Als Unternehmen Mietwohnung an sich als Arbeitnehmer bereitstellen - Was ist der beste Weg?

Hallo zusammen,

ich stehe vor meiner Selbstständigkeit und überlege, welche Rechtsform ich wählen soll, um dadurch als Privatperson auch legal steuerrechtliche Vorteile zu nutzen. Ein großes Thema ist hier auch die Miete für mich.

Soweit mich meine eigenen Recherchen getragen haben, kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Wohnung zur Verfügung stellen. Nach § 8 Abs. 2 Satz 12 EStG, der am 01.01.2020 in Kraft getreten ist, unterbleibt der Ansatz eines Sachbezugs für eine dem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber zu eigenen Wohnzwecken überlassene Wohnung, soweit das vom Arbeitnehmer gezahlte Entgelt mindestens zwei Drittel des ortsüblichen Mietwerts und dieser nicht mehr als 25 Euro je Quadratmeter ohne umlagefähige Kosten im Sinne der Verordnung über die Aufstellung von Betriebskosten beträgt.

In anderen Worten, wenn der Arbeitgeber beispielsweise eine 90qm große Wohnung von Dritten am Mietmarkt in Höhe von 900€ anmietet und an seinen Arbeitgeber weitergibt, ist kein Sachbezug seitens des Arbeitnehmers anzumelden, solange er mindestens 600€ (2/3) an Mietabgaben an seinen Arbeitgeber zahlt.

Die Frage, die ich mir nun stelle, ist, wie ich es am Besten anpacke, dass ich eine Rechtsform gründe, mit Hilfe welcher ich u.a. eine Wohnung anmiete und mir als Privatperson und Geschäftsführer (also Arbeitnehmer) diese Wohnung für 2/3 des eigentlichen Mietpreises überlasse, während das Unternehmen die tatsächliche Miete in vollständiger Höhe abschreiben kann? Ich meine, ist das so? Hat jemand von euch schon konkrete Erfahrungen mit dem Fall gemacht?

Über jede hilfreiche Antwort würde ich mich freuen. Beste Grüße!

Selbstständigkeit, Steuern
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Scheinselbstständigkeit vermeiden/wiederkehrenden Auftrag abrechnen?

Hallo

Ich habe eine Frage zum Thema Scheinselbstständigkeit und würde gerne mal ein paar Einschätzungen zu dem Sachverhalt einholen:

Grundsätzlich ist meines Wissens nach der zeitliche Faktor bei der Beurteilung, ob es sich um eine "echte" Selbstständigkeit handelt, einer der wichtigsten Anhaltspunkte (Bsp. Ein Unternehmer arbeitet im Schnitt 40h/Woche für einen Auftraggeber in dessen Betriebsräumen = Scheinselbstständig.)

Wie sähe es aus, wenn es zwar einen Wöchentlich wiederkehrenden Auftrag gibt, dieser aber nur 2-3 Stunden an max. 2 Tagen pro Woche in Anspruch nimmt, die eigenen Betriebsmittel genutzt werden und der Unternehmer nicht in weitere Betriebsaubläufe des Auftraggebers eingegliedert wird?

Ebenfalls würde vertraglich festgelegt werden, dass es keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub/Krankheitstage gibt, es kein Recht auf Bezahlung bei Ausfall eines Auftrags gibt und der Auftraggeber ohne Angabe von Gründen die Auftragszuteilung jederzeit beenden könnte.

Der einfachheit halber würde monatliche eine Rechnung, welche sich nach einem vorher festgelegten Stunden/Tagessatz richtet, an den Auftraggeber ausgestellt werden.

In dem Falle könnte der Unternehmer Problemlos noch weitere Aufträge für andere Auftraggeber ausführen und wäre meiner Meinung nach nicht in einem "Arbeitnehmerähnlichen" Verhältnis, ist diese Annahme richtig?

Freiberufler, Selbstständigkeit
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Fragen zu Freelancing / selbständiger Arbeit?

Hallo zusammen,

ich habe einen Sachverhalt und einige Fragen und würde mich über Eure Hilfe freuen.

