Problem mit dem Steuerberater (Umsatzsteuer Voranmeldung)?

Vorab möchte ich mich für mein Rechtschreibung entschuldigen und hoffe, dass ich mein Problem verständlich erklären kann.

Ich bin ein Subunternehmer und mache Erdarbeiten wie, Kabelverlegung der Telekom. Mein Gewerbe habe ich ende Mai angemeldet.

Zur Zeit habe ich ein riesen Problem mit meinem Steuerberater. Er hat alle fristen seit Mai für die Umsatzsteuer Voranmeldung verpasst, obwohl ich ihm alle Unterlagen von Mai bis September abgegeben habe. Er hat mir zweimal geschrieben, dass er die Steuererklärungen übermittelt hat, was aber nicht wahr ist. Ich habe mit Finanzamt telefoniert, nichts ist eingegangen. Er geht nicht an sein Handy ran wenn ich Ihn anrufe, sondern schreibt nur wenn er mal Lust hat zurück.. keine vernünftige Erklärungen.. Termine werden ständig abgesagt.. immer wieder ein Grund.. heute hat er mir geschrieben, dass er meine Unterlagen nicht mehr hat. Angeblich hat er sie mir per Post zurück geschickt. Ich habe aber nie von Ihm eine Post bekommen. Ok, ich hatte nicht viele Rechnungen aber die Kassenbelege fürs Tanken, es waren so viele...

Nun, habe ich Vollstreckungsankündigung von Finanzamt bekommen. Ich weiß nicht was ich jetzt machen soll.

Übrigens bin ich natürlich auf der Suche nach einer neuen Steuerberater/in, aber die Kapazitäten sind voll.

Ich werde jetzt die UStVA selber ausfüllen, weiß aber wiederum nicht wie man es macht. Muss ich meine Einnahmen und Ausgaben eintragen??

In meinem Fall, sind die Ausgaben: Fahrtkosten, Benzinkosten, Miete, Rechnungen..

meine Einnahmen sind meine Bauleistungen o. USt.. (nach § 13b Abs.1 und 2 UStG)

Ich würde mich auf eure Antworten freuen.

LG

Steuern, Umsatzsteuer
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Reverse Charge in EÜR eintragen?

Liebe Leute!

Ich habe eine Frage zum Umgang mit dem Reverse Charge Verfahren und wäre euch für sämtliche Antworten sehr dankbar!

Zu meiner Situation, ich bin Freiberufler und umsatzsteuerpflichtig, allerdings muss ich keine Voranmeldungen sondern nur die Jahreserklärung abgeben. Das heisst ich sitze gerade an der Erklärung für 2019 und vorangemeldet wurde nichts.

Im Laufe des letzten Jahres habe ich etwas bei einem innergemeinschaftlichen aber nicht deutschen Händler bestellt. Reverse Charge wurde angewendet, d.h. der Betrag ist Netto ausgewiesen.

Nun muss ich das ganze in die USt Erklärung eintragen. Es war ein Artikel, der (damals) in Deutschland mit 19% besteuert worden wäre. Nach meinem Stand muss ich den Nettobetrag also in Zeile 82 eintragen. Der dabei entstehende USt Betrag wird dann händisch als Vorsteuer in Zeile 123 eingegeben. Ist das soweit richtig?

Für eine kurze Bestätigung wäre ich dankbar, die wirkliche Frage kommt aber jetzt: Wie gehe ich mit den Beträgen in der EÜR um?

a) Wird der Nettobetrag als "normale" Ausgabe gesehen? Wird er also einfach in die jeweilige Kategorie (Reise, Werbe, Fortbildung, Sonstige usw) eingetragen?

b) Wird die U.St. aus Zeile 82 als verreinnahmte Umsatzsteuer gerechnet? Oder gibt es ein seperates Feld wo dies eingetragen wird? Ist es überhaupt eine Einnahme?

c) Und wird die dabei entstehende Vorsteuer ganz normal in Feld 48 (EÜR) als gezahlte Vorsteuerbeträge eingegeben oder gibt es auch hier ein separates Feld?

Wie gesagt würdet ihr mir sehr helfen! Ich freue mich über Eure Antworten, herzlichen Dank und viele Grüße!

Steuererklärung, Umsatzsteuer
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Kann man durch die Zahlung einer Umsatzsteuer pleite gehen?

Hallo

Ich bin noch Kleinunternehmer, und mache im Internet Versandhandel. Ich schätze, dass ich in den nächsten Jahren Umsatzsteuer zahlen muss, und die oben gestellte Frage beschäftigt mich seit einiger Zeit. Mein geschäftsmodell läuft so, dass ich gebrauchte Waren von Privatleuten für einen gewissen Prozentsatz des Marktwerts ankaufe, und dann für den Marktwert verkaufe, d.h. ich kann keine Vorsteuer geltend machen.

