Falsche Nebenkostenabrechnung per Mahnbescheid eingeklagt?
  1. Der Vermieter hat die NK-Abrechnung erstellt, welche falsch war. Auf Nachfragen nach den Belegen, wurde ein Anwalt eingeschalten. Dieser hat die NK-Abrechnung dann augenscheinlich korrigiert, diese war jedoch auch wieder falsch. Daraufhin haben 3 von 4 Parteien sich beim Mieterschutzbund angemeldet, welcher dann die Posten auf der Abrechnung hinterfragt hat, und um erneute Korrektur und entsprechende Belege bat. Diese wurden nur teilweise gesendet. Es wurde eine Frist gesetzt, die letzten Belege ebenfalls zu senden, diese verstrich. Auf Nachfragen beim Anwalt, hieß es, er habe das Mandat niedergelegt.
  2. Ein neuer Anwalt hat bald eine neue "falsche" Abrechnung erstellt, welche auch wieder vom Mieterschutz in Frage gestellt wurde, bald darauf erhielten alle einen Mahnbescheid vom AG Coburg. Es wurde Einspruch erhoben.
  3. Inzwischen wurde die nächste NK-Abrechnung fällig, welche auch wieder falsch war, und auch vom Mieterschutz nach Belegen gefragt wurde, die bis heute nicht zur Verfügung gestellt wurden.
  4. Inzwischen sind einige Monate vergangen, und es erfolgte eine Klageeinreichung beim zuständigen AG. Gegen diese auch Widerspruch eingelegt wurde. Jetzt zieht der Vermieter die Anklage zurück.
  5. Kann man in einem solchen Fall, eine Anzeige wegen Betruges gegen den Vermieter stellen? Der Vermieter hat ja bis zuletzt, keine Scheu gehabt, die falschen NK-Abrechnungen einzufordern, sogar mit Mahnbescheid usw.
  6. Der Anwalt hat ebenfalls massive Fehler gemacht, z. b. Datenschutz. Die Mieter haben alle Schreiben erhalten, wo die Verbrauchsdaten mit Namen der anderen usw. für alle sichtbar waren. Außerdem wurden vom Anwalt Schreiben ans Gericht versendet, das Partei X betrifft, aber auch ein Schreiben für Partei Y dabei war, und auch eine Handnotiz des VM, wo Partei X sehen kann, wann welche Partei Miete bezahlt hat, mit Datumsangabe. Kann der Anwalt hier auch wegen Datenschutz belangt werden?
Nebenkostenabrechnung, Recht
Kann ich die Nebenkosten absetzen, wenn mir die Abrechnung vom Vermieter (noch) fehlt?

Hallo zusammen!

Ich sitze gerade an meiner Lohnsteuererklärung für 2020 und bin gerade über die Nebenkostenabrechnung gestolpert. Allerdings habe ich (noch) keine Abrechnung erhalten und bis zur Abgabefrist ist es ja nicht mehr so lang. Meine Vermieterin sagt außerdem, dass diese Abrechnung nur die Gesamtsumme der Betriebskosten beinhaltet, aber keine detaillierte Auflistung darstellt. Diese Abrechnung soll ich "im Laufe dieses Jahres" erhalten.

Ich habe daher einmal in den Mietvertrag geguckt. Hier steht unter "Mietzins und Nebenkosten" erstmal "Neben der Miete trägt der Mieter die Betriebskosten i.S.d. Betriebskostenverordnung (Betr.KV s. Anlage 1)" und kurz darunter "Auf diese Betriebskosten ist eine monatliche Vorauszahlung von 130 EUR zu zahlen." Diese 130€ sind damit in der monatlichen Gesamtmiete enthalten.

Ich habe also einmal einen Blick in diese Anlage 1 geworfen. Hier werden tatsächlich diverse (insgesamt 17) Arten von Betriebskosten aufgelistet. Allerdings steht hier nicht, wie viel ca. zu welchem Zweck genutzt wird. Und wie es aussieht werde ich ja auch keine genaue Auflistung erhalten.

Hat jemand bereits ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir sagen, was man da tun kann? Meine Vermieterin sagte, ich könnte ja einfach den Gesamtbetrag als "Betriebskosten" aufführen, aber ich habe das Gefühl, das wird dem Finanzamt nicht so gut gefallen.

Würde mich über Antworten freuen.

LG,

Martin

Nebenkostenabrechnung, Steuern
Heizkostenabrechnung bei Fussbodenheizung?

