Wie hoch wird die GreErwSt sein?

Im Jahre 2010 ist der Großvater verstorben. Er lebte in Gütergemeinschaft mit seiner Ehefrau (Großmutter). Erben waren Söhne 1 bis 5 – S – zur einen Hälfte und die Großmutter zur anderen. Es wurde fortgesetzte Gütergemeinschaft vereinbart.

Im Jahr 2017 verstrarb nun S5, der 2 (Enkel)-Töchter – ET – als Erben zu gleichen Teilen hinterließ. Auch diese erbten je hälftig.

Kurz nach dem Tod von S5 verstarb auch die Großmutter. Nun besteht eine Erbengemeinschaft nach der Großmutter aus S1, S2, S3, S4, ET1, ET2, wobei S1 bis S4 zu je 20 % und ET1 und ET 2 zu je 10% beteiligt sind.

Im Vermögen der Erbengemeinschft steht nun ein Wohngebäude im Wert von 250.000 €. Im Grundbuch ist zur Zeit als Eigentümer die Erbengemeinschaft als Eigentümer eingetragen. Alle Erben sind damit einverstanden, dass das Gebäude von S1 zu 50% und S2 und seiner Ehefrau zu je 25% fortgeführt wird, wenn diese an die übrigen Erben einen Betrag von insgesamt 150.000 € bezahlen.

Mit diesem Sachverhalt sind wir zum Notar gegangen. Er hat dann einen "Kaufvertrag"aufgesetzt: Im Entwurf steht, dass die Erbengemeinschaft den Erwerbern das Gebäude zu einem Kaufpreis von 250.000 € verkauft. Dadurch flössen 100.000 € mehr in die Erbmasse, die dann wieder S1 und S2 und seiner Frau zuflössen, wodurch das gewünschte Ergebnis erreicht sei. Es genüge eine Zahlung von 150.000 €, die restlichen 100.000 könnnten ja im Hinblick auf den nicht ausgekehrten Erbteil gestundet werden, hieß es.

Jetzt meine Frage: nach diesem Entwurf wird doch das komplette Gebäude verkauft, damit würde man doch auf 250.000 € GrErwSt zahlen? Aber 40% des Gebäudes "gehört" doch bereits S1 und S2 duchr Erbanfall, also müssten sie auf etwas, das ihnen bereits gehört auch GrErwSt zahlen? Kann man das nicht besser gestalten? Ich blick hier nicht ganz durch. Der Notartermin ist in einer Woche, sollte ich ihn absagen und einen anderen Entwurf schreiben lassen?

Erbengemeinschaft, Grunderwerbssteuer
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Erbengemeinschaft, Veruntreuung?

Meine Großmutter ist letztes Jahr verstorben. Erst jetzt habe ich erfahren, dass ich zusammen mit meinen Tanten und Onkeln eine Erbgemeinschaft bilde, die bereits seit dem Ableben des Großvaters einige Jahre vorher besteht. Die Hälfte ging an die Großmutter, die Hälfte an die Erbengemeinschaft lt. gesetzlicher Erbfolge. Nun verhält es sich so, dass ich eben davon nichts wusste und meine Großmutter das ganze Geld "verjubelt" und verschenkt hat an ihre Lieblingskinder. Den anderen hat sie erzählt, dass sie kein Geld hat und, wenn ihre Kinder auf ihren Erbteil bestehen würden, Geld aufnehmen müsse bei der Bank.Zwei Tage später hat sie Beträge im 5-stelligen Bereich bar abgehoben. Dieses Geld hätte ihr aber ja nicht zugestanden, da es der Erbmasse angehörte. Eigentlich darf ja ein Mitglied der Erbengemeinschaft ohne die Einwilligung der anderen nicht einfach so über das Vermögen verfügen. Klar, sie musste ihren Lebensunterhalt bestreiten, aber sie hatte Rente und Witwenrente, war also gut versorgt. Und das Geld wurde ja (ohne Beweise, wir wissen es nur aus Erzählungen) verschenkt. Nun ein Gedanke und ich wäre über eure (fundierte) Meinung sehr dankbar: Hätte die Bank das Geld heraus geben dürfen, nachdem es Teil der Erbmasse war? Hätten nicht alle Hinterbliebenen erst ihr Einverständnis abgeben müssen? So ist es jetzt ja auch. Keiner kann einfach auf das Geld zugreifen, erst, wenn alle einverstanden sind. Kann man die Bank belangen? Ich weiß, die sitzt sicherlich am längeren Hebel, aber wenn die Bank da über ihre Befugnisse hinaus gehandelt hat, obwohl das Vermögen hätte gesperrt werden müssen, dann müsste sie doch auch haften, oder?

