Einkommenssteuer Pfändung?

Moin meine Lieben... Sorry das ich dies hier so schreibe. Weiß nicht wie ich eine Alte Frage wieder hoch bringen kann.

So nun ist es relativ aktuell. Nochmal kurz die Sachlage. Mein Mann geht voll arbeiten und hat auch alle Ausgaben getragen. Ich bin seit ein paar Jahren Gesundheitlich Zuhause. 2013 erhielt ich Lohn und Krankengeld. Lohn nur 3 Monate rest Krankengeld. 2014 Krankengeld und Übergangsgeld der DRV 2015 Arbeitslosengeld 2016 Nix... da mein Mann über dem satz liegt. Aus allen Leistungen raus. Nun mussten wir eine Steuererklärung machen für die oben genannten Jahre. Dies wurde über einen Steuerberater gemacht. Der schickte uns nun seine Berechnung was wir als gemeinsam Veranlagt bekommen würden voraussichtlich. (Vergaß beim Steuerberater zu fragen) Die Betitelung und Kontopfändung läuft ganz allein auf meinen Namen auch auf mein eigenes Konto. Die Steuerrückerstattung soll auf das Konto meines Mannes gehen. Dieser ist mir auch unterhaltspflichtig. Nun viel mir heute mit mega schreck ein die Pfändung. WAS passiert denn nun? Kann bzw wird das ganze Geld nun gepfändet auch zu Lasten meines Mannes? Wenn nicht, wie würde es berechnet werden? Ich habe so null Plan. Und bin am Ende. Denn mein Mann hat mich echt die Jahre aufgefangen und mal ein kleiner Lichtblick für Ihn und nun das. Kann mir jemand genaue Auskunft geben? Vielen Dank im voraus.

Maya

Hier der Link über die Anfangs Frage. Aktuelle Sachlage ist oben geschildert..Dankeschön. https://www.finanzfrage.net/frage/einkommenssteuer-pfaendbar-bei-ehepaar-und-nur-ein-schuldner?foundIn=user-profile-question-listing

einkommensteuer, Pfändung, Steuern
1 Antwort
Steuerfreie Erstattungen als Dienstreisender höher als ausgewiesen. Wie in Elster eingeben?

Hallo,

mein "Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheiningung" weist in Zeile 20 "Steuerfreie Verpflegungszuschüsse bei Auswärtstätigkeit" aus.

Mein Arbeitgeber erstattet die üblichen Verpflegungsmehraufwendungen i.H.v. 12/24€ gemäß gesetzlicher Regelung. Zusätzlich werden diese auch dann gezahlt, wenn der Aufenthalt bzw. die regelmäßige Anwesenheit eine Dauer von 3 Monaten überschreitet. Solche Zahlungen dürfen nicht mehr steuerfrei gewährt werden (>3 Monate) und werden durch eine Netto-Hochrechnung auf meiner Gehaltsabrechnung regelmäßig versteuert (d.h. der Arbeitgeber zahlt die Steuern bzw. erhöht mein Gehalt entsprechend).

In Anlage N, Zeile 57 kann ich nun den Betrag "Steuerfrei vom Arbeitgeber erstattet" als Auswärtstätigkeit angeben.

Jedoch werden in meinem "Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheiningung" lediglich die Verpflegungsmehraufwendungen die auch steuerfrei gezahlt wurden, ausgewiesen (d.h. alles unter 3 Monaten). Klingt erstmal normal. Bewirkt aber ein Problem.

Ich habe nun eine steuerfreie Zahlung in Zeile 57 Anlage N stehen und denke, dass ich darüber (Zeilen 52-57) entsprechende Aufenthalte nachweisen, weil ich sonst den steuerfreien Betrag nachversteuern muss(?). Trage ich meine Reisezeiten dort ein, ergibt sich aber ein viel höherer Betrag als in Zeile 20 des "Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheiningung". Damit würde ich mir die Beträge aber doppelt erstatten lassen, was nicht richtig sein kann.

Beispiel: "Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheiningung", Zeile 20: 1000€ |||Eintrag von Aufenthalten (8h/An-Abreise/24h): 3000€--> Ergibt eine Erstattung im Rahmen der Einkommenssteuer. Die Differenz habe ich aber ja schon erhalten im Rahmen der Gehaltsabrechnungen versteuert?

