Jahrelang Falsche Steuerklasse dazu Steuerbescheide falsch veranlagt?

Hallo, Seit 2010 wurde der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in meiner Steuererklärung nicht berücksichtigt. Auch wurde ich von Anfang an in Steuerklasse 1 gestuft statt Steuerklasse 2. 2017 wurde der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende dann zum 1. mal berücksichtigt, deswegen ist es überhaupt erst aufgefallen, dass ich die ganze Zeit falsch veranlagt wurde. Leider habe ich dem Finanzamt vertraut, bei meinem Einkommen kann man nicht sonderlich viel falsch machen, dachte ich. Somit habe ich das Kauderwelsch aus den Bescheiden nicht nachgeprüft. Allerdings ist mir irgendwann mal aufgefallen, dass Elster zu meinen Gunsten höher gerechnet hat, hab mir bedauerlicherweise nichts weiter dabei gedacht. Mein Fehler, kann man so sehen und ich habe so gesehen wohl keine rechtliche Handhabe. Wobei mir die eine Dame, als ich dann endlich mal nachhakte, sagte, bis 2014 könnte man noch was machen, da ich alles korrekt eingetragen habe und es trotzdem nicht berücksichtigt worden ist. Der andere Herr, dem ich die alten Steuererklärungen dann schickte, teilte mir das Gegenteil mit. 

Aber wie kann das sein, dass dem Finanzamt seit 2010 der selbe Fehler unterläuft? Vielleicht kann ich nichts mehr für mich machen, aber ich möchte verhindern, dass dies anderen passiert. Ich möchte wissen, wie ich 6 Jahre um mein Geld gekommen bin, außer, dass ich dem Finanzamt zu sehr vertraut habe oder dem Arbeitgeber von wegen Steuerklasse?. Wem oder welchen Umstand habe ich das zu verdanken, obwohl ich alles korrekt angekreuzt und den Entlastungsbetrag / kompletten Freibetrag beantragt habe. Wenn ich schon in der falschen Steuerklasse bin , ich es doch mit der Erklärung zurückholen hätte können. Wo kann ich diese Auskunft bekommen oder mich gegebenenfalls beschweren oder eventuell sogar klagen?

Die andere Frage wäre, wenn ich beim Finanzamt nichts mehr machen kann, könnte ich das denn beim Arbeitgeber? Dieser hat mich doch in Steuerklasse 1 gestuft oder legt die Steuerklasse fest?

Das Finanzamt kann 5 Jahre lang Steuern zurück holen, wenn einer falsch eingestuft ist,oder ?. Kann ich das auch ???

Vielen Dank im Voraus

Steuererklärung, Steuerklassenwechsel
5 Antworten
Kann mich jemand zum Thema Steuerklassenwechsel, Zusammen- oder getrennte Veranlagung, Steuererklärung beraten ?

Hallo zusammen Mein Mann und ich sind am überlegen von Steuerklasse 4/4 in 3/5 zu wechseln. Wir haben folgende Situation: Mann arbeitet Vollzeit 3.300€/Monat, ich war 2 Monate arbeitslos (Arbeitslosengeld 1), März bis voraussichtlich September 450€ Job, ab Oktober beginne ich eine Umschulung (Übergangsgeld). So gesehen wäre die Steuerklasse 3/5 geschickt. Ich weiß dass das Übergangsgeld sowie das Arbeitslosengeld dem Progressionsvorbehalt unterliegt. Habe schon verschiedene Steuerrechner, Splittingtabellen und andere Foren durchsucht, sogar auf dem Finanzamt schon angerufen(der Mann am Hörer hatte nicht sonderlich viel Lust mir da zu helfen, sprach aber auch über die Möglichkeit 4/4 mit Faktor zu wählen), aber richtig weiter helfen konnte mir nichts. Ich lese darüber, dass bei den Geldern die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, es besser wäre die getrennte Veranlagung zu wählen, beim 450€ Job die Zusammenveranlagung. Habe aber auch schon gelesen, dass der 450€ Job nicht in der Steuererklärung angegeben sein muss. Jedoch wenn ich dann Steuerklasse 5 habe, doch? Mich bringt das alles durcheinander....also: Hat jemand hier Erfahrung damit oder kann mich verständlich beraten, was am geschicktesten wäre und was dann genau zu beachten bzw. zu tun ist? Freue mich über Rat und Hilfe

Steuererklärung, Steuerklassenwechsel
3 Antworten
Die Elternzeit ist vorbei, dann kam Arbeitslosigkeit, der Partner ist voll erwerbsfähig - nächstes Kind geplant, welche Steuerklassen machen Sinn?

