Liegt hier ein fristloser Kündigungsgrund für eine Mietwohnung vor?

Ich wohne derzeit in einer Mietwohnung und habe meine ordentliche Kündigung gemäß gesetzlicher Kündigungsfrist eingereicht. Ich erhielt vor kurzem eine - sagen wir es mal so eine Art - Nebenkostenabrechnung, worin nur zwei Sätze mit der Höhe des Guthabens vorhanden war, jedoch keinerlei Auflisung mit eingezahlten Vorauszahlung abzüglich den effektiven Nebenkosten. Da aber eine Anlage der Thermomess vorhanden war, konnte ich ohne größeren Aufwand die Berechnung durchführen um festzustellen, dass das Guthaben weitaus höher ist als auf der dargestellten Abrechnung. Die Abrechnung war formell wie inhaltlich zu beanstanden. Bevor ich hier einen schriftlichen Widerspruch mit Fristsetzung von 14 Tage einleiten wollte, habe ich mit den Vermieter den telefonischen Kontakt gesucht. Hier muss ich noch erwähnen während des Mietverhältnisses gab es einen spontanen Eigentümerwechsel. Die derzetigen Eigentümer und Vermieter gaben an, bewusst nur anteilige Nebenkosten zurückgezahlt zu haben mit der Angabe der ehemalige Vermieter hätte noch Miete weiterzuleiten. Um das verständlich zu erklären, die Mieter im Mehrfamilienhaus bekamen ca. 2 Monate später erst die Benachrichtung, dass es neue Eigentümer gibt die auch gleichzeitig die Vermieter sind. Während der Kautionsübergabe, wo wir von ehemaligen Eigentümer wieder erhielten und die Kaution die wir dann zeitgleich an die neuen Eigentümer übergeben haben, hatte der ehemalige Vermieter schon klar ausgesagt, dass die Miete, welche noch auf sein Konto einging entsprechend weitergeleitet wurde. Das war ein kurzer Umriss aus der Vergangenheit um die Situation zu verstehen. Um wieder in Jetzt sein: Die aktuellen Vermieter gaben an, es fehlen noch Miete samt Nebenkosten so dass nur eine anteilige Auszahlung möglich wäre. Ich habe gegoogelt und als Mieter kann es hierbei egal sein, da der interne Ausgleich der Betriebskostenabrechnung die beiden Eigentümer selbst klären müssten und der aktuelle Eigentümer in der Verpflichtung steht. Um das ganze etwas zu beschleunigen rief ich meinen ehemaligen Eigentümer mal an, was da vor sich ging. Er gab mir an, es gibt keine offene Forderungen mehr, sie hätten auch von der anderen Seite ein Anwaltsschreiben erhalten das noch Summen fehlten, aber der ehemalige konnte anhand passender Belege nachweisen, dass dem nicht so ist. Die Frage, die sich mir jetzt stellt, sollte ich von meinem ehemaligen Eigentümer diese Nachweise zur Verfügung gestellt bekommen, dass hier wirklich keine offene Forderung besteht. Könnte ich damit mein Mietverhältnis aufgrund Vertrauensbruchs bzw. argliste Täuschung fristlos kündigen 14 Tage Räumungsfrist? - da hier scheinbar bewusst eine falsche Abrechnung angefertigt wurde.

betriebskosten, Mietrecht, Mietwohnung, Nebenkosten, fristlose Kündigung
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Mietkaution - Exvermieter reagiert nicht

Ich habe von August 2000 bis Januar 2006 zur Miete gewohnt. Die Vermieterin war zunächst eine ältere Dame, die die Wohnungen für eine Erbengemeinschaft verwaltet hat. Im Laufe der nächsten Jahre wurde das Haus an einen Immobilienmakler verkauft, der stadtbekannt für "krumme Dinger" ist, man findet seinen Namen des öfteren in diversen Tageszeitungen weil er mit sagen wir mal unorthodoxen Methoden vorgeht und seinen Verpflichtungen als Vermieter selten nachkommt.

