Masterarbeit mit Verdienst in den USA - Auslandsemester trotzdem komplett absetzbar?

2 Antworten

Ok, vielen Dank wfwbinder!

Nur nochmal zur Sicherheit ob ich das nun richtig verstanden habe:

Das heißt im Klartext:

Mein Praktikantengehalt in den USA hat keine vermindernde Auswirkungen auf meinen Verlustvortrag? Bzw. die angegebenen Werbungskosten (Verpflegungsmehraufwendungen, Miete, Flug, Visumsgebühren, Fahrtkosten ect.) müssen nicht mit dem ausländischen Praktikantenverhalt verrechnet werden?

=> Würde heißen: ich muss das Gehalt in den USA (wenn es bereits versteuert wurde) nicht angeben, kann aber alle Kosten im Rahmen eines Auslandsemesters (Zweitstudium) geltend machen?

  1. Deine einkünfte hast Du richtig in den USA besteuern lassen (auch wenn keine Steuer anfiel). Artikel 19, Abs. 2 des DBA mit den USA.

  2. Hast Du in der Zeit weiterhin einen deutschen Wohnsitz gehabt? Wenn ja, kannst Du für die Zeit eine Erkläung abgeben und die Kosten für die Ausbildung (war ja wohl die Zweitausbildung/Fortbildung ansetzen um die Verluste dann ab 2013 anzusetzen.

Und muß er dann das Gehalt und die WK saldieren? Offengestanden erscheint mir das logisch, denn wenn er für seine Masterarbeit bezahlt wird, können diese Einnahmen doch nicht einfach unberücksichtigt bleiben. Das wäre doch genauso, als ob ich des Verlustvortrags wegen Betriebesausgaben dem FA erkläre, Betriebseinnahmen aber verschweigen möchte.

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@Privatier59

Nein, es sind ja zwei verschiedene Sachverhalte. Nämlich wenn das Studium nicht darauf abzielt, in den USA weiterzuarbeiten, sondern eben in Deutschland.

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@EnnoBecker

Verstehe ich nicht: Ich mach demnächst einen Internethandel auf mit Verieb nur in den USA. Da erziel ich Gewinne, hier hab ich nur Ausgaben. Bekomme ich dann hier meine Verluste anerkannt? Das wär doch ganz prima.

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@Privatier59

Es kommt darauf an, welcher Tätigkeit das Studium zuzuordnen ist. Nur weil er sein Parktikum in Takatukaland macht, heißt dies ja nicht zwingend, dass das Studium im Zusammenhang mit ausländischen Einkünften steht, die in Deutschland nicht der Besteuerung unterliegen.

Hier ist es doch nur ein Praktikum.

Ohne jetzt ins DBA zu gucken, würde ich sagen, dass die USA-Einkünfte hier dem Progressionsvorbehalt unterliegen. Will man also zu dem Schluss kommen, das Studium ist seiner Tätigkeit in den USA zuzuordnen[1], wären die Aufwendungen zumindest bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage für den PV ansetzbar.


[1] Aber dann muss das Studium incl. Praktikum auf eine Tätigkeit in den USA vorbereiten.

Wie gesagt, wenn ich Lippenstifte in Nevada fülle, weil ich (in Deutschland) Lippenstiftfüllerei studiere, um anschließend bei BASF Berlin zu arbeiten und mir das Gebaren der Amis angucken soll, sind es WK in Deutschland.

Es kommt auf den Zusammenhang an.

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@EnnoBecker

@EnnoBecker

Ich habe reingesehen. Es unterliegt dem Progressiosnvorbehalt, aber er hatte ja in den jahren keine inländischen Einkünfte.

Interessanter Weise gibt es einen extra Artikel im DBA mit den USA. Einen Absatz für Lehrpersonal und einen für Studies.

