Darf ein Studentendorf übermäßige Ersetzung von Möbeln in Rechnung stellen?

Hi liebe Community,

meine Freundin (die kein deutsch spricht) ist vor kurzem aus Ihrem Studentendorf ausgezogen, wo sie für knapp ein Jahr gewohnt hat. Wir haben Ihr altes Zimmer über Tage hin geputzt, in der Hoffnung, dass nicht die ganze Kaution in höhe von 790 einbehalten wird. Zu unserer großen Überraschung sollen wir nun noch 815 Euro oben drauf bezahlen (also wollen sie insgesamt 1600 Euro). Der hohe Preis setzt sich hauptsächlich aus Ersetzung von (Küchen)Schränken (oÄ wie Spülenunterschrank oder Küchensockel - insgesamt 700 Euro) und Montagekosten (alleine 500 Euro) zusammen.

Meine Frage ist nun, inwiefern der Vermieter (das Studentendorf) das Recht hat, eine so hohe Rechnung zu schicken und die Möbel zu ersetzen, die keine erkennbaren Schäden haben. Damit Ihr das besser einschätzen könnt, was im Mietvertrag dazu steht, habe ich relevante Zitate in einem Foto angehängt.

Außerdem hat meine Freundin nur einen deutschen Mietvertrag bekommen, den sie natürlich nicht verstehen konnte. Inwiefern ist der Vertrag dann überhaupt gültig?

Des Weiteren bezweifle ich auch, wie viele der Arbeiten das Studentendorf tatsächlich vorgenommen hat. Wir mussten nämlich bis zu einem Freitag mit dem Auszug fertig sein und ab Dienstag konnte der neue Mieter einziehen. Den kennen wir und ist tatsächlich am Mittwoch eingezogen und hat keine Ersetzungsarbeiten mitbekommen.

Was können wir machen? Als Studenten haben wir nicht die finanziellen Möglichkeiten für diese Kosten aufzukommen.

Darf ein Studentendorf übermäßige Ersetzung von Möbeln in Rechnung stellen?
Kaution, Mietrecht, rechnung
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Eine Frage zur Ruckzahlung von Mietekaution?

Hallo alle zusammen,

bis zum Februar dieses Jahres habe ich eine Wohnung gemietet. Die Wohnung wurde in gutem Zustand übergeben, bzw. nichts wurde beschädigt oder kaputt gemacht. Wenn die Rede um Kautionsrückzahlung ging, hat der Vermieter gesagt, er würde die Kaution zurückzahlen, wenn ich mich von seiner Wohnung abmelde. Leider wegen der unglücklichen Kette von Ereignissen und da ich diese Sache nicht so ernst genommen hatte, konnte ich mich nur im Juni ummelden lassen.

Aus oben genanntem Grunde entsteht es nämlich ein Problem. Der Vermieter behauptet ich musste sofort nach dem Umzug mich ummelden, und weil ich das nicht gemacht habe, wird er jetzt für jeden Monat, wenn ich in seiner Wohnung angemeldet war, 50-70 Euro von der Kaution abziehen. Die Summe steht nicht fest, da wie er gesagt hat, muss er das noch mit seinem Steuerberaterbesprechen.

Er argumentiert es so, dass wegen noch eine angemeldete Person musste er mehr Steuer für die Wohnung bezahlen, noch dazu will er den ganzen Rundfunkbeitrag, obwohl höchstwahrscheinlich der neue Mieter diesen Betrag bezahlt hat. Und noch eine Sache, die ich komisch finde, will er noch "moralische Entschädigung", weil er Sorgen machen musste, wenn ich z.B. eine Straftat beginge und die Polizei zu seiner Wohnung käme, weil ich dort angemeldet bin, würde er Ärger kriegen und müsste beweisen er hat nichts damit zu tun.

Meine Frage ist ganz einfach: Ist das rechtmäßig von seiner Seite das zu verlangen. Und was sollte ich eigentlich tun, das akzeptieren oder gibt es die Möglichkeit diese Abzüge abzustreiten?

