Steuerberater - Laufender Auftrag nach Todesfall?

Guten Tag zusammen,

mein Vater ist vor einigen Monaten verstorben. Er hat als Gewerbetreibender seine Steuererklärung von einem Steuerberater anfertigen lassen.

Direkt nach dem Tod haben wir den Steuerberater aufgesucht und uns nach dem aktuellen Stand erkundigt. Es steht die Steuererklärung 2018 und 2019 aus, Unterlagen hierfür liegen teilweise beim Steuerberater. Im Gespräch haben wir uns zurückhaltend zu einer Beauftragung geäußert. Der Steuerberater gab uns Erben ein Formular zur Beauftragung mit, das wir unterschrieben sollten, damit er mit der Arbeit beginnt. Von einem laufenden Mandat hat er nichts erwähnt.
4 Wochen später haben wir ihm schriftlich mitgeteilt, dass er nicht beauftragt wird.

Es folgten unaufgefordert Vorabbrechnungen (mit Werten aus dem Vorjahr) und Telefongespräche mit Verkaufscharakter.

Nun fordert der SB für Buchhaltung, Doppelabrechnungen, Steuerschätzungen und diverse Telefongespräche Honorar. Wie auch in den Vorjahren wird immer mit dem Höchstsatz abgerechnet, ohne Angaben der Abrechnungsparagrafen.

Wir sind der Auffassung, dass der SB durch konkludentes Verhalten im persönlichen Gespräch von einer Beendigung des Vertrages ausgegangen ist und auf Vergütung für Tätigkeiten ab Gesprächszeitpunkt keinen Anspruch hat. Zudem bemängeln wir Formfehler, fehlende Nachweise über erbrachte Leistungen und Doppelabrechnung.

Wir erwägen die Einschaltung eines Rechtsanwalts und der Steuerberaterkammer.

Wie ist die Einschätzung hier im Forum?

gruss

Steuerberater, Rechnungsstellung
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Frage bezüglich einer unregelmäßigen freiberuflichen Tätigkeit?

Hallo,

meine Freundin ist Studentin und war seit Anfang dieses Jahres in geringem Umfang freiberuflich (Künstlerin) tätig. Sie hat insgesamt 1300 Euro an Gewinn erzielt. Da ihr Einkommen jedoch unter dem Grundfreibetrag von 9.168 Euro (2019) liegt, sollte sie nicht (als momentan Ledige) steuerpflichtig sein.

Wir haben allerdings vor, dieses Jahr noch zu heiraten und wollen die Steuerklassen 3 (für mich) und 5 (für sie) wählen. Da ich jedoch fest angestellt bin und somit unser gemeinsames Einkommen höher als 18.336,00 € (Grundfreibetrag für Ehepaare bei gemeinsamer Veranlagung zur Einkommensteuer) betragen wird, würde ich gerne erfahren, wie wir nach dem Steuerklassenwechsel verfahren sollten. Ist es dann möglich, bei der gemensamen Steuererklärung nächstes Jahr einfach ihre freiberuflichen Tätigkeiten miteinzugeben, ohne sie vorher als Freiberufliche beim Finanzamt eintragen zu lassen? Ihr Einkommen ist sehr unregelmäßig. Sie weiß nicht mal, ob sie auch nächstes Jahr freiberufliche Aufträge kriegen wird.

Außerdem hat sie bezüglich ihrer freiberuflichen Tätigkeit eine Rechnung und einen freien Dienstvertrag ausfüllen müssen. In diesen hat sie keine Steuernummer eingeben können, weil sie keine hatte. In diesen steht jedoch der auszuzahlende Betrag, ihr Name, ihr Geburtsdatum, die Adresse und die Bankdaten drin. Auf diesen Papieren steht, dass der Auftraggeber eine Kontrollmitteilung ans Finanzamt machen wird und es sich dabei um eine selbstständige Tätigkeit handelt. Ist dies überhaupt rechtsgültig, wenn sie keine Steuernummer eingegeben hat? Wird so etwas vom Finanzamt berücksichtigt?

Ich frage, weil ich grundsätzlich keine Ahnung habe und bis jetzt nie eine Steuererklärung abgeben musste. Bitte entschuldigt mein Unwissen.

Vielen Dank.

