Steuerausgleich und Steuerklasse(rückwirkend) - Anfänger?

Hallo an alle,

Ich brauche kurz eure Hilfe zum Thema Steuern. Ich bin Anfänger was das angeht weil es mein erstes Arbeitsjahr ist und ich mich daher nicht auskenne bzw. ich sowas noch nicht gemacht habe. Also:

Wir wohnen seit dem 26.11.2019 in Deutschland.

Ich arbeite seit dem 3.12.2019 und zahle Steuern.

Verheiratet schon vor dem Zuzug nach Deutschland

Meine Frau war bis vor ein paar Tagen arbeitslos, seit 01.November arbeitet sie hat aber in der ganzen Zeit kein Geld vom Amt bezogen.

Ich war vom 12/19 bis zum 05/20 (5 Monate) in der Steuerklasse 4, war aber Alleinverdiener, leider kannte ich mich nicht so gut aus und wusste nicht sofort in die Steuerklasse 3 zu wechseln.

Ab dem 06/20 bin ich zur Steuerklasse 3 gewechselt. Meine Frau war arbeitslos.

Jetzt wo sie arbeitet wollen wir zu 4/4 wechseln.

Meine Fragen:

1) Kann ich die überflüssigen Steuern (Zeit: 5 Monate) wo ich in der Steuerklasse 4 war, obwohl ich Alleinverdiener war, zurückbekommen, sprich meine Steuerklasse für diesen Zeitraum rückwirkend von 4 zu 3 ändern?

2) Da der Arbeitsbeginn meiner Frau erst kurz vor Ende Oktober feststand, war ein Steuerwechsel zu 4/4 zeitlich leider nicht mehr möglich. Wir haben heute eine Änderung beantragt, für diesen Monat November bleiben wir aber im 3/5 System oder? Kann man auch hier die Steuerklasse rückwirkend ändern? Da sie sogar mehr verdient als ich ist 3/5 sehr schade da ihr sehr viel abgezogen wird.

3) Falls das möglich sein sollte, wie geht man da vor? Macht man das über die Steuererklärung? Wann kriegt man die Steuern zurück?

4) Wird das in der Steuererklärung am Ende des Jahres angegeben?

Ich war in Österreich wohnhaft, dort ist die Frist am Ende des Jahres, hier habe ich etwas von 31.Juli gelesen daher bin ich ziemlich verwirrt.

Wäre sehr nett wenn ihr mir helfen könntet. Ich danke jedem im Vorraus

Liebe Grüße und schönen Abend

Einkommensteuererklärung, Finanzamt, Finanzen, Steuerberater, Steuererklärung, Steuerklasse, Steuern, Steuerrecht
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Steuersatz bei Kleingewerbe auf gleichem Niveau wie Privat?

Hallo zusammen,

ich habe mich jetzt schon seit einiger Zeit mit der Anmeldung eines Gewerbes beschäftigt. Ich werde dort ein jährlichen Gewinn (Ausgaben bereits abgezogen) on ca. 5.000 ,- € erwirtschaften. Wie der Ablauf der Einkommensteuererklärung gemacht wird ist mir bekannt und für mich auch kein Problem, nur habe ich eine Frage zu dem Steuersatz, der mir vom Finanzamt aus berechnet wird.

Mein letztjähriger Steuersatz lag bei 16% (zu versteuerndes Einkommen: 27.953 € (nach abziehbare Sonderausgaben und Werbungskosten).

Wenn ich dann jetzt davon ausgehe, dass mein zu versteuerndes Einkommen, Sonderausgaben und Werbungskosten privat gleich bleiben und ich einen zu versteuernden Gewinn durch das Gewerbe in Höhe von 5.000 ,- € mache, ist dann mein zu versteuerndes Gesamteinkommen 32.953 € ?

Dadurch, dass ich ja ein höheres zu versteuerndes Einkommen habe, kann ich ja nicht sagen, dass der Gewinn des Gewerbes mit dem gleichen Steuersatz anzusetzen ist, richtig? Zwar zahle ich ja auf dem gesamt zu versteuernden Einkommen von 32.953 € ca. 21% Steuern (lt. Grundtabelle 2020 (Kirchensteuer habe ich vereinfacherhalbe auf das Gesamteinkommen gesetzt und nicht nur auf das private Einkommen).

Sprich dann ist die Besteuerung des 5.000 € Gewinns ja im Teil höher, als beim privaten?! Dann dürften von den 5.000 € Gewinn ja "nur" ca. 3.250 € übrig bleiben.

Ich hoffe, dass ihr meine Frage oder Anliegen so versteht, ansonsten würde ich es nochmal bildlich darstellen. Durch den geringen Umsatz von unter 22.000 € und 24.500 € bin ich ja nicht Gewerbesteuerpflichtig und ich würde unter der Kleinunternehmerregelung eingestuft werden, da ich ausschließlich Privatkunden beliefere bzw. meine Online Dienstleistung anbiete.