Hintergrund:

Seit 2012 Beide Partner verheiratet und Stkl 4

06/2014 kam erstes Kind zur Welt

Bis dahin war Frau +Mann voll erwerbstätig beide Stkl 4

Ab 06/2014 Frau 12 Monate in Elternzeit

Ab 07/2015 Frau arbeitssuchend (ALG 1 ~ 1100€ p.M), Mann weiterhin voll erwerbstätig ( 3500€ Brutto) Beide Stkl 4

Jetzt wird für kommendes Jahr noch ein Geschwisterkind geplant, da Frau aktuell Arbeitssuchen ist wird das Elterngeld fürs zweite Kinde aller Voraussicht nach nur dem Basis Satz von 300€ entsprechen

Vater möchte beim 2 Kind aber auch mind. 4 Monate Elternzeit nehmen

Da sich Elterngeld nach dem Netto der letzten 12 Monate berechnet hat sich nun die Frage aufgeworfen ob es Sinn macht/möglich ist das nun von 4/4 nach 3(Frau)/5 Mann gewechselt wird.

Ergebnis für den Mann: statt 2200€ Netto zukünftig 2500€ Netto Ergebnis für die Frau : ?? Unklar ?? Sinkt das Arbeitslosengeld ? Wenn ja um wieviel ? Und würde dieses niedrigere Arbeitslosengeld (von Oktober 2015 - Juni 2016) mehr ausmachen als das "Mehr-Elterngeld" des Vaters für die 4 Monate Elternzeit nach Geburt des zweiten Kindes ?

Sind da momentan überfragt und wissen nicht was für uns die richtige Entscheidung wäre.

Wenn richtig verstanden ist 4/4 bzw. 3/5 ja nur ein Steuervorteil der mit der Steuererklärung des Folgejahres dann gegen gerechnet wird und man bekommt das Geld sowieso wieder bzw muss sowieso nachzahlen.

Wohingegen Elterngeld und Arbeitslosengeld ja eine Leistung sind die aufs Netto gerechnet wird und man somit "Geld verschenkt" wenn man sich dort nicht für die richtige Kombination entscheidet.

Ich hoffe mir kann hier weitergeholfen werden - Habe schon Unmengen an Artikeln im Internet durchforstet aber noch keine zufriedenstellende Antwort bekommen.

Arbeitslosengeld, Elterngeld, elternzeit, Schwangerschaft, Steuerklasse, Steuerklassenwechsel
1 Antwort
Steuerklassenwechsel - Elterngeld - Progressionsvorbehalt?! ( Öffentlicher Dienst)

Ich hoffe, ich bekomme diese Frage jetzt relativ deutlich zusammen:

Mein Mann und ich wollen unseren Kinderwunsch bald in die Tat umsetzen. Dafür wollten wir die Lohnsteuerklassen auf von IV/IV auf III/V umstellen, damit am Ende mehr Elterngeld zur Verfügung steht, um das fehlende Gehalt auszugleichen.

Mit unseren aktuellen Steuerklassen ( IV) verdienen wir 2000 und 2200 Euro Netto. Nach dem Steuerklassewechsel würde der eine ca. 270 Euro mehr an Steuern zahlen, der andere ca. 260 Euro weniger zahlen müssen.

Differenz wäre also bei ca. 10 €.

Mit dem günstigeren Steuersatz würde beim Elterngeld ca. 1400 € herauskommen.

Während der Elternzeit würden wir dann erneut wechseln wollen ( sprich: 2015 der erste Wechsel und 2016 dann der zweite Wechsel)

In meinem Babywunschforum fiel dann heute das Wort "Progressionsvorbehalt" und die Warnung, dass diese ganze Umstellung im Endeffekt nutzlos sein könnte, weil wir im Jahr der Elternzeit dann unter Umständen soviel Steuer nachzahlen müssten, dass wir mehr Steuer nachzahlen müssen, als uns der Steuerwechsel wegen des Elterngeldes eingebracht hat.