Bankwesen, Erbengemeinschaft, erbrecht, Veruntreuung
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Kontenklärung als Erbe der Mutter?

Meine Schwester und ich sind leibliche kinder der verstorbenen......meine mutter hat bis zu ihrer einweisung in ein altzenpflegeheim mietfrei in ihrem haus gewohnt zusammen mit meiner schwester.Sie hatte auch eine kontovollmacht und vor längerer zeit hatte meine mutter ihr auch das haus überschrieben ......gegenleistung fürs pflegen....ist auch im grundbuchamt so eingetragen.Meine Mutter konnte monatlich einen grösseren geldbetrag sparen und ihre bestattungskosten waren durch eine versicherung abgedeckt.Nach dem todesfall hat meine schwester alles erledigt und organisiert da ich schwer erkrankt war (schlaganfall) als ich wieder gemnesen war und ich mich nach meinem teil des erbes (50%) erkundigt habe teilte mir meine schwester mit das es kein geldvermögen mehr geben würde und der hausrat wäre entsorgt worden und einige dinge die von wert waren (TV,massagesessel,küchengeräte etc.) hätte sie behalten und weiter genutzt bzw ihr sohn also mein neffe.es existiert ein handschriftliches testament welches beim amtsgericht hinterlegt war und welches mir auch mit einem eröffnungsprotokoll zugestellt worden ist.Im Testament sind nur meine schwester und ich als erben genannt und bestimmt worden gemeinsam alle formalitäten zu erledigen.....konnte ich aber nicht da ich ja wie schon gesagt erkrankt war.Die konten hat mittlerweile nach 11 monaten meine schwester aufgelöst und belege also kontoauszüge werden mir verweigert.......ihr angebot 1000 euro bar gegen eine erbverzichtserklärung die sie selbst formuliert hat.ich denke solche erklärungen bedürfen einer notar bestätigung oder? habe ich jetzt duch die 11 monatige verzögerung irgendwelche fristen verpasst und mein erbe verloren? soll ich lieber die 1000euro nehmen und gut ist? Ich bin nach der erkrankung ein frühverrentungsfall und finanziell nicht gut gestellt...wegen den anwaltskosten....Kann ich zur sparkasse gehen und mir dort die auszüge von den sparbüchern und dem girokonto aushändigen lassen? Wäre toll wenn ihr mir raten bzw helfen könntet........Danke vorab .....Lutz

Erbengemeinschaft, Bankauskünfte
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Kann bei einer Erbengemeinschaft ( Witwe und 3 erwachsene Kinder ) das Recht auf eine Entschädigungszahlung von der Mutter auf die Kinder übertragen werden ?

Die Entschädigungszahlung wird als Entschädigung für Verkehrs - und Lärmbelästígung bei Bohrarbeiten für ein Kraftwerk gezahlt . In Form der Bezahlung der Stromrechnung der Nachbarn des Bohrplatzes durch diese Firma . Unsere Erbengemeinschaft besteht aus vier Personen , Mutter Anteil 1/2 , drei erwachsene Kinder zu je 1/3 , es ist eine Immobilie mit landwirtschaftlichem Grund vorhanden . Die Mutter ist berufstätig in Teilzeit , hat den Freibetrag ausgeschöpft . Deshalb sollte dieses Recht auf Entschädigung auf die Kinder übertragen werden .