Ich hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt und ich möchte nicht, dass meine Rücklagen für die Steuer zu gering sind. Ich hatte daran gedacht, dass ich von dem Gewinn 25% Rücklagen für die jährliche Steuerzahlung bilde, oder ist das zu gering?

Viele Grüße und danke für alle Antworten.

André

Einkommensteuererklärung, Finanzamt, Kleingewerbe, Steuern
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Steuererklärung für Angestellten und Selbständigen?

Hallo zusammen!

Ich möchte erstmal kurz meine Situation schildern. Im Jahr 2019 war ich von Januar bis Mai bei meinem alten Arbeitgeber angestellt hinterher habe ich ein Gewerbe angemeldet und in darauf folgenden 2 Monaten 4.910,00 € einnahmen gehabt (und keine Ausgaben ist also komplett der Gewinn) + Umsatzsteuer welche ich aber gleich ans Finanzamt überwiesen habe bzw. diese es nach meiner Umsatzsteuererklärung eingezogen haben. Dann habe ich mit der Selbstständigkeit aufgehört und war ab dem 1.7.19 wieder angestellter bei meinem aktuellen Arbeitgeber. Am 31.10.19 habe ich das Gewerbe abgemeldet.

Jetzt meine Frage da ich ein schreiben vom Finanzamt bekommen habe welches eine "Erinnerung" sein soll, dass ich folgende Unterlagen einreichen soll:

  • Einkommensteuer 2019
  • Einnahmenüberschussrechnung 2019
  • Umsatzsteuer 2019

Meine Frage ist jetzt evtl. vermische ich da auch etwas:
Angenommen ich habe aufs ganze Jahr Brutto knappe 31.000 € Gehalt inkl. der Einnahmen während der Selbstständigkeit. Und gebe diesen Betrag bei https://www.bmf-steuerrechner.de/ekst/eingabeformekst.xhtml?ekst ein dann bekomme ich da als Einkommensteuer 5.731 € raus. Ich habe bereits über die normalen Gehaltsabrechnungen knapp 3.000 € Lohnsteuer bezahlt. Heißt das ich muss eine Nachzahlung in Höhe von ca. 2.731 € leisten? Oder wie kann ich mir das vorab grob berechnen?

Vielen Dank für eure Hilfe!
Viele Grüße!

Einkommensteuererklärung, Finanzamt, Steuererklärung, Steuern
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Einkommenssteuer deutlich höher als Lohnsteuer?

Hallo, ich habe im wesentlichen das gleiche Problem wie bereits hier https://www.finanzfrage.net/g/frage/einkommenssteuer-hoeher-als-lohnsteuer beschrieben,da sagen alle das könne nicht sein, aber wo der Fehler lag wurde nic ht beschrieben.

Konkret zu meinem Fall, ich mache Einkommenssteuererklärung weil ich nebenberuflich Selbstständig bin, im wesentlichen bin ich aber angestellt und die Lohnsteuer wird natürlich direkt vom Arbeitgeber abgeführt. Im vergangenem Jahr hatte ich durch meine Selbstständigkeit aber keinen Gewinn, sondern sogar einen geringen Verlust von rund 250€ und eine Aufwandsentschädigung von 120€ als Referent, also nix was eine ernstzunehmende Steuerbelastung erwarten lässt. Trotzdem sagt mir die vorabberechnung bei Elster, dass ich rund 1000€ Einkommenssteuer nachzahlen müsste. Da ich auch dachte, dass da irgendein Fehler sein muss habe ich testweise mal nur meine nichtselbstständige Tätigkeit eingegeben, also ohne Selbstständigkeit und Aufwandsentschädigung und wieder kamen rund 1000€ Nachzahlung raus. Konkret habe ich etwa 22.500€ Bruttolohn und 1.800€ Lohnsteuer gezahlt, bin sSteuerklasse 1 und unverheiratet. Gibt man beim Steuerrechner https://www.bmf-steuerrechner.de diese Angaben für die Lohnsteuer ein komme ich auf meine gezahlten rund 1.800€, gibt man das für die Einkommenssteuer ein kommen 3.000€ raus, insofern bestätigt das die Elsterberechnung. Aber das würde dann ja bedeuten, dass ich sobald ich eine Einkommenssteuererklärung mache deutlich mehr zahlen muss als ich sonst Lohnsteuer bezahle. Wo könnte ich denn da was falsch gemacht haben?

Einkommenssteuer, Einkommensteuererklärung, Lohnsteuer, Steuererklärung
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Einkommenssteuer Abgabe wurde durch Krankengeld zur Pflicht - aber nicht getätigt!? Was tun?

