Steuerklasse 6 statt Steuerklasse 1?

Hallo zusammen,

ich habe mich nun bereits durch sämtliche Beiträge geklickt, die das Thema beschäftigen, aber ich bin iommer noch in dem Teufelskreis zwischen Finanzamt und Arbeitgeber. Jeder schiebt dem anderen die Möglichekit der Problemlösung zu.

Es geht um folgende Situation:

Ich bin nach meinem Praktikum bei dem Unternehmen Müller Krause ins Auslandssemester gegangen und habe jetzt seit September wieder im Unternehmen Müller Krause als Werkstudent angefangen und seit meinem Praktikum auch keinen Arbeitgeber mehr gehabt.
Nun habe ich beim Beginn Steuerklasse 1 angegeben, allerdings werde ich auf einmal auf Steuerklasse 6 seit Oktober abgerechnet. Nun war ich beim Finanzamt und sehe, dass ich beim Unternehmen Müller Krause alleine angestellt bin. Dieses sich aber als Nebenarbeitgeber eignetragen hat.
Mein Unternehmen sagt nun nächsten Tag, dass es einen Beleg vom Finanzamt braucht.

Kann das UN nicht einfach mich neu als Hauptarbeitgeber anmelden?
Denn aktuell bin ich natürlich auf Steuerklasse 6, da mein Arbeitgeber sich als Nebenarbeitgeber eingetragen hat. - fälschlicherweise (denke ich!)

Wie kann es sein, dass ein UN es trotzdem falsch anmeldet oder es sich falsche Informationen zieht?
Wie sind die Abläufe für ein UN?

Kann mir hier jemand helfen?

Ich möchte nicht weiter über Steurklasse 6 abgerechnet werden, aber das UN handelt nicht.

Tausend Dank für jede Hilfe!

Maggi

Steuerklasse, Steuerklassenwechsel
2 Antworten
Steuerklasse selbständiger Ehemann?

Hallo zusammen. Ich bin Beamtin und mit einem Selbständigen verheiratet. Wir wohnen nicht zusammen, da jeder ein Haus hat. Ich pflegebedürftige Eltern in meinem und er dort seinen Malerbetrieb. Unsere Ehe ist kritisch und wir haben uns zuletzt als getrennt lebend gemeldet. Somit werde ich ungünstig versteuert. Nun sind wir seit 4 Monaten wieder vereint , zusammen, machen Zukunftspläne und eine Ehetherapie. Geld ist immer wieder ein Streitthema. Ich möchte wieder in die Steuerklasse 3 wechseln. Dann habe ich netto rd. 400 Euro mehr. Natürlich kommt dann am Jahresende eine Nachzahlung für mich. Diese würde mit seiner evtl. Rückerstattung vom Finanzamt verrechnet. Zuletzt war das beimsteuerklasse 3 bei mir so, dass er vom Finanzamt 10.000 Euro zurück erstattet bekommen hat (hohe Vorausleistungen gezahltk und ich 3.000 nachzahlen musste. Er hat sich dann geweigert, das verrechnen zu lassen und meine Nachzahlung an das Finanzamt somit zu übernehmen. Zoff. Auf dem Papier verdienen wir einmal ungefähr gleich, dann er zb offiziell 10.000 Euro mehr als ich. Natürlich hat er inoffiziell wesentlich mehr (Mieteinnahmen und Vermögen hat er auch noch) und steht sich finanziell sehr viel besser.

Ich zahle noch ca 6 Jahre mein Haus mit mtl. 1200 Euro ab. Da isses halt öfter knapp. Wir haben einen Ehevertrag, der besagt, dass ich weder etwas erbe , noch Anrecht auf Unterhalt etc. habe. Ich würde lediglich eine Lebensversicherung von 50.000 Euro bekommen (da zahlt er mtl. 30;00 Euro ein) falls er vor mir stirbt. Er hingegen würde Witwer Pension von mir bekommen von mtl. Ca. 1.400 Euro, da er lediglich 600 Euro Rente bekommen wird aufgrund geringer Einzahlungen.

