Vertragsreue im Mietrecht

Da sich a. nicht mit neuen Fragen zum Mietrecht blicken läßt, springe ich jetzt in die Lücke:

Ein Fall aus der Praxis, leider meiner eigenen: Die Mieterin eines Appartements hat Kündigungsfrist bis zum 31.12.13 und fragt, ob sie vorzeitig aus dem Vertrag entlassen wird, wenn sie einen Nachmieter stellt. Ich bin einverstanden. Die Mietinteressentin besichtigt heute die Wohnung und kommt dann zu mir um den Mietvertrag abzuschließen. Die Dame ist volljährig, nicht erkennbar geisteskrank und hat ihren Lebensgefährten zur Verstärkung dabei. Ich schließe den Vertrag per 1.11.13 und schicke der bisherigen Mieterin eine Mail mit der ich ihr mitteile, dass sie zu diesem Termin aus dem Mietverhältnis entlassen ist. Einige Stunden später meldet sich die neue Mieterin mit dem Ansinnen, aus dem Vertrag entlassen zu werden weil sie sich voreilig entschieden habe. Ich habe das abgelehnt und sie auf die Kündigung verwiesen, nicht ohne zum Trost auf die Möglichkeit einer Ersatzmietergestellung hinzuweisen.

Und jetzt die Frage: Bis 1.11. ist noch so viel Zeit, dass die Wohnung neu vermietet werden könnte. Ich habe ohnehin schon angekündigt, die Kosten für die Vertragsformulare erstattet bekommen zu wollen.Das sind aber nur 6 Euro. Mich wurmt, dass ich eine Stunde Lebenszeit für die Vertragserstellung kostenlos opfern soll. Ich wollte mal 50 Euro als Pauschale verlangen.

Was meint Ihr: Zu viel, zu wenig, gerade richtig? Wer hat so was auch schon mal erlebt und kann konkrete Zahlen nennen?

Kündigung, Mietrecht, Schadensersatz
6 Antworten
Auf wie viele (kostenlose) Haus- und Wohnungstürschlüssel hat man Anspruch?
  1. In einer Mietwohnung wohnen 5 Personen (Eltern mit älteren Kindern). Besteht ein Anspruch auf einen kostenlosen Wohnungsschlüssel pro Person? Wenn nicht, wie viele Schlüssel dann?

Den Mietvertrag haben nur die beiden Eltern unterschrieben (es gibt also sozusagen schwarz auf weiß nur zwei "offizielle" Bewohner), im Mietvertrag steht aber nichts darüber, wie viele Personen tatsächlich die Wohnung bewohnen oder bewohnen dürfen, und der Vermieter weiß natürlich, dass die ganze Familie dort wohnt und ist auch einverstanden, die Wohnungsgröße passt auch usw., nur besteht er darauf, 2 kostenlose Schlüssel seien ausreichend, 3 schon großzügig und 5 unmöglich. Ist das so rechtens?

  1. Wie sieht es bei den Haustürschlüsseln aus?

  2. Angenommen, jeder hat nun einen Haustürschlüssel, wobei der Vermieter nur zwei bezahlt und der Mieter die drei anderen mit dessen Genehmigung selber besorgt und bezahlt hat. Nun wird das Haustürschloss ausgewechselt. Muss der Mieter auch dann seine 3 "Extra"schlüssel wieder bezahlen? Auch, wenn immer wieder mal das Haustürschloss getauscht wird?

Danke für Antworten. Besonders hilfreich wäre es mit Begründung, Paragraph o.ä., denn mit google finde ich schon alle möglichen widersprüchlichen Antworten auf die Frage, nur die Begründungen fehlen, meistens sagen die Antworter nur, ob Ihrem persönlichen Gerechtigkeitsempfinden nach die Ansprüche des Mieters übertrieben sind oder nicht...

Mietrecht, Mietwohnung, Recht, Zivilrecht, BGB
5 Antworten
Mietbürgschaft zusätzlich zur Kaution

Zu diesem Thema ist hier schon oft gefragt worden und auch ich habe zu den Antwortern gehört. Mir ist das Stichwort "Übersicherung" bekannt, aber auch, dass es Ausnahmen gibt. Mich interessiert Eure Meinung, ob hier eine Ausnahme vorliegt.

Es geht um eine bei mir anstehende Vermietung. Da hat sich eine junge Frau gemeldet, die hervorragend in die Mieterstruktur des Hauses passt und die überdurchschnittlich verdient. Knackpunkt ist allerdings, dass sie in der Medienbranche arbeitet und dort immer nur Verträge auf 3 Monate abgeschlossen werden. Mein Erschaudern angesichts dieses Umstands spürend hat sie mir ungefragt eine Elternbürgschaft angeboten, die neben der Kaution zu meiner Absicherung dienen soll. Ich habe mir folgenden Formulierungsvorschlag einfallen lassen:

"Wir -Name und Anschrift der Eltern- übernehmen hinsichtlich der Mietzahlungspflichten unserer Tochter -es folgt Ihr Name- bezüglich der Wohnung im Hause XXXXXX in YYYYX, die selbstschuldnerische Bürgschaft für den Fall, dass unsere Tochter infolge unerwarteter Arbeitslosigkeit ihre Verpflichtungen nicht erfüllen kann und die hinterlegte Kaution in Höhe von 2 Monatsmieten zur Deckung der Außenstände nicht ausreicht. Wir bieten diese Bürgschaft an um den Abschluß des Mietvertrags zu ermöglichen, welcher ansonsten nicht zustande gekommen wäre".

Übersicherung oder nicht?

Mietkaution, Mietrecht, Recht, Zivilrecht, BGB
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