Ich (Israelischer Staatsbürger) habe von Oktober 2016 bis April 2019 als Student in Deutschland gelebt. Nebenbei habe ich für einen Bekannten (Inhaber einer GmbH) jeden Monat einige Aufgaben im Bereich Webdesign / Content Management für verschiedene seiner Kunden (Vereine und NGOs) übernommen, wobei ich dabei zeitlich und örtlich ungebunden war und die Dinge nach meinem sachlichen Ermessen erledigt habe. Dafür habe ich auf Bitten von meinem Bekannten monatlich eine Rechnung gestellt (durchschnittlich im Bereich von ca. 400 Euro), ohne jedoch irgendeine Steuernummer anzugeben oder das Ganze jemals offiziell anzumelden. Auf der Rechnung war lediglich eine fortlaufende Nummer, meine Adresse, die Adresse des Bekannten bzw. manchmal der Kunden sowie der Betrag errechnet aus der aufgewendeten Stundenzahl.

Frage 1): Muss ich hier im Nachhinein mit Ärger rechnen? Die Beträge waren ja eher gering, ich habe jedoch Angst, dass mir die vergessene Anmeldung oder mit Blick auf das Verhältnis sogar Scheinselbstständigkeit zur Last gelegt werden könnte (obwohl ich ja wirklich immer nur auf Absprache selbstständige Arbeiten nach eigenen Ermessen übernommen habe). Was wäre hier Eure Empfehlung? Das Ganze nachträglich zu melden oder hoffen, dass es wegen der Geringfügigkeit niemanden interessiert? Eine Steuererklärung habe ich nie abgegeben

Frage 2): Ich ziehe demnächst wieder nach Deutschland zu meiner Freundin und würde, bis ich eine Festanstellung gefunden habe, gerne wieder einige Aufgaben für meinen Bekannten bzw. seine Kunden erledigen. Dabei würde ich schon von Israel aus anfangen und mich gleich nach Ankunft freiberuflich anmelden. Ist das möglich? Ich möchte dieses Mal einfach möglichen Ärger vermeiden und aus meinen Fehlern lernen. Ist außerhalb der Anmeldung beim Finanzamt noch irgendetwas anderes nötig? (Verdienst voraussichtlich aufs Gesamtjahr gesehen unter 6000 Euro)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Selbstständigkeit
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Steuerklasse selbständiger Ehemann?

Hallo zusammen. Ich bin Beamtin und mit einem Selbständigen verheiratet. Wir wohnen nicht zusammen, da jeder ein Haus hat. Ich pflegebedürftige Eltern in meinem und er dort seinen Malerbetrieb. Unsere Ehe ist kritisch und wir haben uns zuletzt als getrennt lebend gemeldet. Somit werde ich ungünstig versteuert. Nun sind wir seit 4 Monaten wieder vereint , zusammen, machen Zukunftspläne und eine Ehetherapie. Geld ist immer wieder ein Streitthema. Ich möchte wieder in die Steuerklasse 3 wechseln. Dann habe ich netto rd. 400 Euro mehr. Natürlich kommt dann am Jahresende eine Nachzahlung für mich. Diese würde mit seiner evtl. Rückerstattung vom Finanzamt verrechnet. Zuletzt war das beimsteuerklasse 3 bei mir so, dass er vom Finanzamt 10.000 Euro zurück erstattet bekommen hat (hohe Vorausleistungen gezahltk und ich 3.000 nachzahlen musste. Er hat sich dann geweigert, das verrechnen zu lassen und meine Nachzahlung an das Finanzamt somit zu übernehmen. Zoff. Auf dem Papier verdienen wir einmal ungefähr gleich, dann er zb offiziell 10.000 Euro mehr als ich. Natürlich hat er inoffiziell wesentlich mehr (Mieteinnahmen und Vermögen hat er auch noch) und steht sich finanziell sehr viel besser.

