Nebenkostennachzahlung von 2000 Euro! Rechtlich möglich?

4 Antworten

Es kann sein, dass die Rechnung höher ist als im Vorjahr, aber auf 120m erscheinen mir 2000€ quasi unmöglich. Ght zum Mieterverein, die helfen einem immer und schaffen es auch oft die Nachzahlungen deutlich zu senken!

Ist eine Abrechnung nach 10 Monaten zulässig?

Sind das denn wirklich 10 Monate? Der neue Vermieter kann doch durchaus noch die Abrechnung für die 2 Monate aus der Zeit gemacht haben, als er noch nicht Eigentümer war.

Ist eine so enorme Nachzahlung zulässig?

Im Prinzip ja, wenn die Abrechnung in jeder Hinsicht korrekt ist.

Hat jemand Erfahrung ob der Mieterschutzverein in solchen Fällen helfen kann?

Aber sicher. Es ist ja gerade eine der Aufgaben des Mietervereins, Abrechnungen zu prüfen und mir scheint, als ob da so einges zu überprüfen wäre. Ich halte Heiz- und Nebenkosten in der hier bestehenden Höhe von EUR 4,24 EUR je qm und Monat schon für so hoch, dass man sie kritisch überprüfen lassen sollte.

Eine Vorauszahlung der Nebenkosten von 130 € je Monat bei einer Ölheizung ist schon sehr niedrig, wenn man alle umlagefähigen Kosten berücksichtigt.

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Tatsächlich ist der Mieterverein ein kompetenter Ansprechpartner und Berater. Da muss man allerdings Mitglied werden. Wozu ich generell raten würde (ich wurde gerade wegen 25jähriger Mitgliedschaft geehrt ;-) das lohnt sich immer, besonders wenn man es mit einem solchen wie beschriebenen neuen Vermieter zu tun hat - da ist noch mit weiteren Unannehmlichkeiten zu rechnen. Man muss natürlich beim Beitritt erwähnen, dass man einen aktuellen Fall hat. Und zumeist sind solche aktuellen Fälle der Grund, dass man in den Mieterverein eintritt. Das ist für den Mieterverein die beste Werbung. Zusätzlich sollte geprüft werden und man sollte es sich vorlegen lassen, dass der neue Vermieter die Nebenkostenforderungen des vorherigen Vermieters rechtskräftig, d.h. wirksam übernommen hat. Da muss es auch einen Status des Eigentümerwechsels geben (Zählerstände, Forderungen und Verbindlichkeiten etc.)

Darf der Vermieter trotz Nebenkosten-Guthaben die Nebenkosten-Vorauszahlungspauschale um 30 Euro erhöhen?

2014 erzielte ich ein Nebenkosten-Guthaben von 360 Euro. Damals betrug meine Miete 470 Euro, darin enthalten die Nebenkosten in Höhe von 200 Euro. Aufgrund des erzielten Guthabens kürzte ich die Pauschale auf 180 Euro und zahlte dann ab Anfang 2016 nur noch 450 Euro Miete. Jetzt erhielt ich die NK-Abrechnung für 2015 mit einem erzielten Guthaben von 188 Euro, welches der Vermieter aber nicht auszahlen, sondern auf das laufende Abrechnungsjahr aufrechnen will.
Falls ich das Geld jedoch ausgezahlt haben wolle, müsse ich die monatliche Vorauszahlung um 30 Euro auf nunmehr 210 Euro (neue Miete für 2017 also: 480 Euro!) erhöhen.

Tatsächlich muss ich vom Vermieter die Überweisung auf mein Konto fordern, da meine geringe Rente minimal aufgestockt wird und die geringe Ausbildungsvergütung meiner Tochter, die momentan noch zu Hause wohnt, ebenfalls minimal durch das Jobcenter aufgestockt wird. Das Geld steht also den Ämtern zu und nicht mir und wird auch von dort einbehalten. Das heißt für mich, dass ich die NK-Erhöhung und somit die höhere Miete in Kauf nehmen oder mich dagegen wehren muss. Dann kann es aber schnell passieren, dass ich die Kündigung erhalte. Darf der Vermieter die NK-Pauschale um 30 Euro erhöhen (auch bei Guthaben), wenn zu erwarten ist, dass das laufende Jahr eine Nachzahlung ergeben könnte? Das geht langsam ins Unermessliche, der Vermieter selber kümmert sich um nichts hier im Haus. Ich bin geschockt. Muss ich nun wirklich die 30 Euro mehr bezahlen?

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