Steuerberater, Steuererklärung, Steuerklasse, Steuerrecht
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Steuerberatung, Hohe Zeitgebühr & 1-2 weitere Fragen?

Guten Tag,

Fragen zu den Kosten einer Steuererklärung und -Beratung sind sicherlich selten eindimensional, bzw. selten leicht ohne konkreteres Wissen zum spezifischen Fall zu beantworten. Hier dennoch ein paar Fragen.. vielleicht kann jemand helfen. Auch über eine Teilbeantwortung freuen wir uns sehr.

Wir sind eine GBR mit 2 Gesellschaftern und versteuern den Gewinn zu gleichen Anteilen.

Unsere Jahres-Abrechnung besteht aus: 1) Zeitgebühr, 2) Erstellung EÜR, bzw. Jahresabschluss, 3) Steuererklärungen: 3.1 UST, 3.2 Anlage EÜR, 3.3 Gesonderte Feststellung

Fragen:

1) Einerseits wird die "Erstellung eine EÜR, die Führung des Inventarverzeichnisses, Kontenabstimmung, Buchungen, etc.." nach § 25 Abs. 1 Tab. B in RG gestellt. Das sind wohl die Kosten für den JahresABSCHLUSS? Gesondert wird unter dem Punkt Steuererklärungen auch die "Erstellung der ANLAGE EÜR" nach § 27 Abs. 1 Tab. A un § 24 Abs. 1 NR. 26 Tab. A.

> Ist das soweit normal, bzw. zu erwarten?

> Woanders lasen wir: "Die amtliche Anlage EÜR ist eine Form der Einnahmen-Überschussrechnung. Somit darf der Steuerberater für das Ausfüllen der Anlage EÜR keine zusätzlichen Vergütungen berechnen?"

> Was wird mit Tab A, was mit Tab B abgerechnet?

2) Unter dem Punkt Steuererklärungen wird neben "UST-Erklärung" und o.g. "Erstellung der ANLAGE EÜR" dann noch eine "Erklärung zur gesonderten Feststellung der Einkünfte" in RG gestellt.

> Eine "Erklärung zur gesonderten Feststellung der Einkünfte" wird, soweit wir das lesen, nur dann fällig, wenn sich der Wohnort und der Sitz eines Betriebes an unterschiedlichen Orten befinden (ist nicht der Fall) und unterschiedliche Finanzämter miteinander kommunizieren müssen. Gibt es bei einer GBR mit 2 Gesellschaftern noch andere Gründe, warum diese Erklärung extra erstellt und ggf. in RG gestellt werden müsste?

3) ZUSÄTZLICH wird gesondert eine (uMn sehr hohe) Zeitgebühr in RG gestellt, die ca. noch einmal 2.5x so hoch wie der Abschluss und die Steuererklärungen zusammen.

Die Abrechnung nach Gebührenordnung scheint uns soweit i.O., die ergänzende Zeitgebühr sehr hoch. Und wir sind uns eben aus mangelnder Fachkenntnis nicht sicher, ob die EÜR "zweimal" abgerechnet wird und warum eine "Erklärung zur gesonderten Feststellung der Einkünfte" erstellt werden muss.

Freuen uns auf eine kurze Rückmeldung.

Herzlichen Dank.

kosten, Steuerberater
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FH oder Uni für Wirtschaftsprüfung/Steuerberater?

Hallo zusammen,

ich würde ganz gerne eine Empfehlung bzw. um einen Rat bitten. Ich habe während meines Studiums an der Uni Paderborn(Wirtschaftswissenschaften) 70ECTS gesammelt. Leider musste ich aufgrund von privaten Problemen, mein Studium beenden. Derzeit bin ich in der Ausbildung zum Steuerfachangestellten und bin sehr zufrieden mit der Tätigkeit. Jedoch sieht es bei dem Beruf so aus, dass eine Weiterbildungsmöglichkeit erst nach 3Jahren Berufserfahrung, gegeben ist (Weiterbildung zum Steuerfachwirt/Bilanzbuchhalter). An der Stelle, möchte ich ganz gerne anknüpfen und euch fragen, ob es sinnig ist, anstelle der Weiterbildungsmöglichkeit, die man erst nach 3 Jahren anstreben kann, mit der Uni/FH weiterzumachen.