Ich zahle noch ca 6 Jahre mein Haus mit mtl. 1200 Euro ab. Da isses halt öfter knapp. Wir haben einen Ehevertrag, der besagt, dass ich weder etwas erbe , noch Anrecht auf Unterhalt etc. habe. Ich würde lediglich eine Lebensversicherung von 50.000 Euro bekommen (da zahlt er mtl. 30;00 Euro ein) falls er vor mir stirbt. Er hingegen würde Witwer Pension von mir bekommen von mtl. Ca. 1.400 Euro, da er lediglich 600 Euro Rente bekommen wird aufgrund geringer Einzahlungen.

Ich frage mich, ob ich ohne seine Zustimmung in die 3 gehen könnte und er dann rechtlich verpflichtet wäre, meine Nachzahlung dann trotz getrennter Veranlagung zu übernehmen. Rechtlich gesehen denke ich, dass er im Rahmen einer gemeinsamen Steuerpflicht dazu verpflichtet ist. Und wenn er das nicht tut, kann ich Schadensersatz in Höhe meiner Nachzahlung von ihm fordern. Ähnlich sieht’s auch das Finanzamt . Die konkrete Rechtsgrundlage dazu hab ich nicht. Dazu gibt es wohl Einzelurteile. Natürlich will ich nicht einfach ohne Zustimmung in die 3 gehen. Aber ich brauche eine „Verhandlungsbasis“ ihm gegenüber, wozu er in dem Fall verpflichtet wäre.

Dass er null Verständnis hat, dass ich mich um meine Eltern im Alter kümmere und nicht einfach zu ihm ziehe und sie ins Heim stecke, kommt noch dazu. Würde ich zu ihm ziehen, wenn meine Eltern nicht mehr leben und ich mein Haus verkaufen würde, würde er mir in seinem Haus keinerlei Rechte einräumen. Aber erwarten, dass ich weiter arbeite, putze, koche, wasche und noch zusätzlich seinen Bürokram mache und später dann meine gute Pension mit 2.400 Euro zu seiner geringen Rente von 600 Euro plus seiner Mieteinnahmen von 700 Euro einbringe.

Ich wäre sehr dankbar für etwas Hilfe und Unterstützung und auch Statements zu der gesamt Situation.

Selbstständigkeit, Steuerklasse
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Soll ich Selbstständigkeit eingehen oder nicht?

Hallo zusammen,

Ich hatte gestern ein Vorstellungsgespräch, bei der Axa, für eine Stelle im Vertrieb bzw. Außendienst.

Nun hab ich das Gespräch erfolgreich bestanden.

Die Tätigkeit an sich will ich schon.

In meinem aktuellen Beruf(Logistik) bin ich wirklich sehr unglücklich, und Vertrieb passt einfach viel mehr zu mir.

Das einzige, was mir ein wenig noch zu denken gibt, ist dass die Tätigkeit auf Selbstständiger Basis wäre.

Nichts desto trotz krieg ich die ersten 3 Jahre ein Fixum von 2000 Brutto.

Allerdings würde ich aktuell eher ein Angestelltenverhältnis bevorzugen.

Meine größte Sorge ist, dass ich die Krankenversicherung selber zahlen muss, und dies nicht schaffe.

Ich hatte schonmal als Selbstsändiger gearbeitet, konnte damals die Krankenversicherung nicht zahlen, musste diese dann zurückzahlen per Raten.

Damals hab ich aber auch ohne Fixum gearbeitet.

Nun meine Frage: Was soll ich tun ?

ich muss noch neben der Krankenversicherung Miete in Höhe von 600, Kreditrate in Höhe von 85, sowie Benzin etc. zahlen.

wenn ich jetzt nur von den 2000 Brutto ausgehen würde, würde ich damit über die Runden kommen ?

Natürlich liegt die Entscheidung letzten Endes bei mir, allerdings möchte ich nicht eine Entscheidung treffen, die ich im Nachhinein bereue.

Soll ich vielleicht nochmal nachfragen, ob ich die Stelle doch im Angestelltenverhältnis antreten kann ?

Oder kommt das vielleicht negativ rüber ?

Würde mich über eure Ratschläge/Tipps sehr freuen, und wäre euch sehr dankbar.

LG,

Baran.

Arbeit, Krankenversicherung, selbstständig, Selbstständigkeit, Außendienst
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Fragebogen bei der Einstellung eines Betriebs?

