Wie Herstellungs- bzw. Renovierungskosten für häusliches Arbeitszimmer bei erstmaliger Angabe desselben ansetzen (als Arbeitnehmer)?

Hallo zusammen,

für die Einkommensteuererklärung 2021 als Arbeitnehmer möchte ich mein Arbeitszimmer erstmalig angeben. Dort habe im Jahr 2021 ausschließlich und auch einen Großteil des Jahres 2020 gearbeitet, alle Anforderungen an ein häusliches Arbeitszimmer sind auch bekannt und erfüllt, bislang habe ich aber aus einer Mischung aus Unkenntnis und Nonchalance davon abgesehen, das Zimmer anzugeben.

Konkret geht es mir um die Herstellungs-/Renovierungskosten des Arbeitszimmers, das sich im eigenen Haus befindet und welches ich über die Jahre 2019 und 2020 zum größten Teil selbständig renoviert habe. Zuvor war in dem besagten Zimmer kein Arbeitszimmer eingerichtet.

Wie muss ich die Renovierungskosten nun in der Steuererklärung angeben? Das Zimmer wurde kernsaniert, alle Leitungen, der Fussboden und die Wände neu erstellt, sowie eine neue Tür eingesetzt - aber eben nicht im Kalenderjahr 2021 sondern in den Jahren davor. Ist das dann überhaupt möglich, wenn die Kosten in den Vorjahren angefallen sind? Und kann ich die Kosten für die Renovierung komplett auf einmal (also den kompletten Betrag aller Renovierungs-/Herstellungskosten auf einmal in der Steuererklärung für 2021) ansetzen oder greift da eine Abschreibungsregelung? Wie genau lautet diese? Es geht mir im Besonderen um die Kosten, die konkret für dieses Zimmer angefallen sind, die Renovierungskosten z.B. für den Außenputz sind meinem Verständnis nach dann ja anteilig anzurechnen.

Danke vorab!

Einkommensteuererklärung, Arbeitszimmer, Renovierungskosten
Gemieteten Desktop PC von der Steuer absetzen möglich?

Hallo zusammen,

ich betreibe einen kleinen Youtube Kanal der monatlich um die 100€ abwirft durch AdSense / Werbeeinnahmen. Ich habe dafür ein Nebengewerbe mit der Kleinunternehmensregelung angemeldet.

Um meine Videos zu schneiden benötige ich natürlich einen PC und Videosoftware.

Da mein alter PC langsam aber sicher den Geist aufgibt und schon seit Monaten an seine absoluten Grenzen stößt beim Videoschnitt, wäre eine neue Anschaffung für mich sinnvoll.

Ich liebäugle mit dem neuen Mac Studio von Apple.

Dieser kostet in der Standard Konfiguration, welche mir absolut reichen würde 2299€.

Kann ich diesen von der Steuer absetzen, wenn ich ihn mir die nächsten Wochen zulege?

Wenn ja wie viel kann ich vom Kaufbetrag geltend machen?

Er wird ca. zu 70% für die selbstständige Tätigkeit benutzt und 30% für private Sachen.

Um diesen PC handelt es sich -> https://www.cyberport.de/apple-und-zubehoer/apple-mac-studio/apple/pdp/1002-002/apple-mac-studio-2022-m1-max-32-512gb-10c-cpu-24c-gpu-mjmv3d-a.html

Jetzt hab ich bei Cyberport gesehen, dass ich den auch für 3 Jahre mieten kann, was mir finanziell tatsächlich lieber wäre.

Ist es möglich diese Miete von der Steuer abzusetzen oder geht das nur bei vollständigem Kauf?

Ich danke euch schon mal vorab für eure Antworten!

Liebe Grüße

Andi

Absetzen, Einkommenssteuer, Einkommensteuererklärung, kosten, PC, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht, Gewinn, Verlust
ESt.-Erklärung, Finanzamt fordert Nachweise?

Hallo!
Ich könnte zwar zur Klärung meiner Fragen einfach beim Finanzamt anrufen, aber zuerst würde ich gerne ein paar Meinungen/Erfahrungen/Tipps einholen.
Im Rahmen meiner Einkommensteuererklärung 2020 fordert das Finanzamt Nachweise für folgendes:

1) Wie bestreite ich den Lebensunterhalt?

Ich habe mit meinem Gewerbe im Startjahr 2020 natürlich erstmal nur Verlust gemacht und in meiner Steuererklärung tauchen gar keine Einkünfte auf, da ich nur steuerfreies Einkommen habe (Bafög, Kindergeld, Unterhalt etc.).

Reicht hier als Stellungnahme eine einfache Haushaltsrechnung (Einnahmen - Ausgaben >= 0) + die entsprechenden Nachweise für Bafög?

2) "Nachweise über vereinnahmte Umsatzsteuer der gewerblichen Tätigkeit"

Ich habe 300€ vereinnahmte USt., die jedoch nicht von Verkäufen kommt, sondern von meinen Betriebsausgaben/Investitionen.
Es handelt sich um Dienstleistungen aus Drittländern, also musste ich das Reverse Charge Verfahren anwenden, die USt. berechnen und gleichzeitig die Vorsteuer ziehen.
Ich habe für 2020 insg. 108 englischsprachige, digitale Reverse-Charge-Rechnungen vorliegen. Zudem sind sie in US-Dollar ausgestellt, also unterliegt jede auch einem anderen Wechselkurs.

