Umzug Mitte Dezember (Vorjahr), Zahlung Anfang Januar (n. Jahr). Muss für das Zuflussprinzip eine bestimmte Zahlungsfrist auf der Rechnung angegeben werden?

Hallo zusammen,

ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir bei nachfolgender Frage helfen könnten:

Angenommen ich möchte mit einem Umzugsunternehmen am 09.12.2018 aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt ziehen. Da ich allerdings aus Gründen meiner bisherigen beruflichen Laufbahn für 2018 kaum zu versteuerndes Einkommen habe, möchte ich diese Rechnung des Umzugsunternehmens erst für das Jahr 2019 bei der Steuererklärung einreichen bzw. bei meinem zu versteuernden späteren Einkommen aus 2019 berücksichtigen.

So wie ich es verstanden habe, gilt bei der steuerlichen Berücksichtigung das sog. "Zuflussprinzip". Für das Finanzamt ist also entscheidend, wann ich die Rechnung per Beleg (Kontoauszug, aus der die von mir geleistete Überweisung ersichtlich wird) bezahlt habe. Angenommen ich mache dies Anfang 2019, dann müsste ich doch alle Kriterien erfüllt haben, sodass ich die Umzugskosten auch für das Jahr 2019 (und nicht für das Jahr 2018) in meiner Steuererklärung berücksichtigen darf, oder?

Jetzt kommt der Knackpunkt: Das Umzugsunternehmen überlegt gerade, als Zahlungsfrist einfach ungefähr diese Formulierung anzugeben: "Zahlbar per Überweisung an IBAN....).

Ist dies gescheit gelöst ODER könnte das Finanzamt dann auch sagen, dass ich zwar 2019 gezahlt hätte (Zuflussprinzip, per Überweisung Anfang 2019, z.B. direkt am 02.01.2019), allerdings die Rechnung kein (!) Zahlungsziel hatte, und ich diese deswegen eigentlich "Zug um Zug" gem. § 271 BGB hätte begleichen müssen, d.h. sofort nach dem 09.12.2018 (Umzugstag) UND damit die Zahlung doch noch 2018 zugerechnet werden würde?

Entschuldigt bitte mein Misstrauen, aber wird mir das Finanzamt durch eine 3 Wochen spätere Zahlung, die dann im neuen Jahr liegt, dies für 2019 nicht akzeptieren, wenn das Umzugsunternehmen eben kein genaues Zahlungsdatum angibt, aus dem ersichtlich wird, dass ich tatsächlich z.B. 21 Tage Zeit hatte, das Geld zu überweisen?

Herzlichen Dank für Eure Hilfe. Ich danke Ihnen sehr und hoffe, dass meine Ausführungen verständlich und inhaltlich gut nachvollziehbar sind. Vielen Dank :-).

Finanzamt, rechnung, Steuererklärung, Steuern, umzug
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Steuererklärung muss bis Freitag beim FA sein - habe aber kein Zertifikat zur Elektron. Übermittlung?

Guten Abend,

Ich muss bis Freitag meine Steuererklärung eingereicht haben. 

Ich hätte nie gedacht, was dies für ein Aufwand ist. Nun habe ich mich kurz und schnell entschlossen, 19 Euro zu zahlen und meine Steuererklärung mit Lohnsteuer-Kompakt gemacht und fertig gebracht. Dachte ich. Und nun? Nun brauche ich noch ein Zertifikat, an dass ich aber nicht komme. Ich wollte ja ursprünglich ELSTER nutzen und habe mir dort ein Konto angelegt, bis herauskam, dass ich dazu auf einen Brief warten muss zur Aktivierung -> Deshalb entschloss ich mich nicht zu warten und habe mich bei Lohnsteuer-KOmpakt registriert und alle Formulare ausgefüllt. Leider zeitgleich bis jetzt keine Post mit Aktivierungscode für ELSTER erhalten! Nun habe ich festgestellt, dass ich diesen aber auch bei LohnSteuer-Kompakt brauche um mein Zertifikat zu erhalten und alles seinsenden zu können!! Ich dachte, das geht an einem Tag und jetzt habe ich ein Problem.