Hallo,

ich habe im Studium nebenbei Werbetexte für Agenturen geschrieben und dafür ein Gewerbe angemeldet und Rechnungen verschickt. Seit 5 Jahren arbeite ich aber angestellt und habe es immer versäumt, das Gewerbe abzumelden, was ich aber nun getan habe. Kenne mich mit betriebswirtschaftlichen Begriffen null aus und bin darum nun beim gerade erhaltenen Fragebogen des Finanzamts etwas ratlos, auch mit Googles Hilfe. Es wäre nett, wenn mir jemand kurz bestätigen könnte, dass ich alles richtig ankreuze. Ich habe keinerlei Anschaffungen für das Gewerbe gemacht, noch ist in den letzten 5 Jahren irgendetwas rein oder raus gekommen...

Also, folgende Angaben würde ich nun machen:

Frage 2: Der Betrieb wurde [x] "im Ganzen" [x] "auf Dauer eingestellt":

Frage 3. Der Betrieb [x] "wird unter Auflösung der stillen Reserven aufgegeben: Höhe der Teilwerte: 0 Euro, Höhe der Buchwerte: 0 Euro"

Frage 4: Folgende Wirtschaftsgüter sind in da Privatvermögen überführt: "keine, Buchwerte 0 Euro, Teilwerte 0 Euro"

Frage 5: Folgende Unterlagen sind beigefügt: keine

Frage 6: Der Umsatz aus der (Teil-)Betriebseinstellung: Hier weiß ich nicht weiter: Es gibt " [ ]wir erklärt in der Umsatzsteuer-Voranmeldung für _____" und "[ ] unterliegt als Geschäftsveräußerung im Ganzen nicht der Umsatzsteuer"
---> Aber ich habe ja keinen Umsatz aus der Einstellung? Einfach freilassen?

Frage 7: Zu Verpachtung, trifft nicht zu

Frage 8: Auf die Umsatzsteuerfreiheit "[ ] aller" oder "[ ] der folgenden Umsätze wird gemäß §9 UStG verzichtet"
--> Weiß ich auch nicht, einfach frei lassen?

Frage 9: Zu angestellten Arbeitnehmern, trifft nicht zu

Frage 10: Für Vorauszahlungszwecke: Es werden künftig folgender Einnahmen (Art, Höhe, Steuerabzufsbeträge, Zeitraum - mtl., jährl. -) erzielt:
--> Was kommt hier hin? Muss ich hier mein aktuelles Gehalt, Kindergeld, etc. angeben oder bezieht sich das auf Einnahmen aus anderen Selbstständigkeiten? Ich leiste ja keine Vorauszahlungen.

Vielen Dank für eure Hilfe!


Finanzamt, Selbstständigkeit
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Nebenberuflich selbständig plus Teilzeitstelle ab August: welche Auswirkungen auf Steuer/Vers.?

Hallo,

schon jetzt erstmal herzlichen Dank fürs Lesen und Mitdenken :)

ich arbeite für verschiedene Auftraggeber auf Honorarbasis - unregelmäßige Stundenzahl, aber auf das Jahr gerechnet im Schnitt um die 10-12 Std./Woche, also nebenberuflich.

Ab August kommt dazu eine Teilzeit-Stelle, bei der ich die genaue Stundenzahl noch festlegen kann. Kompliziert insofern, als es sich um Unterrichtsstunden an einer Schule handelt, 45 Min., Ferienzeiten, Vorbereitungszeiten - umgerechnet wahrscheinlich 20 Zeitstunden pro Woche.

Der Verdienst daraus wäre dann bei 1200€ brutto monatlich, also ca. 6000€ brutto bis zum Jahresende.

Mein Umsatz aus der Selbständigkeit wird in diesem Jahr bis Ende Juli etwa bei 5200€ liegen.

Deshalb überlege ich jetzt, wie ich die Arbeitszeiten am besten verteile, welche Aufträge ich ab August noch annehme und was sich finanziell für mich überhaupt lohnt.