Hallo Zusammen,

bei meiner diesjährigen Jahresabrechnung ist mir aufgefallen, dass ich im letzten Jahr 15,21 kwH bei meiner Fussbodenheizung verbraucht haben soll. In den Jahren vorher lag der Verbrauch zwischen 5,5 und 7,5 kwH. Die Fussbodenheizung in der Wohnung läuft Thermostatgesteuert, die ich generell nicht verändere. Nach Rückfrage bei meinem Vermieter kam die lapidare Antwort, dann habe ich halt wesentlich mehr geheizt. 2 oder 3 kwH würde ich ja noch verstehen, aber direkt mehr als das Doppelte erscheint mir absurd. Da ich nur den Zählerstand von Anfang diesem Jahr habe, kann ich selber den Verbrauch nicht nachzuvollziehen. Soweit die Fakten, nun meine Fragen:

  1. Kann es wirklich sein, dass man doppelt soviel heizen kann?
  2. Da ich nicht weiß wer die Verwaltung macht, muss mein Vermieter diesen mir auf Nachfrage mitteilen? Noch sperrt er sich.
  3. Muss ein Verwalter die Zählerstände der letzten Jahre aufbewahren, und auf Nachfrage auch herausgeben?
  4. Könnte es auch sein, dass der elektronische Verbrauchszähler einen Defekt hat, obwohl ich mir das nicht vorstellen kann.

In der aktuellen Heizperiode Januar bis April habe ich ein Verbrauch von 3kwH. Da diese aber jetzt endet und erst im September bzw. Oktober wieder beginnt komme ich dieses Jahr normalerweise wieder auf ca. 7 kwH.

Vielen Dank jetzt schon mal für eure Antworten. Ich bin gespannt wie ihr das seht. Noch einen erholsamen Sonntag und immer schön Gesund bleiben.

Gruß Jürgen

Heizkosten, Nebenkostenabrechnung
Pfuscht mein Vermieter bei der Nebenkostenabrechnung?

Tja, was soll ich sagen ... ich suche Rat! Schließlich bewege ich mich bei folgendem Fall nicht im Bereich von schweren Vergehen, aber auch nicht von Bagatellen. Ich vermute eine Art Kavaliersdelikt ...

Ich miete eine Wohnung von etwa 70 Quadratmetern. Sie befindet sich im ersten Stock zusammen mit einer weiteren, etwas kleineren Wohnung (etwa 40 qm). Im Erdgeschoss darunter mietet eine Verwandte des Vermieters eine Praxis, die wohl etwa 100 bis 110 qm hat.

Bei der Nebenkostenabrechnung ist mir schon seit vielen Monaten unwohl, und das, obwohl der Vermieter bei Erstellung der Abrechnung genaue Werte zur Verfügung hat. Er hatte nämlich vor Vermietung des Hauses darauf geachtet, für jede einzelne Wohnung einen eigenen Zähler anzubringen. Ich machte damals bei Einzug (als Erstmieter) den Fehler, die entsprechenden Zähler nicht zu prüfen. Ich verließ mich darauf, dass sie auf einem Wert um die Null stehen.

Diesen Fehler machte ich aber dann irgendwann nicht mehr. Ich begann, die Zähler (unregelmäßig) abzulesen. Die Unregelmäßigkeit ist insofern aber überhaupt nicht schlimm, weil die modernen Zähler über eine Speicherfunktion für den Wert am 31.12. verfügen.

Es geht um die Werte bei der Heizung. Die drei Zähler an der Gas-Zentralheizung zeigen den Verbrauch in MWh an. Bei der Umrechnung der Werte in Prozent komme ich zu folgendem Ergebnis:

Legende: (a) mein eigener Verbrauch; (b) Wohnung Nr. 2; (c) Erdgeschoss ######################################## Anteil dem Zähler gemäß: (a) 8,26 %; (b) 29,17 %; (c) 62,57 %.

Anteil in der NK-Abrechnung: (a) 27,57 %; (b) 21,00 %; (c) 51,43 %. ########################################

(Anmerkung: Ich bin tagsüber großteils nicht in der Wohnung und daher mit der Heizung extrem sparsam.)

Hier klafft einiges auseinander ... Als ich direkt nach der persönlichen Aushändigung der NK-Abrechnung Zweifel hegte und 'stammelte' "Den Punkt mit der Heizung ist mir nicht ganz klar ... Haben Sie nach Quadratmetern (!) gerechnet oder wie?", da antwortete er: "Mit der Frage hatte ich schon gerechnet". Er bot mir jedoch an, mir die Rechnung vorzulegen und mit der Forderung der Nachzahlung zu warten, meldete sich anschließend aber wieder über (mittlerweile schon) Wochen nicht mehr bei mir. (Ich sage jetzt nicht, dass das ungewöhnlich ist, außerdem ist einem ein Vermieter, der einem nicht dauernd auf der Schwelle rumtanzt, ja auch ganz lieb.)

(Man beachte auch den Faktor der mit dem Vermieter verwandten Mieterin.)

Die Frage ist: Wie nähere ich mich meinem Vermieter? Schließlich will ich einen freundlichen Umgang aufrechterhalten ... Bei schriftlichen Aufforderungen z.B. ... naja - kann man sich denken, nicht wahr?

Danke für Eure Hilfe :)

Heizkosten, Nebenkosten, Nebenkostenabrechnung

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