Erhalte 28000 Euro aus Erbschaft - Wie das Geld ordentlich und gewinnbringend anlegen?

3 Antworten

Wenn Du das Geld statt 10 Jahren, 12 Jahre nciht brauchen würdest, könntest Du in Fonds investieren und diese unter dem Dach einer Lebensversicherung parken.

Es gibt da inzwischen Lösungen die nicht teurer sind in den Gebühren, aber Du sparst die jährliche Besteuerung, was Vorteile in der Zinseszinsentwicklung bringt.

Umschichten kannst Du trotzdem.

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Alles in die Versicherung? Ich habe ja bereits eine Fondsgebundene Rentenversicherung seit 4 Jahren.

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@chris021993

Nein, die Versicherung ist hier nur der Mantel für die Verwaltung der Fonds. Der Versicherungsschutz ist minimalistisch.

Der Witz liegt einfach darin, dass Du bei Fonds ja auf die Erträge jeweils 25 % Abgeltungssteuer zahlst.

Werden die gleichen Fonds in einer LV verwaltet, entfällt diese laufende Steuer. Der Betrag wird reinvestiert. Dein Vermögen wächst schneller an.

Ich finde das Konzept ganz interessant.

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@wfwbinder

Wo finde ich solche Angebote? Gibt es einen konkreten Anbieter für ein solches Produkt?

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@wfwbinder

Der Witz liegt einfach darin, dass Du bei Fonds ja auf die Erträge jeweils 25 % Abgeltungssteuer zahlst.

Wenn das entscheidend wäre, würde ich das Konzept jederzeit gern unterstützen. Eine vollständige Rechnung muss aber die Kosten des Vertragsmantels ins Verhältnis setzen zur Abgeltungssteuer auf lfd. Erträge, bei 2,5% lfd. Dividenden also meist um die 0,66% p.a. Welcher Vertragsmantel kostet aber nur 0,6% p.a.? Die publizierten Daten sprechen eine andere Sprache: Typische Versicherungsmäntel "fressen" ca. 3-4% an Kosten p.a. - die sog. Reduction in Yield. Ab 2015 wird diese RIY zunehmend ausgewiesen, da geht so manchem ein Licht auf...

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@chris021993

Gibt es, allerdings kenne ich nur die Organisatoren des Produkts, bzw. die Bank, bei der es abgerechnet wird und keinen Vertreter/Anlageberater der es konkret anbietet, weil das nicht mein Gebiet ist. und ich möchte hier auch keine Werbung einstellen.

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@GAFIB

Ich kenne den, der das speziell in diesem Fall entwickelt hat und der extra darauf geachtet hat, das keine Zusatzkosten entstehen. Ich werde Dir mal den Link als PN senden.

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@GAFIB

Ich kenne einen Versicherungsmantel für 0,45%, der genau dies bietet und überdies eine Fondsauswahl aktiv gemanagt und ETF von mehreren tausend anbietet.

Durch diese schlanke Kostenstruktur ist die Versicherungslösung i. d. R. schon nach dem ersten Jahr im Vorteil gegenüber einem freien Fondssparplan.

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@leuschner44577

@leuschner: Danke für die Ergänzung. Ja, diesen Mantel gibt es, und auch zu diesen Kosten. Es ist aber eine "Nettopolice", die nur über Honorarberater angeboten wird und daher zusätzliche Honorarkosten beinhaltet. Diese müssen korrekterweise mit einbezogen werden. Und damit bleibt man - bei fairer Rechnung - nicht mehr bei 0,6% Gesamtkosten, sondern landet eher bei insgesamt 1,6% Gesamtkosten. Allerdings - selbst inkl. Honorar - immer noch weitaus günstiger als traditionelle Provisionsprodukte zu 3-4% Kosten p.a.

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Aktienfonds, auch solche, die Dividenden ausschütten, oder offene Immobilienfonds halte ich für sinnvoll und das Risiko für tragbar, vorausgesetzt man kauft bei einem seriösen Institut.

Das sind schon gute Ansätze. Mit Fonds bleibt man flexibel, und das ist in jungen Jahren meist eine gute Idee! Der globale Aktienmarkt rentiert langfristig mit ca. 8% pro Jahr, davon gehen aber noch die Anlagekosten ab. Deshalb sollten diese minimiert werden. Es gibt sicher schlechtere Fonds als die beiden oben genannten, ich würde mir aber auch noch weitere Alternativen ansehen, vgl. im Link.

https://www.finanzfrage.net/tipp/was-aktien-investments-im-1-halbjahr-2014-erbracht-haben-sollten

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Ich persönlich habe mich schon mal mit ETFs beschäftigt. Ich bin zum Entschluss gekommen, dass ein aktiver Fonds ohne Ausgabeaufschlag meiner Auffassung nach mehr Performance erzielen könnte wenn die Auswahl vorher gut getroffen ist. Aktuell bespare ich 50 % Aktien Welt und zu 50% einen Mischfonds. Wenn ich noch zusätzlich 20000 Euro anlegen möchte macht es ja Sinn noch ein paar Fonds hinzuzufügen. Was könnte man nehmen?