Was ist zu tun? Was trage ich wo ein unter der Prämisse, dass die ersten 3 Monate steuerfrei gezahlt wurde und alles darüber hinausgehende in der Gehaltsabrechnung versteuert wurde?

Danke vorab!

ELSTER, Steuererklärung, Steuern, Verpflegungsmehraufwand
1 Antwort
Hausverkauf vermietet und Eigennutz?

Guten Tag,

Im Jahr 2012 wurde ein Haus günstig (60.000€) ersteigert, welches komplett Kernsaniert wurde. Insgesamt mit Kauf und allen Sanierungskosten wurde ca. 250.000€ investiert. Ich habe zwar seit 2013 in diesem Haus gelebt, jedoch keine Ummeldung vorgenommen. Diese ist erst Anfang 2015, als wirklich alles fertig war erfolgt. Es handelt sich hierbei um ein Mehrfamilienhaus mit 2 Wohneinheiten und 1 Geschäft. 2015 bin ich von der fertigen Dachgeschoss Wohnung in das OG umgezogen. Die DG Wohnung wurde vermietet und ich lebe bis dato in der OG Wohnung. Das Geschäft wird noch immer saniert. Gerne würde ich jetzt aufgrund eines erneuten Hauskaufes das bisherige Haus verkaufen. Da kommen wir aber zum Thema Steuern. Eine reine Vermietung des Objektes kommt nicht in Frage, da die Entfernung zu dem neuen Haus zu groß ist. Dieses Haus hat wirklich sehr viel Arbeit in Anspruch genommen und natürlich ist auch ein steuerfreier Gewinn hierdurch erwünscht. Die DG Wohnung hat ca. 90qm, OG Wohnung ca. 100qm und das Geschäft ca. 40qm. Der Verkaufspreis laut Markler ca. 350.000€. Sollte ich warten bis die 3 Jahren von der Eigennutzung von der 1 Wohnung erreicht sind? Wird dann alles prozentual errechnet? Mietwohnung und Eigennutz? DIe Wohnung im OG (Eigennutz) ist jedoch sehr viel hochwertiger als die Mietwohnung. Hier wurde wirklich nicht an Qualität und Arbeit gespart. Es gibt auch einen großen Gewölbekeller und eine große Garage. Nichts davon wird von den Mietern verwendet. Kann man das überthaupt alles errechnen? Ich wäre um jede Hilfe dankbar.

Hausverkauf, Immobilien, Steuern
2 Antworten
Verlustvortrag "richtig" übertragen bzw. begrenzen?

Sachverhalt

Studium 2009-15

Festgestellter Verlustvortrag 2013: ca. 25.000€

2014 Einkünfte brutto ca. 10.000 (praktisch keine Lohnsteuer, 200,- Euro)(abzüglich Ausgaben (Werbungs-/Sonderkosten) verbleiben ca. 3.000,-

2015 Einkünfte brutto ca. 8.000 (praktisch keine Lohnsteuer,)(abzüglich Ausgaben (Werbungs-/Sonderkosten) verbleiben ca. 5.000,-

2016 Einkünfte brutto ca. 10.000 (praktisch keine Lohnsteuer, ca. 300 Euro,)(abzüglich Ausgaben (Werbungs-/Sonderkosten) verbleiben ca. 5.000,-

2017 voraussichtlich allein 7.000,-€ Lohnsteuer.....

Daher habe ich ein großes Interesse die Verluste des Studiums in das Jahr 2017 zu übernehmen, da die marginalen Steuern der Vorjahre eh unberechtigt waren (Grundfreibetrag).

Wie übertrage ich den Verlustvortrag im Mantel der Steuererklärung (Zeile 93) am effektivsten oder wird das "antragsstellerfreundlich" vom Finanzamt vorgenommen?Kann man den Verlustvortrag begrenzen? Das ist ja zumindest in Zeile 93 angedeutet.

Dazu habe ich folgendes Zitat gefunden:

"1. Ich gehe davon aus, dass ich die Summe des VV in seiner Höhe nicht begrenzen kann, um ihn in Folgejahren zu nutzen?!"

