Immobilienfinanzierung für 4 Eigentumswohnungen. Ist Rat von Finanzoptimierer empfehlenswert?

Hallo!

Ich hoffe, dass ich hier ehrliche Antworten auf eine besonders wichtige Frage, die meine Altersvorsorge betrifft, bekomme. Genau genommen habe ich bereits einen Plan/Rat von einem "unabhängigen" Finanzoptimierer bekommen. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob das vorgeschlagene Vorgehen wirklich gut für mich ist oder ob ich damit meine Finanzen und meine Altersvorsorge einem sehr hohen Risiko aussetze.

Ich bin 31 Jahre alt und selbstständig. Ich habe 90.000 Euro Eigenkapital, wovon 40.000 Euro frei verfügbar sind. Weitere Sicherheiten [Lebensversicherung, Fonds, Edelmetalle, Immobilien] sind momentan nicht vorhanden.

Ich habe das Ziel, spätestens mit 45 ein Haus im Wert von circa 500.000 Euro zu bauen. Bis dahin möchte ich dieses Jahr 4 Wohnungen aus der Zwangsversteigerung kaufen. Wobei ich natürlich auf Top-Qualität und Wiedervermietbarkeit achten werde. Um diesen Wohnungskauf zu realisieren, werde ich 4 einzelne Immobilienkredite [für jede Wohnung einen] aufnehmen.

Mein Finanzoptimierer riet mir nun das Folgende:

  1. Die Rate für den Immobilienkredit möglichst gering ansetzen und NICHT so schnell wie möglich zurückzahlen. Das dadurch frei werdende Kapital sollte lieber in einen bzw. mehrere Immobilienfonds investiert werden. Mal angenommen, ich würde durch den Immobilienfonds 6 % Gewinn machen und nur 4 % Zinsen für den Immobilienkredit zahlen, hätte ich so 2 % zusätzlich an Gewinn gemacht.

  2. Durch die Zwangsverwaltung bekommt man die Wohnungen meist zu einem geringeren Preis als ihr Wert tatsächlich ist. Der einfachheithalber sagen wir mal: Eine Wohnung ist 50.000 Euro wert und ich bekomme sie für 25.000 Euro. Ich sollte mir aber dennoch einen Immobilienkredit über 50.000 Euro geben lassen und das so zusätzlich gewonnene Geld in einen bzw. mehrere Immobilienfonds investieren.

  3. Rein theoretisch könnte ich eine der 4 Wohnungen ohne Kredit finanzieren. Mir wurde jedoch dazu geraten, alle 4 Wohnungen zu finanzieren, da Kredite gerade sehr preiswert sind. So könnte ich das Geld für die 4. Wohnung, die ich eigentlich selbst zahlen könnte, wiederum anderswo investieren.

Was haltet ihr von diesen Tipps? Auch im Hinblick auf das Haus, was ich später bauen möchte.

Habt vielen Dank für eure Ideen und Anmerkungen!

Altersvorsorge, Finanzierung, Immobilien, Immobilienfinanzierung, Immobilienfonds
3 Antworten
Kreditversicherung bei Immobilienfinanzierung? // Bank kassiert mehrfach???

Hallo Community,

meine Frage richtet sich an alle "Finanzierungsspezis" hier im Forum. Heute habe ich mich mit einem guten Freund über das Thema Immobilienfinanzierung unterhalten. Auch haben wir darüber diskutiert was man machen sollte wenn man eine Haus/ Grundstück erworben hat und dann nach ein paar Jahren aufgrund von bspw. Krankheit, Arbeitslosigkeit die monatliche Belastung nicht mehr stemmen kann.

Ich Argumentierte das es ja spezielle Versicherungen für die Arbeitslosigkeit geben würde. (Ob man diese jetzt braucht oder nicht spielt hier keine Rolle!) Mein Freund meinte dann aber das es bei jedem Immobilien oder Baukredit eine Kreditversicherung gibt und diese schon automatisch im Baukredit/ Immobilienkredit enthalten sei.

Das heißt im Klartext das man so oder so gegen "Zahlungsausfälle" abgesichert ist. Die Bank wendet sich also sowieso an die "hinterlegte" Versicherung welche dann für die Zahlungsausfälle "einsteht". In 99% aller Fälle würde dies der Bankkunde aber nicht merken und weiterhin versuchen seine monatliche Belastung zu stemmen.

Die Bank würde also Geld von der Versicherung erhalten und Geld vom Kunden.

Ist dies so richtig? Ich meine dann würde ja jeder ein Haus bauen und dann halt nach ein paar Jahren Arbeitslos oder ähnliches sein. Sorgen um die Bezahlung der monatlichen Belastungen bräuchte man sich ja dann nicht mehr machen...

Was meint Ihr dazu?

Danke für Eure Meinungen

  • Junge -
Bank, baukredit, Immobilien
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Barkauf besser als SchuldzinsAbschreibung bei vermiet.Immobilie?

Hallo - habe von Arbeitskollegen gehört, wenn jemand Immob. zur Vermietung erwirbt, sollte er selbst wenn das Kapital vorhanden wäre besser über Darlehen finanzieren, da sich die Zinsen für das Darlehen z.B. gegenüber Mieteinnahmen abschreiben lassen. - Schulden wären immer sinnvoller.

Nun "streiten" wir im Bekanntenkreis heftig, ob trotz Möglichkeit die Immob. ohne Finanzierung zu erwerben, die Schuldzins-Abschreibung wirklich die bessere Wahl wäre.

