Fagen zum Erbschein?

Mein Vater ist vor einigen Wochen unerwartet verstorben. Es gibt kein Testament. Wir sind 3 Kinder.

Es gibt eine (abbezahlte) Eigentumswohnung mit meinen Eltern als Eigentümern und ein gemeinsames Bankkonto mit etwas Guthaben.

Dass nur der Anteil meines verstorbenen Vaters, also 50 %, vom Erbe betroffen ist, wurde freundlicherweise hier schon geklärt.

Es kam ein Schreiben vom Nachlassgericht u. A. bezüglich Erbschein.

  • Wenn ein Erbschein ausgestellt wird, so wird nur die die gesetzliche Erbfolge 50% Mama, Rest durch die 3 Kinder "bestätigt"? Mehr ist es nicht??
  • Könnte ein Erbschein nicht notwendig werden, wenn wir Kinder auf das Erbe zugunsten meiner Mutter verzichten? Erbsteuer dürfte kein Thema, da Gesamtnachlasswert unter 500.000 Euro.
  • Was passiert mit dem Erbe, wenn kein Erbschein beantragt wird und somit keiner ausgestellt? Erhält meine Mutter automatisch das gesamte Erbe, da sie eh im Grundbuch eingetragen und Kontoinhaber ist? Im Internet konnte ich bisher nirgends herausfinden, was passiert, wenn eben keiner ausgestellt wird.
  • Da die Kinder mit Adressen angegeben werden müssen, denke ich dass wir ebenfalls vom Nachlassgericht Post bekommen werden? Was wollen sie von genau wissen, wenn zuvor kein Erbschein beantragt wurde?
  • Wenn ein Erbschein ausgestellt wird, könnte dann einer meiner Geschwister zur Bank gehen und ihren Anteil sofort auszahlen lassen?
  • Kann im Grundbuch die Änderung (=Mama wird Eigentümerin, Papa taucht nicht mehr auf) ohne Erbschein erfolgen, da meine Mutter eh Miteigentümerin ist?

Danke!

Erbschaft, Erbschein
2 Antworten
Wird dieses Vorausvermächtnis auch vor Gericht akzeptiert?

Meine Mutter ist letztes Jahr verstorben, ihr zweiter Ehemann bereits im Jahr davor. Meine Schwester und ich sind in einer Erbengemeinschaft mit dem Sohn des 2. Ehemanns. Meine Mutter und der 2. Ehemann haben ein Testament hinterlassen, mit Vor/Nacherbe. Wir 3 sind die Nacherben. 50 % für mich und meinen Bruder und 50 % an den Sohn des 2. Ehemanns. Das Haus wurde bereits verkauft und der Erlös nach Quoten aufgeteilt. 

Zusätzlich hat meine Mutter auf einen Zettel geschrieben, das meine Schwester und ich, also nur wir 2, ihr eigenes Bankkonto und ein gemaltes Bild erhalten sollen. Leider steht auf dem Zettel kein Datum, keine Unterschrift und anstatt Konto-Nr. hat meine Mutter ihre Bank-Pin notiert, damit wir diese haben. Kann dieser Zettel als Vorausvermächtnis gelten. Der Notar hat dies in der Urkunde bei Beantragung des Erbscheines so reingeschrieben:

" In diesem Vermerk wurde - lediglich - eine Teilungsanordnung mit Vorausvermächtnis bezüglich des nicht anzurechnenden Wertes dieser Vermögenswerte getroffen und bestimmt, dass S.K. und T.K. das Bild sowie das Bankkonto bei der Raiffeisenbank mit der Nr. 5523 zu gleichen Anteilen erhalten sollen. Die Erbeinsetzung als solche mit den angegebenen Quoten wird hierduch nicht in Frage gestellt. "

Dieses liegt auch beim Amtsgericht vor. Auch wurde dies beim Notar besprochen als wir alle 3 da waren und mit eidesstattlicher Versicherung und Unterschriften festgehalten, als wir den gemeinschaftlichen Erbschein beantragt haben. Der Sohn aus 2. Ehe hat uns nun per Anwalt angeschrieben und fordert die Hälfte vom Bankkonto. Meine Frage nun, kann ich dagegen angehen oder habe ich schlechte Karten vor Gericht?