"Nein, Sie können den Verlustrücktrag begrenzen. Dadurch erreichen Sie, dass der „ungenutzte" Verlustbetrag fortgeschrieben wird und in Folgejahren berücksichtigt wird. Dieser verbleibende Verlustvortrag ist nach § 10d Abs. 4 Satz 1 EStG gesondert festzustellen. Im Mantelbogen der Steuer-Erklärung (Zeile 93), können Sie eintragen, ob und wenn ja in welcher Höhe Sie einen Verlust in das Vorjahr zurücktragen wollen. Sie sollten daher den Verlustrücktrag so ausrechnen und beschränken, dass das nach dem Verlustabzug verbleibende positive Einkommen noch so hoch ist, dass sich die anderen Abzugsbeträge steuerlich auswirken.

Den für Sie optimalen Verlustrücktrag berechnen Sie grundsätzlich wie folgt:Gesamtbetrag der Einkünfte 2014 (Netto)

./. Sonderausgaben

./. außergewöhnliche Belastungen

./. evtl. Haushaltsfreibetrag

./. Grundfreibetrag (32 a I EStG)

= steueroptimaler Verlustrücktrag> "

Wie gehe ich in den Steuererklärungen der Jahre 14-16 vor?

Vielen Dank für mögliche Antworten!

Viele Grüße

Studium, Lohnsteuer, Steuererklärung, Steuern, Verlustvortrag
2 Antworten
Steuererklärung Kleinunternehmer Ausgaben?

Hallo,

ich bin seit 2016 Kleinunternehmer (IT Dienstleistungen) und sitze gerade vor meiner ersten Steuererklärung, was mit etwas Vorwissen gar nicht so schlimm ist wie gedacht :))) Dabei sind mir aber direkt drei Dinge aufgefallen, auf die ich so keine Antwort habe:

1) Ich bin 2016 oft mit dem Fahrad zu meinen Kunden gefahren und weiß auch, dass man aktuell keine Pauschale dafür abziehen kann. Ehrlich gesagt ist mir der Aufwand zu groß, so dass ich auf diesen Teil der Ausgaben einfach verzichten möchte, gibt es Probleme? Bzw. ein schlauer Steuermann könnte ja davon ausgehen, dass ich mehr mit dem Auto gefahren bin und dies dann als Betriebsvermögen einsortiert. Also muss ich doch irgendwo angeben können, dass ich 400km mit dem Rad gefahren bin (hoffe ihr versteht die Frage)

2) Habe mir einen günstiges Notebook gekauft welches genau 449 Euro gekostet hat. Fällt dieses nun abzüglich Mwst unter die 410 Euro Grenze, so dass ich es direkt in diesem Jahr abschreiben kann oder sind Notebooks egal wie teuer immer über 3 Jahre abzusetzen. Auch frag ich mich, ob ich als Kleinunternehmer die 449 Euro abschreibe oder den um 19% reduzierten Beitrag?

3) Sonderausgaben (bin noch Student) und zahle aber schon als freiwilliges Mitglied 155 Euro und habe eine Kapitalbildene Lebenesversicherugn (abgeschlossen vor 2015), kann ich beide Positionen voll als Sonderausgaben angeben?

Vielen Dank für Eure Hilfe

Kleinunternehmer, Steuern, Sonderausgaben
3 Antworten
Wo muss ich als Freiberufler, in Deutschland wohnhaft, Einnahmen aus freiberuflicher Tätigkeit im EU Ausland, versteuern?

Guten Tag

Bin Freiberufler, in D gemeldet und wohnhaft, halte, gebe alle 2-3 Monate selber organisierte und durchgeführte Vorträge und Seminare in Österreich und in Südtirol/Italien. Wo muss ich die Einnahmen aus dieser selbständigen, freib. Tätigkeit im EU Ausland, versteuern?

Vielen Dank für fundierte, kompetente Antworten im Voraus.

