Nie eine Steuererklärung eingereicht / dann Krankengeld?

Hallo,

ich bin dem Anschein nach einer ganz miesen Fehlinformation auf den Leim gegangen und nun ein wenig nervös deswegen.

In meinem Leben reichte ich noch nie eine Steuererklärung ein, weil ich dachte es nicht zu müssen. Heute aber erreichte mich ein Schreiben meiner Krankenkasse welches darauf hinwies, dass ich für das Krankengeld (2019) eine Steuererklärung machen müsse.

Ich fragte per Ticket beim Finanzamt nach und man bestätigte mir, dass eine Steuererklärung nun Pflicht seie.

Warum ich nun nervös bin? Mehrere Gründe:

  1. Aus gesundheitlichen Gründen hatte ich die letzten Jahre Arbeitsfindungsprobleme. 2018 erhielt ich deswegen schon einmal Krankengeld, 2016 ebenfalls.
  2. Ein ALG-1 Bezug lag zwischen 2016 und 2017 auch vor

Belege habe ich aus den Jahren 2016/2017 auch keine mehr. Damals führte ich eine Beziehung die in einer unschönen Trennung endete. Die Wohnung gehörte meiner damaligen Freundin und viele der Dinge, die ich dort als wir zusammenwohnten unterbrachte, sah ich nie mehr wieder. Die Belege hatte ich beispielsweise gar nicht mehr auf dem Schirm, als das Drama losging :(

Jetzt mache ich mir ein wenig Sorgen, dass ich mich hier durch Unterlassung der Einreichung irgendwie strafbar gemacht haben könnte. Nur weil ich eben die Info erhielt keine machen zu müssen und sich das Finanzamt auch nie meldete ging ich davon aus, dass alles korrekt verlief. Erst gerade lernte ich, dass dem nicht so ist..

Auf einer Skala von 1 (alles ok) bis 10 (alles Mist), wie ungünstig ist diese Situation nun für mich und.. habt ihr eine Idee wie ich das ganze wieder beheben könnte? Hinterzogen habe ich denke ich nichts, denn abgesehen vom ALG-1 und Krankengeld nahm ich ja neben einem Gehalt nie was ein. Trotzdem bin ich nun was besorgt, denn bis vor wenigen Augenblicken noch ging ich davon aus alles richtig gemacht zu haben.

Und mit "alles richtig gemacht haben" meine ich, dass ich mit den Steuererklärungen nie anfangen wollte, weil einmal angefangen muss man die ja immer einreichen.. und ich verfolgte hier den "Wenn ich nicht muss, dann mache ichs lieber auch nicht, bevor ich noch was falsch mache".

Finanzamt, Steuererklärung, Steuern
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Nebenberuflich Kleinunternehmerregelung sinnvoll?

Guten Tag miteinander,

ich hab folgendes Anliegen und würde mich über paar Meinungen und Einschätzungen freuen:

Ich arbeite derzeit Vollzeit und habe noch eine 450 EUR Anstellung im Familienunternehmen meines Vaters (Logistikbetrieb). Hier möchte ich demnächst noch mehr mitarbeiten. Bin grad am LKW-Führerschein samt Berufskraftfahrerqualifikation dran.

Jetzt ist es so, wenn ich ja über die 450€ hinauskomme wird mir die Lohnsteuerklasse 6 auf den Zweitjob gehauen. Find ich aber nicht so toll und ich muss hierfür eine andere Lösung finden, da ich in der Steuererklärung für diese Tätigkeit nichts angeben kann was mir steuerlich hilft (Ich hab keinerlei eigene Ausgaben/Investitionen für diese Tätigkeit). Für Steuerklasse 6 will ich nicht arbeiten.

Würde es Sinn machen ein Kleinunternehmen nach §19 UStG zu gründen? Hier kann ich ja bis 22.000 EUR umsatzsteuerfrei arbeiten und hätte keine Abgaben. Dann könnte ich als Externer für meinen Vater arbeiten. Als Kleinunternehmer wäre ich auch steuerlich flexibler, da es durchaus sein kann, dass ich mal einen Monat kaum arbeite und nur 100/200 EUR verdiene und im nächsten Monat viel Zeit aufwenden kann und sogar über 1200 EUR komme. 

Nachteil wäre ja, dass mein Vater aus meiner Tätigkeit heraus nichts geltend machen könnte, aber das spielt in dem Fall keine Rolle. 

Muss ich in Hinblick auf Sozialversicherungen was beachten? Gibt es Nachteile oder Grundlegendes was ich übersehen hab oder andere Möglichkeiten, die besser sind?

Kleinunternehmer, nebenjob, Steuern, Umsatzsteuer, Kleinunternehmerregelung
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Minijob nach Antritt Vollzeitjob Steuerklasse 6, obwohl dort kein Cent mehr verdient und Arbeitsverhältnis vier Wochen später beendet wurde? Korrektur möglich?

Hallo Community,

ich sitze soeben an meiner verspäteten Lohnsteuerabgabe und bin leider erst jetzt auf folgendes Problem gestoßen:

Von 01/18 - 09/18 hatte ich eine geringfügige Beschäftigung nach §8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV - Personengruppenschlüssel 109, Steuerklasse 1, bin nie über 450€ gekommen.

Ab 10/18 - 12/18 Wechsel zu anderer Firma, Vollzeitstelle (Volontariat) 1100€ brutto

Ab 10/18 im Minijob wegen Vollzeitstelle nicht mehr gearbeitet. In der Oktober Abrechnung ist der Vermerk "Unterbrechung 01. - 31.10.18 unbezahlter Urlaub". Gleichzeitig wurde ich auf Steuerklasse 6 hochgestuft.

Am 03.12.18 erfolgte dann eine "Abmeldung nach Unterbrechung" durch den Arbeitgeber des Minijobs.

In der Lohnsteuerbescheinigung 2018 läuft dieser Job nun natürlich unter Steuerklasse 6, mein Bruttoverdienst dort lag insgesamt bei 3726 €. Mit dem Gehalt aus dem Volo komme ich auf 7026€

Ich bin mir bewusst, dass ich schon damals hätte darauf aufmerksam werden müssen, vor Freude über den "richtigen" Job hab ich das leider verschlafen.

Sollte der Minijob generell nicht pauschal von meinem Arbeitgeber versteuert werden?

Da dies meine erste Steuereklärung als Arbeitnehmer im Angestelltenverhältnis ist, ist mir nicht klar, was durch diese Einstufung bei einem Gesamtjahreseinkommen von 7026 Brutto an Kosten auf mich zukommt.

Wende ich mich zwecks einer Korrektur an das Finanzamt oder an den alten Arbeitgeber?

Der Vollständigkeit halber:

Von 01/18 bis 09/18 bezog ich zusätzlich ALG2, was aber für die Steuererklärung selbst nicht relevant ist.

Freue mich über jeden Tipp :-)

Minijob, Steuererklärung, Steuern, Steuerklassenwechsel
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