Kann ein Vermieter womöglich nie in seine Wohnung einziehen?

Ich hoffe, diese Information ist ausführlich genug: Ich habe vor kurzem eine Eigentumswohnung gekauft, die seit 14 Jahren vom Eigentümer an seine Eltern vermietet war. Der Sohn lebt seitdem mit seiner Familie in einer anderen Wohnung. Den bestehenden Standard-Mietvertrag mit dem Vermerk, dass „der Vermieter für die Lebensdauer der beiden Mieter auf seine Rechte zur ordentlichen Kündigung verzichtet“ und „Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.“ habe ich übernommen. Das war auch so in Ordnung, denn es ist geplant, dass nach dem Tod der Mieter in vielleicht 20+ Jahren meine Tochter dort einzieht.

Was mir nicht bekannt war und auch nicht vom Verkäufer oder Notar erwähnt wurde, ist, dass lt. Gesetz der Erbe der Mieter nach deren Tod automatisch in das Mietverhältnis eintritt.

Zu diesem Thema habe ich nun Widersprüchliches gelesen, nämlich dass ein Vermieter innerhalb eines Monats, nachdem er Kenntnis vom Tod des Mieter erlangt hat, ein Sonderkündigungsrecht hat und lt. § 580 BGB das Mietverhältnis außerordentlich mit der gesetzlichen Frist kündigen kann. Andererseits heißt es, dass lt. § 563 und 573 BGB dem Erben nur gekündigt werden darf, wenn kein nichtiger Grund vorliegt. Eigenbedarf zählt als nichtig, wurde mir gesagt.

Was ist jetzt richtig? Muss ich womöglich damit rechnen, dass nach dem Tod der Eltern der Erbe in die Wohnung einzieht und ich nichts dagegen unternehmen kann und meine Tochter die Wohnung niemals selbst bewohnen kann? Oder kann ich, wenn die Mieter verstorben sind, den Mietvertrag doch außerordentlich kündigen?

Mietrecht
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Ist der Vermieter dazu verpflichtet beide Mieter zu informieren wenn Mietrückstände entstanden sind?

Hallo,

mein Partner ( mittlerweile Ex) und ich sind am 01.07.2019 in eine gemeinsame Wohnung gezogen. Der Vertrag wurde von uns beiden unterzeichnet.

Die Wohnung wies Mängel auf und somit haben wir uns eine neue Wohnung gesucht und auch eine gefunden.

Eine Kündigung wurde am 26.11.2019 geschrieben.Mein damaliger Partner hat die Kündigung per Post verschickt.

Nun kommt die Katastrophe. Der Vermieter hat sich erst vor 1Woche bei mir gemeldet und teilte mir mit, dass mein Ex die Miete nicht beglichen hat und keine Kündigung angekommen sei und er somit einen Mahnbescheid rausschicken wird.

Mein Ex hat dem Vermieter immer und immer leere Versprechen gegeben das er die Mietrückstände begleichen wird.

Ich habe von alldem nichts mitbekommen, ich habe keine Mitteilung von unserem Vermieter bekommen weder per Post, Mail, Telefon, sms.

Natürlich habe ich den Vermieter um ein persönliches Gespräch gebeten sobald ich informiert wurde...

ich habe ihm deutlich gemacht das ich von nichts wusste.

Er gab zu das seine Buchhaltung den Mietausfall erst nach 3Monaten bemerkt hat. meinte aber im Gegenzug auch das er nicht dazu verpflichtet sei mich zu informieren, es reiche wenn er meinen Ex informiert hat und mit Ihm Kontakt hatte...

Somit ist natürlich ein noch größerer Schaden entstanden. Hat der Vermieter keine Schadensminderungspflicht?

Stimmt es das es reicht wenn er nur einen Mieter über solch wichtigen Sachen informiert?

Ich bin wirklich verzweifelt und mir ist auch bewusst, das ich Gesamtschuldner bin und der Vermieter nun durch mich versucht ans Geld zu kommen..nur kann ich es nicht verstehen das der Vermieter mich monate lang nicht informiert hat...

Hätte ich es gewusst, dann wäre es nie soweit gekommen....

vielleicht kann mir jemand eine Antwort darauf geben...

kosten, Mieter, Mietrecht, vermieter
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Vorsätzlich falschen Kaufpreis bei Küchenablöse genannt -was tun?