P.S Ja ich habe gelesen, dass Vermieter nur verpflichtet ist innerhalb von sechs Monaten nach dem Auszug die Kaution zurückzuzahlen, aber das war nicht möglich da er einen langen Urlaub gehabt hat, und nur vor kurzem konnte ich mit ihn in Kontakt treten.

Vielen Dank für die Antworten im Voraus.

Kaution, Mietrecht
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wie soll ich mit einem zweiten Versuch zur wohnungsübergabe umgehen?

Hallo Leute...

Ich hatte meine wohnungsübergabe am letzten Tag meiner mietzeitfrist. Wir haben die ganze Wohnung mit Hilfe eines Malers in weiß gestrichen. Wir haben sie mit Hilfe unserer Putzfrau gereinigt. 

Mein Vermieter hat viele Probleme in der Wohnung aufgegriffen und mir noch zwei Wochen Zeit gegeben, um die Probleme zu beheben.

Sie teilte Bilder dieser Schäden per E-Mail mit und bat uns, alle Probleme vor der nächsten wohnungsübergabe zu beheben. zusätzlich nahm sie auch alle Schlüssel mit und ließ 1 Schlüssel bei uns, um die Reparaturen durchzuführen.

Sie stellte einige Probleme in der Küche und die Türschäden fest, die wir unserer haftpflicht gemeldet haben. Unsere Versicherung sagt, dass sie sich direkt mit dem Vermieter in Verbindung setzen wird, um die Kosten für die Reparatur zu besprechen.

Was die Reinigung und einige Malereiprobleme betrifft, die sie nicht erwähnt hat, versuchen wir, sie vor dem 15.07. zu beheben.

Meine Fragen sind:

1) Wie gehe ich wirklich mit dem nächsten Termin um? Ich bin so erschöpft vom Putzen und mehrmaligen Streichen dieser Wohnung. Ich möchte nur noch die Schlüssel abgeben und die Wohnung übergeben.

Ich habe ihr mitgeteilt, dass die Versicherung nun mit ihr über die Küchen- und Türschäden sprechen wird.

Wenn sie in der nächsten urbergabe-Sitzung immer noch Probleme findet. was soll ich genau sagen? soll ich Schäden nur dann besprechen und vereinbaren, wenn es sich nicht um Schönheitsreparaturen handelt?

2) Kann ich sie danach bitten, mir eine Kostenaufstellung für die Schadensbehebung zu schicken, die sie von der Kaution abrechnet? Ich würde wirklich gerne die tatsächlichen Schadenskosten genau kennen und nicht für etwas bezahlen, für das ich nicht verantwortlich bin.

vielen Dank!!

Kaution
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Betrug bei Untermiete - was tun?

Hallo,

ich habe einen Untermietvertrag unterschrieben nach einer Besichtigung per Videochat aufgrund der aktuellen Situation. Zu dem Zeitpunkt war ich noch in einem Hochrisikogebiet im Ausland und hatte keine Chance mir das Zimmer anzuschauen. Die Vermieterin wusste das. Es handelt sich um eine WG, das Zimmer war laut Aussage und Beschreibung 20qm groß (Screenshots von der Anzeige sind vorhanden). Am Freitag konnte ich mir das Zimmer endlich anschauen, aber von den angegebenen 20qm war nichts zu sehen, das Zimmer hat Maße die gerade mal 11qm sind. Für den Preis und die Lage hätte ich das Zimmer niemals genommen.

Ein Gespräch mit der Vermieterin führte ins nichts da sie lt. eigenen Angaben durch das keine finanziellen Rückstände haben möchte.

Der Fehler ist ja jedoch ihrerseits entstanden, ich kann in das Zimmer nicht einziehen da nicht mal mein Bett reinpasst. Kaution ist leider schon angezahlt, Mietvertrag unterschrieben.

Jetzt forderte sie mich auf das ich den Wohnungsschlüssel zurückgeben soll, obwohl ich keinen bekommen habe und im Gegenzug die Kaution abzüglich der ersten Kaltmiete wieder ausgezahlt bekomme.

