Ist diese Kündigung nicht mehr wirksam?

Hallo ihr Lieben, ich komme mit einer dringenden Frage zu euch. Vorab: Ich weiß, dass dies hier keine ordnungsmäßige Rechtsberatung ersetzt! Ich bin nur in eine sehr knifflige Situation geraten.

Ich wohne derzeit in einer Wohngemeinschaft mit einer weiteren Person (Folgend Mib genannt) und wir beide sind Hauptmieter. Ich möchte gerne zum 1.2. die Wohnung kündigen, mein Mib wollte in der Wohnung bleiben. Ich habe das mit dem Vermieter so besprochen, alles gut. Da mein Mib Angst hatte, dass er aus der Wohnung ab dem 1.2. raus muss, habe ich die Kündigung so verfasst, dass nur ich ausziehe und kündigen würde - diese ist selbstverständlich nicht rechtskräftig. Unser Vermieter hat uns darauf hingewiesen und um eine neue Kündigung gebeten. Er hat sich bereit erklärt, diese rückwirkend anzuerkennen.

Nun kommt der Clou: Meinem Mib hat er gleichzeitig informiert über whatsapp, dass der Vermieter eine Mieterhöhung ansetzt um 20€. Das war der Punkt wo mein Mib entschieden hat, dass er auch ausziehen will. Diesen Punkt will er aber meinem Vermieter nicht mitteilen, sondern verlangt er jetzt von mir gemeinsam diese Kündigung abzuschicken, die schrftl. Bestätigung des Vermieters abzuwarten und dann gemeinsam zum 1.2. auszuziehen. Ich glaube aber, dass das nicht rechtskräftig ist!

Jetzt werde ich von meinem Mib und seinen Eltern unter Druck gesetzt, dass ich das zu unterschreiben habe. Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden zum 1.3. auszuziehen - für mich ist das nämlich kein Problem. Ich habe mit meinem Partner noch keine Wohnung gefunden (der Wohnungsmarkt hier ist hart) und uns ist es wohler damit in Sicherheit zu gehen, anstatt so eine Lügerei mitzumachen.

Mein Mib jedoch will unbedingt raus zum 1.2., weil er sich wohl jetzt spontan ne WG suchen möchte zum 1.1. und dadurch eine weitere doppelte Mieten sparen will. Er will unbedingt was Festes haben, bevor er kündigt. Seine Eltern arbeiten in der Schuldnerberatung und möchten mir erklären, dass das alles so klappt (mit dem Vermieter anlügen und schrftl. Kündigungsbestätigung abwarten, trotz anderer mündl. Absprache), während mir meine Bekannte, die selbst Vermieterin ist und in der Sozialhilfe arbeitet, etwas anderes versichert.

Meine Frage ist nun:

Wäre die Kündigung zum 1.2. nach wie vor rechtskräftig, wenn sich die mündliche Absprache geändert hat, unter der diese rückwirkende Kündigung angenommen wäre?

Vielen Dank für euren Rat. Ich drehe derzeit durch wegen dieser Unsicherheit und will mir gleichzeitig nicht den Hass meiner Mib auf mich ziehen, indem ich das dem Vermieter sage. Später habe ich noch ein Gespräch mit ihm und seinen Eltern.. ich brauche etwas mehr Klarheit.
Bei offenen Fragen fragt gerne nach. Habs versucht so verständlich wie möglich zu formulieren.
Und ums nochmal klar zu stellen: Wenn es nach mir geht will ich eine ehrliche Kommunikation zu meinem Vermieter und dann lieber zum 1.3. raus!

Kündigung, Kündigungsfrist, Mietrecht, Recht

Meistgelesene Fragen zum Thema Kündigungsfrist