Ich möchte vermietete Wohnung kaufen - Bank sagt, ich verdiene zu wenig. Kann das sein?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Klare Antwort: Ihr Einkommen ist völlig ausreichend, aber Sie waren bei der falschen Bank!

Als Finanzierungsmakler kenne ich die Richtlinien der DSL-Bank. Dort steht, daß Kapitalanleger nur finanziert werden, wenn das zu versteuernde Einkommen bei Ehepartnern bei mindestens 70.000 Euro im Jahr liegt. bei Ihnen wird das Brutto pro Jahr bei etwas über 60.000 liegen. Es gibt genügend Banken, die diese hohe Hürde nicht haben. Lassen Sie sich unabhängig beraten oder gehen Sie zu mehreren anderen Banken und fragen sie nach. Es wird kein Problem sein, kurzfristig fündig zu werden.

Eine feine, korrekte und somit hilfreiche Antwort.

0

Das finde ich auch! Danke!

0

Besser hätte ich es auch nicht beantworten können, schön das es hier Profis gibt. Ich habe nur eine kleine Anmerkung. Die Wohnung wär mir zu teuer mit 22-facher Jahresmiete. Der Gewinn liegt im Einkauf! - z.B. in Leipzig bekommst Du für den Preis 3 Wohnungen und hast 900 Euro Miete und das Risiko zusätzlich auf 3 Mieter verteilt. Da rechnet sich die Rente besser. Beste Grüße Confido24

0

Ich würde mir heute dreimal überlegen eine vermietete Eigentumswohnung zu kaufen. Vermutlich hat der Verkäufer-/Steuerberater Dir erzählt, dass die Wohnung sich durch die Mieteinnahme (fast) von allein finanziert. Lediglich am Anfang müsstest Du evtl. ca. 100,-- Euro beisteuern. Die Sache hat einen wichtigen Haken. Die Renovierung bzw. Instandhaltungskosten (hängt stark vom Mieter ab) hören nie auf. Immer wenn du meinst, dass Du es bald geschafft hast und die Wohnung ist bezahlt, kommen neue Kosten auf Dich zu. Was machst Du eigentlich, wenn das gleich nach einem Jahr der Fall ist und Du dafür keine großen Rücklagen hast. Das „reinbuttern“ wird nie ganz aufhören, sondern mit den Jahren eher zunehmen. Von vermeintlichem Ärger mit einem Mieter mal ganz abgesehen. Zudem lässt sich später ein in die Jahre gekommene Eigentumswohnung nicht so einfach verkaufen. Schau Dir mal den Markt an (z.B. in ImmoScout24). Teilweise werden Wohnung wie sauer Bier angeboten. Lege Dein Geld lieber anders an.

Meines Wissens erwartet die DSL auch bei vermieteten Objekten eine Mindestrendite von 5 % p.a. Mit gerade einmal 4,5 % p.a. Rendite (brutto vor Steuern und ohne Berücksichtigung nicht umlagefähiger Nebenkosten und Kaufnebenkosten)würde ich persönlich grundsätzlich die Finger von solch einer Investition lassen, es sein denn, ich spekuliere auf den Auszug der Mieter und den Weiterverkauf zu einem höheren Kaufpreis. Bei einigen Instituten gilt man auch dann nicht als vollwertiger Kapitalanleger, wenn man selbst noch keine eigengenutzte Immobilie vorweisen kann. Aus Ihrer Frage geht im Übrigen nicht hervor, wie hoch Ihr Nettoverdienst ist und welche Ausgaben Sie in welcher Höhe davon bestreiten müssen. Insofern finde ich die Antwort von hypothekenteam sehr gewagt, wenn er behauptet, dass Einkommen wäre auf jeden Fall ausreichend.

Danke füre den Hinweis, aber hypothekenteam hatte mich schon richtig verstanden. ich schrieb ja, daß noch genügend Luft beim Einkommen vorhanden ist und wir haben tatsächlich keine weiteren Verbindlichkeiten. Das mit der Mietrendite sehe auch, aber der Mieter wohnt da seit 20 Jahren, ist 88 Jahre alt, will demnächst ins Seniorenheim und bei Neuvermietung kann ich deutlich mehr erzielen.

0
@antonmchyp

Vielleicht wäre dann ja auch ein Verkauf interessant - in vernünftigen Lagen lässt sich eine bezugsfreie Wohnung ja oft deutlich teurer vermarkten als eine vermietete.

0

Ich bin bei der Sparda. 200.000€ wären da kein Problem. Unser Brutto beträgt 50.000€.

Was möchtest Du wissen?