Gibt es irgendwie eine Möglichkeit von dem Vertrag zurückzutreten? Bzw mein Geld wieder zu bekommen? Den Hauptmietvertrag habe ich zb noch nicht bekommen obwohl ich eine Kopie laut Untermietvertrag bekommen sollte. Was mache ich denn jetzt am Besten?

Ich muss ja jetzt auch zum 1.5. eine neue Wohnung finden, mein alter Mietvertrag ist schließlich zum 1.5. gekündigt.

Liebe Grüße

betrug, Kaution, Mietrecht, Mietvertrag, Vertragsrecht, Untermiete
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Vermieter behält Kaution nach Auszug ein -> verdeckter Mangel "rauchgeruch"?

Tachchen,

ich habe jetzt schon ein wenig recherchiert und erhoffe mir Klarheit.

Ich habe für 6 Monaten in einer "frisch sanierten" Wohnung ein Zimmer bewohnt. Insgesamt war das Ganze als WG ausgelegt, bei dem jedes Zimmer einzeln vermietet wurde. Es gab einen Pauschalpreis, der auch Strom, Heizkosten, Warmwasser und Internet beinhaltet. Ergo sind Nachforderungen Richtung Nebenkostenabrechnung schonmal nicht drin. Bei meiner Recherche bin ich noch auf ein paar andere Ungereimtheiten gestoßen (offensichtlich wurden hier Seitens des Vermieters alle Grauzonen so ausgenutzt, dass die Mietpreisbremse umgangen wurde --> anderes Thema). Fakt ist: es hat sich das Bild ergeben, dass der Typ ein Abzocker ist.

Konkrete Frage: Die Übergabe erfolgte durch einen Vertreter. Es wurden keine Mängel festgestellt. Das liegt mir so auch schriftlich vor. Im Protokoll taucht dann noch folgende Klausel auf: "Die Abnahme erfolgt unter dem Vorbehalt der Geltendmachung nachträglich festgestellter (verdeckter) Mängel/Schäden."

Bei der Übergabe war meine Mitbewohnerin dabei. Die Zimmertür wurde nach der Übergabe offen gelassen. --> Sprich ab hier konnte im Prinzip jeder aus der WG und auch jeder Besucher in das Zimmer.

Nun behauptet der Vermieter (per Whattsapp) es würde in dem Zimmer nach Gras riechen (laut meiner Mitbewohnerin war er noch nichtmal vor Ort). Dies müsste er erst genau prüfen und behält daher meine gesamte Kaution ein.

Ich habe mal Gras geraucht - vor ca. 16 Jahren das letzte mal --> nicht in dieser Wohnung :D

Was kann ich tun? Sehe ich es richtig, dass er mir nachweisen müsste, dass ein verdeckter Mängel, welcher Art auch immer, durch mich verursacht wurde?

Und wie sind hier die Fristen für Ihn? Wie lange kann er das Spielchen treiben?

Hoffentlich kennt sich hier jemand aus. Vielen Dank!

Kaution, Mietrecht
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Vermieter zahlt keine Kaution, da Nachmieter nicht zahlt?

Bei meinem WG-Einzug habe ich einen Untermietvertrag mit der vermeintlichen Hauptmieterin abgeschlossen. Kurz vor meinem Auszug stellte sich jedoch heraus, dass laut offiziellem Mietvertrag eine Untervermietung nicht erlaubt ist. Die „Hauptmieterin“ hat das wohl einfach so entschieden und die anderen beiden Mitbewohner ohne deren Wissen mehr zahlen lassen als sie selbst.

Das ist aber nicht mein Hauptproblem, um was es mir geht ist folgendes:

Ist mein Vertrag überhaupt rechtskräftig und habe ich noch den Anspruch auf meine Kaution?

Kurz vor meinem Auszug lernte ich dann meine richtige Vermieterin kennen und sie stimmte bei der Wohnungsabnahme zu, dass ich meine Kaution „auf jeden Fall zurück bekomme“. Habe in der WG ja nichts beschädigt oder sonstiges.