Anm. Support - Nachtrag (editiert 08.06.17, 07:46 Uhr):

Hallo,
wir sind direkte Nachbarn von diesem vorrausichtlichen Kraftwerk. Momentan wird gebohrt , da herrscht ziemlich viel Schwerverkehr. Da dies eine starke Belastung für die Anlieger ( wir sind 5 direkte Nachbarn ) ist , soll evtl eine Entschädigungvon dieser Fa . an uns 5 Nachbarn gezahlt werden. Wir würden unsere Stromrechnungen gezahlt bekommen.
Da eine Erbengemeinschaft aus drei erwachsenen Kindern und mir ( Witwe ) besteht,  würde ich nur gern wissen ob diese Entschädigungszahlung steuerlich relevant sein kann. Da ich den Freibetrag den ich neben der Witwenrente habe ( nach altem Recht ) fast ausgeschöpft habe, darf ich keine zusätzlichen Einnahmen mehr haben. Deshalb hätte ich gerne gewusst , ob es möglich ist , dieses Recht auf die Entschädigungszahlung auf meine Kinder evtl . sogar notariell falls nötig , zu übertragen? Der landwirtschftliche Grund bringt Pachteinnahmen, deshalb ist das für mich auch eine Einnahme die versteuert werden muss und zu meinem Freibetrag mit berechnet wird. Ich hoffe, dass ich mich verständlich ausgedrückt  habe . :)
Erbengemeinschaft, Entschädigungszahlung
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Frage: Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten durch Kombination von § 3 Nr. 3 GrEStG und § 3 Nr. 6 GrEStG?

Erbengemeinschaft (50/50): Sohn und Tochter (keine weiteren Erben) erben Immobilie im Gesamtwert von 300.000€ (Gutachten liegt vor)

  1. Schritt: Erbengemeinschaft auseinandersetzen  Tochter veräußert Ihre Hälfte der Immobilie einkommensteuerfrei an den Sohn (ihren Brunder) (Kaufvertrag 1: 150.000€)  das sollte laut § 3 Nr. 3 GrEStG grunderwerbssteuerfrei gehen  Einkommensteuer entfällt für Tochter, weil Immobilie > 10 Jahre im Besitz der verstorbenen Mutter

  2. Schritt: Veräußerung der Immobilie  Sohn verkauft einkommenssteuerfrei an eigene Tochter und Schwiegersohn (Kaufvertrag 2: 300.000€)  Im Kaufvertrag wird explizit erwähnt: dass 150.000€ Weiterverkauf und 150.000€ eigener Anteil sind  Das sollte laut § 3 Nr. 6 GrEStG grunderwerbssteuerfrei gehen  Keine Einkommenssteuer für die eigenen 50% vom Sohn, weil Immobilie > 10 Jahre im Besitz der verstorbenen Mutter  Keine Einkommenssteuer für die weiterverkauften 50%, weil kein Verdienst (Verkaufswert < Einkaufswert plus Nebenkosten)

  3. Grundbucheinträge Reihenfolge a) auf Erbengemeinschaft b) auf Sohn c) auf Tochter vom Sohn und Schwiegersohn

Die zusätzlichen Notarkosten liegen unter der gesparten Grunderwerbssteuer!

Fällt das unter Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten?

Vielen Dank!

Erbengemeinschaft, Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten
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Haus zusammen mit Bruder geerbt, der Hartz IV bezieht. Wie sieht es mit Renovierungskosten aus, die ich aus eigenen Mitteln vorher ins Haus gesteckt habe?