So kann es vorkommen, dass im Winter wochenlang die Heizung ausfällt und er nix macht, er Mietnomaden einziehen lässt und deren Vermüllung nicht beseitigt, so dass der ganze Keller voller Ratten ist etc pp.. Mietkürzungen interessierten ihn herzlich wenig und so zogen wir dann auch aus.

Die Kaution war damals in Form eines verpfändeten Sparbuchs hinterlegt worden, auf meinen Namen angelegt bei meiner Bank.

Nach dem Auszug wollte er die Kaution nicht rausrücken weil er meinte wir seien zu grossartigen Renovierungsarbeiten verpflichtet. Wir hatten da gerade erst 1 Jahr zuvor alles renoviert und Bad und Küche nochmals vorm Auszug gestrichen, obwohl wir das nicht gemusst hätten. Dann kam er mit angeblichen Forderungen irgendwelcher Nebenkosten. es hatte einen Wasserschaden im Keller gegeben und den wollte er auf alle Mieter umlegen. Haben wir natürlich nicht gezahlt.

Mein damaliger Mann hatte dann einen Anwalt beauftragt der Verwaltung zu schreiben und danach kam auch nichts mehr, keinerlei Forderung etc.

Letztlich wollte ich das Sparkonto auflösen, weil ich davon ausging, dass durch die Verjährung der Ansprüche des Vermieters das kein Problem darstellt. tuts aber doch. Sie brauchen eine Rücknahme der Verpfändung und das Buch.

Das Problem ist, dass der Ex-Vermieter nicht zu erreichen ist. Keine Mailadresse, Briefkastenfirma in der Innenstadt, nie jemand telefonisch zu erreichen, keine Reaktion auf Briefe etc..

Die Bank meinte ich müsse nun einen Rechtsanwalt einschalten. Das würde ich aus Kostengründen natürlich ganz gerne vermeiden. Ich frage mich ob sich die Bank da wirklich so quer stellen kann, wenn die rechtlichen Ansprüche des Vermieters eh verjährt sind. Oder liege ich falsch und das sind sie gar nicht?

Würde es nicht mehr Sinn machen Druck auf die Bank auszuüben? Oder kann ich das gleich vergessen?

Hinzu kommt, dass ich eh keinerlei Unterlagen mehr besitze weil mein Exmann alles mögliche einfach mitgenommen hat und wir gar keinen Kontakt mehr seit der Scheidung 2011 haben.

Alles doof. Aber ich will die 1400 Euro auch nicht so einfach in den Wind schiessen.

Kaution, Mietrecht, Mietwohnung, vermieter, Verjährungsfrist, Verpfändung
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Unglaubliche Betriebskostenabrechnung — Vergleichswerte gesucht!

Liebe Forums-Mitglieder,

heute ist die Betriebskostenabrechnung unserer neuen (und jetzt schon wieder alten) Wohnung für den Zeitraum 15.12.2014 - 31.12.2014 ins Haus geflattert. Die meisten Punkte der Abrechnung der Hausverwaltung (Müll, Steuer, Hausmeister etc.) scheinen ganz in Ordnung zu sein, doch beim Punkt Energieabrechnung bin ich hinten über gefallen.

Für die 17 Tage ist eine Nachzahlung für Energie (Warmwasser, Heizung, Kaltwasser etc.) von 490,92 € (!!!) fällig. Die Abrechnung erfolgt über die TECHEM.

Ich bin völlig baff und überfordert. Steigende Preise hin oder her, aber: DAS KANN DOCH NICHT SEIN?!

Hier mal im Vergleich die Daten für Warmwasser:

Warmwasserkosten: 4.033,27 30% Grundkosten 1.209,98 (Gesamtkosten) : 1.028,790 m2 Nutzfläche (Gesamteinheiten) = 1,176120 (Preis je Einheit) x 87,710 (Ihre Einheiten) x 17/365 = 4,81 € (Ihre Kosten)

70% Verbrauchskosten 2.823,29 (Gesamtkosten) : 123,993 Kubikmeter (Gesamteinheiten) = 22,769753 (Preis je Einheit) x 9,647 (Ihre Einheiten) = 219,66 € (Ihre Kosten)

Gesamte Warmwasserkosten: 224,47 €

Ich bin wirklich kein Profi beim Entziffern dieser Werte, aber auf den ersten Blick und nach ein paar Rechenbeispielen mit einem utopischen Warmwasserverhalten, komme ich einfach nicht auf diese Summen...!! Und bei den Heizkosten sieht es nicht anders aus.

