Wie ist die EÜR als Kleinunternehmer zu behandeln?

Hallo zusammen!

Ich bin seit 6 Jahren nebenher mit einem Kleingewerbe im Bereich Mediengestaltung unterwegs (Umsatz nie mehr als 5000€) und hatte bei der Steuererklärung bisher nie Probleme.

Nun reicht das von meinem Programm ausgegebene PDF der EÜR nicht mehr aus und es soll der Vordruck von FA werden. Das Programm hat bisher lediglich Erlöse, Geringwertige Wirtschaftsgüter und Abschreibungen auf Sachanlagen aufgelistet - und das Ergebnis natürlich. Allerdings jeweils gruppiert und ohne einzelne Aufschlüsselung.

In dem Vordruck des FA scheint das aber nötig zu sein? Die GWG kann ich soweit ich das sehe zusammengezogen eintragen. Die „Sachanlagen“ müssen aber einzeln namentlich benannt sein mit Kaufdatum und allem drum und dran, richtig? Heißt das, dass ich dort nachträglich eine Liste aller in den letzten 6 Jahren angelegten Sachanlagen erstellen muss? Oder wie gehe ich mit den Dingen um, die ich nicht dieses Jahr gekauft habe und die zB schon seit 2-3 Jahren abgeschrieben werden, nur eben bisher nicht über so eine umfangreiche Liste?

Dazu kommt, dass einige wenige Dinge (2 Objektive einer Kamera) bisher ebenfalls auf 3 Jahre angesetzt waren und schon zu 2/3 abgeschrieben sind. Laut AfA-Tabelle, mit der in in dem Zusammenhang leider jetzt erst wirklich konfrontiert wurde, ist die vorgeschriebene Zeit der Abschreibung aber länger angesetzt. Wie gehe ich in dem Fall damit um, wenn ich nun alles einzeln auflisten soll?

Bin gerade ein wenig irritiert und verzweifelt. Der Rest der Steuererklärung hat mir bisher nie Probleme gemacht...

Beste Grüße und danke für jede hilfreiche Antwort!

Kleinunternehmer, Steuererklärung
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Nebenberuflich Kleinunternehmerregelung sinnvoll?

Guten Tag miteinander,

ich hab folgendes Anliegen und würde mich über paar Meinungen und Einschätzungen freuen:

Ich arbeite derzeit Vollzeit und habe noch eine 450 EUR Anstellung im Familienunternehmen meines Vaters (Logistikbetrieb). Hier möchte ich demnächst noch mehr mitarbeiten. Bin grad am LKW-Führerschein samt Berufskraftfahrerqualifikation dran.

Jetzt ist es so, wenn ich ja über die 450€ hinauskomme wird mir die Lohnsteuerklasse 6 auf den Zweitjob gehauen. Find ich aber nicht so toll und ich muss hierfür eine andere Lösung finden, da ich in der Steuererklärung für diese Tätigkeit nichts angeben kann was mir steuerlich hilft (Ich hab keinerlei eigene Ausgaben/Investitionen für diese Tätigkeit). Für Steuerklasse 6 will ich nicht arbeiten.

Würde es Sinn machen ein Kleinunternehmen nach §19 UStG zu gründen? Hier kann ich ja bis 22.000 EUR umsatzsteuerfrei arbeiten und hätte keine Abgaben. Dann könnte ich als Externer für meinen Vater arbeiten. Als Kleinunternehmer wäre ich auch steuerlich flexibler, da es durchaus sein kann, dass ich mal einen Monat kaum arbeite und nur 100/200 EUR verdiene und im nächsten Monat viel Zeit aufwenden kann und sogar über 1200 EUR komme. 

Nachteil wäre ja, dass mein Vater aus meiner Tätigkeit heraus nichts geltend machen könnte, aber das spielt in dem Fall keine Rolle. 

Muss ich in Hinblick auf Sozialversicherungen was beachten? Gibt es Nachteile oder Grundlegendes was ich übersehen hab oder andere Möglichkeiten, die besser sind?

