Bauträgeraufschlag - auch steuerlich begründet?

Hallo,

als Bauherr versuche ich gerade folgenden Fall zu verstehen.

Hintergrund: ich habe von der Firma I eine schlüsselfertige DHH gekauft (Koppelgeschäft Grundstück und Haus, dh eigentlich umsatzsteuerfrei). Dem Kaufvertrag liegt eine detaillierte Bauleistungsbeschreibung bei und wie es vermutlich oft der Fall ist, stelle ich nun fest, dass ich zusätzliche Ausstattung wünsche.

Streitpunkt hierbei ist nun, dass der Bauträger Zusatzleistungen, die ich mit dem Elektriker vorbesprochen habe, mir mit einem Aufschlag von ca. 40% anbietet (gegenüber Brutto Handwerker-Preis!). Begründet wird dieser Aufschlag damit, dass der Bauträger ja zunächst die Mwst. gemäß §13b UStG zahlen muss und zudem Umsatzsteuer auf den Weiterverkauf der Leistung des Elektrikers anfallen.

Nun hätte ich gerne folgende Fragen geklärt:

·        Gibt es klare Regelungen, wie ein Bauträger Zusatzextras, die im Zuge der Hauserstellung von vornherein vor Übergabe eingebaut werden, nicht aber Bestandteil der vertraglichen Grundausstattung sind, zu verrechnen hat?

·        Handelt es sich hierbei um einen Zusatzposten, der gleichfalls umsatzsteuerfrei ist (wie der Verkauf des Koppelgeschäfts aus Grundstück und Haus) und bei der späteren Nachkalkulation des Hauskaufs dann allenfalls noch der Grunderwerbssteuer (durch mich!) unterliegt?

·        Falls nicht umsatzsteuerfrei: was wäre im oben beschrieben Fall der sinnvollste Weg?

·        Nach welchen Regularien wird überhaupt entschieden, ob ein Umsatz des Bauträgers steuerpflichtig oder steuerfrei ist?

Danke und Grüße

Steuerrecht, Umsatzsteuer, Bauträger
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Welchen Wert trage ich bei UST ein (wenn ich auch eine EKST mit EÜR gemacht habe)?

Liebe Community!

Ich bin Kleinunternehmerin (nach § 19 Abs. 1 UStG) und habe aber auch einen Vollzeit-Job als Angestellte.

Als Kleinunternehmerin habe ich bspw. 1700 Euro eingenommen.

In der EÜR zur EKST-Erklärung habe ich diese als Betriebseinnahmen angegeben und eine Betriebsausgabenpauschale von 614 Euro gegengerechnet.

Die Differenz von 1086 Euro ("Steuerpflichtiger Gewinn") habe ich in der EKST-Erklärung in der Anlage S als "Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit" eingetragen.

Jetzt möchte das Finanzamt eine UST-Erklärung und ich weiß nicht, wo/wie ich die Daten dort eintragen soll (mal davon abgesehen, dass ich auch nicht dahintersteige, wozu die UST-Erklärung notwendig ist :-/ )?

Ich habe in der UST-Erklärung jetzt erstmal bei "Umsatz im Kalenderjahr 2017" die 1700 Euro eingetragen. Oder muss ich es bei "Umsatz zu anderen Steuersätzen" eintragen? (Wegen § 19 Abs. 1 UStG?)

In der Summe "Noch an die Finanzkasse zu entrichten" steht jedenfalls 0,00 Euro. Ist es damit dann erledigt, weil da halt 0,00 steht, weil ich als Kleinunternehmerin halt nichts weiter abgeben muss?

Aber was ist mit der Betriebsausgabenpauschale von 614 Euro?

Oder muss ich statt der 1700 Euro bei der UST-Erklärung den "bereinigten" Betrag von 1086 Euro eintragen?

Ich freue mich über eure Hilfe!!! Ich hoffe, ich habe es verständlich aufgeschrieben :-)

Danke und liebe Grüße

Jay

Einnahmen-Überschuss-Rechnung, Umsatzsteuer
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Kann ein einheitliches Wirtschaftguts in mit-Vorsteuerabzug / ohne-Vorsteuerabzug aufgeteilt werden im Hinblick auf eine spätere Privatentnahme?

