Frage von Udolphins333, 54

Erbbaurecht und Kirchenaustritt. Mit welchen Konsequenzen muss man rechnen?

Ich habe nach langen Überlegungen den Entschluß gefaßt aus der kath. Kirche auszutreten. Aber es gibt ein Problem:  ich habe ein Erbbaurecht!

Mit welchen Konsewuenzen muss ich rechnen? leider gibt es nirgendwo eine dementsprechende Auskunft - weder im Internet noch bei zuständigen Behörden. Gibt es jemanden, der mir bei dieser Problematik eine verbindliche Antwort geben kann?

Antwort
von wfwbinder, 40

Das Erbbaurecht ist im Grundbucheingetragen und , wie der Name sagt, vererblich.

Es könnte also auch jeder Zeit an eine Person vererbt werden, die nicht in der Kirche ist, oder noch schlimmer, (wie ich) Lutheraner sein könnte.

Also das ist nicht aufkündbar, wegen eines Kirchenaustritts.

Antwort
von Privatier59, 41

Die verbindliche Antwort kann Dir nur derjenige geben, der die Vereinbarung über die Bestellung des Erbbaurechts vollinhaltlich vorliegen hat.

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, daß es einen Erbbaurechtsvertrag geben könnte, der den Bestand des Erbbaurechts an die Mitgliedschaft in der katholischen  Kirche bindet. Was wäre denn dann, wenn man das Erbbaurecht an jemand vererben würde, der Heide oder Muselman ist?

Antwort
von michaelbaumann, 1

das Erbbaurecht kann wie ein Grundstück veräußert werden. Glaubensfragen u.ä. spielen dabei keine Rolle.

Antwort
von Franzl0503, 20

Udo:

Möglich ist m.W. ein Heimfallsanspruch des Erbbaurechtsausgebers bei kiirchenfeindlicher Betätigung, jedoch nicht bei Glaubenswechsel,

Kirchenaustritt

oder kritischen Äusserungen gegenüber der Kirche.

Antwort
von Gaenseliesel, 33

Hallo,

eine verbindliche Antwort wirst du hier kaum erwarten können. 

aber sieh mal hier:

https://www.finanzfrage.net/frage/kirchenaustritt---auswirkungen-erbpacht

Antwort
von Impact, 41

Steht in dem Vertragswerk zum Erbbaurecht, dass es Dir verboten ist, aus der Kirche auszutreten? Wohl kaum - also ?

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