Kann das Finanzamt mein Konto für die Schulden meines Partners pfänden?

Hallo!

Kurzer Erklärung: Mein Mann hatte vor 3 Jahren ein Gewerbe angemeldet, das er nicht ausführen konnte, weil kurzfristig familiäre und gesundheitliche Gründe dazwischen kamen. Er hatte also zwar noch erste Investitionen gemacht, aber keinen Cent Einnahmen generiert und es schließlich auch wieder abgemeldet, weil es keinen Sinn hatte.

Beim Finanzamt wurde alles so angegeben wie es war, dennoch sollte er ständig zahlen, mal wurde behauptet, weil es zu spät, dann weil es falsch war, dann weil Unterlagen fehlten,... Auf Nachfrage kamen nie richtige Antworten, derjenige, der jetzt gerade Ahnung hatte, war immer nicht da, stattdessen wurde seinem AG plötzlich ein Pfändungsbeschluss über 1500€ zugestellt und mir am Tag darauf dieselbe Summe auf mein Konto überwiesen (war auf der PRIVATEN Steuer angegeben), was uns auch keiner erklärt hat, verstanden hat es auch niemand. Hab das Geld zurücküberwiesen, dann hatten wir vorerst Ruhe.

Jetzt, ca. ein ¾ Jahr später fangen sie wieder an, er schuldet ihnen was, Erklärungen gibt es keine. Heute kam eine Bescheinigung, dass sie an Bank X für IBAN DE123 einen Pfändungsbeschluss gesendet haben. Das ist halt MEIN Tagesgeldkonto. In dem Brief ist weder mein Name erwähnt, noch hab ich eine Info bekommen. Ich mein... Die pfänden MEIN Konto für etwas von meinem Mann, der nicht mal weiß, was da noch offen ist und warum.

Geht das? Ist das normal?! Ich hab auch eine kleine Selbstständigkeit und merk auch, dass da öfter mal irgendwas gehörig durcheinander gerät bei denen. Aber ist das überhaupt noch legal was die da machen?

Finanzamt, Pfändung, Schulden, Ehepartner
Zählt der nachträgliche Übergabeverlust bei Betriebsaufgabe mit in den Gewinn der EÜR?

Hallo,

ich bin etwas verwirrt bezüglich der Gewinnberechnung in der EÜR. Angenommen man hat sein Nebengewerbe (Einzelunternehmer) am 15.7 zum 31.6 "rückwirkend" abgemeldet und hierfür 20€ Abmeldegebühr beim Amt bezahlt. Die 20€ Gewerbeabmeldegebühr tauchen dann nicht mehr in der eigenerstellten EÜR auf und sind nach der "Unternehmereigenschaft" angefallen. Da man bei Betriebsaufgabe eine Bilanz machen muss, sehe ich das hier als Übergangsverlust. Ansonsten gibt es keinerlei Übergangsgewinne oder Verluste, da alles virtuell war (zumindest fällt mir nichts ein). Die 20€ müssten nach meiner Auffassung dann in der Elsteronline EÜR in Zeile 102 "Hinzurechnungen und Abrechnungen bei Wechsel der Gewinnermittlungsart" einzutragen sein. In der online EÜR ist es dann aber sehr wohl so, dass die 20€ dann doch wieder die Betriebseinnahmen um genau diesen Betrag schmälern.

Darf dann doch die nachträglich angefallene Gebühr mit dem Betriebsgewinn vom Beendigungsjahr verrechnet werden, obwohl diese erst angefallen sind, als das Gewerbe schon abgemeldet war? Oder bin ich total auf dem Holzweg?

So richtig den Mehrwert sehe ich da an der Stelle nicht, ob man das nun in Zeile 102 einträgt oder normal bei den Betriebsausgaben, unterm Strich kommt ja wohl das gleiche raus. Inwieweit das FA eine Bilanz bei Betriebsaufgabe von Kleingewerbetreibenden mit Umsatz im niedrigen dreistelligen Bereich will, ist mir auch unklar.