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@chris021993

Da meine Erfahrung ist, dass aktiv gemanagte Fonds (ich fahre seit Jahren Vergleichsdepots mit beiden Anlagevarianten) längerfristig nur verlieren können gegen ein GUT aufgestelltes ETF-Portfolio, bin ich der falsche Adressat... Ja, es gibt einzelne Fonds, die besser performen als ein vergleichbarer ETF, aber die "richtigen" Fonds kennt man immer nur im Nachhinein - und es gibt keinerlei Performance-Konstanz, die Historie sagt wenig aus. Die ca. 2% p.a. Kostenvorteil bei ETF-Einsatz sind mir hingegen sicher.

Für relevant halte ich den Vergleich eines gut strukturierten globalen ETF-Portfolios mit den entsprechenden zehn am häufigsten eingesetzten aktiven Fonds, siehe Link oben.

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@GAFIB

Ich habe das ganze jetzt auch mal durchgespielt:

Angenommene Portfolio-Aufteilung:

a) 40% Globale Aktien

b) 20% Deutschland

c) 20% Europa

d) 20% Emerging Markets

Instant XRay laut Morningstar: Ergebnis mit ETF:

3 Monate 1,59

6 Monate 7,32

1 Jahr 9,41

3 Jahre p.a. 15,43

5 Jahre p.a. 11,83

lfdJ. 8,96

Ergebnis mit ausgewählten Fonds:

a.) 40% Robeco BP Global Premium Eqs 1

b.) 20% DWS Deutschland

c.) 20% Invesco Pan Eurp Structured Eq A

d.) 20% Comgest Growth Emerging Mkts EUR Dist

3 Monate 4,23

6 Monate 9,47

1 Jahr 13,45

3 Jahre p.a. 17,46

5 Jahre p.a. 14,66

lfdJ. 10,10

Der Sieger des jeweiligen Zeitraumes ist FETT dargestellt. Ich würde also behaupten, dass wenn man die richtige Fondsauswahl trifft und dann noch etwas Kosten sparen kann mit aktiven Fonds die deutlicheren Vorteile genießt. Zusätzlich können Fonds bei Abwärtsbewegungen noch gegensteuern. Ein ETF ist dem freien Fall chancenlos ausgesetzt.

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@hausfrau70

@hausfrau: Flotter Vergleich, ja. Lagen diese "Siegerfonds" denn a) auch alle zu Beginn des Anlagezeitraums faktisch im Depot? Oder sind sie b) nur fiktiv ausgewählt, nachdem die Performance rückblickend natürlich bekannt ist? Wenn a) zutrifft, würde ich weitermachen mit meinem System.

Die breite Praxis entspricht aber doch dem, was an Fonds-Topsellern gelaufen ist, nicht wahr? Sieht´s da immer noch so gut aus?

http://www.fondsdiscount.de/fonds/top-seller/?main_cat=-1&issuer_id=-1&main_cat=specialAktienfonds&issuer_id=-1

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@GAFIB

So, jetzt habe ich mal jeweils den Top Seller jeder Kategorie Deiner Quelle genommen... Ergebnis:

3 Monate 3,46

6 Monate 7,60

1 Jahr 11,73

3 Jahre p.a. 14,06

5 Jahre p.a. 12,13

lfdJ. 9,61

DWS Top Dividende LD

DWS Deutschland:

Fidelity European Growth A-EUR

Magellan C

Jeweils der Topseller aus der entsprechenden Kategorie von FONDS Discount

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@hausfrau70

@hausfrau: Die Kenntnisse zum ETF-Markt sind wohl noch ausbaufähig? Eine saubere ETF-Rechnung ergibt folgendes Ergebnis, jeweils auf Basis des volumenstärksten ETFs:

  1. MCSI World (WKN: A0HGV0): +17,62% lfd. Jahr per 28. Nov. 2014
  2. MSCI Deutschl. (WKN A0REJQ): +3,62% lfd. Jahr
  3. MSCI EU (WKN A0MZWQ): +8,57% lfd. Jahr
  4. MSCI Emerg. Markets (WKN A0HGWC): +12,96%

Macht gewichtet +11,96% für das lfd. Jahr (und nicht 8,96% wie das nette Programm wissen will. Vorsicht vor Programmen, die man selber nicht versteht). Lieber mal "zu Fuß" nachrechnen... (;-)

https://www.justetf.com/de/find-etf.html

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@hausfrau70

@hausfrau: Noch folgende Ergänzung zur möglichen Aufklärung, wo die 3% Performance-Differenz herrühren könnten: Bei den von der Finanzbranche gern gewählten Benchmarks wie "MSCI World" für internationale Aktienfonds oder "Euro Stoxx 50" für europäische Aktienfonds handelt es sich um sog. Kurs- oder Preisindizes, die keine Dividenden (ca. 3% p.a.) beeinhalten. Ein Vergleich mit einem solchen Kursindex ist irreführend und falsch. Erstens, weil man den Index per se nicht kaufen kann und zweitens, weil praktisch alle ETFs als Performance-Indizes inkl. Dividenden gestaltet sind. Warum wird wohl in fast allen Vergleichen diese falsche Benchmark verwendet?

http://de.wikipedia.org/wiki/Aktienindex

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