Meine Frage zur Soz.-Versicherung: kann ich für den Zeitraum bis Ende Juli in der Familienversichichng bleiben, auch wenn ich danach weiter nebenberuflich selbständig arbeite und der Gesamt-Umsatz im Jahr dadurch diese Grenze von 5220€ übersteigt?

Kann ich dazu den Übungsleiterfreibetrag von 2400€ in Anspruch nehmen (päd. Tätigkeit für Museen)?

Wenn ich ab August neben der Teilzeitstelle weiter nebenberuflich selbständig arbeite, wie wird der Umsatz versteuert, wird dafür der gesamte Jahresumsatz zugrunde gelegt und versteuert oder wird die Zeit nur Selbstständigkeit anders veranschlagt als die Zeit Teilzeit plus Selbständigkeit?

Ist das so halbwegs verständlich?

Meine grobe Rechnung:

Jan-Juli Umsatz 5200€ - keine Abgaben

Aug-Dez Verdienst 6000€ - Abgaben ca. 25% - bleiben 4500€

Aug-Dez. evt. Umsatz 1500€ - keine Abgaben wegen Freibetrag

=11200€

Oder:

5200+6000+1500 = 12700

abzgl.2400 Übungsleiterpauschale=

11300€

-25% Abgaben

=8475€

Welche Rechnung kommt wenigstens ungefähr hin? Wieviel Umsatz lohnt sich noch ab August?

Wäre toll, wenn mir da jemand helfen könnte.

Danke und herzliche Grüße

Frau W aus F

Selbstständigkeit, Steuern, Familienversicherung
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Wie ist Nachmeldung beim Finanzamt möglich?

Hallo!

Ich habe eine Frage bezüglich eines Themas, um das es in diesem Forum schon häufiger ging. Leider wurde meine Frage trotzdem nicht richtig beantwortet.

Während meines Bachelorstudiums, das jetzt schon zwei Jahre her ist, hatte ich eine redaktionelle Honorartätigkeit und später noch für einige Monate zusätzlich einen Minijob. Wie viele andere hier, dachte ich, dass man eine Steuererklärung nur abgeben muss, wenn man den Steuerfreibetrag überschritten hat, was ich nie hatten und generell war mir damals nicht bewusst, dass eine Honorartätigkeit im Prinzip eine Selbstständigkeit ist, was zur Folge hat, dass man sich beim Finanzamt melden muss. Meine Frage ist nun: Wie genau kann ich mich quasi rückwirkend anmelden und hat das negative Folgen, wenn ich sowieso keine Steuern hätte zahlen müssen? Generell: Was sind die schlimmstmöglichen Folgen, wenn ich das nachmelde?

Noch eine Zusatzfrage: Zu der Zeit, als ich Honorartätigkeit und Minijob gleichzeitig hatte, war ich, soweit ich weiß, weiterhin in Steuerklasse 1 gemeldet. Ich habe allerdings beiden Arbeitgebern über die Mehrfachbeschäftigung informiert. Nun habe ich aber gelesen, dass man bei Mehrfachbeschäftigung eigentlich Steuerklasse 6 ist. Oder liegt eine Mehrfachbeschäftigung nur dann vor, wenn man mehreren abhängigen Beschäftigungen nachgeht? Das habe ich woanders so gelesen und das wäre meine einzige Erklärung dafür, warum ich nicht in Steuerklasse 6 eingestuft wurde.

Und noch eine kurze Frage: Wie genau ist das eigentlich mit der Übungsleiterpauschale, die ja zum Beispiel greift, wenn man als Nachhilfelehrerin tätig ist? Was ich nicht verstehe ist, warum es immer heißt, dass man bis zu 2.400€ dadurch quasi als Steuerfreibetrag hat, wenn der Steuerfreibetrag doch sowieso bei ca. 8.000€ (habe die genaue Zahl gerade nicht im Kopf) liegt? Also, was genau ist diese 2.400€-Grenze im Gegensatz zu der allgemeinen Steuerfreibetragsgrenze? Darf ich nun als Nachhilfelehrerin nur 2.400€ im Jahr verdienen, ohne dass irgendwas davon versteuert wird oder mehr?