Nur für einen Anteil der AHK eines einheitlichen Wirtschaftguts kann Vorsteuer geltend gemacht werden.

Lässt sich mit geigneter Dokumenation in der Buchhaltung erreichen, dass bei einer späteren Privatentnahme nur dieser Anteil auch der Umsatzsteuer unterliegt?

Folgender Sachverhalt:

Die AHK eines neuen PKWs, der im Betriebsvermögen gehalten werden soll, bestehen aus (1) dem Zahlbetrag an den Händler und der (2) der Verschrottung eines Privatfahrzeugs. Die Verschrottung der Privatfahrzeugs erfolgt, weil der KFZ-Hersteller über den Händler eine Prämie gewährt, die vom Kaufbetrag des Neuwagens zusätzlich zu sonstigen Rabatten abgezogen wird.

Vorsteuer kann also nur aus (1) geltend gemacht werden.

Der Wert des Fahrzeugs (für AfA) besteht aber aus Nettobetrag aus (1) sowie der "Privateinlage" (2).

Wenn ich nun den Wagen nach einigen Jahren entnehme, würde ich gerne nur auf den Anteil, für den ich Vorsteuer bekommen habe Umsatzsteuer zahlen müssen.

D. h. Verkaufspreis * 19% * (Nettobetrag aus (1) / (Nettobetrag aus (1) + (2)).

Läst sich das (gesetzeskonform) erreichen, wenn z.B. bei Anschaffung das Verhältnis von Nettobetrag aus (1) zu (2) dokumentiert wird (z. separate Abschreibungspläne für die eiden "Komponenten"). Ist es ggf. möglich und nützlich, das KFZ umsatzsteuerlich von Anfang an nur anteilig dem Betrieb zuzurechnen?

eÜr, Umsatzsteuer, Betriebsvermögen, Firmenwagen, Vorsteuer, Firmenfahrzeug, PKW-Verkauf
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Abbuchung vom FA bei versäumter Umsatzsteuer-VA ohne Ankündigung?

Hallo zusammen! Ich habe folgendes Problem. Ich mache für meine Einzelunternehmung im Nebenerwerb eine mtl. Ust.-VA. Dies habe ich auch ein Jahr lang immer pünktlich erledigt. Jetzt musste ich im letzten halben Jahr aus beruflichen und privaten Gründen 3x umziehen. Dadurch kam auch mein Nebengewerbe total zum Erliegen. Wie dem so ist, habe ich in dem ganzen Trubel um die Umzüge und den neuen Job die letzten 3 Monat vergessen die VAs zu machen, hatte aber ja auch keine Umsätze und nicht permanent Internet zur Verfügung. Jetzt sehe ich auf einmal auf meinem Kontoauszug, dass mir das FA einfach einen illusorisch hohen Betrag als mtl. Vorauszahlung abgebucht hat.

Klar ist es meine Schuld, da ich die VAs trotz mangelnder Umsätze versäumt habe.

Aber darf das FA sich dann einfach ohne Mahnung, Rückfrage oder Ankündigung, mit einer beliebigen Summe X an meinem Konto bedienen?

Da die Summe für mich nicht einfach zu verkraften ist, würde ich diese Abbuchung gerne rückgängig machen.

Wie soll ich mich verhalten? 

Einfach die Lastschrift zurück gehen lassen und das SEPA-Mandat entziehen?

Klar werde ich die versäumten Meldungen für die Monate ohne Umsatz schnellstmöglich nachholen.

Würde ich diese viel zu hoch geschätzen VAs im Rahmen der jährlichen zusammenfassenden Meldung nochmal erstattet bekommen oder kann ich mir abschminken von dem abgebuchten Betrag nochmal etwas zu sehen?

Vielen Dank vorab für Eure Einschätzung!

Umsatzsteuer, umzug
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Kleinunternehmer wechselt in Festanstellung innerhalb des Jahres. Gewerbe abmelden o. bis Ende des Jahres als Nebenberufliches Gewerbe weiter laufen lassen?

Ich bin Hauptberuflich Selbständig seit September 2016. Ich habe von der Kleinunternehmer Regelung gebrauch gemacht. 2016 weniger als 17,5K € Umsatz erwirtschaftet. Soweit so gut.