Was kann ich tun? Wer kann mir helfen? Hat jemand Referenzwerte für einen 2-Personen-Haushalt in einer 85m2 Wohnung?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Heizkosten, Mietrecht, Mietwohnung, Nebenkosten, Nebenkostenabrechnung, wohnung
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Warte seit einem Monat auf Termin für Austausch der Messgeräte an der Heizung - Was nun?

Hallo,

ich habe folgendes Problem:

Ich bin im März diesen Jahres in meine neue Wohnung gezogen. In der Wohnung sind noch die alten Messröhrchen an der Heizung vom letzten Jahr vom Vormieter. So kann mein Verbrauch nicht ermittelt werden, da der Verbrauch vom Vormieter im letzten Jahr schon geschätzt werden musste. Mein Verbrauch kann erst ab dem Zeitpunkt gemessen werden, wo die Messgeräte an der Heizung ausgetauscht werden. Am 12.08. rief ich deshalb bei meinem Vermieter (ein Mitarbeiter der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover) an. Dieser rief dann bei der Ablesefirma ISTA an und gab bei denen den Austausch der Messgeräte an der Heizung in Auftrag. Als ich bei der Firma ISTA eine Woche später selbst anrief, wurde mir bestätigt, dass der Vermieter den Auftrag am 12.08. wirklich mitgeteilt hat. Die Mitarbeiterin der ISTA sagte mir dann, dass noch ein Auftragnehmer gefunden werden muss, welcher den Austausch der Messgeräte vornimmt, da die ISTA selbst die Messgeräte nicht austauscht. Das klang plausibel, weshalb ich einfach abwartete, bis ein Termin vom Ableser kommt. Jetzt ist allerdings schon ein Monat vergangen und ich hatte bisher immer noch keinen Termin im Briefkasten. Ich mache mir nun Sorgen, dass die Messgeräte gar nicht mehr ausgetauscht werden, was aber wichtig ist, da sonst mein Verbrauch nicht gemessen werden könnte.

Was noch belastend dazukommt: Mein eigentlich für mich zuständiger Sachbearbeiter bei der Wohnungsgesellschaft sagt immer, ich soll einfach bei der ISTA anrufen und selbst nach einem Termin fragen. Wenn ich dann bei der ISTA anrufe, sagen die mir immer, dass ich mich an meinen Vermieter wenden soll, weil ich nicht der Kunde der ISTA bin. Heißt also: Vermieter sagt, ich soll mich bei der ISTA melden und ISTA sagt, ich soll mich beim Vermieter melden. So komme ich dann nie weiter, was mich auch belastet.

Das einzige, was ich noch machen könnte, wäre, wieder den anderen Sachbearbeiter der Wohnungsgesellschaft anzurufen, der ja schon am 12.08. weitergeholfen hat und bei der ISTA den Auftrag mitgeteilt hat. Nur was ist, wenn auch der nicht mehr bei der ISTA anrufen würde? Dann würden bei mir die Messgeräte an der Heizung nie ausgetauscht werden.

Deshalb meine Frage: Meint ihr, dass ich noch einen Termin von dem Ableser zugeschickt bekomme, welcher die Messgeräte an der Heizung austauscht? Seit dem 12.08. ist wie gesagt schon ein Monat vergangen und ich bekam bisher noch keinen Termin. Soll ich noch diesen Monat abwarten?

Danke im Voraus für Eure Hilfe =)

Haushalt, Heizkosten, Heizung, Miete, Mietrecht, Mietwohnung, Technik, vermieter
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2 freie Waschmaschinenanschlüsse im Keller vorhanden, Vermieter will neuen montieren & Kosten teilen

Hallo Hallo,

folgendes Problem: vor einigen Wochen habe ich eine Waschmaschine geerbt/geschenkt bekommen. Sie steht bereits im Keller & ich habe direkt meinem Vermieter Bescheid gegeben. Dieser meinte dann, es müsse eine neue "Leitung" (seine Worte) gelegt werden, was mMn Quatscht ist, da insgesamt 3 Wasseranschlüsse (inkl. Zähler) vorhanden sind und nur eine weitere Mietpartei dort ihre Waschmaschine stehen hat (ich habe eine der kleinsten Wohnungen im Haus und schätze, dass die anderen 12 Parteien ihre Maschinen in den Wohnung haben). Steckdosen sind auch mehrere vorhanden, die alle einzeln abgeschlossen sind.