Vielen Dank für die Hilfe jetzt schon.

Erbschaft
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Erbschaftsannahme - welche Unterlagen kann ich verlangen?

Meine Mutti ist dieses Jahr verstorben. Erbberechtigt bin ich als Tochter und die Kinder meines verstorbenen Bruders.

Mein Neffe hatte vom Amtsgericht die Mitteilung erhalten, das er erbberechtigt ist. Er hatte mich gefragt, was er damit machen sollte. Ich sagte ihm, ich will von ihm unterschrieben ein Schriftstück haben, ob er das Erbe annimmt oder ablehnt. Er fragte noch, wie hoch denn das Erbe wäre. Das gewünschte Schriftstück habe ich erhalten, das er das Erbe annimmt und hat die Kontonummer angegeben, wohin ich den Geldbetrag überweisen soll.

Nach ca. 14 Tagen habe ich ihn angerufen und gesagt, ich werde das Geld überweisen und habe nochmals die Kontendaten abgeglichen. Ich sagte ihm, ich will von ihm eine Empfangsbescheinung über die Summe des Geldetrages haben mit Kopie seines Personalausweises und das er für noch folgende Foderungen eintreten muß.

Ich sagte ihm auch, daß ich vermutete, daß unter dem Schreiben der Erbschaftsannahe nicht seine Unterschrift steht.

Er versprach mir mündlich, die von mir gewünschten Unterlagen zuzusenden. Nach ca. einer Woche habe ich nachgefragt, da er das Geld bereits erhalten hat, wo denn die Empfangsbescheinigunng und die Kopie des PA bleiben. Er schickte mir eine E-Mail, er wolle noch Unterlagen für seine "ordentliche Aktenlage" haben. Diese Unterlagen habe ich ihm per E-Mail sofort zugesandt. Er versprach mir dann per E-Mail , nach Eingang der Unterlagen unverzüglich die Bestätigung zuzusenden. Die Kopie des PA lehnt er ab, da es persönliche Daten sind. Nach ca. 1 Woche rief er an und wollte noch den Kontoauszug meiner Mutti haben, wo ersichtlich ist, wieviel Geld zum Sterbetag auf dem Konto war. Ich hatte ihm den letzten Kontoauszug der Bank bereits bei seinen geforderten Unterlagen zugeschickt, wo die Kontolöschung erfolgte. Dort waren alle Angaben ersichtlich. Als ich ihm sagte, das ich vermute, das dieses nur Ausreden sind, um die von mir geforderten Unterlagen nicht zuzusenden, sagte er, er will das Geld von Oma nicht haben und wird es zurück überweisen, so entfällt auch die Kopie seines PA.

Er versprach mir unter Zeugen, daß ich seine Äußerung als Schriftstück erhalten werde. Ich setzte ihm eine Frist, die leider verstrichen ist, ohne Post von ihm zu erhalten. Das Geld ist auf meinem Konto eingegangen mit dem Vermerk "Rücküberweisung des Erbes", aber es fehlt noch immer das versprochene Schriftstück.

Nun meine Frage, kann ich von ihm verlangen, daß er mir schriftlich bestätigt, das er das Geld aus freien Stücken zurück überwiesen hat und eine Kopie seines PA? Mit der Kopie seines Personalausweises will ich nur sicher gehen, das es auch wirklich seine Unterschrift ist.

Was können Sie mir raten?

Ihre CaraZoe

Erbschaft
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Erbe - Hoher Geldbetrag da was sollen wir der Bank sagen (Kinder benötigen Hilfe)?

Hallo Community,

ICH BRAUCHE DRINGEND EURE HILFE. Leider ist meine Mutter letzten Monat an Krebs verstorben.