Sehr geehrte Community,

wir haben hier ein doch etwas größeres Problem.

Es geht um die Steuererklärung meiner Freundin. Und zwar war sie in ihrem Leben noch nie verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben. Dementsprechend hat sie bisher auch keine Steuernummer.

Sie ist seit 2014 als Architektin angestellt.

In 2016 wurde sie überfallen und erlitt schwere Verletzungen und ein Trauma.

Aufgrund dieser Verletzung und dem daraus bedingten Ausfall als Arbeitskraft bekam sie 2016, 2017 und 2018 Krankengeld von weit über 400€.

Ich sitze nun an ihren Steuerklärungen von 2016, 2017, 2018 und 2019 und wurde heute vom Steuerprogramm WISO darauf Aufmerksam gemacht, dass sie mit dem Erhalt der Krankengelder auch verpflichtet war eine Steuererklärung abzugeben. Es geht wohl um Strafzahlungen von um und bei 25€/Monat nach Abgabefrist.

Ich habe bisher schon folgendes heraus gefunden:

  1. Bis 2018 waren diese Strafzahlungen im Ermessen der Finanzbeamten. Sie konnten sie auferlegen oder halt auch nicht. Auch die Höhe der Strafzahlungen war in ihrem Ermessen.
  2. Seit 2018 müssen die Finanzämter wohl diese Strafzahlungen erheben. Obwohl es bis 02.2020 eine Übergangsregelung gab, die es den Finanzbeamten möglich machte nach wie vor einen Ermessensspielraum zu nutzen.
  3. Nach den Berechnungen des Steuerprogramms bekäme sie für 2016 ca. 250€ Nachzahlung, für 2017 ca. 350€, für 2018 ca. 500€ Nachzahlung.

Meine Frage nun... da wir diese Strafzahlungen natürlich nicht zahlen bzw. so wenig wie möglich zahlen möchten, was zu tun ist?

Nun meine Milchmädchenrechnung:

Würden alle Strafzahlungen genau abgerechnet, lägen wir wohl bei folgenden Beträgen:

2016 - ca. 150€ für 2017, 300€ für 2018 und 300€ für 2019 und 75€ für 2020 = ca. 825€

2017 - ca. 150€ für 2018, 300€ für 2019 und 75€ für 2020 = ca. 525€

2018 - ca. 150€ für 2019 und 75€ für 2020 = ca. 225€

Das ergäbe eine Strafzahlung für alle Versäumnisse von 1575€.

Wie wäre nun euer Vorschlag, mit dieser Situation umzugehen?

Einkommensteuererklärung, Krankengeld, Steuererklärung
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Einkommensteuererklärung - Doppelter Haushalt für Erwachsene, wirtschaftlich selbstständige Kinder mit eigener Wohnung und bei den Eltern?

Hallo,

ich finde die Aussagen dazu, ob ein doppelter Haushalt im Sinne der Einkommensteuererklärung vorliegt, widersprüchlich.

Angenommen Sohn S hat nach dem Studium eine eigene Wohnung in der Stadt M bezogen, da er sonst täglich 3 Stunden im Auto sitzen würde. In der Regel hält S sich von Montag bis Freitag in M auf. An Wochenenden und während des Urlaubs verbringt er seine Freizeit in R und wohnt dort im Haus seiner Eltern. In R und Umgebung wohnen Familie und Freunde. Eine Miete wird nicht gezahlt, allerdings unterstützt er die Eltern anderweitig (Garten, Arbeiten im und am Haus, ...). S hat ein eigenes Zimmer, Küche und Bad werden allerdings gemeinschaftlich genutzt.

Nach https://www.haufe.de/personal/entgelt/aenderung-bei-der-doppelten-haushaltsfuehrung_78_214170.html muss sich der Sohn seit 2014 mit mindestens 10% an den Kosten der Haushaltsführung beteiligen, damit ein doppelter Haushalt anerkannt wird. Da keine Miete gezahlt wird, ist dies quasi nicht nachzuweisen und es läge kein doppelter Haushalt vor.

Betrachtet man jedoch das Urteil http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&nr=30680 des BFH von 2014, so heißt es "Auch bedarf es der Übernahme einer besonderen finanziellen Verantwortung für den (gemeinsamen) Hausstand durch die gleichmäßige Beteiligung an den laufenden Haushalts- und Lebenshaltungskosten durch den Steuerpflichtigen nicht.". Ähnlich ließt es sich in https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Datum=2013-11&nr=29445&pos=27&anz=96.

Was ist nun aktuell und richtig?

Viele Grüße

idega

Einkommensteuererklärung, doppelte Haushaltsführung
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