Ich begreife allerdings nicht so ganz, wann und wie das mit dem Progressionsvorbehalt umgesetzt wird. Das ganze ist so unverständlich geschrieben, dass ich jetzt gar nicht mehr weiß, ob der Steuerklassewechsel überhaupt Sinn macht...oder ob wir das Ganze nicht einfach sein lassen und weiter bei IV/IV bleiben.

Wie verteilen sich die Steuerklassen, wenn einer von beiden nur Elterngeld bezieht? Bleibt das dann IV/IV?

Elterngeld, Steuerklasse, Steuern, Progressionsvorbehalt, Steuerklassenwechsel
3 Antworten
Fragen zum Steuerklassenwechsel

Hallo, Ihr Lieben, ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen. Ich bin momentan etwas verunsichert. Mein Mann und ich haben uns nach sieben Jahre Ehe getrennt. Wir haben einen gemeinsamen Sohn zusammen und möchten auch, so gut es geht, beide für ihn da sein. Das klappt einigermaßen gut. Mein Nochmann ist vor ca.6Wochen zu seinen Eltern ins Haus gezogen, hat sich aber, soviel ich weiß, noch immer nicht umgemeldet. Wir hielten es eigentlich bisher so, dass er die bessere Lohnst.klasse hatte und ich die schlechtere. Er war Vollzeit beschäftigt, ich Teilzeit. Nun hat er aber zwei Wochen nach der Trennung seinen Job verloren und bekommt nicht viel ALG. Heißt, ich werd also ohnehin Sozialhilfe und Unterhaltsvorschuß beantragen müssen. Er meint aber, dass ein Lohnsteuerklassenwechsel erst nächstes Jahr möglich wäre. Okay....er zahlt bisher noch Autoversicherung, Telefon Unfall, Haftpflicht, aber ich soll ab Anfang nächstem Monat die Miete und Nebenkosten selbst zahlen, was ich auch gern möchte, aber ich weiß nicht, was ich da noch"rausholen"kann. Zumal er meint, er hätte sich bisher auch noch nicht umgemeldet, weil er dann weniger ALG bekäme (ich habe ja den leisen Verdacht, dass er gar nicht angegeben hat, dass wir in Trennung leben und dass er im Antrag vermutlich angegeben hat, dass er hier bei uns wohnt und auch das Kind bei dem Antrag berücksichtigt wurde), aber wenn ich etwas beantrage, werde ich diesbezüglich doch wohl Probleme bekommen oder? Warum sollte ich die Ämter übers Ohr hauen. Ich möchte doch nur, was uns zusteht! Kann mir bitte jemand Rat geben? Liebe Grüße und Danke im Voraus!

Steuerklasse, Trennung, Steuerklassenwechsel
3 Antworten
Ehegattensplitting bzw. Faktorverfahren bei SKl 4

Hallo zusammen,

wir haben vor kurzem geheiratet und überlegen gerade, ob wir das Ehegattenspltting verwenden oder bzw. die Anwendung des Faktorverfahrens

Ein paar Fragen dazu:

Ehegattensplitting: Bei dem Ehegattensplitting wird für das Gesamtbrutto beider Ehepartner lt. denn Splittingtabellen ein Gesamtbrutto ermittelt bzw. festgelegt und das was man/frau zuviel gezahlt hat, wird über die Steuererklärung zurückerstattet, richtig?

Faktorverfahren: Hierbei rechnet man die beiden festzusentzenden Lohnsteuerbeträge beider Ehepartner zusammen (1.) und ermittelt anhand der Splttingtabellen für jeden einzelnen Ehepartner den festzusetzenden Lohnsteuerbetrag (2.). Und dann erreichnet man den Faktor mit 1./2. i.d.R. sollte dies dann ein Wert unter 1,0 sein ;) Bei uns kommt da ein Faktor von 0,79 raus. Bedeutet das dann wirklich, dass wir beide jeweils nur noch das 0,79fache (bzw. 79%) unserer ursprünglichen Lohnsteuer bezahlen müssen? Kann es sein, dass wir dann bei der Lohnsteuererklärung viel nachzahlen müssten?