Ich frage mich, ob ich ohne seine Zustimmung in die 3 gehen könnte und er dann rechtlich verpflichtet wäre, meine Nachzahlung dann trotz getrennter Veranlagung zu übernehmen. Rechtlich gesehen denke ich, dass er im Rahmen einer gemeinsamen Steuerpflicht dazu verpflichtet ist. Und wenn er das nicht tut, kann ich Schadensersatz in Höhe meiner Nachzahlung von ihm fordern. Ähnlich sieht’s auch das Finanzamt . Die konkrete Rechtsgrundlage dazu hab ich nicht. Dazu gibt es wohl Einzelurteile. Natürlich will ich nicht einfach ohne Zustimmung in die 3 gehen. Aber ich brauche eine „Verhandlungsbasis“ ihm gegenüber, wozu er in dem Fall verpflichtet wäre.

Dass er null Verständnis hat, dass ich mich um meine Eltern im Alter kümmere und nicht einfach zu ihm ziehe und sie ins Heim stecke, kommt noch dazu. Würde ich zu ihm ziehen, wenn meine Eltern nicht mehr leben und ich mein Haus verkaufen würde, würde er mir in seinem Haus keinerlei Rechte einräumen. Aber erwarten, dass ich weiter arbeite, putze, koche, wasche und noch zusätzlich seinen Bürokram mache und später dann meine gute Pension mit 2.400 Euro zu seiner geringen Rente von 600 Euro plus seiner Mieteinnahmen von 700 Euro einbringe.

Ich wäre sehr dankbar für etwas Hilfe und Unterstützung und auch Statements zu der gesamt Situation.

Selbstständigkeit, Steuerklasse
4 Antworten
Steuerklasse: Arbeiten für rumänische Firma, Wohnsitz in Deutschland?

Hallo,

meine Frau und ich sind aus Rumänien in Deutschland eingewandert. Ich habe eine Stelle bei einer deutschen Firma bekommen und meine Frau wird weiterhin Home Office für die rumänische Firma wo sie angestellt ist arbeiten.

Unser Plan ist vorläufig in Deutschand so lange wie möglich zu bleiben und wollten wissen wie wir am besten da vorgehen können.

 Meine Fragen nun:

  1. Kann ich die Steuerklasse 3 beantragen? Mein Jahresgehalt beträgt ca. 70.000 EUR. Meine Frau wird ca. 1100 EUR brutto monatlich von der Frima aus Rumänien verdienen. Das wären ca. 13.000 EUR brutto im Jahr.
  2. Wäre es vielleicht sinnfoller, dass sich meine Frau Selbstständig macht? So könnte sie z.B. Steuern, Krankenkasse usw. in Deutschland zahlen und später dann vielleicht alle Dienstleistungen in Deutschland in Anspruch nehmen können, oder?
  3. Vielleicht hat jemand auch diese Info: Gibt es irgendwie die Möglichkeit, dass sich meine Frau auch hier mitversichern kann? Wir planen Nachwuchs und wollte wissen ob sie sich z.B. in Deutschland mit der rumänischen Krankenversicherung untersuchen lassen kann? Ich bin gesetzlich versichert und soviel ich das verstanden habe, kann ich meine Frau nur dann auf meiner Versicherung nachtragen lassen, wenn sie nicht arbeitet oder wenn sie unter 450 EUR monatlich verdient.

Vielen Dank im Voraus für die Antworten.

 

Krankenversicherung, selbstständig, Steuerklasse, Steuern
2 Antworten
Frage bezüglich einer unregelmäßigen freiberuflichen Tätigkeit?

Hallo,

meine Freundin ist Studentin und war seit Anfang dieses Jahres in geringem Umfang freiberuflich (Künstlerin) tätig. Sie hat insgesamt 1300 Euro an Gewinn erzielt. Da ihr Einkommen jedoch unter dem Grundfreibetrag von 9.168 Euro (2019) liegt, sollte sie nicht (als momentan Ledige) steuerpflichtig sein.

Wir haben allerdings vor, dieses Jahr noch zu heiraten und wollen die Steuerklassen 3 (für mich) und 5 (für sie) wählen. Da ich jedoch fest angestellt bin und somit unser gemeinsames Einkommen höher als 18.336,00 € (Grundfreibetrag für Ehepaare bei gemeinsamer Veranlagung zur Einkommensteuer) betragen wird, würde ich gerne erfahren, wie wir nach dem Steuerklassenwechsel verfahren sollten. Ist es dann möglich, bei der gemensamen Steuererklärung nächstes Jahr einfach ihre freiberuflichen Tätigkeiten miteinzugeben, ohne sie vorher als Freiberufliche beim Finanzamt eintragen zu lassen? Ihr Einkommen ist sehr unregelmäßig. Sie weiß nicht mal, ob sie auch nächstes Jahr freiberufliche Aufträge kriegen wird.

