Steuerliche Behandlung Aktienkaufplan?

Hallo,

mein AG bietet einen Aktienkaufplan an. Hierbei werden jeden Monat für einen Prozentsatz vom Gehalt Aktien gekauft und der AG legt den gleichen Wert noch mal oben drauf. Diese Zuwendung vom AG wird versteuert (kommt aufs Brutto drauf).

Die Aktien werden übrigens in USD gehandelt und das alles läuft über ein Depot bei Computershare. (Der monatliche Kaufbetrag wird in Euro angegeben, umgerechnet und dann werden die Aktien in USD gekauft).

Jetzt zu meiner Frage: Wenn ich jetzt die Aktien verkaufe - wie wird der Gewinn versteuert, bzw. wie muss ich das dem Finanzamt ggü. angeben? Der Gegenwert wird auf das Konto bei meiner Hausbank (DeuBa) überwiesen, wo ich auch noch genügend von meinem Freistellungsauftrag übrig hätte, jedoch hat die DeuBa ja überhaupt keine Ahnung wie viel Gewinn ich gemacht habe usw. und kann das ja sowieso nicht für mich versteuern bzw. mit dem Freistellungsauftrag abrechnen.

Wie funktioniert das jetzt alles? Ich gehe davon aus, dass ich hierfür bei der Steuererklärung die Anlage KAP ausfüllen muss? Um auf den Gewinn keine Steuern zahlen zu müssen, muss ich ja wahrscheinlich die Zeilen 14 oder 15 (14a?) bzgl. des Sparerpauschbetrags ausfüllen. Jedoch verstehe ich die beiden Zeilen nicht so ganz. 14a/15 klingt nicht nach meinem Fall. 14 klingt nach dem Freistellungsauftrag, den ich ggf. schon bei der DeuBa in Anspruch genommen habe (was ja nicht der Fall ist). Überhaupt bin ich mir mittlerweile nicht so sicher, ob ich bei diesen Zeilen so richtig bin, da es sich hierbei ja um "Kapitalerträge, die dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben" handelt und es bei mir bislang ja noch keinen Steuerabzug gab.

Wie man sieht blicke ich hierbei überhaupt nicht mehr durch. Es wäre super, wenn mich jemand hierzu aufklären könnte.

Eine kleine zusätzliche Frage: Muss ich die Berechnung des Gewinns auch nachweisen?

Besten Dank im Voraus und viele Grüße

M.

Finanzamt, Finanzen, Steuererklärung, Steuern
1 Antwort
Steuervorteile bei Wohnungskauf über Kinder?

Guten Tag,

mein Mann (niedergelassener Allgemeinmediziner) und ich (geringfügig beschäftigt) möchten uns eine Wohnung kaufen, in die wir, sobald er in ca. sechs Jahren in Rente geht, einziehen können.

Wir haben zwei Kinder, wovon eines Medizin (in 5 Jahren fertig) studiert und das andere eine Ausbildung (in zwei Jahren fertig) absolviert.

Wir wissen nun nicht, welche Art des Kaufes den größten Steuervorteil einbringt und fragen euch deshalb, welche Möglichkeit ihr als sinnvoll/machbar erachtet oder ob wir eine wichtige Alternative übersehen. Wir wohnen momentan noch auf Miete in einem Haus. Die Wohnung würden wir gerne die ersten 6 Jahre vermieten, bis meine Mann in Rente geht und dann Eigenbedarf anmelden.

Ziel des Kaufes soll sein:

  • Investition für unsere Kinder.
  • Barrierefreies Wohnen, da ich wahrscheinlich bald einen Rollstuhl brauche, ohne monatliche Mietkosten in der Rente.
  1. Möglichkeit: Wir finanzieren die Wohnung mit 15% Eigenkapital. Der Rest wird per Kredit aufgenommen. Sobald meine Tochter ihr Medizinstudium fertig hat UND wir in Rente gehen, übernimmt sie die Abzahlung des Kredits. Welche Möglichkeiten gibt es hier? Wir zahlen dann 75% Miete an sie. Können wir oder meine Tochter in diesem Fall Steuervorteile nutzen?
  2. Möglichkeit: Meine Tochter "kauft" die Wohnung auf unsere Kosten schon jetzt auf ihren Namen, da es auf lange Sicht sowieso meinen Kindern zugute kommen soll und vermietet vorerst an Fremd und in 6 Jahren an uns.