Hallo! Wir haben folgenden Sachverhalt: Mein Bruder und ich werden irgendwann das Haus meiner Mutter zu gleichen Teilen erben. Mein Bruder möchte aber auf seinen Anteil verzichten, da er kein Interesse hat. Das Problem ist, dass der ab Juni Hartz IV beziehen wird und somit sein Erbverzicht nicht anerkannt werden wird. Nun ist es so, dass unsere Mutter im Pflegeheim ist und ich das Haus aus meinen eigenen Mitteln renoviere, um es vermieten zu können. Aus den Mieteinnahmen soll das Pflegeheim mitfinanziert werden. Wie wird es im Erbfall aussehen? Ist die Hälfte meiner Investition dann futsch? Oder kann ich die Investitionssumme vom Wert der Immobilie abziehen? Ansonsten hätte ich ja durch meine Investition und die dadurch erlangte Wersteigerung indirekt an Vater Staat gezahlt bzw. den Unterhalt meines Bruders übernommen. Da meine Mutter noch lebt (und hoffentlich noch lange leben wird) stellt sich mir die Frage, ob es jetzt vielleicht noch eine Möglichkeit gibt, einen solchen Fall zu umgehen. Noch zur Info: meine Mutter leidet unter Demenz und wird aus eigenen Stücken auch kein entsprechendes Testament mehr verfassen können. Dann würde mich noch interssieren, ob es Vorschriften zu einem Wertgutachten des Hauses gibt. Ich denke mal, dass ein von mir bestellter Gutachter einen anderen (für unsere Situation günstigeren) Preis ermittelt, als ein Gutachter, der vom Amt bestellt wird. Vielen Dank!

Erbengemeinschaft, Gutachten, Hartz IV, Immobilien, Investition, Erbverzicht
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Verheimlichung von Vermögen gegenüber den Erben und einem Darlehen?

meine schwester ohne kinder verstarb 2010 und war verheiratet. sie kaufte 2001 mit ihrem mann zwei kleine wohnungen total überteuert an der grenze zu tchechien und es wurde ein teildarlehen aufgenommen. bei beantragung des erbscheines wurde das vom ehemann nicht angegeben und den geschwistern verheimlicht. die tilgung des darlehens lief auch immer über sein konto, sodass wir es gar nicht finden konnten.

nach zwei jahren bekamen wir als schwestern eine mitteilung einer bank, das wir gemäss erbschein in das darlehen eingeschrieben worden sind. eine korrektur des darlehensvertrages auf die erbengemeinschaft haben wir nie erhalten, geschweigedenn unterschrieben.

jetzt fällt der ehemann wegen krankheit aus und das darlehen wird nicht mehr bedient. jetzt werde ich allein von der bank aufgefordert das darlehen abzuzahlen. ich habe aber nur 12,5% lt. erbschein geerbt?

auch im grundbuch wurde nie ein eigentümerwechsel vollzogen, dort steht immer noch der alte eigentümer drin, eine GDBR, die nicht mehr existiert, soweit ich weiss. meine schwester und ihr mann wurden nie ins grundbuch eingetragen, lediglich die grundschuld dieser bank steht drin und die auflassungsvormerkung.

muss ich jetzt wirklich das darlehen ganz allein bezahlen, obwohl ich nur 12,5% anteil am erbe habe?

eine wohnung ist vermietet, dort steht auch als "vermieter" nur mein schwager drin. die ganzen erträge gingen auch jahrelang an ihn.

die bank teilt noch nicht mal schriftlich mit, wieviel noch offen sind oder wie hoch der zinssatz ist, fordert nur die zahlung der monatlichen raten und reicht jetzt das mahnverfahren ein.

die wohnungen können auch nicht verkauft werden, da ja weder meine schwester und mein schwager im grundbuch eingetragen wurden, respektive die erbengemeinschaft.

hätte das darlehen überhaupt ausgezahlt werden dürfen, wenn keine eigentumsübertragung stattfand?

bin für jeden tipp dankbar.

Darlehen, Erbe, Erbengemeinschaft
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Miete an die Erbengemeinschaft bei Eigenbedarf und muss ich diese ggf. als Einkommen versteuern?

Hallo, ich hab einige Fragen und hoffe, das mir jemand einige oder vielleicht alle Beantworten kann.

Vor einigen Jahren haben mein Bruder und Ich recht jung eine Eigentumswohnung geerbt (Erbengemeinschaft zu je 50%), die wir dann vermietet haben. Es sei gesagt das auf der Wohnung noch eine Hypothek stand und steht, die wir mit entsprechender Mieteinnahmen gedeckt haben.

