Kindergeld für Gastwissenschaftler aus Indien

Eben werde ich gefragt, ob einem Gastwissenschaftler aus Indien (mit 2-Jahres-Vertrag der Uni Köln) für sein gerade hier in Deutschland geborenes Kind Kindergeld zusteht. Die Familienkasse hat den Antrag mit folgender Begründung abgeschmettert:

"Nach § 62 EStG steht einem ausländischen Staatsangehörigen nur dann Kindergeld zu, wenn er im Besitz einer Niederlassungserlaubnis oder im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis ist, die zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt oder berechtigt hat.

Die gilt jedoch nicht, sofern die Aufenthaltserlaubnis

-nach § 16 AufenthG zum Zwecke eines Studiums, eines Sprackurses oder eines Schulbesuchs erteilt wurde.

-nach § 17 des AufenthG zum Zwecke der betrieblichen Aus- und Weiterbildung für höchstens 6 Monate erteilt wurde oder

-nach § 18 Abs.2 (i.Vb.m. Abs.3 oder Abs.4) AufenthG an Saisonbeschäftigte (§ 15a BeschäftigungsVO), Au-pair-Beschäftigte (§ 12 BeschäftigungsVO) oder entsandte bzw. innerbetrieblich versetzte Arbeitnehmer (§ 10 BeschäftigungsVO) erteilt wurde.

Ist die Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Abs.1 wegen eines Krieges im Heimatland oder nach §§ 23a,24,25 AufenthG erteilt worden, so kann ein Anspruch auf Kindergeld nur bestehen, wenn der Antragsteller sich mindestens 3 Jahre rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Bundesgebiet aufhält und im Bundesgebiet berechtigt erwerbstätig ist, Geldleistungen nach dem SGB III bezieht oder Elterngeld in Anspruch nimmt."

Langer Rede kurzer Sinn: Ich halte all das was hier an Ausnahmen aufgezählt wird bei einem Gastwissenschaftler für nicht einschlägig. Soll er Widerspruch einlegen?

Ausland, deutschland, Kindergeld
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