Weitere Informationen:

  • es ist noch mehr als 15% Eigenkapital vorhanden, welches jedoch nicht in die Finanzierung der Wohnung gesteckt werden soll, da es zur freien Verfügung stehen sollte, wenn ein neues Auto oder Pflegekraft benötigt wird.
  • Wir besitzen bereits eine Wohnung die wir für 700€ vermieten, welche jedoch nicht barrierefrei ist.

Ich hoffe, ihr könnt mir den ein oder anderen Tipp geben. Es gibt glaube ich auch von verschiedenen Kreditgebern Kredite für barrierefreies Wohnen. Hat hierzu vielleicht jemand Erfahrungen? Werden diese nur ausgezahlt, wenn man Umbaut oder auch bei einem Neukauf, bei welchem extra auf Barrierefreiheit geachtet wird.

Beste Grüße

Eigentumswohnung, Steuern, wohnung, Kauf
2 Antworten
Macht bei Kraft-Wärme-Kopplung verkaufen des Stroms Sinn?

Ich habe im August die bisherige Ölheizung durch eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (mit Brennstoffzellen) ersetzt.

Nun entfällt ein Teil der Kosten auf die Heizung, ein anderer auf die Stromerzeugung (deren Abwärme uner Heizwasser erzeugt) und der Strom wird nur zum kleineren Teil nicht von uns gebraucht.

Hintergrund war ein (sinnvoller) Ersatz der über 30 Jahre alten Ölheizung und ein (sinnvoller) Gewinn an Raum im Keller.

Auch ohne Umsatzsteuer ist der Aufwand - der ja nur durch den Verkauf des Stroms (Erlös um die maximal 200 €/Jahr) riesig und ich frage mich, ob es das Wert ist.

Wenn ich den Anteil, der auf das Gewerbe entfällt zu hoch einschätze, ist es eh Liebhaberei und wenn ich ihn zu gering einschätze, zahle ich auf Umsatz und Eigenverbrauch Steuer.

Dazu kommt, dass ungefähr 27/150 der Fläche vermietet werden, was die Aufteilung des (selbst produzierten Strom in Verbindung mit Eigenverbrauch weiter kompliziert.

Kann ich der Stadt die maximal 200 € im Jahr schenken? Aus meiner Sicht braucht dann das Finanzamt nichts von der KWK-Anlage wissen, statt Strom habe ich Gasaufwand, der nach Quadratmetern aufgeteilt wird.

Dazu kommt noch, dass der Staat diese Brennstoffzellenanlagen üppig bezuschusst. In dem Fall um die 14.000 €. Wenn diese "Einnahme" bei Gewerbe steuerpflichtig und wenn ich den Strom der Stadt schenke (mangels Einkunftsart) steuerfrei wäre, wäre die Frage, ob ich den Strom verschenken kann noch viel wichtiger.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich bei all den Blättern auch ein gewerbe angemeldet habe. Wenn nicht, ließe es sich auch abmelden. Was die Umsatzsteuer angelangt tendiere ich dazu, zum Kleinunternehmern zu optieren.

Kann man der Stadt den Strom schenken?

Steuern
3 Antworten
Hauptbeschäftigung nicht beim Finanzamt gemeldet, was tun?

Hallo zusammen ...

Ich suche nun schon seit Stunden, finde aber nichts, was mit weiter hilft. Folgendes Problem:

Mein Mann arbeitet seit Januar 2016 bei seinem jetzigen Arbeitgeber. Ende des Jahres hat er dann auch einen Ausdruck der Lohnsteuerbescheinigung bekommen. Nun wollten wir zum ersten Mal überhaupt seine Steuererklärung machen, haben uns entsprechende Unterlagen besorgt, alles ausgefüllt und die Zettel persönlich zum Finanzamt gebracht. Mein Mann hatte auch eine Kopie seiner Lohnsteuerbescheinigung gemacht, die er mit abgeben wollte, nur für den Fall, dass es notwendig sei.

Nun hatten wir versehentlich auch meine Lohnsteuerbescheinigung eingesteckt und gaben zunächst die falsche ab. Die Dame sah das natürlich sofort und gab den Zettel zurück. Dann bemühte sie ihren Computer. Sie meinte, wenn alles im System sei, bräuchte sie den Wisch gar nicht.