Da mein Bruder noch deutlich jünger war und mit der ganzen Situation überfordert hab ich alles Organisatorische übernommen, und entsprechend steh ich auch alleine als Vermieter in den Unterlagen. Die Mieteinnahmen sind auf das Gemeinschaftskonto der Bank geflossen, von dem Ich dann direkt die Hypothek, die Nebenkosten und sonstige Kosten bezahlt habe. Jedes Jahr hab ich dann (alleine, bei meiner Steuererklärung) die kompletten Einnahmen angegeben und entsprechend versteuert.

Womit sich schon die erste Frage ergibt, ob das so alles sinnig war, da ich auch alleine als Vermieter eingetragen war, oder wie es korrekt wäre ?

Nun steht ich mittlerweile aber vor einer anderen Frage und zwar steht die Wohnung jetzt leer und Ich möchte sie selbst, zusammen mit meiner Partnerin beziehen. Mein Bruder und Ich verstehen uns soweit super und er möchte von sich aus keine Nutzungsentschädigung o.ä.. (Und wir werden das auch schriftlich festhalten, so das im Nachhinein nix kommen kann)

Ich würde dann entsprechend alleine die anfallenden Kosten für die Wohnung zahlen, d.h. Hypothek, Nebenkosten, ggf. Reparaturen etc. , nun wäre aber die Frage (gerade im Hinblick wegen den Steuern):

1. Muss ich ein Mietvertrag mit der „Erbengemeinschaft“ machen und entsprechend Miete (oder Teilmiete) zahlen, und wenn ja würde diese dann auf das Gemeinschaftskonto gezahlt werden und normal als Einnahmen versteuert. Wodurch ich dann ja noch mal extra Kosten hätte obwohl es keine Einnahmen gibt. Oder reicht es zu sagen ich als Miteigentümer nutze die Wohnung selbst, und damit entfällt der Punkt der Mieteinnahmen.

2. Muss meine Partnerin eine Miete zahlen, oder reicht es auch hier das ich Miteigentümer bin ?

Vielen Dank schon mal und falls es sonst Hinweise gibt was zu bedenken ist, bin ich sehr Dankbar.

Einkommen, Erbengemeinschaft, Miete, Steuern, Vermietung.
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Haftung bei Erbengemeinschaft?

Mein Vater und ich besitzen zusammen in wirtschaftlich attraktiver Lage ein Mehrfamilienhaus. Ich besitze 2/3 des Hauses, da ich Erbteile von Verwandtschaft gekauft habe und werde irgendwann auch den 1/3 Anteil meines Vaters erben.

Wir wollen gemeinsam das Haus totalsanieren, wozu mein Vater 100.000 Euro Eigenkapital beisteuert. Die Gesamtkosten belaufen auf sich auf ca. 350.000 Euro. Ich benötige daher einen Kredit von ca. 220.000 Euro, den ich als Beamter mit Eigenkapital prinzipiell auch bekommen würde.

Kreditnehmer wäre also folglich ich. Mein Vater unterstützt das Vorhaben, möchte aber verständlicherweise nicht über seinen Erbteil hinaus, d.h. also mit seinem Vermögen und anderem Immobilienbesitz, für mich mithaften, falls mir etwas zustoßen sollte. Er wäre bereit mir seinen Anteil von 100.000 Euro als Eigenkapital zu dem Kredit dazuzugeben, da ja ein Großteil der Kosten auf "Gemeinschaftseigentum" wie Dach, Fassade, Heizung, Fenster etc entfällt.

Das Haus hat auch in dem aktuellen unsanierten Zustand einen Wert von ca. 300.000 Euro, danach wird es im Wert natürlich weiter steigen. Eine Wohnung im Haus wird vermietet, den Rest bewohne ich im Eigennutz.

Werden die Banken eine Teilung in Eigentumswohnungen verlangen (was wir nicht wollen) oder wird es eine Regelung geben, die unseren Vorstellungen entspricht?

