Einkommenssteuer deutlich höher als Lohnsteuer?

Hallo, ich habe im wesentlichen das gleiche Problem wie bereits hier https://www.finanzfrage.net/g/frage/einkommenssteuer-hoeher-als-lohnsteuer beschrieben,da sagen alle das könne nicht sein, aber wo der Fehler lag wurde nic ht beschrieben.

Konkret zu meinem Fall, ich mache Einkommenssteuererklärung weil ich nebenberuflich Selbstständig bin, im wesentlichen bin ich aber angestellt und die Lohnsteuer wird natürlich direkt vom Arbeitgeber abgeführt. Im vergangenem Jahr hatte ich durch meine Selbstständigkeit aber keinen Gewinn, sondern sogar einen geringen Verlust von rund 250€ und eine Aufwandsentschädigung von 120€ als Referent, also nix was eine ernstzunehmende Steuerbelastung erwarten lässt. Trotzdem sagt mir die vorabberechnung bei Elster, dass ich rund 1000€ Einkommenssteuer nachzahlen müsste. Da ich auch dachte, dass da irgendein Fehler sein muss habe ich testweise mal nur meine nichtselbstständige Tätigkeit eingegeben, also ohne Selbstständigkeit und Aufwandsentschädigung und wieder kamen rund 1000€ Nachzahlung raus. Konkret habe ich etwa 22.500€ Bruttolohn und 1.800€ Lohnsteuer gezahlt, bin sSteuerklasse 1 und unverheiratet. Gibt man beim Steuerrechner https://www.bmf-steuerrechner.de diese Angaben für die Lohnsteuer ein komme ich auf meine gezahlten rund 1.800€, gibt man das für die Einkommenssteuer ein kommen 3.000€ raus, insofern bestätigt das die Elsterberechnung. Aber das würde dann ja bedeuten, dass ich sobald ich eine Einkommenssteuererklärung mache deutlich mehr zahlen muss als ich sonst Lohnsteuer bezahle. Wo könnte ich denn da was falsch gemacht haben?

Einkommenssteuer, Einkommensteuererklärung, Lohnsteuer, Steuererklärung
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Einkommenssteuer Abgabe wurde durch Krankengeld zur Pflicht - aber nicht getätigt!? Was tun?

Sehr geehrte Community,

wir haben hier ein doch etwas größeres Problem.

Es geht um die Steuererklärung meiner Freundin. Und zwar war sie in ihrem Leben noch nie verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben. Dementsprechend hat sie bisher auch keine Steuernummer.

Sie ist seit 2014 als Architektin angestellt.

In 2016 wurde sie überfallen und erlitt schwere Verletzungen und ein Trauma.

Aufgrund dieser Verletzung und dem daraus bedingten Ausfall als Arbeitskraft bekam sie 2016, 2017 und 2018 Krankengeld von weit über 400€.

Ich sitze nun an ihren Steuerklärungen von 2016, 2017, 2018 und 2019 und wurde heute vom Steuerprogramm WISO darauf Aufmerksam gemacht, dass sie mit dem Erhalt der Krankengelder auch verpflichtet war eine Steuererklärung abzugeben. Es geht wohl um Strafzahlungen von um und bei 25€/Monat nach Abgabefrist.

Ich habe bisher schon folgendes heraus gefunden:

  1. Bis 2018 waren diese Strafzahlungen im Ermessen der Finanzbeamten. Sie konnten sie auferlegen oder halt auch nicht. Auch die Höhe der Strafzahlungen war in ihrem Ermessen.
  2. Seit 2018 müssen die Finanzämter wohl diese Strafzahlungen erheben. Obwohl es bis 02.2020 eine Übergangsregelung gab, die es den Finanzbeamten möglich machte nach wie vor einen Ermessensspielraum zu nutzen.
  3. Nach den Berechnungen des Steuerprogramms bekäme sie für 2016 ca. 250€ Nachzahlung, für 2017 ca. 350€, für 2018 ca. 500€ Nachzahlung.

Meine Frage nun... da wir diese Strafzahlungen natürlich nicht zahlen bzw. so wenig wie möglich zahlen möchten, was zu tun ist?

Nun meine Milchmädchenrechnung:

Würden alle Strafzahlungen genau abgerechnet, lägen wir wohl bei folgenden Beträgen:

2016 - ca. 150€ für 2017, 300€ für 2018 und 300€ für 2019 und 75€ für 2020 = ca. 825€

2017 - ca. 150€ für 2018, 300€ für 2019 und 75€ für 2020 = ca. 525€

2018 - ca. 150€ für 2019 und 75€ für 2020 = ca. 225€

Das ergäbe eine Strafzahlung für alle Versäumnisse von 1575€.