-->-->
Nachtragsfrage zu den bereits erhaltenen Antworten für die ich VIELMALS Danke:

Nun nochmals zum Klären:
a) Leistungsempfänger sind Privatpersonen in Italien

diesen Part der Antwort verwirrt mich aktuell mehr als er hilft :-)

Bei der Beurteilung ist es aber grundlegend wichtig zu wissen, um welche Art der sonstigen Leistung es sich konkret handelt. Es liegt nahe, dass es sich um eine unterrichtende Tätigkeit i.S.d. Spezialfalls handelt. Es gibt jedoch Fälle, in denen der Vortrag als wissenschaftliche Gutachter-/Beratungstätigkeit anzusehen und in der Folge nicht nach § 3a Abs. 3 Nr. 3 a) UStG zu werten ist - was ich hier nicht annehme (siehe Beispiele A 3a.6 Abs. 5 UStAE).

--> Es handelt sich NICHT um wissenschaftliche Beratungen, sondern energetische Lebensseminare, wie z.B. Meditation zur Seelenstärkung, etc..
??
Gehe ich nun richtig in der Annahme, dass ich,
NICHT Gewerbetreibender, sondern private Person/Einzelfirma, psychologische Beratungen, aber UMST pflichtig, bei den aufgezeigten Stärkungsseminaren schlicht und ergreiffend wie bisher in Deutschland, meiner Wohn-/Steuerdomizil die UMST abliefern muss??

VIELEN Dank für die konkretisierte Klärung
Michael

Michael Widmer

Doppelbesteuerung, EU, Freiberufler, Steuern
1 Antwort
Nachzahlung 2015?

Hallo, Ich habe heute meinen Lohnsteuerbescheid bekommen, nachdem ich im Dezember aufgefordert wurde, meine Erklärung abzugeben. Ich habe von Januar bis Juni bei einem Arbeitgeber gearbeitet und ab Juli bei einem anderen begonnen. Das Angestelltenverhältnis war jeweils zu 50%, Da meine Partnerin genug verdient und ich mich so der Kindererziehung widmen konnte. Ich habe einfach alles so angegeben, wie es auf meiner jeweiligen Jahresabrechnung angegeben war. Bei den Pauschalen hat mir die nette Frau auf dem FA geholfen. Sie sagte damals schon, dass evtl eine kleine Nachzahlung bis geschätzt 50€ auf mich zukommen könnte. Woher sie das auf die Schnelle wusste, fragt mich nicht. 😑 Nun zu den Angaben: Ich bin Steuerklasse 1 und habe 2 Kinder.

Verdient habe ich in diesem Jahr ca. 19500€ Altersvorsorge: 3810 Krankenversicherung 1610 Pflegeversicherung 239 Übrige 306

Summe 2155 Davon Abziehbar1900

Abziehbare Vorsorge 3043 Sonderausgaben 36 Kirchensteuer 12

Zu versteuernden Einkommen 3043 Also müsste ich 1648 gezahlt haben.

Soli: Zu versteuern unter Berücksichtigung von 2 Kindern i.H.v. 7152, dahinter steht nun aber 9161. Darauf Einkommenssteuer 101 Frei leitender Betrag 972

Von den Arbeitgebern abgezogen wurden jedoch nur 1290.

Ergibt eine Rückzahlung von 351,10.

Meine Frage hierzu ist: Wie kann es zu so etwas kommen? Ich bin auf diesem Gebiet wirklich sehr unbeholfen und habe einfach darauf vertraut, dass meine Arbeitgeber das richtig machen, zumal ich die letzten beiden Jahre immer gut 300€ erstattet bekommen habe. Was kann ich tun außer zahlen?

Der Bescheid ist teilweise vorläufig, Hinten steht:

Der Vergleich hat ergeben, dass die Freistellung des Existenzminimums der Kinder durch Kindergeld abgedeckt wurde.Bei der Berechnung wurden daher keine Kinderfreibeträge eingerechnet.

Bei der Soliermittlung sowie Überprüfung der Einkommensgrenze für die Sparzulage wurden die Freibeträge jedoch einbezogen...

Kann mir jemand helfen?Was kann ich tun?Kann es denn sein, dass man mit Steuerklasse 1 im Angestelltenverhältnis mit 2 Kindern so viel nachzahlen muss?

Ich bin für jede Hilfe dankbar.

Viele Grüße

Nachzahlung, Steuern
2 Antworten
Nebengewerbe: Gewinn bei Steuererklärung falsch angegeben. Selbst korrigieren lassen?

Trau mich kaum zu fragen.