Sie gab also die ID-Nummer meines Mannes ein und fand: NICHTS! Zumindest nichts über ein Beschäftigungsverhältnis meines Mannes. Mir konnte sie direkt sagen, wo ich arbeite, aber mein Mann war offenbar nie von seinem Arbeitgeber beim Finanzamt angemeldet worden. Und es handelt sich hier nicht um einen Minijob, sondern um seine Hauptbeschäftigung, bei der er weit mehr als 450€ verdient!

Er fand schließlich auch seine eigene Lohnsteuerbescheinigung und gab sie der Frau. Diese stellte fest, was mir vorher nie aufgefallen war: Oben in der Überschrift "Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung" war das Wort "elektronisch" durchgestrichen. Nicht nach dem Ausdruck, sondern mittels Textformatierung schon für den Druck.

Sie teilte uns mit, der Arbeitgeber hätte meinen Mann nie für das ELStAM Verfahren registriert, weshalb seine Steuererklärung so nicht bearbeitet werden könnte und sagte, wir sollten der Firma sagen, sie solle dringend noch die Anmeldung vornehmen und alle Daten von 2016 übermitteln, denn so sei das Ganze sogar strafbar. Mein Mann habe daran keine Schuld, aber das müsse geklärt werden.

Jetzt hat mein Mann ein Gespräch darüber mit dem Büro seiner Arbeit gehabt und alles genauso weitergegeben, wie es uns gesagt wurde. Es hieß, man würde sich darum kümmern. Jetzt, drei Wochen später, haben wir beim Finanzamt angerufen und nachgefragt, bekamen aber die Auskunft, es sei bisher nichts eingegangen.

Mein Mann möchte nun nicht noch einmal mit dem Büro darüber reden, denn es kommt bei dieser Firma immer wieder vor, dass gesagt wird, man würde sich um etwas kümmern, doch es passiert nichts. Stattdessen will er die Angelegenheit nun anwaltlich klären lassen.

Ich verstehe hierbei immer noch nicht alles daher nun meine eigentliche Frage: Was hat es mit dieser ganzen Sache auf sich? Handelt es sich um Steuerhinterziehung seitens der Firma? Wie gehen wir da am besten vor? Ich möchte morgen bei den Versicherungen nachfragen, ob die Abzüge tatsächlich stimmen. Macht das Sinn?

Ich hoffe, uns kann jemand aufklären und Tipps geben. Vielen Dank im voraus.

Schöne Grüße Meowsa

steuerhinterziehung, arbeitgeber, Finanzamt, Lohnsteuer, Steuern, Anmeldung
4 Antworten
Bemessungsgrundlage Steuern Zinsbereinigte Einkommenssteuer?

Hallo,

es geht mir um die Zinsbereinigte Einkommenssteuer. Ich habe zwei Fotos dazu angehängt wo die Zahlungströme geschildert werden. Im ersten Foto wird in eine Maschine investiert, diese wirft Zahlungsüberschüsse in den kommenden 3 Jahren ab.

Zu Bild1: Zur Begriffserklärung: Zt = Zahlungsüberschuss d. h. (Einzahlung - Auszahlung) AFAt Abschreibung V't-1 ist das gebundende Kapital in der Vorperiode. Im ersten Foto ist es für mich klar wie die BGL (Bemessungsgrundlage der Steuer) berechnet wird. Nämlich Zt - AFAt - i*V't-1 = BGL für die Steuer Z. B. für t1 => 250 - 100 - 108 = 42 Soweit klar.

Jetzt aber in Foto 2: Die in Periode t erworbenen Waren werden in t+1 verkauft. Die Anschaffungsauszahlungen At und die Verkaufserlöse Et steigen in jeder Periode um 10 an. i = Zinssatz 10% und s = Steuersatz 0,5.Es wird ein unbschhränkt Zeit diese Ablaufs vorausgesetzt.

Begriffe: At = Auszahlung Aut = Aufwand Et = Ert => Einzahlung = Ertrag

Wie kommt man hier auf die BGL von 10 in t1? Würde ich genauso vorgehen wie in Foto 1 Zt - Aufwand - iV't-1 käme ich auf Zt = Zahlungsüberschuss hier 120(Einzahlung) - 110 (Auszahlung) = 10 das ist klar. 10 - 100(Aufwand) - 10 (iV't-1)Schutzzins = -100 wie komme ich nun auf BGL 10 ? Würde ich den Ertrag noch dazu addieren also in t1 120 hätte ich eine BGL von 20 nicht aber von 10?

Welcher Steuerexperte kann mir das erklären?

Steuern
1 Antwort

Meistgelesene Fragen zum Thema Steuern