Viele Grüße

Finanzamt, Steuerberater, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht
Erstes Mal eine Arbeitsstelle angetreten? Wie melde ich mich zur Steuer und Sozialbeiträgen an und muss ich überhaupt Steuern zahlen?

Hallo.

Als allererstes: Ich habe noch überhaupt keine Ahnung vom Thema Steuern und Sozialbeiträgen, da ich bis jetzt noch nie welche zahlen musste und auch keine Ahnung habe, wie es insgesamt funktioniert und was ich dafür alles an Unterlagen brauche. Alles wissen, was ich daher, diesbezüglich habe, kann also falsch oder nicht ganz korrekt sein. Also entschuldigt bitte, wenn ich etwas inkorrekt wiedergegeben habe.

Ich habe letzten Monat einen Teilzeitjob in einer Bäckerei angefangen, nachdem ich nach meiner schulischen Ausbildung keine Arbeitsstelle, die nach Berufseinsteigern ohne Extraweiterbildungen in Baden-Württemberg gesucht haben, bis jetzt gefunden hatte. Das Gehalt in meinem Teilzeitjob ist sehr schwankend, da ich als Fahrerin arbeite und je nachdem, wieviel ich ausgeliefert habe und wie fehlerfrei, bekomme ich meinen Lohn.

Ich habe letzten Monat sehr kurzfristig am 7.08.2021 angefangen dort zu arbeiten und verdiente um die 662€. Laut Steuerrechner müssten rund 133€ von diesem Betrag an den Staat gehen. Diesen Monat habe ich um die 880€ verdient. Auch nächsten Monat werde ich noch Teilzeit dort arbeiten und erst im November eine Vollzeitstelle in meinem gelernten Beruf anfangen. Dadurch werde ich die Grenze von 9,744€ an Einkommen überhaupt nicht mehr erreichen können. Warum ist das jetzt wichtig? Da bis zu einem Einkommen von 9,744€ ein Grundfreibetrag wegen der Armutsgrenze gilt. Ebenfalls müsste ich ja, wenn ich mich steuerlich anmelde, wie auch immer das funktionieren soll, das Geld für das Tanken von den Steuern wieder zurückbekommen/absetzen können, da ich mein Auto als reines Geschäftsfahrzeug nutze und monatlich bis zu 400€ nur fürs Tanken aufgrund der Liefertouren ausgebe.

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand erklären könnte, wo ich mich mit welchen Formularen wegen den Steuern melden müsste und ob ich überhaupt Steuern dieses Jahr leisten muss.

Danke im Voraus :)

Beratung, Finanzamt, Hilfe, Steuerberater, Steuerklasse, Steuern, Steuerrecht, HILFE DRINGEND
ESt.-Erklärung, Finanzamt fordert Nachweise?

Hallo!
Ich könnte zwar zur Klärung meiner Fragen einfach beim Finanzamt anrufen, aber zuerst würde ich gerne ein paar Meinungen/Erfahrungen/Tipps einholen.
Im Rahmen meiner Einkommensteuererklärung 2020 fordert das Finanzamt Nachweise für folgendes:

1) Wie bestreite ich den Lebensunterhalt?

Ich habe mit meinem Gewerbe im Startjahr 2020 natürlich erstmal nur Verlust gemacht und in meiner Steuererklärung tauchen gar keine Einkünfte auf, da ich nur steuerfreies Einkommen habe (Bafög, Kindergeld, Unterhalt etc.).

Reicht hier als Stellungnahme eine einfache Haushaltsrechnung (Einnahmen - Ausgaben >= 0) + die entsprechenden Nachweise für Bafög?