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@EnnoBecker
quasi als Praktikant

Das "quasi" macht mich nachdenklich: Ohne die genauen vertraglichen Details zu kennen, nehme ich mal an, dass die Anstellung und Bezahlung mehr eine Formsache war, der Fragesteller eigentlich nur angestellt wurde, um ihm die Masterarbeit zu ermöglichen. Über die Gründe kann man spekulieren. Vielleicht interessierte die Firma das Thema. Und dann sollen Einkünfte und Ausgaben zu trennen sein? Soll mal der zuständige Finanzbeamte sich Gedanken darüber machen. Angeben würde ich die Einnahmen aber auf jeden Fall. Wie man hört, soll der Datenaustausch zwischen USA und D in Steuersachen schon ganz funktionieren und verschwiegen könnte man da vermutlich nichts.

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@wfwbinder
Interessanter Weise gibt es einen extra Artikel im DBA mit den USA. Einen Absatz für Lehrpersonal und einen für Studies.

Ja, den haben einige DBAs.

Danke fürs Reingucken.

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@EnnoBecker

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten!

Grund für den Auslandsaufenthalt war die Anfertigung einer Masterthesis in einem Unternehmen in den USA. Da es hierfür keinen Vertrag gab, war ich als ** Praktikant** mit entsprechender Vergütung bei dem dortigen Unternehmen angestellt.

Ich hatte weiterhin einen Wohnsitz in Deutschland und habe mein Studium dann auch in Deutschland abgeschlossen.

Das Gehalt habe ich, wie erwähnt, bereits in den USA versteuert, auch wenn ich aufgrund des dortigen Steuerfreibetrages keine Steuern bezahlen musste.

Nun ist die Hauptfrage: Muss ich das Gehalt, welches ich dort als Praktikant im Rahmen meines Masterstudiums verdient habe angeben und wenn ja: muss ich dieses mit meinen entstandenen Werbungskosten (Verpflegungsmehraufwendungen, Miete, Flug, Visumsgebühren, Fahrtkosten ect.) verrechnen?

Nochmals vielen Dank und beste Grüße Hans

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@Hans12345

Eigentlich dfachten wir ane ine weiterführende Antwort. Die bloße Wiederholung des Fragentextes von oben hilft dir leider nicht weiter.

Vielleicht kannst du bei der Gelegenheit noch erläutern, was Masterthesis heißt. War Thesis nicht so eine griechische Göttin?

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@EnnoBecker

Was für Informationen werden genau noch benötigt?

Ich habe dort meine Masterthesis bzw. Masterarbeit angefertigt um mein Masterstudium abzuschließen. Um das Masterstudium abzuschließen schreibt man eine Masterthesis. Diese kann man entweder mit rein theoretischem Sachverhalt direkt an der Uni schreiben oder über ein Fallbeispiel mit Praxisbezug schreiben.

Für das Fallbeispiel benötigt man die Einsicht in ein (oder mehrere) Unternehmen. In dem Semester, in dem die Masterthesis angefertigt wird/wurde ist man noch Student. Nachdem ich aus den USA zurückgekehrt bin, war ich offiziell noch bis September 2013 Student, da ich noch an der Uni weiter an meiner Masterarbeit geschrieben habe und diese dann noch geprüft und benotet wurde. Nach der Verteidigung und Benotung der Masterarbeit war mein Studium dann (spätestens zum September 2013) abgeschlossen.

Bei der Firma in den USA war ich als Praktikant angestellt, da es keinen Vertrag als "Masterant" gab.

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@Hans12345

Danke. Das bringt mich genau zu der eingangs genannten Antwort von wfwbinder.

@P59

Nur weil Hans ein wenig in den USA gearbeitet hat, qualifiziert dies nicht sein Studium um zu WK zu den ausländischen Einkünften.

Du weißt doch: Kein Tanz ohne Hans.

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@EnnoBecker

Ok, vielen Dank!

Nur nochmal zur Sicherheit ob ich das nun richtig verstanden habe:

Das heißt im Klartext:

Mein Praktikantengehalt in den USA hat keine vermindernde Auswirkungen auf meinen Verlustvortrag? Bzw. die angegebenen Werbungskosten (Verpflegungsmehraufwendungen, Miete, Flug, Visumsgebühren, Fahrtkosten ect.) müssen nicht mit dem ausländischen Praktikantenverhalt verrechnet werden?