Wie wäre nun euer Vorschlag, mit dieser Situation umzugehen?

Einkommensteuererklärung, Krankengeld, Steuererklärung
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Einkommensteuererklärung - Doppelter Haushalt für Erwachsene, wirtschaftlich selbstständige Kinder mit eigener Wohnung und bei den Eltern?

Hallo,

ich finde die Aussagen dazu, ob ein doppelter Haushalt im Sinne der Einkommensteuererklärung vorliegt, widersprüchlich.

Angenommen Sohn S hat nach dem Studium eine eigene Wohnung in der Stadt M bezogen, da er sonst täglich 3 Stunden im Auto sitzen würde. In der Regel hält S sich von Montag bis Freitag in M auf. An Wochenenden und während des Urlaubs verbringt er seine Freizeit in R und wohnt dort im Haus seiner Eltern. In R und Umgebung wohnen Familie und Freunde. Eine Miete wird nicht gezahlt, allerdings unterstützt er die Eltern anderweitig (Garten, Arbeiten im und am Haus, ...). S hat ein eigenes Zimmer, Küche und Bad werden allerdings gemeinschaftlich genutzt.

Nach https://www.haufe.de/personal/entgelt/aenderung-bei-der-doppelten-haushaltsfuehrung_78_214170.html muss sich der Sohn seit 2014 mit mindestens 10% an den Kosten der Haushaltsführung beteiligen, damit ein doppelter Haushalt anerkannt wird. Da keine Miete gezahlt wird, ist dies quasi nicht nachzuweisen und es läge kein doppelter Haushalt vor.

Betrachtet man jedoch das Urteil http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&nr=30680 des BFH von 2014, so heißt es "Auch bedarf es der Übernahme einer besonderen finanziellen Verantwortung für den (gemeinsamen) Hausstand durch die gleichmäßige Beteiligung an den laufenden Haushalts- und Lebenshaltungskosten durch den Steuerpflichtigen nicht.". Ähnlich ließt es sich in https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Datum=2013-11&nr=29445&pos=27&anz=96.

Was ist nun aktuell und richtig?

Viele Grüße

idega

Einkommensteuererklärung, doppelte Haushaltsführung
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Schenkungsteuer - Wohnung Anteil Übergabe?

Guten Tag,

in 2016 haben mein Ex-Verlobter und ich eine Wohnung gekauft. Der Preis der Wohnung war €307.000, und wir haben einen Kredit von €246.000 genommen. Ich und meine Familie haben die meisten Renovierungsarbeiten vorbereitet und gemacht, Baumaterialien gesucht und mithilfe meines Vaters gebracht, Baufirma von meinem Land organisiert usw.

Alle Baumaterialien, Renovierungsarbeiten, Möbeln usw. wurde finanziell vom Großvater von meinem Ex-Verlobten gesponsert als eine Unterstützung für die neue, junge Familie.

Leider Anfang dieses Jahres trennten wir uns ein paar Monaten bevor heiraten.

Ich habe einen Anteil von 18% an der Wohnung und 50% auf Kredit. Warum 18%, weiß ich bis heute nicht, wahrscheinlich wegen der finanzielle Hilfe von seiner Familie. Es war nicht möglich 18% des Kredits zu haben, aber ich wollte trotzdem meinen Ex unterstützen und beisteuern, da wir geplant hatten, bald zu heiraten. Deswegen, ich habe das nicht als falschen/unsicheren Schritt gesehen (unglücklicherweise für jetzt!)).

Ich möchte die ganze Situation bald wie möglich beenden und auf meinen Ex-Verlobten meinen Anteil von 18% übertragen. Er würde mir die 18% des geschätzten aktuellen Wertes der Wohnung abzüglich des verbleibenden Kredits auszahlen.

D.h. € 329.025,00 (geschätzte aktuelle Wert inkl. Anschaffungskosten) - € 239.992,11 (jetzige Kredit Saldo) ​​= € 89.032,89 x 18% = € 16.025,92 (Summe welche würde mein Ex mir auszahlen).

Bank sagte schon, es kein Problem ist, dass mein Ex-Verlobter den gesamten Kredit übernehmen wird.

