Drucksachen online verkaufen - Kleingewerbe nötig?

Ich bin etwas verloren. Nach vielem Lesen war ich mir nun sicher, dass ich ein Kleingewerbe anmelden muss, wenn ich nebenberuflich, online von mir erstellte und dann produzierte Drucksachen anbiete wie zB Postkarten, Poster, Notizblöcke etc. (Nicht auf Kundenwunsch angefertigt, sondern fertige Designs. Im eigenen Onlineshop.))

Jetzt lese ich aber auch immer wieder, das dies nicht nötig sei, sofern man nur gering und ab und zu mal was verkauft.

Stand aktuell ist: ich habe noch nichts.

Frage 1: Muss ich überhaupt schon ein Kleingewerbe anmelden bzw macht es Sinn, oder stell ich erst alles fertig und lasse anlaufen um zu testen.

(Ich will da garnicht groß Kohle machen. Wenn im Monat 15,- bis 50,- zusammen kommen freu ich mich. Ich will alles so einfach halten wie möglich.)

Frage 2: Bei der IHK muss ich in meinem Fall doch nichts anmelden. Auch nicht, wenn beispielsweise Postkarten Fotografien zeigen (von mir fotografiert)?

Frage 3: Da es just for fun sein soll und im besten Fall ein kleines Taschengeld raus springt (bin realistisch) ... hat es irgendwelche steuerlichen Nachteile für mich, wenn das Neben(klein)gewerbe laufen lasse?

Ich entschuldige mich jetzt schon fürs wirre Fragen. Aber mit diesem Thema werde ich nicht warm - finde ich eine Antwort, ergeben sich zwei neue Fragen. Vermutlich hirne ich auch einfach zu viel und man kann garnichts falsch machen und das Gewerbeamt leitet einen schon da durch. Es ist in etwa vergleichbar mit meiner Mutter, der ich versuche zu erklären wie sie eine App aktualisiert - sie denkt " ein falscher Klick und sie hat einen Kühlschrank gekauft". Also habt erbarmen mit mir!

Kleingewerbe, Steuern
Versteuerung von Fiverr Einnahmen?

Hallo,

in einer anderen Frage habe ich bereits erwähnt, dass ich als Kleinunternehmer neben der eigentlichen, in der Gewerbeanmeldung angegebenen Tätigkeit, über 8 Monate noch eine weitere Tätigkeit ausgeführt habe, durch die ich einen Umsatz von etwa 450€ generiert habe. Nun habe ich das Gewerbe, wenn auch verspätet, erfolgreich erweitert. Die Tätigkeiten sind folgende:

·      Betrieb eines Online Shops

·      Dienstleistungen auf der Plattform Fiverr

Die Einnahmen aus dem Betrieb des Online Shops habe ich bereits für die Steuererklärung erfasst und in die EÜR eingetragen. Was die Einnahmen durch Fiverr betrifft, habe ich diese zwar erfasst, aber noch nicht in die EÜR eingetragen. Nun habe ich drei Fragen:

·      Kann ich die Einnahmen durch Fiverr bedenkenlos in der EÜR angeben, obwohl die Kunden aus verschiedenen Ländern kommen, Fiverr das Ausweisen der Preise selbst übernimmt und ich als Kleinunternehmer somit anders als bei meinem Shop keinen Einfluss darauf habe, ob die Umsatzsteuer ausgewiesen wird?

·      Kann ich die Einnahmen durch Fiverr bedenkenlos in der EÜR angeben, obwohl ich das Gewerbe verspätet erweitert habe?

·      Bei meinem Programm für die Steuererklärung wird in der EÜR neben den Einnahmen und dem Datum auch der Name des Kunden, die Belegnummer und der Buchungstext gefordert. Bei den Einnahmen durch den Shop ist das kein Problem, bei meinen Fiverr Aufträgen habe ich allerdings statt dem Kundennamen, der Belegnummer und dem Buchungstext, nur den Nutzernamen und die Order Nummer vorliegen. Sind diese Angaben Pflicht? Wenn ja, was könnte ich alternativ eintragen?

Ich danke jedem im Voraus, der sich den Fall anschaut und mir vielleicht sogar weiterhelfen würde mit meinen Fragen und wünsche euch allen noch einen schönen Restsonntag!

Finanzamt, Gewerbe, Kleinunternehmer, Steuererklärung, Steuern
Steuererklärung über Lohnsteuerhilfe obwohl Einnahmen aus selbständiger Nebentätigkeit (noch ohne Gewerbe)?