Für fachkundige Antworten bin ich sehr dankbar!

Vielen Dank!

Finanzamt, Selbstständigkeit
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Familienversichert als Selbständiger - wozu bin ich verpflichtet?

Ich (dieses Jahr 21 werdend) bin seit gut zwei Jahren selbständig mit einem Nebengewerbe. So steht es zumindest auf dem Gewerbeschein, würde man die letzten Wochen als Bemessungsgrundlage nehmen, wäre es basierend auf der Arbeitszeit ein Hauptgewerbe. Ab dem 1. April bin ich "hauptberuflich" Student, weiß noch nicht, ob ich dort mehr oder weniger als 20 Stunden die Woche am Gewerbe nebenbei arbeite.

Im letzten und vorletzten Jahr lag ich definitiv unter der Einkommensgrenze (435€/m in 2018?), außer 2 Monate letztes Jahr, was so weit ich das verstanden habe, kein Problem darstellen sollte. Dieses Jahr wird das aller Voraussicht nach anders aussehen, da ich allein im Januar und Februar bereits weit über dieser Grenze verdient habe. Daher nun meine Frage: Zu was bin ich verpflichtet? Ich habe mal aufgeschnappt, dass ich unaufgefordert den Einkommenssteuerbescheid des jeweils vorangegangenen Jahres vorlegen muss. Ist das korrekt? Und falls ja, würde ich es richtig sehen, dass ich dieses Jahr familienversichert bleibe, da ich den Bescheid für dieses Jahr logischerweise erst nächstes Jahr vorlegen kann? Des weiteren, wie man aus der Frage bereits ableiten kann, hätte ich in diesem Fall den Einkommenssteuerbescheid für 2017 bisher nicht vorgelegt - würde das zu Problemen führen?

Oder bin ich mit dem Vorlegen der Bescheide auf der ganz falschen Spur?

Herzlichen Dank!

Krankenversicherung, Selbstständigkeit
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Werkstudent + selbstständig Tätigkeit, Studentenstatus?

Hallo, 

seit 3 Jahren (seit Studienbeginn) führe ich nebenbei ein Gewerbe in der Veranstaltungstechnik als Einzelunternehmer (Kleinunternehmerregelung und natürlich auch unregelmäßige Jobs, welche sich immer zwischen 5 und 6 Stunden bewegen inkl. Rechnungen schreiben, wie das halt mit der Selbstständigkeit so ist) und seit letztem Jahr März bin ich Werkstudent bei einer größeren Firma.

Von März bis September (Genau 26 Wochen) war ich bei dieser Firma auf 20h/Woche befristet angestellt (da ich schon fast mit meinem Physik Studium durch war und somit nur eine Vorlesung in diesem Semester hatte und habe teilweise an Wochenenden (von April bis September) als Tontechniker selbstständig gearbeitet (Insgesamt genau 5 Wochen unter dem Semester und im ganzen Beschäftigungszeitraum mit 20h/Woche 11 Wochen).

Zuvor habe ich das mit meiner Krankenkasse und dem Arbeitnehmer und der SBK (von der der Sozialversicherungsrechtliche Beurteilungsbogen für den Arbeitsvertrag kam) abgeklärt, dass es ca 20 Tage pro Jahr, bzw sogar nur 6 Tage pro Semester waren, an denen ich der Tontechnik nachgegangen bin und so bekam ich von allen Seiten die Rückmeldung, das ist okay..unter der Woche bleib ich ja dann bei den 20h/Woche..und in den Semesterferien ist es ja ohnehin unerheblich und die Mehrarbeit findet ja nur an den Wochenenden (Immer Samstags) statt.

Somit bin ich seitdem studentisch Krankenversichert für ca 90 Euro/Monat.

Ich bin innerhalb der Regelstudienzeit fertig geworden, von daher stand das Studium an sich nachweislich schon immer noch im Vordergrund und mein Notenschnitt liegt auch bei 2,0.

Seit Mitte September (befristet verlängert bis März) bin ich mit der Stundenzahl zurückgegangen auf 12h/Woche, von daher ist das mit dem am Wochenende arbeiten ohnehin kein Problem mehr, da ich mit einem Job am Wochenende unmöglich über die 20h/Woche kommen kann.

