Besteuerung von Fonds - Vorabpauschale und Verluste?

Ich habe grade diesen Link hier gelesen und dazu zwei Fragen. Ich zitiere mal von der Seite:

Für Anleger, die einen Fondsanteil erst im Lauf des Jahres kaufen oder regelmäßig im  Sparplanansparen, berechnet sich auch die Vorabpauschale anteilig: Für jeden vollen Monat, der dem Kaufdatum des Fondsanteils vorangeht, verringert sich die Pauschale um ein Zwölftel.

Das bedeudet in der Praxis was? Angenommen Herr Mustermann zahlt sei dem 1.1.18 jeden Monat 50€ in einen Fonds ein. Er hat einen Wert der Fondsanteile zum 1.1.18, nämlich 50€ minus Ausgabeaufschlag, und einen Wert der Anteile zum 1.1.19. Daraus kann man eine Vorabpauschale berechnen, die sich aber nun wie berechnet? Also wie werden die 12 Käufe eingerechnet?

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Im Falle, dass ein thesaurierender Fonds zum Verkaufszeitpunkt keine Wertsteigerung aufweist oder gar Verlust gemacht hat, fallen bei Verkauf keine neuen Steuern an. Bereits festgestellte Vorabpauschalen werden dennoch angerechnet. Ein Nullertrag wird dadurch zum Verlust oder der Verlust vergrößert sich. Anleger können den Verlust ins nächste Steuerjahr vortragen.

Wie trägt man den Verlust vor? Über die Steuererklärung?
Das betrifft aber nur den Verkauf, richtig? Also wenn der Wert der Anteile zum Jahresbeginn höher ist als zum Jahresende, ich aber nicht verkauft habe, dann kann ich keine Verluste vortragen?

Viele Grüße

Fonds, Steuern
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Macht es Sinn die Erbschaft und Schenkungsteuer unter den nachfolgend genannten Bedingungen auf 100% erhöhen?

Die zunehmende Konzentrierung von immer größeren Vermögen auf immer weniger Personen führt nicht nur zu demokratiegefährdender Macht Einzelner, sondern belastet auch das gesellschaftliche Klima allgemein.

Ich möchte deshalb hier folgenden Vorschlag zur Diskussion stellen:

  • Die Schenkungs- und Erbschaftssteuer wird auf 100% erhöht,
  • Jede Person erhält aber einen einmaligen erbschaftsteuerlichen Freibetrag in Höhe von 1.000.000 €. Im Rahmen dieses Freibetrags können Laufe des Lebens auch mehrere kleinere Schenkungen und Erbschaften steuerfrei vereinnahmt werden.
  • Jeder kann sich so viele Erben einsetzen wie er will. Progression und Steuerklassen entfallen. Wenn ein Vermögen von 100 Mio EUR an 100 oder mehr Erben vererbt wird, von denen keiner mehr als 1 Mio erhält, fließt keine Erbschaftsteuer an den Staat.
  • Selbstgenutzte Immobilie werden für erbschaftsteuerliche Zwecke mit dem Verkehrswert, maximal aber mit 500 TEUR bewertet.
  • Der Freibetrag wird in regelmäßigen Abständen der Inflationsentwicklung angepasst.

Beabsichtigte Folgen:

Anstatt weniger Multimillionäre wird es innerhalb eines Menschenalters viele „kleine“ Millionäre geben. Die Neiddebatte bezüglich der Reichen wird abebben.

Viele Menschen werden aufgrund eines ererbten Vermögens, sich und ihren Kindern eine bessere private und berufliche Entwicklung leisten können.

Was haltet Ihr davon und welche Probleme könnte diese Reform verursachen?

Steuern
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Welche Auswirkungen haben vom Arbeitgeber übernommene Spesen?

Person A ist viel für seinen Arbeitgeber (AG) auf Dienstreisen. Auf diesen Dienstreisen werden A alle anfallenden Verpflegungen erstattet. A werden jedoch keine Mahlzeiten von über 60 € erstattet. Alle weiteren Kosten, wie z. B. Hotel, Taxi, Zug, usw. werden vom AG ebenfalls übernommen.

Fallbeispiel 1:

A ist 3 Tage unterwegs.

  1. Abreisetag
  2. Arbeitstag außerhalb der ersten Arbeitsstätte
  3. Heimreise

Insgesamt können 48 € Spesen in der Steuererklärung geltend gemacht werden (12€+24€+12€), da der AG keine Spesen auszahlt.

Fallbeispiel 2:

A ist 3 Tage unterwegs.