2) "Nachweise über vereinnahmte Umsatzsteuer der gewerblichen Tätigkeit"

Ich habe 300€ vereinnahmte USt., die jedoch nicht von Verkäufen kommt, sondern von meinen Betriebsausgaben/Investitionen.
Es handelt sich um Dienstleistungen aus Drittländern, also musste ich das Reverse Charge Verfahren anwenden, die USt. berechnen und gleichzeitig die Vorsteuer ziehen.
Ich habe für 2020 insg. 108 englischsprachige, digitale Reverse-Charge-Rechnungen vorliegen. Zudem sind sie in US-Dollar ausgestellt, also unterliegt jede auch einem anderen Wechselkurs.

Möchte der Finanzbeamte von mir, dass ich alle 108 Rechnungen ausdrucke und ihm den gesamten Papierstapel schicke?

Dann würde ich ihm ja praktisch meine gesamte Buchhaltung 2020 überreichen, was wiederum einer Betriebsprüfung gleicht, von der Papierverschwendung ganz zu schweigen.
Verstehe ich da etwas falsch?

Ich würde mich sehr über ein paar Meinungen freuen, bevor ich das Finanzamt anrufe und sie mit meiner Fragerei hellhörig mache.
Eventuell können eure Tipps hier auch später anderen Menschen helfen, die in der gleichen Situation sind.
Danke!

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Und nein, ich habe keinen Steuerberater, ich möchte erstmal lernen und einen eigenen Einblick in diese Dinge haben, bevor ich es delegiere.

Einkommenssteuer, Einkommensteuererklärung, Finanzamt, Nachweis, Steuererklärung, Umsatzsteuer, Reverse-Charge-Verfahren
Bald 18 und unerwartet massiv profitiert, wie Regel ich das am besten?

Hallo,
Ich habe vor kurzem mit dem Reselling von Onlinewaren angefangen und mit etwas Glück und Verstand sehr schnell etwas großes aufgebaut und stark profitiert. Es ist mir natürlich bewusst, dass ich ein Gewerbe anmelden und ab einer bestimmten Summe auch den Gewinn versteuern muss.
Ich habe natürlich von Anfang an so gut wie alles archiviert also gäbe es keine Probleme mit dem nachweisen.
Es wäre so gut wie unmöglich für mich ein Gewerbe anzumelden bevor ich 18 werde, meine Eltern sind aus irgend einem Grund nicht überzeugt und helfen mir gar nicht. Ich wurde sogar gebeten damit aufzuhören obwohl nichts davon über ihren Namen geht da Ich alles über meine eigene Accounts erledige.

Jetzt zu den eigentlichen Fragen:

  • Gäbe es irgendwelche Probleme wenn ich die Anmeldung bis zum meinen 18. Geburtstag verzögere?
  • Was wenn mein Antrag abgelehnt wird?
  • Breche ich irgendwelche Gesetze wenn ich nicht alles sofort melde und Aufkläre? Ich meine, ich bin ja noch minderjährig und bekomme plötzlich sehr viel Geld auf mein Konto. (Die größten Quellen sind Auszahlungen von Stripe, Paysafe und Überweisungen von Kollegen mit der Krypto TXID als zweck)
  • Und zuletzt, der Großteil von dem Geld ist in Kryptowährungen in Wallets die nicht zu einer Börse gehören. Könnte dies zu weiteren Problemen führen?

Wie komme ich da voran? Ich möchte auf keinen Fall Steuern hinterziehen oder etwas anderes illegales tun und ich habe keinen Verwandten der mir weiterhelfen könnte.
Aufhören ist nicht wirklich eine Option, mit dem "Job" bin ich glücklicher und es hilft mir sehr mit meiner Depression klarzukommen.

Grüße

Geld, Finanzamt, Finanzen, Gewerbe, Gewerbeanmeldung, Steuern, Minderjährig
Finanzamt und Kontrollmaterial?

Hallo Leute,

seit dem 01.03.2021 verdiene ich Geld mit dem erstellen von Content.

