Immobilie zum Vermieten privat kaufen, oder GmbH gründen und dann kaufen?

4 Antworten

Wenn jeder nur sprechen würde wovon er Ahnung hat, wäre es sehr still auf der Welt.

Für die Konstruktion Immobilien zu kaufen und verkaufen sowie Dividenden möglichst steuerneutral zu reinvestieren, lohnt sich die Gründung einer Immobilien-Holding und wiederum für jede Wohnung/Haus eine eigene GmbH. Wird eine Wohnung dann verkauft, fließt das Geld zu 95% steuerfrei in die Immobilien Holding zurück (d.h. man zahlt 1,5-2% Steuern). 

Natürlich hängt dabei ein Verwaltungsaufwand mit dran, der allerdings bei mehreren Wohnungen streckbar ist, d.h. man kann hierfür einen Buchhaltung beschäftigen, der diese wiederkehrenden Ein- und Auskünfte notiert und ggf. auch seinen Lohn wieder einspielt.

Mehr nachzulesen in diesem Artikel:

http://www.focus.de/finanzen/steuern/steuerreform-ideales-sparmodell_aid_240961.html

...die hohen persönlichen Steuern für die Vermietung haben mich auch über so ein Modell nachdenken lassen. 15% Körperschaftssteuer sind halt deutlich weniger als 45% Spitzensteuersatz.

Man kann eine GmbH auch im Alter ( >55) mit leichten Steuervorteilen verkaufen und auch relativ gut vererben. Ob das aber dann immer noch so ist, wenn es so weit sein sollte, bleibt abzuwarten.

Nachteile sind: - deutlich höherer Aufwand für Bilanzierung, Jahresabschluss etc. - Gewinnentnahmen sind aufwendig und müssen dann doch persönlich versteuert werden. - ob die Bank dem zustimmt ist fragwürdig bzw. lässt sich die Haftung für den Kredit nicht auf die GmbH verschieben - die 10 Jährige Frist für die Steuerfreiheit auf Gewinne aus dem Kauf-und Verkauf entfallen.

Es hilft nichts, mann muss seinen Fall durchkalkulieren und dann entscheiden...

In meinem Fall lohnt es wohl mehr möglichst viel in die Immobilie zu investieren, damit die dann zum Verkauf um etliches wertvoller da steht und einen höheren Verkaufserlös erbringt.

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Noch ein Nachtrag:

das Modell fällt auch aus, weil bei der Übertragung meiner Immobilie in meine GmbH Grunderwerbssteuer anfallen würde - ein fettes KO Kriterium!

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Ok, um die Rahmenbedingungen klarzustellen: Das soll eine langfristige Anlage sein, Der Verkauf des Hauses spielt dabei keine Rolle. Das Einkommen ist für die nachsten vier Jahre gesichert und wird nach diesen vier Jahren zwischen 1,5 und 5 Mio. € vor Steuern liegen, je nach Entwicklung der Finanzmärkte. Das Darlehen sollte also kein Problem darstellen. Kinder sind schon im jungen Erwachsenenalter und das Objekt steht in Stuttgart-Mitte, die Lage ist also gut. Ich werde mich auch noch an einen Finanzberater wenden. Ich wollte nur wissen ob das möglich wäre.

Rat zum Kauf meines Elternhauses

Meine Mutter hat uns (meinem Freund und mir) das Angebot unterbreitet mein Elternhaus zu kaufen. Der Wert liegt bei ca. 250.000 Euro und es ist abbezahlt. Nach Abzug meines Erbteils (mein Vater ist bereits verstorben) und des "Tochter-Bonus" will sie insgesamt 170.000 Euro für das Haus von uns bekommen. Davon möchte sie mindestens 50.000 Euro direkt und weitere 120.000 Euro über mehrere Jahre pro Monat abbezahlt haben.

Ich bin noch recht jung und in finanziellen Dingen (noch) nicht sehr bewandert. Mein Freund und ich können zur Zeit für einen Kredit ca. 750 Euro im Monat aufbringen. Kein Eigenkapital. Allerdings bessert sich unsere Finanzielle Lange Ende nächstes Jahr, und wir könnten von da an ca. 1000 Euro für das abbezahlen des Hauses aufbringen. Wir würden das Haus bewohnen. Ich möchte aus persönlichen Gründen und da sie dann auch schon recht alt wäre nicht 20 Jahre lang bei meiner Mutter abbezahlen.

Wäre es daher sinvoll zu aktuellen Konditionen mehr Geld als Kredit aufzunehmen und gleich zu bezahlen? Welche Kosten fallen in diesem Fall noch an und wie realistisch ist die das ganze? Wie könnte man die Gewichtung von Kredit und dem mtl. Abbezahlen vornehmen? Bekommen wir mit Sicherheit einen Kredit, wenn wir das Haus als Sicherheit haben?

Vielen Dank für eure Antworten!

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