Gründe:
1.) Wenn ich mich jetzt in die Warteschlange einreihe,könnte ich mit etwas Glück nach meiner Ausbildung, sofort ein Studium mit dem Schwerpunkt Steuern(Taxation,Accounting,Finance) beginnen.

2.) Da ich bereits 70 ECTS angesammelt habe, denke ich, dass einige Credits/Module auch bei einer anderen UNI/FH angerechnet werden, womit ich die Studienzeit von 3 auf 2- 2,5 Jahre verkürzen könnte.

3.)Ich muss nach der Ausbildung keine 3 Jahre 'warten', bevor ich die Option besteht, mich weiterbilden zu können und bin noch frisch vom Schulwissen, dass ich während meiner Ausbildungszeit lerne/lernen werde.

4.) Ich bin derzeit 24 und im 2. Ausbildungsjahr. Und man wird nicht jünger :) Finanziell geht es mir ganz gut. Deswegen bin ich nicht angewiesen nach meiner Ausbildung, unbedingt arbeiten zu müssen, um meinen Lebensunterhalt zu gewährleisten.

Ich weiß, dass das Studium an einer FH 'etwas' leichter ist, als an einer Universität. Deswegen bevorzuge ich ein Studium an einer FH und würde gerne wissen , wie es ausschaut , wenn man mit einem FH-Abschluss sich bspw. bei den Big4 bewirbt oder auch bei anderen größeren Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Werden dort Uni-Absolventen eher bevorzugt ? Wie lauten die Bedingungen ?
Über jede Antwort bin ich dankbar!

Liebe Grüße

Studium, Bilanzierung, Steuerberater, Universität
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Der gläserne Steuerzahler - wer erfährt vom Finanzamt über welchen Zeitraum meine Steuerdaten?

Ich habe vor einigen Wochen bei einem neuen Steuerberater vorgesprochen, da ich als Freiberufler - nach Ruhestand meines bisherigen langjährigen Beraters - einen neuen Berater meines Vertrauens benötige. Ganz sicher bin ich mir noch nicht, ob der neu konsultierte für mich passend ist. Ich habe jedoch beim Erstgespräch eine Vollmacht unterschrieben, wobei ich dachte, dass diese für zukünftige Korrespondenz mit dem Finanzamt gilt.

Als ich heute zum zweiten Mal bei ihm war, stellte ich mit Erstaunen fest, dass er online umfassende Informationen vom Finanzamt über mich erhielt: sämtliche Forderungen des Finanzamtes an mich aus den zurückliegenden 15 Jahren, sämtliche von mir geleisteten Zahlungen mit jeweiligem Datum, Auflistung von Steuerarten im Detail u.a..

Natürlich hätte - und hatte - ich ihm diese Informationen auch persönlich - teils mit Bescheiden und teils mündlich - zukommen lassen. Allerdings war ich der Meinung, dass meine Vollmacht sich auf umschriebene Zeiträume beschränkt und nicht auch einen Zugriff auf lange zurückliegende Zeiten in der Vergangenheit ermöglicht.

Denn nach zwei Gesprächen ist ja nicht unbedingt klar, ob ich ein so weit gehendes Vertrauen haben kann, dass jemand, den ich noch nicht gut kenne, so viele Einzelheiten über mich erfährt, zumal diese für meine aktuellen Fragen an ihn (BWA, Teilveräußerung von Betriebsvermögen) gar nicht relevant sind.

Falls ich noch bei einem anderen Steuerberater vorsprechen sollte, um mehr Klarheit - für mein subjektives Empfinden bezüglich einer langfristigen Entscheidung - zu erhalten, dann könnte sich das ja wiederholen, was ich nicht möchte.

Nun frage ich mich:

Ist es üblich, dass ein neu bevollmächtigter Steuerberater Daten erhält, die 15 Jahre und mehr in die Vergangenheit zurück reichen?

Sollte eine Vollmacht sich nicht auf die Zeit ab Erteilen der Vollmacht beziehen, was ich angenommen hatte? (Und zwar ohne zusätzliche ausdrückliche Einschränkung, die ja Mißtrauen zum Ausdruck gebracht und somit einer künftigen Zusammenarbeit im Wege gestanden hätte.)

