Rechnungsausstellung an die USA?

Guten Tag,

Ich arbeite auf einer amerikanischen Freelance-Platform, ich werde dort 2x im Monat mithilfe von PayPal in USD von einem amerikanischen Unternehmen bezahlt. Ich bekomme da keine Rechnung von der Firma und bin laut denen selber dafür verantwortlich die Steuern im Land zu bezahlen, kann jedoch von ihnen die nötigen Daten für eine Rechnung bekommen, falls ich sie brauche.

Ich habe ein Gewerbe angemeldet und habe die Kleinunternehmerregelung ausgewählt. Jetzt erstelle ich meine Steuererklärung, und habe ein paar Fragen bezüglich der (eventuellen) Rechnungsaustellung.

1.) Ist es für mich Pflicht in diesem Fall eine Rechnung an das Unternehmen auszustellen, und muss ich sie dann überhaupt dann abschicken in Hinblick darauf dass es schon beglichen wurde oder ist es nur für mich in den Ordner zur Dokumentationszwecken falls der FA nachhaken wurde?

2.) Kann ich nur eine Rechnung für das gesamte Jahr 2020 erstellen und wie kann ich es jetzt datieren? Macht es in dem Fall überhaupt Unterschied falls ich es nicht schicken muss? Habe ich richtig gelesen dass ich nur 6 Monate habe um die Rechnung auszustellen?

3.) Umsatzsteuer darf ich ja sowieso nicht ausweisen aufgrund von der Kleinunternehnerregelung, oder gilt es für die amerikanische Rechnung nicht und ich sollte auf der Rechnung „Reverse Charge“ anmerken? Das verstehe ich nicht ganz..

4.) Brauche ich für solch eine Rechnung in die USA nicht trotz der Kleinunternehmerregelung die UsT-Nr.? Das habe ich irgendwo gelesen dass es nötig sei.. oder reicht da die Steuernummer? Die UsT-Nr. habe ich leider nicht..

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Ausland, Steuererklärung, Steuern, Umsatzsteuer, USA, Rechnungsstellung
Ans Finanzamt gezahlte Umsatzsteuer als Betriebsausgabe nach der Wandlung in GBR?

Hallo.

Ich habe 2020 im Rahmen der Umsatzsteuer-Jahreserklärung für das Steuerjahr 2019, entsprechende Umsatzsteuer an das Finanzamt gezahlt, ich musste 2019 keine Umsatzsteuervoranmeldung machen, sondern einmal im Jahr die Umsatzsteuer-Jahreserklärung und dann die gesammelte Umsatzsteuer, auf einmal zahlen, dementsprechend habe ich diese Umsatzsteuer früher immer im darauffolgenden Jahr als Betriebsausgabe geltend gemacht, soweit normal.

Seit Anfang 2020 stammen meine Einkünfte aber ausschließlich aus einer GBR, die ich zusammen mit meinem Geschäftspartner betreibe; wir beide sind Freiberufler und taten uns zusammen, kein Gewerbe. Sprich ich wandelte meine Soloselbstständigkeit in die GBR um, wenn man das so ausdrücken kann. Davor, war ich noch im Jahre 2019 solo freiberuflich tätig, kein Gewerbe und auch umsatzsteuerpflichtig, was ich seit Anfang 2020 nur noch im Rahmen der GBR bin - nach der Mitteilung ans Finanzamt musste ich dann auch keine Umsatzsteuer mehr abführen, weil das ja alles nun über die umsatzsteuerpflichtige GBR läuft, dort machen wir ganz normal unsere Umsatzsteuervoranmeldung.

Meine Frage: Wie buche ich die 2020 an das Finanzamt gezahlte Umsatzsteuer als Betriebsausgabe in meiner Einkommensteuererklärung? In der Feststellungserklärung der GBR hat das ja nichts zu suchen.
Bucht man das einfach unter Anlage S wie früher, als ich noch solo freiberuflich war, also unter der bekannten "Selbstständigen Tätigkeit XY" und dann unter "Ans Finanzamt abgeführte Umsatzsteuer" oder ist das nun eine nachträgliche Betriebsausgabe und muss anders gebucht werden?

Finanzamt, Gbr, Steuererklärung, Steuern, Umsatzsteuer, Betriebsausgaben
Verkauf als Plattformbetreiber, Ust. berechnen, Aufteilung...?