  1. Abreisetag, Frühstück (9,6€)
  2. Arbeitstag, Frühstück, Mittagessen und Abendessen (0€)
  3. Heimreise, Frühstück und Mittagessen (4,8€)

Insgesamt können 14,40 € Spesen geltend gemacht werden. ABER, an jedem der 3 Tage waren die Mahlzeiten preislich höher als die entsprechende Tagespauschale.

Frage: Welche der folgenden 2 Aussagen ist richtig?

  1. Die Differenz zwischen dem Anspruch auf Verpflegungsmehraufwand und die vom AG gewährte Mahlzeiten werden verrechnet und diese Differenz wird als geldwerter Vorteil mit 25% Lohnsteuer besteuert.
  2. Da ein Anspruch auf Verpflegungsmehraufwand an 2 Tagen besteht sind diese 3 gewährten Mahlzeiten (2x Frühstück + 1x Mittagessen) nicht als geldwerter Vorteil zu beachten (§8, Abs. 2 Satz 9 EStG). Für den 2. Arbeitstag ist die Differenz als geldwerter Vorteil zu versteuern bzw. falls kein Betrag zu ermitteln ist, da eine 3. Person die Gesamtrechnung übernommen hat, ist ein Pauschalbetrag zu nutzen.

Frage: Oder wird dieser Falls gänzlich anders behandelt?

Steuererklärung, Steuern, Spesen
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Umzug Mitte Dezember (Vorjahr), Zahlung Anfang Januar (n. Jahr). Muss für das Zuflussprinzip eine bestimmte Zahlungsfrist auf der Rechnung angegeben werden?

Hallo zusammen,

ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir bei nachfolgender Frage helfen könnten:

Angenommen ich möchte mit einem Umzugsunternehmen am 09.12.2018 aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt ziehen. Da ich allerdings aus Gründen meiner bisherigen beruflichen Laufbahn für 2018 kaum zu versteuerndes Einkommen habe, möchte ich diese Rechnung des Umzugsunternehmens erst für das Jahr 2019 bei der Steuererklärung einreichen bzw. bei meinem zu versteuernden späteren Einkommen aus 2019 berücksichtigen.

So wie ich es verstanden habe, gilt bei der steuerlichen Berücksichtigung das sog. "Zuflussprinzip". Für das Finanzamt ist also entscheidend, wann ich die Rechnung per Beleg (Kontoauszug, aus der die von mir geleistete Überweisung ersichtlich wird) bezahlt habe. Angenommen ich mache dies Anfang 2019, dann müsste ich doch alle Kriterien erfüllt haben, sodass ich die Umzugskosten auch für das Jahr 2019 (und nicht für das Jahr 2018) in meiner Steuererklärung berücksichtigen darf, oder?

Jetzt kommt der Knackpunkt: Das Umzugsunternehmen überlegt gerade, als Zahlungsfrist einfach ungefähr diese Formulierung anzugeben: "Zahlbar per Überweisung an IBAN....).

Ist dies gescheit gelöst ODER könnte das Finanzamt dann auch sagen, dass ich zwar 2019 gezahlt hätte (Zuflussprinzip, per Überweisung Anfang 2019, z.B. direkt am 02.01.2019), allerdings die Rechnung kein (!) Zahlungsziel hatte, und ich diese deswegen eigentlich "Zug um Zug" gem. § 271 BGB hätte begleichen müssen, d.h. sofort nach dem 09.12.2018 (Umzugstag) UND damit die Zahlung doch noch 2018 zugerechnet werden würde?

Entschuldigt bitte mein Misstrauen, aber wird mir das Finanzamt durch eine 3 Wochen spätere Zahlung, die dann im neuen Jahr liegt, dies für 2019 nicht akzeptieren, wenn das Umzugsunternehmen eben kein genaues Zahlungsdatum angibt, aus dem ersichtlich wird, dass ich tatsächlich z.B. 21 Tage Zeit hatte, das Geld zu überweisen?

Herzlichen Dank für Eure Hilfe. Ich danke Ihnen sehr und hoffe, dass meine Ausführungen verständlich und inhaltlich gut nachvollziehbar sind. Vielen Dank :-).

Finanzamt, rechnung, Steuererklärung, Steuern, umzug
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Einspruch für 2016 läuft noch. Neuer Steuerberater. Was nun?

Ich probiere mich kurz und verständlich zu fassen.