Eine weitere Frage noch zum Elterngeld und dem evtl. damit verbundenen Steuerklassenwechsel. Ich habe irgendwo gelesen, dass bei Ehepartner bei Geburt einen Steuerklassenwechsel machen können (unabhänging vom 1x jährich möglichen Steuerklassenwechsel), ist das richtig?

Aktuell haben wir beide SKl 4, ich verdiene 45t€ meine Frau 30t€. Wir wollten bewusst nach der Hochzeit nicht in 3(ich)/5 wechseln, damit meine Frau noch einigermaßen gutes Elterngeld bekommt. Skl3 für sie wäre fürs Elterngeld auch gut gewesen, nur dann hätten wir davor monatlich zu wenig Geld gehabt. Können wir nach Beendigung des Mutterschutzes und Beginn der Elterzeit einen Steuerklassenwechsel für mich in die SKl3 veranlassen? Läuft meine Frau innerhalb der Elternzeit überhaupt in einer Steuerklassen?

Vielen Dank !

Grüße

Deflation, Elterngeld, Faktorverfahren, Steuerklassenwahl, Steuerklassenwechsel
3 Antworten
Gründe für Zusammenveranlagung im Trennungsjahr?

Hallo,

Angenommenes Fallbeispiel:

Mann und Frau haben sich 2012 getrennt (Der Mann sei am 1.9.2012 ausgezogen), sie seinen noch verheiratet und werden 2013 (ohne Rosenkrieg) geschieden. Zwei Kinder leben bei der Frau, dem Mann zahlt seit 1.9. für sie Unterhalt.

Die Steuersituation:

2012 01.01.- 31.08. Frau - Steuerklasse 5 Mann - Steuerklasse 3

01.10.2012 - 31.12.2012 Frau - Steuerklasse 4 Mann - Steuerklasse 4

(2013 beide Klasse 1, Frau beantragt Klasse 2)

Das für nun bei dem Mann zu eine großen Steuernachzahlung für 2012, weil offenbar das Finazamt die ungünstigere Steherklasse 4 für das ganze(!) Jahr ansetzt!?

Ist das so?

Kann das Finanzamt in der Einkommenssteuererklärung pro Jahr nur nach einer Steuerklasse abrechen, die dann für das ganze Jahr gilt? Wäre iIrgenwie unfair ...

Die Frau im oben angenommenen Fall wird dann wohl eine Rückzahlung erhalten, weil Sie nun für das ganze Jahr die im Verglech zur Klasse 5 bessere Steuerklasse 4 hat !!?

Frage:

Welche Argumente gäbe es, die eine Zusammenveranlagung 2012 für die (noch Ehe-) Fau attraktiv erscheinen lassen könnten? Sie bekommt ja nun ohnehin Geld vom Finanzamt wieder (wieviel ist unklar), und was der Mann an Steuernachzahlung leisen muss kann der Frau ja zunächtst egal sein.

Könnt Ihr mir da ein paar Tipps geben?

Danke für jede Info!

Gruß Thomas

Nachzahlung, Trennung, Steuerklassenwechsel, Zusammenveranlagung
0 Antworten

Meistgelesene Fragen zum Thema Steuerklassenwechsel

Steuerklassenwechsel - wie schnell geht das?

5 Antworten

Hauptarbeitsverhältnis oder Nebenarbeitsverhältnis?

3 Antworten

Brauche Hilfe beim Antrag für Lohnsteuerklassenwechsel

3 Antworten

Steuerklasse rückwirkend ändern?

4 Antworten

Wie oft darf die Steuerklasse gewechselt werden?

4 Antworten

Wie kann man Nebenarbeitgeber in Hauptarbeitgeber ändern (Finanzamt und Arbeitgeber schicken mich hin und her)?

3 Antworten

Auszug von Kind, wann muss ich Steuerklasse ändern

1 Antwort

Wann muss die Steuerklasse geändert werden, wenn Ehegatte stirbt?

4 Antworten

Arbeitgeber behält rückwirkend Lohnsteuer ein nach Steuerklassenwechsel

5 Antworten

Steuerklassenwechsel - Neue und gute Antworten