Wer ist rechtmäßiger Erbe?

7 Antworten

 Ich hab mich in Absprache mit ihr ins Grundbuch eintragen lassen und habe einen Erbschein (nach offiziellem Stand würde das Haus demnach zu 50% mir und zu 50% meiner Mutter gehören). 

Du hast einen Erbscheinausstellen lassen, was auch geschehen ist udn Du bist im Grundbuch eingetragen.

Das Testament wurde später vorgelegt.

Gut, die Frau könnte das Testament dem Amtsgericht vorlegen. Dann würde es geprüft und wenn es gültig wäre, dann wäre die Frau Erbin der Haushälfte und müsste Dir den halben Wert dieser Haushälfte als Pflichtteil in Geld auszahlen.

Das könnte sie vermutlich nicht. Ausserdem müsste sie, wenn sie allein darin wohnen will, Deiner Mutter, als Eigentümerin der zweiten Hälfte eine Nutzungsausfallentschädigung (Miete) zahlen.

Es bietet sich an, eine Lösung zu finden.

Vermutlich würde ich ihr einen Vergleichsvorschlag machen. Dazu müsste man aber den wert des Hauses, die ortsübliche Vergleichsmiete der Wohnung udn das Alter der Dame kennen.

Alternativ das Ding gerichtllich durchkämpfen. Sie bekommt die halbe Wohnung, Du forderst Deinen PflichtteilSie muss ihre Hälfte verkaufen, findet keinen Käufer (wer kauft schon die ideelle Hälfte eines Hauses) und Du kommst mit einer geringen Abfindung an Deine Haushälfte.

Stellvertretend für alle Antworten, Blümchen17 sagt nicht ob die Lebensgefährtin im Testament vom Vater zur Erbin (Miterbin) oder Alleinerbin erklärt wurde. Nur als Alleinerbin, dann besteht die Pflicht die Tochter mit dem Pflichtteil abzufinden, aber ins Grundbuch wird sie nicht eingetragen, denn die Tochter hat nur Anspruch auf den Geldwert.

Erpressen würde ich mich überhaupt nicht lassen, ich würde die Lebensgefährtin erst einmal auffordern das Testament unverzüglich dem Nachlaßgericht vorzulegen. Zudem würde ich sie darauf hinweisen, dass sie im Fall der Gültigkeit des Testamentes auch mit einer hohen Schenkungssteuerlast zu rechnen hat und daß sie auch die Schulden zu übernehemen hat, denn mit Rosinenpickerei geht es hier nicht.

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Ein Testament ist nur wirksam wenn der Erlassen testierfähig war.

Letztendlich ist das eine Entscheidung die Mediziner treffen müssen. Schwierig wird es, wenn der Erblasser schon verstorben ist. Dann muss man Zeugen vernehmen und Behandlungsakten auswerten. Das wird ein langer und teurer Prozeß. Wie der ausgeht, kann Dir absolut niemand voraussagen.

Anfangen würde ich hier aber mit der Bitte um Überlassung einer Kopie des Testaments. Überprüfe dann, ob die Handschrift wirklich die des Vaters ist. Es wäre nicht das erste Mal, daß Testamente gefälscht worden sind und das kann man durch Vergleich der Schrift mit anderen verfügbaren handschriftlichen Bekundungen des Erblassers oftmals schon selber überprüfen.

Hallo,

ich denke du wirst hier kaum um eine fachkundige anwaltliche Vertretung herum kommen. 

Denn für eine mögliche Testamentsanfechtung, diese Aussage 

(......." Das Testament zeigt aber, wie schlecht es meinem Vater gegangen sein muss. Es wurde 3 Wochen vor seinem Ableben verfasst und auf ihren Wunsch hin....")

lässt mich dies vermuten, muss man handfeste Beweise vorlegen können. Dabei können auch Zeugen hilfreich sein. Ohne Anwalt, für dich ein aussichtsloses Unterfangen ! 

So einfach wird sich die Freundin des verstorbenen Vaters nicht die "Butter vom Brot nehmen" lassen, jedenfalls nicht kampflos das Feld räumen ! 

Manche RA bieten so viel ich weiß, eine kostenlose Erstberatung an. Vielleicht wäre dies schon einmal ein Ansatz. 

" Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende " 

Ja, ich würde auch zu einem sofortigen Anwaltsbesuch raten.

Auch wenn momentan noch gar kein Testament anzufechten ist, denn es wurde ja nicht öffentlich gemacht. Grundbucheigentümer sind Mutter und Tochter. Es kann die Herausgabe des Hauses oder Mietezahlung verlangt werden.

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@Brigi123

Es wurde bereits ein Anwalt konsultiert. Dieser riet, auf Zeit zu spielen, und dann ggf. ein Richter entscheiden zu lassen. Das hilft mir natürlich nicht sehr weiter.

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