Ich bin Grenzgänger, Wohnort über 400 km entfernt vom Arbeitsort (nicht EU). Fliegendes Personal, deshalb schwierige Rechtslage. 2016 Einkünfte im Ausland bis auf wenige Euronen (unter 200) aus Gewerbearbeit im Januar in DE.

Steuererklärung für 2016 abgegeben in der Erwartung von Abgabe unter Progressionsvorbehalt befreit zu werden (wie zahlreiche Kollegen auch). FA akzeptiert nicht und möchte versteuern. Einspruch mit fachkundigem Steuerberater, bis heute nicht entschieden. (Liegt bei Rechtsbehelfsstelle)

Nun läuft bald die Frist für 2017 ab. Den Steuerberater habe ich aus Kostengründen gewechselt. Sollte alles nicht funktionieren, wäre das doppelt teuer. Neu bei einem Lohnsteuerhifeverein. 2017 auschließlich Einkünfte im Ausland. Verein möchte jedoch nicht an Argumentation des Steuerberaters anknüpfen, da Beratungsstelle in südlichem Bundesland liegt, wo man sich mit entsprechenden Grenzgängern auskennt aber eben nicht die extreme Situation mit solch großer Entfernung kennt. Dort hat man eine eigene Methode mit dem Finanzamt ausgehandelt auf welche man gegenüber meinem FA verweisen würde (und zur Not auch klagen. Im Verein wären diese Kosten immerhin inbegriffen)

Wenn ich für 2017 nun jedoch „weichere“ Forderungen stelle, schieße ich mir doch selbst ins Bein und das FA wird misstrauisch mit Blick auf 2016. Die Methode der Beratungsstelle wäre schon deutlich besser als das, was zuvor angewandt wurde, dennoch möchte ich nicht alle vorherigen Kosten und Mühen zunichte machen. Auch weil noch die Chance besteht, mit dem Einspruch durchzukommen.

Was könnt ihr empfehlen? Gibt es die Möglichkeit einen Antrag auf Aussetzung der Besteuerung zu stellen? Also eine Fristverlängerung bis der Einspruch bearbeitet ist?

Oder soll ich mit der Linie des Vereins fahren?

Steuererklärung, Steuern, Einspruch
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Wie kann ich eine vermietete Immobilie innerhalb der Spekulationsfrist (23 EStG) steuerneutral (für beide Seiten) an Geschwister verschenken?

Wir haben vor eine vermietete Wohnung im Rahmen der vorweggenommen Erbfolge an meine Schwester zu verschenken. Sie übernimmt die Restschuld als Einzelrechtsnachfolgerin. Mieter ist Ihr Ehemann und sie wohnt auch dort. Sprich, die Wohnung ist danach selbstgenutzt.

Anschaffungskosten lagen in 2013 bei 150.000 €. Die Restschuld beträgt 137.000 € und Bewertet wird die Whg aktuell mit 190.000 €.

Nach einer ersten Recherche ergibt sich, dass wir das ganze nicht steuerfrei hinbekommen, da die Spekulationsfrist von 10 Jahren noch nicht erreicht ist. Unsere Vermutung war, dass die Spekulationsfrist keine Rolle spielt, da die Wohnung ja nicht veräußert sondern verschenkt wird.

  1. Seht Ihr das genau so?

Wenn dem so ist, stellst sich die Frage:

2. Was passiert mit der Abschreibung? Wenn die Whg veräußert worden wäre, hätten wir die Afa ja wieder von den Anschaffungskosten abziehen müssen, wodurch der Veräußerungsgewinn gestiegen wäre (§ 23 (3) S.4 EStG ). Da die Whg. aber verschenkt wird und die Beschenkten die Einzelrechtsnachfolge antreten, gilt dies ja auch für die begonnene Afa. Richtig?

Noch ein Hinweis, weshalb wir glauben, dass die Schenkung so schnell wie möglich durchgeführt werden sollte.

Wenn wir die Spekulationsfrist abwarten (noch 5 Jahre), würde bei uns zwar keine Ertragssteuer mehr anfallen, dafür sehr hohe Schenkungssteuer bei den Beschenkten. Aktuell würde so gut wie keine Schenkungsteuer anfallen, da noch nicht viel getilgt ist und die Wertsteigerung der Whg. einigermaßen moderat war. in 5 Jahren wird aber viel getilgt sein und der Wert könnte stark gestiegen sein, wodurch dann sehr hohe Schenkungssteuer anfällt. Es gibt ja nur 20.000 € Freibetrag für jeden und die Steuersätze liegen bei 15 und 30% für Schwester und Ehemann.