Vor gewisser Zeit habe ich ein Schreiben vom Finanzamt bekommen worin stand, dass die aufgrund einer Betriebsprüfung herausgefunden haben, dass ich einer Tätigkeit als Influencer nachkomme und den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen soll.

Kein Problem habe dann ein Kleingewerbe angemeldet rückwirkend zum 01.03.2021 und den Fragebogen abgegeben.

Kurze Zeit später kam dann ein erneutes Schreiben worin stand, dass es der falsche Bogen ist und ich bitte den richtigen Bogen ausfüllen soll und es nicht sein kann, dass der Beginn der 01.03.21 war denn denen liegt Kontrollmaterial von 2020 vor.

Diese Aussage hat viele Fragen in meinem Kopf ausgelöst denn 2020 war ich noch gar nicht soweit, dass ich für mein Content etc. bezahlt wurde.

Trotzdem habe ich alle Kontoauszüge von 2020 durchgeschaut und es ist einfach nichts was mit der Tätigkeit als Influencer zutun hat zufinden.

Ich weiß, dass ich erst seit dem 01.03.2020 Geld ausgezahlt habe.

Bei einem Telefonat mit dem Finanzamt wurde mir dann gesagt, dass es nicht sein kann, dass das Material fehlerhaft ist. Trotz explizitem Fragen worum es bei dem Material geht hat man mir keine Auskunft gegeben und mir wurde nur gesagt, dass ich den Bogen ausfüllen soll und abwarten soll ob es steuerstrafrechtliche Konsequenzen geben wird.

Jetzt sind bei mir 1000 Fragezeichen im Kopf und ich habe Angst vor dem was kommt obwohl ich genau weiß, dass ich kein Geld erhalten habe 2020.

Finanzamt, Steuern
Microjobbing: Hilfe beim Fragebogen für Steuerliche Erfassung?

Hi,

ich habe mit Microjob-Apps angefangen nebenbei etwas zu verdienen, laut meinem Finanzamt soll ich eine Tätigkeit anmelden mit dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Dort habe ich einige Fragen, zunächst einmal, den Fragebogen für Einzelunternehmen nehme ich oder ?

Dann:

  • Art der Tätigkeit: Kann ich das so eintragen?: "Microjobbing (Streetspotr, BeMyEye, Roamler, etc.)"
  • Bezeichnung des Unternehmens: Was trage ich hier ein? Bin ja eine Privatperson.
  • Beginn der Tätigkeit: Kann das in der Vergangenheit liegen? denn ich habe ja vor ein paar Wochen schon angefangen.
  • Kleinunternehmer-Regelung mache ich geltend, richtig?
  • Gewinnermittlungsart: Was gebe ich da an? Einnahmenüberschussrechnung?
  • Es werden ganz oder teilweise steuerfreie Umsätze gemäß § 4 UStG ausgeführt: Ja oder Nein?
  • Es werden Umsätze ausgeführt, die ganz oder teilweise dem ermäßigten Steuersatz gemäß § 12 Absatz 2 UStG unterliegen: Ja oder Nein?
  • Es werden ganz oder teilweise Umsätze ausgeführt, die der Durchschnittssatzbesteuerung gemäß § 24 UStG unterliegen: Ja oder Nein?
  • Ich berechne die Umsatzsteuer nach: Sollversteuerung oder Istversteuerung? Und wenn Istversteuerung, welchen Haken setze ich darunter?
  • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer nicht beantragen, richtig?

Kann jemand beim Ausfüllen helfen ? Danke!

Außerdem verstehe ich nicht ganz: bei Streetspotr kann ich meine Umsatzsteuer-ID angeben als Gewerbetreibender. Das bin ich dann aber trotzdem nicht, oder? Bei Roamler kann ich als Gewerbetreibender meine Steuernummer angeben...

Finanzamt, Kleinunternehmer, Steuern, Fragebogen steuerliche Erfassung, Kleinunternehmerregelung

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