=> Würde heißen: ich muss das Gehalt in den USA (wenn es bereits versteuert wurde) nicht angeben, kann aber alle Kosten im Rahmen eines Auslandsemesters (Zweitstudium) geltend machen?

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@Hans12345
Verpflegungsmehraufwendungen, Miete, Flug, Visumsgebühren,

Das ist die Frage. HAst du diese Aufwendungen nun gehabt, weil du studiert hast? Oder hat es NUR was mit der Arbeit dort zu tun?

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@EnnoBecker

Als Finanzbeamter würde ich mal sagen: Masterarbeiten kann man auch in Deutschland schreiben. Der ganze Firlefanz mit dem USA-Aufenthalt hat damit nichts zu tun.

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@Privatier59

Naja ich hatte diese Aufwendungen, weil die Firma bei der ich meine Masterthesis/-arbeit geschrieben habe in den USA war. Die Masterarbeit habe ich jedoch im Rahmen meines Studiums geschrieben bzw. ich musste ja eine schreiben um das Studium abschließen zu können. Ich hätte diese natürlich auch in Deutschland bei einem deutschen Unternehmen oder rein an der Uni schreiben können. Da es in meinem Fallbeispiel aber um ein Unternehmen in den USA ging und es um dem Themenbereich Produktionslogistik ging, musste ich den USA vor Ort sein um die Masterthesis/-arbeit schreiben zu können.

Gearbeitet habe ich ja nicht direkt. Ich war zur Anfertigung meiner Masterthesis/-arbeit dort im Unternehmen für den Zeitraum der Masterthesis als Praktikant angestellt.

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Verlustvortrag für Zweitstudium trotz geringfügigem Einkommen?

Hallo liebe Leute,

ich habe da mal eine Frage bezüglich Einkommenssteuer/Steuererklärung.

Leider kenne ich mich mit dem Thema Steuern nicht so gut aus. Aus diesem Grund lasse ich meine Steuer seit letztem Jahr von einer Steuerberaterin machen.

Ich habe bis Ende 2013 studiert (Master) und seit Dez. 2014 mein erstes „richtiges“ Einkommen erwirtschaftet. Nun ist mir kürzlich der Begriff Verlustvortrag im Zusammenhang mit Studium zu Ohren gekommen, worüber ich mich im Internet ein wenig informiert habe. Da ich aber wie gesagt, bei steuerlichen Dingen nicht so bewandert bin, habe ich meine Steuerberaterin auf dieses Thema angesprochen.

Auf meine Frage, ob das für mich auch in Frage käme, auch rückwirkend noch, zumindest für mein Masterstudium, verneinte mir meine Steuerberaterin dieses, da ich in den Jahren 2012 und 2013 jeweils ein geringfügiges Einkommen durch einen Tutorjob erwirtschaftet habe. Dabei handelte es sich in beiden Jahren um wenige hundert Euro per anno.

Nach meinem Verständnis kommt es ja weniger darauf an, ob ich in den Studienjahren etwas verdient habe, sondern, ob ich mehr Werbungskosten, als Einnahmen hatte und mir damit ein Verlust entstanden ist. Oder sehe ich das falsch?

Meine Steuerberaterin sagte mir jedenfalls, dass ich keinen einzigen Cent an Einkommen hätte erwirtschaften dürfen, um einen Antrag auf Verlustvortrag stellen zu können. Da ich auch in der Zeit keine Lohnsteuer gezahlt habe, würde sich Ihrer Ansicht nach eine Steuererklärung für diese Jahre nicht lohnen.

Ich bin nicht vom Fach und kann das schlecht beurteilen, aber ich denke, Sie hat mich in dieser Sache nicht richtig beraten. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Verlustvortrag hinfällig ist, weil ich in einem Jahr 250 EUR Einkommen hatte. Gibt es denn überhaupt Studenten, die sich nicht den ein oder anderen Euro neben dem Studium verdienen? Dann würde ein Verlustvortrag ja für Studenten so gut wie nie in Frage kommen.