Freuen uns sehr über jeden Hinweis, wie man das ganze steuerneutral hinbekommt :)

Immobilien, Steuern
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Definition von "Einkommen"?

Liebe Leute,

ich habe aktuelle diverse Formulare auszufüllen (Kindergeldkasse, Krankenkasse etc.), in denen nach dem "Einkommen" gefragt wird. Dabei wird entweder nicht, oder widersprüchlich definiert, was damit gemeint sein soll.

Nach dieser Antwort: https://www.finanzfrage.net/frage/was-genau-ist-das-zu-versteuernde-einkommen

werden von den "Einkünften" (aus nichtselbst. Arbeit = Bruttolohn) die Werbungskosten abgezogen. Dazu kommen dann weitere Einkünfte (zB aus Gewerbe, Vermietung /Verpacktung etc.) und man erhält die "Summe der Einkünfte".

Davon werden dann Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen etc. abgezogen und man erhält das "zu versteuernde Einkommen".

So weit, so verständlich. Das deckt sich auch mit meinem Steuerbescheid und ist für mich nachvollziehbar. Danach ist also das Einkommen NICHT mein Bruttolohn.

Im Formular der Krankenkasse (TK) wird nach dem "Einkommen" gefragt. In den Erläuterungen heißt es dann aber: "zB. Bruttolohn oder Gewinn aus selbst. Tätigkeit ...".

Dabei sind ja schon diese beiden nicht vergleichbar, da beim Gewinn ja schon alle Kosten abgezogen sind, beim Brutto aber eben noch nicht. Oder verstehe ich da was falsch?

Im Beihilferecht lese ich: "... Die Aufwendungen des Ehegatten sind nicht beihilfefähig, wenn dessen Einkünfte ... einen Gesamtbetrag von 17.000 Euro übersteigen." Wohlgemerkt: "Einkünfte", nicht "Einkommen"!

Meine Frau ist selbstständig. Nach der Definition der Krankenkasse wäre hier also der Gewinn entscheidend. Nach der Definition, die ich aus dem Steuerbescheid ableite (und die auch der Antwort hinter dem Link oben zugrundeliegt), wären aber praktisch alle Einnahmen (ohne Berücksichtigung von Kosten) "Einkünfte", also quasi das "Bruttogehalt".
Das wäre ja nun ein entscheidender Unterschied!

Wer weiß darauf eine vernünftige Antwort?

Danke und Gruß

Thomsen

Einkommen, krankenkasse, Steuern
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Steuererklärung 2014, noch möglich und sinnvoll?

Hallo,

theoretisch, soweit ich es verstehe, kann ich meine freiwillige Steuererklärung für 2014 noch bis Ende dieses Jahres abgeben. Ich hätte dazu eine Frage. Dazu zunächst die Info, dass ich keine deutsche, sondern eine französische Staatsbürgerschaft besitzt (ist evtl. wichtig) und Januar und Februar 2014 in Frankreich gelebt habe, dort aber keine Einkünfte hatte.

Meine Einkünfte 2014 waren:

März-August 750€ mtl. als Arbeitnehmer in Berlin, darauf fielen warum auch immer keine Steuern an

Oktober-Dezember 2600€ mtl. als Arbeitnehmer in Hamburg, dies wurde nach Steuerklasse 1 besteuert

Meine Fragen sind:

1) Eine Steuererklärung würde sich wahrscheinlich lohnen, kann es aber zum Problem werden, dass ich auf die 6750€ keine Steuern gezahlt habe? Muss man die 750€-Einkünfte überhaupt in der Erklärung angeben?

2) An welches Finanzamt geht die Steuererklärung? Hier gibt es drei Möglichkeiten:
Möglichkeit 1: Das für meinen damals Berliner (bis März 2014) Wohnort zuständige FA
Möglichkeit 2: Das für meinen damals Hamburger (ab Oktober 2014) zuständige FA
Möglichkeit 3: Das für meinen aktuellen Hamburger Wohnort zuständige FA, bei dem ich auch die Erklärung 2017 eingereicht habe.

3) Ich habe in der Erklärung angegeben, dass ich 2014 einen Wohnsitz im europäischen Ausland hatte (FRA). Ich werde gefragt, ob ich eine Anlage EU/EWR beifüge, was standardmäßig mit nein ausgefüllt ist. Was hat es damit auf sich? Im Januar-Februar 2014 hatte ich keine ausländischen Einkünfte.

Vielen Dank für eure Antworten und viele Grüße!

Steuern
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