Finanzierung Immobilie mit 50% Eigennutzung und 50% Vermietung: Steuer?

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7 Antworten

Ich vertrete nicht die Ansicht von @Lakorlas und @Matrix, sondern schliesse mich der Auffassung des BFH an.

Eine Aufteilung der Art, das das ganze Eigenkapital der eigengenutzten Wohnung zugerechnet wird und damit die vermietete Wohnung ggf. voll fremdfinanziert wird, ist mglich.

Allerdings muss das Haus dann auch in zwei ETW aufgeteilt werden (also Trennungserklärung, eigenes Grundbuchblatt).

siehe auch hier:

http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/f9909.htm

Nur zur Klarstellung:

Eine Wohnung EK+ Teilfinanzierung, zweite Wohnung Vollfinanzierung.

Nur die gesammte Konstruktion sollte man sowieso mit einem Berater machen. Nur die Anfrage hier reicht nicht.

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@wfwbinder

ich sehe: es scheint machbar! Vermutlich muss man von Beginn an einige Dinge beachten und genau trennen wie Planung, Kostenaufteilung, Zahlungen, Kredite.

Das reicht als Anhaltspunkt. Ich werde mich mal hier vor Ort nach "Experten" umsehen.

Danke.

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@NameDerRose

Ich bin auch der Überzeugung, dass es macbar ist. Weil Neubau eben etwas anders als bei Kauf. Aber ein guter StB in Verbindung mit Notar, kein Problem.

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Das Konstrukt ist machbar, eine Teilungserklärung für das Objekt sollte nicht nötig sein. Der Bundesfinanzhof lässt in folgendem Fall eine Ausnahme zu: Im Kaufvertrag ist der gesamte Kaufpreis genau auf die unterschiedlich genutzten Immobilienflächen aufgeteilt – und zwar weder willkürlich noch zum Schein (BFH, Urteil vom 1.4.2009, Az. IX R 35/08, BFH/NV 2009 S. 1193). In diesem Fall sind die Schuldzinsen nach dem Verhältnis der Anschaffungskosten der selbst genutzten und vermieteten Gebäudeteile zuzuordnen. Wichtig: Der Kaufpreis für den vermieteten Gebäudeteil muss dem Verkehrswert entsprechen. Ebenso müssen ggf. die Kreditverträge geteilt werden.

Und wie schon wfwbinder geschrieben hat: unbedingt Steuerberater einbinden, eine Anfrage hier kann nur Impulse geben und keine steuerliche Beratung ersetzen.

Ich erlaube mir einen kleinen Einwand.

Das mit der Teilung habe ich nicht umsonst geschrieben. Im Gegensatz zum BFH Urteil, in dem es um einen Kauf ging, will der Frager bauen. Es könnte sein, dass man in diesem Fall, von Seiten der Finanzverwaltung andere Maßstäbe anlegen könnte. mein Tipp ist also an dem Punkt von Vorsicht getragen.

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Hmm, also die Ansicht von wfwbinder schließe ich mich eigentlich an. Nur frage ich mich, ob das Finanzamt es auch anerkennt, wenn es sich nur um einen Kredit handelt. Das heißt es könnte trotz der Teilungserklärung das Geld selbst nicht ohne weiteres getrennt werden. Dazu müsstest du schon zwei getrennte Finanzierungen machen.

Ansonsten halte ich es für zweifelhaft, ob dein FA das anerkennt.

Du hast vollkommen recht, eine Wohnung EK+ Teilfinanzierung, zweite Wohnung Vollfinanzierung.

Nur die gesammte Konstruktion sollte man soweso mit einem Berater machen. Nur die Anfrage hier reicht nicht.

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Gar nicht gerne, das wird 50/50 aufgeteilt.

Mal ganz ehrlich: so wirklich glaubst du doch selber nicht, dass so was Abwegiges durchgehen könnte, oder?

meines wissens kannst du grundsätzlich "nur" den anteil absetzen,der auf die mietwohnung entfällt.

damit erzielst du ja schliesslich mieteinnahmen die wiederrum versteuert werden müssen.

alle kosten könnten nur dann bei der steuer berücksichtigt werden, wenn das haus komplett vermietet wäre.

Hallo Hausbauer,

wie der vorherige Kollege schon richtig bestätigt hat, kann man dies durch eine konkrete Teilungserklärung regeln! Damit du dein Vorhaben sicher und langfristig planen kannst, solltest Du dies allerdings nicht nur von einigen Bankanfragen abhängig machen!Es gibt auch hier verschiedene Sichtweisen, was nicht unbedingt identisch mit deinem Vorhaben sein muss? (Tip! Finanzierungsportale Finanztest 09.2010 Empfehlenswert!) siehe Google! Mfg Günter Draxler

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