Welche Stellen, außer Steuerberater, können beim Finanzamt noch Daten über mich erhalten, z. B. Rechtsanwälte oder Banken oder Finanzierungsvermittler?

Denn: je mehr auch nur grundsätzlich die Möglichkeit haben, online Daten abzugreifen, umso größer ist ja auch schon die theoretische Mißbrauchsmöglichkeit! Die möchte ich zumindest kennen.

Wie lange besteht eigentlich die Vernetzung der Finanzämter mit Steuerberatern (und eventuell noch anderen Institutionen) schon?

Sind die Finanzämter verpflichtet, genau festzuhalten, wer wann über mich Einkünfte eingeholt hat? Und sind die Finanzämter verpflichtet, mir als Betroffenem hierüber Auskunft zu erteilen? (Ggf. auf mein Verlangen hin, so wie z.B. die Schufa)

Für Infos vielen Dank im Voraus.

Datenschutz, Finanzamt, Steuerberater
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Steuererklärung als selbstständiger Handelsvertreter §84.1 HGB selber machen?

Hallo liebe Forumsgemeinde,

ich würde gerne Eure Einschätzung zu folgendem Thema hören.

Eventuell hat jemand auf diesem Bereich bereits Erfahrungen gesammelt und möchte ein paar Details veröffentlichen.

Der Sachverhalt lautet ist wie folgt:

Person A war bisher in einem Angestelltenverhältnis bei einer Bank. Die

Steuererklärung wurde mit Hilfe einer Software selbstständig erstellt,

da bis auf Werbungskosten und Versicherungen keine größeren Punkte zu

berücksichtigen waren.

Person A entschied sich nun das Angestelltenverhältnis zu verlassen und

als selbstständiger Handelsvertreter gem. §84.1 HGB für eine

Bausparkasse zu arbeiten.

Die generelle Frage lautet nun, wie aufwändig die Erstellung einer

Steuererklärung als selbstständiger Handelsvertreter im Vergleich zum

vorherigen Angestelltenverhältnis wird.

Ist es sinnvoll die Steuererklärung über einen Steuerberater zu machen,

oder kann man sich als Privatperson leicht in diese Thematik

einarbeiten.

Die neue Tätigkeit umfasst die selbstständige Vermittlung von Bausparproduktion auf Provisionsbasis im Außendienst.

Zusätzlich wird bei verschiedenen Bankfilialen ein Beratungsraum zur Verfügung gestellt, in welchen Person A arbeiten kann.

Die Beratung kann jedoch auch beim Kunden direkt erfolgen.

Laptop und Mobiltelefon werden dabei von der Bausparkasse gegen eine Gebühr gemietet.

Es werden keine weiteren Mitarbeiter in der Selbstständigkeit von Person A beschäftigt.

Es stellt sich auch generell die Frage, welche Ausgaben steuerlich angesetzt werden können, wie z.B.

  • Fahrzeug
  • Büroraum in der eigenen Wohnung (eventuell ein zusätzlicher stationärer PC)
  • Geräte wie Mobiltelefon und Laptop
  • Sonstige Büromittel

Es wäre schön, wenn jemand dabei weiterhelfen oder auf gute Artikel, Software etc. verweisen könnte.

Vielen Dank

Selbstständigkeit, Steuerberater, Steuererklärung
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Steuerliche Zusammenveranlagung, wenn ein Partner Einzelunternehmer und der andere Angestellter ist? Kann man die Zusammenveranlagung selbst durchführen?

Hallo zusammen,

meine Partnerin hat ein kleines Einzelunternehmen und die Steuer wird über ein Steuerberatungsbüro abgewickelt. Ich bin angestellt und habe meine Einkommensteuerveranlagung immer selbst via Steuer-CD durchgeführt. Nun sind wir seit 1,5 Jahren verheiratet und eine Zusammenverlangung wäre für uns günstiger, da meine Partnerin weit weniger verdient als ich. Nun habe ich beim Steuerberatungsbüro angefragt, wieviel es uns zusätzlich kosten würde, wenn wir die Zusammenveranlagung über das Steuerberatungsbüro laufen lassen würden. Ich würde aber meine Steuererklärung schon vorher komplett fertig stellen, so dass die Steuerberaterin meiner Meinung nach nur noch die einzelnen Summen pro Einkunftsart addieren müßte. Nun wurde mir gesagt, dass uns diese Zusammenveranlagung (zu den Steuerberatungskosten meiner Frau ca. 2.000 Euro) nochmals ca. 800 Euro kosten würde, obwohl meine Steuererklärung schon fertig gestellt ist. Diese Kosten möchte ich mir sparen und einfach die Zusammenveranlagung selbst übernehmen.