Ich versuche mal anhand einer Rechnung klar zu machen, was ich meine: Angenommen ich habe Kapital in Höhe von 10.000€. Dieses kapital re-investiere ich jeden Monat, und habe einen Gewinn von 10%. Dann habe ich jeden Monat soviel Umsatz gemacht:

01 11.000€

02 12.100€

03 13.310€

04 14.641€

05 16.105€

06 17.715€

07 19.487€

08 21.435€

09 23.579€

10 25.937€

11 28.531€

12 31.384€

Jahresumsatz: 235.224€ am Jahresende vorhandenes Kapital: 31.384€

Nun muss ich von meinem Jahresumsatz 16% Umsatzsteuer zahlen. Das wären also 37.635€, was bedeutet, dass ich mehr als mein ganzes Kapital nur für die Umsatzsteuer verpulvern müsste.

Warum ich das jetzt hier reinstelle: Ich bin mir sicher, dass ich irgendwo einen Denkfehler habe. Irgendwas mache ich falsch, denn mein Ergebnis ist lächerlich hoch, ich hoffe mir kann hier jemand weiterhelfen. Auf nachfrage kann ich bestimmte Sachverhalte auch genauer erläutern.

Umsatzsteuer, Gewinn
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Fällt bei Untervermietung Stellplatz Umsatzsteuer an?

Hallo zusammen,

ich möchte den Stellplatz, der zu meiner Mietwohnung gehört untervermieten (mit Einverständnis des Vermieters), da ich ihn selbst nicht benötige. Online Recherche zu dem Thema hat nun ein paar Fragen aufgeworfen, die sich durch weitere Recherche nicht klären ließen.

Und zwar liest man an vielen Stellen, dass bei Parkplatzvermietung auf jeden Fall Umsatzsteuer anfällt. An anderen Stellen heißt es, dass sofern der Umsatz unter 17500 € liegt (was definitiv der Fall wäre... ca 500 € p.a.) die Kleinunternehmerregelung gilt und man keine Umsatzsteuer zahlen muss. Nun stellen sich mir folgende Fragen:

Wenn man sich auf die Kleinunternehmerregelung berufen will, müsste ich dann dazu ein Gewerbe anmelden? Oder ist das einfach automatisch so, wenn ich in der Einkommenssteuererklärung die Miete für den Parkplatz angebe und dann ja offensichtlich der Betrag weit unter 17500 € liegt?

Bzgl. Gewerbe anmelden bei Parkplatz-Untervermietung habe ich auch wiederrum an anderer Stelle gelesen, dass das kein Gewerbe sei, da man ja selbst für den Parkplatz bezahlt und damit keinen Gewinn erzielt...

Also müsste ich ein Gewerbe anmelden ja oder nein? Wenn ich nicht extra ein Gewerbe anmelden muss, muss ich trotzdem Umsatzsteuer zahlen? Oder reicht es die Untervermietung in der Einkommenssteuer anzugeben bei "Vermietung und Verpachtung"?

Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen... ich habe gefühlt jeden auffindbaren Artikel zu dem Thema durchgelesen und bin trotzdem nicht schlauer, weil die Aussagen sich oft widersprechen oder nicht ganz eindeutig sind.

Danke schon mal!

Steuererklärung, Umsatzsteuer, Untervermietung
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Durch "Unachtsamkeit" umsatzsteuerpflichtig geworden?

Ich bin seit 2006 freiberuflicher Webdesigner im Nebengewerbe und in all der Zeit nie über den Freibetrag für Kleinunternehmer gekommen.

Im April 2019 habe ich einen Buchverlag gegründet (zum Selbstverlag eines Buches), dafür eine neue Steuernummer vom FA erhalten und eine USt-IdNr beantragt. In Folge habe ich für den Verlag (und NUR für den Verlag) monatlich die Umsatzsteuervoranmeldung gemacht.

2019 bin ich nun durch meine freiberufliche Webdesign-Tätigkeit erstmalig über den Freibetrag beim Kleinunternehmer gekommen und somit 2020 umsatzsteuerpflichtig (und zwar nur durch diese, der Verlag war hingegen ein finanzielles Desaster).
Nach Rückfrage hat man mir heute beim FA bestätigt, dass ich für die freiberufliche Tätigkeit KEINE eigene USt-IdNr. beantragen muss, sondern die vom (gewerblichem) Verlag verwenden soll (muss eine Webdesign-Rechnung in die Schweiz stellen).

Nun stellt sich mir die Frage, ob ich deshalb auch 2019 schon für die freiberuflich Webdesign-Tätigkeit monatlich Umsatzsteuer hätte abführen müssen (zusätzlich zu denen vom Verlag) und auch alle meine Rechnungen als Webdesigner falsch gestellt habe (da jeweils ohne Ausweis MwSt mit Verweis auf Kleinunternehmerregelung).
Das würde ja dann jetzt auf Steuerhinterziehung meinerseits hinauslaufen...

