Kann ich Ausgaben aus nichtselbständiger Tätigkeit in der Steuer angeben, wenn ich keine Einnahmen hatte?

Hallo zusammen,

im Sommer habe ich meine Arbeitszeit auf 60% reduziert, um mich zwei Tage die Woche dem Schreiben eines Romans widmen zu können und parallel auf die Suche nach einem Verlag für ein bereits fertiges Romanprojekt zu gehen. Einnahmen hatte ich in diesem Jahr keine, aber ich verfolge natürlich eine Gewinnerzielungsabsicht in den nächsten 2-3 Jahren und habe sicherheitshalber einen Tätigkeitsnachweis (z.B. über die Bewerbungen bei Literaturagenten, Teilnahme an Wettbewerben etc.) geführt. Aktuell plane ich nicht, meine Bücher selbst zu drucken o.ä., sondern werde weiter versuchen, im nächsten Jahr einen Verlag finden. Trotzdem hatte ich bereits 2018 ein paar Kosten (Ausgaben für Weiterbildungen, Messebesuche, Veranstaltungen, Lektorat etc.). Ich weiß, dass man das grundsätzlich im Rahmen einer Nebentätigkeit als selbständiger Künstler geltend machen könnte. 

ABER

> hätte ich dafür längst eine freiberufliche Tätigkeit beim Finanzamt anmelden müssen?

> kann ich ohne Einnahmen überhaupt die Kosten angeben oder ist das quatsch?

> sollte ich besser einen Steuerberater beauftragen?

Dankbar wäre ich auch für Hinweise über eine Website oder Literatur, in der ich erfahren kann, wie ich ohne Einnahmen vorgehen kann? Ich finde nämlich nur Angaben zum Vorgehen, wenn man bereits Einnahmen hatte...

Steuererklärung, freiberufliche Tätigkeit
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Halbschwester weigert sich, sich an den Beerdigungskosten zu beteiligen, was kann ich unternehmen?

Hallo, mein Vater ist vor kurzem verstorben. Da wir beide ca. 10 Jahre keinen Kontakt mehr zu meiner Halbschwester hatten, habe ich erstmal die Beerdigung in die Wege geleitet. Ihre Handy-Nr. war aber noch aktuell und als ich sie fragte, wie wir das mit der Kostenteilung machen wollen, sagte sie nur "Wo nichts ist!". Das Erbe habe ich und sie vermutlich auch ausgeschlagen, da mein Vater nur Schulden hinterlässt. Sie wollte eigentlich auch zur Beerdigung kommen, erschien aber einfach nicht. Ich habe keine Ahnung, ob sie in Arbeit steht oder Ersparnisse hat, habe auch keine Adresse von Ihr. Vor 10 Jahren wohnte sie in Braunschweig. Sie meinte auch, sie will sich nicht an den Kosten beteiligen, weil er ja auch nichts für sie getan hat. Als ich sie nochmal anschrieb, um zu fragen, warum sie ohne abzusagen nicht auf der Beerdigung erschien und sie auch nochmal bat sich an den Kosten zu beteiligen, da sie ja nicht ihn, sondern mich damit bestraft, kam keine Reaktion. Am nächsten Tag musste ich feststellen, das sie mich bei WhatsApp blockiert hat! Nun erreiche ich sie nicht mehr, sie geht auch nicht ans Telefon. Zu unserem Verhältnis: Ich erfuhr erst mit 16 von ihrer Existenz, kurz darauf besuchte sie mich in Berlin und etwas später ich sie in Braunschweig. Der Kontakt zu meiner Schwester brach damals ab, da ich über einige Ecken erfuhr, dass sie hinter meinem Rücken schlecht über mich geredet hat, da ich damals sehr schüchtern war und bei einem Disco Besuch bei ihr in Braunschweig nicht tanzen wollte. Zu einer Aussprache kam es nie, da sie sich nicht weiter darum gekümmert hat, sie hat ja noch genug andere Halbgeschwister von Ihrer Mutter, was brauch sie da mich dachte ich mir so... Ich als "Einzelkind" war natürlich mehr als enttäuscht über ihr Verhalten... Aber das sagt ja schon einiges darüber aus, was für ein Mensch sie zu sein scheint. So, dass zur Vorgeschichte. Ich habe ihr nie was getan und verstehe ihr Verhalten einfach nicht... Der Kontakt zwischen meinem Vater und ihr brach aus einem anderen banalem Grund ab. Aber zu meiner eigentlichen Frage: Wenn ich jetzt einen Anwalt beauftrage meine Schwester zu kontaktieren, um den Anteil ihrer Kosten einzufordern, trägt sie dann die Kosten für meinen Anwalt, weil sie ja im Unrecht ist? Und wenn sie wirklich Mittellos ist, wie sieht es dann aus? Bleibe ich dann auf allen Kosten alleine sitzen oder springt für Ihren Anteil und die Kosten des Anwalts dann ihr Sozialträger ein? Sorry für den langen Text und vielen Dank schonmal für Eure Antworten!

Beerdigungskosten
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Verlustverrechnung des bescheinigten Verlustvortrags mit den Einkünften aus Kapitalvermögen?

Ist er richtig, dass im Zuge der EkSt-Veranlagung bei der Verrechnung der Einkünfte aus Kapitalvermögen zuerst die Verlustverrechnung erfolgt, bevor der Sparer Pauschbetrag abgezogen wird?