Vielen Dank für kompetenten Rat!

Hr. Seiler

Darlehen, Erbengemeinschaft, Haftung
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Konkreter Fall: Grunderwerbssteuer und Grundbuchkosten bei Nachlass?

Hallo, folgender konkreter Fall: Ein Elternhaus wird an zwei Kinder vererbt. Nach dem Tod des Vaters sind die Kinder bereits zu jeweils 1/4, also gesamt 1/2 Eigentümer des Hauses, die Mutter hat den anderen 1/2 Anteil geerbt. Nach dem Tod der Mutter erben die beiden Kinder den 1/2 Anteil der Mutter zu jeweils der Hälfte, also 1/4 pro Kind. Die Kinder wären nach kostenloser Umtragung im Rahmen des Nachlasses durch das Amtsgericht dann zu jeweils 1/2 Anteil Eigentümer des Hauses.

Nun die Frage: wenn jetzt eines der beiden Kinder das gesamte Haus mit Hilfe einer Ausgleichszahlung vom anderen übernehmen will, was ist das beste Vorgehen hierzu in Hinsicht auf Umtragungskosten (Notar, Amtsgericht, Grundbuchamt) und Grunderwerbssteuer? Das Haus ist nach dem Tod der Mutter bisher noch nicht umgetragen worden.

1) Ist es möglich, den 1/2 Anteil der Mutter ohne Umtragungskosten auf ein Kind zu übertragen oder ist die kostenlose Umtragung im Rahmen des Nachlasses nur gemäß Erbschein möglich (zu jeweils 1/2 des halben Anteils der Mutter an die beiden Kinder, also 1/4)?

2) Sind für den 1/4 Anteil, der an das eine Kind im Zuge des Nachlasses vom Vater gefallen ist und nun an das andere Kind übergehen soll - Umtragungskosten fällig und ist Grunderwerbssteuer für diesen Anteil zu bezahlen?

3) Muss die Umtragung in zwei Schritten erfolgen (erst gemäß Erbschein, dann gesondert, um die vollständige Eintragung für ein Kind zu erzielen)?

4) Welche Kosten entstehen?

  • Umtragung 1/2 Anteil Mutter gemäß Erbschein an beide Kinder?
  • Umtragung bestehender Anteil Kind 1 an Kind 2?
  • Grunderwerbssteuer?

5) Gibt es Möglichkeiten/Konstellationen, die zur Umsetzung dieses Ziels sinnvoller sind?

Erbe, Erbengemeinschaft, Grundbuch, Grunderwerbssteuer, Nachlass, Amtsgericht, Eintragung, Umschreibung
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Wie lösen wir als Erbengemeinschaft dieses Problem kostengünstig?

Hallöchen, ich brauche mal wieder einen Rat von euch.

Hintergrund ist folgender.

Lt Urkunde aus dem Jahr 1914 hat im Moment n o c h ein überschaubarer Teil an Erben ( Erbengemeinschaft ) ein Anrecht auf ein Ackergrundstück ( seit DDR Zeit in 4 Gartenstücke aufgeteilt ) welches wir, mein Mann und ich seit 1995 verwalten und auch anfallende Kosten allein tragen.

Die z.Zt. noch lebenden Erben sind und waren nie interessiert, weder an dem Grundstück selbst, noch an einem finanziellen Ausgleich.

Wir beabsichtigen nun, weil die Gärten ganz schlecht zu verpachten sind, trotz jährlicher minimaler Pachtgebühr von 20,- Euro/ Jahr ( die Pflege von 2 ungenutzten Gärten wird in ein paar Jahren durch uns auch nicht mehr zu stemmen sein ) einen Verkauf oder einfach ein verschenken der Gärten.

Wir wollen auch vermeiden, dass die Erbengemeinschaft infolge Todesfälle unübersehbare Ausmaße annimmt. Da unsere Kinder ortsansässig sind, würden sie das Dilemma irgendwann einmal am Bein haben.