Kurzum, ist hier jemand, der sich damit auskennt und mir erklären kann, wie meine Steuerberaterin zu diesem Ergebnis kommt? Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen FrauElse

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Kann ein nachträglich (in 2017) erhobener Verlustvortrag (für 2011) einen rechtskräftigen Steuerbescheid (2012) noch ändern --- ggf. als rückwirkendes Ereignis?

Grundkonstellation:

  • Studienkosten Auslandsstudium rd. 7.000€
  • Einkünfte Praktika rd. 1.200€
  • Einkünfte BaföG rd. 3.000€
  • für 2011 & 2013 wurden keine Steuererklärung abgegen, für 2012 allerdings schon

Disclaimer: Ich habe wirklich versucht meine Frage selbst zu beantworten und bin mir bewusst, dass zum Thema Verlustvorträge aufgrund von Studiengebühren schon zahlreiche Fragen und Antworten durch das Netz geistern. Meine Situation habe ich so aber leider noch nicht auftreten sehen und nachdem ich mich durch allerlei Ratgeber, Foren und bereits hier gestellte Fragen gewälzt habe, glaube ich daher zwar insoweit im Bilde zu sein, als dass ich

a) auch in 2017 noch einen Antrag auf Verlustfeststellung für das Jahr 2011 einreichen kann, da die 4-Jahresfrist auf Einkommenssteuererklärungen hier nicht zutrifft und ich für das Jahr bisher keine Steuererklärung abgegeben habe,

b) ich das BaföG zu 0% in die Berechnung eingehen lassen muss, da es sich nicht um einen "Meister-BaföG" handelt. Sprich ein Verlustvortrag i.H.v. 5.800€ stände für 2011 zu Buche,

c) dieser würde von den Einkünften des Folgejahres 2012 (€3.400) abgezogen werden und nur die Differenz (€2.400) könnte auf 2013 vorgetragen werden.

So und nun meine eigentliche Frage: Die Steuererklärung für 2012 wurde zeitnah eingereicht und rechtswirksam beschieden. Eine Änderung ist also nur bei Sondersachverhalten möglich.

Da der Verlustvortrag 2011 zum Zeitpunkt der Steuererklärung 2012 nicht beschieden war, wurde dieser in der Berechnungsgrundlage natürlich nicht berücksichtigt, auch ein Vortrag des Restbetrags in 2013 blieb daher aus.

Was geschieht jetzt mit dem Verlustvortrag aus 2011? Kann ich den irgendwie direkt in 2013 hinüber retten? Falls nein (wahrscheinlich), kann ich hier dann §175 Abs 1 Nr. 1 oder 2 AO ziehen, da sich die Grundlagen für die Steuerbemessung 2012 aufgrund der 2011er Verlustfeststellung geändert haben. Gilt die Ausstellung der Verlustfeststellung ggf. als rückwirkendes Ereignis?

Oder wird letztlich gesagt: Verspätete Verlustbescheinigung2011 ist deine Schuld, Bescheid 2012 bleibt wie er ist, Vortrag Rest in 2013 unmöglich? .... Pech gehabt? Falls ja, komme ich dann mit Verweis auf "unsichere Rechtslage zum Zeitpunkt der Steuererklärung 2012" irgendwie aus dieser Nummer raus?

Danke schon mal im Voraus für eure Zeit und Geduld

Beste Grüße

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Erste Steuererklärung nach Studium (Master): anrechnung von Studiumskosten

Hallo,

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  1. Wie kann ich dem Finanzamt mitteilen, dass es sich bei dem MSc-Studium um eine Weiterbildungsmaßnahme handelt.
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  4. Muss ich Ausgaben die ich als Werbungskosten geltend machen möchte belegen oder ist dies erst auf Anfrage nötig. Falls es direkt nötig ist: wie mache ich das, wenn ich meine Steuererklärung ausschließlich elektronisch ans Finanzamt übermitteln möchte?

Vielen Dank für eure Hilfe!

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