Eigentlich könnte doch selbst ein Spitzenverdiener nie mehr als 50% seiner bezahlten Schuldzinsen zurück erhalten, oder sehen wir dies falsch. So dass selbst ein Spitzenverdiener mit der "Barzahlung " am Ende günstiger fahren würde.

Somit müsste der Abschreib.Effekt bei einem Geringverdiener ja noch viel weniger sinnvoll sein.


schlechtes Bsp: Kauf 100 Tsd. bar bezahlt, somit kein AnlageZins mehr (Bsp. 3% = 3Tsd.) für die ursprüngl. vorhand. 100 Tsd.; Mieteinnahmen usw. voll zu versteuern

alternativ

Finanzierung 100 Tsd. z.B. mit 4% also jährlich 4 Tsd. Schuldzinsen zu zahlen, die jedoch bei Mieteinkünften gegengerechnet werden könnten - dafür könnten die eigen. 100 Tsd. weiterhin eigenen Zins (3Tsd.) erwirtschaften, der jedoch auch wieder versteuert werden muss.


In den Medien wird immer wieder geraten, die beste Geldanlage wäre immer zu allererst die Schulden abzubauen...

Gibt es einen klaren Rat , welche Variante die bessere ist? Oder gar ein stimmiges Rechenbeispiel?

Darlehen, Immobilien, Immobilienfinanzierung, Immobilienkauf, Steuern, Abschreibung
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Pflichtteil Erbschaft / Schenkung. Günstigste Lösung für Einzelkind/Einzelenkel

Hier mal die Situation: -Großvater 90 Jahre -bewohnt eigenes Haus welches auch eine vermietbare Dachgeschosswohnung besitzt die aber leersteht. -Verfügt auch über ein nicht geringes Barvermögen. -Eltern ( Einzige Tochter des Großvaters + Ehemann) bewohnen den Anbau (eigener Eingang jedoch verbindung durch Keller zum Haupthaus) an das oben genannte Haus, -selber gebaut, Finanzierung läuft noch. -Grndstücksverhältnisse unbekannt, vermulich Eigentum des Großvaters? -Ehemann Alleinverdiener.Vermutlich überschuldet. -Enkelsohn, (Einzelkind) verheiratet keine Kinder, wohnt zur Miete.

Nun die Problematik: -Nach Ehebruch seitens der Frau erwägt Ehemann (Frau auch) die Scheidung. -Anbau/ ist auf beide eingetragen. -Großvater & Enkelsohn beführchteten schon vor der Eheproblematik der Eltern dass die Ehefrau das vom Großvater zu erbende Vermögen "verprasst" wird. -Darum will/hat Großvater Enkel mit ins Testament bezogen.

Die Frage ist nun: Wenn die Scheidung tatsächlich eintritt, was passiert mit dem Anbau. Welche Lösung ist die beste??? Das gemeinsame Nutzen der Häuser von Enkelsohn und Mutter wäre nicht unproblematisch. Wir sind auf der Suche nach Ratschlägen die es ermöglichen die Häuser nicht ganz oder teilweise zu verkaufen. Könnte mit einer Schenkung des Großvaters an den Enkel ein größerer Teil als 25% verteilt werden? Was habt ihr für Lösungsansätze??? Wir stehen noch ganz am Anfang und wollen dass es zu so wenig Streitigkeiten und Verlierern wie möglich kommt.

Vielen dank für mögliche Tipps!!!

Erbe, erbrecht, Erbschaft, Immobilien, Pflichtteil, scheidung, schenkung
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Erfahrungen mit Genotec

Hallo, ich befasse mich gerade mit Genotec, weil ich das Konzept sehr sehr verlockend finde. Vor allem die Tatsache, das kein Darlehen entsteht, mit drohender Vorfälligkeitsentschädigung klingt interessant. Folgendes macht mich stutzig : 2009 hatte Genotec über 4000 Mitglieder, aber nur 86 realisierte Objekte. Die 4000 Mitglieder hatten 50 Mio Kapital gezeichnet, also ca. 10 TEUR pro Mitglied. Also geht es im Durchschnitt um Immobilien um 100TEUR. Dafür gibt es in unserer Gegend eine Doppelgarage, oder eine sehr schlichte Wohnung. Maximalgrenze sind 40TEUR Zeichnung bzw. 400 TEUR Zuteilung. Der zweite gravierende Punkt ist die Aussage, ohne Fremdkapital zu finanzieren. Wenn man die Mitgliegeranzahl und die daraus resultierende Zuteilung über die Jahre berechnet, ergibt sich m.E. ein gravierender Liquiditätsenpaß. Das könnte bedeuten daß die Zuteilung dann nicht nach den versprochenen 39 Monaten erfolgt, oder die Einlage bei einer Insolvenz wg. fehlender Liquidität futsch wäre. Bei einer Zuteilungssumme von 10 :1 zur Zeichnungssummer und Einnahmen von 5% Mietzins aus den realisierten Objekten kann die Kapitaldecke m. E. nicht reichen um einen derartigen Mitgliederzulauf zu verkraften. Oder sehe ich das falsch? Wer hat bereits erfolgreich mit Genotec einen Neubau realisiert und ist bereit, seine Erfahrungen zu schildern. Vielleicht unterliege ich einem Denkfehler. Danke.

Sparen, Bausparvertrag, Finanzierung, Immobilien
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