Hallo zusammen, kann ich hiermit Steuern sparen?

Zur Zeit bin ich Angestellter. Jetzt stell ich mir folgende Frage ob ich dadurch Steuern sparen könnte:

Als erstes Gründe ich die "Angestellten" UG. Ich "kündige" also meinen Job und mache den gleichen Job über die "Angestellten" UG. Von dieser UG würde ich auch ein Gehalt bekommen, welches ich wiederum Privat versteuer. Ich würde mir natürlich nicht alles auszahlen, sondern nur den Betrag, welchen man wirklich braucht. Die Mutter der "Angestellten" UG wird die "Holding" UG. Da ich eine Differenz von Einkommen (theoretischer Lohn des Arbeitgebers) und tatsächlich ausbezahlten Lohn an mich, also Ausgaben, habe wirft die "Angestellten" UG Gewinne habe. Diese UG hat allerdings einen Gewinnabtretungsvertrag mit der "Holding" UG, muss also nur die paar Prozent steuern auf diesen Gewinn zahlen. Da die Angestellten UG damit ja an sich keine Gewinne auf dem Papier erzielt muss ich auch nicht die obligatorischen 25% für die UG abtreten oder? Lediglich die "Holding" UG müsste 25% des Gewinnes abtreten?! So da wäre meine erste Frage, ab wann sich so ein Konstrukt lohnen würde. Habe mal etwas von ab 40.000€ gehört.

Die Holding geht jetzt aber weiter: Ich gründe eine 3. "Immobilien" UG. Zweck dieser Immobilien UG ist es immobilen zu vermieten. Über diese UG kaufe ich also Immobilien, welche vermietet werden. Mal angenommen es bleibt ein kleiner Gewinn über (nach Darlehnen, Zinsen, Immobilienkosten etc.) und es besteht ebenfalls ein Gewinnabtretungsvertrag mit der Holding, müssten doch hier ebenfalls lediglich die paar Prozent abgetreten werden oder? Selbst im Falle einer Veräußerung der Immobilie (und es wird mit dem Verkauf Gewinn erzielt) erwirtschaftet die Immobilien UG letztendlich keinen Gewinn, weil sie diesen an die Holding weitergibt. Die Holding UG zahlt also den kleinen Prozentsatz steuern und tritt (solange die 25.000€) nicht erreicht sind 25% ab?

Ziel des ganzen ist nicht, dass ich Real mehr im Portmonee habe, sondern mir im Hinterstübchen leichter Kapital aufbauen kann, welches ich Re-Investiere. Meine "Lebenskosten" wären durch mein Geschäftsführer Gehalt der Angestellten UG gedeckt.

Alternativ bleibt natürlich das "klassische" Konstrukt: Ich bleibe weiterhin Angestellter und vermiete Immobilien nebenbei Privat.

Ich hoffe ihr versteht wie ich mir das Konstrukt vorgestellt habe 😃

Gründung, Steuern, Unternehmen
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Kleinunternehmerregelung nur bei einem von mehreren Gewerbe?

Hallo!

Für meinen speziellen Fall habe ich leider keine Antwort im Netz finden können und hoffe, dass mir hier jemand helfen kann.

Ich habe mich im Jahr 2006 beim FA als Freiberufler (Dolmetscher) angemeldet. Damals verzichtete ich auf die Kleinunternehmerregelung und habe auf allen Rechnungen Mwst. ausgewiesen und als Umsatzsteuer für das entsprechende Jahr abgeführt (Regelbesteuerung). Eine Anmeldung beim Gewerbeamt erfolgte nicht (falls das von Bedeutung sein sollte).

Im Januar 2015 habe ich ein neues Gewerbe beim Finanzamt und Gewerbeamt angemeldet (anderes Tätigkeitsfeld: Online-Warenhandel). Bei diesem Gewerbe habe ich auf dem Fragebogen des Finanzamtes (Fragebogen zur Steuerlichen Erfassung) angekreuzt, dass ich die Kleinunternehmerregelung nach§19 Ustg in Anspruch nehmen möchte. Anschließend habe ich die neue Steuernummer erhalten.

Im Jahr 2015 habe ich fortan für die Dolemtsch-Tätigkeiten Rechnungen unter meiner alten Steuernummer mit ausgewiesener Mwst. ausgeschrieben, also wie gewohnt. Für den Online-Handel habe ich unter der neuen Steuernummer Rechnungen geschrieben und habe keine Mwst ausgewiesen.