Ist das für einen Laien machbar? Ich hätte ja schon die erstellte Steuererklärung für uns beide und ich müßte diese beiden Steuererklärung nur zusammenführen bzw. addieren. Ist dies so einfach, wie ich mir das vorstelle oder gibt es hier irgendwelche besonderen Dinge zu beachten?

Im voraus vielen Dank.

VG

Michael

Einkommensteuererklärung, Steuerberater, Zusammenveranlagung
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Inwieweit können Maßnahmen zur Einhaltung der Umsatzgrenze bei einem Kleinunternehmer einer missbräuchlichen Gestaltung nach §42 AO unterliegen?

Hallo,

angenommen, ein Dienstleister, der der Kleinunternehmerregelung unterliegt, leistet einem Unternehmen (Leistungsempfänger) eine Dienstleistung.

Er fragt den Leistungsempfänger, ob dieser einverstanden wäre, wenn ihm die Rechnung im Folgejahr (7 Monate später) ausgestellt auch auch erst dann beglichen werden würde, weil er (der dienstleistende Kleinunternehmer) somit die Umsatzgrenze für die Kleinunternehmerregelung im aktuellen Jahr besser einhalten könne.

Nach §19Ustg werden für die Berechnung des Gesamtumsatzes stets nur tatsächlich vereinnahmte Entgelte herangezogen:

Umsatz im Sinne des Satzes 1 ist der nach vereinnahmten Entgelten bemessene Gesamtumsatz, gekürzt um die darin enthaltenen Umsätze von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens.

Frage 1) Liegt hier ein Missbrauch von rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten nach §42 AO seitens des Kleinunternehmers vor?

Frage 2) Angenommen, der Kleinunternehmer stellt seinen Betrieb für die letzten zwei Monate des Jahres ein (sprich, tätigt keinen Umsatz). Der bereits getätigte Gesamtumsatz (vereinnahmte Entgelte) beträgt zu diesem Zeitpunkt 17.000€.

Liegt hier ein Missbrauch von rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten nach §42 AO seitens des Kleinunternehmers vor?

Frage 3) Angenommen, der Kleinunternehmer tätigt im Folgejahr Umsätze in unerwarteter Höhe von 70.000€. Er führt für dieses Jahr (im Folge-Folge-Jahr) keine Ust ab, da er der Auffassung ist, dass er der Kleinunternehmerregelung unterlegen hat. Wenig später finde eine Betriebsprüfung bei dem Unternehmer statt. Dem Unternehmer wird nun ein Missbrauch nach §42 AO (aufgrund der Umstände aus Frage 1 oder 2) unterstellt und eine Nachzahlung von 13.300€ Ust verlangt. Hat sich der Unternehmer abgesehen davon in irgendeiner Form bis zu diesem Zeitpunkt strafbar gemacht? Z.B. wegen Steuerhinterziehung?

Ich bedanke mich.

Finanzamt, Kleinunternehmer, Steuerberater, Steuererklärung, Umsatzsteuer, Kleinunternehmerregelung
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Steuerberater hat Steuererklärung zu spät oder gar nicht eingereicht. Kann er nun belangt werden?

Hallo,

ich bin selbstständig als Freiberufler und mein Steuerberater hat meine Einkommen- und Umsatzsteuer für 2014 zu spät abgegeben. Die Bescheid (Umsatzsteuerbescheid und Einkommensteuerbescheid) habe ich nun vom Finanzamt bekommen mit jeweils entsprechenden Verspätungszuschlägen und mit jeweils einer geschätzten Bemessungsgrundlage. Dies führt nun dazu, dass ich recht viel nachzahlen muss.