Was kann ich jetzt tun? Irgendwie muss alles zum Finanzamt, ich kann ja noch was nachreichen, aber wie bekomme ich die jetzt stundenlang erarbeiteten Daten OHNE Zertifikat zum FA? Ausdrucken geht auch erst, wenn der Kauf/das Gesamte abgeschlossen ist und das geht nur nachdem ich ein Zertifikat hochgeladen habe...Bzw. bezahlt habe ich schon mit PayPal, finde jedoch keine Möglichkeit, es als PDF runterzuladen, dann würde ich es so erstmal einreichen.

Ich habe immer per Post alles eingereicht, leider bin ich gezwungen, es nun elektronisch zu machen (Einkommensteuererklärung mit EÜR). 

Was kann ich tun? Zur Not den Mantelbogen ausdrucken und einsenden mit einem Zettel, dass der Rest noch kommt? ;(

Finanzamt, Steuererklärung
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Suchmaschinen-Auswerter, Gewerbe anmelden?

Guten Tag,

Ich bin zur Zeit auf der Suche nach einem Job, da bin ich auf ein Jobangebot gestoßen, bei dem ich als independent contractor arbeiten würde, also als freier/unabhängiger Arbeitnehmer. Ich darf mir meine Zeiten einteilen, wie ich möchte, aber mind. 10 Std. pro Woche. Da ich zur Zeit ausbildungssuchend bin, bzw. meine Wartesemester für mein Studium sammele, käme die Gelegenheit sehr gut. Ich muss bei meiner Tätigkeit Suchmaschinenergebnisse auswerten, aber auch Webseiten auf Expertise, Authorität und Vertrauenswürdigkeit überprüfen (Internetrecherche). Die Firma liegt übrigens in Amerika.

Soweit, wie ich es verstanden habe, müsste ich dafür ein Gewerbe anmelden, da ich selbständig und gewerblich handle. Es ist keine freiberufliche Tätigkeit. Ich werde auf jeden Fall unter 400€ im Monat bleiben, damit bleibe ich weiterhin familienversichert und auch Steuern würden nicht auf mich zukommen, oder? Ich bleibe ja unter 9.000 Euro (Steuerlicher Freibetrag, Einkommensteuer) , sowie bei der Gewerbesteuer und Umsatzsteuer (Kleinunternehmer-Regelung, 17.500€).

Somit zu meinen Fragen. Muss ich ein Gewerbe anmelden? Wenn ja, welche Form des Gewerbes (nicht eingetragenes Einzelunternehmen?)? Welche Klassifizierung passt am ehesten (Ich würde auf 63.99.0 tippen, das wäre dann "Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen")? Gäbe es vielleicht Probleme mit einer Scheinselbständigkeit? Wenn ja, was könnte passieren?

Finanzamt, Gewerbe, Gewerbeanmeldung, Steuern
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Wie sollte ich eine einmalige, dreimonatigen Tätigkeit auf Rechnung während des Studiums in der Steuererklärung angeben?

Hallo liebe Comunity,

ich befinde mich gerade in einer etwas vertrackten Situation, auf die ich auch nach längerer Internetrecherche keine Antwort gefunden habe. Es geht um folgendes:

In den Monaten Dezember bis Februar habe ich als Student bei einer sehr kleinen, gemeinnützigen Organisation als studentische Aushilfe gearbeitet. Aufgabe war es Einträge in einer Adressdatenbank zu recherchieren und in diese einzufügen. Entlohnt wurde ich mit einem, laut Vertrag, Honorar, für das ich eine Rechnung stellen musste. Als es Zeit war die erste Rechnung zu stellen habe ich das Wie recherchiert und erfahren, dass man dafür einen Gewerbeschein bräuchte. Ich habe meinen Chef darauf angesprochen, der selber keine Ahnung hatte, da ich die erste Aushilfe war. Ihm wurde bei einem Anruf beim Studentenwerk allerdings versichert, dass ich keinen Schein bräuchte und habe somit auch keinen beantragt. Außer den Rechnungen für die Monate habe ich als Student keine weiteren Einnahmen gehabt. Die Rechnungen betrugen etwa 400€ in 2017 und etwa 600€ in 2018

Nun habe ich meinen Abschluss und arbeite demnächst als Angestellter. Ich werde dadurch in 2018 etwas mehr als den Freibetrag von 9000€ verdienen. Also muss ich die 600€ versteuern. Daraus ergeben sich für mich folgende Fragen:

1. Wie muss ich die ~600 in der Steuererklärung angeben: Gewerbe, Freiberufler oder sonstige Einnahmen/ Nebentätigkeiten?