Mein Lösungsvorschlag: ich bekomme den Schlüssel für die Steckdose, die meiner Wohnung zugeteilt ist und schließe meine Maschine an einen der freien Anschlüsse an. Um meinen Wasserverbrauch zu ermitteln, rechnet man dann einfach den Stand des Zählers in meiner Wohnung und des Zählers an der Waschmaschine zusammen und gut ist. Der Vermieter meinte jedoch, das müsse mit der Hausverwaltung und den anderen Eigentümern abgeklärt werden. Heute bekam ich die E-Mail von ihm, dass er nun die Genehmigung hätte, einen neuen Anschluss verlegen zu lassen. Dazu müsste noch ein Zähler installiert werden und ob ich damit einverstanden wäre, wenn wir die Kosten 50/50 aufteilen würden. Habe jetzt erst mal gesagt, dass ich gern einen verbindlichen Kostenvoranschlag hätte (ich kauf ja nu nicht die Katze im Sack -.-), bin aber eigentlich überhaupt nicht damit einverstanden und überlege, ob ich nicht mal selbst bei der Hausverwaltung anrufen soll...

Frage nun: Kann es tatsächlich sein, dass die Anschlüsse im Keller zu bestimmten Wohnungen gehören? Warum sind dann extra Wasserzähler daran installiert? 50% der Kosten zu übernehmen finde ich auch ein wenig überzogen, da ich nicht vorhabe, ewig hier zu wohnen & ich kann ja später dann schlecht vom Nachmieter Geld dafür verlangen...

(Im Mietvertrag steht nichts von einem WaMa-Anschluss und auch nichts von Waschräumen im Keller, lediglich von "Gemeinschaftsräumen", die von allen Mieter*innen genutzt werden können. Der Vermieter hatte mir den Raum bei der Schlüsselübergabe gezeigt, da ich zu dem Zeitpunkt aber keine WaMa hatte und auch nicht vorhatte, eine anzuschaffen, haben wir das Thema ausgelassen.... Schande über mein Haupt, eigentlich sichere ich mich nämlich immer in allem ab...)

Vielen lieben Dank schon mal im Voraus!

Mietrecht, Mietwohnung, vermieter, Kostenverteilung, Waschmaschine, Anschluss
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Zwei Hauptmieter - Rückständige Kaution und Miete - Ein Hauptmieter wurde inhaftiert

Hallo, ich hoffe, mir kann jemand weiterhelfen bei folgendem Problem: Ein Pärchen, ist als Mieter in eine Wohnung im Herbst 2013 eingezogen. Mit beiden wurde der Mietvetrag mündlich gemacht. Sie haben nie regelmäßig die Miete bezahlt und sind nun mit einem Teil der Mietzahlungen in Rückstand, ebenso mit der Kaution. Wir haben versucht, eine gütliche Einigung herbei zuführen. Leider ist diese gescheitert. Gestern haben wir eine letztmalige Zahlungsaufforderung in den Briefkasten gelegt - beide per SMS und E-Mail über den Posteingang im Briefkasten zusätzlich darüber informiert - und vorsorglich bei erneuter Nichtzahlung die fristloste Kündigung ausgesprochen und die Räumung zum Monatsende verlangt. Nun haben wir heute erfahren, dass vor ein /zwei Tagen ein Hauptmieter inhaftiert wurde. Vermieter und Mieter besitzen einen Wohnungsschlüssel. Was können wir tun? In der Wohnung ist derzeit die Lebensgefährtin, die eine Ausbildung macht und nicht allein für die Mietzahlung aufkommen kann. Kann Sie das Mietverhältnis für beide auflösen und die Wohnung mit dem gesamten Hab und Gut räumen. Die offenen Mietrückstände würden wir über Mahnbescheid, gegenüber beiden als Gesamtschuldner, geltend machen. Ich denke um nicht nur weitere Kosten für beide Seiten zu verursachen und einen Titel zur Sicherung des Anspruchs zu gewinnen. Müssen wir eine Räumungsklage einreichen und dem Lebensgefährten eine eigene Kündigung aussprechen. Kann ein Versuch unternommen werden, mit dem Verteidiger zu sprechen um eine gütliche Lösung zu finden?