Möchte der Finanzbeamte von mir, dass ich alle 108 Rechnungen ausdrucke und ihm den gesamten Papierstapel schicke?

Dann würde ich ihm ja praktisch meine gesamte Buchhaltung 2020 überreichen, was wiederum einer Betriebsprüfung gleicht, von der Papierverschwendung ganz zu schweigen.
Verstehe ich da etwas falsch?

Ich würde mich sehr über ein paar Meinungen freuen, bevor ich das Finanzamt anrufe und sie mit meiner Fragerei hellhörig mache.
Eventuell können eure Tipps hier auch später anderen Menschen helfen, die in der gleichen Situation sind.
Danke!

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Und nein, ich habe keinen Steuerberater, ich möchte erstmal lernen und einen eigenen Einblick in diese Dinge haben, bevor ich es delegiere.

Einkommenssteuer, Einkommensteuererklärung, Finanzamt, Nachweis, Steuererklärung, Umsatzsteuer, Reverse-Charge-Verfahren
Einkommenssteuererklärung 2020 - Geltendmachung wöchentlicher Familienfahrten?

Hallo liebe Community,

ich bereite derzeit die Einkommensteuererklärung für 2020 vor und möchte erstmalig die Kosten für eine doppelte Haushaltsführung absetzen. Ich pendle wöchentlich zwischen Hamburg und Frankfurt und unterhalte in Frankfurt eine kleine Wohnung.

Für das Pendeln habe ich mir eine BahnCard 100 zugelegt, die mich knapp unter 4.000 EUR gekostet hat. Diese bezahle ich komplett selbst. Grundsätzlich ist mir also bewusst, dass diese Kosten abgesetzt werden können.

  1. Meine Frage bezieht sich auf die wöchentlichen Famielienfahrten. Nach meinem Verständnis könnte ich auch 100% legal alternativ die Kosten für 48 Familienfahrten (48 x 497 km * 0,30 EUR = 7.156,80 EUR) absetzen. Dies würde natürlich zu einer größeren Steuerersparnis führen und bildet eine attraktive Option.
  2. Angenommen, die Antwort auf Punkt 1 lautet "ja, es können alternativ die höheren Kosten für Familienfahrten angesetzt werden" dann ergeben sich für mich zwei Folgefragen

Folgefrage 1: Da ich ja de facto stets meine Bahncard 100 für die Familienfahrten nutzen würde, könnte ich nicht nachweisen, dass ich jede Woche eine Familienfahrt getätigt habe. Muss ich hier erwarten, dass ich hier Probleme bekomme?

Folgefrage 2: Mein Steuerberater behauptet, dass ich gem Einkommenssteuergesetz nur 4.500 EUR maximal an Fahrtkosten absetzen kann. Nach eigenen Recherchen, gilt dies nicht für Familienfahrten. Kann mir jemand diesbezüglich weiterhelfen oder aus eigenen Erfahrungen berichten?

Vielen Dank im Voraus!

Einkommensteuererklärung, Steuererklärung
Einkommenssteuer deutlich höher als Lohnsteuer?

Hallo, ich habe im wesentlichen das gleiche Problem wie bereits hier https://www.finanzfrage.net/g/frage/einkommenssteuer-hoeher-als-lohnsteuer beschrieben,da sagen alle das könne nicht sein, aber wo der Fehler lag wurde nic ht beschrieben.

Konkret zu meinem Fall, ich mache Einkommenssteuererklärung weil ich nebenberuflich Selbstständig bin, im wesentlichen bin ich aber angestellt und die Lohnsteuer wird natürlich direkt vom Arbeitgeber abgeführt. Im vergangenem Jahr hatte ich durch meine Selbstständigkeit aber keinen Gewinn, sondern sogar einen geringen Verlust von rund 250€ und eine Aufwandsentschädigung von 120€ als Referent, also nix was eine ernstzunehmende Steuerbelastung erwarten lässt. Trotzdem sagt mir die vorabberechnung bei Elster, dass ich rund 1000€ Einkommenssteuer nachzahlen müsste. Da ich auch dachte, dass da irgendein Fehler sein muss habe ich testweise mal nur meine nichtselbstständige Tätigkeit eingegeben, also ohne Selbstständigkeit und Aufwandsentschädigung und wieder kamen rund 1000€ Nachzahlung raus. Konkret habe ich etwa 22.500€ Bruttolohn und 1.800€ Lohnsteuer gezahlt, bin sSteuerklasse 1 und unverheiratet. Gibt man beim Steuerrechner https://www.bmf-steuerrechner.de diese Angaben für die Lohnsteuer ein komme ich auf meine gezahlten rund 1.800€, gibt man das für die Einkommenssteuer ein kommen 3.000€ raus, insofern bestätigt das die Elsterberechnung. Aber das würde dann ja bedeuten, dass ich sobald ich eine Einkommenssteuererklärung mache deutlich mehr zahlen muss als ich sonst Lohnsteuer bezahle. Wo könnte ich denn da was falsch gemacht haben?

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