Die Erben, wie gesagt n o c h überschaubar, sind mit dem Vorhaben einverstanden, denn keiner hat ein Interesse und alle waren froh, dass die Verwaltung bislang geregelt wurde. Eine handschriftliche " Verzichtserklärung " liegt jetzt schon vor, weitere wurden uns fest zugesagt.

Wie ich erst jetzt gelesen habe, ist selbst eine handschriftliche Verzichtserklärung nur notariell wirksam und es entstehen wiederum Kosten, die von den Verzichtenden mit getragen werden müssten. Die " Begeisterung " kann ich schon jetzt erahnen. ;-))

Wie löst man dieses Problem am besten ? Wie geht man am besten vor ? Gibt es andere Vorschläge, Ideen ?

Wer hat eine oder mehrere hilfreiche Antworten ?

Die am preiswertesten umsetzbare - Hilfreichste Antwort - bekommt kostenlos ein Gartengrundstück im schönen Meck- Pomm. .....grins !

Erbe, Erbengemeinschaft
2 Antworten
Ich als Miterbin will in eine Wohnung des geerbten Hauses einziehen - darf der zweite Miterbe mir das verbieten?

Ich bin zu einem Achtel Mitglied einer Erbengemeinschaft (Vater gestorben). Mein Bruder hat auch ein Achtel geerbt, meine demente im Heim befindliche Mutter hat die restlichen sechs Achtel des Hauses geerbt.

Mein Bruder und ich sind, zusammen mit dem Betreuungsgericht, Betreuer unserer Mutter.

Das Haus soll verkauft werden, was sehr schwierig ist, es steht nun schon fast ein Jahr leer. Deshalb möchte ich vorübergehend in eine der drei Wohnungen des Hauses einziehen, bis wir Käufer gefunden haben.

Selbstverständlich bin ich bereit, eine angemessene Nutzungsentschädigung (ortsübliche Miete) zuzüglich der entsprechenden Umlagen an die Erbengemeinschaft zu zahlen. Ich würde auch wieder ausziehen, sobald sich ein Verkauf anbahnt.

Mein Bruder verweigert mir aber einen Miet- bzw. Nutzungsvertrag, er will NICHT, dass ich dort einziehe. Begründet hat er das nicht. Meine demente Mutter hingegen hat mir schon ein paarmal angeboten, in das Haus einzuziehen. Sie lebt im Heim.

Meine Argumente sind, dass ich lieber Miete in unsere Erbenkasse zahle als Miete an fremde Vermieter, zumal wir kaum Reserven in der Erbenkasse haben. Wir müssen z.B. Heizöl kaufen, und im Winter muss Schnee geräumt werden. Wenn ich dort wohne, könnte ich das selbst machen, ansonsten müssten wir ein Unternehmen beauftragen, was sich letzten Winter als sehr teuer erwiesen hat.

Es geht hier also um Wirtschaftlichkeit und sinnvolle Verwaltung, und dass das Haus nicht noch länger leersteht, was ja auch den Verkaufswert nicht gerade steigert.

Fragen:

Darf ich auch ohne Nutzungsvertrag einfach dort einziehen, wenn ich freiwillig und regelmäßig diese angemessene Nutzungsentschädigung (Miete+Umlagen) an die Erbengemeinschaft zahle?

Darf mein Bruder mir verbieten, in die eine der drei Wohnungen des Hauses, welches ja zu einem Achtel auch mir gehört, einzuziehen? Bzw. was kann mir blühen, wenn ich einfach dort einziehe - auch gegen den Willen meines Bruders? Kann der mich z.B. rausklagen?

Wie kann ich vorgehen, damit ich auch ohne das Einverständnis meines Bruders dort einziehen kann?

Inwieweit könnte ich das Betreuungsgericht in diese Sache einbinden bzw. auf dessen Hilfe hoffen?

Was könnte ich sonst noch in der Sache tun?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

Erbengemeinschaft, nutzungsvereinbarung
2 Antworten

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Erbengemeinschaft - Neue und gute Antworten