Erfolgt die Verrechnung durch die Bank, werden die positiven Einkünfte aus Kapitalvermögen zuerst gegen den Verlustverrechnungstopf verrechnet und nachrangig der freigestellte Sparer Pauschbetrag verbraucht.

Durch diese Verrechnungsreihenfolge wird der Sparer Pauschbetrag geschont und kann im Zuge der EkSt-Veranlagung zur Verrechnung mit anderen Kapitaleinkünften verwendet werden. Das erscheint zweckmäßig, ist es aber leider nur bedingt!

Bei der Verrechnung der Einkünfte aus Kapitalvermögen im Zuge der EkSt-Veranlagung verhindert genau diese Verrechnungsreihenfolge, die volle Ausschöpfung des Sparer Pauschbetrags.

Beispiel 1:

Höhe der Kapitalerträge (Zeile 7): 1200,- Euro

Höhe des nicht ausgeglichenen Verlustes ohne

Verluste aus der Veräußerung von Aktien (Zeile 10): 900,- Euro

In Anspruch genommener Sparer-Pauschbetrages (Zeile 12): 801,- Euro

Berechnung der Einkünfte, die nach § 32d Abs. 1 EStG besteuert werden

Kapitalerträge: 1200,- Euro

Verrechnung laufender Verluste aus Kapitalvermögen (ohne

Verluste aus der Veräußerung von Aktien) -900,- Euro

noch nicht ausgeschöpfter Sparer-Pauschbetrag -301,- Euro

Ergebnis:

Der bescheinigten Vorjahresverluste werden vollständig ausgezehrt.

Der Sparer-Pauschbetrag wird nicht voll ausgeschöpft!

Steuererklärung, Anlage KAP
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Haftung als Betreuerin für Verluste aus Aktien?

Vielleicht hat ja privatier59 Lust, zu antworten :)

Also, ich habe eine Betreuung übernommen, wo 150.000,-€ in deka-fonds angelegt sind. Das ist nicht mündelsicher, wurde aber vom Gericht genehmigt.

Soweit ich das ersehen kann, wäre ich im Falle eines Verlustes trotzdem haftbar zu machen, und meine Versicherung würde das garantiert nicht tragen.

Für den Rechtspfleger ist alles in Ordnung, wenn die bisherige Performance stimmt (über die ich mich erst noch in der Fachabteilung erkundigen muss) - zur Haftung weiss er auch nicht, eine Auflösung sei aber wohl unwirtschaftlich.

Ja sicher, aber er haftet ja auch nicht.

Bisher hab ich aus Gründen meiner eigenen Sicherheit immer sämtliche Aktienfonds aufgelöst und in nahezu zinsfreie, aber mündelsicher Anlagen umgewandelt. Für die paar Kröten an Vergütung nehme ich ja sicher kein Haftungsrisiko auf mich. Ich habe auch keine Ahnung von Aktien, muss ich auch nicht.

Tja, warum Frage ich überhaupt?

1. Evtl. ist das Risiko eines Totalverlustes doch eher gering (über längere Zeiträume), es bleibt trotzdem mein Risiko.

Zweitens werde ich mir von der Klientin sowie dem vorherigen Betreuer, der diese Anlage veranlasst hat, einen Haftungsausschluss unterschreiben lassen und

3. könnte ich noch beim Gericht die (unwirtschaftliche) Umwandlung des Guthabens in ein mündelsicheres Tagesgeldkonto ablehnen lassen, also beantragen.

Sorry, ich bin z.Zt. nicht in spezialisierten Betreuerforen angemeldet.

Für Rückmeldungen wäre ich natürlich trotzdem sehr dankbar. Insbesondere, da ich mich mit Aktien überhaupt nicht auskenne.

Aktienfonds, Risiko
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Selbstständig krankenversichert trotz Studium?

Guten Tag,

anfang Oktober habe ich mit 30 Jahren nocheinmal das Studium aufgenommen. Da ich kein Bafög mehr bekomme gehe ich wöchentlich neben dem Studium zwei Nebenjobs nach, die auf Honorarbasis vergütet werden. Zum einen arbeite ich bei einem großen deutschen Nachhilfeunternehmen, außerdem an einer Grundschule und gebe dort Förderunterricht. Ich gehe also an zwei Tagen in der Woche arbeiten und an dreien zur Uni. Da meine Einkünfte auf Honorarbasis sind, verdiene ich in vollen Monaten ca. 950€, in Monaten wie diesem Dezember auch mal nur die Hälfte. Es ist wirklich nicht viel, aber durch geschicktes Wirtschaften gelingt es mir die halben Monate durch die vollen auszugleichen. Nun falle ich mit 30 Jahren aus der studentischen Versicherung raus und mir wurde nun von meiner GKV mitgeteilt, ich müsse die (bereits ermäßigten) Beiträge von 277€ monatlich für 2018 und ab Januar 2019 191€ monatlich bezahlen.

Nun bin ich völlig gelähmt, da es mir unmöglich ist, so hohe Beiträge zu bezahlen!? Da ich auf Honorarbasis vergütet werde, gelte ich als selbstständig. Aber ich bin doch nicht selbständig, sondern verdiene meine drei Krümel in der Woche, damit ich mir das Studium finanzieren kann!?

Ich habe schon sehr viel recherchiert, aber ich komme da einfach nicht weiter. Bei der KV sagen sie natürlich das ist einfach so, ich würde aber gerne wissen, ob es tatsächlich keine Einwände dagegen gibt.

Vielleicht können Sie mir weiter helfen?

Vielen Dank 🙏

Krankenversicherung
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