Bei der Abnahme war auch meine Nachmieterin anwesend, die das Zimmer übernehmen wollte. Gemeinsam mit ihr und der Vermieterin wurde abgemacht, dass ich die Kaution von der Nachmieterin erhalten soll, da es bisher so geregelt war, dass diese immer unter den Mietern weitergegeben wird (ja ich weiß, da hätte ich nicht zustimmen sollen…)

Nun bin ich schon im August letztes Jahr ausgezogen und meine Nachmieterin lässt immer noch auf sich warten, obwohl ich sich jeden Monat dran erinnert habe. Anfangs wurde ich nur vertröstet, mittlerweile antwortet sie nicht einmal mehr und ich habe auch keine weiteren Kontaktdaten von ihr.

Meine Vermieterin, der ich von dem Problem erzählt habe, weigert sich nun aber mir die Kaution zu zahlen, da meine Nachmieterin wohl seit längerem die Miete nicht zahlt und sie nicht noch mehr Geld verlieren will. Aber das ist ja eigentlich nicht mein Problem

Gibt es irgendetwas, das ich tun kann oder ist das einfach dumm gelaufen, da ich ja nicht mal einen „richtigen“ Vertrag hatte? 

Schon mal vielen lieben Dank, falls mir da jemand weiterhelfen kann :)

Kaution, Recht, Vermietung., Nachmieter
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Mietkaution vor Jahren nicht bezahlt, drohen noch rechtliche Konsequenzen?

Vor 12 Jahren sind wir mit 3 Personen in unsere jetzige Wohnung gezogen. Bei der damaligen Wohnungsbegehung mit den Vermietern wurde keine Kaution vereinbart. Da wir froh waren, auf die Schnelle noch rechtzeitig eine Wohnung bekommen zu haben, unterschrieben mein Mann und ich den Mietvertrag ohne genauer zu kontrollieren. Irgendwann nach Jahren las ich mir aus irgendeinem Grund mal den Mietvertrag durch und stellte mit Entsetzen fest, dass hierin eine Kaution von 500 Euro vereinbart war, die dann ja demzufolge von uns nicht bezahlt worden ist. Ich wies meinen Mann darauf hin, der dann sagte, wir sollten lieber die Füße still halten und schlafende Hunde nicht wecken. Ich konnte ihm ja schlecht in den Rücken fallen, da es finanziell sowieso bei uns schlecht stand. Tja, leider hat sich besagter Ehemann nach jahrezehntelangen Problemen, die ich immer wieder beseitigt hatte, vor 2 Jahren in sein ererbtes Haus begeben (auf das ich keinen Anspruch habe), sich eine 33 Jahre jüngere Geliebte genommen und ließ mich und unsere Tochter fallen. Ich teilte damals den Vermietern mit, dass mein Mann ausgezogen sei und wir nur noch zu Zweit in der Wohnung leben würden. Die Nebenkosten wurden von dort an nur noch für 2 Personen (statt für 3) berechnet, es wurde aber kein neuer Mietvertrag aufgesetzt, ich habe immer noch den alten Mietvertrag, in dem der Mann auch noch drin steht. Nun sitze ich hier, muss innerhalb der nächsten 2 Jahre ausziehen und mit Sicherheit fällt dann dem Vermieter auch auf, dass die Kaution nicht bezahlt wurde. Ich habe Panik, das gibt mit Sicherheit Theater, zumal die Wohnung schon bei unserem Einzug nicht im allerbesten Zustand war und der Vermieter immer die Gelegenheit nutzt, bei dem Auszug von Mietern alle möglichen Neuerungen vornehmen zu lassen. Drohen nach 12 Jahren noch rechtliche Konsequenzen oder ist das Ganze verjährt?

Kann mein geschiedener Mann nach meinem Auszug aus dieser Wohnung noch vom Vermieter anteilig, also mindestens für die Hälfte der dann anfallenden Kosten herangezogen werden? Außerdem muss noch der total voll gestellte Keller geleert bzw. entrümpelt werden und das wird auch nochmal für mich teuer. Muss er sich daran auch kostenmäßig beteiligen (viele alte Sachen darin sind noch von ihm)?

Kaution, verjährung
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