Ich habe meinen Steuerberater die Steuerbescheide natürlich sofort zukommen lassen zur Prüfung und habe auch schon mehrfach versucht einen telefonischen Kontakt herzustellen. Aber mein Steuerberater ist leider sehr unzuverlässig und nicht kommunikativ. Ein Wechsel wird jetzt spätestens notwendig. Hinzu kommt, dass auch meine Einkommensteuervorauszahlung für jedes Quartal enorm gestiegen sind. Alle Nachzahlungen werden automatisch von meinem Konto einbezogen, startend mit dem 10.06.. Dies möchte ich natürlich verhindern, da mein Steuerberater ja den Fehler gemacht hat. Während der gesamten Zeit habe ich Ihn mehrfach daran erinnert meine Steuererklärungen abzugeben. Die Unterlagen hat er frühzeitig von mir erhalten.

Was kann ich denn nun machen? Ihm scheint es total egal zu sein. Fakt ist, dass diese Nachzahlungen mich in ein finanzielles Loch führen und ich sehr beunruhigt bin. Kann man den Steuerberater belangen ohne gleich einen Anwalt zu nehmen?

Kann diese Angelegenheit auch nun noch ein anderer Steuerberater klären mit dem Finanzamt und meine (unberechtigten) Nachzahlungen verhindern?

Danke und Gruß, Martin

einkommensteuer, Einkommensteuererklärung, Finanzamt, Nachzahlung, Steuerberater, Steuerrecht, Umsatzsteuer, Verspätung, Umsatzsteuererklärung
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Geht eine GmbH-Gründung, wo man sich nur als Gesellschafter eintragen lässt, um seine Angestelltentätigkeit vorerst weiterführen zu können?

Siehe auch: https://www.finanzfrage.net/frage/ist-es-moeglich-eine-gmbh-zu-gruenden-und-selbst-im-hintergrund-zu-bleiben?foundIn=user-profile-question-listing

Da ich nicht sicher bin, ob die Firma ein Erfolg wird, würde ich die Firma gerne erstmal neben meiner bisherigen Angestelltentätigkeit gründen bzw. betreiben. Ich hätte auch eine andere Firma (Kooperationspartner) der die Hauptarbeit machen würde, so daß für die Geschäftsführertätigkeit nicht soviel Aufwand anfallen sollte, dass ich es nicht nebenbei machen könnte.

Ich habe inzwischen einen Steuerberater gefunden, der mir Folgendes vorgeschlagen hat: Die Firma sofort gründen, wobei ich 100% Gesellschafter bin und ein Angestellter von ihm als Geschäftsführer in Erscheinung tritt.

Hätte laut seiner Aussage, einige Vorteile:
1. Ich würde offiziell nicht in Erscheinung treten(Veröffentlichung der Gründung in der Zeitung), sondern nur der "Strohmann"-Geschäftsführer des Steuerberaters.
2. Meine jetzige Firma könnte nichts dagegen sagen, da ich offiziell als Gesellschafter lediglich als "Investor" tätig bin.

Wenn man sieht das es läuft, könnte ich kündigen und die Geschäftsführung "offiziell" selbst übernehmen.

Kann dieses Vorgehen funktionieren? Welche Vorteile hätte mein Steuerberater? Was müsste ich beachten? (Vertragliche Regelungen usw.)

Geld, Bank, Finanzen, firma, Firmengründung, Gesellschaft, GmbH, notar, Recht, Selbstständigkeit, Steuerberater
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Wie berechne ich die Fünftelregelung für meine Abfindung, die ich 2016 bekomme?

Hallo Leute,

ich habe auf dieser Seite ein Rechenbeispiel zur Abfindungs-kalkulation gesehen:

http://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/beruf/sind-fuer-eine-abfindung-steuern-faellig.html

Ich wollte das auch für mich ausrechnen und bin mir nicht sicher ob ich das richtig gemacht habe.

Ich werde die Abfindung annehmen und in die USA gehen. Das 2016 erhaltene Gehalt in den USA werde ich durch das Doppelbesteuerungsabkommen nur in USA versteuern. Die deutsche Abfindung und die Mieteinnahmen für meine Wohnung natürlich nur in Deutschland.

