Mehrwertsteuer auf reines Privatauto absetzen?

Hallo alle zusammen,

ich habe eine Frage an euch.

Kann man die Mehrwertsteuer als Selbstständiger von einem reinen Privatauto absetzten?

Ein Freund von mir ist selbstständig und führt erfolgreich zwei Pizzerien. Er hat sich vor kurzem ein Porsche Panamera gebraucht gekauft zu einem Preis von ca. 100.000€. Er hat es von einem Porsche Zentrum gekauft, deshalb gehe ich davon aus, das die Mehrwertsteuer ausweisbar waren. Nun hat er mir erzählt, dass er die 19% Mehrwertsteuer wieder vom Finantamt erstattet bekommt bzw. er es mit der Umsatzsteuer?, welche er an das Finanzamt bezahlen muss, verrechnen lassen kann. Jedoch kann ich mir das irgendwie nicht erklären. Er fährt das Auto ausschließlich privat. Er fährt nur zu seinen Pizzerien, welche max. 2km entfernt sind und sonst fährt er oft nach Feierabend in andere Städte, aber aus privaten Zwecken.

Vielleicht kann ich noch erwähnen, dass er mit dem Auto Sachen für die Pizzerien einkaufen geht. Im Fahrzeugschein steht sein eigener Name. Fahrtenbuch führt er meines Wissens nach nicht.

Wie hat er es jetzt geschafft, dass er die Mehrwertsteuer wieder zurückbekommt. Welche Möglichkeiten gibt es? Hat er das Auto als Firmenwagen angegeben?

Ich kenne mich in diesem Thema leider überhaupt nicht aus, da ich nicht selbstständig bin.

Danke für eure Antworten!

Absetzen, Mehrwertsteuer, selbstständig, Steuern, werbungskosten, Firmenwagen
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Nachzahlung in der Steuererklärung wegen 3 Jahren Werksstudent ohne Lohnsteuer?

Hallo.

Ich habe einen komplizierten Sachverhalt. Ich hoffe ein paar Experten wissen da Rat.

Und zwar habe ich im Jahr 2019 zwei mal Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erzielt.

Zum einen aus meinem Job als Werksstudent 3 Monate von Januar bis März mit monatlich 850 Euro Brutto. Nur RV-Beitrag bezahlt.

Im Mai dann Lehramtsanwärter nach Beendigung des Studiums. Also im Ref dann 1450 Euro Brutto und normal Lohnsteuer bezahlt. Als Beamter entfallen ja andere Beiträge.

In den Sommerferien und Herbstferien habe ich noch beim Programm Fit in Deutsch mitgemacht und als DAZ-Lehrer Flüchtlinge beschult. Einmal für 2400 Brutto. Dann 1350.

Die 2400 habe ich als Übungsleiterpauschale wohl ohne Steuerpflicht eintragen können. Die 1350 habe ich als selbstständige Tätigkeit in meine Steuerprogramm eingetragen.

Nun zeigt mir mein Steuersparprogramm leider eine Nachzahlung von knapp 300 Euro an. Die Angabe meiner Einkünfte als Lehramtsanwärter und die Einkünfte aus den Ferienjobs als Selbstständiger gaben noch 300 Euro Erstattung.

Sobald ich allerdings die Werksstudent Zeit von Jan bis Mär eintrage, muss ich dick nachzahlen. Die 2550 Euro Bruttoverdienst ohne Lohnsteuer "killen" quasi meine Steuererstattung. Mache ich was falsch? Oder werde ich bestraft, dass ich als Werksstudent während meiner Studienzeit gearbeitet habe? Oder habe ich schlicht Pech weil ich in einem Jahr Student und Arbeitnehmer war?

Danke für die Hilfe

Lohnsteuer, Steuererklärung, Steuern
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Verdienstmöglichkeiten ohne Hauptbeschäftigung?

Ich habe mich entschieden einige Monate ohne Beschäftigung zu bleiben, um zu reisen und mich neu zu orientieren. In der Zeit bin ich "freiwillig" gesetzlich versichert. Wenn ich zwischen zwei Reisen in Deutschland bin (immer wieder für 1-3 Wochen) würde ich gerne tages-/stundenweise arbeiten. Ziel ist die Zeit sinnvoll zu nutzen, Neues auszuprobieren bzw. Geliebtes wofür sonst nie Zeit ist zu tun. Es geht mir nicht darum mein Leben zu finanzieren, dafür habe ich genug gespart. Aber umsonst arbeiten werde ich auch nicht (abgesehen von meinen ehrenamtlichen Beschäftigungen, um die es hier nicht geht). Ich suche definitiv keine Stelle an der ich von morgens bis abends arbeiten soll, eher 1-3 Mal die Woche.