Aktuell schiebe ich jedoch etwas Panik, da ich im Internet gelesen habe, dass seit 2017 die Ausnahmeregelung mit mehr als 20h/Woche, wenn:

- nur an Wochenenden

- in den Abend/Nachtstunden 

- in der vorlesungsfreie Zeit

nicht mehr ohne weiteres gilt.

Ist es jetzt unter diesen Voraussetzungen möglich, dass ich meinen Studentenstatus nachträglich verliere und etwas für das letzte Jahr nachzahlen muss?

Falls das auf mich zukommt, habe ich die Stundenzahl ja nur von April bis Juli (also während des Semesters) überschritten und seitdem während des Semesters nicht mehr.

Verliere ich dann den Studentenstatus nachträglich komplett? Oder kann er mir nur für April bis Juli aberkannt werden und nachträglich normal weiter fortgeführt?

Aufs Jahr runter gerechnet sieht meine Selbstständigkeit wie folgt aus:

Monatl. gewinn (230 Euro), Arbeitszeit 3,5-4 Stunden. Jetzt habe ich beispielsweise von Januar bis Mai keinen einzigen Auftrag.

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

Krankenversicherung, Selbstständigkeit, Sozialversicherung, Werkstudent
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Als Azubi Nebengewerbe Anmelden?

Hallo!
Ich bin 19 Jahre alt und Azubi aus Bayern. Meine monatliche einnahmen sind:
Ausbildung: €660 Netto, ~€520 Brutto (39 Stunden Woche)
Minijob (Samstagjob): €300 (8 Stunden Samstag)
OnlineJob: ~€1300 (18$/Stunde, 20 Stunden/Woche, €15600/Jahr)
Ausbildung+OnlineJob: €23520/Jahr

Jobbeschreibung: Ich darf 30 Adressen/Stunde überprüfen ob die richtig sind. Wenn nicht, dann korigieren. So einfach.

Meine Fragen:
1. Da es nur ein Auftraggeber ist, muss ich Neben- oder Hauptgewerbe anmelden?
2. Ein Monat habe ich schon gearbeitet, wenn alles zu kompliziert wird, würde ich gerne aufhören und schluss machen, wie sollte ich dann die €1300 die ich schon verdient habe versteuern? Gibt es irgendein Formular oder so irgendwas das man an Finanzamt schicken kann?
2.1. Da ich schon ein Monat gearbeitet habe, habe ich irgendwas gegen Arbeitszeit gesetz getan? Habe ich mich strafbar gemacht? (Die Gewerbeanmeldung kommt noch!, Nachanmeldung ist kein Problem.)
3. Wenn ich Hauptgewerbe anmelde, was ändert sich alles mit meiner Ausbildung? Ich will die umbedingt zu ende machen.

  • Dann käme ich nun auf das nächste Problem - die Krankenversicherung. Momentan bin ich noch bei der AOK familienversichert. Kann ich bei der Versicherung als Nebengewerbe "gesehen werden" wenn ich Hauptgewerbe anmelde? (https://www.aok-business.de/fachthemen/sozialversicherungsrecht/beschaeftigung-und-sozialversicherung/verwandte-themen/selbststaendig-und-arbeitnehmer/)

Für die Hauptberuflichkeit spricht:

  • Zeitaufwand von nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich, wenn das Arbeitseinkommen 75 Prozent der monatlichen Bezugsgröße übersteigt (2018 = 2.283,75 Euro).

Bei mir sind es nicht mehr als 20 Studen wöchentlich und das einkommen ist unter 75% von €2283 (€1300<€1712) Also nicht Hauptberuflich tätig.

Habe ich das jetzt alles soweit richtig analysiert oder fällt noch jemandem was ein, der sich mehr mit Steuern, Gewerbe, etc. auskennt?

Dankeschön!

Geld, Ausbildung, Gewerbe, Krankenversicherung, Selbstständigkeit, Steuern, Versicherung, Nebengewerbe
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