Bei mir sieht es 2016 folgendermaßen aus:

Mieteinnahmen in DE 2016 (erwartet): 14520 Euro Abfindung Januar 2016: 51000 Euro Deutsches Gehalt 2016 (für AG in DE): 0 Euro

Punkt 1.) Jahreseinkommen: 14520 Euro 1/5 Abfindung: 10200 Euro zu verst. Einkommen: 24720 Euro Steuerbetrag (ohne Kirche, Steuerklasse 1): 2775 Euro

Punkt 2.) Jahreseinkommen ohne Abf: 14520 Steuerbetrag: 424 Euro

Punkt 3.) Differenz aus 1 und 2: 2775 Euro - 424 Euro = 2351 Euro zu versteuern für Abfindung: 2351 Euro x 5 = 11755 Euro

Gesamt zu versteuern für 2016: 11755 + 424 Euro = 12179 Euro

Falls ich die Fünftelregelung nicht anwende, komme ich auf folgenden Steuersatz:

Jahreseinkommen: 14520 Euro Abfindung Januar 2016: 51000 Euro gesamt zu versteuern: 65520 Euro Steueranteil (Klasse 1, ohne Kirche): 16205 Euro

Ersparnis Fünftelregelung zu Nicht-Fünftelregelung:

16205 Euro - 12179 Euro = 4026 Euro

Fragen:

1.) Habe ich das richtig gerechnet?

2.) Wo muss ich hier die Steuerklasse 6 anwenden? In meiner Rechnung von oben taucht sie nicht auf.

Abfindung, arbeitgeber, einkommensteuer, Finanzamt, Steuerberater, Steuern
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Mein Steuerberater bucht eine Rechnung doppelt und lässt die Widerspruchsfrist verstreichen, was soll ich nun tun?

Aufgrund einer doppelten Buchung meines Steuerberaters war der Gewinn in der Steuererklärung um 3000€ zu hoch. Die Gewinnermittlung habe ich erst mit dem Erhalt des Steuerbescheides gesehen und meinem Steuerberater gleich Bescheid gegeben, dass er einen Fehler gemacht hat. Dann haben wir uns zu einem Gespräch getroffen und den Fehler geklärt. Der Steuerberater hat dann eine korrigierte Steuererklärung an das Finanzamt geschickt, welche das Amt dann abgelehnt hat, da eine Begründung für die Korrektur fehlte.

In der Zwischenzeit ist dann die Widerspruchsfrist verstrichen und von meinem Steuerberater kam keine weitere Info an mich, worauf ich dann mit dem Finanzamt telefoniert habe und diese mir gesagt haben, dass die Frist abgelaufen ist, man aber noch die Begründung schicken könne. Hier wurde ich dann mehrfach von meinem Steuerberater angelogen, weil dieser mir bestätigte, dass das Schreiben losgeschickt wurde. Nach nun 5 Monaten nervenden Nachhakens von mir, ist das Schreiben tatsächlich raus gegangen und wurde prompt vom Finanzamt abgelehnt, da nach verstreichen der Frist nur noch maschinelle Rechenfehler o.Ä. korrigiert werden können.

So nun stehe ich da und weiß nicht mehr weiter. Bevor ich mich jetzt wieder an meinen tollen Steuerberater wende, wollte ich erst noch meine Möglichkeiten abwägen.

Ist das ein Fall für die Haftpflichtversicherung des Steuerberaters? Kann der Steuerberater diesen Fall an die Versicherung melden ohne das ein Gerichtsverfahren/Anwalt von meiner Seite aus mitwirken muss? Ich habe leider keine Rechtsschutzversicherung.

Einige Details des Vorganges kann ich beweisen. Das Finanzamt hat sich auch Notizen gemacht und es gibt eine E-Mail in der ich dem Steuerberater den Fehler erläutere und darauf verweise, dass ich die Steuererklärung gerade per Fax gesendet habe.

Ist es eigentlich üblich, dass ich den ermittelten Gewinn erst auf dem Steuerbescheid sehe? Im Internet habe ich davon gelesen, dass man den Steuerbescheid als Mandant vor dem Abschicken unterschreiben muss.

Haftpflicht, Haftung, Steuerberater, Steuererklärung, Fehler, Widerruf
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Ich möchte den Steuerberater wechseln - wann ist der richtige Zeitpunkt?