Ich habe ein mMn gravierendes Problem und Versuche das Mal zu erklären, ohne um den heißen Brei herum zu reden:

Ich habe im Jahr 2019 einige Monate eine Lohnersatzleistung erhalten (Krankengeld) und musste dafür eigentlich eine Steuererklärung abgeben, was ich aber nicht wusste (ich weiß, Unwissenheit schützt nicht Blabla), ich habe erst durch Zufall herausgefunden, dass ich verpflichtet war/bin. Nun ist es so, dass ich noch nie eine Steuererklärung abgegeben habe, auch nicht freiwillig, obwohl ich Geld zurück bekommen hätte, einfach aus Faulheit. Im Jahr 2020 habe ich dann einige Monate ALG I bezogen, weshalb ich auch dafür eine abgeben muss, wofür ich allerdings noch bis Mitte diesen Jahres Zeit habe. Für 2019 ist meine Abgabefrist bereits Mitte 2020 verstrichen, sodass ich die Steuererklärung nicht mehr selbst einreichen kann/darf und einen Lohnsteuerhilfeverein/Steuerberater beauftragen müsste.

Nun komme ich aber zum eigentlichen Problem an der ganzen Sache: Ich beziehe seit November 2020 aus einer selbständigen Nebentätigkeit kleine Einnahmen (± ca. 200€ monatlich), habe allerdings dafür (noch) kein Kleingewerbe angemeldet, da ich seit Januar wieder arbeitslos bin und das mir sonst alles wieder weg genommen wird. BITTE AN DIESER STELLE KEINE MORALAPOSTEL! Mein Problem ist nun, dass ich für die Steuererklärung 2019/2020 ja zwingend zu Fachleuten muss, ich mich aber als Selbständiger, was ich ja mit korrekter Anmeldung eines Kleingewerbes bin, gar nicht von einem Lohnsteuerhilfeverein beraten lassen darf. Ich weiß gerade nicht, wie ich das handhaben soll und habe total Angst, mich in Teufels Küche zu begeben. Mein Plan war nun, die Steuererklärungen, die ich ja abgeben muss, beim Lohnsteuerhilfeverein zu machen, nichts von diesem Nebeneinkommen aus selbständiger Tätigkeit (da ja noch kein Gewerbe) zu erwähnen und einfach abzuwarten, bis das ganze dafür durch ist. Dann werde ich auch voraussichtlich ab Mai/Juni wieder ein Anstellungsverhältnis haben und DANN würde ich sofort das Kleingewerbe anmelden. Ich brauche einfach Mal Ratschläge/Tipps Meinungen von Fachleuten, ob und inwieweit das alles durchdacht ist. Ich wäre sehr dankbar über Antworten!

Gewerbe, Kleinunternehmer, Steuererklärung, Steuern, Kleinunternehmerregelung
Ab wann Scheinselbstständigkeit?

Moin zusammen,

Kurze Frage zum Thema Scheinselbstständigkeit:

Ich bin 18jähriger Gymnasiast, Kleinunternehmer und Kleingewerbe treibender. Ich mache neben der Schule die gesamte Telefon-Kaltakquise für einen Berater, und zwar selbstständig. Kommt es zu einem Abschluss, erhalte ich Provision.

Er hat keine Mitarbeiter oder sonstigen Menschen, die mit oder für ihn arbeiten. Ich bin also der einzige. Wir sprechen hier weiterhin von einem monatlichen Umsatz von ca. 20-30.000 € und einer resultierenden Provision für mich von ca. 1.600-2.400€. Ich mache das ganze seit zwei Monaten und werde es vorraussichtlich noch für mindestens 3-4 Monate machen. Es geht also nicht um riesige Beträge oder langjährige Beschäftigung.

Ich wohne mehrere hundert km von dem Berater entfernt, arbeite also nicht in seinem Räumlichkeiten. Ich werde nur in wenigen Fällen von ihm per Rechnung bezahlt. In den meisten Fällen läuft das über einen Zahlungsanbieter (nur, wenn Kunden auf Rechnung und nicht über den Anbieter kaufen). Ich verwende unter 50% meiner zeitlichen Kapazitäten für den Berater, er ist jedoch mein alleiniger "Auftraggeber". Er hat weiterhin weder Kontrolle über meine Arbeitszeiten, noch über meinen Arbeitsprozess. Ich bin da vorkommen frei und muss ihm auch keine Rechenschaft über meine Arbeit vorlegen etc.

Die Frage ist jetzt: besteht hier eine potentielle Scheinselbstständigkeit? Jedes Mal, wenn ein Kunde über Rechnung kauft, kann die Auszahlung meiner Provision nicht über den Zahlungsanbieter stattfinden, sondern muss über Rechnung laufen. Da denken wir beide immer, dass wir Gefahr laufen, dass ich als Scheinselbstständigkeit eingestuft werde.

Ist das nun begründet? Ich weiß, dass ihr hier keine Rechtsberatung geben könnt. Ich freue mich also über eine unabhängige und unverbindliche Meinungsäußerung eurerseits.

Danke im Vorraus und fröhlichen Umsatz

Geld, Rente, Finanzamt, Finanzen, Recht, Selbstständigkeit, Steuern, Unternehmensgründung

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