Guten Tag,

ich habe eine Frage bzgl. der Handhabung über den Verkauf als Plattforminhaber:

Folgendes Szenario:

1. Meine User können auf meiner Plattform digitale Produkte anbieten. Bpsw. das Produkt wird für 100 EUR angeboten.-> Hierzu auch schon die erste Frage: muss dieser Betrag Netto oder Brutto sein? Ich könnte mir vorstellen, dass der User folgendes angeben muss:

a) Nettopreis (wären dann 100 EUR)

b) Ust. Prozentsatz (19%)

2. Andere User können die Produkte auf meiner Plattform kaufen

3. Als Plattforminhaber bekomme ich eine Provision (zB. 5 EUR)-> Was muss ich hier an Ust. abführen

4. Der Endkunde kauft nun also das Produkt.-> Wenn der Preis oben Brutto war, dann wird ihm ein Preis von 119 EUR (brutto) angezeigt bzw. 100 EUR netto.

Prinzipiell möchte ich als Plattforminhaber für keine Gewährleistung etc. haften.

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Folgende Aufstellung ergibt sich dadurch:

- Verkäufer erhält 100 EUR - 5 EUR (Provision) = 95 EUR

- Plattform erhält 5 EUR

- Endkunde zahlt 100 EUR

Die Frage, die mir sehr schwer fällt zu beantworten, ist wie es sich mit der UST verhält.

- Verkäufer und Plattform müssen doch auch noch einen Betrag für die MwSt dazurechnen?

- Wie verhält sich das ganze, wenn der Käufer nicht aus dem gleichen Land kommt?

Kann mir hier jemand weiterhelfen? Gerne auch nochmal anhand dem Beispiel aufgezeigt?

Vielen Dank

Steuern, Umsatzsteuer
ESt.-Erklärung, Finanzamt fordert Nachweise?

Hallo!
Ich könnte zwar zur Klärung meiner Fragen einfach beim Finanzamt anrufen, aber zuerst würde ich gerne ein paar Meinungen/Erfahrungen/Tipps einholen.
Im Rahmen meiner Einkommensteuererklärung 2020 fordert das Finanzamt Nachweise für folgendes:

1) Wie bestreite ich den Lebensunterhalt?

Ich habe mit meinem Gewerbe im Startjahr 2020 natürlich erstmal nur Verlust gemacht und in meiner Steuererklärung tauchen gar keine Einkünfte auf, da ich nur steuerfreies Einkommen habe (Bafög, Kindergeld, Unterhalt etc.).

Reicht hier als Stellungnahme eine einfache Haushaltsrechnung (Einnahmen - Ausgaben >= 0) + die entsprechenden Nachweise für Bafög?

2) "Nachweise über vereinnahmte Umsatzsteuer der gewerblichen Tätigkeit"

Ich habe 300€ vereinnahmte USt., die jedoch nicht von Verkäufen kommt, sondern von meinen Betriebsausgaben/Investitionen.
Es handelt sich um Dienstleistungen aus Drittländern, also musste ich das Reverse Charge Verfahren anwenden, die USt. berechnen und gleichzeitig die Vorsteuer ziehen.
Ich habe für 2020 insg. 108 englischsprachige, digitale Reverse-Charge-Rechnungen vorliegen. Zudem sind sie in US-Dollar ausgestellt, also unterliegt jede auch einem anderen Wechselkurs.

Möchte der Finanzbeamte von mir, dass ich alle 108 Rechnungen ausdrucke und ihm den gesamten Papierstapel schicke?

Dann würde ich ihm ja praktisch meine gesamte Buchhaltung 2020 überreichen, was wiederum einer Betriebsprüfung gleicht, von der Papierverschwendung ganz zu schweigen.
Verstehe ich da etwas falsch?

Ich würde mich sehr über ein paar Meinungen freuen, bevor ich das Finanzamt anrufe und sie mit meiner Fragerei hellhörig mache.
Eventuell können eure Tipps hier auch später anderen Menschen helfen, die in der gleichen Situation sind.
Danke!

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Und nein, ich habe keinen Steuerberater, ich möchte erstmal lernen und einen eigenen Einblick in diese Dinge haben, bevor ich es delegiere.

Einkommenssteuer, Einkommensteuererklärung, Finanzamt, Nachweis, Steuererklärung, Umsatzsteuer, Reverse-Charge-Verfahren
Auftrag aus USA - Was muss ich als Selbstständiger beachten?

Hallo zusammen,

ich bin selbstständiger Softwareentwickler und stehe nun vor einem Auftrag aus den USA. Es handelt sich dabei um eine Dienstleistung, das Entwickeln einer Website, bei der die "Lieferung" nur das Übergeben des Quellcodes darstellen wird. Da ich bis jetzt nur für deutsche Kunden gearbeitet habe, frage ich mich was ich bei diesem Auftrag bezüglich bspw. Rechnungsstellung, Steuern, Bezahlung beachten muss.