Unser kleines Familienunternehmen (Einzelunternehmen) arbeitet schon seit eh und je mit dem gleichen StB zusammen, welcher für uns alles erledigt (Buchhaltung, Jahresabschlusserstellung, Steuererklärung). USt-Voranmeldungen erfolgen quartalsweise. Nun sind wir Anfang diesen Jahres auf ein neues Unternehmensberatungs- und Steuerberatungsbüro gestoßen, die uns hinsichtlich unserer zukünftigen Planungen (v. a. Kreditgewinnung und Begleitung zu Bankterminen, Unternehmensberatung) gut beraten haben. Unser StB hatte sich hier eher passiv gezeigt. Das neue Steuerberaterbüro ist zwar etwas teuerer, aber ich habe hier ein besseres Gefühl. Daher der Entschluss eines Wechsels.

Folgende Fragen kommen auf: - wann ist der richtige Zeitpunkt in unserem Fall? Sollen wir zum Jahresende 2015 einen Wechsel vollziehen, wenn die Buchhaltung des aktuellen Jahres durch ist? Offen wären dann noch die Steuererklärungen 2014 und der Jahresabschluss 2014. - oder können wir bereits jetzt, also unterjährig wechseln? - Das Hauptargument gegen einen Wechsel für uns ist die Erfahrung des alten StB mit unserem Geschäft. Da wir noch nie eine Prüfung hatten, haben wir hier die Befürchtung, dass im Prüfungsfall der alte StB besser mit den Finanzbeamten umgehen könnte, als ein neuer StB, der unser Unternehmen (mit seinen Buchhaltungsmängeln, v. a. in den Anfangsjahren) noch nicht kennt. Ist diese Befürchtung berechtigt bzw. dermaßen gewichtig?

Danke im Voraus für Eure Antworten!

Steuerberater, Steuererklärung
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Kindergeld und Steuerbefreiung bei Ferienjob

Hey, ganzschön komplizierter Fall, es sieht folgendermaßen aus:

Bin bis zum 20.6. an meiner Schule gemeldet und mache Abi. Möchte ab Jan16 eine Weltreise um den ganzen Globus machen und muss dafür etwa 10.000€ auftreiben, damit dieser Traum erst möglich ist. Ich weiß, das ist viel Geld, aber ich will das schon mein Leben lang..

Habe über Amazon dieses Jahr 569,95€ verdient (60€ stehen noch aus, weitere Aufträge folgen). Die Steuer wurde über Amazon abgeführt. Arbeite seit Angang diesen Monats als Fahrer für 450€ im Monat bis 19.7. sprich 1350€ gesamt. Auch ganz offiziell angemeldet und alles. Anschließend zwei Monate in der Industrie im Schichtbetrieb. 2300€ plus Zulage von 500/600€ monatlich -> 5600 bis 5800€ Danach kann ich theoretisch wieder als Fahrer arbeiten.

Ich will natürlich nicht, dass der Kindergeldanspruch verfällt, immerhin 2400€ im Jahr. Ich blicke nicht ganz durch, kann doch nicht sein, dass das einfach so verfällt esseidenn ich liege auf der faulen Haut. Meine Eltern sind beide Beamte, der Gesetzestext sieht folgendes vor: https://www.dropbox.com/s/xyyuu4t5sddk7fc/steuerliche%20Kriterien%20f%C3%BCr%20vollj%C3%A4hriges%20Kind.odt?dl=0 Was ich auf keinen Fall will ist, dass die Ende des Jahres aufgefordert werden das zurückzuzahlen, das wäre finanzieller Selbstmord.

Außerdem wie sieht es aus mit dem Steuerfreibetrag? Habe tausend verschiedene Werte gefunden? Und wenn ich unter dem Betrag bliebe könnte ich dann die gezahlten Stuern zurückfordern.. wäre ziemlich viel weil bin ja Steuerklasse I und ich will nicht nen Monat länger arbeiten, um am Ende deutlich weniger zu haben.

Also: wie lange arbeiten macht Sinn? Wo sind die gesetzlich gesetzten Grenzen? Woran muss ich denken? Muss ich theoretisch sogar anfangen Kassenbons zu sammeln für eine Steuererklärung? Habe das alles in der Schule nicht gelernt.. Frage mich langsam, was ich überhaupt sinnvolles gelernt habe in diesen 12 Jahren.. Freue mich über jede Hilfe !

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