Außerdem hat sie bezüglich ihrer freiberuflichen Tätigkeit eine Rechnung und einen freien Dienstvertrag ausfüllen müssen. In diesen hat sie keine Steuernummer eingeben können, weil sie keine hatte. In diesen steht jedoch der auszuzahlende Betrag, ihr Name, ihr Geburtsdatum, die Adresse und die Bankdaten drin. Auf diesen Papieren steht, dass der Auftraggeber eine Kontrollmitteilung ans Finanzamt machen wird und es sich dabei um eine selbstständige Tätigkeit handelt. Ist dies überhaupt rechtsgültig, wenn sie keine Steuernummer eingegeben hat? Wird so etwas vom Finanzamt berücksichtigt?

Ich frage, weil ich grundsätzlich keine Ahnung habe und bis jetzt nie eine Steuererklärung abgeben musste. Bitte entschuldigt mein Unwissen.

Vielen Dank.

Steuerberater, Steuererklärung, Steuerklasse, Steuerrecht
1 Antwort
Minijob + HiWi unter 400€ und wurde auf Steuerklasse 6 abgerechnet?

Liebe Leute,

es geschieht leider das Gegenteil von was ich verstanden habe, deswegen muss ich euch nochmal genau fragen. Vielleicht kennt sich jemand aus.

Also: ich bin Studentin und habe schon seit 3 Jahre in derselben Firma außerhalb der Uni ein 450€-Job mit Pauschalsteuerung ausgeübt. Bis zum vor einem Monat war das meine einzige Arbeit, d.h. ich bekomme immer mein volles Geld ausgezahlt.

Nun seit einem Monat arbeite ich als HiWi in der Uni, bekomme 9,90/Std und muss monatlich 40 Stunden leisten, dann komme ich monatlich knapp unter 400€. Meine Vorstellung war, von was ich gegoogelt und verschiedene Leute gefragt hab, dass es eigentlich gehen sollte, wenn eine davon auf Steuerklasse 1 und das andere auf Minijob-Basis versteuern lassen. Am Anfang Dezember habe ich meinen ersten Lohn von der HiWi-Job bekommen und es wurde eine gute 80€ abgezogen, habe nur 312€ überwiesen bekommen. Der Lohn von dem 1.Minijob hat sich nichts verändert. Per Telefon hat die Finanzamt-Dame, die mein Lohn verarbeitet hat, so erklärt, dass der HiWi-Job auf Steuerklasse 6 eingeordnet ist, weil mit dem anderen Job komme ich INSGESAMT über 450€. Es sei denn regele ich so, dass ich INSGESAMT monatlich nicht über 450 komme, eine wird automatisch auf Steuerklasse 6 eingeordnet, obwohl diese nur unter 400€ ist.

Nun meine Fragen:

1. Wieso klappt es nicht mit dem HiWi-Job, dass ich den auf Minijob einordne, damit es steuerfrei ist?

2. Wenn ich wie am Anfang lasse, dass der HiWi-Job auf Steuerklasse 6 versteuert wird, und ich nächstes Jahr einen Lohnsteuerausgleich mache, bekomme ich den Steuer erstattet und lohnt sich die Aufwand überhaupt? Nicht dass ich am Ende stattdessen nachzahlen muss?

3. Ich habe aber vor kurzem diesen Forum gefunden und viele Beiträge gelesen. Mein Verständnis daraus ist: bei der Hiwi-Job ist fast unmöglich, pauschal versteuert zu lassen, deswegen ordnet man auf Steuerklasse 1 ein und das andere pauschal versteuerte Minijob als Minijob. Aber mein Minijob war ja schon pauschal versteuert und mein Hiwi-Job wird trotzdem auf Steuerklasse 6? Ich habe aber den Minijob am Anfang als Hauptarbeitgeber angegeben wegen der Vorstellung, da wo ich mehr verdiene ordne ich als Hauptarbeit und auf Steuerklasse 1 ein. Wie soll ich jetzt das machen? Ist es sicher, wenn ich die Angabe umtauschen, dass mein Minijob dann unversteuert bleibt und mein Hiwi-Job als Hauptarbeit auf Steuerklasse 1 bzw. praktisch nichts versteuert wird?

Steuerklasse, Lohnsteuerjahresausgleich
3 Antworten

Meistgelesene Fragen zum Thema Steuerklasse