Kündigung, Mieter, Mietkaution, Mietrecht, Mietwohnung, Räumung
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Vermieter-freundlicher Mietvertrag? Einige ungewöhnliche und fragwürdige Klauseln!

Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach eine Mietwohnung und habe vor einigen Tagen eine besichtigt. Glücklicherweise besteht Interesse seitens des Vermieters, weswegen er mir vorab den Mietvertrag zugesendet hat.

Aus meiner Sicht enthält der Mietvertrag jedoch ungewöhnliche und fragwürdige Klauseln, die mir bereits jetzt etwas Bauschmerzen bereiten. Nachfolgendes ist gemeint:

(1) (...) Eine Instandsetzungs-/-haltungspflicht des Vermieters für die genannten Elektrogeräte besteht nicht. --> Der Vermieter vermietet jedoch u.a. die Einbaukücke inkl. der Elektrogeräte. Im Falle eines Defekts muss er doch dann auch dafür sorgen, dass diese wieder funktionieren. Deshalb zahlt man doch einen Mietzins, oder?

(2) Hinsichtlich des Zustandes der Mietsache werden folgende Feststellungen getroffen: (...) Beanstandungen liegen nicht vor. --> Gibt es nicht hierzu ein Übergabeprotokoll?

(3) Die Schönheitsreparaturen und den Ersatz von Glasscheiben und Spiegeln übernimmt der Mieter. --> Grundsätzlich wäre ich einverstanden, wenn die Schäden durch eigenes Einwirken oder Dritte entstanden sind. Aber prinzipiell dies zu übernehmen, sehe ich nicht als Aufgabe des Mieters. Wie seht Ihr das?

(4) Soweit bei Beendigung des Mietverhältnisses die Renovierungsfristen (7 Jahre, aktuell in 5 Jahren wieder) seit Beginn des Mietverhältnisses oder seit der letzten Renovierung noch nicht vollständig abgelaufen sind, hat der Mieter eine zeitanteilige, nach vollen abgelaufenen Jahren gestaffelte Quote der Kosten einer fälligen Renovierung zu tragen. --> Grundsätzlich bin ich selbstverständlich dafür, Wohnungen in einem einwandfreien Zustand zu überlassen. Dass der Mieter jedoch dies übernimmt, halte ich für fragwürdig. Das gibt mir stark zu denken. Euch?

(5) Der Mieter trägt die Kosten für kleine Instandhaltungen, soweit die Kosten für die einzelne Reparatur 200,- Euro und der dem Mieter dadurch entstehende jährliche Aufwand 6 % der Jahresbruttokaltmiete nicht übersteigt. Die kleinen Instandhaltungen umfassen das Beheben kleiner Schäden an den Installationsgegenständen für Elektrizität und Wasser, den Heiz- und Kocheinrichtungen, am Kühlschrank und Geschirrspüler, den Fenster- und Türverschlüssen, Rollos und Lamellenvorhänge sowie den Verschlussvorrichtungen der Fenster. --> Grundsätzlich wäre ich einverstanden, wenn die Schäden durch eigenes Einwirken oder Dritte entstanden sind. Aber prinzipiell dies zu übernehmen, sehe ich auch hier nicht als Aufgabe des Mieters. Das geht mir zu weit.

(6) Will der Mieter Einrichtungen, mit denen er die Mieträume versehen hat, bei Beendigung des Mietverhältnisses wegnehmen, hat er sie zunächst dem Vermieter zur Übernahme anzubieten. --> Bitte was? Wie ist das zu verstehen? Dass ich die Einrichtung nach Beendigung des Mietverhältnisses angeboten wird, obliegt alleine dem Mieter.

