Privatvermögen aus dem Ausland nach Deutschland überweisen - Was ist zu beachten?

Liebe Ratgebenden, Ich habe bereits in der Suche einen ähnlichen Thread gefunden (https://www.finanzfrage.net/frage/geld-aus-privatvermoegen-im-ausland-nach-deutschland-ueberweisen--), frage aber aufgrund anderer Details nochmals neu nach. Ich hoffe, das ist in Ordnung.... Wie ihr oben schon lesen könnt, geht es um einen Transfer von einem Betrag von um die 80000 Euro aus Kroatien. Das Geld stammt von einem Grundstück- und Hauskauf in dem ehemaligen Jugoslawien (heute Kroatien) im Jahre 1976. Finanziert wurde das Haus durch einen Gewinn und aus in Deutschland mit Erwerbstätigkeit erwirtschaftetem Lohn. Das Haus wurde für eigene Urlaube genutzt und im Jahr 2002 verkauft und auch in Kroatien besteuert (das allerdings komischerweise erst vor wenigen Jahren - ich weiß nicht, warum...). Das Geld liegt auf einem kroatischen Konto, der Wohnsitz ist Deutschland. Alles ist dokumentiert. Nun soll das Geld nach Deutschland überwiesen werden, um den Kauf einer Wohnung zu finanzieren. Meine Fragen sind folgende: - Soweit ich das verstehe, besteht die AWV-Meldepflicht, allerdings hat diese nichts mit dem Finanzamt zu tun. Richtig? - Muss dem Finanzamt der Übertrag des Geldes gemeldet werden? - Fallen in Deutschland Steuern auf das Geld an, wenn es überwiesen wird?

Ich bedanke mich ganz herzlich im Voraus!

Auslandsüberweisung, Finanzamt, Meldepflicht
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Wie werden Gewinne aus Kryptowährungen besteuert?

Guten Abend, Ich würde gerne wissen, wie die Rechtslage in Deutschland ist, was Gewinne aus Kryptowährungen betrifft.

Wie Sie vielleicht schon kennen, gibt es eine digitale Währung namens "Bitcoin". Der Kurs BTC/EUR schwankt ja schön. Szenario C ist mir am wichtigsten

Szenario A:

Wenn ich einen Bitcoin für z.B 2000€ kaufe und 6 Monate später diesen Bitcoin für 3000€ verkaufe, weil der Kurs gestiegen ist, habe ich ja einen Gewinn von 1000€.

Laut Recherche gilt dieser Trade als private Veräußerung, was mittels Einkommensteuer versteuert wird. Nur zu Bestätigung: Stimmt es, dass wenn ich diese Bitcoins länger als 12 Monate halte, die Steuer wegfällt?

Szenario B: Man kann über Platformen seine Bitcoins verleihen und entsprechende Zinserträge bekommen. Beispiel: Ich verleihe 1 Btc zu 0.09% Zinsen pro Tag für 2 Tage. Das ist ein Gewinn von 0.0018 BTC. Muss der Gewinn aus diesem Darlehensgeschäft auch versteuert werden, wenn ich die BTCs länger als 1 Jahr halte?

Szenario C, jetzt wird es kompliziert!

Ich kaufe 1 BTC für 1000 Euro. Nun existieren weitere Kryptowährungen. Diese kann man aber NUR mit Bitcoins kaufen. Es existiert auch ein entsprechender Kurs. Ich investiere 1 Btc in zb 1 XPP (XPP ist hier die andere Kryptowährung). 10 Monate später ist 1 XPP 5 BTC wert! Ich verkaufe nun die XPP und bekomme 5 BTC. Nach 12 Monaten wandel ich diese 5 BTC in Euro um.

Wie sieht hier die Besteuerungsgrundlage aus? Kennt jemand vielleicht einen Steuerberater, der Kryptowährungen 100% versteht und sich da auskennt?

einkommensteuer, Finanzamt, Steuern, Währung, Bitcoin
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Umfangreiche Nachforderungen des Finanzamt: Was ist unverhältnismäßig - was ist legitim?