1 Rechnungsstellung

Ich habe mich online in das Thema "Rechnung für die USA" schreiben schonmal reingelesen. Stimmt es, dass bei mir das Reverse-Charge-Verfahren greift? Online finde ich leider keine genaue Angabe dazu: Manche sagen, dass es kein Reverse-Charge-Verfahren in den USA gibt und ich also an die entsprechende amerikanische Behörde selbst UmsSt zahlen muss. Wiederum andere meinen, dass einfach darauf hingewiesen werden muss, dass der Kunde selbst UmsSt zahlen muss, und fertig. Für eine verlässliche Antwort wäre ich sehr dankbar 😊. Gibt es außer der Übersetzung der Rechnung sonst noch etwas, was in meinem Fall für wichtig haltet?

2 Steuern/Gebühren

Kommen auf mich irgendwelche Gebühren oder Steuern zu, die mich ansonsten nicht beträfen? Beispielsweise ein Äquivalent für den Zoll aus dem Warenverkehr, der bei digitalen kommerziellen "Lieferungen" auf mich zutrifft?

3 Bezahlung/internationaler Zahlungsverkehr

Läuft die Bezahlung anders ab wenn der Kunde im Ausland sitzt? Also gibt es hier Gebühren, Steuern o.Ä., sodass bei mir am Ende weniger ankommt als losgeschickt wurde? Ich habe gelesen, dass einige dazu raten über PayPal bezahlt zu werden, damit keine Überweisung aus den USA (und EU-Ausland), sondern aus Luxemburg (Sitz von PayPal in EU) kommt. Würde sich dabei (abgesehen von den PayPal-Gebühren) bzgl. Steuern usw. etwas ändern?

Ich weiß, dass die Fragen teilweise wenig konkret sind. Ich finde online nur keine gute Übersicht/einen Guide wie es den für bspw. Aufträge innerhalb von Deutschland/EU gibt mit einer Übersicht über Risiken und Fallen, die man im Hinterkopf haben muss. Deswegen bin ich etwas unsicher, dass ich nicht etwas übersehe und wäre wirklich sehr dankbar, wenn sich jemand auskennt 🙏🏻.

Beste Grüße

zunkelty

Ausland, Recht, Steuern, Umsatzsteuer, USA
Fördergeld - Umsatzsteuer?

Hallo,

ich bin als freiberufliche Musikerin tätig. Dieses Jahr bekam ich mit anderen Musikern die Förderungen von Stiftungen für unser Projekt. Das Fördergeld von einer Stiftung bekam ich auf meinem Privatkonto(wegen paar Probleme mit der Gründung von GbR könnten wir noch kein gemeinsames Konto eröffnen) und von einer anderen Stiftung auf einem Konto von anderen Musiker.

Nun frage ich mich, ob es steuerpflichtig und auch umsatzsteuerpflichtig ist? Wir organisieren Konzerte und wir werden noch Tickets verkaufen, damit wir unser Projekt ohne Schuld ausführen können (also, z.B. wir planten: 100 Euro Ausgabe für unser Projekt, davon 80 Euro Fördergeld + 20 Euro Tickets = 0 Euro Gewinn für das Projekt). Ich bin mir nicht sicher, ob es trotzdem als eine Gegenleistung gültig ist?

Jeder Musiker bekommt ein Honorar, das wahrscheinlich jeder für sich bei der Einkommenserklärung angeben soll.

Wie muss ich aber das gesamte Fördergeld bei der Steuererklärung angeben? oder braucht man überhaupt nicht zu besteuern? Wenn mein Umsatz (inkl. Fördergeld) 22.000 Euro überschritten wird, soll ich doch im nächsten Jahr Umsatzsteuer bezahlen und nicht mehr als Kleinunternehmer tätig sein? Es ist aber kein Gewinn von mir....

Ich frage schon hin und her bei Finanzamt und Steuerberater, aber eine konkrete Antwort habe ich immer noch nicht. Wenn Sie schon eine Erfahrung damit haben, wenn Sie helfen können, wäre es sehr dankbar!

Bleiben Sie gesund!

Steuern, Umsatzsteuer
Vorsteuer ziehen ja oder nein (Liebhaberei etc)?