Ich bin seit Jahren als Testkäuferin tätig. Mal mehr mal weniger. Bekomm Gutschriften von Agenturen. Habe brav den Gewerbeschein und irgendwann mal die Kleinunternehmerregelung benatragt

In den ersten Jahren hab ich immer brav eine excel-Tabelle Einnahmen und Ausgaben für das Finanzamt dazugelegt. Dann hab ich irgendwann angefangen es per Elster zu machen und hab jedes Jahr einfach nen Gewinn von 600 Euro veranschlagt ohne mich weiter zu kümmern. Ja fataler Fehler. Haut mich ! Bringt mich aber nicht weiter Es war jetzt so, dass ich ein netten Brief bekommen . Strafrechtliche überprüfung.dass das Kontrollradar höhere Einnahmen gemeldet hat, ich wurde verwarnt, solche Fehler in Zukunft zu meiden. Da gibt es um 2013 und 2014

Ich habe daraufhin kurz beim Amt angerufen.. die Dame war natürlich nicht so Amused. Ich hatte zu dem Zeitpunkt nichts mehr aufgehoben an belegen usw. Sie wies mich darauf hin was meine Pflichten sind. Ich hab gesagt ich lasse ihr Unterlagen zukommen.

Ich habe nun 3 Tage hier gesessen und kontoauszüge erfasst und mir von den Agenturen Listen schicken lassen Alle Ausgaben , Kilometer usw erfasst pro Auftrag Mein Plan ist nun die Anlage G der letzten 3 Jahren mit den richtigen Belegen einzureichen .. Ca pro Jahr 1000 Euro zu wenig angegeben.

Muss ich dann nur mit einem Nachbescheid rechnen oder mit richtigen Probleme ...

steuerhinterziehung, Steuern, Gewinn, Nebengewerbe
3 Antworten
Buchhaltung für Blogger - wie werden Sacheinnahmen korrekt verbucht?

Hallo,

da ich zu diesem Themenkomplex bislang sehr unterschiedliche Auffassungen gehört habe, möchte ich einfach mal nach euren Gedanken fragen.

A. arbeitet als Bloggerin. Sie verdient Geld durch gesponserte Artikel und kann gelegentlich Produktmuster, die sie zum Beschreiben und Beurteilen erhält, nach dem Verfassen des Blogartikels behalten. Darüber hinaus betreibt sie auch einen Reiseblog. In diesem Rahmen bekommt sie gelegentlich Unterkünfte (Hotelzimmer, Ferienwohnungen) von Reiseveranstaltern zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug wird die Unterkunft im Blog beworben.

Für die Buchhaltung ergeben sich daraus folgende Fragen:

  1. Wenn ein Produktmuster gestellt wird (z.B. Handy), muss dies vermutlich als Einnahme angesehen werden. Welchen Wert legt man zugrunde? (Katalogpreis / unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers oder gängiger Straßenpreis z.B. von Amazon?) Unterfrage: Muss Umsatzsteuer abgeführt werden?

  2. Wenn die Bloggerin als Reisebloggerin eine Urlaubsreise "gesponsert" bekommt (d.h. Unterkunft wird kostenfrei zur Verfügung gestellt):

    • Muss auch dies als Einnahme gewertet werden?
    • Wenn ja, können dann auch die Ausgaben während der Reise geltend gemacht werden? Privat-PKW mit 30 Cent/km, Parkgebühren, Verpflegungspauschalen usw.?
    • Wenn es ein Reiseblog ist, der explizit "Reisen mit Familie" zum Thema hat, wird das Finanzamt bei jeder Reise vermutlich einen Anteil von Privatvergnügen erkennen. Ich habe gelesen (z.B. hier: http://www.finanzfrage.net/frage/urlaubskosten-als-reiseblogger-von-der-steuer-absetzen), dass ein Splitting in privat/geschäftlich grundsätzlich geht. Welche Anteile für privat/geschäftlich würde man konkret und halbwegs realistisch annehmen?
    • Wie würde sich ein Privatanteil auf die Einnahmen-Buchung und auch für die Kosten der Reise in der Buchhaltung auswirken?
  3. Wenn die Bloggerin für die Vorstellung im Blog in einem Restaurant essen geht, womöglich mit Kindern (wegen Schwerpunktthema Familienfreundlichkeit): Ist dies als Betriebsausgabe steuerlich abziehbar? Grund des Restaurantbesuches ist primär die Vorstellung im Blog mit Fotos und Beschreibung. Ein privates Sattwerden ist aber nicht zu leugnen.