Hallo Forum,

ich habe meine Steuererklärungen für 3 aufeinanderfolgende Jahre zusammen abgegeben und nun umfangreiche Nachforderungen erhalten, die mir unverhältnismäßig erscheinen. Zudem muss dazu gesagt werden, dass die Nachforderung nicht auf einzelne Steuerjahre bezogen ist, sondern der gesamte Zeitraum also alle Steuerjahre angesprochen werden.

1. Fahrtkosten zur Universität, den Nebenjobs, Bewerbungsgesprächen

Forderung: Welches Verkehrsmittel haben sie benutzt? Weisen Sie die Laufleistung nach; der Nachweis der tatsächlichen Kilometerlaufleistung kann durch Fahrzeugkauf- oder Verkauf-Belege, TÜV und Reparaturbelege nachgewiesen werden.

Ich habe verschiedene Fahrzeuge, hauptsächlich mein eigenes Fahrzeug, sowie von meinen Eltern und der Freundin genutzt. Muss ich von meinem eigenen Fahrzeugen die Laufleistung nachweisen? Darf die Laufleistung überhaupt von anderen Personen abgefragt werden? Manchmal bin ich auch Zug oder über die Mitfahrzentrale gefahren, wie erfolgt der Nachweis?

2. Nachweis aller Flugkosten und der Pflicht einer Auslandsexkursion

Hier habe ich bereits das Modulhandbuch, das Visum und die Exkursionsbeschreibung eingereicht. Wie soll ich sonst die Pflicht der Exkursion nachweisen? Ich habe keine Rechnungen der Flüge mehr, wie kann ich diese auch nachweisen? Muss man diese bei der Fluggesellschaft anfragen oder kann das Finanzamt zumindest von einer Pauschale ausgehen, wenn keine Originalrechnungen mehr verfügbar sind?

3. Angaben zur Art und zum Umfang der Unterkunft und der Verpflegung in Indonesien

Hier habe ich in einer Excel-Tabelle anhand der „Steuer-Pauschalen für die Reisekostenabrechnung“ für das jeweilige Jahr die Übernachtungs- und Verpflegungskosten aufgeführt. Dafür ist doch eine/diese Pauschale da? Was soll ich denn hier ausführen? In Indonesien gab es keine Quittung für Unterkunft und das Essen auf der Straße schon gar nicht...

4. Tätigkeiten der Nebenjobs

Hier wird es spannend. Beschreiben Sie bitte die Tätigkeiten der Nebenjobs ist die Aufforderung seitens des Amts. Aus welchem Grund will das Finanzamt hier überhaupt eine Information? Was soll ich dort beschreiben, das Finanzamt sieht doch anhand der Lohnsteuerabrechnung, dass ich dort beschäftigt war. Was steckt dahinter, ist das legitim?

5. Nachweis der Studiengebühren und der Telefonkosten

Ich habe bereits die Immatrikulationsbescheinigungen aller Semester und die Kontoabgänge der Studiengebühren von meinem Konto eingereicht. Was fehlt hier?

6. Nachweis der Kosten für Arbeitsmittel und Fachliteratur

Der Gesetzgeber sieht keine Pauschalen vor ist die gewählte Formulierung. Das ist ja richtig, also muss tatsächlich jede Rechnung für Bleistift und Textmarker eingereicht werden? Für ein Studium fallen doch diese Dinge an? Zudem habe ich nicht den Höchstsatz der Pauschale gewählt.

Vielen Dank für mögliche Antworten!

Viele Grüße

Studium, Finanzamt, Steuererklärung, Steuern
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Ein-Mann UG & co. KG Sozialversicherung, Haftungsbeschränkung - eierlegende Wollmilchsau gefunden?

Hallo werte community. Dadurch dass mittlerweile jeder Krankenversichert sein muss haben ja einige Konzerne bei der PKV gut aufgeschlagen. Selbstständig machen geht faktisch gar nicht mehr wenn man sich quasi aus dem nichts was aufbauen möchte, denn die knapp 300€ für einen gesunden 32 Jährigen müssen erstmal erwirtschaftet werden. Es gibt zwar den staatlichen Zuschuss, habe mir allerdings sagen lassen dass es einfacher ist einer Kuh das fliegen bei zu bringen, wie diesen bewilligt zu bekommen. Aber nun zum Kern des Problems: ich will mich mit coaching (Schulungen und Beratungen in einem bestimmten Fachbereich) Dienstleistungen selbstständig machen. Zu diesem Zweck würde ich eine UG & Co. KG gründen. Habe mir das so vorgestellt:

Gründung einer "Verwaltungs UG" Gesellschafter meine Frau, Angestellter Geschäftsführer ich (weil, ein geschäftsführender Gesellschafter vorm Gesetz ja als selbstständig gilt) mit einem Bruttogehalt von 451€. Dadurch bin ich dann für knapp 80€ voll sozialversichert und hätte bei einer Arbeitgeberleistung von 500€, 250€ netto übrig (und noch eine schöne VWL-Rente). Dann gründe ich eine KG mit der UG als vollhafter und mir als Teilhafter. Das hat dann den Vorteil dass ich, anders wie bei der reinen UG, Privatentnahmen in fast unbegrenzter Höhe tätigen kann und nicht viel mit Buchhaltung zu tun habe. Da die Aufträge des Tagesgeschäftes über die KG laufen muss ich nur eine EÜR anfertigen. Die UG hat ja dann als Bilanzposten nur monatlich als Eingang die Haftungsvergütung und in gleicher Höhe Das GeFü-Gehalt als Abgang. Ansonsten ist die Bilanz völlig neutral. Das wären, meiner Meinung nach, die vorhandenen Gesetze ausgereizt bis zum Schluß um tatsächlich alle Hürden, die so eine Selbstständigkeit bringt auf einmal zu nehmen. - Sozialversicherung - Haftungsbeschränkung - flexibles Gehalt (meine Marktanalyse hat ergeben dass zwischen 0-5000€ im Monat alles drin sein kann, wohlgemerkt KANN), die 500€ Brutto Fix für das GeFü Gehalt kommen als Einlage am Anfang in die KG. Kann ich das so machen oder erkennt irgendwer das nicht an? (Finanzamt, Krankenkasse) stutzig macht mich dass ich im Internet nach genau diesem Konstrukt gesucht habe und nichts gefunden weil ich denke dass andere doch auch schon so schlau gewesen sein müssten. Vielen Dank schonmal!

Existenzgründung, Finanzamt, krankenkasse, Selbstständigkeit, Sozialversicherung
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Wie viele Steuererklärungen nach Todesfall?

Situation: St-Erklärung 2015 nicht abgegeben, FA droht mit Zwangsgeld Unser Vater ist Ende November 2015 verstorben (Rentner mit erheblichen Nebeneinkünften aus Vermietung, die Mieten liefen auf sein Konto, er war verheiratet, meine Mutter bezieht gesetzl. Rente, seit dem Tod meines Vaters bezieht sie dessen Mietnebeneinkünfte). Meine Eltern erstellten immer eine gemeinsame Steuererklärung. Meine Mutter ist Allein-Erbin, Erbschaftssteuer fiel keine an. Nun sagte sie uns heute, dass sie bislang keinerlei Steuer-Erklärungen abgegeben hätte (sie erklärte immer, sie würde das Finanzielle alles alleine hinkriegen...). Sie zeigte uns dann ein Schreiben des FA von letzter Woche, mit Androhung eines Zwangsgeld über gesamt 300 Euro für EK-St. und Umsatz-St., wenn sie Ihre St.-Erklärung 2015 (!) nicht bis 27. 4. 17 abgibt Wir fielen aus allen Wolken... Wir boten darufhin Unterstützung an (die sie auch m.M.dringend braucht) Wie vorgehen? Ich habe vorgeschlagen, dass wir zusammen zunächst ihre Steuererklärung per Steuer-Software erstellen (für 2015) und diese dann sofort einreichen.

Anschließend müsste sie ja dann noch eine Steuerklärung für ihren verstorbenen Ehemann (unseren Vater) für 2015 machen?
Allerdings erhielt sie bislang dazu keinerlei Aufforderung vom FA, sie meint, das wäre dann auch nicht nötig Mein Vater hatte aber gute Mieteinkünfte bis zuletzt, mit entspr. hohen Vorauszahlungen an das FA. Ich befürchte, sie verschenkt da viel Geld (meine Eltern hatten immer Steuerrückerstattungen, 2014 ca. 2300 Euro). Oder macht sie sich gar strafbar?