Fotzsetzung weiter unten...

mieten, Mietrecht, Mietvertrag, Mietwohnung, Vertragsrecht, WOHNRECHT
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Wohnungübergabe (Auszug): Schäden & nicht erfolgte Schönheitsreparaturen

Beim Auszug/Wohnungsübergabe meines Mieters (Mietdauer 9 Jahre), habe ich als Vermieter einige gravierende Schäden festgestellt.

Der Mieter weigert sich diese auf seine Kosten zu beheben und beruft sich normale Gebrauchs- und Verschleißspuren:

  1. In der vom Vermieter gestellten Küche (bei Einzug 2 Jahre alt) viele Schaniere defekt. Während der Mietdauer anscheinend nie nachjustiert. Aufgrunddessen sind dann auch zwei Türen abgefallen und deren Holz beschädigt bzw. Beschichtungen abgeplatzt.

  2. Die Badezimmertür-Zarge durch mehrere Bohrungen verletzt, um ein Regal anzuschrauben.

  3. Fußbodenleiste teils abgerissen.

  4. Bei einer Wohnungstür Rahmen/Zarge zersplittert und Türklinke komplett defekt.

Die o.g. Schäden wurden während der kompletten Mietziet nie vom Mieter gemeldet.

Schönheitsreperaturen & Instandsetzungen:

Der Mieter hat während der 9 Jahre nicht einmal tapeziert bzw. gestrichen (Tapete ist noch vom Vormieter) und will jetzt auch beim Auszug weder neu tapezieren, noch große Dübellöcher beheben, etc. Obwohl im Mietvertrag steht, daß er Schönheitsreparaturen u.a. Tapezieren während der Mietdauer bzw. spätestens bei Ende des Mietverhältnisses duchführt. Außerdem hat der Mieter für Bagatellschäden bis 50 € auf eigene Kosten lt. Vertrag aufzukommen.

Ich habe die Wohnung in diesem Zustand so nicht abgenommen, die Schäden im Protokoll mit Fotos festgehalten und dem Mieter eine Frist von 2 Wochen für die Reparatur eingräumt.

Fragen:

  1. Inwieweit bin ich als Vermieter im Recht? Welche Schäden und Schönheitsreparaturen muß der Mieter auf eigene Kosten tragen?

  2. Weitere Vorgehensweise? Anwalt einschalten (wegen hoher Kosten ungern)?

  3. Einbehaltung der Kaution? Die Wohnung auf meine Kosten tapezieren und alle Schäden beheben lassen. Allerdings deckt die Kaution bei weitem nicht die Schäden und die noch ausstehende Nebenkostenabrechnung ab.

  4. Sonstige Vorschläge?!

Vielen Dank für eine Antwort, Vorschläge und Tipps.

Mietrecht, Mietvertrag, Mietwohnung, Recht, Schaden, Schönheitsreparaturen
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Auf wie viele (kostenlose) Haus- und Wohnungstürschlüssel hat man Anspruch?
  1. In einer Mietwohnung wohnen 5 Personen (Eltern mit älteren Kindern). Besteht ein Anspruch auf einen kostenlosen Wohnungsschlüssel pro Person? Wenn nicht, wie viele Schlüssel dann?

Den Mietvertrag haben nur die beiden Eltern unterschrieben (es gibt also sozusagen schwarz auf weiß nur zwei "offizielle" Bewohner), im Mietvertrag steht aber nichts darüber, wie viele Personen tatsächlich die Wohnung bewohnen oder bewohnen dürfen, und der Vermieter weiß natürlich, dass die ganze Familie dort wohnt und ist auch einverstanden, die Wohnungsgröße passt auch usw., nur besteht er darauf, 2 kostenlose Schlüssel seien ausreichend, 3 schon großzügig und 5 unmöglich. Ist das so rechtens?

  1. Wie sieht es bei den Haustürschlüsseln aus?

  2. Angenommen, jeder hat nun einen Haustürschlüssel, wobei der Vermieter nur zwei bezahlt und der Mieter die drei anderen mit dessen Genehmigung selber besorgt und bezahlt hat. Nun wird das Haustürschloss ausgewechselt. Muss der Mieter auch dann seine 3 "Extra"schlüssel wieder bezahlen? Auch, wenn immer wieder mal das Haustürschloss getauscht wird?