Guten Tag! Bitte um Ratschläge. (Frage ist ganz unten)
Meine Situation zusammengefasst mit allen wichtigen Details, um Nachfragen zu ersparen:

1) Ausgangssituation:
- "Geschäftsmodell": Ich versuche einen Youtube-Kanal aufzubauen, um
dann mit den Werbeeinahmen und Affiliate Marketing meinen Lebensunterhalt
bestreiten zu können. Dabei bezahle ich Freelancer, die mir die Videos
produzieren. Ich habe eine absolute Gewinnerziehlungsabsicht, ich mache das
nicht aus Spaß (Hobby, Liebhaberei, etc).
- Ich bin Student, meinen Lebensunterhalt bestreite ich währenddessen mit
Ersparnissen, Bafög und Unterhalt.

- Gewerbe angemeldet seit Mai 2020 (Einzelunternehmen mit monatlicher Ust-VA)
- Freelancer sind im Ausland, Rechnungen sind Reverse-Charge, daher hatte ich
bisher noch nie einen Vorsteuer-Überschuss (USt. - Vorsteuer = 0)
- Umsatz ist noch nicht in Sicht, da man bei YouTube erst ein Abonnenten-Limit
erreichen muss, bevor es Werbeeinahmen gibt.

2) Anlass der Frage:
Ich möchte mir für ca. 1300€ inkl. USt. einen leistungsstarken Laptop anschaffen, um selber Videos produzieren zu können (Freelancer werden langsam zu teuer).
Den Laptop werde ich nur für das Gewerbe benutzen, da ich noch meinen alten Laptop behalten werde (für Privatgebrauch).

3) Frage:
Sollte ich mir die Vorsteuer von ca. 250€ vom Finanzamt erstatten lassen oder wäre es besser, das nicht zu tun, damit das FA nicht aufmerksam wird und Anlass für eine Steuerprüfung oder Liebhaberei-Unterstellung sieht?


PS: Bitte um Verzeihung, falls das eine dumme Frage ist. Ich habe leider keinerlei Erfahrung und weiß auch nicht, ob 250€ Vorsteuer viel ist oder nur peanuts.

Vielen Dank :)

Vorsteuer ziehen 100%
Vorsteuer nicht ziehen 0%
Finanzamt, Umsatzsteuer, Vorsteuer
Wie melde ich Einkünften über Freelancer Plattform "Upwork" bei der USt VA an?

Hallo Zusammen!

Ich arbeite nun seit ca. einem Jahr über die Freelancing Website "Upwork" und bin bis jetzt auch gut zurecht gekommen mit den Umsatzsteuervoranmeldungen, nun kamen aber einige Fragen bei mir auf:

  1. Wie verhält sich die Umsatzsteuerabrechnung bei erbrachter Dienstleistung an ein Deutsches Unternehmen, wenn die Umsatzsteuer nicht auf der Rechnung ausgewiesen ist? (Ich bin selbst als Freiberufler angemeldet, die Kleinunternehmer-Regelung nehme ich nicht in Anspruch)
  2. Muss ich die Umsatzsteuer sozusagen von meinem Gewinn abziehen, obwohl mein Kunde in Deutschland (Unternehmen) auch keine Umsatzsteuer zahlen musste, sondern nur meine Digitale Dienstleistung bezahlt hat?
  3. Bei Kunden aus einem EU-Land habe ich bis jetzt immer das Reverse-Charge-Verfahren geltend gemacht, d.h. keine Steuer in Deutschland abgeführt und eine Zusammenfassende Meldung mit der USt VA jeden Monat abgegeben. Upwork stellt jedoch die Rechnung an den Kunden für mich aus (kann ich leider nicht beeinflussen) und vermerkt dabei nicht das Reverse-Charge-Verfahren und manchmal auch nicht die Umsatzsteuer-ID meines Kunden (die habe ich meist durch Nachfrage vom Kunden selbst erhalten, ist aber dennoch nicht auf der Rechnung notiert). Kann ich das trotzdem als Reverse-Charge geltend machen oder muss ich theoretisch meine eigene Rechnungen ausschreiben, bei denen alle nötigen Infos (USt. ID + Reverse-Charge Vermerk) enthalten sind?
  4. Das gleiche bei Kunden im Drittland z.B. USA und Russland. Die Rechnungen sind nicht vollständig, aber ich habe es als Einkunft aus einem Drittland geltend gemacht und somit steuerbefreit abgerechnet, solange ich mich vergewissert habe, dass es KEINE Private Person sondern ein Unternehmen ist. Muss ich jetzt noch extra Rechnungen verfassen, die alle Infos enthalten, oder reichen die "unvollständigen" Rechnungen, die Upwork erstellt?

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand Licht ins Dunkle bringen würde!

Beste Grüße

Sonja

Freelancer, Umsatzsteuer

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