Wie würdet ihr in dieser prekären Lage handeln? Steuerberater ist in Oster-Urlaub, und den will sie sich eh sparen (meine Eltern hatten 2014 Steuerberater-Kosten von ca.1500 Euro). VIELEN DANK. Elvira

einkommensteuer, Finanzamt, Steuererklärung
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Angabe aufgrund Unkenntnis zum eigenen Nachteil nicht getätigt; Steuererklärung rückwirkend anpassen?

Hallo,

im Rahmen der Erstellung der Steuererklärung für 2016 ist mir aufgefallen, dass ich in der Steuererklärung für 2015 einen Betrag nicht angegeben hatte. Dies aus mangelnder bzw. falscher Kenntnis der Rechtslage.

Konkret geht es hierum:. Bei Handwerkerrechnungen kann man jährlich bis zu 6.000€ für den Personalkostenanteil ansetzen. Hiervon werden dann 20% (also 1200€) wirksam. Meine bisherige (anscheinend falsche!) Kenntnis war, dass hier keine Kosten für Neubauten, sondern nur für Reparaturen, Renovierungen, etc. angegeben werden dürfen. Meine Steuersoftware hat mir jetzt gestern mitgeteilt, dass bei Neubauten der Bezugstermin relevant ist. Sprich nach dem Einzug kann man bspw. für Arbeiten des Gartenbauers, etc. die entsprechenden Kosten ansetzen. Genau dies wäre bei uns jetzt der Fall: Wir sind im November 2015 eingezogen. Noch im Dezember 2015 sind uns über 6000€ für die Erstellung der Außenanlage entstanden. Angegeben hatte ich diese Kosten bei der Steuererklärung für das Jahr 2015 nicht. Den zugehörigen Steuerbescheid habe ich Mitte letzten Jahres erhalten (sprich die Einspruchsfristen sind auch abgelaufen). Frage: Kann ich die Kosten noch irgendwie rückwirkend geltend machen? Oder habe ich jetzt einfach Pech und für das Leben gelernt?

Vielen Dank!

Behörden, Finanzamt, handwerkerrechnung, Steuererklärung, Steuern
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Ist eine Korrektur der Umsatzsteuer-Voranmeldung am Jahresende möglich, bzw. schicke ich bei der monatliche UStVA Rechnungskopien an das Finanzamt?

Hallo liebe Community,

zum 02.01.17 bin ich als Einzelunternehmer selbstständig. Da ich umsatzsteuerpflichtig sein werde, setze ich mich nun seit einiger Zeit mit der monatlich durchzuführenden Umsatzsteuer-Voranmeldung auseinander.

Zu meiner Frage:

Ich habe vor 2 Monaten einen rechtlichen Disput mit meinem alten Arbeitgeber gehabt. Zu diesem Zweck habe ich mir juristische Hilfe genommen und auch eine ordentliche Rechnung erhalten. Da es im weitesten Sinne schon eine Vorableistung zu meiner Selbstständigkeit war, würde ich gerne schauen, ob ich diese Rechnung nicht auch als Vorgründungskosten zu den Betriebsausgaben setzen und mir die 19% USt. nicht mit meiner ersten UStVA zum 10. Februar (für Januar) vom FA zurückholen kann.

Ich habe es so verstanden, dass ich jeweils spätestens zum 10. des Folgemonats per Elster die UStVA rausschicke und dann entweder die zu zahlende Umsatzsteuer an das FA überweise oder aber die Vorsteuer erstattet bekomme. Gerade jetzt im Dezember sind einige Investitionen getätigt worden, so dass ich im 1. Monat mit einer Erstattung von 400-500 Euro kalkuliere.

Für die monatliche UStVA aber schicke ich doch noch keine Rechnungskopien mit raus, wenn es sich nicht um horrende Vorsteuer-Summen handelt, oder doch ? Falls nicht, gehe ich davon aus, dass das ja sicherlich spätestens zur Umsatzsteuerjahreserklärung der Fall sein wird. Würde ich erst dann die Info vom FA erhalten, dass die Rechnung nicht angenommen wird als Betriebsausgabe und die Vorsteuer zurückgefordert ?

Ich danke Euch schon im Voraus für eure Hilfe.