Danke für Antworten. Besonders hilfreich wäre es mit Begründung, Paragraph o.ä., denn mit google finde ich schon alle möglichen widersprüchlichen Antworten auf die Frage, nur die Begründungen fehlen, meistens sagen die Antworter nur, ob Ihrem persönlichen Gerechtigkeitsempfinden nach die Ansprüche des Mieters übertrieben sind oder nicht...

Mietrecht, Mietwohnung, Recht, Zivilrecht, BGB
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Rohrbruch bei starken Regenfällen

Hallo,

ich habe eine Frage wer den Schaden bei einem Rohrbruch zahlt. Es hat bei uns sehr stark geregnet, sodass das Abwasserrohr in einem Keller gebrochen ist. Das Wasser stand dann in der Mitte des ganzen Kellerabteils, indem sich rechts und links Keller befinden. Der Rohrbruch selbst war am Ende des gesamten Kellerabteils. Das Wasser ergoss sich sozusagen im Gang im Keller. Da wohl in einigen Kellern kein Wasser stand, hielt es unser Vermieter nicht für notwendig uns bescheid zu sagen, dass es zu einem Rohrbruch kam. 2 Wochen nach dem Ereignis war ich im Keller und habe nicht schlecht gestaunt. Bei Abschluss unseres Mietvertrages wurde uns zugesichert, dass die Keller trocken sind, erst nach diesem Ereignis erzählten auch andere Nachbarn, dass Wasser öfter mal im Keller steht. Muss dazu sagen, sind erst neu in die Stadt gezogen. Da unser Keller bisher IMMER trocken war, habe ich natürlich auch dieverse Sachen dort gelagert (LED-Acry-Pyramide, Winterreifen, Subwoofer für Auto usw.). Diese ganzen Sachen sind natürlich hin und einige meiner privaten Erinnerungen. Unser Vermieter meinte, da ja alle anderen Keller nicht betroffen waren, hätte er vergessen uns bescheid zu sagen. Nun hatte das Wasser, es stand ca. 3cm hoch, natürlich genug Zeit in alles hineinzukriechen. Habe den Schaden natürlich meiner Hausratversicherung gemeldet. Diese lehnen die Zahlung ab, da ich keine Elementarschäden mit abgedeckt habe. Woher sollte ich auch wissen, dass der Keller öfter unter Wasser steht? Und in einer Mietwohnung ist das ja eigentlich nicht nötig. Nun die Frage: wer kommt für den Schaden auf???

Lieben Dank für eure Antworten.

hausratversicherung, Mietrecht, Mietwohnung, vermieter, Wasserschaden, Zahlung
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Makler verlangt Erstattung bei einer Absage der Reservierungsvereinbarung

Hallo zusammen,

habe kürzlich eine Mietwohnung mit einem Immobilienmakler besichtigt (Makler wurde nicht von mir beaftragt).

Da mir die Wohnung zugesagt hat, habe ich die Selbstauskunft, eine Reservierungsvereinbarung sowie die üblichen relevanten Kopien eingereicht und mich somit beworben. Ein Passus der Reservirungsvereinbarung gibt mir jedoch stark zu denken, da ich auch an anderen Mietwohnungen interessiert bin:

"Der makler stellt seine Geschäftstätigkeiten mit Unterzeichnung der Reservierungsvereinbarung ein und sagt allen anderen Interessenten ab. Es entsteht dem Makler ein wirtschaftlicher Verlust bei Rücktritt der Reservierung, da er erneut in die Werbung gehen muss. Aus diesem Grunde verpflichtet sich der/die Mietinteressent/in bei Rücktritt der Reservierung, EUR 100,00 zzgl. 19% MwSt. unwiderruflich an das o.g. Immobilienunternehmen zu zahlen".

Meiner Meinung nach nicht rechtens, da dies das Risiko des Maklers ist und dies eigentlich auch mit der Mietprovision abgedeckt werden müsste. Habe etwas recherchiert und einige Rechtssprechnungen gefunden, die der selben Meinung sind. Frage mich auch, wie es ist, wenn mir der Mietvertrag selbst nicht zusagt.