Leider scheint das ziemlich unmöglich zu sein. Ich habe es versucht mich als Hostess anzumelden, aber es hieß dass ich es ohne Hauptbeschäftigung nicht darf, auch wenn ich mir ziemlich sicher war dass es bei unter 450 Euro Verdienst im Monat kein Problem wäre. Ich habe mich als Mystery Shopper angemeldet, aber danach gelesen, dass ich dafür Gewerbe registrieren muss, was mir bei schätzungsweise 50 Euro jeden zweiten Monat doch zu viel Aufwand und Kosten sind. Mit Nachhilfeunterricht sieht es glaube ich ziemlich ähnlich aus, für Babysitting habe ich noch nicht genau recherchiert. Habe ich denn überhaupt irgendwelche legale Möglichkeiten eine unregelmäßige geringfügige Beschäftigung auszuüben, ohne dass das unangemessen viel Aufwand/Kosten verursacht? Im Ausland gibt es doch so viele Möglichkeiten dafür!

Ich bin 30w, ledig. Nach BWL und WiInfo Abschlüsse bin ich schon einige Jahre als Softwareentwickler tätig, kann auch mehrere Fremdsprachen. Aber durch den Job hatte ich nie Zeit für meine anderen Interessen oder um was anderes auszuprobieren. Und ich will es gerade nachholen, bevor es zu spät geworden ist. Sämtliche Vorschläge sind willkommen!

Rentenversicherung, arbeitsrecht, geringfügige Beschäftigung, Krankenversicherung, Minijob, Sozialabgaben, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht
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Nie eine Steuererklärung eingereicht / dann Krankengeld?

Hallo,

ich bin dem Anschein nach einer ganz miesen Fehlinformation auf den Leim gegangen und nun ein wenig nervös deswegen.

In meinem Leben reichte ich noch nie eine Steuererklärung ein, weil ich dachte es nicht zu müssen. Heute aber erreichte mich ein Schreiben meiner Krankenkasse welches darauf hinwies, dass ich für das Krankengeld (2019) eine Steuererklärung machen müsse.

Ich fragte per Ticket beim Finanzamt nach und man bestätigte mir, dass eine Steuererklärung nun Pflicht seie.

Warum ich nun nervös bin? Mehrere Gründe:

  1. Aus gesundheitlichen Gründen hatte ich die letzten Jahre Arbeitsfindungsprobleme. 2018 erhielt ich deswegen schon einmal Krankengeld, 2016 ebenfalls.
  2. Ein ALG-1 Bezug lag zwischen 2016 und 2017 auch vor

Belege habe ich aus den Jahren 2016/2017 auch keine mehr. Damals führte ich eine Beziehung die in einer unschönen Trennung endete. Die Wohnung gehörte meiner damaligen Freundin und viele der Dinge, die ich dort als wir zusammenwohnten unterbrachte, sah ich nie mehr wieder. Die Belege hatte ich beispielsweise gar nicht mehr auf dem Schirm, als das Drama losging :(

Jetzt mache ich mir ein wenig Sorgen, dass ich mich hier durch Unterlassung der Einreichung irgendwie strafbar gemacht haben könnte. Nur weil ich eben die Info erhielt keine machen zu müssen und sich das Finanzamt auch nie meldete ging ich davon aus, dass alles korrekt verlief. Erst gerade lernte ich, dass dem nicht so ist..

Auf einer Skala von 1 (alles ok) bis 10 (alles Mist), wie ungünstig ist diese Situation nun für mich und.. habt ihr eine Idee wie ich das ganze wieder beheben könnte? Hinterzogen habe ich denke ich nichts, denn abgesehen vom ALG-1 und Krankengeld nahm ich ja neben einem Gehalt nie was ein. Trotzdem bin ich nun was besorgt, denn bis vor wenigen Augenblicken noch ging ich davon aus alles richtig gemacht zu haben.

Und mit "alles richtig gemacht haben" meine ich, dass ich mit den Steuererklärungen nie anfangen wollte, weil einmal angefangen muss man die ja immer einreichen.. und ich verfolgte hier den "Wenn ich nicht muss, dann mache ichs lieber auch nicht, bevor ich noch was falsch mache".

Finanzamt, Steuererklärung, Steuern
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