Hallo zusammen,

ich bin vor 1 Monat umgezogen. Der neue Vermieter meinte, dass ich die Einbauküche jedoch vom Vormieter mit übernehmen müsste. Da mir die Whg sehr gut gefallen hat, und die Küche auch erst ca 4 Monate alt war (bei meinem Einzug dann 7 Monate), habe ich zugestimmt. Der Vormieter nannte mir einen Kaufpreis von 5.500,- €, zzgl. kleineren Extras wie Mülleimer/Wasserhahn/Leiste usw.. wir haben uns dann auf 4.000,- € geeinigt. Selbstverständlich war der Kaufpreis, also die genannten 5.500,- € Grundlage für meine Verhandlung. Seit dem Einzug habe ich den Vormieter, welcher nur 1 Tür weiter gezogen ist (!!!), darum gebeten mir die Rechnung und alle Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Er hatte jedes Mal eine andere Ausrede und hat mich auch fast schon beschimpft, warum ich denn so paranoid sei und was ich mir davon erhoffen würde, wenn ich die Rechnung bekäme!?!? Das war schon sehr seltsam. Da er sich weiterhin vehement geweigert hat, er hätte keine Zeit sich um so einen Dreck zu kümmern usw, habe ich den Vermieter mit eingeschaltet. Die beiden haben sich immer gut verstanden, und sind immer noch in Kontakt. Ja, jetzt habe ich die Rechnung endlich bekommen - und der Kaufpreis betrug nicht 5.500,- , sondern 4.450,- € !!! Er hat mich also einfach über den Tisch gezogen und mich belogen! Kein Wunder also, dass er mir die Rechnung nicht zeigen wollte. Ich habe ihn darauf angesprochen, dass er sich um 1.000,- € "vertan" hat, und wir darüber reden müssen. Aber er streitet alles ab und meint, es gäbe hier nichts zu bereden, und die Sache sei gelaufen.

Er wohnt nur 1 Tür weiter, und der Gedanke, dass er mich so dreist belogen und eiskalt betrogen hat, ist unerträglich. Habe ich rechtl. Chancen den zu viel gezahlten Betrag zuzrück zu fordern? Denn, ich hätte niemals 4.000,- € für eine 7 Monate alte Küche gezahlt, die nur 4.450,- € gekostet hat. Das ist in meinen Augen ein glasklarer Betrug, oder täusch ich mich da?

Vielen Dank im Voraus für eure Tips / Ratschläge

Mietrecht, Kaufpreis, Betrug oder nicht
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Mitbewohnerin droht mit Entsorgung der Möbel?

Guten Tag,

Vor ab es geht nicht um mich sondern eine Freundin von mir. Nennen wir sie A und ihre Mitbewohnerin B. Beide sind gleichberechtigte Mieter einer Wohnung gewesen. B hatte die Miete von A 2 Monate lang übernommen (Februar und März á 100€) es gibt und gab aber nie eine Vereinbarung über die Rückzahlung dessen.

A und B haben zusammen in einer WG in Sachsen gewohnt. Nun ist A aber in ein anderes Bundesland, über 500km entfernt, gezogen. Da A Probleme mit der Jobsuche hatte, ist 4 Monate nach dem Auszug noch nichts passiert.

Aus dem Mietvertrag wurde sie am 31.3 entlassen. Nun kam heute, am 8.6 ein Brief mit einer Angeblichen Frist die von B gestellt wird. Gefordert wird das bis zum 5.6. Alle Möbel und Sonstiges von A aus der Wohnung zu entfernen sind. Sollte diese “Frist” nicht eingehalten werden, will B vom “Pfandrecht” gebraucht machen und alles außer persönliche Unterlagen, Zeugnisse, Briefe und Familienfotos entsorgen. Die aufgelisteten Dinge will B der Familie von A zukommen lassen. Dem Umschlag des Briefes kann man entnehmen das dieser erst am 4.6. Verschickt wurde, demnach müsste diese Frist ja eigentlich Rechtswidrig sein. Geschrieben wurde dieser am 19.5.

ich hoffe jemand kann die aktuelle Sachlage einschätzen und uns weiter helfen, da wir aufgrund von Geldproblemen wahrscheinlich weder einen Anwalt noch irgendwelche Geldstrafen bezahlen können.

Mfg

Frist, Mietrecht, Recht
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Zwangsräumung durch Gerichtsvollzieher wegen neuer Wohnung verschieben?

Ich wohne mit meinem Partner gemeinsam seit fünf Jahren in einer Wohnung und gegen ihn liegt nun ein Titel zur Räumung der Mietwohnung vor wegen Mietschulden. Der Gerichtsvollzieher hat den Termin für den 15. Juni nun mitgeteilt dass er da zwangsgeräumt werden soll. Erstens stellt sich uns nun die Frage ob es eine realistische Möglichkeit gibt diesen Termin zu verschieben da wir seit gestern eine neue Wohnung gefunden haben diese aber erst ab 1. August beziehen können... und zweitens ob der Gerichtsvollzieher dann automatisch mich mit zwangsräumen kann. Und wie ich mich jetzt verhalten soll ich habe dem Gerichtsvollzieher bereits eine E-Mail geschrieben mit der Frage bezüglich meiner Person und der Räumung ohne Titel gegen mich und leider keine Antwort bisher erhalten. Wir wollen auch nicht hier wohnen bleiben wir wollen selber so schnell wie möglich ausziehen genauso wie wir unsere Schulden bezahlen möchten aber die neue Wohnung ist leider erst ab 1. August frei und wir wissen jetzt nicht wie wir uns verhalten sollen bei wem wir uns melden müssen oder können ob man da überhaupt noch was machen kann oder ob wir dann einfach für die Zeit quasi obdachlos sind. Mit dem Vermieter in Verbindung setzen ist leider nicht möglich da er seit 10 Jahren wo mein Freundin hier wohnt nie jemand zu Gesicht bekommen hat oder auf irgendeine Art von Kontaktaufnahme reagiert hat.

Mietrecht
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