So wollte ich das eigentlich weiterführen. Nun bin ich aber etwas irritiert, weil ich auf Behauptungen gestoßen bin, dass das so nicht geht. Ein Einzelunternehmer müsse entweder für alle seine Gewerbe Umst. abführen oder auf keinen (wenn Kleinunternehmerregelung). Eine getrennte Handhabung sei nicht möglich.

meine Fragen: 1.) Stimmt das? 2.) Falls ja, muss ich nun auf allen Rechnungen aus meinen beiden Gewerben Mwst. ausweisen und Ust an das FA abführen oder umgekehrt (keine Mwst/Ust für beide Gewerbe)? Info: Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben in einem Jahr einen höheren Umsatz als 17.500€ gehabt.

3.) Stimmt das, das wenn ich für den Online-Handel weiterhin die Kleinunternehmerregelung nutzen möchte, der Umsatz aus beiden Gewerben aus dem vergangenen Jahr zusammen addiert nicht 17.500€ überschreiten darf? Oder wird hierfür nur der Umsatz aus dem Online-Handel betrachtet?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Gewerbeanmeldung, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht, Umsatzsteuer, Unternehmen, Kleinunternehmerregelung
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Wie läuft das mit der Rechnung an Unternehmer in der EU?

Guten Abend,

ich verkaufe Download-Artikel in einem Online-Shop, also Artikel, die nicht versandt werden, sondern zum Download zur Verfügung stehen. Es geht im Folgenden um die korrekte Rechnungsstellung.

Folgendes weiß ich bereits:

1) Ist der Käufer ein deutscher Privatmann oder ein deutsches Unternehmen, wird ganz normal 19,00% Umsatzsteuer berechnet. Hier ist alles klar.

2) Ist der Käufer ein Privatmann oder ein Unternehmen aus einem Drittland (z.B. USA), dann muss ich eine Netto-Rechnung ausstellen. Diese Netto-Rechnung darf keine Umsatzsteuer enthalten, sondern es wird der gesamte gezahlte Betrag als Nettobetrag gezahlt. Wenn der Käufer also insgesamt 10,00 Euro gezahlt hat, dann muss ich die Rechnung auch über einen Nettobetrag von 10,00 Euro ausstellen. Privatmann und Unternehmen werden in diesem Fall gleich behandelt.

Nun geht es um die Rechnungsstellung in die EU: Seit Anfang diesen Jahres gibt es den "Mini-One-Stop-Shop". Dementsprechend muss ich bei Privatpersonen immer denjenigen Mehrwertsteuersatz berechnen, der im Land der Käufers gilt und auch an den dortigen Staat abführen. Bei Unternehmen muss ich allerdings das Reverse-Charge-Verfahren beachten.

Meine Frage hierzu: Ich verkaufe die Download-Artikel zu einem Festpreis (z.B 10,00 Euro), egal aus welchem Land der Käufer kommt. Bei einer Rechnung nach Deutschland erhalte ich 8,40 Euro (10,00 Euro - 19% USt.), bei einer Rechnung in ein Drittland erhalte ich 10,00 Euro (10,00 Euro - 0,00% USt. = Netto-Rechnung), bei einer Rechnung an einen Privatmann (z.B. in Frankreich, wo 20% USt. gilt) erhalte ich 8,33 Euro (10,00 Euro - 20% USt.). Aber wie viel erhalte ich bei einem Unternehmen aus der EU (nehmen wir an, es befindet sich ebenfalls in Frankreich, wo 20% USt. gilt)? Über welchen Betrag muss ich hier - unter Beachtung der Reverse-Charge-Regelung - die Rechnung ausstellen? Muss ich hier die 20% USt. von 10,00 Euro abziehen und die Rechnung dann über einen Nettobetrag von 8,33 Euro ausstellen, mit dem Verweis auf die Reverse-Charge-Regelung?

Danke für eure große Mühe und Hilfe.

