Steuererklärung: Verlustvortrag bei Student mit Gewerbe und kurzfristiger Beschäftigung, ist das möglich?

1 Antwort

1. Stimmt genau, Ausbildungskosten (1. Ausbildung) sind Sonderausgaben. Ebenso richtig die Versicherungen gehören in die gleiche Sparte.

2. Werbungskostenabzug für eine Tätigkeit die entweder unversteuert ist, weil ohne Einnahmen (Praktikum), oder durch den Arbeitgeber pauschal versteuert wird (kurzfristige Beschäftigung), ist ebenfalls nicht möglich. Oder hast Du die Steuer ID bei der kurzfristigen Beschäftigung angegeben? mich irritieren die 10 Euro Lohnsteuer. Bei einem Pflichtpraktikum würde ich das ggf. anders beurteilt haben.

3. Worin unterscheidet sich das Gewerbe von dem Mikrojobbing? Ggf. kannst Du es gemeinsam erfassen, denn die 300,- Euro Ausgaben bringen auf jeden Fall einen vortragsfähigen Verlust.

4. Einkommensteuererklärung mit Anlage "G" und Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung, wegen des Gewerbes.

5. Wenn Du für die kurzfristige Beschäftigung  eine Lohnsteuerbescheinigung bekommen hast, weil es eine normale und keine kurzfristige Beschäftigung war, noch die Anlage "N" ausfüllen. Wenn das so wäre müssten Deine Werbungskosten 1.300,- sein, sonst wäre der Verlust aus dem Gewerbe schon wieder weg.

Vielen Dank erstmal, das hilft mir schon gut weiter.

Zu 5. Ja ich habe eine Lohnsteuerbescheinigung erhalten. Es scheint aber "auf Lohnsteuerkarte" zu gehen. War aber eigentlich kurzfristig; unter Freibeträgen und Ag hat ja auch keine Sozialversicherung bezahlt.

Wenn aber vertikal verrechnet wird - reichen dann nicht mindestens 1000 Werbungskosten, da 300 Ausgaben aus Gewerbe  entspricht zusammen 1300 Einnahmen und alles drüber wäre vortragsfähig? Und wie sieht es dann mit Sonderausgaben und insb. Versicherung aus- die schmälern nichts, auch nicht anteilig während der Arbeit "auf Lohnsteuerkarte"?

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@Grapefruiteis

Jede Einkunftsart wird erst mal für sich betrachtet. Bei den Einkünften aus nichtselbst. Arbeit entsteht kein Verlust, wenn nicht mehr als 1300 € Werbungskosten. Du kannst nicht kreuz und quer verrechnen.
Sonst: Wo eh schon nix rauskommt, kann auch nichts geschmälert werden. Weniger als 0 Steuer geht nicht.

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@Grapefruiteis

@grapefruiteis

Da hat der Arbeitgeer sparen wollen udn hat nur die Sozialversicherung pauschla abgerechnet und die Lohnsteuer nicht.

Damit Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit. 1.300,- - Arbeitnehmerpauschale (wenn keine höheren Werbungskosten nachgewiesen werden) 1.000,- = Einkünfte 300,-

Verlust aus Gewerbebetrieb weil keine Einnahmen aber 300,- Euro kosten.

Es erfolgt ein Verlustausgleich somit 300,- Einkünfte nichtselbständige Arbeit - 300,- Verlust Gewerbebetrieb = Einkünfte 0,- Euro. kein Verlustvortrag.

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Vielen Dank dafür schon im Voraus.

Lohnsteuerberechnung:

Ist es korrekt, dass die Werbungskosten nochmal extra zu dem Grundfreibetrag von 8652€ dazugerechnet werden und das mit einem Pauschalbetrag von 1000€ automatisch berücksichtigt wird? Das wäre mMn ja dann quasi eine Erhöhung des Steuerfreibetrages um 1000€ auf 9652€ für dieses Jahr, da man für den Werbungskostenpauschalbetrag ja keine Nachweise benötigt?

Konkretes Beispiel: Dieses Jahr habe ich ein Bruttoeinkommen von ca. 13000€:

13.000 Bruttoeinkommen 2016

-8.652 Grundfreibetrag 2016

-1.000 Werbungskostenpauschale

=3.348 zu versteuerndes Einkommen

Auf diese Fallen laut Brutto-Netto-Rechner eine Lohnsteuer von nur 21 € an. Ist das so korrekt berechnet?

Nun die Frage zu den Verlustvorträgen:

Da ich seit 2008 studiert habe, würde ich gerne die entsprechenden Kosten wie Studiengebühren, Krankenkassenbeiträge, Fahrtkosten etc. mittels Verlustvortrag anrechnen lassen.

Würde der Verlustvortrag von 2009 mit in die Werbungskosten von 2016 fließen, sofern dies später für ein Erststudium vom BVerfG anerkannt wird?

Falls dies der Fall ist, müssten diese Werbungskosten inkl. Verlustvortrag 2009 den Pauschalbetrag von 1000€ übersteigen um einen Unterschied zu machen, würden aber auch dann maximal eine Steuerersparnis von 21 € einbringen?

Daher die Frage, ob es möglich ist, den Verlustvortrag von 2009 auch mit ins Jahr 2017 zu nehmen bzw. dort erst abzusetzen, selbst wenn der Verlustvortrag 2016 gestellt wurde? Denn dann würden die dadurch erreichte Steuerersparnisse wesentlich höher ausfallen.

Vielen Dank.

Gruß

blacking

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Link zum Thema:

https://taxfix.de/steuertipps/kann-ich-mein-erststudium-von-der-steuer-absetzen/

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hadrei

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