Wie seht Ihr den Passus? Wie würdet Ihr bei eigener Absage der Wohnung reagieren?

Besten Dank! Achilles

Immobilienmakler, Makler, Mietrecht, Mietwohnung, wohnung, Maklerprovision, Vereinbarung
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Unter Arrest!

Hallo,

ich hoffe, mir kann hier jemand helfen. Seit 13 Jahren lebe ich in einer 2-Zimmer-Wohnung mit kleiner Terrasse zur Miete. Meine Wohnung grenzt an einen begrünten Innenhof, die Terrasse ist durch einen Zaun begrenzt. Alle Wohnungen hier, die zum Innenhof gehen, haben eine Terrasse mit Zaun.

Als ich einzog, habe ich mit Zustimmung der damaligen Hausverwaltung eine Türe in den Zaun eingebracht, wie die meisten schon vor mir. Auf dem schmalen Pflanzstreifen vor dem Zaun pflanzen sich die Leute Blumen, Käuter usw. an. Ich hatte damals beim Einzug einen Bambus gepflanzt, der - so die neue Hausverwaltung - so stark verwurzelte, dass er die Betondecke unterhalb sprengte, wodurch ein erheblicher Schaden entstanden ist. Der Bambus musste entfernt und alles sarniet werden. Es wurden aber zeitgleich auch an anderen Stellen im Innenhof solche Sanierungsmaßnahmen vorgenommen, die mit dem Bambus nicht in Verbindung standen.

Seitdem werde ich massiv vom Hausmeister schikaniert. Es wurde mir von einem Tag zum andern verboten, den Außenbereich zu nutzen, ja auch nur zu betreten. Ein neuer Bretterzaun wurde errichtet und mir wurde untersagt, eine Türe daran anzubringen.

Gleichzeitig muss ich zusehen, wie alle anderen sehr wohl nach draußen gehen und hier Anpflanzungen tätigen, es sich schön machen. Bei mir liegen Steine herum, alles ist unaufgeräumt und verwildert. Nichts wird gerichtet.

Es kommt hier mehrmals im Jahr ein Gärtner vorbei. Als ein paar Sonnenblumen vor meiner Terrasse wuchsen, hat sie der Gärtner ausgerissen und mir über den Zaun geworfen. Mein Kater ging 12 jahren raus, legte sich auf die Wiese. Das war nun auch verboten, gleichwohl keine einzige Beschwerde seitens meiner Nachbarn vorlag. Doch der Hausmeister behauptete auf einmal, das Tier störe den Hausfrieden und ich erhielt 2 Abmahnungen deswegen. Als ich wegen des ständigen Wehklagens des Tieres eine Katzenklappe anbrachte, drohte mir die Kündigung, wurde dann aber vom Eigentümer abgewendet.

Rufe ich bei der Hausverwaltung an, wird aufgelegt, man behandelt mich nur mit Verachtung, das geht alles vom Hausmeister aus. Nachbarn haben mir erzählt, dass er ständig über mich herzieht und mich als Irre bezeichnet, die weggesperrt gehört. Ich lebe zurückgezogen, zahle meine Miete, habe zu allen Nachbarn ein ausgezeichnetes Verhältnis. Trotzdem werde ich schikaniert ohne Ende. Schließlich pflanzte jemand etwas nachts vor meinem Zaun, ich glaube, den Sohn des Hausmeisters erkannt zu haben. Dann kam der Hausmeister fast täglich vor meine Terrasse und begoß das Zeug. Nach 3 Monaten zeigte er mich an wegen illegalen Drogenanbaus, denn es handelte sich, wie ich jetzt weiß, um Marihuana. Ich habe es nicht gepflanzt!

Andere bauen sich Bergolas, mir wird alles verwährt. Kann man mir das wirklich alles verbieten? Mir wird gesagt, der Außenbereich sei verboten, für andere Mieter gilt dies aber nicht. Bin für jeden Hinweis dankbar.

johanna

Mietrecht, Mietwohnung
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