Wie kann man den Wert eines Wohnrechts berechnen?

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relativ einfach.

  • man nimmt die ortsübliche Vergleichsmiete, rechnet sie auf ein Jahr (also x 12) udn hat den Jahres wert. Dieser ist auch für den Notarvertrag wichtig.

  • Dann wird mit dem Wert aus dieser Tabelle: http://kuerzer.de/Bewertung2010

multipliziert, der dem Lebensalter der Person entspricht, in dem Moment wo das REcht eingeräumt wird.

Beispiel:

Wohnung. übliche Miete 500,-. Jahreswert 6.000,-.

Es wird der Mutter eingeräumt, die 65 Jahre alt ist.der Vervielfältiger ist lt. Tabelle 12,668, der Wert des Wohnrechts beträgt somit 76.008,- Euro.

Für die Bewertung der Wohnung ist dieser Betrag vom Aktuellen Schätzwert dann abzuziehen, um den Wert des Erbes zu berechnen.

Jahresmietwert(ohne Nebenkosten)x noch zu erwartender durchchnittliche Lebenserwartung des Berechtigten(nach amtlicher Sterbetafel)=Wert.

Wohnrechtsinhaber will Haus energetisch sanieren

Hallo,

habe zusammen mit meinem Bruder ein Haus geerbt (je hälftiger EIgentümer), in dem ich von meiner Mutter ein (im Grundbuch eingetragenes) lebenslanges Wohn- und Nutzungsrecht eingeräumt bekommen habe, als Gegenleistung für Wart- und Pflege. Das Haus ist sehr marode und sanierungsbedürftig - das Verhältnis zu meinem Bruder sehr problematisch.

Ich möchte einen Kachelofen einbauen, dazu muß ein neuer Kamin eingesetzt werden und die Speisekammer sollte in einem zu erstellenden kleinen Anbau Platz finden (wird sonst wärmster Raum des Hauses). Eigentlich wäre mein Bruder verpflichtet, die Hälfte der Heizkosten mitzutragen - tut er aber nicht. Ich würde sogar auf eigene Kosten den gesamten Umbau tragen, aber beim letzten Kontakt gab er mir "Veränderungssperre" am Haus - er möchte mich dazu bringen, das Wohnrecht aufzugeben, um das Haus verkaufen zu können, er möchte mich quasi über die Heizkosten "aushungern".

Frage - wie erwirke ich möglichst rasch und ohne große Gerichts-/Anwaltkosten das Recht die vorgesehenen Maßnahmen vorzunehmen? Reicht es, die fehlende Bereitschaft meines Bruders, die Heizkosten mitzutragen, zu dokumentieren? Was passiert, wenn ich den Kachelofen/Kamin/Speisekammeranbau einfach machen lasse? Kann er Rückbau verlangen? Wird er Recht bekommen? Wie teuer wird der Streit? Hilft mir eventuell das erneuerbare Energien Gesetz (EEG), um die vorgesehenen Maßnahmen durchführen zu können?

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