Liebe Grüße tella

Buchhaltung, ELSTER, Finanzamt, rechnung, Selbstständigkeit, Steuern, Umsatzsteuer, Vorsteuer
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Steuererklärung und nicht arbeitslos gemeldet?

Guten Morgen,

ich überlege mir dieses Jahr zum ersten Mal eine Steuererklärung zu machen (Steuerklasse 1). Da ich mich hierbei überhaupt nicht auskenne und das Jahr kompliziert "abgelaufen" ist, erhoffe ich mir ein bisschen Hilfe über das Forum zu erhalten.

Habe direkt nach dem Abitur (2014) ein FSJ im Krankenhaus abgeleistet und nebenher eine Ausbildung zum Rettungssanitäter gemacht. Nach dem FSJ habe ich mich dazu entschlossen mein Studienbeginn zu verschieben und als Rettungssanitäter in einem Rettungsdienstunternehmen zu arbeiten. Ab September 2015 bis Januar 2016 war ich als RS angestellt. Den Arbeitsvertrag habe ich in Januar 2016 nicht verlängert da ich eine Weltreise vor Studienbeginn machen wollte. Gesagt- getan. Habe mich auch nicht arbeitslos gemeldet weil ich nicht arbeitssuchend war.

Nach der o.g. Weltreise haben sich meine Interessen komplett geändert und ein Jura Studium kam für mich nicht mehr in Frage. Also beschloss ich ab Oktober 2016 weiter als Rettungssanitäter tätig zu sein.

Zusammenfassend habe ich bis jetzt (Sep. 2015 - Dezember 2016) nur knapp 7 Monate steuern gezahlt und war zwischendurch nicht arbeitslos gemeldet.
Lohnt sich da überhaupt eine Steuererklärung ? Wird es Probleme geben da ich nicht arbeitslos gemeldet war ?

Desweiteren musste ich in Oktober 2016 meinen Führerschein der Klasse C machen da ich anders nicht mehr in meinen Beruf als RS eingestellt werden konnte (Fahrzeuge wiegen jetzt mehr). Diesen Führerschein musste ich komplett selber finanzieren. Wird das ebenfalls in der Steuerabrechnung berücksichtigt und kann ich das Geld zum Teil zurück verlangen ?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Arbeitslosigkeit, Finanzamt, Finanzierung, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht
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Erbschaftsteuer, Dauergrabpflege?

Hallo.

Der Erblasser hat im Testament folgenden "Wunsch" geäußert:

"es soll ein großzügig bemessener Betrag treuhänderisch angelegt werden, der die bestmögliche Grabpflege für 20 Jahre garantiert."

Dieser "Wunsch" wurde umgesetzt. Es wurde eine Einmalzahlung an eine Treuhandstelle für Dauergrabpflege geleistet.

1.

M.E. sollten Grabpflegekosten, die im voraus in einem Betrag bezahlt wurden, in voller Höhe abziehbar sein.

Sind diese Kosten nun in Zeile 101, Mantelbogen: "Kosten für die übliche Grabpflege (Jahreswert der durchschnittlich anfallenden Kosten)" einzutragen?

In der Anlage heißt es zu Zeile 101: "Die Kosten der üblichen Grabpflege sind nach § 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG in Verbindung mit § 13 Abs. 2 BewG mit dem 9,3-fachen ihres Jahreswerts abzugsfähig. Dies gilt unabhängig von der tatsächlichen Dauer der Grabpflege. Einzutragen ist der Jahreswert der Grabpflegekosten. Das Finanzamt ermittelt den Kapitalwert."

Das wäre m.E. nicht zielführend?

Wie erreicht man, dass der komplette Betrag anerkannt wird? Wo trägt man die Kosten in dem Formular am Besten ein?

2.

Müssen die Kosten ebenso in der "Anlage Erwerber" aufgeführt werden?

Angenommen, es besteht eine Erbengemeinschaft aus 4 Personen. Jedem wurde 25% vererbt.

Die Kosten wurden vom Nachlasskonto des Erblassers beglichen.

Muß jetzt jeder Erwerber noch in der "Anlage Erwerber" die o.g. Kosten mit 1/4 des Wertes angeben?

Vielen Dank. Magda

Erbschaftssteuer, Finanzamt, Nachlass, Steuern
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