EU, Euro, rechnung, Unternehmen, Brutto, Netto, Drittland
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Expio Finanz Limited Unterlassungsklage Hilfe

Guten Abend, ich hoffe hier Hilfe in meinem Fall zu finden und danke allen im Voraus für Ihre Antworten. Ich bitte sie auf Kommentare wie selbst schuld und so weiter zu verzichten, denn ich habe mit dieser Sache schon genug Probleme. Vielen Dank an alle. Ich darf aufgrund eines laufenden Prozesses nicht alle Einzelheiten nennen, dazu aber gleich mehr.
Nun zum Sachverhalt. Ich habe seit geraumer Zeit mit der Firma Expio Finanz Limited zu tun wegen einer Forderung die diese Firma wohl gekauft hat. Nach einigen Mahnungen kam ein gerichtlicher Mahnbescheid. Nach meinem Widerspruch kam einige Monate später eine 6 seitige Klage!. Trotz Anwaltlicher Beratung musste ich eine Niederlage einstecken. Zähneknirschend musste ich diese Forderung nach einer Kontopfändung bezahlen, auch um einer Abgabe der Vermögensauskunft zu entgehen. Da ich nun verständlicherweise verdammt sauer auf diese Firma war und immer noch bin, habe ich diesen Sachverhalt in einem anderen bekannten Forum geschildert und Dampf abgelassen.
Vor einiger Zeit bekam ich von der Firma Expio Finanz Limited eine Aufforderung eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Diese habe ich ignoriert. Nun kam vor einigen Tagen eine Unterlassungsklage vom Amtsgericht. Jetzt wollen die auch noch eine Menge Geld haben und Schadensersatz. Und weil Pech meist nicht allein kommt, habe ich heute eine Vorladung von der Polizei als Beschuldigte erhalten. Nun meine Frage: wenn ich nicht hingehe, welche Konsequenzen könnten mir drohen? Welche Kosten entstehen mir, wenn ich anwaltliche Hilfe in dieser Sache in Anspruch nehme, sowohl wegen der Polizei und auch der Unterlassungsklage. Geht es hier auch nach dem Streitwert oder wie werden diese Kosten berechnet. Gibt es hierfür eine Gebührentabelle die ich irgendwo einsehen kann? Kann ich die Unterlassungserklärung noch nachträglich unterschreiben und der Firma anbieten die entstandenen Kosten zu übernehmen? Habe ich Anspruch darauf, obwohl die von der Expio Finanz Limited gesetzte Frist bereits abgelaufen ist? Ich meine, wenn ich diese unterschreibe, dann entfällt doch der eigentliche Klagegrund, oder? Vielen Dank für schnelle Antworten. Verzweifelte Grüße G.

Recht, Unternehmen
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Betriebsausgabe für Unternehmer, Miete von Gegenständen

Hallo, ich bin Student im Fach Wirtschaftsingenieurwesen und das Thema Recht kommt bei uns leider etwas zu kurz, daher bin ich Privat interessiert mich da weiter zu bilden. Bin nun bei einer Thematik angelangt, an der das Internet nicht ausreichende Informationen bietet.

Fall 1: Unterhmen A hat Geräte, die es für den Betrieb benötigt, diese hat es gekauft und setzt es von der Steuer ab. Es fällt ein Jahresgewinn von 100.000€ an, dieser müsste mit 45%, ist das so richtig?, versteuert werden. Nun gründet der Besitzer von Unternehmen A ein Unternehmen in der Schweiz/Luxemburg/andere Steuergünstige Länder. Dieses Unternehmen kauft die Geräte die Unternehmen A benötigt und vermietet sie so teuer an Unternehmen A, dass der Jahresgewinn nur noch 10.000€ beträgt, die 90.000€ liegen dann im Unternehmen im Ausland.

Könnte Unternehmen A, wenn es die Geräte besitzt, diese auch unter Buchwert an das ausländische Unternehmen verkaufen, den Verlust steuerlich geltend machen, und dann dennoch die Geräte von dem Unternehmen zu sehr hohen Mietkonditionen beziehen?

Fall 2: Unternehmer B hat sich beim DPMA die Wortmarke XYZ gesichert. Diese läuft aus und eine ausländische Gesellschaft, die auch Unternehmer B gehört, sichert sich die Wortmarke XYZ.

Unternehmen B muss nun für die Nutzung des Namens eine Lizenzgebühr an die ausländische Gesellschaft zahlen. Diese beträgt vertraglich geregelt 90% des Gewinns vor Steuer - ist das rechtlich so zulässig? So würde er bei einem Jahresgewinn von 100.000€ noch 90.000€ an das ausländische Unternehmen überweisen müssen, aber dieses Gehört der selben Person wie Unternehmen B. Somit wären 90.000€ steuerfrei untergebracht.

Wie man die dann nutzen kann, ist eine andere Frage.

Gruß, Flo

Studium, Ausland, privat, Recht, Steuern, Unternehmen, Absetzbarkeit
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