2. Was brauche ich für Belege? Reichen Kontoauszüge, da ich die Rechnungen nicht aufgehoben habe?

3. Muss ich mich irgendwo selbst anzeigen oder einen Gewerbeschein nachträglich beantragen, oder ist das dem FA egal? Ich habe nicht vor in den nächsten Jahren nochmal auf Rechnung zu Arbeiten und habe davor auch keine ausgestellt.

4. Muss ich auch wegen den ~400€ in 2017 eine Steuererklärung für 2017 abgeben? Andere steuerpflichtige Einnahmen hatte ich in dem Jahr nicht.

Ich bedanke mich schon mal im Voraus für Ihre Meinung zu dem Thema!

Joe

Finanzamt, Selbstständigkeit, Steuern
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Lassen sich Sanierungskosten einer Immobilie nach einer vorherigen privaten Nutzung steuerlich ansetzen, sobald die Immobilie vermietet wird?

Hallo zusammen,

wir haben Anfang 2017 ein 1-/2-Familienhaus für gut 250 TEUR gekauft, das wir im Jahr 2017 mit weiteren 150 TEUR kernsaniert haben und Ende 2017 eingezogen sind. Kleinere Arbeiten gab es auch noch in 2018.

Eigentlich hatten wir vor, länger hier zu wohnen. Leider ergibt sich bei mir nun eine ungeplante und sehr überraschende berufliche Änderung, so dass ich überlege, das Haus

(a) zu verkaufen oder

(b) zu vermieten.

Zu (a) dürfte, da wir zwischen Erwerb und Verkauf das Objekt nur privat genutzt haben, eigentlich keine Spekulationssteuer anfallen. Oder gibt es hier andere Stimmen?

Zu (b) stellt sich mir die Frage, ob ich die Kosten der Sanierung i.H.v. 150 TEUR irgendwie steuerlich geltend machen kann? Ich habe viel Geld investiert und die Steuererklärung 2017 ist noch nicht abgegeben. Allerdings war die Entwicklung, dass man das Haus vermieten möchte, mit der beruflichen Veränderung erst 2018 erkennbar...

Was nun?

Besteht die Möglichkeit, dass das Finanzamt die Kosten entsprechend als Sanierungskosten eines vermieteten Objekts NACH dem Auszug und mit dem Beginn der Vermietung anerkennt? Wenn ja: Unter welchen Prämissen und mit welcher Höhe?

Liebe Grüße

Finanzamt, Hauskauf, Sanierung, Steuererklärung, Vermietung und Verpachtung, Absetzbarkeit, ABS, Steuerrechtliches
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Werden Steuern bei einem Neubau auf einem Privatgrundstück geltend gemacht?

Hallo zusammen,

ich befinde mich in folgender Situation: Die Kredite für 2 nebeneinander liegende,bebaute Grundstücke wurden letztes Jahr abbezahlt. Auf Grundstück/Haus A wohnen derzeit meine Eltern. Grundstück/Gebäude B wurde teilw. gewerblich genutzt. Die obere Etage von Gebäude B, wurde als Wohnobjekt freigegeben. Beide Objekte wurden bis Ende 2017 vermietet.

Die Mietverträge wurden, wegen Mietrückständen, gekündigt. Nun kam die Idee, die Häuser zu sanieren, die beiden Häuser zu sarnieren, um das Eigenheim schöner zu gestalten und mehr Interessenten für Gebäude zu genieren. Da es sich jedoch um Altbau(1925) handelt, sind Sanierungsaufwendungen für die beiden Gebäude, alles andere als rentabel.

