hintergrund meiner Qualifikationen als Freiberuf und nicht als Gewerbe zu betrachten.

Nun aber stehe ich vor ganz vielen großen Fragen:

  1. Erster Schritt ist für mich die Anmeldung beim FA, korrekt?
  2. Wie geht es dann weiter? --> Beispiel: Ich berate nun den sagen wir Bäcker von nebenan. Soweit so gut - aber was jetzt ... ich stelle eine Rechnung über X Euro ... Muss ich da eine MwSt. ausweisen? Wie verbuche ich das Geld? Muss ich irgendwas irgendwohin abführen?
  3. Zur Beratung der Kunden benötige ich einen Laptop, dazu möchte ich ungerne auf die Kundentermine mein privates Notebook mitnehmen. Sprich ich werde mir wohl einen Laptop kaufen - kann ich die Kosten hierfür irgendwie absetzen?
  4. Jetzt war der Auftrag vom Bäcker für die nächsten 3 Monate der einzige Auftrag, weil ich im neuen Job doch stark eingespannt bin ... der Bäcker war also mein einziger Kunde in der Zeit ... Muss ich jetzt Angst vor einer Scheinselbstständigkeit haben?
  5. Grundsätzlich: Ich habe so viele Fragen - viele betreffen glaube ich ja einen Steuerberater ... der Lohnsteuerhilfeverein kann mir dann nicht mehr helfen, da nur Arbeitnehmer ohne Einkünfte aus selbstständiger Arbeit eingeschlossen sind. --> Gibt es etwas vergleichbares oder wie finde ich einen passenden Steuerberater --> habe bislang bei der Recherche immer nur von Honoraren von mehreren tausend Euro gelesen ... das ist aber bei meinen 1 oder 2 Aufträgen über ein paar hundert Euro wenn es hochkommt finanziell ja komplett unwirtschaftlich ... wie/wo suche ich am besten Hilfe?

Vielen vielen vielen Dank für eure Hilfe im Voraus - ihr merkt ich habe so viele Fragezeichen, finde aber auch nicht wirklich die richtigen Infos oder Stellen an denen ich fragen kann - deshalb setze ich meine Hoffnung jetzt in euch!

Tausend Dank!

Freiberufler, Gründung, nebenjob, Steuern
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GEZ Zwangsvollstreckung, wie wird es ablaufen?

Hallo zusammen,

ich war über längere Zeit im Urlaub und bei meiner Rückkehr fand ich nun einen Brief, der besagt, dass ich über 200 Euro Gebühren nachzahlen muss und wenn, Zitat, ich „diesen offenen Gesamtbeitrag nicht unverzüglich zahle, mit Mahn- und Vollstreckungsmaßnahmen zu rechnen ist“

Außerdem steht dort:

“dieser Festsetzungsbescheid ist ein vollstreckbarer Titel. Er wird im Wege der Zwangsvollstreckung (Pfändung des Einkommens (!!), Kontopfändung oder Sachpfändung) durchgesetzt, wenn der festgesetzte Betrag nicht gezahlt wird“.

Das macht mir Sorgen! Heißt das, dass mein Konto schon gepfändet ist oder kriege ich da nochmal extra Bescheid, sollte es soweit kommen? was mich stutzig macht: nirgendwo steht ein Datum bis wann genau ich nachzahlen soll. Heißt unmittelbar am selben Tag oder wie kann man das verstehen?

Anbei die Frage: die GEZ hatten NIE eine Einzugsermächtigung über mein Konto, da meine Mitbewohnerin den Beitrag für uns beide immer zahlt (ich gebe ihr natürlich regelmäßig meinen Anteil). Ist eine Kontopfändung dann überhaupt so ohne Weiteres möglich?

Und noch etwas: für meine Wohnung zahle ich den Beitrag schon regelmäßig über besagte Mitbewohnerin. Jedoch habe ich es aufgeschoben die GEZ zu informieren... das heißt die Rechnung müsste eigentlich nichtig sein, da die gewünschten Beiträge immer gezahlt wurden. Daher die Frage: wenn nun etwas gepfändet werden sollte, bestünde die Möglichkeit dass die GEZ mir das zu unrecht Gepfändete zurückerstattet?

Es ärgert mich, aber ich war in einer sehr stressigen Lebensphase und habe die „Nebensache“ mit der GEZ immer aufgeschoben... daher nun der Schock. Ich werde denen heute umgehend die GEZ-Nummer zuschicken. Die Frage ist nur, wie es bis zur Bearbeitung meines Falles aussieht...

Danke für eure Beiträge!

Bank, Finanzen, Gerichtsvollzieher, Pfändung, Steuern, Wirtschaft, GEZ-Gebühren
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Wie wirkt sich gemeinschaftlicher Hausbesitz unter Geschwistern steuerlich und rechtlich aus?

Guten Tag 

Meine Eltern haben ihr Haus vor vielen Jahren zu je 1/3 an meine beiden Schwestern und mich überschrieben. Außer dem Eintrag im Grundbuch zu je 1/3 gibt es unsererseits keine formale Vereinbarung. 

Das Haus verfügt über 3 Wohnungen, wovon 2 vermietet waren und sind. 1 Wohnung wurde von meinen Eltern bewohnt und steht jetzt leer. Die Vermietung der beiden Wohnungen hatten in der Vergangenheit meine Eltern übernommen.
Meine Eltern sind vor 1 bzw. 2 Jahren verstorben. 

Letztes Jahr (Juni 2018) haben meine beiden Schwestern die Wohnungen neu vermietet. Ich bin von ihnen in den Mietverträgen zwar als Mitvermieter genannt, habe aber beide Verträge nicht unterschrieben (war nicht an der Vermietung beteiligt). 

Die Mieten werden auf das frühere Konto unserer Mutter gezahlt. Das Konto wird seit Frühjahr 2019 als Erbengemeinschaftskonto OHNE Einzelverfügungsberechtigung geführt.

Ich habe mehrere Fragen:

1.     Wir sind keine Erbengemeinschaft, da wir das Haus ja nicht geerbt haben.

Besteht irgendeine andere rechtliche Form von Gemeinschaft?

2.     Sind die Mietverträge ohne meine Unterschrift überhaupt gültig?

3.     Gelte ich als Vermieter, obwohl ich die Verträge nicht unterschrieben habe?

4.     Gelten die Mieteinnahmen für mich als steuerlich wirksame Einnahmen? 

Vielen Dank für alle Antworten im Voraus

 S.Reiser

Immobilien, Steuern
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