Jetzt nach über einem Jahr, zum 01.11.2017 begebe ich wieder in eine Festanstellung.

Nun bin ich mir unsicher ob ich das Gewerbe komplett abmelden soll oder es lieber als Nebenberufliches Gewerbe weiter laufen lassen soll.

So wie ich es verstanden habe, darf ich im folge Jahr als Kleinunternehmer maximal 50K€ Umsatz und 8,5K€ Gewinn erzielen um weiterhin Kleingewerbetreibender zu sein.

Die 50K habe ich bis zum 30.10 nicht überschritten aber in 10 Monaten fast die 8,5K Gewinn. Jetzt die Angst:

Ich habe auf keiner Rechnung als die Umsatzsteuer ausgeschrieben,

( da Kleingewerbetreibender)

und ich mag auf keinen Fall rückwirkend an alle Firmen eine erneute Rechnung für die Umsatzsteuer stellen müssen.

Ist es also clever die letzten 2 Monate des Jahres, das Gewerbe als Nebenberuf aufrecht zu erhalten um dann auf das Jahr gerechnet weniger Einnahmen zu haben?!

Die letzten 2 Monate würde ich ja sowieso kürzer treten und somit auf das komplette Jahr gesehen auch weniger erwirtschaften.

Werden dann meine Einkünfte aus dem Anstellungsverhältnis mit angerechnet?

Für meinen neue Arbeitgeber wäre ein Nebenberufliches Gewerbe in Ordnung.

Auf die geringfügigen Einnahmen innerhalb der etwaigen Nebenberuflichen Tätigkeit kann ich verzichten. Ich mag nur ungern rückwirkend alle Rechnungen erneut schreiben müssen. Ich weiß einfach nicht wie es berechnet wird?

Errechnen die den Durschnitt auf das Jahr aus den 10 Monaten die ich Selbständig war? Ist es deshalb schlau, 2 Monate mit 0€ Umsatz zu haben um das dann auszugleichen? Oder werden die Einahmen aus dem Anstellungsverhältnis dazu gerechnet? Abmelden oder bis Ende des Jahres weiter laufen lassen.

Vielen, vielen Dank für eure Hilfe.

Existenzgründer, Umsatzsteuer
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Umsatzsteuer-Nachschau "stillgelegtes" Kleingewerbe?

Hallo,

Ich habe heute einen Brief vom Finanzamt erhalten zur Durchführung einer Umsatz-Steuernachschau. Bevor ich zum Problem komme, kurz zu meiner Situation:

also aus einer Schnapsidee heraus wurde ein Gewerbe Anfang des Jahres gegründet (Einzelunternehmen). Anschließend wurden Handyhüllen und Schutzglas für rund 200€ gekauft, doch ich hab nie welche wirklich verkauft und es auch nie versucht .. (glaub 1 an einem Freund), der Rest liegt hier eigentlich rum. Dachte auch eigentlich wäre das nicht sooo schlimm bei einem Kleingewerbetreibende (Ist es doch ..?) Das ist auch das kleinere Problem.

Das eigentliche Problem war die Ummeldung Mitte des Jahres zum Einzelhandel. Die Idee: Gastronomen beliefern. Also was war zutun? Ich bin zur Metro mehrmals um Preise auszuhandeln etc. Nach mehrmaligen fahren habe ich irgendwann angefangen auch mal privat einzukaufen oder eben auch für einen Bekannten Selbständigen, da er selber keine Metrokarte hatte, habe ich ich glaub 4-5 mal unteranderem für ihn dort eingekauft. (Ob er das anschließend gemeldet hat, weiß ich nicht.., möchte ihm jetzt aber nicht iwie zulasten fallen)zumindest die Rechnung hab ich Ihm mitgegeben. Irgendwann letzen Monat dann habe ich die Preise für Waren die ich verkaufen wollte erhalten, das heißt ich hätte mein Buisness jetzt starten können (es ist zum scheitern verurteilt und war eine Zeitverschwendung). Letztendlich habe ich mich schnell auf eine Ausbildung beworben und bin glücklicherweise jetzt Azubi, doch das Gewerbe ist noch offen. Ich bin von ausgegangen, dass das nicht weiter schlimm wäre, da ich keine Umsätze erzielt habe. Durch die ganzen "privaten" Einkäufe komme ich auf eine Summe zwischen 4000 - 5000 Euro wovon ich 90% nichtmal für mich gekauft hatte .. Was genau passiert jetzt mit mir? Und was kann ich tun? Wie verhalte ich mich richtig? Und Vorallem wie komme ich da raus? Ich weiß mir gerade echt nicht zu helfen.. Es tut mir leid, wenn das alles hier unverständlich ausgedrückt ist und ich bedanke mich an alle die das durchgelesen haben.