Aus diesem Grund wollen wir unternehmerisch handeln und kalkulieren, ob es sinnig ist, die beiden Gebäuden, die auf Grundstück A&B liegen, zu entfernen, um dort ein Mehrfamilienhaus zu platzieren. Nun zum Kern meiner Frage:
Grundsätzlich gilt, soweit ich es richtig verstanden haben sollte, dass keine Steuern anfallen, falls das Haus/Gebäude sich seit 10 Jahren im eigenen Besitz befindet, oder man selbst dort für einige Perioden gewohnt hat. Da sich jedoch die Beschaffenheit ändert bzw. man die Gebäuden durch ein Neubau-Wohnungen ersetzen will, ändern sich ja die Beschaffenheit. Wie sieht es steuerlich nun aus, wenn man bspw. 3 Wohnungen veräußern möchte und 3 Wohnungen selbst nutzen möchte. Werden hier Steuern geltend gemacht? Wenn ja welche? Über jegliche Antworten wäre ich sehr dankbar! Ansonsten muss ich doch zum Steuerberater :-D

Finanzamt, Grundstück, Hausverkauf, Immobilien, Steuern, Verkaufserlös
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Steuerrechtliches zu Crowdsourcing?

Nach welchen Steuerparagraphen ist Crowdsourcing für Plattformbetreiber und deren in- und ausländische Kunden sowie der Crowd mehrwertsteuerpflichtig bzw. von Mehrwertsteuer befreit?

Ich gehe davon aus,

Inlandskunden (Plattformnutzung, Beratung, Workshops…): 19 % Mehrwertsteuer für Plattformbetreiber

Auslandskunden (Plattformnutzung, Beratung, Workshops…): Reverse-Charge-Verfahren, sprich keine Umsatzsteuer  

Wie verhält es sich bei Nicht-EU-Ländern (Schweiz, USA...)?

 

Ist die Crowd (FreiberuflerInnen, Freelancer) (mehrwert-)steuerpflichtig, und falls ja, wann bzw. wann nicht?

1.   Nicht mehrwertsteuerpflichtig: Crowd mit Wohnsitz in Deutschland (Ausnahme: Privatpersonen oder Unternehmen die unter Kleinunternehmerregelung fallen, sprich Einnahmen bis 17.500,00 € sind)

2.   Crowd mit Wohnsitz im Ausland: Zweitwohnsitz in Deutschland nötig? Ab welchen Umsätzen kann gegebenenfalls Crowd aus Österreich, Schweiz bzw. Ländern weltweit Mehrwertsteuer berechnen und zu welchem Steuersatz / Steuersätzen?

3.   Sind reine Brainstormings für Crowd steuerpflichtig?

4.   Angenommen es stimmt, dass Steuern nur anfallen, sobald etwas Konkretes entsteht. Was wenn bei Projektbeginn (kundenseitig) noch offen ist, ob es „nur“ Brainstorming oder auch Konzepterstellung bzw. Produktentwicklung werden soll?

5.   Wie ist die Umsatzsteuer abzuführen und zu buchen, die bei Projektbeginn dem Kunden angerechnet wurde, jedoch aufgrund von teils Privatpersonen und Unternehmen die unter die Kleinunternehmerregelung fallen, nicht weitergegeben werden?

6.   Werden Steuern nicht, falsch oder fälschlicherweise berechnet, wie lange ist rückwirkend eine Korrektur, auch eine optionale Nachforderung von Kundenunternehmen möglich?

7.   Wie verhält es sich neben Geld- mit Spendenprämien, die alternativ oder zusätzlich ausgelobt werden können?

Pflichtangaben Rechnung bei Vorkasse: Text: „Lieferung erfolgt nach Vorkasse binnen 24 Stunden.“ Ein konkretes Lieferdatum kann in der Rechnung nicht ausgestellt werden, da die Zahlungsleistung kundenseitig bestimmt wird. Ebenso verhält es sich mit dem Leistungszeitraum, der sich optional auch verlängern kann. In der Rechnung könnte die voraussichtliche Projektlaufzeit beziffert werden. Was wenn diese sich jedoch ändert und verlängert? Neue Rechnung?

Finanzamt, Steuern, crowdsourcing, Steuerrechtliches
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