Ich bin eine Ausländerin, kam nur wegen meinen Ex-Verlobten hierher nach unsere Verlobung, da es nicht geklappt hat, werde ich wahrscheinlich Deutschland in 1 Jahr verlassen. Ich möchte jedoch nicht mit dem Gefühl leben, dass in einigen Jahren etwas vom Finanzamt kommt und sie werden mich aus Deutschland verfolgen. Und dann wahrscheinlich noch einige Schulden kommen könnten. Mein Ziels ist das alles, jetzt klar, günstig und sicher abschließen mit wenig wie möglich Kosten, weil ich habe schon viel zu viel verloren.

Welche Steuern und wie viel kann in dieser Situation gelten? Wer muss dafür bezahlen? Wie ist es mit Einkommensteuererklärung?

Gilt die Schenkungssteuer hier? Und wenn ja, wie viel wäre es und wer sollte diese bezahlen?

Ich habe ein bisschen analisiert diese Situation mit verschieden Szenarios. Wenn 20.000€ Freibetrag ist, dann meine 18% (€ 16.025,92) wäre kein Problem für Schenkungssteuer.

Aber wenn ich meinen 18% -Anteil auf meinen Ex übertragen wird und gleichzeitig aus dem Kredit genommen werden, wird Kredit=Schulden Übertragung als Einkommen für mich ausgelegt?

Gründstücksübertragung = € 329.025,00 (geschätzte aktuelle Wert inkl. Anschaffungskosten) x 18% = €59.224,5

Mein aktuell Teil des Darlehensbetrag 50% = €239.992,11 x 50% = €119.996,06

Ist es überhaupt möglich, dass eine

Schenkungsteuer = €119.996,06 – 20.000 (Freibetrag)) - €59.224,5 = €40.771,56 x 30% = €12.231,47 ?

Ich wäre sehr dankbar für Ihre Beratung!

S.

Einkommenssteuer, Einkommensteuererklärung, Grunderwerbssteuer, Immobilien, Kredit, Anteil
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Chronologische Abgabe von (freiwilligen) Steuererklärungen nach nachträglich ergangenem Verlustfeststellungsbescheid nötig?

Hallo zusammen,

ich habe - mit sehr großer Hilfe von den Nutzern dieses Forums bei allen meinen Unklarheiten und Fragen - erfolgreich eine nachträgliche Verlustfeststellung meiner Studiumskosten erreicht. VIELEN DANK dafür!!

Jetzt steh ich vor einem letzten Rätsel...

Hier meine Chronologie:

  • bis 2012: Studium
  • Steuerjahr 2013: Beschäftigungsbeginn
  • 2014: Abgabe einer Steuererklärung für das Steuerjahr 2013, Bescheid ist ergangen
  • Steuerjahre 2014-2017: keine Steuererklärung eingereicht. Ich bin AN ohne sonstige Einkünfte, kein Arbeitgeberwechsel, etc, also nicht verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben
  • 2017/18: ich habe nachträglich eine Verlustfeststellung für meine Verluste aus den Studienjahren 2010-2012 machen lassen, der aufsummierte Feststellungsbescheid für 2012 ist im Juli 18 ergangen. Die Verluste werden sich folglich auf 2013 und auf jeden Fall bis in 2014, wahrscheinlich auch noch ein kleiner Rest in 2015 forttragen
  • Steuerjahr 2018: Arbeitgeberwechsel, also Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung bis 31.07.2019. Außerdem muss ich bis 31.12.2018 meine freiwillige Steuererklärung für 2014 abgeben. Zur Erinnerung: in 2014 soll der "Rest" meiner Verlustfeststellung aus 2013 fortgetragen werden

2 Fragen:

a) Habe ich wirklich bis 31.12.2018 Zeit, um meine Steuererklärung 2014 einzureichen, auch wenn ein Rest-Verlust aus 2013 darauf "wartet", weitergetragen zu werden? Oder muss ich das sofort machen, sobald der Bescheid 2013 geändert wurde?

b) Kann ich dann als nächstes die Erklärung 2018 abgeben (bis spätestens 31.7.2019, hierzu bin ich wegen Arbeitgeberwechsel verpflichtet), OHNE eine Erklärung für die "Zwischenjahre" 2015, 2016 und 2017 einzureichen?

Ich würde für diese "normalen" Steuerjahre (2015-2017) gerne die 4 Jahre und die Verzinsung ausschöpfen - also die Erklärung für 2015 erst bis 31.12.2019, für 2016 bis 31.12.2020 und die für 2017 bis 31.12.2021 abgeben.

Geht das so?

Danke schonmal für die Hilfe!!
Pia

arbeitnehmer, Einkommensteuererklärung, Steuererklärung, Verlustvortrag
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