P.s.: Eine Nummer für den Rückruf ist hinterlegt worden, da ich nicht zuhause war

Einzelhandel, Finanzamt, Handel, Kleingewerbe, selbständig, Umsatzsteuer, Großhandel, Prüfung
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Betriebskostenpauschale und Umsatzsteuer bei Journalisten?

Für Journalisten (und andere freie Berufe) gibt es ja bekanntlich die Betriebskostenpauschale von bis 2.455 €, die dann aber auch die ans Finanzamt abgeführte Umsatzsteuer umfassst - so entspricht es dem Begriff Betriebsausgaben, so kann man es hier im Forum lesen, so haben eben aber auch immer wieder die Finanzämter entschieden. Soweit so klar.

In der Praxis scheint das jedoch keinerlei Niederschlag zu finden: Alle Branchenfreunde, die ich bisher befragen konnte, gehen im Wesentlichen so vor, in der EÜR neben der Betriebskostenpauschale einfach auch noch die abgeführte Umsatzsteuer angeben und fertig. Und von den Finanzämtern kommt, trotz beispielsweise meiner alljährlichen expliziten Erwähnung im Anschreiben, keinerlei Widerspruch. Schön für alle, die dadurch ganz bequem ohne Abrechnung noch mal 2.455 € zusätzliche Ausgaben einbringen können - bis es das Finanzamt dann eben doch mal bemängelt und man halt auch anfängt mit der Zettelwirtschaft.

Es scheint also bei diesem Thema auf allen Seiten ein ordentliches Maß an Unwissen zu herrschen, was auch noch dadurch verstärkt wird, dass selbst auf den einschlägigen, oft auch seriöseren Selbstständigen-Webseiten der Sachverhalt keinerlei Erwähnung findet. Da heißt es dann meist, die Betriebskostenpauschale sei ein tolles Steuersparmodell, was in Rechenmodellen bei einem zugrunde gelegten Einkommen von 30.000 € beispielsweise mit dem Verhältnis von 370 € realen Ausgaben zu 2.455€ Pauschale begründet wird.

Das ist jedoch Blödsinn, klar, denn real müsste in diesem Beispiel ja noch 7 % Umsatzsteuer (bei Journalisten) in Höhe von rund 2.000 € hinzugerechnet werden, und dann ist die Pauschale ja schon bei Kauf eines neuen Laserdruckers hinfällig. Und wer hin und wieder auch mal etwas mit 19% Umsatzsteuer abrechnet, bei dem geht es natürlich noch viel schneller.

Vor diesem Hintergrund frage ich mich zweierlei:

  1. Warum wird selbst auf Steuerfachportalen nicht deutlich darauf hingewiesen, dass die Betriebskostenpauschale bei Umsatzsteuerzahlern mit normalem Einnahmen eigentlich kaum Sinn macht? Liegen die Ämter vielleicht doch falsch?
  2. Und damit dann natürlich verbunden, gibt es irgendwo ein abschließendes Urteil oder eine Anweisung oder was auch immer, die das ein für alle mal klärt, anstatt nur zu Interpretieren.


Den seltsam bleibt es am Ende schon, schließlich sollen Betriebskostenpauschalen ja der Vereinfachung dienen, aber wenn sie dann in der Praxis eben doch bei einem ansatzweise normalen Einkommen nicht mehr sinnvoll anzuwenden sind, was soll dass dann überhaupt? In Zukunft werden sich nämlich sowohl ich als auch die für mich zuständigen Steuerbeamten durch einen hübschen Zettelhaufen wühlen, bei dem am Ende ungefähr die selben Beträge rauskommen - ein Hoch auf die Volkswirtschaft, kann man da wohl nur noch sagen.

Freiberufler, Steuererklärung, Steuern, Umsatzsteuer, Betriebskostenpauschale
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