Nun stehen wir vor einem Problem. Vor Ihrem Tod hat sie uns im Krankenhaus gesagt wo sie noch Geld im Haus versteckt hat. Wie manche Mütter halt sind, bewahren Sie Geld im Haus auf. Falls es mal Eng wird oder etwas schlimmes passiert. Meine Mutter hat in Ihrer Wohnung 49.000€ aufbewahrt. Dieses Geld sagte Sie habe Sie nebenbei angespart für uns und das seit Ihrem 19ten Lebensjahr! Es ist kein Schwarzgeld oder sonst was illegales.

Nun haben ich, mein Bruder (beide Azubis, volljährig) und meine Schwester erfahren das man z.B Ärger mit dem Finanzamt bekommen könnte wenn man z.B zur Sparkasse geht und 15.000€ einzahlt. Alles drunter soll keine Problem bereiten oder Frage aufwerfen. Warum sage ich das? Weil wir als Ihre Kinder einfach nicht wissen ob uns die Bank Ärger macht. Wir haben natürlich auch eine Sterbeurkunde und Sorgerechtspapiere, sowie Geburtsurkunden. Nur wollen wir nicht riskieren, das uns all das hart erarbeitete Geld Probleme bereitetet.

DAHER FRAGEN WIR HIER WAS WIR DEN TUN KÖNNEN UND WIE WIR VORGEHEN SOLLTEN :/ ? Wir denke darüber nach jeweils 13.000€ einzuzahlen. Aber dann beleiben ja noch 23.000€ und was dann :/ Meine minderjährige Schwester benötigt keinen 5 stelligen Betrag. Wir geben Ihr das Geld wenn Sie älter geworden ist.

Wäre es denn nicht möglich das ich mit der Sterbeurkunde zu meiner Bank gehe und Ihnen sage das meine Mutter 49.000€ hinterlassen hat?

Meine Mutter hat in dem einen Jahr wo Sie mit Krebs kämpfte keine Zeit, Dinge wie Testament und Erbe zu planen. Die Chemotherapie, Bestrahlung und all die Arzttermine haben Ihr alle Kraft geraubt.

ICH HOFFE AUF VERSTÄNDNIS UND HILFE DANKE!

Geld, Bank, Erbe, erbrecht, Erbschaft, Finanzamt, kinder, Tod, Strafe
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Gewinnsteuer Wohnungsverkauf, Nach Auszahlung an anderen Erbe?

Hallo Zusammen,

ich habe 1998 gemeinsam mit meiner Schwester eine Wohnung geerbt.

Seit 2011 habe ich die Wohnung eigengenutzt. Die Wohnung war bis Juli 2014 als Erbengemeinschaft eingetragen. Im August 2014 habe ich meine Schwester ausbezahlt und bin nun Alleineigentümer der Wohnung. Anschließend habe ich noch 3 jahre bis Juni 2017 die Wohnung eigengenutzt und anschließend vermietet.

Würde nun Gewinnsteuer / Spekulationssteuer anmelden,

auch wenn ich die Wohnung eigengenutzt hatte?

Ich habe in einem Paragraph gelesen:

Hauptwohnsitzbefreiung

Steuerfrei ist wie bisher die Veräußerung von Eigenheimen und Eigentumswohnungen samt Grund und Boden, wenn es sich dabei um den Hauptwohnsitz der Steuerpflichtigen/des Steuerpflichtigen handelt. Der Hauptwohnsitz (Mittelpunkt der Lebensinteressen) ist wie bisher das Eigenheim oder die Eigentumswohnung, in dem/der die Verkäuferin/der Verkäufer seit der Anschaffung und bis zur Veräußerung durchgehend für mindestens zwei Jahre gewohnt hat. Die Hauptwohnsitzbefreiung kommt nunmehr auch dann zum Tragen, wenn die Verkäuferin/der Verkäufer innerhalb der letzten zehn Jahre (vor der Veräußerung) mindestens fünf Jahre durchgehend in diesem Haus oder dieser Wohnung als "Hauptwohnsitzer" gewohnt hat ("5 aus 10-Regelung").

Ich bin mir aber sehr unsicher, ob dies greift, da ja 2014 ein neuer Kaufvertrag über die Wohnung abgeschlossen wurde.

Wie wäre es in meinem Fall.

Lieben Dank und freundliche Grüße

Greta S.

Erbschaft
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