Verdienstmöglichkeiten ohne Hauptbeschäftigung?

Ich habe mich entschieden einige Monate ohne Beschäftigung zu bleiben, um zu reisen und mich neu zu orientieren. In der Zeit bin ich "freiwillig" gesetzlich versichert. Wenn ich zwischen zwei Reisen in Deutschland bin (immer wieder für 1-3 Wochen) würde ich gerne tages-/stundenweise arbeiten. Ziel ist die Zeit sinnvoll zu nutzen, Neues auszuprobieren bzw. Geliebtes wofür sonst nie Zeit ist zu tun. Es geht mir nicht darum mein Leben zu finanzieren, dafür habe ich genug gespart. Aber umsonst arbeiten werde ich auch nicht (abgesehen von meinen ehrenamtlichen Beschäftigungen, um die es hier nicht geht). Ich suche definitiv keine Stelle an der ich von morgens bis abends arbeiten soll, eher 1-3 Mal die Woche.

Leider scheint das ziemlich unmöglich zu sein. Ich habe es versucht mich als Hostess anzumelden, aber es hieß dass ich es ohne Hauptbeschäftigung nicht darf, auch wenn ich mir ziemlich sicher war dass es bei unter 450 Euro Verdienst im Monat kein Problem wäre. Ich habe mich als Mystery Shopper angemeldet, aber danach gelesen, dass ich dafür Gewerbe registrieren muss, was mir bei schätzungsweise 50 Euro jeden zweiten Monat doch zu viel Aufwand und Kosten sind. Mit Nachhilfeunterricht sieht es glaube ich ziemlich ähnlich aus, für Babysitting habe ich noch nicht genau recherchiert. Habe ich denn überhaupt irgendwelche legale Möglichkeiten eine unregelmäßige geringfügige Beschäftigung auszuüben, ohne dass das unangemessen viel Aufwand/Kosten verursacht? Im Ausland gibt es doch so viele Möglichkeiten dafür!

Ich bin 30w, ledig. Nach BWL und WiInfo Abschlüsse bin ich schon einige Jahre als Softwareentwickler tätig, kann auch mehrere Fremdsprachen. Aber durch den Job hatte ich nie Zeit für meine anderen Interessen oder um was anderes auszuprobieren. Und ich will es gerade nachholen, bevor es zu spät geworden ist. Sämtliche Vorschläge sind willkommen!

Rentenversicherung, arbeitsrecht, geringfügige Beschäftigung, Krankenversicherung, Minijob, Sozialabgaben, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht
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Minijob nach Antritt Vollzeitjob Steuerklasse 6, obwohl dort kein Cent mehr verdient und Arbeitsverhältnis vier Wochen später beendet wurde? Korrektur möglich?

Hallo Community,

ich sitze soeben an meiner verspäteten Lohnsteuerabgabe und bin leider erst jetzt auf folgendes Problem gestoßen:

Von 01/18 - 09/18 hatte ich eine geringfügige Beschäftigung nach §8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV - Personengruppenschlüssel 109, Steuerklasse 1, bin nie über 450€ gekommen.

Ab 10/18 - 12/18 Wechsel zu anderer Firma, Vollzeitstelle (Volontariat) 1100€ brutto

Ab 10/18 im Minijob wegen Vollzeitstelle nicht mehr gearbeitet. In der Oktober Abrechnung ist der Vermerk "Unterbrechung 01. - 31.10.18 unbezahlter Urlaub". Gleichzeitig wurde ich auf Steuerklasse 6 hochgestuft.

Am 03.12.18 erfolgte dann eine "Abmeldung nach Unterbrechung" durch den Arbeitgeber des Minijobs.

In der Lohnsteuerbescheinigung 2018 läuft dieser Job nun natürlich unter Steuerklasse 6, mein Bruttoverdienst dort lag insgesamt bei 3726 €. Mit dem Gehalt aus dem Volo komme ich auf 7026€

Ich bin mir bewusst, dass ich schon damals hätte darauf aufmerksam werden müssen, vor Freude über den "richtigen" Job hab ich das leider verschlafen.

Sollte der Minijob generell nicht pauschal von meinem Arbeitgeber versteuert werden?

Da dies meine erste Steuereklärung als Arbeitnehmer im Angestelltenverhältnis ist, ist mir nicht klar, was durch diese Einstufung bei einem Gesamtjahreseinkommen von 7026 Brutto an Kosten auf mich zukommt.

Wende ich mich zwecks einer Korrektur an das Finanzamt oder an den alten Arbeitgeber?

Der Vollständigkeit halber:

Von 01/18 bis 09/18 bezog ich zusätzlich ALG2, was aber für die Steuererklärung selbst nicht relevant ist.

Freue mich über jeden Tipp :-)

Minijob, Steuererklärung, Steuern, Steuerklassenwechsel
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Sollte meine Mutter bald mit Abschlägen in Rente oder besser noch warten?

Meine Mutter ( 61 J.) ist seit einigen Monaten offiziell schwerbehindert, könnte also theoretisch die Rente für Schwerbehinderte in Anspruch nehmen. Leider fehlen ihr aber 11 Monate bzgl. der 35 Arbeitsjahre. Sie hat seit 2018 einen Minijob (davor lange Zeit Hausfrau), doch leider wurde sie dort nicht bei der Rente angemeldet, also es zählt nicht für die Rente bzw. nur minimal. Sie war nämlich bei der Rentenversicherung zum Gespräch, und dort wurde ihr gesagt, sie muss dann halt für die fehlenden 11 Monate einen gewissen Betrag nachzahlen. Immerhin fehlen jetzt auf einmal in der neuen Rentenauskunft nur noch 10 Monate, offenbar wurde doch etwas anerkannt durch den Minijob. So könnte sie eben theoretisch, sobald sie das mit den fehlenden Monaten geregelt hat, bereits jetzt in Rente gehen wegen der Schwerbehinderung, allerdings mit deutlichen Abschlägen (ca. 13 % ), das wäre aber natürlich schlecht, da sich ihre niedrige Rente (ca. 500 €) dann noch mehr verringern würde . Mein Vater, ihr Mann, hat nämlich auch wenig Geld, da er seit Jahren Frührentner ist, er kriegt immerhin etwa 1000 €.

Meine Mutter könnte auch noch bis 64 warten, und dann ohne Abschläge gehen. Würde sie warten, würden ihr natürlich jahrelange Zahlungen entgehen, doch die gekürzte Rente wird ja auch nicht mehr höher und das wäre besonders im hohen Alter schlecht.

Ich glaube, es kommt darauf an, wie lange man voraussichtlich lebt, welche Variante sich eher lohnen würde. Man kann zwar nicht wissen, wann man stirbt, aber sie ist schon ziemlich angeschlagen gesundheitlich, u.a. Hautkrebs. Könnte sein, dass sie nicht so alt wird.

Was würdet ihr uns also dementsprechend empfehlen? Wir bräuchten das Geld nicht extrem dringend, da wir auch so noch über die Runden kommen und ich vielleicht bald auch selbst Geld verdiene (bin noch in Ausbildung), also wir könnten auch noch bis 2022 warten. Sollen wir also noch warten, bis sie dann die volle Rente bekommen kann, oder sollte sie lieber jetzt bzw. bald schon in Rente, aber dann mit den Abschlägen? Immerhin wären das ja ein paar tausend Euro, die wir bis 2022 bereits erhalten würden. Andererseits würden uns auch hypothetisch Beträge über die Jahre entgehen, aufgrund der Abschläge. Was wäre besser? Kennt sich hier jemand damit aus?

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