Kleinunternehmer, nebenjob, Steuern, Umsatzsteuer, Kleinunternehmerregelung
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Kleinunternehmer Grenzen?

Hallo zusammen, ich habe nochmal etwas im Internet gelesen. Mich verunsichert dieser Absatz

Hinweis: Die neue Vorjahresgrenze von 22.000 Euro (alt: 17.500 Euro) gilt ab dem 1. Januar 2020. (Klein-)Unternehmer die im Jahr 2019 Umsätze zwischen 17.500 Euro und 22.000 Euro erzielt haben, sind somit in Abweichung zur alten Regelung ab 2020 (weiterhin) Kleinunternehmer, soweit sie in 2020 die Grenze von voraussichtlich 50.000 Euro nicht überschreiten

Damit das Finanzamt die Einstufung als Kleinunternehmer akzeptiert, dürfen die umsatzsteuerpflichtigen Betriebseinnahmen laut § 19 UStG folgende Umsatzgrenzen nicht übersteigen:

   im vorangegangenen Kalenderjahr 22.000 Euro (bis 2019: 17.500 Euro)

   und

   im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich 50.000 Euro.

Kurze Fakten zu meiner Tatigkeit.

9.815,03 Euro Umsatz im Jahr 2017 (31.01.2017 gegründet)

* unter 17.500

23.704,39 Euro Umsatz im Jahr 2018

* laufendes Jahr unter 50.000

17.335,20 Euro Umsatz im Jahr 2019

* unter 17.500

(davon muss ich noch Rückgabe / Retouren durch Kunden abziehen)

Fahrtstrecke zur Post, Kartons,Klebeband, Webhosting Gebühren müsste ja gehen?

Verstehe ich das falsch, oder kann ich doch noch die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen? Weil ich war im ersten Jahr unter 17.500, im laufenden (damals ja 2018) unter 50.000 und im dritten dann bei unter 17.500 wieder.

Sorry für die lange Nachricht und vielen Dank für eure Zeit

Kleingewerbe, Kleinunternehmer, Umsatzsteuer, Kleinunternehmerregelung
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Beide Ehegatten als Kleinunternehmer und Familienversicherung?

Hallo,

folgende Ausgangslage:

-Ehemann ist Vollzeit Angestellter, also nicht selbständig tätig.
-Ehefrau ist Hausfrau und nebenberuflich als Kleinunternehmer max. 15 Stunden in der Woche tätig. Bisheriger Gewinn  (Umsatz minus Betriebsausgaben) = unter 400,- Euro / Monat. Ehefrau ist in der Familienversicherung vom Ehemann mitversichert. Wenn die Ehefrau jedoch mehr als 435,- Euro/ Monat (derzeitige Verdienstgrenze bei Familienversicherung) verdient, greift die Krankenkassenregelung das die Ehefrau zusätzlich enorme Krankenkassenbeiträge bezahlen muss. Selbst wenn Sie einen 1 Euro darüber mehr verdient fallen die vollen Bezüge an. Um diese hohen Beitragssummen zu vermeiden bedeutet das bei einem Verdienst über 435,- Euro Sie muss aufhören zu arbeiten um unter der Verdienstgrenze zu bleiben.
Folgende Frage:
Wenn der Ehemann nun ebenfalls nebenberuflich ein Gewerbe als Kleinunternehmer anmeldet und die gleiche Arbeit wie die Ehefrau macht bzw. fortsetzt weil die Aufträge da sind (dort wo die Ehefrau aufhören muss zu arbeiten, um nicht die Krankenkassenbeiträge zu bezahlen), hier der Ehemann nun nebenberuflich als Kleinunternehmer auf eigene Rechnung und eigener EüR Steuererklärung usw. zusätzlich weiter tätig wird. (max. 17.500 Umsatz).
Was sagt einerseits das Finanzamt dazu und die Krankenkasse zu dieser Möglichkeit sodass die Krankenkassenbeiträge nicht anfallen. Es geht hier nicht um Steuerersparnis im Sinne der Einkommensteuer und auch nicht um die Umsatzsteuer.

Danke für eine gesicherte Antwort.

Kleinunternehmer, Familienversicherung
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