Könnt Ihr mir bestätigen dass meine Befürchtung (nämlich dass ich 2019 gar kein kleinunternehmender freiberuflicher Webdesigner mehr war, sondern durch die Beantragung der USt-IdNr für den gewerblichen Verlag auch damit umsatzsteuerpflichtig geworden bin, weil ich eine Einzelperson bin) bestätigen? 
Und wie verhalte ich mich dann jetzt korrekt..?
Viele Grüße
Andi

Steuererklärung, Steuerrecht, Umsatzsteuer
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TipeeeStream Umsatzsteuer (Frankreich)?

Hallo,

ich bin umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer und streame zusätzlich gelegentlich auf Twitch. Über den Drittanbieter Tipeeestream können Zuschauer während der Liveübertragung Geldspenden schicken (keine gemeinnützigen!). Am Ende des Monats bekomme ich von diesem Anbieter ein Tax document mit u.g. Inhalt.

Auf dem Dokument sind auch meine Anschrift sowie Umsatzsteuer angegeben.
Dies gilt ebenfalls für den Anbieter (TVA).

In diesem speziellen Fall verstehe ich dies nicht ganz genau bzw. ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich mit der Umsatzsteuer verfahre. Da dies für mich eine Ausnahme ist, frage ich erstmal hier, bevor ich einen Steuerberater kontaktiere.

Fiktives Beispiel:

Am Ende des Monats bekomme ich z.B. 5€ überwiesen. Die u.g. Gebühren wurden bereits vom Anbieter abgezogen.

Transferred on the PayPal account €0.00

Transferred on the bank account €5.00

Total amount of transferred donations = €5.00

=================

Bank fees () = 0,12€

Paypal = 0,00 €

--------

Intermediary fees = 0,29 €

Paypal = 0,00€

Other = 0,29€

------------

include VAT: 0,10€

Tipeeestream Fees = 0,41€

Der Ursprungsbetrag lag also quasi bei 5,41€, davon erreichen mit dann entsprechend nur die 5€.

Unten im Dokument ist folgender Vermerk, der mich eher noch mehr verwirrt:

(3) The VAT was already taken into account in the TipeeeStream commission. The VAT amount corresponds to the French legislation and is applied to the part of the fees concerning the intermediary fees (according to articles 261 C, 1 °-d of the General french Tax Code and 135, 1-e of Directive 20016/112 / EC, VAT does not need to be applied to the payment service provider's fees).

Meine Fragen:

  • Greift hier nun das Reverse Charge verfahren oder nicht?
  • Wie verbuche ich dann die 5€ SKR03?
  • Muss ich diese Nebengebühren von 0,41€ irgendwie buchhalterisch trotzdem erfassen?
  • Und hat das Tax doument auch den gleichen Wert wie eine Rechnung oder müsste ich ggfs. eine Rechnung mit Hinweis auf Reverse Charge erstellen?



Umsatzsteuer
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Vorsteuerberichtung bei nachträglichem Umsatzsteuerentfall?

Ein Unternehmen investiert in eine Produktionsmaschine mit dem Ziel, damit Produkte zu erzeugen, die zu 19% Umsatzsteuer verkauft werden. Diese Produkte sind üblicherweise zu 19% umsatzsteuerpflichtig. Jetzt hat dieses Unternehmen Großaufträge von mehreren Käufern erhalten, die vom Finanzamt eine vollständige Umsatzsteuerbefreiung gewährt bekommen, so dass die von dieser Maschine hergestellten Produkte eine Zeitlang nicht zu umsatzsteuerlichen Erlösen geführt haben. Aber nicht, weil die Produkte anders sind, sondern weil das Finanzamt die Käufer umsatzsteuerbefreit hat. Die Produkte sind noch immer dieselben und von ihrer Art her durchaus voll umsatzsteuerpflichtig.

Das Finanzamt möchte nun rückwirkend die gesamte geltend gemachte Vorsteuer für die Anschaffung dieser Produktionsmaschine berichtigen und zurückfordern mit der Begründung, dass damit überwiegend umsatzsteuerfreie Erlöse erzielt worden sei. Diese Rückforderung übersteigt die gesamten steuerfreien Erlöse um ein Mehrfaches.

Ich suche daher die gesetzliche Grundlage und evtl. Rechtsprechung dazu, dass es mir gelingt, diese Auslegung des USt-Rechts als unbillig zurückzuweisen. Denn die Maschine und Produkte sind von ihrer Zweckwidmung durchaus für umsatzsteuerrelevante Geschäftstätigkeit gedacht. Dass keine Umsatzsteuer erhoben werden konnte, lag allein an der Vergünstigung, die das Finanzamt den Käufern einräumt. Das betrifft aber allein die Rechtssphäre zwischen Finanzamt und Käufer. Darauf nachträglich den Vorsteuerabzug zu verwehren bedeutet, dass die dem Käufer gewährte Steuererleichterung zu Lasten eines anderen Steuerpflichtigen ginge. So wäre kein Betrieb mehr in der Lage, rechtssicher in eine Produktionsstraße zu investieren, wenn er befürchten muss, dass er im Nachhinein seine gesamten Investitionen nachversteuern muss, nur weil das Finanzamt den Abnehmern Steuerfreiheit einräumt.

Steuern, Umsatzsteuer
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