Ich bin gespannt auf Eure und Ihre Meinungen und Einschätzungen!

Buchführung, Buchhaltung, Reisekosten, Steuern
1 Antwort
Muss ein Verein, der Eintrittsgelder für Veranstaltungen einnimmt, in jedem Fall eine Steuererklärung abgeben?

Guten Tag, ich habe ein großes Problem: Ich bin Mitglied in einem Theaterverein (e.V.), der sich gemeinnützig nennt und sich aus öffentlichen Auftritten mit Eintrittsgeldern finanziert. Die Vorstellungen in unserem neuen städtischen Theater sind fast immer ausverkauft und die Presse berichtet teilweise mit 1/1 seitigen Berichten über unsere erfolgreichen Vorstellungen.

Die jährlichen Einnahmen (aus dem Nebenbetrieb Theater, der in der Satzung nicht erwähnt ist)) liegen unter 6.000,- € und bei Anwendung der Kleinunternehmer-Regelung und unter Berücksichtigung der Freibeträge als gemeinnütziger Verein, müssten wir normalerweise keinerlei Steuern zahlen. Leider hat der Vereinsvorstand (Eingetragen ins Vereinsregister 2013) bis zum heutigen Tage weder eine Steuererklärung abgegeben, noch wurde ein Antrag auf vorläufige Erteilung der Gemeinnützigkeit beim Finanzamt gestellt. Unsere Satzung enthält keinen Hinweis darauf, dass wir unsere Tätigkeit mit öffentlichen Auftritten finanzieren, oder was wir mit den Einnahmen machen. Einmal jährlich wird wegen der Gemeinnützigkeit ein Betrag von 50,- € an eine Gemeinnützige Organisation gespendet und der Rest der vereinnahmten Gelder verbleibt in der Kasse, ohne das es ein Verwendungszweck hierfür angegeben wird. Von den Einnahmen werden auch keine gemeinnützigen Tätigkeiten finanziert die zum wohle der Fortbildung dienen, oder anderem.

Leider entspricht auch unsere Satzung nicht den aktuellen Gesetzen und ist von 2013. Dort steht nicht einmal drin, dass wir unseren Verein aus Auftritten finanzieren, und was mit den Überschüssen gestehen soll. Die Gewinne werden ins nächste Jahr übernommen, um daraus laufende Ausgaben zu finanzieren.

Ich versuche bereits seit 2 Jahren den Vorstand zu warnen, dass wir große Probleme bekommen können, weil wir uns nicht an geltendes Recht halten und erhalte immer nur die Antwort: "Das brauchen wir nicht, wegen dem Freibetrag." Liege ich da so falsch und wir brauchen das alles tatsächlich nicht? Meines Erachtens müssten wir spätestens alle drei Jahre eine Steuererklärung abgeben, gerade auch weil wir uns "gemeinnützig" nennen und durch den Eintrag ins Vereinsregister praktisch auf dem Radar des Finanzamtes stehen. Wir nehmen aber ansonsten Vergünstigungen von anderen Vereinen in Anspruch, die uns unseren Gemeinnützigen Hintergrund glauben. So müssen wir statt der üblichen Saalmiete von 350,- € (zzgl. MwSt.) nur 150,- € ohne MwSt. zahlen.

Ich bin ratlos und weis nicht, was ich auf unserer nächsten Versammlung dazu noch sagen soll. Keiner glaubt mir! Ausserdem wurde jetzt noch bekannt, dass der jetzige Vorstand nach der Hälfte der Amtszeit wohl zurücktreten will... Was kann dem Verein passieren... ist das bereits Steuerhinterziehung?

Wie verhalte ich mich als normales Mitglied in einer solchen Situation richtig???? Ich bin an einem Fortbestand sehr interessiert und möchte keine Fehler machen und den Verein vor Rechtsfolgen bewahren.

Für Hilfe wäre ich daher sehr dankbar!

Steuererklärung, Steuern, Umsatzsteuer, Verein
2 Antworten

Meistgelesene Fragen zum Thema Steuern